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KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 105

#105 | Warum es (nie) genug ist.

Sonntag, 30. August 2026 · 38 min

MP3

Shownotes

(EP105) Ein Tag voller Produktivität, doch abends sitz ich am Esstisch, starr auf den Teller und statt Stolz oder Zufriedenheit nur dieses eine Gefühl: es reicht noch nicht.
Machen. Machen. Machen. Vor fünf Jahren hat eine Folge pro Woche gereicht als Maßstab. Heute mach ich das Zehnfache und das Gefühl bleibt – nicht genug. Es ist wie aufs Gaspedal drücken in einem Auto, das gar kein Bremspedal hat.
In dieser Folge geht's um den Druck, der sich in uns aufbaut, und warum »genug« irgendwie nie genug ist. Ich erzähl von einem geplatzten Fahrradreifen, vom Unterschied zwischen Zustandsproblemen und Lebensproblemen, und von der einen Frage, die alles verändert, wenn der Druck mal wieder zu viel wird.
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Jeden Tag klarkommen in der ⁠BLEIB HIER App⁠ (kommklardigga.com/pages/bleibhier).
Und hier Teil der ⁠KKD GANG⁠ (kommklardigga.com/pages/kkd-gang) werden <3

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Boom der lauteste Knall, den ich in meinem gesamten Leben erfahren habe. Ich schwöre es dir, ich dachte wirklich, es ist eine Art Bombe neben mir eingeschlagen oder so und ich habe auch nur noch so einen lauten Tinnitus wahrgenommen, ich habe nichts mehr gehört, es war nur noch dieser laute Tinnitus und dieses surreale Gefühl von was ist hier gerade passiert? Was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge, komm klar, digga, mein Name ist Jonas und in der heutigen Folge geht es um etwas, das du ganz sicher kennen wirst. Dieses Gefühl von es reicht noch nicht, egal was man tut. Man tut so viel und trotzdem ist am Ende des Tages dieses Gefühl, es reicht nicht, es reicht noch nicht so wann, wann ist es genug so und darüber möchte ich

sprechen, weil mich persönlich das ja auch schon eine lange Zeit beschäftigt, aber es gab jetzt vor kurzem diesen Moment am essenstisch, ich habe einen Tag gehabt, wo ich super viel abgearbeitet habe, so wirklich, wieso eine kleine Effizienz Maschinerie eine Sache nach der nächsten weghauen. Und statt dass da so ein Gefühl von Erfüllung, Zufriedenheit, vielleicht auch stolz wäre. Nee, ich saß da einfach nur am Tisch, habe auf den Tisch gestarrt, abends essenstisch wir zusammen am Essen und meinte so vor 5 oder 6 Jahren, da hatte ich nur diese eine Folge pro Woche als Ziel gesetzt, audioformat. Podcast eine Folge pro Woche, mehr nicht. Und wenn ich es geschafft hatte, war ich so heftig stolz auf mich.

So, damals gab es auch noch kein Studium parallel oder noch ein Kind oder diese ganzen anderen Verantwortungen, sondern es war einfach basic. Liebe nicht darauf zurückblicke, sehr simpel so, es gab den Hund, mit dem ich öfter am Tag raus bin, es gab ein bisschen Haushalt, es gab den Lockdown. Und sehr viel Fokus einfach nur auf lesen, Recherchieren, schreiben, Podcast kreieren, das war's so simpel, so Straight und verglichen mit jetzt, warum erzähle ich das?

Ich mach gefühlt das Zehnfache an einem einzigen Tag und produziert Content ohne Ende und. Stemmen nebenher noch all diese anderen Dinge und da ist so viel auf dieser Reise passiert, veröffentlicht, Checkpoints abgehakt, Ziele geschafft. Aber weißt du, das einzige Gefühl, was am Ende zurückbleibt, es reicht noch nicht, es reicht einfach noch nicht, so ist es nicht genug, es findet kein Ende und ich habe das Gefühl, so zumindest Bild in meinem Kopf, diese ganze. Bestrebens Sache, diese ganze Sache von noch mehr Dinge tun, noch mehr Dinge erreichen.

Das ist wie, als würdest du auf dem Gaspedal drücken, aber es gibt kein Bremspedal. So, es gibt in diesem Auto kein Bremspedal. Du kannst nur auf Gas drücken und du baust Geschwindigkeit auf und du hast dich irgendwann in diese Geschwindigkeit gewöhnt. An diese Effizienz gewöhnt, an diese Leistung gewöhnt, aber du kommst nicht mehr damit klar, weniger zu tun. So, es wird so gesehen zu so einer neuen Art zu leben, zu einer neuen Art zu fühlen.

Dieses ständige beschäftigt bleiben und die Toleranz hat sich gewissermaßen angepasst. Es ist wie mit allem im Leben, man kann das auf die Droge beziehen, von der man immer mehr braucht, um irgendwann auch das gleiche Gefühl zu erzeugen. Hier ist es genauso, du brauchst irgendwann immer mehr Dinge, die du schaffst, um ein Gefühl zu erzeugen, von jetzt reicht es, jetzt ist genug und. Und jetzt gerade ist so der Punkt gekommen, wo ich gemerkt hab, alter, ich erreich den nicht mehr, der ist, der ist irgendwie weg, der ist nicht mehr da. Und ganz ehrlich, das hat mich zum Nachdenken gebracht, so das hat mich zum Nachdenken gebracht ich mir dachte junge, warum machst du das denn alles so, du

tust es doch nicht um. Dich so zu fühlen, um vor gewissen Gefühlen wegzugehen oder ständig immer nur auf der Jagd nach dem nächsten zu sein. Ich meine, klar, es ist vielschichtig, ich kreiere etwas, ich drücke etwas aus, ich erreiche Menschen, und das ist wunderschön und gleichzeitig ist es aber auch dieser ständige Grind, der nicht rausgeht, so dieses Gefühl von du musst noch mehr tun, wofür wofür?

Am Ende geht es doch immer um das Gleiche. Ich will auch einfach nur Bock auf mein Leben haben, aber muss ich dafür all diese Dinge tun? Muss ich all diesen struggle mir aussuchen und und auf mich nehmen, bin ich Teil einer Maschinerie geworden, die ich mir nie freiwillig selbst gewählt habe, sondern zu der ich irgendwie wurde, weil ich zu viele Finger im Spiel hatte, keine Ahnung, aber wir werden es herausfinden in dieser Folge maybe.

Oder auch nicht es es geht. Diese Folge hat kein Auftrag, es geht nicht darum, mich hier für irgendwas zu beauftragen und dir zu erklären und fertig, sondern Perspektiven, du weißt es, Perspektiven die gewissermaßen etwas öffnen und ich möchte mit dem Bild einsteigen, was mir auch im Kopf kam, als ich diese Folge hier geskriptet hatte und zwar es war 2017 ich war damals in Lübeck, es war ein grauer Tag, es war zum Zeitpunkt, es waren viele graue Tage, es war Oktober, November.

Diese graue Wolkendecke, die habe ich gut in Erinnerung und windig war es auch und ich hatte zu dem Zeitpunkt meine erste Selbstständigkeit am laufen, so, die lief aber überhaupt nicht, ich war eigentlich nur an der Existenz minimumsgrenze gekratzt, habe Nebenjobs gemacht habe. Alle möglichen freiberuflichen Promotion Aufträge angenommen.

So eigentlich war ich Personal Trainer, aber ich habe eigentlich viel mehr Zeit damit verbracht in dem ich in Supermärkten zu stehen und Sachen den Leuten anzudrehen, einfach um natürlich irgendwas an Geld zu machen und es war so ein Tag eine Woche vorher wurde mir mein Fahrrad geklaut, bester Moment ever wenn ein Fahrrad geklaut wird und du einfach da stehst und du denkst wo ist mein Fahrrad jedenfalls braucht ich ein neues Fahrrad. Und hatte mir dann ein paar Tage später bei ebay Kleinanzeigen 1 herausgesucht und abgeholt und das war jetzt nicht mein Traumfahrrad, aber es war einfach ein Fortbewegungsmittel, was seinen Zweck erfüllt hat und dieses Fahrrad hatte aber schon von Anfang an so ein kleines

Problem im Reifen und deswegen musste ich mehrmals in der Woche den Reifen aufpumpen und an diesem besagten Tag bin ich dann zum Fahrradladen meiner Wahl. Den Fahrradladen gegenüber von einer blauen Aral Tankstelle, einer t Kreuzung und der hatte schon der hatte zu. Es war morgens, es war früh morgens, ich hatte n Termin beim Amt so um kurz den Background zu klären und ich hatte keinen Bock auf den Termin, ich hatte auch keinen Bock auf mein Leben zu dem Zeitpunkt so ich hatte keinen Bock auf den Alltag, ich hatte keinen Bock auf den Struggle zu dem ich mich mit dem ich mich komplett überfordert gefühlt hatte und dann stand ich da an dieser Fahrrad aufpump Station also es war so ne Fahrrad.

Zu einer Pump Pistole. Ich weiß schon was ich meine mit der man fachreifen auf um kann. Naja und dann auf jeden Fall schraube ich das Ventil auf, steckt diese Pistole drauf und Pump auf und 234 Sekunden später Boom der lauteste Knall den ich im gesamten Leben erfahren habe ich schwörs dir ich dachte wirklich es ist eine Art Bombe neben mir eingeschlagen oder so.

Und ich hab auch nur noch so nen lauten Tinnitus wahrgenommen. Ich hab nichts mehr gehört, es war nur dieser laute Tinnitus und dieses surreale Gefühl von was ist hier gerade passiert? Ich hab mich nur umgeschaut, ich dachte mein Gesicht wär verletzt, wollte gar nicht so an mein Gesicht fassen, weil ich Angst hatte, dass irgend ne irgend ne Wunde so die ich dann spüren werde und hab um mich herum geschaut was los ist.

Ob es irgendjemand wahrgenommen hat, aber der Alltag lief ganz normal weiter so, die Autos sind weiter gefahren, es ist anscheinend. Nichts passiert, nicht schauen, es war der Fahrradreifen ist einfach geplatzt, so gut dann als nächstes klarkommen so und dieser dieser Tinnitus der Mutter mit die Minuten wieder etwas weniger so ich kam wieder ins Hören, ganz weg ging er nicht und das hat mir auch Sorgen bereitet so, ich hatte meine erste Angst, weil sie noch war, so habe ich jetzt im bleibenden Hörschaden.

Ansonsten hatte ich keine Verletzungen, aber eben das Fahrrad der Fahrt reifen. Der war durch. Dann habe ich das Fahrrad einfach dort angeschlossen, weil ich musste los, ich hatte den Termin, habe dann im Bus genommen und bin dann mit dem Bus weiter zum Amt gefahren, wie gesagt diese einzige Sorge die ich damals hatte war, so geht das jetzt weg so dieser Tinnitus oder bleibt er er ging dann Gott sei dank irgendwann weg, ein paar Stunden gedauert und dass ich da mein Fahrrad abgestellt habe.

Bei the Way fällt mir gerade ein, ich habe es nie wieder abgeholt. So ein bisschen bisschen sinnbildlich für die Art und Weise, wie ich auch damals gelebt habe, so halb kaputte Sachen lieber lieber abstellen und sich nicht mehr darum kümmern, lieber weggeben, davon weg rennen, statt sich darum zu kümmern, naja.

Und warum jetzt diese Anekdote? So was hat die jetzt für einen, was hat die jetzt hier für einen Grund, warum ich sie erzähle? Schau mal dieser Fahrradreifen, deswegen kam ich da drauf, der hält nur einen gewissen Druck aus so 4 oder 5 bar irgendwann ist gut so, irgendwann reicht es wenn es ein alter Fahrradreifen war wie in dem Fall fahrradschlauch, dann ist natürlich noch mal anders, dann ist der Druck auch noch mal ein anderer und. Dann hält er noch weniger aus und wir alle Leben in einem System.

Können wir sagen, einem Familiensystem, ein beziehungs System oder auch im gesellschaftlichen System ist egal, aber da herrscht ein gewisser Druck und manchmal ist der Druck so viel, dass wir das Gefühl haben, wir platzen so, manchmal ist es einfach zu viel und. Was unsere Kultur oftmals anbietet und was ja auch in dieser ganzen Self Bubble gar nicht so thematisiert wird, ist eben diese Frage. Wir reden ganz viel über Selbstregulation, wir reden ganz viel über Achtsamkeit, Meditation, aber das sind oft auch irgendwie nur so, ja so Ventile, so Notfallventile, um irgendwie mit diesem gesamten Druck im System klarzukommen, aber gar nicht so das System selber sich anzuschauen, das ist so n grundsätzliches Thema.

Weil es sich zu schwer anfühlt, weil es sich zu komplex anfühlt, als dass wir das Gefühl hätten, wir können jetzt irgendwas daran ändern. Aber vergiss mal dieses größere ganze Kultur Ding, lass uns mal einfach auf dein Leben, auf deine Beziehung, auf deine Familie, auf das, wo du jeden Tag dich aufhältst, beziehen und da wirst du auch checken, dass dieses System einen gewissen Druck erfährt, wenn du gerade keine Beziehung hast, du keine Familie hast, du sehr viel alleine bist, dann ist auch das ein gewisser Druck in diesem System, weil wir Menschen, wir sind nicht dazu gemacht, um den ganzen Tag alleine zu sein, das ist auch n gewisser Druck, den wir erfahren. Ich hab letztens dieses Zitat

gelesen, dass. Das Gegenteil von Sucht sei nicht Nüchternheit, sondern Verbindung. So, und das ist auch sehr wahr, weil wenn ich überlege wann, hab ich das größte Bedürfnis nach Substanzen nach Flucht verspürt, nach Betäubung, nach, ich brauch jetzt irgendwas, damit ich mich weniger spüre, da war es, da war es die Momente, wo ich mich am isoliertesten gefühlt hab, die Momente, wo ich mich am isolierten und abgeschnittenes Gefühl hab, das waren die Momente, wo ich am ehesten etwas gebraucht hab, um das Gefühl zu betäuben. Und die Momente oder die Phasen, wo das Verlangen am geringsten war, waren die Phasen, wo ich mich am meisten verbunden gefühlt habe.

Das ist auch spannend, aber der Punkt ist, du kannst das beste Material haben, so, du kannst den besten Fahrradreifen haben. So, du kannst ganz viel an deiner Selbstregulation arbeiten und du kannst all diese Tools und Techniken aus dem FF beherrschen und deine Atem kontrollieren und deine Meditation praktizieren. Und das ist alles wertvoll und mega schön und und essentiell. Ich meine ich habe in der letzten Folge über meine 3 angesprochen, nichtsdestotrotz ist es ebenso wichtig, dass man hinschaut, weil auch du nur einen gewissen Druck standhalten kannst.

Und wenn dieser Druck irgendwann zu viel wird. Ist keine Schwäche ist oder fehlende Strategien, sondern der Druck ist einfach zu viel. Der Druck ist einfach zu viel, so auch der beste Fahrradschlauch hält nur einen gewissen Grad am Druck aus und irgendwann platzt er und wir platzen jetzt nicht auf die fahrradschlauch Art und Weise, aber es zeigt sich bei jedem anders.

Bei dem einen ist es eine Depression die ich bemerkbar macht, bei dem anderen ist es eine Art von Burnout, bei dem anderen sind es dann die Ängste, die Panikattacken so es zeigt sich bei jedem etwas anders und. Das sind sozusagen Symptome und nicht die Ursachen. Wenn wir von einer Angststörung sprechen oder von Panikattacken sprechen, dann ist die Panikattacke nicht die Ursache fürs Leiden.

Die Panikattacke ist eine logische Konsequenz aus einem System, das zu viel Druck, zu viel Spannung, einfach zu viel Emotionen erfährt, die gerade im Moment nicht gehalten werden können und. Das nicht zu verurteilen, das ist so der erste Schritt, das nicht zu verurteilen als Schwäche, als ich muss jetzt schnell loswerden, ich muss so schnell reparieren, nein, es ist gerade da und jetzt müssen wir hinschauen, was ich am ehesten vermeiden möchte, ist dieses Gefühl von ich hab keine Möglichkeit was zu verändern, so was ich Liebe, ist ein Gefühl von Selbstwirksamkeit, ich glaub das ist 1 essentiellsten Gefühle die wir, die wir brauchen um.

Um mit einer gewissen Haltung durchs Leben zu gehen, um nicht daran kaputt zu gehen, sondern um Wurzeln zu bilden und zu sagen, ja, Mann komme, was wolle ich schaff das so, die Angst darf da sein, ich pack das und gleichzeitig, und das ist eben dieser Balanceakt zu erkennen, du musst das nicht alles alleine schaffen. So, du bist auch nur ein Mensch und Teil von einem größeren Ganzen.

So und alles alleine auf die Reihe zu bekommen ist schon wieder so ne gewisse Ideologie, die uns früh eingepflanzt wurde und die auch irgendwo giftig ist. Sie mag zwar für den Moment so ne Bestärkung in sich tragen, aber auf der anderen Seite, du wirst an Grenzen geraten und wem gibst du dann dafür die Schuld und das ist meistens man selbst so ich ich bin ja das Problem so ich bin verantwortlich für mein Glück, ich muss alles allein auf die Reihe bekommen wenn ich es nicht schaffe, dann bin ich zu schwach und ganz ehrlich das Fuckt mich ab. Weil wenn du Vater oder Mutter bist und wenn du einfach sehr viel funktionierst, sehr viel leistest. So, und du musst halt alles irgendwie parallel bearbeiten und dein Kopf kreist um 20

offene Tabs. So, du hast n mental overload durchgehend, dann hast du diese Dynamiken, die einfach irgendwie immer schwieriger werden. So du triffst weniger Freunde, du redest ne Beziehung weniger miteinander. So du, das staut sich in deinem System selbst. Einfach so viel Druck an und dann hinzugehen zu sagen, weil du nicht glücklich bist, dann bist du selbst dafür verantwortlich, natürlich, aber ich will dir die Hand reichen und sagen, ey erstmal, du bist ein Mensch und dass es sich zu viel anfühlt, das ist nicht deine Charakterschwäche, das ist eine Phase und wir müssen einen Weg finden, um mit dieser Phase innerhalb dieses Lebens umzugehen.

Und hier bin ich und ich möchte dir einfach nur Wege aufzeigen, wie das gehen kann, nicht muss. Und eine Sache, die man immer im Kopf behalten sollte und das ist wirklich wichtig, ist dieses absolute so unser Verstand neigt dazu, gerade in Zuständen, wo alles zu viel wird, zu absoluten Aussagen zu greifen, so es ist alles für n Arsch, es ist alles verkehrt, es wird nur noch schlimmer, es kann niemals besser werden ich bin.

Ich bin am Arsch so, ich hab versagt, so diese Aussagen. Vielleicht kennst du diese Stories, dieses Gefühl von es wird nie wieder besser werden, so die Hoffnung ist verloren, wozu all das noch achte Mal darauf, wenn diese Stories entstehen, in was für einem Zustand sie entstehen, weil sie entstehen immer aus einem gewissen Zustand heraus, dem Zustand von Erschöpfung, von Überforderung, von Müdigkeit, und genau dann ist es wichtig, kurz Abstand zu nehmen.

Du kannst jetzt von mir aussagen, ich bin nicht das, was ich denke und so, aber du weißt selber, das hilft dir in solchen Moment überhaupt nicht weiter, weil wir verlieren uns in dem Gedanken, ob wir wollen oder nicht. Wir identifizieren uns mit dem Gedanken, ob wir wollen oder nicht, weil unser Denken passiert die ganze Zeit, es ist das Naheliegendste in unserer menschlichen Erfahrung, den Gedanken direkt persönlich zu nehmen, ihn als ich selbst zu identifizieren. Aber deswegen ist die Übung hier einen kleinen Abstand dazu zu haben, aufzuwachen.

Innerlich sobald du merkst, du fällst in dieses absolute Denken rein, so, das ist mein Leben für jetzt, für immer, es wird niemals wieder besser werden, es wird sich niemals wieder leichter anfühlen, dann wach, kurz auf und erkenne die Story, erkenne, dass es eine Interpretation und keine Wahrheit ist. Und die Interpretation lässt sich verändern, indem du bewusst registrierst, dass das nicht die Wahrheit ist. Wie geht es ganz einfach?

Du wachst einfach auf, du wachst innerlich auf, du checkst wo krass, ich bin voll in der Story abgerutscht und dann lässt es so stehen und fühlst, du fühlst, was da ist, was gefühlt werden will, weil die meisten unserer Probleme, das sind Zustandsprobleme, nicht lebensprobleme, wenn du in dein Leben jetzt hineinschaust jetzt gerade und ich frag das, ob ich jetzt gerade für ein. Problem in diesem Augenblick, dann wird die Antwort meistens sein.

Eigentlich habe ich jetzt gerade kein Problem, aber und da kommt das große, aber dein Verstand, der kennt natürlich hunderte Probleme, die noch in der Warteschlange stehen, wieso ein Fließbandarbeiter, wieso ein Vorarbeiter, weißt du, du kannst jetzt gerade vor dem Problem haben und. Und dann denkst du so, dass das, wenn das gelöst ist, so, dann dann habe ich endlich meine Ruhe.

So, dann habe ich endlich Erleichterung und dann machst du das, dann kümmerst du dich darum, dann arbeitest du es weg und zack fließt man zieht einen Schritt weiter und du hast das nächste Problem vor der Nase und stell dir vor, das hört niemals auf, das hört niemals auf so dein Verstand wird jeden Moment die ein neues Problem präsentieren können, sobald du das vor dir abgefertigt hast. Sobald du das Gefäß für den Moment gelehrt hast, du wirst im Moment der Rohanf erfahren, so das ist der Moment, wo das Fließband gerade weiterzieht und das nächste Problem sich auf dem Weg macht.

Aber Trust Me, darauf kannst du vertrauen, wie wie oft fast nichts in diesem Leben, dass das nächste Problem sich wieder in dein Bewusstsein vordrängen wird. Das nächste Ding wird kommen, was auch immer es sein wird, für manch einen sind es existenziellere Sorgen, für den anderen sind es das, was wir als Luxusprobleme bezeichnen, aber beide spielt keine Rolle, weil für beide ist es ein Problem, für beide ist es. Etwas, das man jetzt lösen muss, ehe man zur Ruhe kommen kann, ehe man sich die Erlaubnis geben kann, zu entspannen. Und natürlich will ich existenzielle Probleme nicht kleinreden und Grundbedürfnisse als Menschen nicht kleinreden und wir alle brauchen und darüber im Kopf und Gefühl von grundlegender Sicherheit und

das, das steht außer Frage, aber wenn diese Dinge gelöst sind, dann tischen sich die nächsten Dinge auf und das das hört nicht auf. Gleichzeitig möchte ich sagen, dass. Dass dieser Verstand, den wir dort gerade so ein bisschen als den Bösewicht diffamieren, nicht diese Rolle bekommen braucht, das ist er nämlich gar nicht.

Der ist nicht da, um dich zu quälen, so, der hat einfach nur die Aufgabe, dich nicht nur am Leben zu halten, sondern dich auch wachsen zu lassen, so und ja, neue Probleme erfordern neue Skills, neue Lösungen, neue Herangehensweisen, neue kreative Blickwinkel und das lässt dich wachsen und. Und jedes Ding kann Problem werden.

Du willst irgendein Projekt durchziehen, du willst vielleicht ein Buch schreiben, du willst den Instagram Account starten, du möchtest neue Beziehung eingehen, so alles wird zu so einem Thema im Moment und es wird zu so einem Problem und es gibt verschiedene Wege, wie du dorthin kommst. Und du musst jetzt auf deine Art und Weise herausfinden, wie du Lösungen kriegst dafür und was macht das, zu welcher Person wirst du auf diesem Weg und. Auch die schönsten Einfälle kommen eben vom selben Verstand, der dir diese Probleme vorschiebt. All die schönen Impulse, all die schönen Ideen, die wir so wertschätzen, für die wir so dankbar sind, die kommen auch von diesem Verstand.

Also was ich sagen will ist, es ist eben Teil derselben Medaille, so 2 Seiten auf der einen Seite die Probleme, die man immer wieder vorgeschoben bekommen, auf der anderen Seite aber auch die Lösungen und der Weg zu diesen Lösungen und die Möglichkeit zu einem neuen Menschen, zu einer neuen Version von sich selbst heranzuwachsen. Und was macht dich lebendiger als dieses Gefühl, an etwas zu wachsen?

Das ist doch eigentlich so der Kern, wenn du merkst, du spürst Wachstum in dir so, du wirst einer neuen Situation gewachsen, ich hab ja erst über Erwachsenwerden in einer letzten Folgen gesprochen und und das ist es so, du, du bist auch jetzt vielleicht in diesem System, wo super viel Druck herrscht und. In diesem Druck wirkt es so, als wär alles abgefuckt, weil dein Zustand am Limit ist.

So weil du oft müde bist, weil du erschöpft bist, weil du merkst, so, es geht irgendwie nichts und man fängt an, alles so absolut zu sehen, so es geht nie wieder bergauf, es wird alles nur noch beschissener. So, ich werd nie wieder mein Leben zurück haben, ich hab nie wieder meine Leichtigkeit, meine Vitalität zurück, alles wird irgendwie kacke und.

Ja, man kann da reinrutschen und man kann sich daran verlieren. Oder man kann aufwachen und man kann den kleinstmöglichen nächsten Schritt gehen, um innerhalb dieses Systems etwas Druck rauszunehmen. Und wie sieht es jetzt aus, weil ganz ehrlich, die Antwort ist, ich weiß es nicht, wie es für dich aussieht, ich weiß es nicht, ich weiß nur eine Sache und das weiß ich mit Gewissheit, diese Phasen, auch diese Phasen der Überforderung, vor allem diese Phase der Überforderung, die. Die wollte ich alle nicht.

Und jetzt gerade, wo ich sie auch erfahre, ich will sie nicht und es ist so schwierig, sich immer wieder darauf einzulassen, dass sie trotzdem gerade da sind und damit zu arbeiten, statt dagegen zu kämpfen. Aber was ist der Punkt, diese Phasen und auch diese Phasen in Lübeck damals, die hat dazu geführt, dass Konklarde überhaupt erst entstehen konnte, dieser Pain. Dieser Schmerz, es war so die Geburtsstätte von all dem, das heißt, hätte ich mich dem nicht geöffnet, hätte ich das alles nicht zugelassen, dann wäre all das, was ich jetzt hier gerade mache, auch nicht vorhanden und das wäre schade, weil das, was auf dem Weg entstanden ist und die Person, die ich auf dem Weg wurde, die will ich nicht missen

und ich sag das nicht, um so ein Buy Passing Modell draus zu machen, ich will wie gesagt deinen Schmerz nicht kleinreden, ich will deine Überforderung nicht kleinreden. Die darf da sein und sie darf gespürt werden und das merken, da ist gerade viel Druck und gleichzeitig möchte ich dir aber immer noch die Perspektive aufhalten, so dass das nicht für immer so sein wird und dass es auch eine Phase ist und dass diese Phase, wenn du aktiv damit arbeitest, zu der wertvollsten Phase des Lebens werden kann, wenn du dich dafür entscheidest.

Wenn du dich dafür entscheidest zu sagen, ja, das ist gerade mein Leben und. Und das ist gerade meine Überforderung, und das ist gerade meine Müdigkeit, und das ist gerade meine Erschöpfung, und das sind gerade meine viel zu vielen Aufgaben. Und statt dagegen anzukämpfen, finde ich einen Weg, damit umzugehen und wenn das bedeutet, ich finde Ressourcen im Alltag, ich gebe etwas ab, ich lasse auch gewisse Neurosen draufgehen, weil ich muss nicht immer ständig diesen Ordnungszwang aufrechterhalten, ich muss nicht ständig alles unter Kontrolle behalten, ich muss auch nicht ständig immer perfekt essen und dafür sorgen, dass die Kinder das Perfekteste Essen bekommen, ich darf auch hier etwas. Loslassen, weil ich will nicht

noch mehr Druck reinstecken durch meine inneren Neurosen, weil ganz ehrlich, das System mag eine Sache sein, aber wir tragen zu diesem System bei durch die Art und Weise, wie wir innerhalb dieses Systems interagieren und reagieren und. Da können wir ansetzen. Wir können uns Räume schaffen im Alltag, das geht, wenn wir bewusst hinschauen, wenn wir merken, die Müdigkeit ist gerade heftig, uns 10 Minuten rausnehmen und uns hinlegen und die Augen schließen und uns in dieses Gefühl fallen lassen, so kurz wieder etwas Luft.

Rausgehen lassen aus diesem viel zu vollen Fahrradschlauch. Vielleicht ist das die Metapher, die du hier mitnehmen kannst, dieser Fahrradschlauch, und einfach dieses Gefühl in dir zu spüren, wenn der Druck gerade zu viel wird. Jeder von uns hat gewisse Ventile, wenn du merkst, der Druck in dir platzt förmlich auseinander, dann gibt es ganz viele verschiedene Wege um damit umzugehen, du musst nicht gezwungenermaßen den Joint rauchen oder wieder zur Tafel Schokolade greifen oder zum Glas Wein ansetzen.

Das sind Wege, die man vielleicht in der Vergangenheit gegangen ist. Aber wenn du merkst, irgendwas in dir wehrt sich dagegen und du spürst so, eigentlich will ich das nicht, dann ist das n wichtiges Signal, weil hier nen Wert berührt wird und es gibt andere Wege und du darfst sie selber finden. Du darfst sie selber für dich finden, weil es gibt nicht den einen perfekten Weg.

Es muss jetzt für alle Meditation sein, Nein muss es nicht. Aber Präsenz als Grundhaltung ist immer entscheidend, um überhaupt sich auszurichten und hinzuschauen, zu spüren, was gerade da ist und ob du dann eine Runde um den Blog sprintest oder mit deinem Haustier Kuschelst oder eine runde dich dehnt oder deine Blumen gießt oder etwas in der Pfanne anbrät oder dich schüttelst oder Musik hörst oder laut einfach nur schreist.

Es gibt so viele Wege, um mit Gefühlen umzugehen, um mit Druck umzugehen, um Spannung abzubauen in dir. Weil du merkst ja dann selber auch, sobald diese Spannung wieder etwas runter geht, sobald der Druck wieder etwas runter geht, ist wieder mehr Raum da. Du kannst wieder freier atmen und auf einmal ist dann auch wieder dein Blick größer und weiter auf einmal sind die Probleme doch nicht mehr so fucking lebensbedrohlich und so absolut auf einmal merkst du, oh, es gibt ja auch andere Blickwinkel, es gibt andere Perspektiven, es ist nicht alles schwarz oder weiß.

Alles was ich dir sagen will ist, sobald du in denken drin steckst bemerk es und bemerk es nicht als die absolute Wahrheit, sondern als ein Ausdruck deines Zustandes. Gedanken sind Interpretationen von Emotionen und diese Emotionen, diese Gefühle, diese Empfindungen. Die zu fühlen als reine, rohe körperliche Empfindung, das ist die Kunst. Und es ist genauso ne Schwierigkeit und Herausforderung, weil wir eben so nah an dem Denken sind und so stark darin konditioniert sind, uns damit zu identifizieren, dass wir das Gefühl selber komplett verlieren, aus unserer Wahrnehmung.

Aber es ist immer etwas da, was gefühlt wird, auch wenn du diese Worte hier hörst. Da ist etwas in dir, das gefühlt werden darf. Und wenn du es für n Moment zulässt, selbst wenn es nur ne Leere ist oder ne schwere ist oder so n grundsätzlich betäubt sein oder so n ich fühl gerade nichts, dann fühl dieses nichts. Wie fühlt sich das an nichts zu fühlen? Es muss nichts aufregendes, lebendiges, schönes, Angenehmes sein, das darf sich auch einfach sehr neutral, subtil, alltäglich anfühlen, auch das ist erlaubt, es gibt hier kein richtig oder falsch, du kannst auf jeden Fall nicht nichts fühlen in dem Sinne, du fühlst immer etwas.

Weil du ein Mensch bist. Diese ganze menschliche Erfahrung ist Basicly eine Aneinanderreihung von Gefühlswelten. Und diese Gefühlswelten entscheiden darüber, welche Welt du gerade wahrnimmst. Die objektive Realität, die mag sich nicht verändern, so die materielle Welt um dich herum, die mag dieselbe sein, aber der Gefühlszustand, aus dem du sie heraus wahrnimmst, der sorgt dafür, dass du sie halt komplett anders wahrnimmst.

So, wenn du gerade in einer Trennung steckst. Alter, wie nimmst du die Welt wahr, wenn du gerade verliebt bist? Wie nimmst du die Welt wahr, wenn du gerade müde bist? Wie nimmst du die Welt wahr? Also du verstehst, worauf ich hinaus möchte. Diese Gefühle sorgen nicht nur für eine veränderte Wahrnehmung, sie sind die Wahrnehmung und lass uns vielleicht auch noch mal jetzt über diesen Druck sprechen, weil.

Es ist doch so. Wir alle fahren auf dieser Rennstrecke des Lebens, manche mit mehr Geschwindigkeit, manchmal mit weniger Geschwindigkeit, weil wir alle fahren und fahren und in unserer Gesellschaft wirkt es halt auch wirklich, wieso ne Rennstrecke, wir fühlen uns von anderen abgehängt, weil sie schon mehr erreicht haben in einem jüngeren Alter oder in einer anderen Phase ihres Lebens, und wir meinen, wir müssten auf unsere Art und Weise mehr Gas geben, wir müssten weiterkommen, weiterkommen, weiterkommen und weißt du bei dieser Rennstrecke vergessen wir eine Sache, dass es auch Box und Stopps gibt. Dass wir auch mal an die Seite fahren dürfen, dass wir nicht ständig 100% aufs Gaspedal

drücken müssen, sondern uns auch mal erlauben dürfen oder wir uns erlauben müssen, auch mal an die Seite zu fahren, um mal kurz die Räder gewechselt zu bekommen, um einen Moment innezuhalten und so ein Boxenstopp, das kann alles sein. Alles, was dir gerade ein Gefühl von Leichtigkeit schenkt, alles, was dir ein Gefühl von. Durchatmen schenkt.

Was sind deine Boxenstopps im Leben? Vielleicht ist das Malen von Mandalas vielleicht häkeln, vielleicht dich mit einem Freund, Freunden, einfach nur für einen Kaffee treffen, so du weißt was ich meine, es ist wichtig, dass wir diese Boxenstopps nicht nur als einen Zeitvertreib betrachten, sondern als eine essentielle Sache in unserem Leben, um überhaupt auf dieser Strecke weiter zu fahren, weil andernfalls crashen wir. Weißt du, wir sind alle hier Feldforscher unseres eigenen Lebens.

Es gibt für dein Leben keine vorgefertigte Anleitung und auch hier die Dinge, die ich ans Mikrofon spreche, was am Ende davon bei dir hängen bleibt und was nicht, das kann ich nicht festlegen und ist der Druck in deinem System, den kann ich für dich nicht klären, aber du kannst es und daran glaube ich ganz fest und. Und dass du erkennst, dass es eine Phase ist und dass du erkennst, dass das Leben ganz viele Spielräume bietet und dass jetzt gerade nicht etwas ist, das du schnellstmöglich loswerden musst, sondern etwas, das du integrieren darfst. Etwas, aus dem du lernen darfst.

Was bringt das leben dir gerade bei? Nimm die Lektion mit, welche Werte wollen gerade gelebt werden, die in dir sind, die nach Ausdruck verlangen, welche Werte? Welche Boxenstopps dienen dir hier auf dem Weg, um den Druck dieses Rennens etwas zu entgehen? Für den Moment weißt du, du brauchst von niemand die Erlaubnis für ein Verhalten oder gegen ein Verhalten, du brauchst von dir selbst die Übereinstimmung, lebst du mit deinen Werten im Einklang, ist es etwas, was du aufrichtig tust?

Wir haben ja über Reue gesprochen, letzte Folge, ich glaube, es gibt nichts zu bereuen, alles was du bewusst tust, kannst du nicht bereuen, weil du es bewusst getan hast, weil du bewusst dafür eingestanden bist. Aber. Also alles was ich dir sagen will ist, du findest deine Antworten. Du findest deine Antworten aber nicht, indem du in die Zukunft schaust und versuchst alles vorhersagen zu können, sondern indem du jetzt in deinem Leben genauer hinschaust und dir die Frage stellst, wo in dem System, wo gerade so viel Druck ist, kann ich einen Ventil schaffen, einen Freiraum schaffen, einen Boxenstopp schaffen, wo kann ich mir etwas abnehmen lassen?

Welche Neurose kann ich draufgehen lassen? Wo mache ich mir selber noch unheimlich viel Druck, der gar nicht sein müsste und dafür, sich nicht zu verurteilen, sondern ich sehe es es einfach nur zu sehen als eine Facette deiner Menschlichkeit. Weißt du, weil ich habe ja schon gesagt, und ich sage es mal wieder, es ist so einfach, sich selbst zu verurteilen, es ist passiert automatisch, es ist so schwer bei sich zu bleiben, so schwer bei sich zu bleiben, wenn so eine Wahrheit ans Licht kommt, wenn du merkst, fuck das.

Das so viel neurotisches Drama, dass ich übertrage auf mein Leben, auf andere Menschen. Aber in dem Moment, wo du siehst, hast du die Möglichkeit, es anders zu machen, und das fühlt sich am Anfang erstmal nie gut an. Es fühlt sich nie gut an, es fühlt sich ungewohnt an, es fühlt sich schwer an, es fühlt sich auch ein bisschen bedrückend an, aber irgendwann merkst du, es ist nicht gefährlich, Dinge anders anzugehen, es ist nicht gefährlich, wenn die Wohnung nicht sofort sauber ist, es nicht gefährlich, wenn ich neue Wege gehe.

Es ist nur ungewohnt und deswegen erstmal ein bisschen unsicher. Aber auch das darf sein, auch das darf gefühlt werden, um hier einen Abschluss zu machen, dieses Gefühl, es reicht noch nicht, das Gefühl begleitet mich so viel gerade und gleichzeitig sind es Momente wie diese hier, wo ich mir selbst wieder bewusst mache, es reicht, es hat schon immer gereicht und. Und sobald ich wieder in meinem Denken verstrickt bin, dann dann reicht es nicht mehr, dann ist wieder die Angst da, dann ist wieder diese Sorge übermorgen da, dann sind wir diese ganzen Projektionen da, die aus dem Zustand heraus versuchen, irgendwas zu garantieren, vorherzusagen, zu interpretieren, aber es reicht, es reicht, kannst du das fühlen für den Moment jetzt, gerade

wenn ich das sage, es reicht, es ist gerade okay und. Und wenn du es fühlen kannst, wenigstens nur für eine Sekunde, für einen Moment, dann reicht es schon. Du wirst dich immer wieder in diesem, es reicht noch nicht verlieren, weil wir in einer Gesellschaft leben, die auf es reicht noch nicht aufgebaut wurde, konditioniert wurde jeder einzelne von uns, es reicht noch nicht, wir müssen erst noch den nächsten Schritt geschafft haben, das nächste Ziel erreicht haben, die nächste Etappe geschafft haben, das Problem ist nur, dass währenddessen unser Leben geschieht und wir es aufschieben, in der Hoffnung, dass es sich irgendwann besser anfühlt und und vielleicht wird es aber vielleicht auch nicht.

Und was ist, wenn dieser Moment alles ist, alles, was du gerade fahren kannst, ist dieser Moment, und wenn du merkst, der Druck gerade zu viel wird, dann findest du jetzt in diesem Moment einen Weg, um damit umzugehen, nicht in 5 Jahren. Und wenn du merkst, dass dein Verstand in diese absoluten Geschichten abdriftet, es wird immer so sein, es wird nie besser werden, es wird alles bergab gehen, dann ist jetzt im Moment, wo du aufwächst und einen Schritt zurück gehst, nicht die ganze Story verändern kannst.

Weil kannst du nicht, du kannst die Gedanken nicht so stark beeinflussen, wie du gerne willst, aber du kannst das Gefühl dahinter fühlen, du kannst da bleiben, im Gefühl und im Körper signalisieren, ich bin da, ich bin in Sicherheit und. Und das ist alles, was wir tun müssen, immer wieder aufs neue und ist im Leben anvertrauen, sagen.

Ich weiß nicht, wie es weiter geht, aber ich gehe den nächsten Schritt und ich Sorge dafür, dass es mir dabei so gut wie möglich geht. Das ist das einzige Versprechen, dass du einhalten darfst. Du sorgst dafür, dass es dir dabei so gut wie möglich geht, du sorgst dich um dich und auf dem Weg lernst du so vieles und macht diese Erfahrung und und lernst und wächst. Und wirst du jemanden?

Aus dem du aufschauen kannst im Moment, weil ganz ehrlich, schau auf die Version von vor 5 Jahren oder 10 Jahren mit ihren Sorgen, mit ihren Problemen und da würdest du auch nicht zurückblicken und sagen was für ein schwacher Mensch du würdest sagen was für ein Mensch, was für ein Mensch hat gedacht, das wäre das Ende hat gedacht das wäre so alles.

Und plötzlich kam was ganz anderes und was du gelernt hast auf diesem Weg und wer du wurdest auf diesem Weg, das ist doch, dass das auch die Schönheit, dass die Schönheit, für die es keine schlauen Konzepte gibt, sondern es ist einfach eine Sache, die du zwischen dir und dem Leben ausmachen muss, die Schönheit, die Schönheit des Menschseins, es reicht, und an dieser Stelle. Der Reminder, wenn du das, was wir hier besprechen, auf der täglichen Ebene wirklich praktizieren und anwenden und verinnerlichen willst, da gibt es dafür die Bleib hier App, die wir von einem Jahr ins Leben gerufen haben. Probier sie aus den Link dazu findest du in der Beschreibung und ich sage an dieser Stelle von Herzen danke für deine Zeit, danke, dass du hier bist und

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