
Berater-Legende (84) über DAX-CEOs, 80h-Wochen und Deutschlands Zukunft | Karriere Insider
Mittwoch, 25. März 2026 · 1 h 21
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
In dieser Folge des Karriere Insider Podcasts spricht David Döbele mit Prof. Dr. Dr. Horst Wildemann, langjähriger Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Produktions- und Logistikmanagement sowie Berater zahlreicher Industrieunternehmen und DAX-Konzerne. Wildemann gibt Einblicke in seine jahrzehntelange Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, spricht über seine Erfahrungen mit Top-Management und die Realität hinter langen Arbeitswochen in Führungspositionen. Außerdem geht es um seine Einschätzung zur aktuellen Lage der deutschen Wirtschaft und strukturelle Herausforderungen.
LinkedIn Prof. Dr. Dr. Horst Wildemann: linkedin.com/in/horst-wildemann
Karriereseite TCW Management Consulting: tcw.de/unternehmen/sonstiges/karriere-817
Mein SPIEGEL-Bestseller-Buch: nach-ganz-oben.de/?htrafficsource=organic&…
Unsere Website: pumpkincareers.com/jetzt-hier-bewerben/?htraff…
_____________________________________________
Timestamps
- Vorschau
- Intro
- Vorstellung & Karriereweg
- Von der Industrie in die Forschung
- Motivation & Antrieb
- Wechsel an die TU München & Gründung von TCW MC
- Welche Unternehmen berät TCW?
- Was zeichnet eine Führungsperson aus?
- Werden akademische Abschlüsse weniger relevant?
- Ist Europa in Bezug auf KI abgehängt?
- Nochmal studieren? Wie würde sich Prof. Wildemann heute entscheiden?
- Aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland
- Mehr Krisen oder mehr Aufmerksamkeit?
- Studierende früher vs heute
- Privat Unis & Staatliche Unis im Vergleich
- Ist es sinnvoll, möglichst viele verschiedene Bereiche auszuprobieren?
- Aktuelle Herausforderungen bei TCW
- Arbeitsplätze durch KI in Gefahr?
- Weitere Fragen
- Outro
_____________________________________________
Wenn du dich für den Berufseinstieg in Investment Banking, Unternehmensberatung oder Private Equity interessierst, haben wir hier einige nützliche Links für dich zusammengefasst:
Target-Uni-Report: pumpkincareers.com/target-uni-report?htraffics…
Investment Banking Analyst Report: pumpkincareers.com/investment-banking-analyst-…
Consulting Einsteiger Report: pumpkincareers.com/consulting-report?htraffics…
Eine Gesamtübersicht über alle unsere bisher veröffentlichten Reports findest du übrigens hier: pumpkincareers.com/reports/?htrafficsource=org…
Schau gerne auch noch auf unserem Blog vorbei: pumpkincareers.com/blog/?htrafficsource=organi…
Falls du Fragen hast, die du persönlich mit uns besprechen willst, kannst du uns gerne auch auf LinkedIn (David Döbele, Jonas Stegh) oder Instagram (@pumpkincareers, @david.doebele) anschreiben.
LinkedIn: linkedin.com/company/pumpkincareers
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Siemens, VDO, BMW, alle sagten, Probier das was du dir da überlegt hast bei uns aus und wir messen das und das eine Mal haben die drüber geredet. Ja das funktioniert, das bringt Erfolge. Die Woche hatte bei mir aber nicht 5 Tage, die hatte 7 Tage 24 Stunden und das ist schon eine andere Arbeitszeit die man da zu absolvieren hat. 5 Jahre Spitzenforschung Beratung der DAX Konzerne, Vordenker für Produktius also ich habe. Den Herrn Winterkorn kennengelernt, der war Leiter der Qualitätssicherung bei Audi.
Ich habe den Herrn Sebse kennengelernt, der war im Bereich der Produktion als Leiter tätig, viele um mich herum sagen, dass die Studenten nicht mehr das Niveau haben, was sie früher hatten, ich sage genau das Gegenteil, die sind ehrgeiziger. Die Arbeiten mehr also ich sehe eigentlich, dass die mit der Zeit gehen.
Ich bin auch davon überzeugt, dass wir keine Gebühren fürs Studium haben müssen, wir müssen das Potenzial, was wir haben, ausschöpfen. Gibt es manchmal Momente, wo sie denken? Ja gut, ich habe vielleicht jetzt auch ein bisschen Sachen im Leben verpasst. Die sehe ich jetzt bei meinen Enkelkindern, dass ich viele Dinge verpasst habe und das Kind ist jetzt hier und meine Frau gemacht hat. Der Mann reflektiert über das, was man getan hat, also es ist nicht alles.
Glänzt nicht alles. Wenn dir dieser Podcast gefällt, dann kannst du mir und meinem Team einen Riesen gefallen tun und diesen Podcast auf der Plattform, wo du ihn gerade Anhörst, einmal abonnieren und eine positive Bewertung da lassen. Das hilft uns extrem, diesen Podcast noch größer, noch bekannter zu machen und dadurch natürlich noch viel mehr spannende, hochwertige, hochkarätige Gäste an Land ziehen zu können.
Ansonsten, wenn du gerade im Studium bist und vorhast, eine ambitionierte Karriere nach dem Studium zu. Daten beispielsweise im Investmentbanking, im Consulting oder im Private Equity? Dann informiere dich gerne mal auf pumpkincarriers.com über unsere Angebote. Wir betreuen aktuell über 1100 Studierende aktiv bei uns in unseren Coaching Programmen, die sind aus der gesamten Dach Region arbeiten alle gemeinsam. An diesen hohen Zielen, wir haben ein super erfahrenes Coaching Team aus Ex Investmentbankern, ex strategieberatern, Noten, Experten, Stipendien, Experten et cetera zusammengestellt, die dir als Teilnehmer zur Seite stehen, dich individuell dabei beraten, wie du bestmöglich in einem Studium vorgehst.
Du bekommst darüber hinaus ein super umfangreiches Netzwerk. Du lernst ganz viele andere spannende Studierende kennen, die dir nicht nur in einem Studium viele Vorteile bringen, sondern natürlich auch langfristig in deiner Karriere ein sehr, sehr wertvolles Netzwerk bieten. Auf unserer Webseite findest. Du alle Infos zu den Inhalten vom Coaching, zu den Kosten, ganz viele Erfahrungsberichte und so weiter und sofort. Da kannst du dich gerne einfach mal informieren, wenn du noch nicht direkt mit dem Coaching loslegen möchtest, dann findest du auf unserer Webseite auch zahlreiche kostenfreie Reports, wo du mehr Insights über deine Zielbranche bekommst. Du findest Webinaraufzeichnung und du kannst natürlich auch mal mein Spiegel Bestsellerbuch nach
ganz oben bestellen, darüber bekommst du dann auch ganz viele. Wertvolle Informationen, wie du vorgehen musst, um in deine Zielindustrien reinzukommen und jetzt weiter viel Spaß mit diesem Podcast. Professor Wildemann, vielen Lieben Dank, dass ich heute die Zeit nehme für den Karrierezeiter Podcast.
Ich freue mich sehr auf das Gespräch. Fangen wir bei Ihnen wie bei vielen meiner Gästen, gerne einmal als allererstes in der Schulzeit an. Wo sind sie zur Schule gegangen, was war das damals für eine Zeit und was war damals, als sie irgendwie vielleicht, sagen wir mal 1314 15 Jahre alt waren, vielleicht auch so die beruflichen Perspektive, die sie damals hatten.
Nun, ich bin in der DDR in die Schule gegangen und bekanntlich muss man ja da erst die Volksschule absolvieren. Bis zum achten Jahr, bevor man dann weitergeht in eine andere Schule. Das habe ich gemacht in einem kleinen Ort in Mecklenburg und hatte dann die Möglichkeit, weiterführende Schulen zu besuchen.
Das war auch am Anfang sehr erfolgreich, aber mein Vater wurde Republikflüchtig und meine Mutter wollte sich nicht scheiden lassen, sodass ich dann die Schule verlassen musste. Das führte dann dazu, dass sie mich als Landarbeiter versandt haben auf irgendeine LPG, es war ein Alptraum, aber es waren einige Monate, bis ich dann mit meiner Mutter und mit meinen beiden Geschwistern. Auch in die Bundesrepublik übergesiedelt bin. So und dann.
Sind sie in die Bundesrepublik übergesiedelt? Waren sie dann erst in einem Flüchtlings in einer Flüchtlingsunterkunft oder hatten sie dort direkt auch schon beziehungsweise. Mein Vater war schon einige Monate vorher hier. Er hatte schon eine Wohnung, wir haben diese ganze schwere Zeit nicht mitgemacht, sondern ich habe dann die Möglichkeit gehabt, eine Lehre anzufangen als Werkzeugmacher, denn mein Traum war schon damals, einmal Ingenieur zu werden und. Und dann habe ich eine Werkzeugmacherlehre gemacht und mein Nachbar an der Werkbank, der besuchte eine Abendschule, und als ich gesehen habe, was der an Hausaufgaben machen musste, habe ich gesagt, das kannst du auch, das hast du alles schon in der DDR gelernt,
gerade in naturwissenschaftlichen Fächern, und habe dann parallel zur Lehre eine Abendschule angefangen. So, dann haben sie an dieser Abendschule. Das Abitur dann abgelegt. Ich habe das Fachabitur abgelegt. Das richtige Abitur habe ich dann als Externer am Beethoven Gymnasium in Bonn gemacht, da war ich einer der 3 Externen, die das da absolviert haben.
Okay und dann war die Entscheidung zu studieren nach dem Abitur. Die Entscheidung war zu studieren. Ich habe natürlich mit Stipendien studiert. Das war ein Maschinenbau, das ich gemacht habe und mein Traum war damals, Manager zu werden. Also habe ich danach bei Ford in Köln angefangen und habe als Maschinenbauingenieur dort gearbeitet.
Warum? Sie hatten gesagt, Sie, sie wussten schon früh, sie wollten Ingenieur werden, aber sie wollten gleichzeitig auch Manager werden. Ist das eine, sage ich mal. Nein, entweder oder entweder bin ich Ingenieur oder Manager oder konnten sie das dann auch gut miteinander verbinden? Ich konnte das gut miteinander verbinden und habe aber dann bei vor Ort gelernt, dass die Profession Ingenieur eigentlich dominiert wird von den Kaufleuten, von den Kontrollern, von den Finanzleuten und hatte dann relativ schnell dort Karriere gemacht, als da ich eigentlich relativ gut organisieren kann.
Habe ich dann mehrere Stationen bei Ford durchlaufen, also alle 6 Monate war ich irgendwo anders und hatte dann aber die Möglichkeit noch mal zurück nach Köln zu gehen und hatte eigentlich relativ viel Zeit, weil ich Assistent des Vorstandsvorsitzenden wurde, der nur von Freitag Mittag bis Sonntagabend in Köln war. Also hatte ich die ganze Woche eigentlich relativ viel Freizeit und habe dann gemerkt, ich kann parallel. An der Universität in Köln BWL studieren, das habe ich auch gemacht. 90% davon über der Petitoren. Mhm OK, das heißt, Sie haben dann parallel zu Ihrem Job als forschungsassistent BWL noch mal zusätzlich rangehängt. Ja, ich habe dann die letzten, das letzte Jahr, die letzten anderthalb Jahre habe ich dann
eine Vollzeit studiert, habe dann aufgehört und na ja, nun kamen halt die Angebote von einem Professor, der mich da. Bei Seminararbeiten entdeckt hat. Und da ich ja auch schon älter war als die anderen und das Ingenieurstudium hat ja auch geprägt in irgendeiner Form, dass man effizienter arbeiten kann, habe ich dann anstelle als Assistent bekommen, relativ schnell promoviert.
Das ging alles sehr schnell und hatte dann den großen Traum, Manager zu werden. Nach dieser Sache und das und dann kam auch wieder die Angebote, dann kam das Angebot zu habilitieren und großes Forschungsinstitut zu leiten, also Mitzuleiten mit meinem Professor natürlich zusammen, aber ich konnte das schon. Weitgehend selbst mitbestimmen und das hat mich dann bewogen zu habilitieren.
Bei Ford hatten sie bei Ford schon Führungsverantwortung gehabt. Ich hatte die ersten beiden Führungsstufen erreicht, also Gruppenleiter, und dann die erste Managementstufe. Die hatte ich am Ende erreicht, das ging eigentlich relativ schnell, weil ich immer in Aufgaben hineingesetzt wurde, die etwas brenzlig waren, die auch schwierig waren. Und derjenige, der das, der mich damals da geführt hat, ein sehr einer meiner Protagonisten, würde ich sagen, die ich gewonnen habe, dem wir geholfen haben, Karriere zu machen, der mich immer mitgeschleppt hat in seine nächste Managementposition.
Also zunächst hatte ich die Aufgabe, eine Schmiede in Köln und einen Druckgießerei zu rationalisieren, das gelang in 6 Monaten, das hat mich prädestiniert, ein großes Motorenwerk. Zu übernehmen, das hat mich dann hinein gebracht in neue Fabrikplanung. Wir haben Achsenwerke geplant, wir haben eine Fabrik in Melbourne aufgezogen, wo ich schon projektleiterfunktionen hatte, und so ging die Station von einem zum anderen.
Aber ich muss sagen, ich war sozusagen in einer. Wahlverwandtschaft in einer Seilschaft drin. Ja, sie wurden quasi mitgezogen von. Das ging Grasend schnell, weil der diese Führungskraft, die mich damals da betreut hat, schnell Karriere gemacht hat. Braucht man das, um Karriere zu machen im Konzern?
In großen Konzernen braucht man solche Verbündeten, sonst kommt man nicht weiter. Sind Sie proaktiv auf diese Person zugegangen oder hat der sie raus? Er. Ist auf mich zugegangen, der hat schon meine. Diplomarbeit, die ich damals bei Ford gemacht habe, als Ingenieur betreut und hat da gedacht, ja, ja, der den jungen Mann könnte ja vielleicht was werden.
Und dann muss man da aber dann vielleicht auch schon ein bisschen Glück haben, dass die Person die Konzernpolitik nicht verliert. Oder würden Sie sagen, das hat nichts jetzt so viel mit Glück zu tun, sozusagen, was man da jemand findet, der dann auch gut vorankommt, sondern. Ja. Glück ist eine relative Sache, die trifft nur den vorbereiteten.
Sie müssen auch bereit sein, persönliche Risiken zu übernehmen, aber ich hatte das Glück, in vielen meiner Stationen Leute zu finden, die mich gefördert haben. Das fing an während der Lehre, wo ein ein Meister ein Meister, der hieß Timmler erzählte natürlich nur von seinen Kriegserlebnissen, weil da mal u Boot Kommandant war, das war ja alles sehr spannend. Aber er hat mich sehr gefördert.
Hat der schon damals mehr gefordert hat als von an allen anderen. Es ging dann weiter bei Ford, der Manager der Ingenieure, Herr Wöhler, der mich auch sehr gefördert hat über die ganze Zeit, über die 45 Jahre, ich hätte diese in dieser Geschwindigkeit, diese Karriere nie machen können. Was für Herausforderungen hatte damals die Automobilbranche also von wann bis wann?
Welche Zeit waren sie bei Ford und was waren damals Themen, die jetzt nicht nur Ford betroffen hat, sondern allgemein die Automobilindustrie? Es fing damals schon an mit der japanischen Herausforderung, die sich damals weniger in den Kostenpositionen manifestiert, sondern vielmehr in der hohen Qualität, die die japanischen Autos hatten.
Also ich bin damals als junger Ingenieur schon nach Japan gefahren und habe analysiert, warum die denn sehr viel weniger Ausfälle hatten. Als wir damals bei Ford und bei anderen. Woran lag das? Das lag eine Methodik, das lag eine Systematik, das lag am Management, die Dinge anders angegangen sind.
Das haben sie dann ja zu einem späteren Zeitpunkt auch stark in die deutsche Automobilindustrie gebracht. Es hat mir sehr geholfen, diese Einsicht damals zu gewinnen, zu einem sehr frühen Zeitpunkt und auch sehr im Detail zu gewinnen. Aber dieser Push, den ich eigentlich hatte mit den mit der japanischen Sache auch eher einen Zufall zu verdanken, weil mein Wohnungsnachbar in Köln ein Japaner war, der auch habilitierte an der Universität in Köln, der auch ne Familie hatte. Wir haben uns angefreundet und er hatte den Vorteil, dass sein Bruder Vice Präsident von Toyota war und ich also Zugang hatte zu Toyota, alle anderen hatten das nicht, ich war Teil der Familie, ich.
Und habe danach Hunderte von Managern da rüber gebracht und ihnen erläutert, anhand der Beispiele, die wir damals erarbeitet haben, was die da drüben anders machen als wir. OK, lassen Sie uns noch mal zu dem Zeitpunkt springen, wo sie dann das Forschungsprojekt oder oder den Bereich an der Uni gemeinsam mit dem anderen Professor leiten konnten.
Was was waren da Themen, wie viele Personen hatten sie unter sich und was? Was war da vielleicht auch dann der Unterschied zu der Zeit bei Ford in der Privatwirtschaft? Nun, Forschungsprojekte muss man beantragen, das habe ich damals schon gelernt. Es wird beurteilt von den Kollegen und wir haben damals ein Forschungsprojekt für die Produktionsplanung und Steuerung für die Reihenfolgeplanung für or Modelle bekommen und es war bestückt mit 6 Studenten, mit 6 wissenschaftlichen Hilfskräften. Es war also ein sehr großes Projekt, dass ich natürlich zusammen mit dem Professor Ellinger damals meinen akademischen Lehrer leiten konnte. Ich habe das Ganze organisiert, ich musste parallel dazu Vorlesungen machen, es war ein
Forschungsprojekt, wir haben daraus 2 Bücher publiziert, am Ende, es war eigentlich ein sehr erfolgreiches, weil es sehr große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und. Und dieses Projekt, wenn sie damals überlegen im Vergleich zu sie haben in der Privatwirtschaft gearbeitet, so wie hat sich das von ihrem, wie man mit Menschen umgeht, Unterschieden, wie hat sich das Unterschieden von den Stakeholdern, denen man gegenüber Rechenschaft und.
Die Universität ist weniger hierarchisch. Sie können nicht anweisen, Sie müssen im Grunde genommen überzeugen, und es dauert auch länger, und es ist nicht mit so mit solchen Sanktionen belegt, wie es in der Privatwirtschaft belegt ist. Wenn sie dort nicht funktioniert haben, waren sie halt draußen, während man ja hier versucht, immer noch das Positive zu sehen und Leute mitzunehmen in diesem ganzen Prozess. Es ist einfach rauer in der Industrie. Okay, und dann haben Sie seit diesem Zeitpunkt waren sie dann eigentlich durchgehend auch als Professor tätig, bis bis. Ich war, als ich dann endlich habilitiert war. Habe ich gedacht, nun steht mir die Welt offen mit den mit den Professoren und da hat mich
leider festgestellt, dass es damals sehr viele Neugründungen der Universitäten gab und die Lehrstühle alle schon besetzt waren, auch mit sehr jungen Leuten, also war es sehr schwierig, eine Stelle zu finden. Der Plan B war, nach Amerika zu gehen, auch da hatte ich Angebote, eine Professur zu machen. 0 im Gegensatz zu Deutschland sind. Sind solche Verträge in Amerika immer nur für 9 Monate, die man da macht und man ist in einem anderen Land und ich war sehr nahe dran, nach Amerika zu gehen. Das beste Angebot war damals von der University of Southern California in Los Angeles, dass ich dort hingehe und habe damals mein Geld, das ich ja auch verdienen musste, ich hatte auch schon eine Familie über
Beratungen eigentlich verdient. Die Assistentenstelle, die Habilitationsstelle hat aufgehört und ich habe dann fast ein Jahr diese Beratungstätigkeit gemacht. 34 Tage in der Woche, dann habe ich noch eine Teilprofessur in Brüssel gehabt an einem Institut und von dort aus habe ich dann Lehraufträge wahrgenommen, in Bayreuth zum Beispiel.
Die Beratertätigkeit in was für einem Bereich haben sie dann beraten? Das war im Bereich der der Managementberatung naheliegend war, weil wir in diesem Projekt Produktionsplanung und Steuerung uns schon einen Namen gemacht haben. In dem Bereich, etwas zu machen, also Einführung von IT Systemen, neue Prozesse kreieren, das ganze Thema Logistik war damals schon ein großes Thema, aber aber weniger mit dieser just in Time Sache, das fing erst sehr viel später an. War das schon dann unter der Brand TCW? Nein, es war nicht unter Brand Star Hunter. Ich habe damals gearbeitet für andere Berater, sogar der zeitweise gemacht haben.
Ich habe dann, weil wir eben eine recht hohe Publizität hatten, auch mit Seminaren schon, ich habe dann sehr viele Seminare gemacht und habe dann zusammen mit einem Kollegen ein Institut gegründet, das Weiterbildung gemacht hat, das war die Gfmt und da. Haben wir uns dann darauf spezialisiert, Ingenieure, Kaufleute auszubilden in den Umfängen, die ich kannte? Mhm.
War das dann quasi etwas, was sie B2B verkauft haben an die Unternehmen, dass die ihre Junioren Leute hinschicken konnten, dass die bessere Manager werden oder haben sie das quasi? Wieso erwachsenen Seminare? Für die Leute verkauft eher also B to C sozusagen. Eher B2B, denn die Unternehmen haben 1015 Leute geschult, damit sie solche Projekte dann selbstständig angehen konnten.
Und das haben wir gemacht und die Schulungen waren zwischen 2 Tagen und und 5 Tagen einer Woche. Ich habe dann auch beim Universitätsseminar der Wirtschaft in Schloss kracht solche Seminare angeboten und. Also das funktionierte eigentlich ganz gut. Hat man, als an welcher Uni waren sie da, Professor?
Ich war, ich hatte einen Lehrauftrag an der Vertretung in Bayreuth und hatte gleichzeitig einen Lehrauftrag in Brüssel. OK, und als wenn man quasi so einen Lehrauftrag hat, dann ist man sonst, solange man dem Lehrauftrag nachkommt, frei zu tun. Man hat die Zeit, also es waren. 2 Tage die Woche waren blockiert und die anderen Tage waren frei.
Und da ist ja auch egal, also darf man machen, was man will, sozusagen. Ja, ich war ja nicht ich, war ja auch nur temporär angestellt. Das waren Freiräume, die man da hat. Dann über die Jahre hinweg, wurden sie dann auch irgendwann. Also hat sich diese Position in also ihre Rolle auch im akademischen Bereich nach und nach geändert. Sie waren dann ja auch.
Sind dann ja immer näher, auch mit der TU München zusammengekommen. Das hatte. Dann das Glück 1981 einen Ruf zu bekommen, gleich auf eine C 4 Stelle an der neu gegründeten Universität Passau, da war gar nichts, es war alles neu, es war alles neu aufzubauen, ich hatte im ersten Semester 5 Studenten und musste mich halt positionieren. C 4 bedeutet.
Das ist die höchste Stufe, die sie als Professor. Also sie haben volle Freiheit, akademische Freiheit. Ich hatte damals ein Institut und habe angefangen, Forschungsanträge zu stellen, das hatte ich ja schon in Köln gemacht, ich wusste ja, wie es geht, habe aber dann erfahren müssen, dass es nicht so einfach war, dass man doch ein Renommee braucht von einer Universität, also einige Kollegen haben mir gesagt, Mach erst die Lehre, wir machen die Forschung, was mir überhaupt nicht gepasst hat. Ich habe mir dann das Geld bei Unternehmen besorgt. Ich habe dann angefangen, neue Themen zu machen, diese Produktionspartung und Steuerung ging ja weiter, damals fingen gerade an, das just in Time
Konzept diese japanischen Dinge und alle Leute wollten wissen, was machen die Japaner anders und das war mein Vorteil, ich hatte eine Monopolstellung fast 10 Jahre lang in dem Bereich. Was ist das just in Time Konzept? Und es ist ein Logistikkonzept, das. Mit weniger Beständen, kürzeren Durchlaufzeiten und ganz anderen Fabrikstrukturen arbeitet auf jeden Fall wussten wir, dass die Japaner 20 bis 30% weniger Kosten benötigten, um ein Produkt herzustellen. Und sie wussten, wie die es gemacht haben und die meisten anderen auch.
Ich. Habe viel Zeit darauf verwendet, das zu erklären. Es war nicht so einfach, denn in der japanischen Sprache bin ich nicht mächtig. Die Übersetzungen, die im englischen Vorlagen, waren kaum lesbar. Wir mussten also mit meinen Mitarbeitern. In Passau habe ich angefangen, Simulationen aufzubauen, Prototypen zu machen, habe Schulungen erarbeitet, mit denen ich das Ganze machen konnte und hatte relativ früh Leute, die mir gesagt haben, ja, mach das nicht nur mit deinen, mit deinen Simulationen, mach das in den Fabriken, wir hatten eine Fabrik in Darmstadt, Hottinger, Bizerba, Siemens, VDO und. Bmw alle sagten, probier das was du dir da überlegt hast bei uns aus und wir messen das.
Und wenn eine Mal haben die drüber geredet. Ja das funktioniert, das bringt Erfolge, das hat dann dazu geführt, dass ich in Passau Seminar gemacht habe, in der Nibelungenhalle mit 1000 Leuten, was noch nie in Passau gewesen ist. Nur der Strauß hat 1000 Leute dahin gebracht in die Nibelungenhalle am Aschermittwoch und ich hatte das Glück.
Dass andere Leute über die Erfolge gesprochen haben. Ja, ich meine also 20 bis 30%, weniger Produktionskosten, universell anwendbar für sage ich mal Industriegüter. Oder war das nur in einem ganz nischigen Bereich anwendbar, weil ich meine, also wenn so so ein Unternehmen wie Siemens oder BNW, wenn die. Auch nur 2 3% ihrer Produktionskosten senken können, dann sind es ja riesige Summen die die damit einsparen wir. Haben signifikante Kostensprünge gemacht, und zwar nicht nur in der Auto autozulieferindustrie, sondern im Maschinenbau, im Konsumgüterbereich.
Es ist klappt genauso wie klappt bei der Herstellung von Suppen oder von Brillen oder von Lampen. Es war auch die Attitüre die ich hatte, immer als Hochschullehrer. Leute zu qualifizieren und mit denen gemeinsam die Dinge umzusetzen, was natürlich ne gewisse Nachhaltigkeit auch gebracht hat. Die, und dann haben sie aber, war das dann so die Geburtsstunde von TCW, dass sie gesagt haben, das war auch noch ne? Geburtsstunde von TCW es war dann, es war dann eine und wir haben relativ, ich brauchte forschungsmittel. Ich hab dann auch das Glück gehabt. Dass die Universität Passau mich sehr unterstützt hat, auch da kann ich sagen, bin ich wieder auf Leute gestoßen, die mich unterstützt haben, auch alle
Freiheiten gegeben haben, natürlich auch wegen der Außenwirkung. Aber es waren große Freiheiten, und dann habe ich gemerkt, dass man daraus auch Beratungen machen kann und haben dann eine Beratung gegründet mit anderen zusammen, weil ich immer noch meinen Hauptberuf in der in der Universität hatte und auch haben wollte.
Und das hat dann dazu geführt, dass parallel dazu eine Beratung aufgebaut wurde, die das dann gemacht hat. Aber mit den Partnern hat das dann nicht so geklappt. Wir waren zwar erfolgreich und wir haben das auch sehr schnell sehr groß aufgebaut, sodass ich dann angefangen habe, als ich nach München kam. Das alleine zu machen.
Und das war dann die Geburtsstunde von. Das war Geburtsstunde vom TSE. So, das heißt am Ende des Tages, waren sie der. Pionier für die deutsche Industrie der eine ein Konzept, was in Japan funktioniert, hat hier in die deutsche Industrie gebracht hat. Ja, ich habe die Dinge beschleunigt. Ich habe sehr viele Erklärungsversuche gemacht, die auch funktioniert haben. Ich hatte die Überzeugung war immer, dass das funktioniert und dass die anderen Leute darüber reden. Dass man damit Erfolge hat, und das haben wir wirklich für die große, großen Unternehmen gemacht, also für die OE NS, also für einen VW, für BMW, für Ford, für Opel, war ein großer Klient in dem Bereich, aber auch die großen Zulieferanten kam. In dieser Zeit, da kann ich mir
vorstellen, haben Sie auch ganz gut Geld. Verdient mit mit der beratenden Tätigkeit, wenn man so so einen großen Mehrwert für solche großen Unternehmen schafft. Wie war damals ihr, sage ich mal ihre ihre Motivation, also war die Motivation irgendwie, sich einen großen Namen aufzubauen, ging es, ging es ihnen darum, irgendwie deutsche Wirtschaft zu zu verbessern, was hat sie damals angetrieben, das so auch umzusetzen? Aber sie haben die Gemengelage schon geschrieben. Es ist alles zusammen, was Motivation ist. Und es ist mir eigentlich leicht gefallen, diese Projekte zu bekommen damals und natürlich Erfolg zieht auch Erfolg an, es können sie nicht anders sagen, ich habe dann sehr gute Leute gehabt, die mir geholfen haben,
die aber natürlich auch geprägt waren durch den Erfolg, den wir hatten. In diesem Umfeld und ja, die Motivation ist diese Gemengelage, man hat ne Botschaft, die man rüberbringen möchte, man verdient dabei noch Geld, das war. Sehr gut hätten Sie das auch machen können, ohne jetzt diese Professur oder diese, genau diese Professuren, die sie hatten, also, oder war diese wissenschaftliche Verbindung, dieser wissenschaftliche Ansatz essentiell, also auch für, sag ich mal, das Branding der Beratung, dass da ein Professor sozusagen diese Themen erklärt?
Mein spezieller Ansatz ist ein analytischer Ansatz. Ich muss die Dinge erklären, ich muss sie zurückführen und auch transportabel machen an Studenten und auch an andere, und das hat sicher geholfen, aber man kann das auch anders machen, man kann auch das zeigen ja andere große Beratungen, die das weniger wissenschaftlich fundiert machen und.
OK, aber für Sie, für Ihren Ansatz, meinen Sie, war das eigentlich die beste Kombination. Für meinen Ansatz war das die beste Kombination. So, und dann sind sie nach München gewechselt, an die TU München, und da dann kam dann auch die Gründung von TCW. Dann hatte ich zunächst mal in Passau mir einen Ruf erarbeitet und von Passau aus kamen 4 Rufe. Also ich hatte viele Angebot 56 Angebote zu anderen Universitäten habe ich dann abgelehnt, nach Berlin, nach Stuttgart.
Nach Dortmund überall hin und dann kam ein Angebot wieder die USA und ein Angebot nach St. Gallen und beide Angebote waren extrem attraktiv, aber ich hatte schon einen gewissen Ruf in der Industrie und die haben gesagt, Herr Wildemann, sie bleiben hier in Deutschland und haben mir dann. Dann hat mir der bayerische Staat einen Ruf ad personam an die Technische Universität München ermöglicht.
Mit dem Forschungsinstitut, und das habe ich damals verhandelt, mit dem damaligen Wissenschaftsminister, der vorher Präsident der TU München war und der genau wusste, man braucht auch hier Freiheiten, sonst kann man das nicht machen, und das hat er mir ermöglicht. Und das bedeutet, Sie hatten dann eine. Also ihr Einstieg bei der TU München war nicht der typische, also sie sind dort nicht.
Es war jetzt nicht so, dass TU München gesagt hat, wir brauchen hier irgendwie wen, der der und den Lehrstuhl besetzen kann, schreibt man das Mal aus und dann haben sie sich darauf beworben, sondern eher hat der Staat Bayern der TU München gesagt, schafft mal einen Platz für den Professor Wildemann.
Und hat das auch finanziert. Hocke Institut finanziert hat mir viele Mitarbeiter finanziert in dem Bereich und hat das ermöglicht und so bin ich hier nach München gekommen. Fast Forward, das war so vor 3035 Jahren. 88 war das. Okay also vor jetzt dann schon genauso circa 38 Jahre dann noch oder 37 Jahre, wo stehen Sie heute?
Sie sind wie. Alt 84 Jahre. 84 Jahre jung, okay und dann sind sie aber nicht nur sie sind Gesellschafter, Geschäftsführer von der Beratung und. Und gleichzeitig aber auch noch Professor. Jetzt die letzten 3035 Jahre gewesen in München an der TU München. Einer der wirklich großzügigen Dinge war, die mir der damalige Wissenschaftsminister hier in Bayern gewährt hat, war, dass ich eine, ein Beratungsunternehmen eine GmbH gründen konnte und auch dort als Geschäftsführer tätig sein konnte.
Das war Teil des Deals der. Nicht nach St. Gallen und nicht nach den USA zu gehen. OK und Sie sollten aber trotzdem gleichzeitig noch Vorlesungen et cetera habe ich, das haben Sie auch. Ständig gehalten und habe mich. Ich habe mich sehr bemüht auch diese Verpflichtungen gegenüber den Studenten im Aufenthalt zu halten. Wie haben die anderen Professoren sie wahrgenommen? Also wo Stand hat man da breite Akzeptanz bekommen? Gab es da vielleicht auch ein Paar, aber ich könnte mir vorstellen, wenn ich.
Ganz normaler Professor bin, dann kommt ein neuer, der so viel Freiheiten dann genießt und irgendwie eine sehr aus meiner Sicht vielleicht bevorzugte Stellung hat, dass da vielleicht dann auch hier und da mal ein bisschen Missgunst aufkommt. Das das würde ich nicht sagen. Ich habe zwar am Anfang kämpfen müssen, aber nachher viel Unterstützung erfahren, insbesondere von der Universitätsleitung, denn ich hatte ja, das darf man nicht verkennen, ich hatte ja nicht nur die Beratung, ich bin auch ein.
Einwerber von Drittmitteln, Forschungsmittel und da habe ich in der Regel alleine mehr eingeworben als die ganze Fakultät. Das heißt, Der Staat sozusagen hat sie stark finanziert, um Forschung betreiben zu können. Gleichzeitig konnten sie aber das Ergebnis ihrer Forschung auch an Unternehmen, das haben sie denen ja nicht verschenkt, sondern ebenfalls. Konnten sich auch durch die Unternehmen dann finanzieren. Meine Forschungen wurden veröffentlicht. Jeder kann.
Die okay jeder konnte das. Mit jeder kann die Nutzen und ein Teil der Unternehmen wollten halt die Beratung direkt von mir. Das heißt, Der Staat denkt sich so okay, das kann dann jedes deutsche Unternehmen nutzen. Deshalb finanzieren wir das, weil das ist gut für die deutschen Unternehmen, und dann konnten sie aber gleichzeitig noch für die genauere Begleitung.
Für Wissenschaft, Wissenschaft wird finanziert aus staatlichen Mitteln, Steuermittel. Also muss doch das Ergebnis wieder zurückfließen in die Unternehmen, wenn man das durch eine persönliche Beratung beschleunigen kann, ist es doch von Vorteil für die gesamte Gesellschaft und auch für die Industrie. OK, und dann hatten sie quasi weiterhin ähnlichen Split gefahren, 2 Tage die Woche waren sie quasi der Professor an der Uni und dann die restlichen Tage Woche haben sie. Die Woche hatte bei mir aber nicht 5 Tage, die hatte 7 Tage. Und 24 Stunden.
Und das ist schon eine andere Arbeitszeit, die man da zu absolvieren hat, heute immer noch, heute immer noch, zwar nicht mehr 7, aber vielleicht 6. Sie sind also in ihrem Alltag gibt es wahrscheinlich sehr wenige Leute in Deutschland, die dann noch so einen Output liefern können, so auch scharf. Genau im Kopf sind. Würden Sie sagen, dass es.
Ja, sie hatten einfach auch hier vielleicht im Glück was, was ihre Konstitution angeht. Oder haben Sie da? Mit Sicherheit mit Sicherheit. Die Konstitution muss stimmen, sie können sich da keine großen Krankheiten leisten und müssen auch Leistungsbereit sein, aber auf der anderen Seite müssen sie auch diszipliniert sein und dieses diszipliniert sein, das hilft sehr. Was sind da Tipps?
Tricks? Routinen et cetera, die Ihnen über die letzten 5060 Jahre Karriere. Geholfen hat eine Geschichte, die ich immer wieder erzähle. Vor 25 Jahren hat mir ein Kollege, der Mediziner ist, gesagt, Tätige, eine Investition ist, auf welche, ja, nimm einen Personal Trainer, der zwingt dich dazu, bestimmte Dinge zu machen und das habe ich seit 25 Jahren gemacht, ein, zweimal die Woche ist der da. Früher kam er zwar um 6, jetzt kommt er um 8. Aber es kommt immer noch.
Also zweimal die Woche Sport ansonsten. Zweimal die Woche mit dem Trainer Hochzeit machen Sie noch alleine. So OKOKOK also viel Sport. Haben Sie was Ernährung angeht irgendwelche Besondere Heil Supplements? Nein, Supplements nicht, aber sie müssen schon drauf achten auf die Ernährung, sie müssen auf Alkohol achten, auf Sport achten.
All diese Dinge, ich sag diszipliniert, es ist nicht so einfach, also sie können nicht ein oder zweimal unter der Woche irgendwo ausgehen, das geht nicht. In ihrer Zeit oder jetzt in den letzten 3035 Jahren, wo sie die TCW dann noch aufgebaut haben oder auch davor. Mit wem von den Unternehmen waren sie dann in Kontakten?
Waren das dann die, sag ich mal Produktionsleiter? Waren das die CCEOS teilweise auch, was waren so ihre Ansprechpartner und. Haben Sie diese? Ich bin ja mit Leuten in Kontakt gekommen, die heute Vorstandsvorsitzende sind. Oder ganz große Manager sind, die damals noch Projektleiter waren. Das ist also ich habe den Herrn Winterkorn kennengelernt, der war Leiter der Qualitätssicherung bei Audi, ich habe den Herrn Zipse kennengelernt, der war im Bereich der Produktion Werksleiter tätig, andere, andere, Große auch, die ich zum damaligen Zeitpunkt kennengelernt habe, und so etwas entwickelt sich ja ich.
Ist bin ja auch nicht stehen geblieben bei einem Thema mit just in Time. Das wäre schon längst out, das können andere inzwischen auch. Heute ist es die Grenzen, die KI Anwendungen die dominant sind, insofern muss man auch eine Gesprächsebene haben mit den Leuten, man kann nicht immer klein klein die Dinge weiter behandeln und man muss sehen Perspektiven entwickeln für ganze Logistikkonzepte und das hat sich entwickelt. Ich habe zum Beispiel.
Mit Herrn Winterkorn 15 Jahre lang Projekte gemacht, mit mit Herrn. Es gibt sie auch, aber es gibt noch viele andere. Bei Daimler kann ich genauso Namen nennen, mit denen ich da unterwegs war. Wenn sie überlegen, die Personen, sie werden auch mit Leuten Kontakt gehabt haben, die da nicht über eine gewisse Karrierestufe hinaus gekommen sind, obwohl sie das vielleicht eigentlich schon gerne geschafft hätten, was unterscheidet so Personen wie Herrn Winterkorn? Von Personen, die dann nicht ins absolute Top Top, Top Management kommen, obwohl sie es eigentlich schon auch wollen. Naja, Führung kann man bis zu einem gewissen Grad lernen, aber wenn sie dann wirklich die top Positionen haben wollen, dann bedarf es auch eines enorm
großen persönlichen Einsatzes und den muss man bereit sein zu bringen und zwar jederzeit. Und man macht das immer fester an der zeitlichen Belastung. Aber es sind auch vor allem die nervlichen Belastungen. Es ist auch diese Entscheidungen finden im Detail statt, wenn sie da in einem Workshop drin sitzen und 4 Stunden mit 20 Leuten um eine Entscheidung ringen und nicht hellwach sind am Ende, dann geht die Entscheidung nicht in die Richtung, von der sie überzeugt sind und mit der sie argumentieren, also sie brauchen eine große mentale Stärke und natürlich. Eine Geschichte ist, und das ist halt auch meine Profession. Sie brauchen ein fundiertes theoretisches Wissen, um solche Dinge zu analysieren.
Was denken Sie, welche Rolle werden Universitäten oder auch Akademische Bildung in Zeiten von KI in 1015 20 Jahren noch spielen, also zum Beispiel bei den großen Tech Unternehmen? Da sieht man es ja jetzt schon seit ich glaube schon seit 10 Jahren oder so, das ist jetzt eine meta. Die Stellen auch vielleicht mal jemanden direkt von der High School ein, wenn der schon mit 12 angefangen hat zu programmieren und jetzt nicht einen sehr guten Uni Abschluss vorzuweisen hat. Bei den großen beratungsgesellschaften, Banken, großen Konzernen, zumindest hier in Deutschland wird schon noch sehr auch auf akademische Vorbildung geachtet, glauben sie, das bleibt so relevant, glauben sie, das wird vielleicht sogar relevanter, oder glauben
sie, das wird immer mehr in den Hintergrund kommen perspektivisch? Soweit ich das übersehen kann, ist. Letzten 50 Jahre und auch vielleicht die nächsten 56 Jahre, die man noch anschauen kann, wird akademische Ausbildung vom Grundsatz her relevanter, weil sie einfach das Wissen der Welt jetzt mit KI relativ schnell zusammentragen können.
Und wie kommt Neues in die Welt und Neues in die Welt kommt aus Neugierde, kommt aus Versuchen, kommt aus Überlegungen die. Grundsätzlicher Art sind und ich glaube, dass die Führerschaft in der Wissenschaft ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für eine Volkswirtschaft ist. Jetzt hatten sie, jetzt hatten wir das gerade auch schon vom Thema KI, wo sie sagen, das ist auch gerade bei uns, bei TCW eigentlich so der treibende Faktor, worauf wir uns konzentrieren.
Und diese ich, ich kann das ja festmachen, diese KI Geschichte hat. Hatte schon mehrere Hypes in der Vergangenheit. Der letzte war vielleicht so vor 1215 Jahren. Damals habe ich glaube 21 Dissertationen schreiben lassen über die Jahre, über 56 Jahre, primär ging es um die Entwicklung von Algorithmen, wie kann ich diese Korrelation herstellen, wie kann ich das Ganze machen, mit einmal kam eine Innovation, andere Rechnerleistung, die neuronalen Netze, andere Rechnerleistung und in den letzten 56 Jahren ist es ist extrem relevant für die Unternehmen geworden. Ich kann und die Sprachmodelle all diese Geschichten, ich kann daraus jetzt unmittelbaren Nutzen ziehen, und zwar nicht, indem ich jetzt einen neuen
Algorithmus entwickle, und ich kann die alten nutzen, ich habe die Kapazitäten dazu und diese Anwendung, das ist neu an der Geschichte, und die nimmt rasant zu. Und ist es gerade trotzdem ein Hype? Oder ist der Hype auch jetzt wirklich sehr gerechtfertigt? Es ist ein Hype, aber er bringt uns, wenn sie von der Nulllinie aussehen, vielleicht 1020% weiter, aber es wird nicht so weitergehen, es wird irgendwo wieder abflachen.
Jetzt ist das war letztes Jahr glaube ich, beim MMK zum Beispiel auch eines der Hauptthemen Europa im Bereich Keillinie so ne, Wir haben die ganzen großen Unternehmen in den USA, wir haben die Chinesen. Wir haben jetzt in Europa zum Beispiel auch in Heilbronn, wo ja auch die TU München irgendwie stark da hinterher ist, da was aufzubauen, aber vor allem letztes Jahr war der Konsens schon so okay für Europäer sind da eigentlich abgehängt. Wir müssen uns jetzt eher darauf konzentrieren, die Anwendungen zu schaffen, sozusagen, die unseren Unternehmen hier beizubringen, da können wir sehr gut mitarbeiten, aber eigentlich KI wirklich von Grund auf zu entwickeln und zu gestalten und zu bestimmen, dass haben wir eh
schon verloren. Würden Sie das so? Also verloren. Das würde ich nicht unterschreiben, aber wir werden eine Spitzenposition nicht erreichen, weil die Spitzenposition verbunden ist mit viel Geld und gerade in Amerika. Alle Leute reden immer von diesen Leuten, die da in Amerika in der Garage etwas gemacht haben.
Ja, die haben Innovationen gemacht, aber die Grundsatzinnovation haben sie nicht gemacht. Das Internet haben die nicht erfunden, das Internet hat das amerikanische Militär erfunden, weil es so Kommunikation haben wollte bei einem Atomschlag, und dann hat es diese Dinge zur Verfügung gestellt, und dann gab es natürlich Entwickler, die aufbauend auf diese Geschichte sehr viel gemacht haben und leider ist es so, dass wir in Amerika in den Tech Konzernen fast Monopole haben und diese Monopole kumulieren so viel Geld, dass dass sie eigentlich die anderen verdrängen an der Geschichte also wird die Marktwirtschaft auch außer Kraft gesetzt in dem Bereich und wenn das so ist, dann werden die
weiter Vorteile haben, aber ich denke es bleibt noch genügend um hier Sachen umzusetzen und sich auch auf Spezialdinge zu konzentrieren. Was, was glauben Sie, können wir dann in Europa? Wo haben wir in Europa dann Vorteile gegenüber zum Beispiel den USA? Ist auch quasi perspektivisch auch vor allem dann auf die Anwendung von KI, auf wirtschaftliche Möglichkeiten, die wir hier in Europa haben, die vielleicht die in den USA nicht so. Existieren Vorteile?
Wir haben einen generellen Vorteil. Zunächst haben wir noch einen großen Markt, wir sind doch sehr viele, die hier konsumieren, wir haben, wir können mit sozial unterschiedlichen Schichten umgehen, wir können 50 Kilometer weiter spricht an eine andere Sprache, die wir teilweise auch noch verstehen. Und wir können also kundenspezifische Lösungen erarbeiten, die wieder in kleineren Umfängen Wettbewerbsvorteile bringen, aber eben nicht in dieser ganz großen Welle, sondern in kleineren Umfängen. Und die Vielzahl dieser Innovationen, die sind nicht zu unterschätzen.
OK, das heißt, Sie meinen quasi, dass der, dass der Amerikaner jetzt nicht unbedingt für den. Französischen Turbinenhersteller oder den deutschen Schraubenhersteller jetzt eine wirklich für ihn passende Lösung entwickeln kann, denn das würden wir in Europa dann eher selber machen. Ja, wir haben auch noch ein paar andere Vorteile.
Alle Welt schaut auf die Digitalisierung, die Digitalisierung ist nicht losgelöst von der materiellen Welt, von neuen Werkstoffen, von Maschinen, die das Herstellen und in dieser materiellen Welt haben wir nach wie vor noch viele Vorteile. OK. Wenn sie jetzt überlegen, Sie wären noch mal ein junger, sehr aufstrebender Student, Sie wollen Manager werden, was wären Punkte, wo Sie sagen, das ist, das ist etwas, was ich heute auf jeden Fall machen würde, sagen, fangen wir mal an von der Studienwahl, was würden sie studieren, würden sie auch sagen okay, so dieses Karriere in der Forschung ist weiterhin sehr attraktiv, würden sie sagen, okay, ich würde in.
Einen von diesen Unternehmen versuchen die ersten Jahre meiner meiner Berufung zu finden. Würden sie vielleicht direkt ein eigenes Unternehmen, wie würden sie heute vorgehen? Ich habe versucht, in der Forschung zu riskieren. Das ist aber nur wenigen vorbehalten, die das machen können. Das können Sie prozentual sehen, ich denke, das ist eine sehr, sehr persönliche Geschichte, wenn man das machen will, sie ist sehr befriedigend, das kann ich nur jedem weiter sagen.
Wenn man aber teilhaben will an der Welt und auch andere Art von Einkommen haben will, dann denke ich, ist es schon wichtig, dass man ein akademisches Studium wählt, das einem gefällt und man braucht, und davon bin ich fest überzeugt, an einem Punkt, der Tiefenbohrung. Man kann nicht nur an der Oberfläche überall rumschwimmen, man muss eine Tiefenbohrung haben und von da aus dann nach links und nach rechts schauen aus. Meiner Vorprägung, die die sicher auch familiär bedingt ist, war natürlich immer die Technik ein dominanter Faktor, den zu beurteilen, den zu verstehen mehr zu verstehen, war wichtig, aber ich habe gelernt, in meiner Karriere, letztlich regieren die wirtschaftlichen Dinge und Steuern diese Sachen und man braucht eine große
Kompetenz im wirtschaftlichen Bereich, insofern werden diese Spezialisierungen im wirtschaftlichen Bereich oder im technischen Bereich. Nach wie vor gefragt sein. Das heißt, sie ist interessant, weil ich habe auch schon andere Gäste gehabt, die haben mir gesagt, sie gehen eher davon aus, dass man sich möglichst generalistisch, möglichst breit aufstellen soll, weil in der Zukunft eher der gefragt sein wird, der eben schnell Verknüpfungen verstehen kann zwischen verschiedenen Themenbereichen, sich in alles schnell irgendwie hineinfuchsen kann und dann quasi.
Für das tiefen Knowledge kann man irgendwie die KI dann fragen, da würden sie so nicht. Real anderen aller Meinung, denn sie können nicht, wenn sie nur oberflächenwissen haben, Dinge miteinander miteinander verknüpfen. Sie müssen schon sehr konkret in eine Sache hineingehen und das ist nicht delegierbar, das müssen sie schon selber machen und also das fängt, ob das so n Financial Engineering ist oder ob das jetzt. Die Programmierung irgendeiner Maschine ist, die sie machen müssen.
Sie müssen im Detail drin sein und ich denke die Verknüpfung am Ende, die erfolgt dann über eine Teamarbeit, wo man dann in einem Team gemeinsam die Kompetenzen bündelt und zusammenführt, aber die einzelnen müssen halt tiefen Verständnis haben. Jetzt hatten wir gerade schon so ein bisschen über die Zukunftsrolle von Europa gesprochen.
Jetzt sind sie sehr nah an den Konzernlenkern dran, bekommen da sehr gut mit. Was sind die wirklichen Herausforderungen, die die Probleme, die die deutsche Volkswirtschaft, die deutschen Unternehmen haben, in den letzten ein 2 Jahren wird die deutsche Wirtschaft ja sehr viel in der Presse totgeschrien ne, man bekommt mit von Massenentlassungen und Kosteneinsparungen allgemein würde ich zumindest sagen, ist im Land gerade eine.
Eher negative Gesamtstimmung. Man traut sich nicht mehr wirklich viel zu und viele junge Menschen, mit denen ich auch in Kontakt bin, fühlen sich dann teilweise auch irgendwie ein bisschen ja von der Politik, vielleicht auch im im Stich gelassen. Wie nehmen Sie das wahr, wenn Sie mit den Sea Levels sprechen? Ist eine ähnliche Stimmung, ist eine andere Stimmung, wie sie ihre Einschätzung dazu.
Die die aktuellen Herausforderungen sind groß, weil die Überraschungen zugenommen haben, meint das einzige ist nicht mehr so planbar. Außerdem reagieren Unternehmen, die auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, sehr stark in der Anpassung und Anpassungen sind immer schmerzhaft, sowohl nach unten als auch nach oben, diese dieser. Wettbewerbsdruck, den man da ausgesetzt ist, den muss man, da muss man sich auch bewähren, das ist ja eine ständige, eine ständige Leistungs, ständiger Leistungsabruf. Man muss ständig bereit sein, konsequent die Entscheidungen, dann Zufällen und diese Anzahl von Unsicherheiten, mit denen man ausgesetzt ist, die nimmt zu, das führt bei einigen zur Resignation, da ist auch sind
auch sicher die Rahmenbedingungen schuld, die man hier hat. Aber ich bin eigentlich nicht so pessimistisch für Europa, dass das jetzt hier nur bergab geht. Die werden sich wieder berappeln, die werden wieder mit Innovationen sehr nahe am Kunden wieder Weltmärkte erobern können. Was wünschen Sie sich von den Rahmenbedingungen? Ihrer Meinung nach?
Was also was, wenn Sie Wirtschaftsminister werden für für Deutschland, was würden Sie? Vielleicht auch die eigene Prägung. Ich hab noch den Müller Hammer gehört, der einer der Erfinder der Sozialen Marktwirtschaft war. Wir sollten uns wieder auf diese soziale Marktwirtschaft besinnen, die doch sehr viele Vorteile hatte und uns ja. Über die letzten 80 Jahre großen Wohlstand gebracht hat und dieser die marktradikalen Überlegungen, die hier eine Rolle spielen, die würde ich wieder zurückdrängen. Es ist schon einiges dran an diesem Konzept der sozialen Marktwirtschaft, alle mitzunehmen in dieser in dieser Überlegung, und das hat ja nicht nur Frieden gebracht über lange Zeit, sondern auch Wohlstand.
Was was ist dann zum Beispiel so was Konkretes? Weil was man ja viel hört, ist, dass es eher der Punkt ist. Die Steuern sind zu hoch, mit den Steuern sollen dann ja auch soziale Projekte irgendwo mitfinanziert werden. Aber die die Verwerfungen sind ja offensichtlich. Und. Es gibt halt hier bestimmte Meinungen, dass halt diese Umverteilung im Staat eigentlich den Wohlstand aller erhöht. Das ist ja nicht der Fall es, das muss genauso in einen Rahmen gebracht werden wie die reinen marktradikalen Überlegungen, die ja sagen, also du musst alles die unsichtbare Hand von Adam Smith wirken lassen, das wird schon regeln, die wird schon regeln, das hat ja nicht stattgefunden. Ist dann aber aus aus ihrer
Perspektive. Sie hatten gerade gesagt, die Unsicherheiten werden mehr, ist das wirklich ein, wenn sie es mal vergleichen von vor 20 Jahren, würden Sie sagen, das sind jetzt gerade also als, als als jemand, ich bin jetzt 28 so die Wirtschaftsnachrichten verfolge ich so wirklich aktiv vielleicht seit 1012 Jahren? Und gefühlt in den letzten 456 Jahren. Also entweder habe ich das früher nicht aufmerksam genug verfolgt oder in den letzten 45 Jahren vor allem in den letzten 23 Jahren seit Covid.
Vor allem hat man das Gefühl, da passiert zack, zack, zack die ganze Zeit überall irgendwas, es sind immer irgendwelche neuen Sachen und es ist jetzt nicht so, dass es ein Anstieg, sagen wir mal von 20% ist oder so, sondern eher von 500% gefühlt also würden Sie sagen. Das war jetzt, das ist schon immer so gewesen, dass man einfach die Welt wird globaler, es bestehen mehr Abhängigkeiten und man hat so einen langsamen, stetigen Anstieg. Und wenn ich jetzt mal vergleiche klar vor 30 Jahren, da war es alles noch ein bisschen unkomplizierter und langsamer, aber es war so einen langsamen Anstieg, oder würden sie sagen, das ist schon irgendwie eine sehr exponentielle Steigerung von diesen Herausforderungen, Themen, die die aktuell die
Leute beschäftigt. Exponentiell nicht. Es ist mehr geworden, aber 1 ist total anders. Die Informationsdichte, mit der man heute konfrontiert wird, ist enorm hoch. Das Zusammenfassen von bestimmten Trends, das Reflektieren, das früher Journalisten gemacht haben, fällt heute weitgehend weg, sie kriegen die Information unmittelbar, und wenn sie nicht vorbereitet sind, diese Informationen einzuordnen, zu sichten, dann ist das schon eine Flut an Eindrücken, die auf einen zutrifft, die einen Angst machen kann.
Dieser Reflexion ist weg. Ich hab ich hab früher 2 Zeitungen oder 3 Zeitungen gelesen und hatte ne reflektierte Sichtweise über diese Dinge. Heute hab ich 568 unterschiedliche Informationsquellen, die mir unvermittelt die Informationen geben ohne sie einzuordnen. Oder eine Hilfestellung zu geben. Und das kann Angst machen.
Das sehe ich auch. Aber ist das von Vorteil, wenn man, als man am Ende sagt, man kann sich ja entscheiden, was man konsumiert, es gibt ja immer noch die Zeitung, man könnte ja immer noch sagen, ich mach keinen Liveticker an nichts, und ich bestell mir irgendwie die irgendwie ein Magazin jede Woche und dann die. Tageszeit aber sie brauchen eine bestimmte Reife. Diese Reife müssen sie erst erarbeiten, indem sie ihre eigene Suche steuern und wenn man sich den ganzen Sache aussetzt, permanent aussetzt, und das ist ja immer ein sehr einfacher Vorgang.
Dann kann das Angst erzeugen. Jetzt sind sie auch schon sehr lange in der Lehre tätig, haben sehr viel, auch junge Menschen über die letzten 40 Jahre heranwachsen sehen. Sehen sie da Unterschiede, sage ich mal jetzt von der Generation, die gerade in den Hörsälen ist. Was ist die Generation, die vor 2030 40 Jahren in Hörsälen?
Nein, viele um mich herum sagen, dass die Studenten nicht mehr das Niveau haben, was sie früher hatten. Ich sage genau das Gegenteil, die. Die sind ehrgeiziger, die Arbeiten mehr, jedenfalls die, die ich in meinem Blick habe. Also ich sehe eigentlich, dass die mit der Zeit gehen, und ich bin auch davon überzeugt, dass wir keine Gebühren für das Studium haben müssen.
Wir müssen das Potenzial, was wir haben, ausschöpfen, und das ist das einzige, was wir. Wirklich vorhanden ist ne Bundesrepublik Kohle können Sie hier nicht mehr und Erdöl können Sie hier nicht mehr graben, also müssen Sie das wissen, die Intelligenz der Leute bekommen und das ist halt sehr individuell. Wir brauchen n Effizienzschub wir brauchen auch andere Organisationsformen in den Universitäten um das hineinzubringen, aber.
Wir haben ja eine die große Reform gehabt mit dem Bachelor und Masterstudiengang, wo wir uns amerikanischen Dingen angenähert haben. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das zu unserem Vorteil war. Ich war vor ein paar Wochen eingeladen. Auf einer Podiumsdiskussion habe ich diskutiert über die Rolle von Privatunis mit dem Professor Stieglitz, Dekan von der Frankfurt School und dem Herrn Oettinger von der EBS.
Und der Oettinger hat ja auch eine politische Vergangenheit und die beiden haben sich sehr eingesetzt dafür, dass wir eigentlich in Deutschland viel mehr private Hochschulen bräuchten, weil die meinen, dass die und auch eine staatliche Förderung von privaten Hochschulen, weil sie meinten, dass die. Natürlich deutlich deutlich besser wirtschaften, deutlich effizienter wirtschaften, dass man das eigentlich. Sie meinten zum Beispiel, wären Covid als privater Bildungsträger mussten sie viel schneller reagieren, um irgendwie den Studenten trotzdem ein gutes Lernen, also gute Lernmöglichkeiten zu bieten et cetera als viele staatliche Unis dann erst mal irgendwie 23 Semester komplett. Im Blindflug unterwegs waren da
ist natürlich die TU München, ist auch schon sehr, sehr weit in dem Bereich und würde ich mal sagen, auch eine sehr gut geführte Universität, wirklich top auch was mit die Studierenden von dort besprechen, aber was sie zum Beispiel auch gesagt haben ist, dass halt klar, es gibt für Business gibt es private Hochschulen, es gibt auch für ein paar andere Geisteswissenschaften, private Hochschulen, aber zum Beispiel für sämtliche naturwissenschaftliche Fächer. Private Hochschulen sind ja also, wo man wirklich Forschung braucht, nahezu unmöglich, irgendwie zu finanzieren. Und da meinten Sie eigentlich, da bräuchte man mehr, auch staatlich geförderte Mittel, damit so eine, weil weil sie meinen, das ist da einfach
effizienter, weil es ist einfach ein privater Träger, was ihre Markt. Soziale Verkennung der der Realitäten. Ein Forscher lässt sich nicht über Geld motivieren, der muss ein Auskommen haben, muss seine Freiheit haben, muss seine Mittel einsetzen können. Und diese Grundlagenforschung ist so teuer, dass da dieses Effizienzversprechen was die sagen, was vielleicht im wirtschaftlichen Bereich sein kann.
Nein, ich halte private Universitäten als Ergänzung und Spezialisierung schon für sehr wichtig, gar keine Frage, aber in bestimmten Fächern. Sie meinten dann, ein Manager würde dann wahnsinnig werden mit irgendeinem Physikprofessor. Millionen um Millionen irgendein Projekt investiert und der Manager nicht nachvollziehen kann, wie dann Return sozusagen rauskommen soll. So ist aber das muss manchmal gemacht werden, um dann das muss anreden.
Weil weil keiner prognostizieren kann. Kriege ich jetzt mit 100,00€ das oder kriege ich das mit 1000 oder mit 10000€? Wobei ja schon, sage ich mal, bei den Ganzen die R and d Abteilung bei den ganzen Konzernen, die machen ja am Ende des Tages genau das, oder also die berechnen ja eigentlich auch OK so und so wahrscheinlich ist es, dass wenn wir da jetzt zig Millionen reinstecken und das ist irgendwie. Lohnt?
Na ja, es gibt wenige, es gibt wenige große Unternehmen, die Grundlagenforschung machen, die meisten machen angewandte Forschung. Die Bauen auf Grundlagen, auf Prinzipien der Grundlagenforschung auf und setzen die um. Also ganz wenige Konzerne. Machen Sie vielleicht einmal den Unterschied erklären von Grundlagenforschung vs. Angewandte Forschung?
Sie brauchen ein ein Prinzip, das funktioniert. Und dieses Prinzip muss erarbeitet werden. Da kann man dann ein Berechnungsmodell machen, kann Vorgaben machen und wenn es dann eine Anwendung. Im Maschinenbau eine Anwendung, in der OB der Elektronik oder oder in der Chemie ist. Dann kann man da weiter forschen. Aber diese Grundlagen, die ja mit Versuch und Irrtum verbunden sind, nehmen Sie diese Biotech wäre nie biotech geworden, wenn die Grundlagenentwicklung nicht da gewesen wäre und dafür hat es ja einen Nobelpreis gegeben.
Okay das heißt? Da haben Sie also sie sind der Meinung unterstützt, aber sollten Sie jetzt nicht der Meinung, dass irgendwie die staatlichen Uni, weil ist ja immer eine Argumentation, die sie auch gebracht hatten, über die ich noch nie so nachgedacht hatte, ist ja, dass jeder privat Uni Student dem Staat ja eigentlich Geld spart, weil er entscheidet sich nicht für ein Studium an einer staatlichen Uni, wo er den Staat dann ja quasi Geld kostet, sondern er geht an eine privat Uni und dann war ihre Argumentation.
Da ist halt wenigstens das, was die Uni sonst dafür ausgegeben hätte, dass der an der staatlichen Uni studiert, ob man mit dem Geld zumindest zu teilen dann so eine private Hochschule fördern könnte. Das meine, das wird sich herausbilden, ob das ob das der Fall ist, aber per se, dass die privaten Effizienzvorteile haben, das sehe ich überhaupt nicht, dass sie einen Spezialisierungsvorteil haben, das ist klar, aber der Nebeneffekt, der bei privaten Universitäten auch immer noch eine Rolle spielt.
Dass die Selektion über das Einkommen der Studenten oder der Eltern passiert, das, finde ich, ist nicht gut. Jetzt ist es ist es so, dass man als junger Mensch heutzutage sehr viele verschiedene Möglichkeiten hat. Sie hatten selber angesprochen, bei ihnen war Berufswunsch, Berufsziel ja auch irgendwo. Durch die Eltern auch geprägt oder zumindest zu teilen. Ne wie es bei vielen Personen wahrscheinlich aus ihrer Generation war.
Heutzutage als junger Mensch durch Social Media oder durch das Internet im Allgemeinen. Man kann sich ja in jedem verschiedenen Berufsfeld kann man sich informieren, unzählige Möglichkeiten stehen einem bevor und gleichzeitig auch im Verlaufe der Karriere ist es ja immer mehr so, dass der dass der Trend ist. Du machst mal das für 5 Jahre dann. Pivated man in einen anderen Bereich, mach mal das für 67 Jahre, jetzt sind sie 4050 jahre ihrer Linie mehr oder weniger treu geblieben.
Manager und Maschinenbau miteinander zu zu verbinden, und das sehe ich auch bei sehr vielen anderen sehr erfolgreichen Unternehmern, Persönlichkeiten, dass die sich halt schon auf einen Bereich jahrzehntelang festgelegt haben und da immer mehr Netzwerkexpertise aufgebaut haben. Finden Sie so dieses diese Einstellungen okay ich mache mal das und dann mache ich mal das, dann mache ich mal das und. Finden Sie das nachvollziehbar?
Ist das etwas, was man. Man spricht ja, man spricht ja in der Theorie von Kaminkarrieren, man hat eine, man fängt als Controller an und hört als Finanzvorstand oder Controllingvorstand auch ja in einer Linie, heute ist es ja vielmehr so, dass man auf einer Ebene unterschiedliche Aufgaben macht, dass man einmal im Einkauf tätig ist, einmal im Controlling tätig ist, einmal im Vertrieb tätig ist und vielleicht dann die nächste Karrierestufe erst macht, aber.
Aber dann eben doch diese Vielzahl von Tätigkeiten hat, das ist ja heute dominant. Aber achten Sie das auch als sinnvoll. Und das ist. Sehr toll, weil es andere Perspektiven bringt. Und das ist schon eine sehr sinnvolle Entwicklung. Die andere Entwicklung, die wir ja auch sehen, dass wir Autonomie in untere Hierarchiestufen hineingeben, also in Teams hineingeben, große Entscheidungen zu machen, wenn sie heute die. Veränderung der Organisation bei Bayer sehen und das Lesen dann ist ja ein ganz Großteil der Entscheidungskompetenz geht zurück in bestimmte untere Hierarchiestufen, die dann eigenständig in abgegrenzten Bereichen, natürlich auch im starken Controlling das Ganze umsetzen. Dafür gibt es halt Modelle und
die muss man halt auch entwickeln in der Theorie das. Heißt auch Führung kann man theoretisch in einer Art Grundlagenforschung entwickeln. Man kann Führung lernen, man kann Führung auch transportieren. Es sind wie Korsettstangen, die einen dann einen aufrechten Gang ermöglichen, aber damit gewinnen sie keine Goldmedaille, sie sind vielleicht gut, vielleicht gut für Silber oder vielleicht für Bronze, aber dann muss das die Persönlichkeit noch ein bisschen hinzukommen, und die muss man auch weiterbilden.
Hatten sie schon, hatten wir mehrfach drüber gesprochen. Ki ist gerade das. Thema wie gesagt, Sie sagen, Das ist jetzt nicht superneu, das gab es schon vor 15 Jahren als Halbthema, da haben sie sich stark mit beschäftigt. Was sind heute die Sachen, die sie bei TCW zum Beispiel auch in die einer Siemens, einem BMW et cetera mit einbringen, also was sind use cases? Was wir, was die KI heute schon den großen Konzern Industrieunternehmen ermöglicht, ne als Student oder Young Professional dann man Jet GBT um seine e Mails mal um zu formulieren bastelt vielleicht auch mal an einem Excel Add on mit Cloud irgendwie ein bisschen rum sind das die bahnbrechende Innovation oder gibt's da ganz
andere Sachen? Was kann man realistisch vermitteln? Man kann realistisch vermitteln. Wo gibt es Anwendungsfälle vom KI, die einen wirtschaftlichen Mehrwert erzeugen? Die zweite Frage, die man auch beantworten kann, wie kann man solche Business Cases multipliziert, skalieren wir neuerdings an, also relativ schnell verbreiten, das kann man.
Weitergeben auf der anderen Seite stelle ich auch bei meinen Leuten fest, das ist ungeheuer individuell, wie die mit einmal neue Themen ausfindig machen und zu neuen Ergebnissen kommen. Man muss also im Umkehrschluss, sage ich, man muss die Neugierde und die Kompetenz der Leute so so steuern, dass sie eben zu diesen neuen Anwendungsfällen kommen und eine Möglichkeit bieten, natürlich über Bereitstellung von Budgets, dass sie das mal probieren können. Also dieses Fast Prototyping ist auch bei KI Anwendungen wichtig. Das heißt sehen.
Also wenn wir jetzt mal quasi konkrete Beratungsprojekte von TCB irgendwie in den letzten ein 2 Jahren ansprechen, ist es dann quasi den Mitarbeitern von so einem Simon zum Beispiel zu erklären, was für Möglichkeiten bietet euch KI, sodass die selber sich Lösungen entwickeln, oder? Nur das ist ein, also ein KI ist ein Feld, was unsere Kompetenz ist. Dass wir doch relativ gut die Wirkungen von Algorithmen abschätzen können.
Was wir machen können. Auch ist diese Methodik machen mit diesem fast Prototyping, dass wir relativ schnell probieren können, bringt das was oder bringt es nix, und wenn wir das machen, dass wir dann auch sagen, jetzt mach es weiter, das kannst du reagieren, was sind, dass wir da Vorgehensweisen entwickelt haben, Techniken entwickelt haben, die kann man einbringen, aber es ist eben nicht nur KI, also einer unserer Kernkompetenzen ist das ganze Thema Cost Engineering.
Mit dem wir seit 88 hab ich 250 Fälle. Also mir ist es ziemlich egal ob es die Windräder sind oder die LED Lampen. Sind Host Engineering heißt ein geplantes Projekt. 2025% preiswerter machen, mit weniger Kosten zu produzieren, das ist ne Profession, mit der man das machen kann. Ne Profession ist das Thema Modularisierung, ja meine ich hab 85 das erste Buch über Modularisierung geschrieben. Erst macht man so lange drum rum. Natürlich haben wir das Patent für dieses Produktionssystem von Bayerntec bekommen, das modulare Produktionssystem gut, aber das ist eine Entwicklung jetzt über 2030 Jahre und dann die Anwender und natürlich haben wir auch woanders modularisiert, in ganz anderen Umfeld, ob das die
Türöffner sind oder ob das die Autos sind oder sonstige Sachen, wo wir eine Architektur entwickelt haben, war ein langer Lernprozess, zum Beispiel bei VW. Diese Modularisierung und Plattformen durchzumachen. Hatten sie mal hin und wieder auch so einen Heureka Moment wo sie sich irgendwas angeschaut haben und dann irgendwie outside of the Box irgendeine Idee hatten und das war's dann oder ist das immer so ein Etappen, Etappen, Etappen, Etappen, Etappen im Prinzip? Reden ja immer immer so gern von Quantensprüngen. Die Regel ist aber der Marathonlauf mit den kleinen, vielen Schritten okay manchmal gibt es solche aha Effekte. Die man sehen kann und was man natürlich auch machen kann, indem man die Einzelfälle
reflektiert und versucht ne Theorie draus zu machen, dann kann man durch die Anwendung von Theorie relativ schnell neue Wege gehen und unsere unsere Vorgehensweise ist ja geprägt immer durch ne Systematik und ne theoretische Fundierung und wenn wir das immer wieder drauf zurückführen ob das ne modalisierung ist, ob das Produktprogrammplanung ist, die wir. Mit Hilfe des Euklidschen Distanzmaßes machen, wenn ich das erzähle, sagen Sie auch, machen Sie jetzt Theorie? Nein, das ist eine ganz praktische Anwendung, eine Portfolioplanung analytisch zu durchdringen, mit erheblichen Konsequenzen, die man wirtschaftlich messen kann und auch nachweisen kann, dass sie erbracht werden. Also es sind immer wieder
theoretische Konzepte, es sind immer wieder Modelle, Tools, die Multiplizierbar sind, nehmen sie das Thema Produktklinik das. Dass wir jetzt 250 mal gemacht haben, das ist ne Profession gewesen geworden, das Ganze zu machen und man lernt unheimlich viel dabei und es ist die Lernkurve, hört nie auf, aber wenn ich heute hinkomme und sage, diese Kamera kann ich 20% preiswerter machen, dann sagt mir der Entwickler, hast du noch nie ne Kamera entwickelt, das interessiert mich auch nicht, ich entwickle diese Kamera 20% preiswerter und dafür ne Profession zu haben. Und dafür auch eine Vorgehensweise zu haben und dafür auch Leute mitzunehmen.
Nee, also wir machen gerade ein Projekt für Pasta Maschinen, das habe ich noch nie gemacht, diese Pasta Maschine macht 60 Tonnen Pasta in der Woche ja wie und das ist 4050 Meter lang, wie macht man die preiswerte? Wie geht man da dann vor? Schaut man sich dann Schritt für Schritt an? Wie wird die Pasta Maschine aktuell hergestellt und dann können? Können Sie das so quasi abgleichen? Schaut sich an, wie die Pasta jetzt hergestellt wird. Man macht ein funktionsmodell, man vergleicht die Lösung dieser Funktionen mit anderen technischen Realisierungen, man vergleicht den Wettbewerber und die größte Achtung vor den Leuten, die diese Maschine entwickelt haben, denn 4030 40% der Ideen für diese Verbesserung
kommt von den Leuten. Also muss ich die erstmal einsammeln, muss sie quantifizieren, aber das reicht ja nicht. Wo kommen die anderen 60 her, das sind Innovationen. Ich habe eine Idee, du hast eine Idee, beide haben wir 2, also solche Überlegungen spielen da eine Rolle, auch vom Grundsatz her und.
Die Leute, die bei ihnen arbeiten, bei TCW sind es dann primär also die, die ich bisher kennengelernt habe, sind dann Leute, häufig auch in der in der Promotion nach der Promotion. Nach der Promotion oder in der Endphase der Promotion, sie haben alle eine Doppelausbildung sind alle. Ingenieure und haben MBA und viele davon sind promoviert und in der Regel fangen die alle, die meisten, die nicht aus der Praxis kommen, fangen vorher an im Forschungsinstitut und machen ein 2 Jahre Forschungsprojekt. Jetzt hatten Sie vorhin auch kurz gesprochen über über andere Beratungen, die auch sehr erfolgreich sind, ohne so einen wissenschaftlichen starken Ansatz zu haben. Mit wem ich mir gut vorstellen
konnte, da hatten wir auch schon mal kurz gesprochen, den sie auch kennen. Roland Berger beispielsweise, der auch schon mal hier in dem Podcast war, gab es dann hin und wieder auch mal irgendwie für sie die Überlegung, das mit einem anderen Ansatz zu machen, machen sie manchmal auch Projekte gemeinsam mit anderen breiter aufgestellten Beratungshäusern? Ja, wir machen, weil der Kunde das wünscht, dass man Kooperationen macht.
Wir machen. Spezialthemen die anderen großen Beratungsunternehmen sind sehr viel breiter aufgestellt und haben natürlich vielleicht auch erfahrenere Leute, die da drin sind, die weniger mit Systematik, sondern mit Erfahrungswissen arbeiten. Aber mein Ansatz ist eben nicht, ich habe das schon 5 mal gemacht, ich mache das mit einer hohen Intelligenz, mit analytischen Werkzeugen an der ganzen Sache und kommen, das sehe ich ja im Wettbewerb, sonst bleiben sie nicht 30 Jahre im Wettbewerb, ich.
Und erfolgreich. Und und sage, ich komme zu anderen Lösungen, also die Leute, die zu uns kommen, sind eigentlich Leute, die eine Herausforderung haben, diese Herausforderung meistern wollen mit anderen wegen. Und die die aktuellen Herausforderungen in der bei ihren Kunden in der Industrie. Sie hatten es zum einen angesprochen. Schnelligkeit von vielen verschiedenen Informationen aktuell was was sind so die größten Herausforderungen, zum Beispiel von den Unternehmen, die sie beraten? Ist es die US Zölle, da die Unsicherheit zu haben wieviel man nach Amerika expandieren kann, sind das irgendwie Energiepreise?
Was man es generalisieren kann, ist es immer wieder seine Wettbewerbsvorteile zu suchen. Und die Wettbewerbsvorteile sind, einmal ist das ganze Thema Kostenmanagement, das andere ganz große Thema ist einpassen in den Rahmenbedingungen. Also ich habe, wir haben Aufträge wo wir Produktions roadmaps aufbauen, indem wir aus China rausgehen, nach Indien gehen, in Amerika aufbauen, Europa repositionieren, damit sie die Märkte local for local machen können, also das sind.
Große Simulationen, die man da machen muss. Aber es sind natürlich auch andere ganz konkrete Fragen. Da kommt jemand und sagt, ich habe eine Komplexität in meinem Produktprogramm, das kann ich nicht mehr handhaben, ich habe 30000 unterschiedliche Produkte, wie wie kann man das jetzt, wie kann ich meinen Markt bedienen mit 10000 ja, und dafür muss man einen Ansatz haben, der muss analytisch sein.
Und die die. Die Herausforderung quasi, die sie zum Beispiel beschrieben hatten vor vor 3040 Jahren, als sie angefangen hatten, war Japan ne der große Wettbewerber der deutschen Unternehmen. Sie sind es immer noch, die Japaner, oder sind es gerade eher dann die Chinesen von vor allem jetzt zum Beispiel Automotive?
Also es sind, weil die die Kostenposition der Faktoren wie Energie wie Personal liegen, einfach bei den Chinesen die Vorteile. Aber ich ich. Mein Optimismus kommt auf daher, weil zum Beispiel die Autoindustrie vor 30 Jahren abgeschrieben wurde. Die Japaner überrollen uns gut, womit haben wir geantwortet, wir haben damit geantwortet, dass wir analysiert haben, was die Japaner anders machen. Und sehr große Teile davon realisiert haben, aber damit nicht aufgehört haben, sondern jetzt mit Innovationen gekommen sind.
Und das hat ja wieder die Autoindustrie gestärkt und ich bin ziemlich sicher, in ein 2 Jahren wird genau das Gleiche der Fall sein, die werden mit einer Innovation kommen, und zwar nicht nur getrieben von den OE MS, sondern vor allem von den Zulieferern. Der zweite Punkt, man muss natürlich aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt, nehmen sie zum Beispiel an den Maschinenbau, der Maschinenbau in den USA ist beinahe 0 die. Die Japaner haben den Platt gemacht. Wir haben es nicht zugelassen, dass der Maschinenbau auch platt gemacht wurde von den Japanern.
Der Angriff erfolgt jetzt von den Chinesen, also wir müssen sehr genau aufpassen, dass wir zum Beispiel die Werkzeuge für Produkte für Fabriken noch bauen können, und ich glaube, das ist auch die große Kompetenz, also die nicht zuversichtlich stimmen, wir können nicht nur die Produkte, wir können auch die Fabriken herstellen und. Und in den vielleicht letzte Frage, so zum Thema KI in den Beratungsprojekten, wo sie jetzt gerade KI implementieren. Also ich hab mit vielen Beratungshäusern gesprochen oder auch Pride Equity Force, die dann nach und nach Digitalisierungsthemen bei ihrem Portfolio kommt, die es machen, da ist dann selten das Feedback OK, wir ersetzen damit irgendwie Arbeitsplätze, sondern ist eher
ne, die Leute werden dann halt noch mal produktiver, wir können irgendwie Sachen einsparen, aber es führt jetzt nicht so bisher zumindest zu dieser dystopischen Vorstellung. Dass dann alle Mitarbeiter überflüssig werden. Wie? Installiert Mitarbeiter schon ganz und gar nicht diese KI Geschichte und auch diese Automatisierung, die wir in letzter Zeit hatten, die geht nicht mehr davon aus, dass der wirtschaftliche Vorteil nur durch Substitution von menschlicher Arbeit durch dieses Invest in diese IT kommt, sondern die die Produktivität kommt daher, dass jetzt jeder, der Mensch und die Maschine oder die Anlage das. Die die Dinge durchführt, die von Vorteil sind und in der Summe ist eine hohe
Produktivität nur es ist blauäugig zu sehen, dass die Gesamtanzahl der Beschäftigten gleich bleibt, die nimmt ab dafür, und das kann man ja volkswirtschaftlich auch zeigen, gibt es eine ganze Menge an neuen Tätigkeiten, an Services, die man da anbringt, die auch wieder Beschäftigung bringen, und der Effekt ist leider über die Zeit nicht 0, sondern der Effekt ist manchmal auch negativ.
Das heißt, es könnte, sie würden schon sagen, es könnte schon auch sein, dass wir dadurch ne höhere Arbeitslosenquote haben. Es kann aber auch sein, dass neue Berufsfelder neue Bereiche entstehen, wo man diese Leute ihre Jobs verloren verlieren, dann größtenteils auch hin stiften kann. So ist es. Aber es sind halt anders qualifizierte und diese Friktionen zu managen, das ist schon ne ganz große Schule. Und auch diese Weiterbildung dann anzubieten ne den Leuten, wenn jetzt jemand nach 20 Jahren seinen Job verliert, dem dann auch diese stehenden.
Schauen Sie, es gibt Rahmenbedingungen. Ich habe noch in Erinnerung die Finanzkrise, da haben alle unsere Mitwettbewerber in Europa Leute entlassen. Wir haben im extremsten Fall Kurzarbeit gemacht, war teurer, die Lösung, die wir hier gewählt haben aufgrund der Bedingungen der Tarifpartner untereinander, war eine teure Lösung, nur als das wieder anzog, war. Da haben wir dreimal schneller als die anderen, die neue Leute einstellen mussten, ausbilden mussten und machen mussten. Deutschland hat nach der Finanzkrise 23 Jahre massivst von diesen Rahmenbedingungen profitiert. Okay das heißt ja gut, also es ist natürlich so, dass die Unternehmen jetzt überlegen müssen, machen wir klare Kosteneinsparungen, entlassen
wir die Leute oder versuchen wir, die selber Umzuschriften in andere Bereiche. Ich bin also ich bin wirklich gespannt. Sie sagen, Sie sind sehr zuversichtlich für Deutschland, für Europa, es gibt Herausforderungen, aber wir können auch innovativ das Ganze in den Griff bekommen, oder wir haben schlaue Köpfe.
Ich wurde schon häufig überrascht von Ideen, die meine Mitarbeiter produziert haben. Da hat mich immer sehr gefreut. Das ist ein gutes, gutes Schlusswort. Herr Wildemann, vielen, vielen Dank für Ihre Zeit. Gibt es irgendeinen Punkt, wo sie heute Vormittag vielleicht gedacht hatten, ja, das würde ich gerne im Podcast sagen, worüber wir noch gar nicht gesprochen hatten.
Dass sie, wenn man reflektiert, über das, was man getan hat, dann erzählt man natürlich immer die positiven Dinge und stellt die ganz groß heraus. Nur jeder von uns weiß, dass es nicht nur positive Dinge gab, dass es jede Menge negative Dinge gab. Die erzählt man ja nicht mit und ich frag mich immer, ob man die miterzählen muss um ne höhere Reputation höhere Glaubwürdigkeit zu haben und darauf muss man vielleicht auch achten.
Also es ist nicht alles, es glänzt nicht alles. Das sind dann Dinge, die sie mal angefasst haben, die gar nicht so funktioniert haben. Und auch ich hab mich, also nehmen Sie zum Beispiel an, wenn sie forschungsanträge stellen. Das ist ja, wir haben eine neue Idee, die stellen sie zusammen, dann reichen sie die ein, die wird beurteilt von den Kollegen, die merkt dann rum, dann verbessert man das noch mal, und am Ende kriegt man doch nicht das Geld und das, das muss man lernen, man muss lernen, mit solchen Dingen umzugehen, also auch mit Niederlagen umzugehen, oder ich will eine erwarte von einem Unternehmen, einen Auftrag, habe eine mündliche Zusage, am Ende entscheidet er sich doch anders, es ist
schmerzhaft. Und auch auch solche Sachen muss man lernen. Und das ist ein Prozess. Vielleicht kann man mit viel Erfahrung damit besser umgehen, das hoffe ich immer, aber es tut immer noch weh. Wenn sie so auf ihr Leben zurückblicken. Also ich sage mal beruflich und akademisch, dass sie da sehr, sehr erfolgreich waren, das ist, glaube ich, sehr, sehr augenscheinlich und. Wenn sie aber überlegen, ne, sie haben so viel Zeit auch mit der Arbeit, mit ihrer Beruf, mit ihrer Profession verbracht, sie hatten gesagt, sie hatten auch schon früh Familie, ihre Tochter ist jetzt ja auch im MMK, beispielsweise nach und nach in die Geschäftsführung übergegangen, gibt es manchmal Momente, wo sie denken, ja, gut,
ich habe vielleicht jetzt auch ein bisschen Sachen im Leben verpasst oder so, oder gibt. Es die, das sehe ich jetzt ja meinen Enkelkindern, dass ich viele Dinge verpasst habe und dass die. Kind, das jetzt hier meine Frau gemacht hat und ohne dieses und das ist das dritte Umfeld ohne eine familiäre Einbindung und auch Verständnis für diese Dinge kann man das nicht machen. Das ist nicht machbar.
Diese diese Art von Anspannung geht nicht, meine Frau hat den Töchtern gesagt, also am Sonntagvormittag müssen wir in die Kirche gehen, der Papa muss arbeiten. Das nimmt natürlich nicht jeder hin. Aber Ihre Frau hat es gut hingenommen. Ja, bin sehr froh darüber, ja. Ja, weil ich glaube, das ist auch noch mal eine Sache, wo dann auch viele junge Menschen irgendwie, ich sage mal ein 2 Jahre so, man sagt in der Generation locked in zu sein, das kriegt man gut hin, aber wenn es da über Jahrzehnte geht, da scheitern, dann, glaube ich, auch sehr, sehr viele, weil sie ihr dann bricht, das Privatleben auseinander, das hat dann natürlich, wenn da der Rückhalt wegfällt. Dann sorgt das auch dafür, dass
man den Job vielleicht nicht mehr so gut performen kann, sich da die ganze Zeit Gedanken machen muss und so weiter und sofort und ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, über den aber sehr wenige Leute auch so offen sprechen. Also ich habe das Gefühl, auch Personen, die irgendwie privat Probleme haben oder so, die man man will, das dann auch nicht unbedingt den Arbeitskollegen erzählen oder sonst was, ne.
Na ja, also es ist ungeheuer hilfreich, eine intakte Familie zu haben. Und ich bin sehr froh, dass es bei mir der Fall war. Dann wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie auf jeden Fall weiterhin ganz viel Gesundheit und alles Beste. Danke Herr Professor Wildemann, vielen Dank für Ihre Zeit. Die Website von TCW ihr LINKEDIN Profil einige Publikationen, wie zum Beispiel ihre Bücher verlinken wir gerne unten in der Beschreibung kann man als TU München Student bei ihnen auch aktuell noch Vorlesungen besuchen? Ja, man kann.
Man kann aber nicht mehr in der ganzen Breite. Es sind halt spezialvorlesungen, die ich mache. Also im Grunde genommen meine Spielwiesen, meine Forschungsdinge, die ich weitererzähle. Und das mache ich gern. Und schaut auf jeden Fall auch mal beim Münchner Management Kolloquium vorbei, findet immer einmal im Jahr im März an der TU München statt und jetzt auch dann in Heilbronn. Und auch dieses Jahr zum ersten Mal in Friedrichshafen, richtig? An der an der Privatuniversität in Friedrichshafen. Also auch mal an der Privatuni.
Dann ja bedanke ich mich vielmals bei ihnen auch vielen Dank für Eure fürs Zuhören und dann bis zur nächsten Folge. Danke für Ihr Interesse. Siemens VDOBMW alle sagten, Probier das was du dir da überlegt hast bei uns aus und wir messen das und wenn eine Mal haben die drüber geredet. Ja das funktioniert, das bringt der Folge.