
Staatssekretär des NRW-Finanzministeriums über Beamten-Karriere
Samstag, 27. Dezember 2025 · 1 h 16
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Shownotes
.In dieser Folge des Karriere Insider Podcasts spricht David Döbele mit Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Finanzministerium Nordrhein-Westfalens. Herr Günnewig gibt Einblicke in seinen Weg in den öffentlichen Dienst, die Arbeit im Ministerium und die Verantwortung, die mit einer Führungsrolle im Staat verbunden ist. Außerdem geht es darum, welche Fähigkeiten und Einstellungen für eine erfolgreiche Beamtenkarriere entscheidend sind, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen und welche Chancen der öffentliche Sektor jungen Talenten heute bietet.LinkedIn Dr. Dirk Günnewig: linkedin.com/in/guennewig/Karriereseite Landesministerium NRW: karriere.nrw/sucheMein SPIEGEL-Bestseller-Buch: nach-ganz-oben.de/?htrafficsource=organic&… Website: pumpkincareers.com/jetzt-hier-bewerben/?htraff… - Intro / Vorschau00:01:06 - Vorstellung & Karriereweg00:07:47 - Mittlerer, gehobener & höherer Dienst – Unterschiede & Zugang00:09:29 - Bundesland Bremen – Aufgaben & Erfahrungen00:14:48 - Einstieg in den öffentlichen Dienst – Motivation & Anlass00:16:41 - Kritik an Beamten: Bürokratie & Beschäftigung mit sich selbst?00:20:05 - Karriereentwicklung in NRW – Schritte bis zur Referatsleitung00:24:14 - Voraussetzungen & Ablauf der Verbeamtung00:25:43 - Wechsel in die Privatwirtschaft – wie flexibel ist eine Beamtenkarriere?00:26:22 - Leiter des NRW-Verkehrsministerbüros – Aufgaben & Verantwortung00:34:02 - Workload im öffentlichen Dienst00:34:58 - Wie man Staatssekretär wird – Aufgaben & Verantwortung00:42:57 - Führung im Ministerium vs. Führung im Unternehmen00:45:46 - Staatssekretär ohne Parteimitgliedschaft – geht das?00:47:24 - Einstieg im Ministerium – drei Laufbahngruppen00:48:26 - Verhandlungsspielraum im Staatsdienst – Gehalt & Urlaub00:49:43 - Vorurteile gegenüber dem öffentlichen Dienst00:53:49 - Voraussetzungen für eine Karriere bis zum Bundesfinanzminister00:54:44 - Richtungswechsel alle vier Jahre – wäre mehr Kontinuität sinnvoll?01:01:15 - Umgang mit Öffentlichkeit & Medien – wie stark steht man im Fokus?01:06:27 - Zentrale Zukunftsthemen in Finanz- & Steuerpolitik01:08:27 - Vergleich zu anderen EU-Ländern – ähnliche Strukturen oder große Unterschiede?01:09:15 - Weitere Fragen (Learnings, Freizeit, usw.)01:16:17 - Outro_____________________________________________Weitere hilfreiche YouTube-Videos:Der Karriere Insider Podcast: youtube.com/@KarriereInsiderPodcastINVESTMENT BANKER WERDEN (Guide): youtu.be/smtlWs5WPUM?si=nLG14-z-VNx0bk0fUNTERN… WERDEN (Guide): youtu.be/jLK24iLsGPM?si=5DlTJvVKLf1FhpnUDie besten Unis für den Bachelor: youtu.be/n-YSo8ss0KsDie besten Unis für den Master: youtu.be/fdKknPZzO4wALLE JOBS NACH DEM BWL-STUDIUM: youtu.be/D1Ssf6uAQlYALLE FINANCE JOBS nach dem BWL-Studium: youtu.be/6kD05whSvEU
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Komm, wir haben 33000 Mitarbeiter im Grunde der Währung der Finanzen genau 33000. Aber wenn sie jetzt vergleichen würden, wie Sie sich vorstellen, was so ein CEO von so einem 30000 Mann Konzern macht, würde es was machen. Ich glaube schon, dass das ziemlich vergleichbar ist, wenn. Sie sagen, man hat dann schon solche Leute, die total motiviert sind, mitzuziehen.
Und jetzt gibt es hier ein neues Ministerium, ein Ja, komm, Let's Go, mach mal. Aber dann hat es auch die Leute, die sich dann total querstellen und überhaupt nichts machen wollen. Haben sie sowas auch erlebt, oder? Haben Sie das immer anders wahrgenommen? Ist natürlich dann auch so, dass es ab einer gewissen politischen Ebene, da muss man ja auch wirklich sehr aufpassen, was man sagt, wie man was formuliert, da wird jedes Wort dann dreimal analysiert, und dann versteht man das so, und die einen verstehen das, so ist es auf ihrer Ebene auch schon so, dass sie jetzt auch wirklich sehr überlegen, was sie hier gerade in diesem Podcast sagen.
Ja, das ist auf Staatssekretärsebene auch der Fall, auf Ministerebene noch stärker, dass man sehr im Fokus der Öffentlichkeit steht. Geht und dann auch sehr kritisch natürlich beäugt wird, was man sagt. Dann Herr Günnewig, vielen Dank, dass ich heute die Zeit nehme für den Karrierezeiter Podcast. Wir fangen immer mit unseren Gästen ganz gerne an, nicht bei der aktuellen Position, sondern immer ganz gerne in der Schulzeit.
Holen Sie uns auch gerne mal ab, haben Sie ganz normal Abitur gemacht, wo war das und hatten sie damals schon gemerkt, OK, irgendwie Politik, Staatsdienst, das reizt mich. Ja, und deshalb vielen Dank, dass wir heute uns unterhalten können über Karrieremöglichkeiten auch in der Finanzverwaltung. Ja, bei mir ganz persönlich, ganz klassisch normale Ausbildung an der Schule, habe Abitur gemacht in Soest und habe in der Zeit eigentlich neben dem neben der Schule mich sehr stark mit Journalismus beschäftigt, also ich war der klassische freie Mitarbeiter von Kaninchenzüchterverein über Schützenfest bis hinzu Karnevalsveranstaltung über alles berichtet, und das war eigentlich auch das berufliche Ziel von mir, als ich gesagt
habe, ich möchte gerne Journalist werden, hab mich damals auch erkundigt. Was da gute Eingangswege wären. Auf der einen Seite das klassische Studium als Journalist, oder das wurde mir dann auch empfohlen. Von einer Journalistenschule. Studiere doch zum Beispiel Politik, Geschichte, Germanistik, um in dieses Berufsfeld dann auch sich hinein zu entwickeln, und das habe ich natürlich auch gemacht. Und dann im Studium auch irgendwie Praktika, so bei Zeitungen et cetera gemacht.
Ganz klassisch. Genau. Ich war ein ganz fleißiger Praktikant, also in jeden Semesterferien habe ich irgendwo ein Praktikum gemacht, auch von sag mal von der Nordsee. Über war ich noch in Chemnitz beispielsweise oder auch bei RTL hatte ich mal n Praktikum gemacht, also ganz viele unterschiedliche Bereiche über alle Medienformen hinweg, um einfach da auch Erfahrungen zu sammeln. Was mir besonders gut liegt, waren sie da auch schon parteipolitisch engagiert?
Nein, das war ich nicht, also jetzt gerade als Journalist war für mich persönlich es ganz wichtig zu sagen, ich bin in keiner Partei engagiert und da orientiert, weil ich auch über verschiedene Parteien dann berichtet habe, also neben den ganzen Kaninchenzüchtervereinen, also dem Klassiker. War ich natürlich auch bei Parteiveranstaltung, hab darüber berichtet und mir persönlich war da die Unabhängigkeit sehr wichtig. Jetzt sitzen sie aber heute nicht da, als irgendwie Chefredakteur vom Handelsblatt, sondern als Staatssekretär im Ministerium der Finanzen.
Wie kam dann der Switch, dass es doch nicht Richtung Journalismus für sie ging? Ja, also direkt nach dem Studium, nachdem ich mal Magisterabschluss gemacht hatte. Habe ich bei einem Institut angefangen, das sich mit Sicherheit und Informationstechnik beschäftigt hat, weil ich hatte vorher mein Studium dann auch im Studium immer stärker auf IT und Digitalthemen ausgerichtet, und da war es für mich auch wichtig, da weiterzumachen, weil ich meine Promotion noch gemacht hab, in einem Forschungsinstitut gearbeitet und dann ist immer dieser Klassiker dann eigentlich da, wenn man im Forschungsbereich unterwegs ist.
Ich hatte 2 Arbeitsverträge auf dem Tisch, original 2 Arbeits Verträge, der eine Arbeitsvertrag wäre gewesen in meinem Forschungsthema, zu dem ich promoviert habe, weiterzumachen am Forschungsinstitut. Und der andere war, dass ich von meinem damaligen Professor das Angebot bekommen hatte, sein persönlicher Referent zu werden, also in die öffentliche Verwaltung zu gehen und dort ihn dann zu unterstützen. Ich war damals auch der einzige Politikwissenschaftler, ich weiß gar nicht, ob es was heute überhaupt gibt, der im Fachbereich Mathematik gearbeitet, also ich war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Fach Mathematik, weil wir dann n interdisziplinäres Forschungsprojekt gemacht haben. Haben uns mit Sicherheit bezogen
auf urheberrechtlich geschützte Inhalte im Internet beschäftigt, also Mathematiker, Wirtschaftswissenschaftler, Politikwissenschaftler, Juristen, also ganz viele unterschiedliche Professionen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber ich hab gesehen, wieviel man eigentlich auch im Bereich der Verwaltung machen kann und hatte mich deswegen auch für diesen Arbeitsvertrag im Bereich der Verwaltung interessiert. OK, das heißt, das war dann Verwaltung, das heißt, ist das dann schon.
Sag ich mal. Da wird man vom Staat bezahlt. Am Ende des Tages genau ja, das ist wie NN Professor an einer staatlichen Universität, wird auch vom Staat bezahlt, wo ist dann aber der Unterschied zu Verwaltung versus sag ich mal akademische Karriere oder sag ich mal wissenschaftlicher Mitarbeiter, es klingt ja auch so n bisschen nach so einer akademischen Karriere. Genau das war so der Startpunkt dann auch. Allerdings hatte ich dann auch für die Verwaltung mich deswegen interessiert, weil das eben auch ein Bereich ist, der Wissenschaft unterstützt.
Auf der einen Seite Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Entwicklung, weil die ja dann doch n unterschiedliches Karriereprofil dann noch haben oder sich weiterentwickeln. Also sie schreiben Artikel, gehen auf Veranstaltungen, bearbeiten Projekte für verschiedene Mittelgeber, dann beispielsweise auch arbeiten in Sonderforschungsbereichen oder welche Dinge auch noch sie auch weiterbringen auf diesem Weg ihre wissenschaftliche Karriere weiterzuentwickeln und auch Weiterzuplanen.
Und auf der anderen Seite dann die Verwaltung als Unterstützungsbereich, die dann auch versuchen, ja, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler n gutes Umfeld zu geben, damit sie arbeiten können in ihrem Bereich. Und da hab ich mich eher gesehen und deswegen passte das dann auch sehr für mich. Hab dann auch anschließend noch NMBA Studiengang absolviert zum Thema Wissenschaftsmanagement, Mhm. OK, und da ist sag ich mal der der ne ich meine es gibt den Staat und der Staat hat verschiedene Unterorgane bisher et cetera.
Wer war dann in dem in dem Zeitrahmen ihr? Arbeitgeber oder für wen haben Sie da dann gearbeitet? Am Ende des Tages, also wem sollte das auch zugute kommen, ihre Arbeit. Genau, also ich war da in dem Bereich des Rektors, also das ist im Prinzip die Leitung, die kann man auch schon sagen, das ist mir so n Minister von einem Ministerium, also die Leitung von der Hochschule, und da war ich der persönliche Referent, hab ihn also unterstützt in seiner Tätigkeit, diese Hochschule dann zu führen.
Das war die TU Dortmund, TU Dortmund. TU Dortmund an der Ruhr Uni Bochum war ich zuvor. Wir haben dort war ich in einem ja Bereich eingesetzt wo wir n neues Forschungsinstitut gegründet haben, das war sozusagen mein erster Start ins Berufsleben, setzte auf auf dem was ich im Studium gemacht habe, damit ich mit IT Sicherheit beschäftigt und wir haben dort n Neues Institut für Sicherheit und Informationstechnik gegründet und dort hab ich dann auch den Professor, von dem ich gerade erzählte kennengelernt.
Der mit mir zusammen dann ein Forschungsprojekt eingeworben hatte, auf dem ich dann meine Promotionen dann auch bearbeitet. Hat ja, wenn wir das jetzt in privatwirtschaftliche Terminologie übersetzen würde, dann waren sie so Assistant to the CEO von der TU Dortmund, ja Mhm genau, und das haben Sie circa ein Jahr gemacht.
Ja, n bisschen länger als n Jahr, aber dann habe ich damals n Wechsel nach Bremen gemacht, einfach auch aus dem Grund. Meine Frau lebte in Hamburg, Hamburg, Bremen, das ist noch so ne Pendeldistanz die man gut hinbekommen kann. Und deswegen bin ich dann auch damals nach Bremen gewechselt und ich fand das auch hoch spannend, nach Bremen gerade zu gehen ist n kleines Land und dementsprechend hat man dann auch in so einer Funktion die ich da hatte n relativ breites Aufgabenspektrum und finde das eigentlich mal ganz gut am Anfang von einer beruflichen Entwicklung, dass man sich erstmal recht breit auch aufstellt.
Es gibt natürlich immer die Kolleginnen und Kollegen, die auf eine Fachkarriere aus sind, sich darauf konzentrieren und fokussieren, mir war aber immer wichtig, dass ich n bisschen breiter aufgestellt bin und deswegen passt da auch gerade so n kleines Land sehr gut. Ich war der Referent für Technikwissenschaften und Wissenschaftsplanung, und das war natürlich auch n extrem spannendes Feld, auch für jemanden, der Wissenschaftsmanagement dann als Schwerpunkt auch für sich sieht und.
Wer war dann da, der Arbeitgeber oder das? Da war das Land Bremen, das also Land Bremen. Genau. Was ist Referent? Also ist das ne, was ist das so ne Karrierestufe wie bei einer Investmentbank? Der Analyst oder Associate oder ist das ist das ne andere Bezeichnung? Ja, das gibt im Prinzip 3 Karrierebereiche eigentlich in der öffentlichen Verwaltung. Der erste Bereich, das ist das, was man macht, wenn man eine Ausbildung macht, man kann sie entweder bei der beim öffentlichen Hand dann auch ne Ausbildung machen, dann ist man sozusagen in dieser Karriere.
Entwicklung in der ganzen Laufbahngruppe 1.2, wo man dann auch entweder schon als fertiger Absolvent einer Ausbildung oder dann die Ausbildung beim öffentlichen Dienst dann auch machen kann. Dann gibt es die Menschen, die bei uns selber studieren, wir haben eigene Hochschulen, beispielsweise die Hochschule der Finanzverwaltung, und dort kann man dann auch seinen Abschluss machen, das sind.
Ja, in der Regel fachhochschulabschlüsse, da kommt man diese laufformgruppe 2.1, die auch wieder unterschiedliche Karrierestufen dann innerhalb dieser Verwaltungs Laufbahn und auch haben und da gibt es die Menschen, die n Hochschulstudium absolviert haben, das nennt man, nannte man früher Hörerdienst, heute heißt es laufformgruppe 2.2 und dann gibt es dort eigentlich auch wieder mehrere Stufen. In ministerialer Ebene fängt es an beim Referenten, das ist sozusagen die unterste Stufe, wenn man ein Hochschulstudium absolviert hatte.
Und dann geht es weiter, eben mit weiteren Positionen bis hin irgendwann Richtung, ja, abteilungsleitungen, das sind eigentlich die Sachen, die man dann in einem Ministerium üblicherweise dann macht. Staatssekretär ist dann häufig noch ein bisschen anders, von der Rekrutierung her und auch von dem ja, von der Entwicklung dahin, in dieses Amt hinein.
Und um das aber zu machen, muss man jetzt nicht irgendeine Partei angehören. Nein, das nicht. Also jetzt gerade in den Fachebenen da sind. Ja, Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster parteipolitischer Orientierung bis hin eben auch Menschen, die jetzt keiner Partei angehören. OK, das heißt, dieses Land Bremen war dann Ihr, sag ich mal, sie haben für das Land Bremen gearbeitet. Kann man, kann man das so sagen?
Ja, n Beamter ist politisch neutral. Unabhängig davon. Damals war der Minister, das nennt sich dann in Bremen Senator Willi Lemke. Willi Lemke, ehemaliger Fußballmanager von Werder Bremen. Der bei der SPD dann auch entsprechend verortet war. Ich selber mit einer anderen Parteiangehörigkeit also von daher ist das natürlich dann absolut unerheblich in diesen Funktionen.
OK das. Heißt dann es es kann dann sein, dass irgendwie alle 45 Jahre irgendwie dann die das Topmanagement sich wechselt, sozusagen genau aber die die Leute, die dann quasi in den Ministerien oder Referenten et cetera arbeiten, die werden dann nicht dann ausgetauscht und dann kommen die ganzen Leute von der neuen Partei.
Sondern die bleiben da weiterhin. Ja genau, es gibt meistens dann ein paar direkte Schlüsselpositionen. Wie beispielsweise Pressesprecher. Wer spricht dann für einen Minister ist natürlich dann auch oft naheliegend, dass dieser Mensch dann auch n entsprechenden ja Zugang dann auch zum Minister hat, aber in der Regel finden auch die natürlich innerhalb der Verwaltung ne neue Funktion.
Also ich hab in in Düsseldorf im Land Nordrhein Westfalen. Beispielsweise auch mal das Ministerbüro, geleitet von der Schulministerin. Das ist auch so eine Vertrauensposition und nachdem dann die Wahl verloren war, 2010 bin ich in die Fachabteilung gewechselt, hatte mich um schulisches Krisenmanagement gekümmert, also immer dann, wenn irgendwo in der Schule etwas passiert.
Wie beispielsweise Verkehrsunfälle oder andere Dinge. Dann war ich da dann auch tätig, also deswegen auch da ist man dann anschließend irgendwo in der Verwaltung wieder als normaler Beamter dann auch tätig. OK, und das was sie quasi da für Bremen gemacht haben als Referent der Bildungs und Wissenschaftsbehörde, was waren da dann typische Aufgaben?
Ja, das war auch recht breit gefächert. Also das Land Bremen hat sehr viele Forschungsinstitute, ich war da zuständig für die ingenieurwissenschaftlichen Forschungsinstitute. Das geht los dann vor allen Dingen auch mit einer, ja, Fachaufsicht, dann auch bezogen auf deren Tätigkeit. Man diskutiert über Haushaltsthemen beispielsweise prüft haben solche Themen oder wenn es um die Besetzung der Position an der Spitze dann auch geht, ist man da auch involviert in diesem in dieser Arbeit bis hin zur Entwicklung von Förderprogrammen in den Themen, für die man zuständig ist. Also es war recht breit gefächert, oder? Eine Aufgabe war damals auch ein neues Forschungsinstitut für Bremen einzuwerben, das aus der
Groß, also Großforschungsfinanzierung des Bundes dann auch kommt. Und das war beispielsweise 1 meiner Projekte, da hab ich mitgearbeitet daran, dass man ein neues Institut vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt nach Bremen bekommt. Bremen ist n sehr guter Raumfahrtstandort, deswegen war das auch naheliegend, vorher gab es sowas aber dann noch nicht. Ne, das haben Sie gemacht.
Von 25 bis 28. Ja, das heißt für 3 Jahre. Wie kann man sich da so einen typischen Arbeitsalltag und eine typische Woche vorstellen? Ist das super, individuell ist das ganz klar vorgegeben, das hört sich alles sehr breit gefächert irgendwie an, gibt es dann aber trotzdem irgendwer, der ihnen sagt, sie machen jetzt das, dann machen Sie das, dann machen Sie das, wie war das? Ja, also man ist eingebunden, also in der Funktion als Referent an einem Referat.
Also ein Referat ist dann. Immer die kleinste Organisationseinheit. Dann hängt es vom Land ab, die dann die weiteren Ebenen strukturiert sind, beispielsweise in Nordrhein Westfalen haben wir dann Gruppen, Gruppen sortieren dann mehrere Referate aus einem Themengebiet zusammen und darüber gibt es Abteilungsleitungen, die in der Regel 2 oder 3 Gruppen haben und dann kommt Staatssekretärin und Minister für den gesamten Behördenaufbau das ist, glaube ich, noch mal wichtig und es gibt, je nachdem was man macht, natürlich sehr unterschiedliche Eingangskanäle dessen, was man so zu tun hat, also.
Vielleicht das Beispiel auch in. Ja, vielleicht ist es ganz n schönes Beispiel, als ich in Düsseldorf im Schulministerium auf Fachebene war. Es war dann auch die Position danach ne ne, wobei ja genau direkt danach war das dann die Position. Weil da kann man es auch schöner beschreiben. Da war ich in einem Referat für Krisenmanagement zuständig, aber auch für politische Bildung und für Kirchenangelegenheiten. Da kommt natürlich sehr viel Post rein, die bearbeitet werden muss, die dann auch innerhalb von 6 Wochen in der Regel bearbeitet wird und dann in die Verwaltung hineingegeben wird, also in die nächsten Hierarchiestufen, je nachdem, wer Adressat ist.
Also schreibt beispielsweise. Ein anderer Minister, dem die Ministerin an. Dann sorgt man natürlich dafür, dass es über diese ganzen hierarchischen Stufen, die ich gerade beschrieben habe, die entsprechende Beantwortung eines Schreibens, das man bekommen hat, reinkommt oder in seinem Fachgebiet gibt es bestimmte Aufgaben, die zu erfüllen sind, eine Förderung beispielsweise oder eine Stiftung, die in Schule unterstützen möchte, dann setzt man sich mit diesen Themen an, das kommt sehr viel von außen rein, es gibt dann immer so eigentlich so einen Bereich, ich würde sagen, je nachdem, wo man arbeitet, der. Hat hat er n unterschiedlichen Anteil an dem Arbeitsvolumen, der vorgegeben ist, der
reinkommt. Aber dann gibt es daneben auch die Möglichkeiten, selber Impulse zu geben in dieser Position in Bremen, über die wir gerade gesprochen haben. Da kann man ja entweder nur darauf warten, dass eben bestimmte Arbeit einem sozusagen ereilt, oder man kann selber auch Dinge vorschlagen und das finde ich eigentlich das Spannende überhaupt in öffentlicher Verwaltung, dass man neben diesen Dingen, die abgearbeitet werden müssen, häufig einfach die Chance hat, auch selber Impulse zu setzen.
Dafür muss man nicht Staatssekretär sein, sondern jeder Referent, jeder Sachbearbeiter im Ministerium kann Impulse geben, auf Themen aufmerksam machen und dann auch im Haus dafür werben, dass man diesen Dingen nachgeht. War das von ihnen damals schon quasi eine bewusste Entscheidung? Ich möchte in diesen Staatsdienst reingehen, also dass das wirklich und falls ja, was war der Antrieb, oder sind sie da eher so ein bisschen so reingerutscht da durch den, durch, durch den Professor, wo sie mit dem sie da eng zusammengearbeitet haben und dann mir nichts, dir nichts, waren sie da in dieser Position drin. Nein, das war ne bewusste Entscheidung. Also das mit dem Professor, von dem ich gerade erzählt hatte, das war noch mal n schöner
Zufall, dass er rengdor wurde und ich dadurch die Gelegenheit hatte auch direkt leitungsnah zu unterstützen, aber meine erste Position war auch in der Ruhr-Universität in Bochum direkt in Verwaltungspositionen, also nach dem Studium bin ich bewusst dann auch da in die Verwaltung gegangen, weil ich da auch das Gefühl hatte n Beitrag leisten zu können und auch ne gewisse Breitenwirkung dann auch zu haben.
Also und das war eigentlich so mein Antrieb. Dinge auch mit verändern zu können oder zu beeinflussen, zum Positiven, also neues Institut gründen. Also ich find das total spannend und da dann auch so sein eigenes Engagement einzubringen und das ist auch was, was Staatsdienst ausmacht, also dass man einfach die Gelegenheit hat, Dinge zu bewegen, zu verändern, sich selber einzubringen mit eigenen Ideen, also ist nicht so, wie man das vielleicht.
Ja, so sehr rollschnittartig sich vorstellt, so auf dem Motto, Man kommt morgens zur Arbeit, hat da so einen Berg Arbeit auf dem Tisch liegen. Also früher noch mit Papier und abends ist dann auf der anderen Seite des Tisches der hohe Stapel, sondern es ist einfach davon geprägt, die natürlich in welchem Arbeitsmarkt erreicht man ist aber in der Regel ist das schon so, dass man so seine eigenen Impulse, seine eigenen Ideen auch mit einbringen kann und dabei dann auch mitwirken kann, was Sinnvolles zu tun für das Gemeinwesen.
Kritik, die man dann ja häufig irgendwie hört. Ist dass das ne Beamtentum ist irgendwie aufgeblasen? Wir haben den großen Beamtenapparat und das ist dann viel irgendwie, die einen müssen arbeiten weil es die anderen gibt und eigentlich die arbeiten sich gegeneinander quasi so ab die Sachen ab, aber der der normale Bürger, Steuerzahler, die Unternehmer, die profitieren gar nicht so wirklich davon.
Haben sie so solche Tendenzen auch irgendwie gesehen, können Sie das irgendwo nachvollziehen? Die sind sagt wir müssen Bürokratie abbauen. Oder ist das eine vollkommen falsche Vorstellung ihrer Meinung nach? Ja, also erstmal die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, die Leisten enorm viel. Also das ist schon zu beobachten, dass einfach extrem viel zu tun ist und die Kolleginnen und Kollegen sich da auch nach Kräften bemühen, möglichst gut die Dinge dann auch umzusetzen, sodass es dann auch für unsere Verwaltungskunden auch gut erledigt wird. Verwaltung ist über viele Jahre entstanden und vor allen Dingen. Gesetze sind über viele Jahre entstanden. Man kann es ja schon deutlich machen an dem Bereich der Steuergesetzgebung.
Man könnte auf der einen Seite mit pauschalen Arbeiten, dann würde es einfacher werden, auch in der Verwaltung, weil man müsste dann nur noch sich mit dem mit den einzelnen Pauschalen auseinandersetzen. Allerdings haben wir in Deutschland ein System mit einer hohen Steuergerechtigkeit, Steuergerechtigkeit im Einzelfall, also dass man versucht, rechtlich wirklich ganz viele Einzelfälle so abzubilden, dass es im Einzelfall dann auch gerecht wird, weil ne Pauschale. Glättet ja also so n Beispiel.
Was meinen Sie mit Pauschale, was meinen Sie mit Einzelfälle? Ja, also ne Pauschale ist beispielsweise wenn ich Werbungskosten ansetze, also Werbungskosten als Steuerzahler, dann kann ich jetzt entweder das ganz detailliert auflisten, ich habe diese und jene Positionen, die ich ausgegeben habe, 3,25€.
Vorbereitungskurs für den Berufseinstieg zum Beispiel solche Dinge. Oder man kann sagen, ich setze im Prinzip ne Pauschale an für meine Kosten, aber gehe jetzt nicht mehr genau nach, ob ich wirklich so viel bezahlt habe oder mehr dann bezahlt habe und ich glaube, das Macht natürlich auch wiederum Arbeit in den Finanzämtern, wenn man dann sehr detailliert überprüfen muss, braucht man einfach mehr Personal, als wenn man mit Pauschalen dann auch umgeht und so ist es in einigen Verwaltungsbereichen über viele Jahre gewachsen. Aber was ich jetzt zur Zeit beobachte, ist, dass gerade der Bereich Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung ganz hohen Stellenwert bekommt.
Auf Bundesebene hat Friedrich Merz ein neues Ministerium eingerichtet für Digitalisierung und Staatsmodernisierung das war vorher eigentlich in allen möglichen Ministerien verortet, diese Aufgabe aber nie so fokussiert, oder diese Woche wurde auch die Modernisierungsagenda der Bundes der der Länder. Als Ergänzung der Modernisierungsagenda des Bundes dann auch veröffentlicht, wo man auch wieder einen ganz besonderen Fokus darauf gelegt hat. Wie können wir eigentlich unsere Verwaltung noch effizienter ausstellen, wie können wir behördliche Tätigkeit auch da reduzieren, also dass man beispielsweise auch Planungen im Bereich Bau oder Genehmigungen deutlich beschleunigen kann. Und das heißt, Sie haben jetzt
nicht irgendwie sich bei der Arbeit dann regelmäßig gedacht? Ich, ich komme jetzt sogar nichts impactful sozusagen, sondern sie hatten schon immer das Gefühl, dass sie auch wirklich was für das Allgemeinwohl tun, für die Gesellschaft et cetera. Ja, definitiv. Also das finde ich auch ein ganz starker Antrieb, weil das hat man, egal in welchem Bereich einer Verwaltung man arbeitet, man tut was fürs Gemeinwohl, man tut was für die Gemeinschaft und versucht natürlich auch, seine Dinge dann möglichst gut zu machen. Mhm so, dann waren sie quasi in in NRW. Ja, und für nachdem sie in Bremen waren für noch mal circa 4 Jahre und dann wurden sie stellvertretender Referatsleiter.
Das ist dann die nächste Hierarchiestufe. Kann man das so sagen? Ja, so die. Also es war so, ich bin jetzt seit 2007 in Nordrhein Westfalen die ganze Zeit beim Land Nordrhein Westfalen angestellt, nur dort in unterschiedlichen Funktionen, aber ein Referent ist, wenn man jetzt ein Hochschulabschluss hat.
So der Einstieg in einem Ministerium. In anderen Verwaltungen sieht das noch mal ganz anders aus, also bei uns beispielsweise in der Finanzverwaltung, wenn man da als Hochschulabsolvent hinkommt und arbeitet, in einem Finanzamt oder in unseren anderen Behörden, ist man direkt Führungskraft, als Referent ist man erst einmal Mitarbeiter in einem Referat, als stellvertretender Referatsleiter vertritt man den Referatsleiter oder die Referatsleiterin und Referat ist quasi so die nächste Karrierestufe, dann in der weiteren Entwicklung. OK, und dann waren sie quasi stellvertretender Referatsleiter europäische Forschungs und innovationspolitik. Hat man darauf dann auch.
Haben sie da dann auch aufgebaut auf ihre bisherigen Erfahrungen, also ist das auch n verwandter Bereich sozusagen also auch weiterhin so dieses Forschungs. Bildungsentwicklungsthema ist genau, also ich hatte, das war damals immer so, ihr Thema, quasi das genau das ist eigentlich vom Studium weg, also über die beiden Universitätspositionen über das Land Bremen nach Nordrhein Westfalen und Schulministerium, anschließend im Wissenschaftsministerium, das war eigentlich immer mein Fokus, bis zu dem Zeitpunkt, und ich bin dann anschließend in den Landesrechnungshof gewechselt.
Hatte mich beworben für den Bereich Schule, also dass man da dann auch wieso ne externe Revision dann auch tätig ist. Allerdings in dem vorstellungs Gespräch hatte mich die damalige Präsidentin rausgezogen. Aus diesem in dieser Gruppe hat mir angeboten, ob ich ihr Prüfungsgebiet als Referatsleiter bearbeiten möchte und da dann Aufgaben der Prüfung von Staatskanzlei, Landtag und Fraktion übernehmen möchte, plus die Funktion des Pressesprechers.
Und das war für mich natürlich auch wieder reizvoll, weil ich mir ursprünglich gestartet bin dabei, dass ich in den Bereich des Journalismus gehen wollte und fand dann diese Verknüpfung auch hochspannend und deswegen bin ich damals in Landesrechnungshof. Gewechselt war das dann auch schon, diese erstverknüpfung Richtung irgendwie Finanzministerium. Genau das war auf jeden Fall hilfreich dafür. Also die Erfahrung dann auch mitzunehmen. Aber auch in den anderen Tätigkeiten gibt es immer wieder auch Berührungspunkte zum Thema Haushalt, weil wir haben Jährlichkeit von den Haushalten, da geht es dann auch darum, bestimmte Haushaltsmittel zu verwalten und zum anderen auch für bestimmte Themen zu werben,
damit die in den Haushaltsverhandlungen dann auch entsprechend mit Geld hinterlegt werden. Mhm und so n typische dieser Beförderungszyklus oder wie das abläuft, wie man da auf die nächste Karrierestufe kommt et cetera. Ist das Fest vorgegeben? Ne, dass man sagt, alle 34 Jahre gibt es irgendwie n karriereentwicklungsgespräch und dann wird geschaut wo wo ist was frei kommt es von einem selbst auf, gibt es irgendwie n internes Jobboard wo man sich bewerben kann hat man meistens irgendwie ne tolle Mentorin die einen dann n bisschen so hochzieht wie wie läuft es typischerweise ab oder ist es total individuell? Das ist sehr unterschiedlich, auch in welcher Verwaltung man ist und wie man da aus vorgeht.
Also jetzt bei meinen. Persönlicher Lebenslauf ist jetzt nicht so ganz typisch dann dafür, weil ich doch sehr häufig die Behörden gewechselt habe, immer der klassische Fall ist. Ja, man bewirbt sich bei einer Behörde und viele bleiben auch sehr lange bei einer Behörde. Es gibt ne hohe Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Ministerien beispielsweise, aber auch da bewirbt man sich jedes Mal, also bei jeder Position bis zum Landesrechnungshof, da hab ich mich auch jeweils dann beworben darum und war dann normalen Auswahlgesprächen und hab mich darüber dann weiterentwickelt.
Es gibt auf der anderen Seite den Weg innerhalb eines Ministeriums. Wir haben da ein sehr gutes Beurteilungssystem, also auch in der Finanzverwaltung, insbesondere, wo man dann auch regelmäßig beurteilt wird. Alle 3 Jahre mitarbeitergespräche einmal im Jahr. Bei diesen Mitarbeitergesprächen geht es auch ganz wesentlich auch um die eigene persönliche Entwicklung, und das ist eigentlich auch eine der Stärken in der Verwaltung, das ist, wenn man gerade in einer Verwaltung bleibt, ein sehr nachvollziehbares System auch ist, wie man dann auch in die weiteren Führungspositionen dann auch hineinwachsen kann. Und in der Zeit sind sie auch verbeamtet. Ich bin in Bremen damals verbeamtet worden, genau da waren sie da waren.
Sie, wie lange beim Staat beschäftigt, beschäftigt. Also in Bremen war ich glaub ich knapp n Jahr beschäftigt und hab davor ja auch über das geschätzt so 5 Jahre im öffentlichen Dienst auch gearbeitet. Dieses verbeamtet werden, ist das etwas, das ist so optional. Man kann sagen, ich will verbeamtet werden, ich oder ich will nicht oder ist das so passiert das automatisch? Es kommt davon darauf.
Es hängt davon ab, in welchem Bereich man arbeitet. Also in der Polizei beispielsweise ist man verbeamtet. Als Finanzbeamter ist auch der Beamt die Verbeamtung der Regelfall. Allerdings haben wir auch eingestellte in unterschiedlichen Bereichen bei uns und der Beamtenstatus hat viele Vorteile für einen persönlich, aber auch für den Arbeitgeber. Also zu den Vorteilen gehört auch kein Streikrecht, was dann natürlich als Mitarbeiter vielleicht dann auch nicht als Vorteil für den Arbeitgeber ist.
Genau das ist n ganz klarer Vorteil für den Arbeitgeber. Aber auf anderen Seite geht damit auch einher, eine besondere Verantwortung des Arbeitgebers, also er elementiert also, unterstützt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr stark, dass sie auch da n Gutes auskommen miteinander haben. Und der Beamtenstatus sichert dann auch für die staatliche Funktionsfähigkeit insbesondere in solchen Situationen wie Streiksituationen, dass die Funktionsfähigkeit in den Bereichen, wo man sich für Beamte entschieden hat, dann auch weiter gewahrt ist.
Also ich habe es nie bereut, Beamter zu werden, einfach weil das auch noch mal eine Form sag mal der engen Bindung an den Staat dann auch ist. Wäre dann aber ein Wechsel in die Privatwirtschaft grundsätzlich möglich gewesen, aber jetzt irgendeine Stiftung gesagt hätte, wir suchen hier wen. Wir wollen irgendeinen reicher Stifter, will Bildungsgerechtigkeit fördern und der Sucht einen CEO von der Stiftung oder so.
Das hätten sie schon auch machen können, oder ist das dann hat man dann so ein Agreement unterschrieben, dass man für immer Beamter. Bleibt nein, man kann natürlich aus dem Beamtendienst auch ausscheiden, dann gibt es auch da entsprechende Verfahren dafür. Allerdings ja, ist auch mal die Frage, was ist dann nachher noch spannender als in der öffentlichen Verwaltung arbeiten zu können? OK, das heißt, dann waren weitere Stationen. Also man kann ja im Internet ihren ihren Lebenslauf sehr transparent nachlesen, die waren dann diese Pressesprecher, Referatsleiter, dann waren sie Leiter des Ministerbüros im Ministerium für Verkehr des Landes NRW. Was ist das also, das hat jetzt ja nicht mehr so viel mit Bildung zu tun, oder?
Genau das war also im Prinzip vom Landesrechnungshof ja schon ausgehend. Dass dann so der Bildung wissenschafts Schwerpunkt dann auch nicht mehr ganz im Fokus von mir stand und. Ich bin eigentlich in der Entwicklung bis zu dem Zeitpunkt Landesrechnungshof immer gependelt zwischen Führungspositionen oder führungsnahen Positionen. Also hab im Stab gearbeitet oder ich bin in die Fachebene dann gewechselt und dazwischen bin ich immer so n bisschen gependelt und beim Landesrechnungshof war das ja auch sehr stark stabsorientiert dadurch dass ich Pressesprecher war ja 2017 ist Hendrik Wüst Ministerpräsident geworden und der hatte mich dann gefragt ob ich sein Ministerbüro leiten möchte.
Und ich hatte ja auch Vorerfahrungen, weil ich früher schon mal im Schulministerium entsprechend ein Ministerbüro geleitet hatte, und das war für mich natürlich auch ne ganz spannende Tätigkeit, einfach auch dann nach einer gewonnenen Wahl daran mitzuwirken, dieses Ministerbüro aufzubauen. Man muss ja natürlich dann auch da sehen.
Dass man dort auch eine Zusammenarbeit mit dem bisherigen Haus dann auch realisieren muss und besonders spannend fand ich auch, dass das ein neu gegründetes Ministerium war, also die Zuständigkeit für Verkehr war vorher in einem anderen Ministerium verortet, dass wir ganz viele weitere Themen zuständig waren, und da haben wir, da dieses Ministerium neu aufgebaut, und das fand ich extrem reizvoll, diese Tätigkeit dann zu übernehmen. Ich mein, Ich will sie jetzt nicht in die Lage versetzen. Schlecht über ihre Kolleginnen oder Kollegen zu sprechen, aber wenn sie sagen, man hat dann schon, wie es bei den meisten Großunternehmen auch ist, solche Leute, die total motiviert sind, Mitzuziehen, und jetzt gibt es
hier n neues Ministerium und ja komm, Let's Go, mach mal, aber da hat es auch die Leute, die sich dann total quer stellen und überhaupt nichts machen wollen, so n Schnitt der Gesellschaft hat, haben sie sowas auch erlebt oder haben Sie das immer anders wahrgenommen? Also es gibt natürlich. Nen Schritt durch die Gesellschaft, also kann man dann auch nachvollziehen natürlich, aber ich hab schon den Eintritt von hohen Anteil an sehr veränderungsbereiten und auch motivierten Kolleginnen und Kollegen haben, sei es im Verkehrsministerium oder auch jetzt vor allen Dingen jetzt in der Finanzverwaltung. Also wir setzen aktuell n großes Modernisierungsprogramm um, wo es auch um Veränderung im
Bereich der Strukturen und Prozesse, in der Serviceorientierung der Finanzverwaltung für Nordrhein Westfalen geht, und man kennt das beim Change Management eigentlich immer so den. Anfang muss immer so n de freezing machen, also dass man erstmal die Strukturen irgendwie bewegt und dafür überzeugt, dass man verändern muss, aber nicht so in der Finanzverwaltung, sondern da kamen ganz viele Impulse überhaupt zum Ändern aus der Verwaltung selber heraus und das finde ich eigentlich sehr spannend.
Also gerade die Finanzverwaltung n riesen Fan von der Finanzverwaltung, weil die einfach so orientiert ist auf Veränderung, auf anpassen und besseren Service dann auch für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Also von daher hab ich eigentlich immer nur n sehr positives Bild von Verwaltung gesammelt.
Wenngleich es natürlich in allen Bereichen, allen Lebensbereichen immer diejenigen gibt, die voll mitziehen. Oder auch diejenigen, die da vielleicht nicht ganz so viel Spaß. Dran haben. Ja, ich freue mich auf jeden Fall gleich noch mehr über ihre aktuelle Tätigkeit zu sprechen, davor hatten wir noch mal 2 Stationen. Ja, also sie waren dann quasi da Leiter des Ministerbüros von diesem neu gegründeten Ministerium für circa ein Jahr ja.
Ein bisschen mehr, ein halbes Jahr. Wir hatten in der Zeit auch ein Konzept entwickelt für eine neue Fachabteilung in diesem Ministerium. Und da haben Sie dann rein gewechselt. Dann bin ich rein gewechselt und hab die auch vorher mit konzipiert und da ging es um die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Entwicklung der Mobilität, weil vorher war dieses Ministerium sehr klassisch auf Infrastruktur ausgerichtet, also landesstraßenbau oder auch bundesstraßenbau oder die verschiedenen Themen rund um Flughäfen, Wasserstraßen und solche Dinge.
Und Henrik Büß war es sehr wichtig und auch der Landesregierung damals, dass man einen Bereich der Digitalisierung auch schafft, der sich mit den Chancen der Digitalisierung für eine bessere Mobilität beschäftigt. Und das fand ich extrem hochspannend und für mich war es natürlich auch wieder toll, etwas neu aufzubauen, also wie ich vorher an diesem neuen Institut mitarbeiten durfte, einmal in Bremen und auch in Bochum, war das wieder so ne Gelegenheit, ein Thema so aufzustellen, dass es zukunftsfähig aufgestellt ist. Wir haben unter anderem in der Zeit verhandelt, ein easy Ticket.
Man kann das ja früher, dass man oder kennt man immer noch, dass man so Waben hat. Also man braucht so n Tarif Abitur, man muss ehrlich genau damit auseinandersetzen, welches Ticket brauche ich eigentlich um in einer Stadt von A nach B zu kommen. Dieses Easy Ticket kennt man so ähnlich wie bei den Fahrdienstleistungen, man bucht sie mit dem Handy ein, zahlt ne geringe Grundgebühr und bucht sich wieder aus am Zielort und das was dazwischen stattfindet wird dann anschließend abgerechnet nach Luftlinientarif und deswegen ist natürlich viel einfacher für Bürgerinnen und Bürger so ne volle Sache, genau und dann soll ich mich.
In Stuttgart bin ich aufgewachsen, VVS oder so heißt das, glaube ich dort. Da gab es dann diese 3 Zonen, und ich habe so in dieser Endhaltestation gewohnt und 2 Stationen weiter war dann die nächste Station, immer wenn man irgendwie ne Viertelstunde fahren wollte, hat man genauso viel gezeigt wie wenn man ne Dreiviertelstunde gefahren ist, weil halt diese Zonen so im Kreis waren und du bist halt einmal. Musst du diese 3 Zonen bezahlen, dann konntest du aber. Also ne, aber ich musste immer nur eigentlich bis zum Anfang dieser ersten Zone fahren, aber das war dann egal. Ja ja genau und das versuchen wir eigentlich damit dann auch n bisschen gerechter dann auch zu machen und das neue Ideen entwickelt man dann irgendwie
und sagt Komm genau das machen wir jetzt, dann diskutieren wir mit den jeweiligen Ja unternehmen oder auch das sind kommunale Unternehmen oder auch Unternehmen die dann für Mobilitätsdienstleistung zuständig sind, mit denen diskutieren wir das und verhandeln wir dann auch solche Sachen. Jetzt kann man natürlich irgendwie Ideen umsetzen, die sind.
Kostenintensiv und Ideen, die sind nicht so kostenintensiv. Wie geht man dann davor? Gibt es dann irgendwie ein ein Budget, was man ausschöpft oder nicht ausschöpft oder oder hat da. Der Chef ne, der Staatssekretär oder so. Dann kann man sagen in welchen welche Abteilung er das Budget reingießt wie wie sieht das aus?
Gut, dafür werden Haushaltsverhandlungen geführt. Das Budgetrecht, das liegt beim Parlament, also das ist ganz klassisch im Landtag, beispielsweise auf Nordrhein westfälischer Ebene, wie auch in allen Bundesländern. Verortet. Die Landesregierung legt einen Entwurf für den Haushalt vor, schlägt also vor, in welchen Bereichen investiert wird. Da gibt es mal einen so einen Bereich, der relativ vorgegeben ist.
Das sind die Sachen, wo wir zum Beispiel Personalausgaben haben, die Menschen sind da, die müssen bezahlt werden, oder es gibt die Bereiche, wo es gesetzliche Vorgaben gibt, bestimmte Dinge zu machen, also beispielsweise im sozialen Bereich gibt es bestimmte Vorgaben, und dann gibt es den Bereich, der nicht, der nicht festgelegt ist. Und genau in diesen Bereichen.
Wirbt man dann für unterschiedliche Vorhaben? Da gibt es ja auch Dinge, die natürlich längerfristig laufen. Aber es gibt auch immer wieder die Möglichkeit, in so Haushaltsverhandlungen neue Ideen einzubringen. Mhm. OK, ja, OK, das kann ich mir schon vorstellen, dass das dann reizt, weil man dann echt viele Sachen auch realisieren kann. Wie groß war dann das Team, was sie da geleitet hatten? Das müssten so um die 50 Menschen gewesen sein, die wir da aufgebaut haben, also zum Teil aus den unterschiedlichen Bereichen des Ministeriums, aber auch sehr viele neue Personen konnten wir da aufbauen.
Und wir hatten da einfach auf verschiedene Möglichkeiten Dinge, die was kosten zu machen, aber auch dafür zu sorgen, diesen Bereich zu organisieren, indem wir Leute an den Tisch gebracht haben, sie versucht haben, für bestimmte Ideen zu gewinnen, beispielsweise im Bereich der Multimodalität, also der Verbindung von unterschiedlichen Verkehrsträgern, sodass man ja unterschiedliche Verkehrsträger kombinieren kann, um von einem Ort zum anderen zu kommen, was ja häufig ansonsten ne Stärke vom Autoverkehr ist oder war.
Dass man aber dann auch öffentliche Verkehrsmittel kombinieren kann, von den kleinen E Rollern Elektrorollern, die man in vielen Städten sieht, über ÖPNV bis hinzu Leihfahrradsystem oder ähnlichem. OK, und die Arbeitsbelastung so in dieser Zeit war das ne. Ist das ne 35 Stunden Woche ist das total individuell abhängig ist das schon sehr, wird da sehr schlau geachtet wie man arbeitet. Genau wird schon darauf geachtet wieviel man arbeitet, ist auch eine Führungsaufgabe darauf zu achten und wir achten dann auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie mit ihrer Aufgabenfülle auch klar kommen und ja gut, das hängt natürlich auch immer dann von einem selber ab. Also wir haben ein meistens so
ein Gleitzeitsystem sich das, also dass man schon mal Überstunden machen kann, die aber auch wieder abbauen kann das oder dass es auch da verschiedene Modelle gibt, so dass die Kolleginnen und Kollegen da auch eine hohe Sicherheit haben und. Und das ist, glaube ich, auch eine der Stärken auch der öffentlichen Hand, dass es für den Arbeitnehmer auskalierbar oder überhaupt erwartbar ist, was von ihm erwartet wird und dass man aufgabenspitzen dann auch wieder abfedern, abbauen kann.
Okay, und dann haben Sie das noch circa 3 Jahre gemacht und dann kam die erste Position als Staatssekretär. Genau das ist dann so das es geht immer noch höher, aber das ist dann schon eine ziemlich hohe Position, weil es klingt auf jeden Fall ziemlich hoch. Genau, also Abteilungsleitung ist der letzte. Beamte, der auf Lebenszeit Beamter ist, auf Landesebene und als Staatssekretär ist man ein Beamtenverhältnis, wo man auch in den Ruhestand versetzt werden kann, beispielsweise wenn politische Farben wechseln.
Und deswegen ist das schon erstmal so n Schritt als Beamter sich zu überlegen ich Wechsel in diesem Bereich. Aber Staatssekretär ist der Behördenleiter, der dafür zuständig ist, den Minister bei seiner Arbeit bestmöglich zu unterstützen und auch das Haus mit zu organisieren. Für den Minister beziehungsweise für die insbesondere für die Verfolgung der politischen Zielsetzung für die Regierung gewählt. Ist OK, jetzt sind Sie seit 222 Mitte 222 Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes NRW. So.
Wer hängt also, wem hängen sie also, wer ist dann ihr Vorgesetzter und wer ist noch über diesen Vorgesetzten in Deutschland? Ja, also wir haben einen Föderalismus, deswegen gibt es denn keinen Vorgesetzten. Vom Ministerpräsidenten fangen wir einfach erst mal oben an, Ministerpräsident ist der oberste Repräsentant oder der CEO vom Land Nordrhein Westfalen, und da drunter ist dann der Minister neben den anderen Ministern.
Einer von den von der nächsten Führungsebene und unterhalb von der Ministerebene sind Staatssekretäre. Und dann kommen die Abteilungsleitungen und die Dinge spricht. Der Finanzminister des Landes NRW ist sozusagen ihr genau direkter Vorgesetzter. Mein direkter Vorgesetzter ist der Minister. Ja, und? Sind Sie der einzige Staatssekretär oder hat gibt es mehrere Staatssekretäre?
In unserem Ministerium bin ich der einzige Staatssekretär. Auf Bundesebene gibt es immer mehrere in einem Ministerium. Und in auf Nordrhein westfälischer Ebene ist der Regelfall ein Staatssekretär oder eine Staatssekretärin Plus ein parlamentarischer Staatssekretär. Gibt es aber nur in der gesamten Landesregierung ein.
Also so betrachtet sind sie quasi in der dritthöchsten Hierarchiestufe im Lande NRW. So kann man das sehen. Ja, Mhm. Und jetzt haben die gesagt, dass es quasi, man kann auch in den Ruhestand versetzt werden. Das heißt, falls jetzt die SPD, wann sind die nächsten? 2027 im Mai. Also noch 2, anderthalb Jahre genau, und dann würden sie ziemlich sicher.
Wenn jetzt sag ich mal rot, grün oder so an die Macht kommen würde, dann würden sie ziemlich sicher nicht mehr der Staatssekretär sein. Also müsste natürlich dann der Ministerpräsident, der Ministerpräsident entscheiden. Es gab auch Fälle, wo dann Staatssekretäre weiterhin beschäftigt wurden, so beispielsweise 2005 bis 2010 in Nordrhein Westfalen. Finanzministerium, das ist nicht der Regelfall. Und was würden Sie dann also, was passiert dann? Typischerweise würde man dann wieder in 1 der Ministerien runtergehen oder geht es dann gar nicht mehr? Ja, das wäre ein sehr ungewöhnlicher Schritt, dann wieder in das Ministerium hineinzugehen. Allerdings gehe ich ja fest davon aus, dass 2027 der Wähler eine entsprechende Entscheidung
fällt. Aber das werden wir sehen, wenn es so weiter. Ist OK, das heißt, es ist dann schon auch sehr, sehr wichtig sozusagen für so eine Partei, die an der Macht ist, dass die ganzen Personen, die sie in die hochrangigen Positionen versetzt, dass die auch wirklich einen sehr guten Job machen, dass die Bevölkerung das Gefühl hat, OK, hier tut sich was. Und um damit, dass sie auch ihre ihren Job weiterhin behalten können, sozusagen.
Ja, wenn man das ist unser Anspruch, gute Politik für Nordrhein Westfalen zu machen, und das ist das entscheidende und danach hinter findet man sich selber dann irgendwann wieder. Also erstmal das Land und dann schaut man nach der Person und dann findet man immer irgendwas, denke ich mal. Wie alt sind Sie?
Ich bin aktuell 50. 50 ist das so das typische Alter, oder damals waren sie dann. 47 circa 46, wo Sie zum ersten Mal Staatssekretär wurden, ist das so. Durchschnitt ist das. Hoch individuell also kann man gar nicht so sagen. Also ist jetzt auch nicht altersabhängig. Der jüngste Staatssekretär. Bei uns aktuell. Ich meine in den Dreißigern ist der Mensch also mitte 30 Ende 30 OK, also ich weiß zumindest auch, dass der heutige Chef der Staatskanzlei, also in jungen 30er Jahren dann auch in diese Funktion gekommen ist.
N wunderbaren Job da macht. Wie sieht so eine typische Woche von ihr aus? Montags bis freitags, ja, reicht diese Woche gerne. Sehr gerne, also montags, dienstags sind eher so die Gremientage kann man sagen, aber es gibt nicht so die typische Woche, das ist ganz schwierig zu sagen, also Montage gibt zum Beispiel die Staatssekretärskonferenz, dass immer die Vorbereitung der Kabinettssitzung, die dienstags stattfindet, Kabinett, das sind die Ministerinnen und Minister, die Staatssekretärskonferenz bereitet die Kabinettssitzungen vor, versucht auch kritische Dinge erst einmal zu klären, bevor dann im Kabinett die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden und.
Das ist der Regelfall und der Versuch und dem vorgelagert sind dann auch Ressortabstimmungen auf Fachebene. Ressortabstimmung zwischen den Kabinettreferaten das ist auch der Leitungsstabsbereich, der das dann versucht, das ist im Kern so der Montag, daneben spielt sie an so einem Montag auch noch ganz viel weiteres ab, aber das ist dann auch wieder hochindividuell, das kann man gar nicht so an dem Wochentag festmachen. Die Dienstage, die sind immer auch geprägt von Besprechungen im Landtag mit den Parlamentariern. Es gibt Fraktionssitzungen von der regierungstragenden Fraktion, da gehen dann auch normalerweise auch Staatssekretärinnen und Staatssekretäre hin, wir haben Arbeitskreise, die regelmäßig
stattfinden, die anderen Wochentage, das hängt dann auch mal davon ab, in welcher Woche man gerade ist. Mittwochs beginnt schon mal dann der die Plenarsitzung, die gehen dann meistens 2, manchmal auch 3 Tage. In der Plenarsitzung kommen dann die Parlamentarier zusammen und da werden dann Anträge oder andere Dinge behandelt und immer dann, wenn das dann mit dem eigenen Geschäftsbereich zu tun hat, dann ist man da auch vertreten.
Als Staatssekretär hat man kein Rederecht im Parlament, setzt hinter den Minister und versucht ihn zu unterstützen, aber der Minister ist dann auch das Sprachrohr für die Landesregierung. Und da gibt es donnerstags beispielsweise auch Ausschusssitzungen von Zeit zu Zeit, einmal im Monat, wo man dann bezogen auf den eigenen Tätigkeitsbereich noch vertiefter mit Abgeordneten der unterschiedlichen Parteien, dann auch oder in der unterschiedlichen Fraktionen, besser gesagt dann sich austauscht zu verschiedenen Themen.
Und ansonsten? Also heute war ich in einem Finanzamt vor Ort, hab mit den Kolleginnen und Kollegen mich ausgetauscht. Das ist mir persönlich auch sehr wichtig und der Minister ebenso, dass wir viel vor Ort sind, weil wir unter wir setzen gerade ein Modernisierungsprogramm, um ein sehr umfassendes Modernisierungsprogramm, was bei Struktur und Prozessen, bei der Serviceorientierung, bei der Mitarbeiterbindung und Gewinnung, bei der Digitalisierung ansetzt, und das ist uns wichtig, sehr viel mit unseren Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Wir haben 33000 Mitarbeiter. Und dem Ministerium der Finanzen nur Ministerium der Finanzen. Genau 33000 davon sind so grob 27000 Menschen in der Steuerverwaltung und die anderen sind dann noch in weiteren Verwaltungsbereichen und deswegen ist für uns aber extrem wichtig, auch mal vor Ort zu sein. Wir kommen natürlich über die verschiedenen Hierarchiestufen der Organisation auch mal sehr gut natürlich n Bild über die Lage, aber es ist manchmal ganz interessant mal zu hören, wenn man ein Projekt auch beschreibt vor Ort, wie es denn ankommt, wie ist das in der Lebensrealität der Beschäftigten, das ist uns ganz wichtig. Wir haben auch so ein Format, beispielsweise direkt zu Beginn der Legislaturperiode gestartet.
Das nennt sich frag den Staats, er fragt den Staatssekretär und er kann mir jeder Mitarbeiter aus unserer Verwaltung eine Frage stellen und bekommt eine Antwort in der Regel per Video, dann nehmen wir alle paar Wochen ein Video auf, das wird dann über unser Intranet allen Kolleginnen und Kollegen bereitgestellt, weil das ist uns sehr wichtig, also diese Besuche vor Ort man eben auch einen Teil meiner Arbeit, ein gremientätigkeiten ich leite beispielsweise einen Verwaltungsrat unseres Bau und Dienschaftsbetriebs und.
Oder auch bin im Aufsichtsrat des Duisburger Hafens aktiv. Werde immer von sehr guten Kolleginnen und Kollegen auf diese Sitzungen dann auch vorbereitet und unterstützt dabei, interne Rücksprachen zu den unterschiedlichsten Themen, wo wir gemeinsam überlegen, wie wir mit bestimmten Themenstellungen dann auch umgehen, intern also sehr facettenreich und der Tag ist eigentlich als Staatssekretär immer sehr durchgetaktet. 33000 Mitarbeitern nur in dem Bereich.
Das ist dann natürlich schon, also. Gibt es gar nicht mal so viel CEOS oder so, die auch 33000 Mitarbeiter hier in Deutschland sitzen haben? Wie würden Sie sagen, wo liegen so die Hauptunterschiede in ihrem Job oder auch in dem, was sie machen, wie sie vielleicht das auch führen im Vergleich zu das ich mein, Sie waren jetzt nicht CEO von einem Privatunternehmen ne, aber wenn sie jetzt vergleichen würden wie Sie sich vorstellen was so ein CEO von so einem 30000 Mann Konzern macht würde es was sie machen. So also ich mein der CEO von so einem 30000 Mann Unternehmen, der sitzt auch viel in irgendwelchen Meetings, Sport, Meetings und so weiter das hört sich so n bisschen an wie das was sie vorhin erzählt haben,
aber was sind sonst würden Sie sagen es sind so Unterschiede oder wenn Sie sagen das ist vielleicht sogar ziemlich. Vergleichbar. Ich glaub schon, dass das ziemlich vergleichbar ist, also dass man auch an beiden stellen ne sehr motivierte Mannschaft hat, mit der man dann auch zusammen versucht Dinge zu bewegen.
Wir haben ja dann ja auch nicht gerade dann irgendjemanden, dem wir sag mal so Rechenschaft ablegen müssen im Sinne von, dass man Gewinn erzielt. Sondern wir müssen Rechenschaft ablegen, ob wir gute Dinge, sinnvolle Dinge machen, gute Politik machen für die Menschen und alle 5 Jahre wird überprüft, ob wir das gut machen. Ist vielleicht für NCEO vergleichbar, der muss sich ja dann auch jeweils seinem Aufsichtsrat oder anderen Gremien dann auch stellen.
Und so ist es bei uns eigentlich auch. Also von daher würde ich die Unterschiede gar nicht so groß sehen, sondern man möchte ja einfach Dinge voranbringen und möchte entweder Unternehmen voranbringen oder in unserem Fall, wir wollen das gesamte Land voranbringen, mit Unternehmen gut arbeiten können im.
Vergleich zu anderen Bundesländern wie an welcher Reihe von Einwohnern und so weiter ist NRW? Ja, Nordrhein Westfalen ist das einwohnerstärkste Land, also uns. Dementsprechend auch die Behörde am größten. Weiß ich gar nicht, hab ich noch nicht so verglichen. Also gut, wir sind größer als Bremen als Behörde, aber ansonsten.
Und das ist durchaus so, sag ich mal, wenn man Deutschland ans Herz anschaut, eine der, wenn ich sogar die genau größte, größtes Land sozusagen alleine, weil es am meisten Mitarbeiter hat. Ja, genau. Und wir arbeiten auch als Länder jetzt gerade als Finanzverwaltung sehr gut zusammen. Wir entwickeln beispielsweise Software gemeinsam, und das auch schon etabliert seit 20 Jahren. Und es gibt da auch eine sehr enge Zusammenarbeit, also alle 2 Wochen telefoniere ich mit meinen Staatssekretärskollegen, die sich auch um Digitalisierungsthemen kümmern, beispielsweise um unsere Digitalisierungsstrategie weiter umzusetzen.
Also da haben wir auch eine sehr hohe Management Attention gerade auf dem Thema. Staatssekretär Kollegen heißt Die Staatssekretär von den anderen Ministerien erstmal von anderen Bundesländern. Ach so, also natürlich auch Staatssekretär, der vom Finanzministerium der anderen genau also da arbeiten wir eng zusammen, wir treffen uns auch regelmäßig dann um bestimmte Themen, die.
Länderübergreifend relevant sind abzustimmen. Daneben gibt es dann die Staatssekretärsgremien dann innerhalb des Landes Nordrhein Westfalen, wo wir uns dann auch immer über Schnittstellenthemen dann auch austauschen und gerade als Finanzverwaltung ist man ja in sehr vielen Themen auch involviert, immer dann, wenn es um Geld.
Geht und könnten sie diesen Job auch machen oder wären Sie da rangekommen, wenn sie jetzt nicht parteipolitisch engagiert wären? Oder ist das schon sehr, wäre das sehr die Ausnahme. Also das wäre schon eine Ausnahme, glaube ich, wenn ich jetzt auf das schaue, was ich von Erfahrungen von anderen Staatssekretären und Staatssekretären haben, dass es häufig ne Passung gibt, also hinsichtlich der Werte und der Ziele, die einem wichtig sind.
Also man unterstützt ja auch einen bestimmten Politikstil, für den ja auch eine Regierung gewählt ist. Aber mal, das ist jetzt auch, gibt es auch natürlich die. Kolleginnen und Kollegen, die dann vielleicht auch unabhängig von der politischen Orientierung in diesen Ämtern ist, sind aber die der Regelfall ist das eigentlich, und wie ist es dann mit den der Austausch mit den Staatssekretär Kollegen, die ja anderen Parteien angehören, gut, die haben natürlich auch andere Koalitionsverträge beispielsweise, also politische Programme, mit denen sie umgehen, aber gerade im Bereich der Finanzen habe ich den Eindruck, dass wir da sehr ähnliche Zielsetzungen dann auch haben und gerade im Bereich der
Steuerpolitik. Gibt es natürlich auch, da wieder unterschiedliche Schwerpunkte, aber bei der Umsetzung von der Steuerpolitik beispielsweise, da sind wir eigentlich alle immer gleich aufgestellt, weil bundespolitisch werden die Steuergesetze gemacht und die Länder kümmern sich darum, diese auszuführen, also die Landesverwaltung kümmern sich darum, Bundesrecht anzuwenden, und dementsprechend sind wir gerade bei diesen Themen wie beispielsweise Softwareentwicklung gemeinsam unterwegs und da gibt es dann eher fachliche Unterschiede in den Zielsetzungen, aber weniger jetzt politische Farbenüberlegungen. OK und bei Ihnen quasi im Ministerium. Wenn man da anfangen möchte, gibt es quasi die Wege, die Sie vorhin vorgestellt hatten.
Man macht eine Ausbildung, man macht ein Ministerium, integriertes Studium oder man macht ein externes Studium, steigt dann als externer und als Referent, dann in dem Fall. Ein genau, man bewirbt sich ganz normal jetzt gerade in der Finanzverwaltung rekrutieren wir sehr stark darüber, dass unsere. Ja, Schulabsolventen dann zu uns kommen und dann entweder ne Ausbildung machen, wir haben ne eigene Landesfinanzschule oder bei uns n Studium machen, da kann man sogar in einem Schloss studieren das wir haben und dort versuchen wir die Kolleginnen und Kollegen dann auch erst einmal in diese Themen hinein zu bekommen. Ansonsten haben wir auch Juristinnen und Juristen, aber auch andere Fachrichtungen, wo
wir Menschen, die jetzt schon einen Hochschulabschluss haben, dann bei uns auch in die Verwaltung aufnehmen. Und dabei auch sehr gut unterstützen. Also mal als Jurist muss man nicht der Steuerjurist sein, der dann auch in der Steuerverwaltung anfängt, sondern wir freuen uns über jede und jeden, der bei uns anfängt oder die bei uns anfängt und werden dann die so unterstützen, dass sie in diese Fachlichkeit auch hineinkommen.
Wieviel Individualität hat man bei so? Den sage ich mal, Rahmenbedingungen des Jobs. Ich denke jetzt an irgendwie Urlaubstage, Gehalt et cetera, also soweit ich es verstehe ist ja das Gehalt. Diese Versoldung ist öffentlich einsehbar und da hat man wahrscheinlich nicht viel Verhandlungsspielraum, oder?
Genau OK. Also das ist sehr erwartbar, aber das finde ich auch wiederum. Es ist auch sehr transparent, das finde ich auch sehr positiv, dass man auch bestimmte Dinge dann auch annehmen kann, wie sich das entwickeln kann. Es hängt natürlich auch sehr stark von einem selber ab, inwieweit man leistungsbereit und das dann. Auch ja ansonsten so Urlaubstage hat auch jeder das gleiche genau OKOK jeder, jeder, also jeder wird quasi das gleiche auf der gleichen Position.
Im gleichen Land genau oder ist oder ist auch der Staatssekretär der Finanzen in Bremen, für die das Gleiche wie sie? Das weiß ich gar nicht, das ist der verdient. Aber hab ich noch nie nachgeschaut. Aber gut, das kann man aus dem Haushalt ablesen. Oder ist es Länder? Spezifisch wieviel welche Position für also die Besoldung, das ist auch Landesrecht.
Also wir verhandeln im Bereich der Tarife gemeinsam mit mehreren Bundesländern, also die Tarife für Angestellte, aber das, was dann für Beamtinnen und Beamten gilt, das ist dann wiederum in Länder Hoheit auch zu verorten. Was denken Sie, sind so die größten Miss Conceptions oder Vorurteile, die so junge Leute gegenüber mit.
Sag ich mal Finanzverwaltung oder allgemein, da Berufseinstieg, Karriere et cetera haben. Ja, ich glaube, das hauptsächliche Vorteil verurteilt, dass es nicht gibt. In der Verwaltung ist, dass man sehr eintönige Tätigkeiten hat, dass man ja sag mal sehr monotonen Arbeitsalltag hätte oder dass man auch wenig Möglichkeiten hat, zu dem Motto, Man fängt irgendwo an und dann bleibt man da bis zur Rente, sondern das ist ganz anders, also in der Verwaltung hat man so viele Möglichkeiten, unterschiedliche spannende Dinge zu machen, alleine in der Finanzverwaltung. Wenn man bei uns dann diese Ausbildung absolviert hat, man kann dann ganz klassisch in den Bereich der Veranlagung gehen. Das sind die Dinge, dass man
Steuererklärungen bearbeitet, dann kann man bei uns beispielsweise im Bereich des Landesfinanzkriminalamtes arbeiten, also das ist das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität, wo es dann auch um größere Fallkonstruktionen gibt, mit denen man umgeht, man kann in die Betriebsprüfung gehen, die großen Konzerne Betriebsprüfung bei uns an der Schule als Dozent oder Dozentin tätig sein, an der Fachhochschule genauso. Daneben gibt es auch ganz viele weitere Möglichkeiten, dann auch in den unterschiedlichen Verwaltungen. Also man sieht es an meinem eigenen Lebenslauf, ich habe so viele unterschiedliche Dinge machen können, die mich jedes Mal ja sehr interessiert haben und mir das Gefühl gegeben haben, dass ich auch was
Sinnvolles tun mit meiner Arbeitszeit, also das sind eigentlich so die Punkte, dass man, glaube ich, da gar nicht so richtig von außen oft sieht, wie viele Möglichkeiten der eigenen Entwicklung man hat und auch ja persönlich in solchen Teams zu arbeiten, also beispielsweise Finanzverwaltung, was mir immer wieder gespiegelt wird, dass es sehr stark, auch familiär ist, dass man sehr stark unterstützt wird, auch in.
Unterschiedlichen Lebensphasen was man beispielsweise bei einigen Unternehmen nicht so gut hinbekommt wie beispielsweise im öffentlichen Dienst. Dass man mit Teilzeit auch ein bisschen mehr spielen kann, je nachdem, in welcher Lebensphase man ist. Wenn man gerade in einer Lebensphase ist, wo man als Vater oder als Mutter mit Kindern mehr Zeit verbringen kann, geht man auf Teilzeit.
Wenn dann immer die Kinder aus dem Haus geht sind, geht man wieder hoch und das ist ganz normal innerhalb der öffentlichen Verwaltung, dass man sehr stark auch den Mitarbeiter unterstützen möchte, dass er in seinem Leben ein gutes Umfeld von seinem Arbeitgeber auch bekommt oder was wir. Jetzt auch beobachtet in vielen Unternehmen, die rufen mir jetzt auch wieder die Leute zurück ins Haus, weniger Homeoffice und solche Dinge, wir machen das ganz bewusst, dass wir die Leute unterstützen, auch Homeoffice nutzen zu können, wir werden das also zumindest als Finanzverwaltung Nordrhein Westfalen nicht zurückdrehen, weil ich glaube, das ist auch mit einem Faktor der Attraktivität der öffentlichen Verwaltung, wir stellen uns
lieber darauf ein, dass wir Kolleginnen und Kollegen gut führen, wenn sie im Homeoffice tätig sind, und dafür gibt es auch ganz viele Programme, es gibt gute Fortbildungsprogramme. Unsere Kollegen, die jetzt beispielsweise als ja, Mitarbeiter nach einem Studium reinkommen, die durchlaufen dann auch Talentförderprogramme, je nachdem, welche Stärken sie auch mitbringen. Oder wir haben ein strukturiertes Leadership Programm, da bekommt man über einen längeren Zeitraum ganz spezifische Unterstützung, dass man sich auch als Führungskraft weiterentwickelt.
Also das ist eigentlich auch, glaube ich, eine der Stärken des öffentlichen Bereichs, dass man sehr stark auch unterstützt wird in seiner persönlichen Entwicklung oder wenn man bei uns ein Fachhochschulstudium macht. Ja, unterstützen die Kollegen dann auch in den höheren Dienst weiterzukommen, also dass sie dann auch da mit Förderprogrammen unterstützt werden, genauso auch die Leute, die ne Ausbildung gemacht haben, dass die das Schaffen in die.
Und Kategorie zu kommen. Die Menschen, die ein fachhochschul Studium absolviert haben. Also es gibt Durchlässigkeit zwischen diesen Bereichen und es kommt eigentlich nur darauf an, wenn man leistungsbereit ist. Spaß daran hat, sich in der Verwaltung zu engagieren, dann macht man seinen dich von ganz automatisch.
Kann man auch als Externer rein, also passiert es auch regelmäßig, dass irgendjemand in der Wirtschaftsprüfung irgendwie ein paar Jahre gearbeitet hat, dann keine Lust mehr hat und dann. Genau das gibt es auch. Wir haben auch Menschen, die aus Kanzleien zu uns kommen, wo die Sagen, das ist nicht deren Lebenskonzept in einer Großkanzlei, auch da entsprechend tätig zu sein, sondern was Kalkulierbareres haben möchten, was auch sehr gut, dass eine der Stärken eine Sicherheit vermittelt.
Auch wer bei uns eine Ausbildung oder ein Studium macht, damit anfängt, der kann davon eigentlich fast sicher ausgehen, dass er dann auch anschließend arbeiten kann bei uns. Also deswegen, das glaube ich, beruhigt auch viele Menschen, gerade in der heutigen Zeit glaube ich, diese Sicherheit vermittelt zu bekommen von einem Arbeitgeber, der zu den Mitarbeitern steht. Jetzt war ja ihre Karriere immer sehr auf Landesebene. Wenn man jetzt Finanzminister von Deutschland werden möchte, gut, dann muss man Berufspolitiker auch sein, oder, oder, oder, nicht unbedingt.
Es gibt also bei Ministerinnen und Ministern beides. Also es gibt viele, die dann eher politische Karrieren hinter sich haben. Landtagsabgeordnete, Bundestagsabgeordnete, Minister auf Landesebene waren und dann in diese Position gehen. Der Minister Wildberger ist ein schönes Beispiel, der vorher bei Saturn und Media Markt tätig war als CEO, der ist Minister dort geworden, aber diese Durchlässigkeit ist auch gerade das, was uns wichtig ist, dann auch hinzubekommen, aber gerade in diese Ministerposition ist es häufiger anders. Grundsätzlich wäre das aber für sie, also wäre das auch möglich, dass sie beispielsweise auch mal Staatssekretär im. Bundesfinanzministerium werden könnten, ja. Also theoretisch denkbar ist so
was, aber ich hab Wasser Nordrhein Westfalen okay. Das heißt, ihr, ihre Traumvorstellung wäre, dass quasi ihre Partei noch viele Jahre lang die Landtagswahlen gewinnt und sie dann wirklich gestalten können, weil das denke ich mir halt immer so, man der, der die, die die moderne Demokratie, wenn man da irgendwie alle 4 Jahre so ein Richtungswechsel irgendwie hat. In den wenigsten Unternehmen gibt es dann ja alle 4 Jahre ein komplett neues Topmanagement und das Macht so. Wir machen jetzt erstmal alles Stopp was das die da vorhin gemacht haben, machen in die andere Richtung so ne, das ist dann immer so ein bisschen Wackel, wackel ist das ist das so etwas wo sie sagen OK ne das.
Das ist vielleicht so n bisschen so auf dem Top Level, da spielt dann ne andere Musik, aber eigentlich die Mitarbeiter in der in der Verwaltung und so weiter die die Rumoren fleißig weiter und es geht schon immer weiter oder haben sie schon so das Gefühl OK das Beste für n Land jetzt mal unabhängig von der Meinung, dass sie natürlich der Meinung sind, dass ihre die wirtschaftliche Richtung die Ihre Partei macht das das Beste ist. Würden Sie sagen es wäre schon besser wenn halt eine Partei mal für ne.
Lange Zeit durchregiert, damit man mal eine eine Sache wirklich langfristig verfolgen kann. Hansa Demokratie Halt ist für extrem wichtig, dass wir sehr regelmäßig hinterfragen, ist die Regierung das, was auch unsere ja Bevölkerung möchte und deswegen sind Wahlen extrem wichtig, dass wir die auch in dieser Taktung haben alle 5 Jahre, das ist oder auf Bundesebene alle 4 Jahre, das sind beides Zeiträume, mit denen man gut arbeiten kann. Es gibt natürlich bestimmte Bereiche, die auch ne Konstanz haben und dann immer wieder die Möglichkeit auch Anpassungen zu machen, so dass dann das auch entsprechend der Erwartung der Bevölkerung dann auch umgesetzt wird. Also ich glaub auch nicht, dass
die Erwartung der Bevölkerung so stabil ist, dass man jetzt sagen konnte 10 Jahre ist n guter Zeitraum oder etwas und wir versuchen das bei einigen Projekten auch so zu machen. Dass wir dafür auch sehr breiten Konsens versuchen zu bekommen, also unsere Modernisierungsstrategie stellen wir regelmäßig auch vor im Landtag, wenn wir einzelne strategische Projekte umsetzen wollen, berichten wir darüber, uns aber auch wichtig ist, dass das, wenn es gerade um Struktur und Prozessveränderungen geht, nicht nach einer Landtagswahl konkret in Frage gestellt wird, sondern ich sag mal, das, was das Betriebssystem des Staates, die Verwaltung ist, dass das stabil sein kann, dass man darauf dann auch gute Politik
aufsetzen kann. Das ist, glaube ich, auch noch mal wichtig. Also dass auch da die Verwaltung hat eine hohe Stabilität, wie Verwaltung arbeitet oder dass man auch Verwaltung modernisiert, um sie weiterzuentwickeln, das machen wir gerade sehr intensiv, dass wir die Verwaltung zu modernisieren und die Programme, die dann darauf laufen, dass die anpassbar sind, also das wie ein Betriebssystem mit den Programmen, die dann auf diesem Betriebssystem laufen, und deswegen ist es auch wichtig, dass Verwaltung so stabil ist wie sie das ist.
Ich könnte mir halt vorstellen, dass das. Dass man schon ein paar Sachen implementieren könnte, die vielleicht in 1020 Jahren richtig gut wären, die dann aber kurzfristig weh tun. Na, ich mein keine Ahnung jetzt, wenn man abnehmen will, dann ist es kurzfristig ein Pay ne, aber langfristig geht es einem dann besser.
So bittere Medizin, Schluck und so weiter ne, das Sprichwort können wir alle. Es ist natürlich 45 Jahre trotzdem sehr sehr lange Zeit, aber wenn ich mir das so immer überlege, zum Beispiel die aktuelle Bundesregierung, sondern die kommt dann an die an die Macht und dann haben alle anderen Parteien sagen, die ganze Zeit haben irgendwas zu meckern und dann muss ja eigentlich diese Bundesregierung das wirklich schaffen und das sieht man ja auch bei den Amerikanern, ne müssen die es ja wirklich schaffen innerhalb von mindestens 2 Jahren. Allerspätestens 3 Jahren müssen wirklich alle merken, es geht mir besser.
Ansonsten wähle ich die ab und wähle die nächsten so, das heißt, das wäre etwas, was mich zum Beispiel, wo ich immer denken würde, ah, ist es nicht total undankbar, da in der Politik zu sein, weil du musst ja eigentlich dann immer dir Sachen überlegen, wo die Leute das auch sehr kurzfristig schon spüren, obwohl man vielleicht sich auch denkt, ah.
Eigentlich müssten wir das machen, aber damit vergraulen wir dann die Wähler, weil das werden sie erst in 10 Jahren merken. Und bis dahin haben sie uns dann abgewählt und dann kriegen wir es nicht umgesetzt. Ist das also ist das so NNN realer Gedanke, den man auch durch den sie auch durchaus hatten, dass sie sagen, ja, eigentlich würden wir gerne jetzt das Thema mal machen, aber das das kriegen wir halt nicht umgesetzt und deshalb müssen wir irgendwie so n Zwischending irgendwie fahren.
Oder ist es meist eher nicht so der Fall? Ja, also es gibt natürlich unterschiedliche Laufzeiten von politischen Vorhaben, kurz, mittel und langfristige Vorhaben. Was mir persönlich mal sehr wichtig ist, dass wir auch die langfristigen Projekte angehen, das meint ich auch gerade mit der Verwaltungsmodernisierung.
Also die Projekte, die wir da gerade umsetzen, das sind keine, die jetzt von heute auf morgen umgesetzt sind. Also wir haben dieses neue Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität jetzt über 2 Jahre gegründet, haben da 1000 Menschen in eine neue Struktur hinein gebracht, also die unterschiedliche Ämter haben wir im Prinzip integriert.
Und das sind so Dinge, die wirken auch sehr langfristig. Und das sind auch Sachen, da muss man natürlich dicke Bretter bohren, aber gerade das ist auch die Aufgabe von Politik oder jetzt auch bei der Staatsmodernisierung da sind Dinge bei, die keine kurzfristigen politischen Erfolge darstellen, wo man aber das Gefühl hat, man tut das Richtige auf die lange Strecke hinaus, also das ist ja auch n ganz starker Antrieb von Politik, dass man Dinge langfristig auch anpassen möchte, man möchte ja ne gute Politik machen für Kinder, für die Enkel.
Und dazu gehört es dann einfach auch, sich an politische Vorhaben Ranzuwagen, die einfach ne längerfristiger Natur sind. Also deswegen, diese Mischung macht es, glaube ich, dass Bürgerinnen und Bürger sehen, es tut sich was zum Guten, genauso auch wie Unternehmen das sehen müssen, weil auch da Wirtschaft ist ja auch zu einem gewissen Teil Psychologie, dass man für die Wirtschaft etwas macht, wo sie das Gefühl haben, dass die Rahmenbedingungen so passen, dass sie bereit sind zu investieren, und dafür ist natürlich auch die Stabilität wichtig, dass man auch deutlich macht, das ist nicht nur eine.
Aktivität für einen kurzen Zeitraum, sondern für einen langen Zeitraum. Das meinte ich gerade auch in unserem Modernisierungsprogramm. Ich werbe dann zusammen mit unserem Minister, insbesondere unserem Minister, dafür, dass dann auch der politische Mitbewerber das unterstützt, dass man bestimmte Strukturen und Prozesse anpasst, weil ich möchte meinen 33000 Kolleginnen und Kollegen nicht zumuten, dass wir jetzt eine Struktur. Anpassung machen einem bestimmten Bereich wie bei diesem Landesamt und anschließend kommt dann nach 5 Jahren ein anderer politischer Mitbewerber möglicherweise in diese Rolle, das dann entscheiden zu können und sagt dann, wir machen wieder 10 Ämter daraus. Also deswegen, das ist einfach
wichtig, dass man da auch parteiübergreifend fraktionsübergreifend dann für bestimmte politische Programme wirbt und gerade verwaltungsmodernisierung ist etwas, was ein dickes Projekt ist, was man langfristig angehen muss, und deswegen ist es wichtig, dass man da auch Unterstützer bekommt. Die nächste Sache, die mich persönlich auch interessieren würde.
Wo ich mir auch, wo ich dann auch irgendwie überleg. Ja, so ist das nicht n bisschen n undankbarer Job, so dieses Thema im Licht der Öffentlichkeit stehen Presse und die anderen Parteien ne ich mein also was ich halt so an dem parteipolitischen System immer n bisschen. Schwierig finde oder sehr schwierig, mir das vorzustellen.
Finde da wirklich an der an der Entscheidung zu stehen, mit der einen Entscheidung macht man den einen was Gutes und den anderen was schlechter, so ne also das das ist halt so das das so ist es ja ganz logisch das was für die einen besser ist, für den anderen schlechter ne also wenn wir sagen hier so die Steuern oder so die Steuern oder so die Steuern ne da den einen geht es dann immer die einen sagen nee das sollten wir andersrum machen also man kann es ja nie allen Recht machen so und dann.
Ist natürlich dann auch so, dass es ab einer gewissen politischen Ebene, da muss man ja auch wirklich sehr aufpassen, was man sagt, wie man was formuliert, ne, dem Herrn Merz wird dann teilweise wirklich, da wird jedes Wort dann dreimal analysiert, und dann versteht man das so, und die einen verstehen das, so ist es auf ihrer Ebene auch schon so, dass sie jetzt auch wirklich sehr überlegen, was sie hier gerade in diesem Podcast sagen, oder sagen Sie so n so n Staatssekretär, der der ist jetzt noch nicht, der ist jetzt noch nicht auf der Bildtitelseite wenn ich hier irgendwie mal was leicht missverständliches sag und auf welcher Ebene ihrer Erfahrung nach aus Ihrem Netzwerk wird das
wirklich auch ein ziemlich anstrengender Teil so vom vom Alltag und auch vom privaten Alltag, ne, weil das hat ja dann schon auch massive Einflüsse auf das Privatleben, wenn man da irgendwie in einer beschimpft wird, auf Social Media und was weiß ich, womit man sich ja schon ab einer gewissen Höhe als Politiker auch abgeben muss. Genau.
Ja, das ist auf Staatssekretärsebene auch der Fall, auf Ministerebene noch stärker, dass man sehr im Fokus der Öffentlichkeit steht und dann auch sehr kritisch natürlich beäugt wird, was man sagt. Also ich hoffe, ich hab heute in dem Podcast hier auch keine Dinge erzählt, die dann auch vielleicht irritieren könnten oder die man dann wieder einordnen muss, weil das ist ja auch häufig der Punkt, dass dann Dinge vielleicht anders verstanden werden, wie es gedacht ist.
Das ist ja der Klassiker der Kommunikation, das hat man ja in jedem Unternehmen ja genauso. Dass die ja Botschaft beim Empfänger entsteht und dann möglicherweise anders als ursprünglich intendiert, damit muss man umgehen in der Öffentlichkeit. Klar ist es natürlich noch mal deutlich verstärkt, Social Media trägt dazu bei und auch insbesondere natürlich die Medien schauen noch mal n bisschen genauer hin, wenn dann Politik da dann auch vielleicht falsche Akzente setzt aus deren Sicht oder beziehungsweise aus Sicht anderer gesellschaftlicher Gruppen, das sind Sachen, mit denen man umgehen muss und es hilft, wenn man überzeugt ist, was man tut. Und das bin ich auch von den Dingen, die wir umsetzen, dass die ja auch n guten Beitrag
leisten, um dann unser Land auch besser zu machen und das hilft dann immer, wenn man dann auch davon überzeugt ist, was man tut, dann kann man sich auch mit Kritik besser auseinandersetzen. Was ich immer, also ich mein Ich bin, stehe auch n bisschen im Licht der Öffentlichkeit, was ich dann immer gar nicht mag ist, wenn mich Leute offensichtlich falsch verstehen.
Ich hab kein Problem damit, wenn jemand das halt irgendwie nicht aus meiner Bubble ist oder sonst was, aber was ich immer gar nicht mag ist, wenn Leute so. Die es eigentlich verstehen müssten, das dann extra falsch verstehen, irgendwie so ne und das kann ich mir vorstellen, dass das im politischen Diskurs halt ne da sind, ja in den anderen Parteien sind ja auch schlaue Leute, die verstehen bestimmt, wie sie das meinen, aber die tun es extra so darstellen, wie wenn Sie das ganz anders gemeint hätten, ja, dass das durchaus frustrierend.
Sei manchmal wird zugespitzt. Das ist der Punkt, aber ich glaube eher, dass es dann noch mal ein weiteres erklären einfach nötig ist. Also wenn es anders verstanden wird. Dann, und das auch aufgegriffen, wird diese Kritik in diesem anderen verstehen von Aussagen, dann ist einfach wichtig, dass wieder Politik gut erklären muss. Also das ist unsere Aufgabe dann eher, also ich sehe das eigentlich eher auch als Ansporn, dann die Dinge noch besser zu erklären, wenn bestimmte Aussagen dann vielleicht falsch verstanden werden, also wird jetzt nicht von bewusst sprechen, sondern ich sehe es einfach und auch als eigenen Auftrag, das besser zu machen, besser zu erklären. Werden sie auch manchmal so auf
der Straße angesprochen? Das ist eigentlich seltener. Im Einkaufen, im Restaurant oder so. Das ist eigentlich selten. Also. Müssen sie noch mehr Social Media machen? Das hängt immer davon ab, in welchem Bereich man arbeitet, also im Verkehrsministerium gearbeitet habe, habe ich sehr viele SMS bekommen nach dem Motto, Ja, die Bahn fährt schon wieder nicht, ich stehe im Stau und solche Dinge als im Schulministerium war, gab es dann die Rückmeldung ja hier, mein Kind hat die Note bekommen, die kann das doch alles ne, kannst du nicht mal dann und solche Sachen.
Und im Finanzen ist es ja genauso die Steuererklärung, die Leute umtreibt. Aber mein persönliches Umfeld versteht einfach, dass das getrennt ist. Also Arbeit und Privates ist getrennt und deswegen wissen die das auch, sind auch drauf trainiert, dass ich da über meinen Job da nicht rede und auch vor allen Dingen kann Einzelfälle da irgendwie mehr anschaue, weil das ist eigentlich auch nicht die Aufgabe, wenn man in solchen Funktionen ist, sich dann mit so einem Einzelfall zu beschäftigen, der auch noch aus dem privaten Umfeld gekommen ist. Aber Immunität haben Sie nicht, ne? Nein, das habe ich nicht.
Ab. Ab wann hat man so diese Immunität? Ja, das ist dann Teil für Abgeordnete, somit sie dann auch ihr Mandat entsprechend wahrnehmen können. Ist das dann da auch vorgesehen? Also sie geben ganz normal die Steuererklärung ab und so weiter und sofort. Und das wird dann von irgendwelchen Kollegen in ihrem Ministerium geprüft.
Ja, in einem Finanzamt wird das dann geprüft, also wie jeder andere Steuerbürger auch. Ich habe jetzt angefangen, nur mir meine Steuererklärung nicht mehr selber zusammenzuschreiben, sondern von einem Steuerberater machen zu lassen. Und auf jeden Fall auf Nummer sicher zu gehen. Ja, genau damit die Kolleginnen und Kollegen sich das dann auch gut angucken können, was ich da. Mache was sind so große Themen, wo sie sagen, Ey, im Bereich der Steuer und Finanzpolitik?
Das wird in den nächsten 1020 Jahren kommen, also sei es jetzt, also ich mein, wie die Gesetze werden, weiß man nicht, aber vielleicht irgendwelche Digitalisierungsthemen oder so, auch im Zeitalter von KI sonst. Was sind da irgendwelche großen Sachen geplant? Also es gibt ganz viele unterschiedliche Dinge. Also.
Ein Beispiel ist gerade der Bereich der Autofallquote, also die Dinge, die automatisch bearbeitet werden. Dass das noch weiter steigt. Also wir haben da jetzt auch in den letzten 3 Jahren deutlichen Schwerpunkt aufgelegt, das hat 2 Vorteile, wenn man die Autofallquote erhöht, also die Steuererklärung, die reinkommen, dass sie automatisch bearbeitet werden und dann rausgehen, ist einmal für die Bürgerinnen und den Bürger natürlich gut, weil sie sehr schnell Klarheit haben, gibt es eine Erstattung, also gibt es Geld zurück oder muss ich was nachzahlen, ich finde, das hilft immer, wenn man das eigentlich relativ schnell hat. Und für uns als Verwaltung ist es auch hilfreich, weil das sind dann in der Regel die Fälle, die
nicht so komplex oder kompliziert sind und die Kolleginnen und Kollegen müssen die nicht dann bearbeiten, sondern können sich auf die wichtigen Fälle konzentrieren. Da wird noch viel passieren, wir werden im nächsten Jahr das auch weiter ausrollen, sodass wir ein KI Modul beispielsweise genutzt haben, oder haben wir jetzt genutzt in 8 Finanzämtern, das werden wir auf alle Finanzämter aus denen.
Wo wir risikoarme Fälle identifiziert haben, um die dann automatisch in dieses automatisierte System dann auch Hineinzugeben. Also da verändert sich dann auch sehr viel in die Digitalisierbarkeit von recht denk ich mal, werden wir auch noch viel mehr investieren in dem Sinne, dass dann auch die Gesetzgebung schon so ausgerichtet ist, dass es dann auch gut digital abbildbar ist, was da passiert und dann auch die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und auch der Abbau von interner wie externer Bürokratie. Ich glaube, das wird in den nächsten 10 Jahren oder auch in einer kürzeren Zeit noch deutlich an Pfad gewinnen. Da sieht man einfach auch an den der Modernisierungs Agenda auf Bundesebene, aber auch im
föderalen Rahmen, die jetzt gerade auch verabschiedet wurden. Also ich glaube deswegen, wir werden im Bereich der Verwaltungsmodernisierung sehr viele Verbesserungen noch weiter kennenlernen. Ist das in anderen europäischen Ländern, sage ich mal, vom Aufbau her ähnlich und. Oder gibt es da auch totale Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern?
Wieso ne jetzt vor allem vielleicht auch so ne Finanzbehörde aufgebaut ist und funktioniert? Ja, das ist zwischen den Staaten sehr unterschiedlich. Also denk jetzt noch in Frankreich als Zentralstaat hier in Deutschland als föderaler Staat, also da gibt es einfach ganz unterschiedliche Aufbausysteme.
Wir haben auch Austausch mit anderen Bundes, mit anderen Staaten. Um da auch zu gucken, wo wir zusammenarbeiten können. N Beispiel ist die Finanzkriminalität, da arbeiten wir beispielsweise mit Frankreich sehr gut und eng zusammen, aber auch mit anderen Staaten, weil auch da zu beobachten ist, dass Kriminalität länderübergreifend tätig ist.
Und da müssen wir als öffentlicher Bereich uns gut aufstellen, weil das letztendlich auch ne Frage der Gerechtigkeit, aber auch für den Wirtschaftsstandort ist extrem wichtig, dass Spielregeln gelten und auch eingehalten werden. Was war so eine der sag ich mal, spannendsten Erfahrungen, die sie jemals hatten, wo Sie sagen, ey das.
Das war wirklich so Unforgettable, oder? Da war es fast ein bisschen brenzlig oder sonst was. Irgendwie war so eine spannende Anekdote. Ja, Ach, ich weiß gar nicht, es sind so viele spannende Sachen, die man dann in so einem Job dann auch erleben darf. Also ich fand es spannend, was ich gerade erzählte mit diesem Ticket. Als wir das dann verhandelt bekommen hatten, weil ich da den Eindruck hatte, da ist wirklich was passiert, auch für Bürgerinnen und Bürger, dass es einfacher wird, und das sind eigentlich immer so die Punkte, die ich extrem spannend finde oder auch als wir dieses Landesamt gegründet haben, sehr stark als mitarbeiterorientierter Ansatz, da haben sehr viele Kolleginnen
und Kollegen da auch begleitet, also ich kann nicht so richtig mit der Anekdote an sich dienen, aber. Es ist einfach dadurch, dass vielfältiges einfach das Spannende auch in der Verwaltung. Hat sich in diesen letzten 2025 Jahren ihre Karriere, ihre Anschauung, Weltanschauung auf gewisse Themen, sei es politischer oder wirtschaftlicher Natur, geändert? Jetzt, wo Sie mehr Einblicke bekommen haben, wieso n Staat funktioniert, wie das alles zusammenhängt und so weiter oder sind sie da recht?
Gleich geblieben, ich bin da stabil geblieben und an der Stelle, also meine politische Orientierung ist stabil geblieben und auch mein Blick auf die Welt und auch auf die Verwaltung. Gibt es irgendwelche Learnings, wo Sie sagen so wer auch jung ist? Irgendwie da in der Finanzverwaltung oder allgemein der im Verwaltungsbereich Staatsbereich Karriere machen möchte? Das sind so die Key Skills die man vielleicht ausüben oder entwickeln muss, neben dem, dass man einfach. Lust hat, was umzusetzen und sich dafür interessiert. Ja, also ich glaube, das ist das entscheidende, Lust was umzusetzen, auch engagiert zu sein, die Dinge voran entwickeln zu möchten, also einfach diesen wachen Blick für die Themen dann auch zu haben und sich dann
einfach auch zu engagieren. Ich glaube, das ist einfach extrem wichtig und ich persönlich habe nie bereut, in die Verwaltung gegangen zu sein, weil es einfach so vielfältig ist, was man da auch machen kann und weil man da auch sehr gute Unterstützung bekommt in der Verwaltung dann. Also durch Fortbildung, durch Aufstiegsprogramme, durch nette Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam Dinge auch erreichen möchten. Also von daher ist, glaube ich, der entscheidende Tipp eigentlich, dass man ja in der Verwaltung wach unterwegs ist und sich auch mal wieder überlegt, was sind eigentlich die nächsten Schritte, die ich gehen kann, und es gibt eigentlich wenig Bereiche, wo man dann irgendwie mal vielleicht über einigen
Unternehmen in so eine Sackgasse geraten kann. Aber das hat schon mal wieder überlegt. Was könnte denn danach noch mal spannend sein für mich oder auch die Frage möchte ich eine Fachkarriere starten, also mich sehr stark auf ein Thema spezialisieren, das hat auch einen sehr großen Wert finde ich und das befriedigt auch sehr viele Menschen sehr oder möchte ich eher in so einem Bereich.
Ja wieso ein General Management dann auch gehen, dafür habe ich mich persönlich entschieden, einfach wo man dann doch viele unterschiedliche Themen eher kennenlernen kann und bearbeiten kann und. Studium, hatten sie gesagt, ist schon. Notwendig, um dann so eine höhere Führungsposition einzunehmen.
Gut, das ist der Regelfall dann, weil ich erst gerade so beschrieben hatte mit Ausbildung, Fachhochschule und Universität. Aber dazwischen gibt es auch ganz viele Möglichkeiten, also sich da zu entwickeln. Also es gibt Talentförderprogramme, es gibt Unterstützung beispielsweise, wir haben, glaube ich, 100 Menschen, die wir uns eine Ausbildung absolviert haben, ermöglicht, in das Fachhochschulstudium einzusteigen. Bei uns im Ministerium einer der Gruppenleiter. Das ist die Ebene, also Gruppenleiter, Abteilungsleiter, Staatssekretär, also sehr weit oben auch der auch bei uns ne Ausbildung gemacht hatte in der Finanzverwaltung und dann diese verschiedene Karrierestufen dann auch erklommen hatte. Also es gibt auch
Talentförderprogramme sehr strukturiertes Programm. Bei denen wir auch diejenigen, die besonders gute Abschlüsse machen, die besonders gut bewertet werden, dann auch dabei unterstützen, die nächsten Schritte zu gehen. Beispielsweise Menschen, die ein Fachhochschulstudium absolviert haben, dass die noch einen oder besser gesagt Bachelor gemacht haben, dass wir die unterstützen Master zu absolvieren und der Master ist dann wiederum die Zugangsvoraussetzung, dann wiederum in diesen höheren Dienst läuft an.
Gruppen Inklusion wenn jemand da zum Beispiel eine Behinderung hat oder sonst was, da gibt es auch viele Möglichkeiten. Da gibt es eine sehr gute Unterstützung. Also wir haben als Finanzverwaltung 10% Kolleginnen und Kollegen mit einer. Behinderung und die bekommen bei uns ne sehr gute Unterstützung über mehrere Instrumente.
Also wir haben beispielsweise n Kompetenzcenter für Inklusionschancen, Wir haben ein IT Kompetenzzentrum wo wir schon von der Bewerbung, wenn jemand ausgewählt ist bis zum ersten Arbeitstag mit denen genau abklären, brauchen sie bestimmte Unterstützung, dann auch beispielsweise Sehbehinderte Kolleginnen und Kollegen, dass sie dann die entsprechende Technik von uns bereitgestellt bekommen.
Also da achten wir sehr stark drauf. Wir haben jetzt begonnen, auch eine Landschaft von Inklusionsvereinbarung zu schließen, wir haben eine Rahmen inklusionsvereinbarung, da definieren wir genau, was die Kolleginnen und Kollegen machen, um unsere Kollegen mit Behinderung gut zu unterstützen und jedes einzelne, jede einzelne Behörde, wir haben über 100 Behörden in unserem Zuständigkeitsbereich, gibt sich selber auch eine eigene inklusions Vereinbarung. Da setzen sich Kolleginnen und Kollegen aus der jeweiligen Behördenleitung aus dem Bereich der Unterstützung im Bereich Inklusion zusammen mit der Personalvertretung und überlegen, was können ganz konkrete Maßnahmen für eine gute Unterstützung sein.
Also deswegen ich würd sagen, für Kolleginnen und Kollegen mit einer Behinderung ist die Verwaltung so aufgestellt, dass sie sehr gut unterstützt und uns mir persönlich ist das n ganz wichtiges Anliegen, dass wir ein gutes Umfeld da auch bieten. Dass jeder mit jedem Talent bei uns gut arbeiten kann, und das ist mir persönlich ein ganz großes Anliegen, kannst du unterstreichen. Also ich glaube, wir machen da ganz viel und sind da sehr individuell unterwegs.
Doktortitel braucht man nicht unbedingt. Doktortitel braucht man nicht unbedingt. Haben Sie den nochmal gemacht im Nachgang? Auf jeden Fall. Also es hat mir sehr viel Spaß gemacht damals, ich bin so ein Thema dann auch hineinzuknien und das war auch Teil eines Forschungsprojekts, was ich mit ganz vielen unterschiedlichen Fachrichtungen machen durfte, also mich persönlich hat das sehr bereichert.
Herr Genneweg, vielen, vielen Dank für die Einblicke. Bisher fand ich sehr spannend, ist auch mal so anhand der verschiedenen Abteilungen und so weiter mal genau zu verstehen, wie das Ganze wie das Ganze funktioniert, wie das Ganze aufgebaut ist. Gibt es noch irgendein Themengebiet, wo sie gedacht haben, auf der Fahrt hierher, das würde ich gerne irgendwie einbringen, worüber noch gar nicht gesprochen hatten. Eigentlich nicht.
Wir haben, glaube ich, schon breit schon alles abgearbeitet, was man sich so vorstellen kann in dem Bereich. Also mir war es einfach auch noch mal wichtig zu unterstreichen, dass man einfach viele Möglichkeiten in der Verwaltung hat, also dass die Verwaltung einem einen Sinn gibt und man was sinnvolles tut und einfach viele Karrieremöglichkeiten dann auch gibt und das vom ersten Tag an.
Also wir nehmen Menschen frisch von der Schule und helfen denen eigentlich ein sehr spannendes und vielfältiges Leben mit einer interessanten Karriere zu leben. Und es gibt Einstiegsmöglichkeiten auf allen Ebenen. Auf allen Ebenen, in jedem Alter. Wir haben auch Kolleginnen und Kollegen, die bei uns in die Schule wechseln, die schon eine andere Ausbildung mitgebracht haben, also wir sind da sehr individuell unterwegs und unterstützen auch da die Kolleginnen und Kollegen mit ran, also jeder ist herzlich willkommen bei uns.
Perfekt. Dann bin ich mal gespannt, wie viele sich bei Ihnen die nächsten Wochen und Monate melden. Vielen Dank für ihre Zeit und wenn euch, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, das ganze Gefallen geholfen hat, freuen wir uns wie immer über eine positive Bewertung und dann? Bis zum nächsten Mal.
Schönen Abend noch. Vielen Dank. Schönen Abend noch.