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Shownotes
Warum ist Elternschaft heute komplexer und anstrengender?
Autoritäre Erziehung braucht weniger Kraft
Was hilft, nicht auszubrennen?
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Also ihr wart euch vor allem einig darin, dass ihr euch uneinig seid. Ich glaub so kann man das sagen, ich hab ja letzte Woche gefragt, ob ich das mit diesen improvisierten gesungenen Introjingles lassen soll. Oder ob ich das beibehalten soll oder ebenso wie jetzt hier gerade lieber mit einem Cold Opener starten soll zum Beispiel. Und erstmal bedanke ich mich da ganz doll, ich habe wirklich sehr viele Rückmeldung dazu bekommen und das ist ja für mich das Allerschönste, wenn ihr die ihr in meinen Podcast hört, plötzlich so auftaucht und mit mir in den Dialog geht und so, das ist wirklich total schön.
Vielen Dank an der Stelle und ich sammel jetzt erstmal noch mal n bisschen weiter und Horch immer weiter in mich rein. Ich halt euch auf dem neuesten ne, ihr seht es ja dann immer am Mittwoch. Was ist wohl geschehen, was hat sich verändert, wofür hat sich Almut entschieden? Ich weiß es selber noch nicht zukunftsalmut wird ne kluge Entscheidung treffen, aber erstmal herzlich willkommen zu Kinder sind auch Menschen und heute geht es um ein Thema, das uns als Elterngeneration betrifft und zwar laut Forsa Umfragen fühlen sich 40% aller Eltern mit Kindern unter 18 sehr häufig gestresst. Das ist schon doll, also sehr häufig gestresst sein jeden Tag. Weil also am Wochenende ist es ja, ist ja der Stressgrund nicht weg, sagen wir es mal so,
manchmal sogar noch präsenter, das ist schon doll, und da habe ich mich gefragt, war das immer schon so, gehört das beim Eltern sein einfach dazu und waren die Menschen früher die Eltern, früher waren die stabiler, waren die Härter im nehmen. Oder war die Elternschaft vielleicht früher tatsächlich einfacher? Und das will ich mir jetzt mal mit euch angucken? In dieser Folge so Leute, und deswegen packe ich jetzt mal ein paar Themen auf den Tisch, ja, ich lege die mal so vor euch hin und wir schauen uns die mal gemeinsam an. Was sich vor allem auch verändert hat zu den Generationen an Eltern vor uns.
Also es ist jetzt in unserer Eltern Generation so, dass in vielen Familien mittlerweile beide Elternteile arbeiten, ja, da gibt es auch statistische Erhebungen zu, ich kann die euch mal kurz erzählen, also aktuell ist es so, dass Elternteile gemeinsam, also zusammen ungefähr 72 Stunden die Woche arbeiten, also gemeinsam und früher.
Waren es circa 48 Stunden beim Mann und die Frau war genau zu Hause bei den Kindern. Das heißt das ist schon mal interessant. Es ist also insgesamt einfach mehr Erwerbsarbeit rein quantitativ und die Aufteilung, das ist ja einfach neu dazu gekommen, das ist ja total anspruchsvoll, das Aufteilen, das Verteilen der Haushaltsarbeit, der Carearbeit. Der Erwerbsarbeit, also wer wann, wie, wo, wie kriegen wir das hin, auch wenn Kind krank und so weiter abholen, bringen die emotionale Arbeit also alles ihr kennt den Struggle das sichtbar zu machen, ihr wisst das Sachen auszudiskutieren und das Halt in einer Zeit in der man schlecht schläft, kaum Kapazität für irgendwas anderes, da ist nicht Raum für einen selber me Time haha
selbstfürsorge, hahaha und so weiter. Was ich total interessant finde, ist, dass wir gleichzeitig deutlich mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen als die Generation an Eltern vor uns. Ja, i know das klingt irgendwie widersprüchlich, ne, weil wenn es früher die Verteilung gab, sodass mehr Hausfrauen zu Hause waren, ja und?
Da ja also und weniger Frauen Erwerbsarbeit geleistet haben, wie passt das denn dann zueinander, dass jetzt Frauen mehr Erwerbsarbeit leisten als früher und trotzdem quantitativ mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, ist ja komisch, ja, und das finde ich interessant, weil früher bedeutete zu Hause sein ja in Anführungsstrichen nicht automatisch aktiv und bewusste Zeit mit Kindern verbringen ja, also viele Mütter waren zwar zu Hause, aber sie machten ja hauptsächlich Hausarbeit. Kochen, putzen, Wäsche und die ganze Organisation drumherum und so weiter Ja, und Kinder liefen halt mit. Ja, das ist ganz interessant, das hat man in der Forschung, nämlich passive Betreuung so heute, also wir hingegen ja, wir haben eher aktive Zeit,
Beziehung, Betreuung, aktive Interaktionszeit, spielen, vorlesen. Hausaufgaben begleiten, Gespräche führen, Gefühle begleiten, Aktivitäten zusammen machen, Förderung, Hobbys ermöglichen. Ich muss es euch nicht erzählen, weil ihr macht es ja so und diese intensive Interaktion sage ich mal und Begleitung und Beziehungsgestaltung, die ist massiv gestiegen, und ich erlebe in meinen Beratungen. Ganz oft, dass Eltern Dauer erschöpft sind. Ja, sie fühlen sich permanent und ständig verantwortlich, sie reflektieren sich die ganze Zeit und sind dabei in der Tendenz oft sehr streng zu sich selber und sie haben auch einfach sehr viel Angst, was falsch zu machen. Ja, also und deswegen überspitzt
gesagt, früher mussten Eltern, vor allem Kinder groß bekommen. Und heute wollen wir als Eltern unsere Kinder emotional gesund großziehen. So also Elternschaft ist nicht nur Versorgung, sondern emotionsarbeit, Beziehungsarbeit, reflektionsarbeit, Bildungsarbeit und so weiter ja so, also wenn ich überlege, was wir uns als Mütter und Väter einfach tagtäglich so fragen.
Habe ich richtig reagiert? War ich zu streng, war ich zu nachgiebig, hätte ich das Gefühl meines Kindes irgendwie besser und zugewandter begleiten müssen, war ich genug präsent und so weiter alter Schwede, das ist kognitiv krass anspruchsvoll, ich zitiere da mal ganz kurz meine Großmutter, mit der habe ich oft über Mutterschaft, Elternschaft gesprochen, wie war das damals für sie, sie ist ja die Kriegsgeneration und so, und sie hat immer gesagt.
Hauptsache die Klamotten waren sauber und die Kinder waren genährt und über die anderen Dinge habe ich mir kaum Gedanken gemacht und da hat sie mich auch oft so n bisschen mitleidig angeguckt und hat gesagt, worüber ihr euch heute alle Gedanken gemacht, also Gedanken macht und ich hab genickt und geseufzt ja und trotzdem um es auch noch mal zu sagen, ne früher war Elternschaft nicht per se leichter, aber sie war auch oft anders organisiert, ja. Also zum Beispiel ganz klassische Unterschiede. Früher gab es mehr soziale Unterstützung, also ihr seht schon, ich sprech natürlich und verallgemeinernd ne, also ich Arme schon, dass jetzt n paar von euch sagen, na bei meiner Mama, bei meiner Oma, bei meinen
Großeltern, was weiß ich, da war das nicht so, das ist schon klar ne also ich meine ich muss ja hier so n bisschen verallgemeinernd sprechen damit wir es uns im Gros gemeinsam angucken können, ne? Also Kinder wurden früher einfach stärker kollektiv betäubt. Ja, in Großfamilien nachbarschaftlich, Geschwister, Dorfstrukturen und so weiter und sofort ja, und heute tragen Eltern einfach einen Großteil alleine.
Leute, ich, ich lebe und arbeite ja in Berlin, es ist hier so krass, die Eltern vereinsamen, die sind auf sich alleine gestellt und merken da sehr schnell, ich schaffe das nicht. Und dann denken Sie oft, warum bin ich so schwach, warum kriegen es alle hin, aber ich nicht. Und dann muss ich es mir mal angucken und sagen ja, weil Elternschaft nie so gedacht war, es war nicht gedacht, dass du rund um die Uhr alleine mit dem Kind bist und das merkst du gerade. Das ist kein subjektives Versagen, sondern ein strukturelles Problem, ja.
Noch ein Unterschied. Heute gibt es mehr Alleinerziehende früher als früher so. Das ist übrigens für mich erstmal ein gutes Zeichen, ja, weil wir eben nicht mehr aus gesellschaftlichen oder finanziellen Gründen und so weiter zusammenbleiben müssen. Ja trotzdem ein interessanter Unterschied, weil Alleinerziehende natürlich massiv belastet sind.
Ja, als meine Kinder klein waren, übrigens gab es einen riesigen Kita Platzmangel, also es war wirklich, und das ist keine Betreibung, völlig normal, dass Eltern eine Excel Liste hatten. Auf der 2030 Adressen drauf standen ne wo kann ich mal einen Kuchen vorbeibringen? Wo hassen die Leute Anrufe und so weiter und sofort ja das ist jetzt weiß ich ne seit einem Jahr ungefähr deutlich besser geworden, Gott sei Dank, aber wir haben zum Beispiel immer noch einen Lehrkräftemangel an Schulen.
Ja es fällt wahnsinnig viel Unterricht aus, Leute und dann sitzen wir zu Hause als Eltern ja und ersetzen auch noch die Physiklehrerin cool ne also auch das ist eine Belastung so die wir jetzt haben, die früher nicht so stark war und. Und dann kommt natürlich auch einfach noch dazu, dass früher anders erzogen wurde. Ja, also durch so Werkzeuge wie Angst und Scham, Ausschluss aus der Gruppe und so weiter dadurch schaffen wir natürlich gehorsam. Dadurch schaffen wir Kooperationen, ja. Ihr glaubt gar nicht.
Also was ich so höre in meinen Beratungen, was die Eltern jetzt sich anhören müssen von ihren Eltern oder ihren Großeltern, Ansätzen so was wie bei euch gab es früher nicht so ein Theater, oder? Also ihr habt alle Durchgeschlafen eher und wenn man dann mal nachfragt von wegen, was heißt denn das, habe ich mich wirklich einfach entspannt ins Bett gelegt und du hast mir über den Kopf gestrichen und ich bin entspannt eingeschlafen, dann kommt oft die Antwort, ja nee, es war Schlafenszeit, ab ins Zimmer, Tür zu, ja. Genau.
Also ich glaube, ich muss nicht erklären, warum das problematisch ist. Ne, sondern das sind ja alles Sachen, die wir nicht mehr machen wollen so, aber dazu gehe ich später noch ein bisschen mehr ein, dann, was ist jetzt auch anspruchsvoller geworden, was ist jetzt auch in der Elternschaft dabei, was es früher nicht gab, Nachrichten aus der ganzen ganzen großen weiten Welt.
Und das macht Angst. Wenn wir mitkriegen, was überall passiert. Ja, aber nicht nur Nachrichten aus der Welt, sondern auch Meinung, Forschung, Fakten oder Pseudofakten aus der ganzen Welt und auch aus allen ideologischen Ecken. Ne, was Kinder brauchen, was Kinder zu Tyrannen macht, wie man auf keinen Fall erziehen darf, wie man auf jeden Fall erziehen muss und so weiter ja, und das prasselt auf uns ein. Und, und dann komm ich dann noch als Pädagogin dazu und flüstere, hey, hey, hey, versuch doch mal deinen inneren Kompass zu finden.
Ne, was ist deine Geschichte, was sagen, was sagt Deine Inneren, was sagt deine innere Stimme und ihr und ihr brüllt zurück wie wie, wie kann ich meine innere Stimme hören, wenn alles im außen so laut ist. Ja, das außen ist doll und ist laut EY und was ich gerade auch schon meinte mit den Nachrichten ne Wir haben Angst. Ja, weil wir so viel aus der Welt mitkriegen, diese Kriege, die Kriege überall, ja der Klimawandel, erstarken der rechten und so weiter und wir haben Kinder in diese Welt gesetzt, wie kriegen wir die resilient genug für diese Welt, ne so, ja, und da seht ihr eben auch schon, wir müssen uns auch einfach Fragen, stellen, uns zwar Fragen stellen, die es früher schlichtweg nicht gab zum
Beispiel. Ab wann sollte mein Kind denn ein Smartphone haben oder in welchem Alter? Auf gar keinen Fall? Ja darf mein Kind denn Social Media nutzen oder treibe ich damit automatischen Essstörungen oder riskiere die mentale Gesundheit und so weiter ja, also das sind ja auch einfach fragen, die gab es früher nicht so, wenn die Fernsehsendung vorbei war, dann war der Fernseher aus, weil also die Sendung war ja vorbei, ja, es ging nicht einfach weiter, automatisch über youtube oder sowas ne, jetzt will ich noch mal auf den Punkt eingehen, den ich eben schon hatte. Jetzt kommt Kapitel 2.
Vorsicht, These Autoritäre Erziehung braucht weniger Kraft. Ja, weil autoritäre Erziehung, also so wie es ja in den ganzen Generationen vor uns ganz viel gehandhabt wurde, ja die reduziert Komplexität, warum? Weil wir klare Hierarchien haben, Gehorsam, wenig Diskussion und. Emotionen werden nur begrenzt zugelassen und so weiter und das muss ich euch nicht erklären, das ist völlig klar, das spart Energie so weil ich weniger aushandeln muss, weil ich weniger selbst reflektieren muss, weil ich weniger kuregulieren muss. Ja, wenn mein Kind schreit, dann ist die Antwort, hör auf damit und nicht, oh, was brauchst du gerade. Und was brauche ich, um dich gut begleiten zu können? Also Bindungsorientierte oder
zugewandte Begleitung? Ja bedeutet halt viel mehr, es bedeutet Emotionen halten und begleiten, Konflikte begleiten, Bedürfnisse verstehen, Grenzen erklären, Eigenreflexionen innere Glaubenssätze erkennen und so weiter und sofort, ja, das ist einfach krass viel anspruchsvoller und. Ich glaube, da sind wir echt an einem Kernpunkt, warum es so anstrengend ist, weil wir es anders machen wollen, weil wir Circle Breaker sind, weil wir dabei sind, Erziehung oder Beziehung anders zu leben und zu gestalten, und das ohne Rolemodel ja, also wir müssen ja uns selbst das Rollenvorbild sein, ich habe da immer so ein Bild im Kopf von einem Raum, das ist ein Raum. Das sind so wie Erziehung so ist, seit jeher ja. Und in diesem Raum stehen so
alte, verstaubte Dinge. Ja so ne Leiter, wo Holz Absplittert und n Schrank wo schrauben raushängen und so und hinten liegt irgendwie so Schutt rum und und man kann auch kaum atmen und spinnenweben und so weiter und ich geh in diesen Raum rein und ich zieh mir so Handschuhe an und dann pack ich das an und dann nehm ich diese Leiter und Schlepp die raus und.
Und, und und. Sammel dieses ganze Geröll und Gerümpel ein und ich leg das auf meine Schulter und ich trag das raus und ich, ich reiß mir kleine Kratzer rein und Splitter und dann hab ich Staub im Gesicht und an den Armen und überall und so und dann hab ich es geschafft und dann stehe ich da an der Tür und klopf so meine Hände ab und bin stolz auf mich.
Ja und dann gucke ich in diesen Raum und der ist leer. Da ist ja jetzt nichts mehr drin. Das heißt, ich weiß, was ich nicht will. Ja, ich will mein Kind nicht so behandeln, ich will mein Kind nicht anschreien, ich will es nicht beschämen, ich will nicht die Emotion ignorieren, ich will nicht gehorsam über Beziehung stellen, ich will keine Gewalt. Ja, und jetzt ist der Raum aber leer, was denn, anstelle dessen versteht ihr was ich meine?
Erziehung war ja so lang geprägt von Hierarchie und Kontrolle und Anpassung, und wir wollen es jetzt anders machen und Circle Breaker zu sein ist eben genau das. Wir versuchen diese Muster nicht einfach weiterzugeben und das ist voll mutig, aber das ist auch ultra anstrengend, weil wir diesen Raum jetzt wieder füllen müssen und diese alten automatisierten Muster, die haben halt einen massiven Vorteil, denn sie laufen automatisch.
Aber neue Wege müssen halt bewusst gegangen werden. Da muss ich innehalten, da muss ich nachdenken. Ich muss mich ständig neu orientieren, ich muss mich selber regulieren, andere bewusste Entscheidungen treffen und das kostet Energie und Kraft und Kapazität, das ist krass. Leute können wir mal ganz kurz auch stolz auf uns sein und ich weiß ne, also um es hier ganz normal deutlich zu sagen.
Unsere Eltern, Generation ja hat auch schon ganz viel Arbeit geleistet. Ja, das sind ja Kinder der traumatisierten Kriegsgeneration, alter Schwede, was haben die für einen schweren Rucksack, ja, und die allermeisten von unseren Eltern wurden als Kinder geschlagen, die wurden beschämt, ja, und von der physischen Gewalt ne gar nicht erst zu sprechen. So und zum Beispiel ne haben wir da ja zahlen zahlen zu. Also das Schlagen von Kindern als Erziehungsmittel. Ja das ist zum Beispiel wirklich massiv zurückgegangen und das haben unsere Eltern wirklich schon geschafft. Ja und vieles noch weiter, ja, aber wir wollen das jetzt noch weiterführen, wir wollen noch weiter gehen, und das bedeutet nicht, dass unsere Kinder jetzt
alles dürfen, ja und ein No. Ein paar von uns fallen da auch von der anderen Seite, jetzt vom Pferd ja, also. N Paar von uns haben Schwierigkeiten ne beim wahren der eigenen Grenzen und so weiter ne oder wie elterliche Führung eben geht ohne ohne Gewalt und so ne und manche vergessen sich dabei selbst völlig ja oder stellen das Kind in den Mittelpunkt und so und das ist das ist jetzt auch nicht sinnvoll ne warum, darüber mach ich wahrscheinlich noch mal ne eigene Podcast Folge hab ich gerade gedacht.
Also ich, ich weiß ne, dass dass man da manchmal auch von der anderen Seite vom Pferd runterfällt und das gehört bei bei einem Organischen, bei einer organischen Veränderung auch dazu. Ne, und aber eigentlich bedeutet es vor allem das, was wir wollen, ja eigentlich ist es ne Erkenntnis von mehr gleichwürdigkeit, ja weniger adultismus, mehr bedürfnisbalance ja und Übergangszeiten sind anstrengend.
Wenn sich gesellschaftliche Normen verändern, dann müssen Menschen neue Wege halt erst lernen, ganz egal, ob in Bildung oder im Arbeitsbereich und so weiter und so ist das Halt auch in der Elternschaft. Ja, und deswegen fühlen sich ganz viele Eltern erschöpft, und zwar nicht, weil sie schwächer sind, sondern weil sie einfach gerade versuchen, ne neue Form von Elternschaft zu entwickeln. Alter Falter, wie krass ist das ja, ne Form die stärker und mehr auf Beziehung ausgerichtet ist.
Und das ist historisch gesehen eine ziemlich große Veränderung. Und die Erschöpfung und das angestrengt sein ist also einfach nur ein Hinweis darauf, dass wir uns gerade in einem Lernprozess befinden, dass wir Dinge anders machen als Generation vor uns. So, und deswegen ist vielleicht gar nicht so so eine weiterführende Frage, warum ist Elternschaft heute so anstrengend, sondern was kann Eltern helfen, dabei nicht auszubrennen.
Ja, weil also ich mein, jetzt haben wir uns das ja keine Ahnung, fast 20 Minuten angeguckt, wie krass das ist, ne, aber was hilft so und deswegen Kapitel 3 ne ja was hilft atmen Spaß ist ja schon n Insider hier aus den letzten Folgen ne so ich wünsche mir, dass du also du hier ja in deren oder dessen Ohren gerade hier meine Stimme umher kreiselt, ja, dass du dir folgendes sagst, gut genug reicht.
Nicht perfekt, nicht immer reguliert, nicht immer geduldig, nicht immer zen es fuck, sondern ausreichend zuverlässig, ausreichend präsent. Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sie brauchen verlässliche Beziehungen und Beziehungen, haben Brüche, und wir müssen auch nicht immer ruhig bleiben, ja, wir müssen nicht immer souverän reagieren, auch wenn wir das gerne wollen, ja, wir müssen nicht jede Situation pädagogisch perfekt begleiten.
Wir haben ja auch ein Nervensystem. Ja, auch wir haben Grenzen, und wenn mein Kind laut ist und wütend ist und überfordert ist und so weiter, dann fordert das ja auch mein Nervensystem heraus und Elternchef bedeutet nicht, dass ich nicht überfordert sein darf, Gott sei Dank, weil natürlich sind wir ganz viel, ja, es bedeutet eher, dass wir versuchen, wieder in Verbindung zu kommen nach einem Konflikt, nach einem Streit, nach einem Ausraster, nach einem Moment, in dem es schwierig war und so weiter.
Und ne wer von euch die Bindungsfolge von mir gehört hat, der weiß ne Rapture and Repair ne, also von Brüchen und Reparatur in Beziehungen. Ja also auch da noch mal. Wir wissen das ganz klar aus Studien ja nicht die Abwesenheit von Konflikten stärkt Bindung, sondern die Fähigkeit danach wieder Verbindung herzustellen und vielleicht noch n Punkt was wir als Gesellschaft wieder stärker lernen dürfen Gemeinschaft. Ja, ich habe das ja ganz am Anfang der Podcast Folge schon durchklingen lassen.
Wir sind evolutionär eigentlich nicht dafür gemacht, Kinder isoliert großzuziehen, Einsamkeit in der Elternschaft ist echt ein Ding, ja, und über Jahrtausende hinweg waren Kinder immer Teil von irgendwelchen größeren sozialen Netzwerken, die Großeltern, Tanten, Onkel, Nachbarinnen, Freundinnen und so weiter ja, und heute versuchen wir halt diese Aufgabe fast allein zu stemmen, weil gar keine Familie in der Nähe ist, oder? Nur weil da Familie ist, heißt das ja auch nicht, dass die mithelfen oder dass wir das auch wollen, dass die mithelfen, ne, dass wir mit denen irgendwie gut funktionieren und uns verstehen, ja, weil wir vielleicht auch keinen Anschluss finden. Ja, also nicht alle von uns
haben n großen Freundinnenkreis ja, weil wir nicht alle gleichermaßen privilegiert sind und deswegen vielleicht liegt gar nicht n Teil der Entlastung darin, noch bessere Eltern zu werden, sondern darin wieder mehr Menschen einzubeziehen. Mehr Unterstützung zuzulassen, mehr Gemeinschaft zu schaffen.
Nur Soneti danke für eure Gemeinschaft hier hier bei mir. Bei Kindern sind auch Menschen bis Sonntag.