
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Was hilft uns Eltern, den komplexen, dichten und anstrengenden Morgen besser zu überstehen?
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ja, okay für die Kinder ist der Morgen so anstrengend. Es sind so viele Übergänge, es ist so anstrengend, aus dem warmen Bett aufzustehen, und es ist so hart, dann das Zuhause zu verlassen und in die Kita, in die Schule zu gehen, die armen, armen, Kinder, der morgen ist voll schwierig für Kinder okay aber was ist mit uns, der morgen ist für uns als Eltern eben auch total anstrengend, können wir auch darüber mal reden?
Ja Mann, so habt ihr Recht, habt ihr Recht, das war ganz schön, das waren die Rückmeldungen unter anderem die zu der Podcast Folge am Mittwoch kamen. Dieses ja, ich hab ganz viel Verständnis dafür, warum das für meine Kinder anstrengend ist und so. Aber es ist ja trotzdem auch für mich so unendlich anstrengend. Es haben mir so viele Eltern geschrieben, gesagt und wenn sie ihr Kind morgen jetzt in die Kita gebracht haben, fühlen sie sich danach wirklich, als wär es schon n kompletter Tag geschafft so n ganzer so n ganzer keine Ahnung 15 Stunden Tag und Sie möchten eigentlich wieder ins Bett gehen und und diese Anstrengung, diese Erschöpfung, das find ich total gut, da noch mal hinzuschauen, weil es stimmt
ja ne natürlich hilft wissen. Und Empathie, ja, warum das für unsere Kinder schwer ist. Und trotzdem geht es ja auch darum, dass es für uns anstrengend und fordernd ist und so. Und wie können wir es für uns angenehmer machen und ich glaube tatsächlich, es beginnt damit, dass wir uns erstmal die Frage stellen, was brauche ich morgens und ich weiß, dass die Antwort darauf auch etwas sein kann, was ihr nicht bekommt. Also es könnte jetzt zum Beispiel sein, dass ihr sagt, ganz ehrlich, ich bräuchte wirklich. Also jetzt nicht super anspruchsvoll, sondern irgendwie 10 Minuten, die ich für mich alleine hab. Also ich steh alleine auf, kann alleine im Bad sein und trink wenigstens die ersten 2 Schlücke
meines Kaffees alleine. So, und dann habt ihr aber vielleicht ein Kind, das so feine Bindungs und Sicherheitsantennen hat, dass ihr gar nicht aufstehen könnt. Sobald ihr aufsteht. Ist euer Kind auch wach oder ihr sagt zum Beispiel ja ganz ehrlich, ich brauche einfach Ruhe, dass ich nicht angequatscht werde, ja, aber ihr habt halt Kinder nice try so also ich weiß, dass das Fazit sein kann, ich weiß was ich brauche, aber ich bekomme es nicht, aber auch dann finde ich es ist total wichtig.
Es trotzdem zu wissen und dass ich mich dann liebevoll selber begleite, wirklich. Also für mich macht das einen Unterschied, wenn ich mir sage, Almut, ich weiß, du bräuchtest das jetzt eigentlich und so, es gibt Zeiten, da wird das wieder kommen, ganz sicher so, halt noch ein bisschen durch, wisst ihr was ich meine, das ist so ein bisschen wie bei Kindern, bedürfnisorientierte Erziehung bedeutet ja nicht, dass ich jedes Bedürfnis der Kinder erfülle, es bedeutet, dass ich das Bedürfnis sehe. Das heißt, ich rede auch so zu meinen Kindern. Ich sag auch zu meinen Kindern, ich weiß, du bräuchtest das jetzt, ich nehm das wahr, Punkt keinen und deswegen einfach dann Punkt und so rede ich mit mir
auch ungefähr. Nicht ganz so liebevoll, wie ich mit meinen Kindern spreche, aber das ist wohl ein anderes Thema. Also das, das hilft ja, dass es gesehen wird, vielleicht habt ihr ja auch eine Partnerin oder einen Partner und man kann sich so ein bisschen die Zuständigkeit auch abwechseln, vielleicht bleibt das Kind ja noch länger liegen und schläft noch länger, wenn ein Erwachsener neben dem Kind liegt und der oder die andere darf aufstehen, also bei sowas kann man natürlich auch mal nachdenken und dann geht es auch tatsächlich noch mal um dieses bewusst.
Durchatmen oder bewusst wieder ankommen im Übergang, in der Situation oder sowas? Ja, also wenn ich jetzt das Kind in die Kita gebracht hab, nicht sofort aufs Handy gucken, ins Auto setzen, weiter hetzen, ja, sondern bewusst stehen bleiben, wisst ihr wirklich aus der Kita Raustür zu Pause und ich rede wirklich nur von Sekunden, Schulter lockern 56 was auch immer tiefe Atemzüge. Kurz mal da stehen was seht ihr, was hört ihr, was riecht ihr? Checkt kurz bei euch ein, das hilft ganz doll. Ja, und das ist ja quasi auch eine bewusste Übergangsgestaltung ja, also weil wir gehen ja so schnell von Chaos über zu funktionieren, ne, also das ganze Chaos zu Hause und dann jetzt sofort funktionieren weiter, weil Tausende to dos oder ab zur
Arbeit oder was weiß ich ja. Und vielleicht kann man sich da auch wirklich noch mal so n Mini Übergang setzen, nicht nur hinter der Kita oder der Schultür, sondern vielleicht geht ja auch sowas wie keine Ahnung n 5 Minuten Spaziergang ja oder ein Lied im Auto bewusst hören oder laut mitsingen oder so ne oder wirklich dann den Kaffee, den ich mir vielleicht mitgenommen habe von zu Hause, zumindest dann die nächsten 3 schlücke ganz ohne Multitasking und Ablenkung nicht nebenbei trinken, sondern bewusst trinken, ja.
Was ich auch noch mal einen wichtigen Aspekt finde, ist die Reizreduktion am morgen. Ja, also weil es ist ja schon morgens immer viel los und so und je mehr Kinder das schon mehr ist auch los, also was kommt da noch, läuft vielleicht nebenbei noch das Radio oder sowas checke ich währenddessen noch die ganze Zeit Nachrichten oder sowas also habe ich noch grundsätzlich, also zusätzlich noch mehr Input und deswegen noch mehr Chaos weil der morgen ist ja eh schon so reizintensiv ja und? Und da wirklich mal zu überlegen, wieviel Reize müssen sein?
Manche können wir nicht verhindern, also dem Kind können wir da nicht den Mund verbieten, so aber vielleicht gehen ja andere Reize, die ich sozusagen minimieren kann oder zum Beispiel ne wirklich so n neues canceling Kopfhörer auch aufsetzen, das ist total in Ordnung, man kann liebevolle Vater und liebevolle Mutter sein und zugewandt und so weiter und trotzdem Kopfhörer aufhaben, das widerspricht sich nicht ja genau und und halt wirklich auch noch mal so.
So Erwartungen senken und Einstellungen verändern. Damit meine ich jetzt nicht hier so eine Mindset Scheiße, sondern wirklich, also nicht dieses. Der Morgen muss doch ruhig und harmonisch sein, sondern einfach ja der Morgen ist einfach crazy komplex und dicht und das ist anstrengend und das ja und das würden wir auch nicht einfach durch ein paar Kniffe verhindert bekommen so, sondern wir gehen da gemeinsam durch, genau.
Ich wiederhole noch mal was aus der regulationsfolge Körper zuerst nicht Gedanken also beim Körper fängt es an, weil wir Eltern versuchen uns ja immer einfach zusammenzureißen ist auch, ist auch wichtig, verstehe ich und trotzdem ist es oft wirksamer eher eine Bewegung zu gehen, keine Ahnung, wirklich strecken, kurz auf der Stelle zu joggen oder sowas oder ein warmes Getränk und zu spüren wie das so durch den Körper fließt, bewusstes Atmen und so weiter also ihr wisst ja, Regulation läuft zuerst über den Körper. Ne, aber das habe ich alles in der Regulationsfolge schon erzählt, aber auch das ist am Morgen natürlich total wichtig und schaut wirklich noch mal.
Wo könnten meine Mikroressourcenmomente sein? Ja, meine kleinen Inseln. Vielleicht der allererste Kaffee. Wie schmeckt der, schmeckt er so toll, wie er immer schmeckt und so, oder vielleicht hört ihr morgens beim Brotboxen machen oder so, ach nein, die machen wir abends, haha, wisst ihr noch im Podcast, den ihr besonders gerne mögt oder so oder ihr guckt einfach kurz aus dem Fenster, wirklich, es gibt so ein paar Sekunden, die einfach so Anker sind, so Ressourcen in sich hin, das wirkt total klein, aber das funktioniert trotzdem genau und.
Ansonsten Augen zu und durch. Glaube das ist es und es wird ruhiger, da bin ich mir sicher. Ich sag nicht weniger anstrengend, aber n bisschen ruhiger wird es meistens schon, wenn die Kinder älter werden. OK, viel Kraft weiterhin ihr lieben, wir hören uns nächste Woche wieder, ich hab auch schon ein Thema für die Podcast Folge am Mittwoch aber ich weiß nicht wie ich es nennen soll, das werde ich bei Instagram fragen, da dürft ihr dann mit Abstimmen und mir helfen n guten Titel zu finden, es geht darum. Was Elternschaft heutzutage so anstrengend und anspruchsvoll macht?
So was wir für Aufgaben und Anforderungen haben, die neu sind und warum, ist das oft ganz schön schwierig. Manchmal macht, so klingt das griffig. Nein, deswegen brauche ich da. Eure Hilfe, falls ihr das jetzt hört. Ihr dürft mir schon mal Vorschläge schicken. Bis nächste Woche.