
Im Krisenmodus· Folge 169
Sturzflut in Nepal: Gletscherabbruch, Klimawandel und Frühwarnsysteme
Freitag, 28. August 2026 · 36 min
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Shownotes
Eine gewaltige Sturzflut hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Dörfer weggespült. Hunderte Menschen sind gestorben, zahlreiche weitere werden vermisst. Zerstörte Straßen und Brücken erschweren die Suche nach Überlebenden und die Versorgung der Betroffenen.
In dieser Sonderfolge von „Im Krisenmodus“ spricht FUNKE-Kriegs- und Krisenreporter Jan Jessen mit dem Geografen Marcus Nüsser über die mögliche Ursache der Katastrophe. Der Klima- und Umweltexperte Arun Bhakta Shrestha erklärt, wie der Klimawandel die Gefahren im Himalaya verändert und warum Nepal und China bessere Frühwarnsysteme sowie einen verlässlichen Informationsaustausch brauchen. Tabea Seiz von der Welthungerhilfe berichtet aus Kathmandu über die Rettungsarbeiten und über Familien, die innerhalb weniger Minuten ihre gesamte Lebensgrundlage verloren haben.
Stimmen im Podcast
Tabea Seiz, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Nepal
Prof. Dr. Marcus Nüsser, Geograf am Südasien-Institut der Universität Heidelberg
Dr. Arun Bhakta Shrestha, CEO von Hydrominds und ehemaliger Senior Adviser und Strategic Group Lead beim International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD)
Host
Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe.
Kapitelübersicht
1 | Die Sturzflut und die Suche nach Vermissten
Jan Jessen ordnet die aktuelle Lage ein. Tabea Seiz berichtet aus Kathmandu über zerstörte Verkehrswege, abgeschnittene Orte und schwierige Rettungsarbeiten.
2 | Wie ein Gletscherabbruch eine Flutwelle auslösen kann
Prof. Dr. Marcus Nüsser und Dr. Arun Bhakta Shrestha erklären die mögliche Kaskade aus abbrechendem Eis, Geröll, einem blockierten Fluss und plötzlich freigesetztem Wasser.
3 | Welche Rolle spielt der Klimawandel?
Die Experten erklären, warum sich eine einzelne Katastrophe nur schwer direkt dem Klimawandel zuordnen lässt – die Erwärmung aber Gletscher verändert und die Gefahren im Himalaya erhöht.
4 | Frühwarnsysteme und gefährdete Infrastruktur
Warum Straßen, Siedlungen und Wasserkraftwerke das Schadensrisiko erhöhen – und wie Warnsysteme Menschenleben retten könnten.
5 | Nothilfe und globale Verantwortung
Tabea Seiz erklärt, was die Betroffenen jetzt brauchen. Arun Bhakta Shrestha spricht über internationale Verantwortung und einen verlässlichen Datenaustausch zwischen Nepal und China.
Hör-Empfehlungen
Venezuela nach dem Doppel-Erdbeben (nrz.de/podcast/article412392539/venezuela-nach…)
Erdbeben in Afghanistan (nrz.de/podcast/article409960456/erdbeben-in-af…)
Flutkatastrophe in Afghanistan (morgenpost.de/podcast/article406857258/flutkat…)
Unterstützungsmöglichkeiten
Hilfe für Betroffene
Die Welthungerhilfe bereitet gemeinsam mit lokalen Partnern Nothilfe in Nepal vor. Benötigt werden unter anderem sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel und sichere Unterkünfte. Die Organisation stellt zunächst 100.000 Euro aus ihrem Nothilfefonds bereit.
Die Welthungerhilfe bittet unter dem Stichwort „Sturzflut Nepal“ um Spenden:
Hier geht es auf die Seite der Welthungerhilfe (welthungerhilfe.de/spenden-nepal)
Die Welthungerhilfe ist seit 1972 mit nationalen und internationalen Partnern in Nepal aktiv und arbeitet dort unter anderem in den Bereichen Ernährungssicherung, Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfe.
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Wie kann ein abbrechender Gletscher eine Flutwelle auslösen, die mehr als 100 Kilometer flussabwärts noch Menschen, Häuser und Brücken mit sich reißt? Welche Rolle spielt der Klimawandel dabei und hätte ein besseres Frühwarnsystem, in Nepal Menschenleben retten können? Herr Bea Seitz von der Welthungerhilfe ist in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Sie berichtet von Familien, denen innerhalb weniger Minuten alles genommen worden ist.
Erst der Eindrücke aus der Region zeigen, dass viele Familien wirklich innerhalb weniger Minuten praktisch ihre gesamte Existenzgrundlage verloren haben. Besonders in den Bergregionen im nördlichen Nepal, im Himalaya, leben viele Familien von der Subsistenzlandwirtschaft. Das heißt, es sind Selbstversorger, viele haben ein kleines Haus, ein bisschen Land und bauen dort Gemüse und Getreide an für die Familie oder auch für den Verkauf auf dem lokalen Markt.
Und in den Regionen, in denen sich, ja, in denen ganze Dörfer weggeschwemmt wurden, ist jetzt einfach nichts mehr da. Das Haus ist weg, das Land ist weg, gegebenenfalls Familienangehörige sind nicht mehr da. Und, die Familien stehen erstmal vor dem Nichts. Die Flut hat nicht nur Häuser zerstört. Sie hat Menschen, ihre Angehörigen, ihr Land und damit auch ihre wirtschaftliche Existenz gegeben.
Im Krisenmodus, der Podcast aus Krisen- und Kriegsgebieten aller Welt mit Journalist Jan Jessen. Hallo, ich bin Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter, für die Funke Mediengruppe. Ihr findet meinen Artikel in der NRZ, der WAZ, der Berliner Morgenpost und im Hamburger Abendblatt.
Am Morgen des 26. August schießen gewaltige Mengen Wasser, Eisschlamm und Geröll, durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und China bzw. Tibet. Die Flut reißt Häuser, Straßen und Brücken mit sich. Dörfer werden überschwemmt, Menschen über weite Strecken flussabwärts getragen. Nach dem derzeitigen Stand, Freitagmorgen, deutsche Zeit, sind mindestens 469 Menschen gestorben.
Um die 1.300 Menschen werden noch vermisst. Darunter sind zahlreiche Touristinnen und Touristen aus dem Ausland. Offenbar sind unter ihnen auch einige Deutsche. Diese Zahlen können sich natürlich weiter verändern. Viele Gebiete sind derzeit schwer erreichbar. Die Straßen sind zerstört, Strom und Telekommunikation teilweise ausgefallen.
Nach ersten Auswertungen von Satellitenbildern bricht in den Bergen ein Teil eines Gletschers ab. Eis, Felsen und Geröll stürzen in ein enges Tal, die Masse blockiert vorübergehend ein Fluss. Dahinter staut sich Wasser, als die natürliche Barriere bricht, schießt eine gewaltige Flugwelle talwärts. Ob sich das Ereignis genauso abgespielt hat, wird noch untersucht.
Einen aktuellen Überblick aus Nepal gibt uns Taibéa Seitz. Sie ist Programmleiterin der Welthungerhilfe Nepal und hält sich in Kathmandu auf. Ihre Sprachnachricht erreicht uns am Abend des 27. August. Im Hintergrund fällt starker Monsunregen. Ich bin gerade in Kathmandu, in der Hauptstadt. Es regnet heftig. Vielleicht hören Sie es im Hintergrund.
Im Moment ist Nepal in der Monsunzeit, also in der Regenzeit. Die geht hier von Juni bis September, Oktober. Und das ist eine Zeit, in der generell häufig Naturkatastrophen vorkommen. Erst in der vergangenen Woche gab es im Westen von Nepal extreme Regenfälle. Ja, auch mehrere große Erdrutsche, wo auch viele Menschen ihr Leben verloren haben, ihre Häuser, ihr Land, die landwirtschaftliche Produktion.
Und so kommt jetzt die Sturzflut von gestern in eine ohnehin schon angespannte Situation, in der sich Nepal häufig in der Regenzeit befindet. Die Flut ereignet sich also zu einem Zeitpunkt, an dem Nepal bereits unter den Folgen des Monsuns leidet. Weitere Regenfälle behindern jetzt die Suche nach Vermissten.
Habea Seitz berichtet von zerstörten Zuwärtswegen und Orten, die fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten sind. Sehr schwierig, zum Teil, weil die Straßen sehr schlecht befahrt sind, aufgrund des Regens auch. Und je weiter man nach Norden geht, auch der Hauptzufahrtswege, die es dort überhaupt nur gibt, komplett weggestüllt wurde.
Also vom Gremsgebiet aus sind 40 Kilometer Straße komplett weggeschwemmt worden. Insgesamt nach aktuellen Zahlen rund 80 Brücken, die weggeschwemmt oder zerstört wurden, sodass viele Menschen einfach komplett abgeschnitten sind und es schwer ist zu lokalisieren, wo die sich gerade befinden. Und es ist auch schwer zu koordinieren und rauszufinden, was genau gebraucht wird, an welchem Ort.
Das ist im Moment die größte Herausforderung in der aktuellen Lage. Tausende Rettungskräfte sind im Einsatz. Hubschrauber bringen Menschen aus der Region nach Kathmandu und transportieren Hilfsgüter in abgeschnittene Orte. Aber die Bergregion ist extrem groß. Einige Siedlungen können nur aus der Luft erreicht werden. Was hat diese Flut ausgelöst?
Darüber spreche ich mit Professor Markus Nüsser. Er ist Geograf am Südasien-Institut, der Universität Heidelberg und forscht zu Hochgebirgen, Gletscherveränderungen und Naturgefahren. Die betroffene Region kennt er aus eigener Anschauung, er war mehrmals in Nepal. Zunächst erklärt er einen Begriff, der für die wissenschaftliche Einordnung wichtig ist, die Kriosphäre.
Ich beginne mal mit der Kryosphäre. Das ist also der Bereich, in dem Wasser in gefrorener Form vorliegt, also sowohl als Gletscher als auch in Form von saisonalen Schneedecken, aber eben auch in dem unsichtbaren Bereich, in dem, was man Permafrost nennt, was sich unter der Oberfläche fabiert. Dann gibt es noch kleinere andere Komponenten der Kryosphäre.
Das sind die Dinge, mit denen wir uns vorwiegend beschäftigen in meiner Abteilung, auch gerade eben im Hinblick auf die Veränderungen. Das sind ja dynamische Elemente, die sich durch den Klimawandel verändern und durch die Möglichkeit, dass die Kryosphäre ganz generell Wasser speichert in fester Form und dann Wasser eben.
In bestimmten Mengen als Schmelzwasser entlässt, aus den Gletschern etwa. Aber da haben wir dann die Situation, wie dieses Wasser dann genutzt wird und mit welchen Problemen es verknüpft ist. Und dazu gehören auch eben diese Naturkatastrophen, die jetzt in dem Rahmen so als gletscherbezogene Desaster darstellen.
Österreich kennt auch das Langtangtal, in dem sich die Katastrophe ereignet hat. Es liegt nördlich von Kathmandu und ist ein wichtiges Ziel für Trekking-Touristen. Und beim schweren Erdbeben von 2015 löst sich dort eine gewaltige Masse aus Eisschnee und Gestein. Das Dorf Langtang wird zerstört, hunderte Menschen sterben.
Nach der aktuellen Katastrophe wertet Nüsser neue Satellitenbilder aus. Darauf erkennt er, dass Material von einem hochgelegenen Gletscher in ein sehr enges Tal gestürzt ist. Wir haben hier auf einer Karte, die wir kürzlich hier erstellt haben, was wir jetzt aus Satellitenbildern sehen können, dass hier nördlich des Langtanktals von einem hohen Gletscher das Material, heruntergebrochen ist und dann in ein sehr enges Tal gegangen ist und über eine relativ kurze Zeit offensichtlich eine gewaltige Wasserwand erzeugen konnte.
Die genauen Dimensionen, die hängen noch davon ab, was wir an, Daten herauskriegen, was wir an Satellitendaten bekommen, um das konkret zu machen, was die Ausbruchsmechanismen hier anbelangt. Weil diese enorme Wassermenge. Weiß schon eher darauf hin, dass normalerweise würde man einen ausbrechenden See da erwarten, der solche großen Wassermengen in so kurzer Zeit in Bewegung setzen kann.
Die Datenlage ist noch nicht vollständig. Der vermutete Ablauf lässt sich aber bereits in mehreren Schritten beschreiben. Ein Teil eines steilen Hängegletschers verliert den Halt. Eis, Fels und Geröll stürzen nach unten. Im engen Tal setzt diese Masse weitere Sedimente und Wasser in Bewegung. Es erklärt, wie aus einem Gletschererbruch eine Flut aus Wassereis und Schlamm entstehen kann.
Also eine der gängigsten Thesen, um das zu verstehen, ist, dass Schmelzwasser zwischen den Gesteinskörper und das auflagernde Gletschereis kommt. Und das sind eigentlich immer sehr steile Hängegletscher, die dann quasi sich von ihrem Untergrund lösen und in einer lawinenartigen Situation, auf den vielleicht tiefer gelegenen Gletscher fallen oder auf andere Sedimente, die dort lagern.
Dadurch wird natürlich auch viel Wasser freigesetzt und das mobilisiert dann. Eine Masse, die eben aus Eisresten, Schmelzwasser und dem Sediment einen großen Murgang, eine große, ja. Eine Masse aus Wasser und Sediment bewegt. Ein Murgang ist eine schnell fließende Mischung aus Wasser, Erde, Gestein und weiteren Trümmern, findet man immer wieder in Gebirgsregionen, beispielsweise auch in der Schweiz oder in Österreich. Bei einem engen Tal kann eine solche Masse enorme Geschwindigkeit und Wucht entwickeln.
In diesem Fall könnte sie den Fluss zunächst blockiert haben. Dahinter steht ein vorübergehender See. Und als der vollläuft und dann die natürliche Barriere nachgibt, wird das Wasser schlagartig freigesetzt. Auch Arun Zresta kommt nach Auswertung der verfügbaren Satellitenbilder und Informationen zu dieser Einschätzung.
Er ist Klima- und Umweltexperte, leitet das Beratungsunternehmen Hydro Mines und hat zuvor viele Jahre für das International Center for Integrated Mountain Development gearbeitet, kurz ICI-MOD. Die Organisation mit Sitz in Kathmandu befasst sich mit Klima- und Umweltrisiken im Hindukusch-Himalaya. Arun hält sich während unseres Gesprächs in China auf.
On that side, in that narrow valley, there are several very steep glaciers. All of them are kind of like hanging, very steep slope and very much crevassed. There are a lot of cracks on the surface of those glaciers. In diesem engen Tal gibt es mehrere sehr steile Gletscher. Sie hängen an sehr steilen Hängen und sind stark von Spalten durchgezogen.
In der Oberfläche dieser Gletscher gibt es also sehr viele Risse. Von einem dieser Gletscher ist ein großer Teil im vorderen Bereich abgebrochen. Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist. Möglicherweise ist das Gestein unter dem Eis abgebrochen und hat das Eis mit sich gerissen. Oder ein sehr großer Teil am unteren Ende dieses Hängegletschers ist von selbst kollabiert.
Dabei wurden große Mengen Eis mitgerissen, ebenso Geröll, Felsen und große Gesteinsbrocken. Diese Masse blockierte den Ländefluss, dadurch entstand eine Art natürlicher Damm. Dahinter begann das Wasser anzusteigen und vorübergehend bildete sich ein See. Schließlich brach dieser See aus, das Wasser durchbrach den Damm und löste diese gewaltige Flut aus.
Das ist nach unserem derzeitigen Kenntnisstand wahrscheinlich passiert. Das ist das, was wir denken, hat passiert. Die Erschütterung wurde zunächst als mögliches Erdbeben registriert. Das hatten ganz am Anfang, als das geschah, auch die US-Erdbebenwarte erstmal berichtet, dass da möglicherweise ein Erdbeben passiert ist.
Aber spätere Analysen deuten darauf hin, dass zumindest ein sehr starkes seismisches Signal durch den Gletscherabbruch selbst entstanden ist. Also nicht ursächlich für den Gletscherabbruch, sondern durch den Gletscherabbruch. Aaron hält es dennoch für möglich, dass es unmittelbar zuvor zumindest eine kleinere Erschütterung gegeben hat.
Sie könnte einen bereits instabilen Gletscher zum Abbruch gebracht haben. Es wurden seismische Wellen aufgezeichnet. Bei mindestens einem dieser seismischen Signale geht man inzwischen davon aus, dass es den Gletscherabbruch nicht verursacht hat, sondern selbst durch den Zusammenbruch des Gletschers entstanden ist.
Es gibt allerdings auch die Aufzeichnung einer kleineren seismischen Welle unmittelbar vor dem Ereignis. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Erschütterung den Abbruch ausgelöst hat. Die hat die zugrunde liegende Instabilität nicht verursacht, aber sie könnte das Ereignis ausgelöst haben. Der Gletscher befand sich wahrscheinlich bereits in einem sehr instabilen Zustand.
Ein kleineres Erdbeben in der Nähe könnte dann den Abbruch ausgelöst haben. Das ist, was wir bislang über den physikalischen Ablauf wissen. So this is what we know in terms of the physical process that happened. Ursache und Auslöser sind also nicht dasselbe. Ein Gletscher kann sich über Jahre verändern und instabil werden.
Eine kleine Erschütterung kann schließlich dazu führen, dass eine ohnehin gefährdete Masse abrutscht. Die genaue Rekonstruktion dieser Katastrophe braucht weitere Satellitendaten und Untersuchungen. Klar ist bereits, was diese Flut flussabwärts angerichtet hat. Arun spricht von Schäden, wie Nepal sie bei einem gletscherbezogenen Ereignis seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat. Häuser, Brücken, Straßen und Wasserkraftberge werden zerstört.
Menschen werden obdachlos, Lieferwege unterbrochen. It is quite a big event. The situation is very bad Everything along the riverbank is Es ist ein sehr großes Ereignis. Die Situation ist sehr schlecht. Entlang der Flussufer wurde alles weggespült. Es ist vollständig verschwunden. Viele Menschen sind obdachlos und befinden sich in einer äußerst schwierigen Lage. Die Versorgung ist unterbrochen.
Es ist eine Katastrophe von kaum vorstellbarem Ausmaß. Soweit ich derzeit informiert bin, ist die Situation wirklich sehr ernst. Ja, es ist wirklich eine sehr serische Situation, so wie ich mich bewusst bin. darf. Diese Einschätzung deckt sich mit den Berichten der Welthungerhilfe aus Kathmandu. Noch ist die Suche nach Vermissten nicht abgeschlossen. Das wird sicherlich auch noch einige Tage dauern.
Wir haben ja vorhin auch schon darüber gesprochen, dass der Zugang ins Gebirgereien sehr, sehr schwierig ist. Gleichzeitig müssen die Überlebenden versorgt werden. Viele brauchen sauberes Wasser, Lebensmittel und eine sichere Unterkunft. Der BR Salz-Bereich wie Regierung, Armee und Hilfsorganisationen ihre Einsätze koordinieren.
Von der Welthungerhilfe haben wir hier ein Team von rund 30 Kolleginnen und Kollegen, die alle aktiv auch an der Unterstützung jetzt mitwirken. Im Moment geht es vor allen Dingen darum, auf der einen Seite die konkrete Situation vor Ort zu erfassen, zu analysieren und zu ermitteln, was wo gebraucht wird und für wie viele Menschen.
Dazu sind wir in enger Abstimmung mit dem zentralen Koordinierungskomitee der Regierung. Zusammen mit unseren lokalen Partnern vor Ort ist ein Team schon in der Region, in der betroffenen Region, ein weiteres Team mit Kollegen, insbesondere auch von Helvitas und People in Need. Reist morgen in die Region, um zunächst nochmal konkret zu erfassen, was gebraucht wird und gleichzeitig die Zulieferung von Hilfsgütern zu koordinieren und zu verteilen.
Von der Welthungerhilfe aus konzentrieren wir uns dabei vor allen Dingen auf Nahrungsmittelpakete, Hygienekits, aber auch Filter für sauberes Trinkwasser und Zeltplan. Da im Moment, wie gesagt, die Regenzeit ist und es besonders wichtig ist, erstmal eine Art von Dach über dem Kopf zu haben. Mindestens 10.000 Haushalte brauchen nach ersten Schätzungen direkte Unterstützung.
Die Welthungerhilfe stellt zunächst 100.000 Euro aus ihrem Nothilfefonds bereit. Doch die akute Hilfe beantwortet nicht die Frage, ob solche Katastrophen künftig häufiger auftreten. Man ist ja immer sehr schnell dabei, sowas auf den Klimawandel zurückzuführen. Und tatsächlich erwärmt sich die Himalaya-Region nach wissenschaftlichen Untersuchungen schneller als der weltweite Durchschnitt.
Gletscher ziehen sich zurück, Permafrost haut auf und neue Gletscherseen entstehen. Kann man tatsächlich deshalb sagen, dass der Klimawandel diese konkrete Katastrophe verursacht hat? Arun waren vor einer zu einfachen Zuschreibung. Ja. See, I mean, to link directly one event to climate change is always very difficult, right? Ein einzelnes Ereignis direkt mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen, ist immer sehr schwierig.
Die Zuordnung ist immer eine Herausforderung. Das ist auch eines der Probleme, die wir beim Umgang mit dem Klimawandel haben. Wenn eine Katastrophe geschieht, ist es sehr schwierig zu sagen, dass sie ganz konkret wegen des Klimawandels oder der globalen Erwärmung eingetreten ist. Aber wir wissen, dass der Klimawandel real ist. Die Erwärmung findet statt und in dieser Region ist die Erwärmungsrate besonders hoch, höher als im weltweiten Durchschnitt.
Deshalb haben wir im Laufe unseres eigenen Lebens in den vergangenen Jahrzehnten einen dramatischen Rückzug der Gletscher erlebt. Die Gletscher schrumpfen kontinuierlich und sie schrumpfen dramatisch. Wir haben gesehen, wie große Seen entstanden sind und sie entstehen noch immer. Wenn ich in die Berge zurückkehre, sehe ich neue kleine Seen, die wenige Jahre vorher noch nicht da waren.
Diese Veränderungen finden statt und sie können nicht stattfinden, ohne dass der Klimawandel dabei eine Rolle spielt. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass der Klimawandel und insbesondere die Erwärmung der Atmosphäre zu den Bedingungen beitragen, unter denen solche Katastrophen entstehen. Those lakes or small lakes forming, which were not there a few years ago.
So that's happening, right? That's happening and it cannot happen without the role of climate change. So I'm fully convinced that climate change, particularly warming atmosphere, is playing the role. And that's what is causing all those, you know, catastrophes around here. Das bedeutet also nicht, dass jede einzelne Flut unmittelbar auf eine höhere globale Durchschnittstemperatur zurückgeführt werden kann.
Aber die Bedingungen in den Bergen ändern sich. Markus Lüsser kommt zu einer ähnlichen Einordnung. Solche Extremereignisse hat es auch früher gegeben, sagt er, ihre Häufung ist für ihn, aber ein Hinweis auf den Einfluss des Klimawandels. Also es ist eindeutig so, dass solche extremen Ereignisse auch schon in früheren Zeiten stattgefunden haben, aber die Häufung dieser Ereignisse, lässt den Klimawandel als ein wichtiges Element da natürlich klar hervortreten.
Das ist sicher so. Andererseits muss man natürlich auch sehen. Diese maximalen Schäden, die sind natürlich auch Folge davon, dass Infrastruktur, etwa große Staudampprojekte, Straßenbau eben immer weiter in diese Regionen kamen. Gerade die letzten großen Flutereignisse haben immer wieder hochgelegene Staudammprojekte getroffen.
Das ist eben ein zusätzliches Problem. Eine sowieso schon gegebene natürliche Gefahr, bedingt möglicherweise durch den Klimawandel oder zumindest verstärkt durch den Klimawandel, trifft auch immer mehr Infrastruktur. Die Menschen ziehen in die Gebiete rein, die gefährdet sind. In den engen Tälern stehen Häuser, Hotels, Straßen, Brücken und Wasserkraftwerke, wo mehr Menschen und Anlagen gefährdet sind, steigt das Risiko eines hohen Schadens.
Das haben wir beispielsweise auch erlebt bei der großen Flut in Deutschland im Ahrtal, wo die Menschen sehr nah am Fluss gebaut haben und dann entsprechend groß die Schäden waren, als diese Sturzflut gekommen ist. Arun unterscheidet deswegen zwischen Gefahr und Risiko. Ja, der Klimawandel erhöht die Gefahr, aber diese Gefahr wird zum Risiko, weil es Dinge gibt, die ja ausgesetzt und besonders verwundbar sind.
Auch die Zahl dieser gefährdeten und verwundbaren Elemente nimmt in dieser Region zu. Infrastruktur und Siedlungen werden ausgebaut und rücken näher an die Flüsse heran. Die Gefahr nimmt also zu, ebenso die Gefährdung und die Verwundbarkeit. Deshalb steigt auch das gesamte Risiko. Wissenschaftler können gefährdete Täler und instabile Gletscher identifizieren.
Sie können aber nicht für jeden Hang exakt vorhersagen, an welchem Tag der abbrechen wird. Markus Nüsser erklärt, warum eine flächendeckende Überwachung kaum möglich ist. Also generelle Prognosen kann man natürlich machen, aber man müsste ja ganz viele solche steilen Hängegletschern mit entsprechenden Sensoren ausstatten oder mit Kameras permanent überwachen.
Und dieses Monitoring-System, gerade über diese extremen Reliefunterschiede, die hohe Steilheit und die Enge der Täler, wird sehr schnell an solcher Wasserschlammstrom transportiert, wie es jetzt sehr offensichtlich auch in den Bildern zu sehen war, die uns, aus Nepal erreicht haben. Katastrophale Bilder von unglaublich großen Zerstörungen. Wir haben jetzt die ersten Satellitendaten angeschaut, die vom heutigen Tag sind.
Und in einem Raum wie Shabu Benzi, das ist der Eingang in das Langtangtal, wo ich vorhin schon erzählt habe, das ist eine der wichtigen Trekking-Destinationen in Nepal. Sind große Zerstörungen gewesen. Und dort sind alle Trekking-Touristen, die ins Langtangtal gehen oder die wieder herauskommen, dann eben entsprechend in Hotels untergebracht.
Das erklärt auch die große Zahl der Vermissten und der Opfer, von denen derzeit die Rede ist, die vermutlich, wie es immer in solchen Katastrophen ist, in den nächsten Tagen noch dramatisch ansteigen wird. So ein Frühwarnsystem kann den Abbruch eines Gletschers natürlich nicht verhindern. Das ist ein natürlicher Prozess, aber es könnte erkennen, dass der Wasserstand plötzlich steigt und Menschen flussabwärts alarmieren.
Herr Ruhn sieht genau dort eine der größten Lücken. Wir alle kennen die grundlegende Ursache. Auch wenn es, wie gesagt, schwierig ist, ein einzelnes Ereignis eindeutig zuzuordnen, kennen wir die übergeordnete Ursache. Die naheliegende Antwort besteht darin, diese Ursache anzugehen und die Emissionen zu reduzieren.
Ich denke, das ist die langfristige Lösung. Aber wir wissen auch, dass das schwierig ist und dass es dabei viele Herausforderungen gibt. In der Zwischenzeit müssen wir überlegen, wie wir mit den Auswirkungen umgehen können. Wie können wir mit dem umgehen, was wir jetzt beobachten? Und wie können wir mit diesen Veränderungen leben?
Eine sehr wichtige Lösung besteht darin, im Voraus zu wissen, was passieren könnte. Ich spreche von Frühwarnsystemen. Wir haben in dieser Region ein sehr schwaches Netz von Frühwarnsystemen. Ein ausreichendes Netz könnte die Menschen zumindest davor warnen, was wahrscheinlich geschieht, wenn sich eine Flut oder ein Gletschersee-Ausbruch nähert.
Dadurch könnten zumindest Menschenleben gerettet werden. Ich denke, das sollte die erste Priorität sein. Die zweite Priorität betrifft die Planung. Wasserkraftwerke, Straßen und Siedlungen dürfen nicht errichtet werden, ohne die bekannten Gefahren eines Flusstals einzubeziehen. The second, the unplanned development, development which is ignorant to such kind of challenges, needs to be corrected.
Die zweite Priorität betrifft die ungeplante Entwicklung, also eine Entwicklung, die solche Gefahren ignoriert. Das muss korrigiert werden. Jede Aktivität entlang dieser Flusskorridore muss die bestehenden Risiken berücksichtigen. Wenn das Risiko sehr hoch ist und es sich bei der geplanten Anlage um ein bedeutendes Projekt handelt, dann sollte dieses Projekt meiner Meinung nach dort nicht umgesetzt werden.
Wasserkraftwerke zum Beispiel müssen unter Berücksichtigung solcher Risiken geplant werden. Sie müssen so konstruiert werden, dass diese Risiken einbezogen werden. Jede Form der Entwicklung sollte auf einem angemessenen Verständnis der Gefahren beruhen. Wir haben die Grundsätze der Risikozonierung nicht konsequent befolgt und nicht entsprechend dem jeweiligen Risiko gebaut. Daran hat es uns bislang gefehlt.
Solange wir diese Maßnahme nicht umsetzen, wird es weiterhin Todesopfer und weitere Schäden für Menschen und Infrastruktur geben. Das ist ganz klar. Ein Teil der Flüsse und Gletscher liegt auf tibetischer, also chinesischer, ein anderer auf nepalesischer Seite. Eine Flut, die hält sich nicht an Staatsgrenzen. Nepal ist deshalb darauf angewiesen, Informationen aus China frühzeitig zu erhalten.
Arun sagt, dass Daten aus China grundsätzlich verfügbar sind. Der Austausch ist aber bislang nicht ausreichend formalisiert. A lot of information that we are getting that I narrated to you earlier that's now in hand with government authorities Ja, wir erhalten viele Informationen. Ein Teil der Informationen, die derzeit der nepalesischen Regierung und den Medien zur Verfügung stehen, kommt auch von chinesischer Seite.
Denn von dort gibt es einen direkten Zugang zu dem Gebiet. Trotzdem müssen wir daraus für die Zukunft eine wichtige Lehre ziehen. Wir brauchen bessere Kommunikationskanäle zwischen Nepal und China. Wir brauchen einen besseren funktionierenden formellen Mechanismus für den Informationsaustausch und für Frühwarnungen.
Derzeit werden Informationen eher spontan und informell ausgetauscht. Ich denke, dieser Austausch muss formalisiert werden. Zwischen den beiden Ländern sollte es vereinbarte Protokolle für den Austausch solcher Informationen geben. Solche Protokolle bestehen bislang nicht in ausreichender Form. Sie einzuführen wird für die Zukunft sehr wichtig sein. Das ist ein wichtiges Waste, aber ich denke, das muss sich formalisiert werden.
Es sollte ein bestimmte Protokolle zwischen den beiden Ländern zu sharen, das ist noch nicht lacking. Ich denke, das ist wirklich wichtig, dass es in der Zukunft sein wird. Die grundsätzliche Gefahr war bekannt. Forscher beobachten seit Jahren, wie Gletscher zurückgehen und neue Seen entstehen. Potenziell gefährliche Gletschersehen in Nepal und im tibetischen Hochland sind bereits erfasst.
Unbekannt bleibt der genaue Zeitpunkt des Ausmaßes und der konkrete Ablauf eines einzelnen Ereignisses. Meine frühere Organisation, das International Center of Integrated Mountain Development, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesen Fragen. Wir haben beobachtet, wie sich die Gletscher über die Jahrzehnte zurückziehen, Wie Gletscherseen entstehen und welche Risiken sich aus diesen Veränderungen ergeben können.
Unser Wissen ist nicht immer so detailliert, dass wir es auf ein bestimmtes Tal oder einen einzelnen Hang eingrenzen können. Aber grundsätzlich wissen wir, dass diese Veränderungen stattfinden und dass diese Flusskorridore mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Natürlich wissen wir nicht genau, wann ein Ereignis eintreten wird, wie groß es sein wird oder um welche Art von Ereignis es sich handeln wird.
Aber diese Flusstäler sind nicht frei von Risiken. Wir haben z.B. Potenziell gefährliche Gletscherseen identifiziert. Einige davon liegen innerhalb Nepals, andere flussaufwärts in Tibet. Wenn sie ausbrechen, könnten sie den tibetischen Teil des Flusseinzugsgebiets treffen und anschließend auch auf nepalesischem Gebiet erhebliche Schäden verursachen.
Entlang dieser Flusskorridore befinden sich zahlreiche Siedlungen, Straßen und andere Infrastrukturanlagen. Das sind bekannte Tatsachen. Es ist also nicht so, dass wir überhaupt nicht wissen, was passieren könnte. Vielleicht verfügen wir noch nicht über die Informationen, die so genau und detailliert sind, wie es notwendig wäre.
Aber es gibt auf jeden Fall genügend Informationen, um Maßnahmen zu ergreifen. So, it's not that we are completely ignorant of what could happen. Maybe we do not have as granular, as detailed information as necessary, but definitely enough information is there to take some actions, you know. So, I would say that we are. Zurück in Kathmandu erlebt Tabea Seitz neben der Sorge auch einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Viele Familien in der Hauptstadt stammen selbst aus Bergdörfern, oder haben Angehörige in der betroffenen Region. Über soziale Medien und Telefonketten, versuchen Menschen herauszufinden, wer vermisst wird und wo Hilfe gebraucht wird. Was auch sichtbar ist, ist ein sehr starker Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft.
Nepal ist ein Land, das ein sehr enges soziales Netzwerk hat. Und damit meine ich nicht nur die sozialen Medien. Viele Familien, die auch jetzt in der Hauptstadt wohnen, sind in der gleichen Generation, kommen aus Bergdörfern oder haben noch Verwandte dort, haben Freunde dort. Jeder fühlt sich betroffen, weil eigentlich fast jeder jemanden kennt, der in der betroffenen Region lebt.
Und damit ist auch der Wunsch, zu unterstützen, sehr groß. Und es kann wirklich eine starke Koordination auch aus der Zivilgesellschaft beobachtet werden, wo Gemeinschaften sich zusammenschließen, Telefonketten mehr oder weniger gebildet werden, um herauszufinden, wo sind Familienangehörige, wer braucht was und.
Wie kann man Hilfe leisten oder die Menschen unterstützen. Diese Hilfe wird die akute Not lindern, der Wiederaufbau wird jedoch weit länger dauern, als die Suche nach den Vermissten. Für Familien, die von einem kleinen Stück Land leben, bedeutet ein weggespültes Feld nicht nur einen materiellen Schaden, es bedeutet, dass die nächste Ernte fehlt und damit möglicherweise auch die Nahrung und das Einkommen für Monate.
Ich meine, solche Geschichten haben wir ja auch immer wieder erlebt. Er lebt in Afghanistan beispielsweise bei den. Erdbebenkatastrophen, die das Land heimgesucht hat, wo es eben auch kein großes staatliches Hilfesystem gibt für Menschen, die alles verloren haben, anders als in Deutschland. Und selbst in Deutschland hat es ja auch so ein bisschen gedauert, bis die Menschen im Ahrtal leben.
Bekommen haben und dass sie schädigt worden sind, was sie verloren haben. Aber gerade in so Ländern wie Nepal oder Afghanistan und anderen Ländern, wo die staatlichen Ökosysteme sehr schwach ausgebildet sind, ist das natürlich eine Überkatastrophe für die Menschen, wenn ihnen das fruchtbare Ackerland weggespült wird, ihre Kere weggespült werden, ihre Häuser weggespült werden und sie dann eben, alles wieder aufbauen müssen.
Die Weltungerhilfe unterstützt zunächst mit Lebensmitteln, Trinkwasserfiltern, Hygienepaketen und Materialien für Notunterkünfte. Später geht es um Häuser, Felder und neue wirtschaftliche Perspektiven. Arun richtet zum Ende unseres Gesprächs eine Botschaft an die Menschen in Europa. Länder wie Nepal, Bhutan oder auch Afghanistan und andere tragen nur einen sehr kleinen Teil zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei.
Die Folgen der Erderwärmung treffen sie jedoch besonders hart. Da Sie ja auch ein internationales Medium sind und wahrscheinlich auch Menschen in Europa zuhören werden, möchte ich zum Schluss noch auf einen Punkt hinweisen. Das ist ein globales Problem. Einen großen Teil der Belastungen tragen jedoch kleine Länder wie Nepal und Bhutan, deren Beitrag zu diesem Problem verschwindend gering ist.
Deshalb trägt die internationale Gemeinschaft die Verantwortung, hinzuhören, was hier geschieht und dabei zu helfen, Wege zu finden, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen können. Das ist mein Appell an die internationale Gemeinschaft über ihr Medium. In terms of how those sort of challenges can be addressed.
So that is ours to the global community through your media Die Katastrophe in Nepal beginnt wahrscheinlich an einem einzigen instabilen Glitschern. Ihre Ursachen und Folgen reichen aber weit darüber hinaus. Steigende Temperaturen verändern das Eis, Straßen, Kraftwerke und Hotels rücken gefährdete Täler vor, Warnsysteme bleiben lückenhaft und ein Fluss, der in Tibet beginnt, kann wenige Stunden später in Nepal ganze Dörfer zerstören.
Übrigens ist zum Zeitpunkt dieser Aufnahme auch nicht ganz klar, ob diese Katastrophensituation jetzt schon vorbei ist oder ob möglicherweise eine neue Katastrophe droht. Es gibt also aus China Berichte, dass sich da ein neuer See aufstaut und möglicherweise eine nächste Flutwelle droht. Und wie gesagt, es ist noch nicht ganz klar, ob da was passieren wird.
Ich hoffe natürlich für die Menschen in Tibet und in Nepal, dass ihnen das erspart bleibt, eine nächste Flut. Man kann nicht jeden Gletscherabbruch verhindern. Man kann aber entscheiden, wo gebaut wird, welche Daten geteilt werden und wie schnell Menschen gewarnt werden. Und man kann entscheiden, ob Länder wie Nepal mit den Kosten dieser Veränderungen alleine bleiben.
Das war die heutige Folge unseres Podcasts im Krisenmodus. Dieser Podcast wurde produziert von Alexander Baumeister. Er ist auch Journalist und arbeitet bei einem Radiosender der Funke-Media-Gruppe. Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, liked und folgt uns. Das hilft in jedem Fall, unsere Arbeit sichtbarer zu machen.
Schreibt uns auch gerne, wenn ihr einen Vorschlag für eine unserer Folgen habt. Ihr erreicht uns unter krisenmodus.funkemedien.de. Vielleicht schreibt ihr uns auch, welche Verantwortung aus eurer Sicht Länder tragen, die einen großen Teil der Treibhausgase verursacht haben, wenn die folgenden Menschen treffen, die kaum zu diesem Problem beigetragen haben.
Passt auf euch auf. Bis dann. Ciao, ciao.