
KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 107
#107 | Was passiert, wenn du bleibst.
Sonntag, 13. September 2026 · 34 min
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Shownotes
(EP107) Hierbleiben, wenn alles in dir weg will.
In dieser Folge geht's um den Kern von allem, worüber ich seit Monaten rede: was hierbleiben eigentlich bedeutet. Es geht um Rückkehrgeschwindigkeit, warum Heilung nicht heißt, dass es aufhört wehzutun, und über einen Moment vor ein paar Tagen, wo ich selbst überhaupt nicht klarkam.
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Jeden Tag klarkommen in der BLEIB HIER App (kommklardigga.com/pages/bleibhier).
Und hier Teil der KKD GANG (kommklardigga.com/pages/kkd-gang) werden <3
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Als ich dann da lag und gemerkt habe, ich kann meinen Kopf nicht mal mehr bewegen, ist bei mir alles durchgebracht. Und dann habe ich es noch mal versucht, habe mich noch mal zurückgelegt, habe mir noch mal diese Metallkappe aufsetzen lassen und dann wieder kompletter Abbruch und dieses Mal war wirklich so das Panikgefühl heftig, unaushaltbar, förmlich. Und als ich dann das zweite Mal sozusagen da saß, ist ein Bild in mein Bewusstsein aufgetaucht, ich habe mich selbst von außen wahrgenommen, als als ich noch ein ganz kleines Kind war, so vielleicht 23 Jahre alt und.
Es war von außen ein Schrank gesehen und in diesem Schrank war ich selber eingesperrt in der Kiste und habe um mein Leben geschrien. Was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge komm klar digga, mein Name ist Jonas und in der heutigen Folge möchte ich über etwas sprechen. Das natürlich wie immer mir am Herzen liegt und dir natürlich auch am Herzen liegt und es einem am Herzen liegt.
Es geht, es geht um etwas, das den ganzen Kern, ja ich will es so beschreiben, den ganzen Kern meiner, ich würde mal sagen, aktuellen Philosophie umschreibt, ich meine, ich rede viel über das Hierbleiben im Moment und auch in den letzten Monaten und die App heißt ja nicht umsonst, bleib hier. Und ich möchte heute mal darüber sprechen, was es im Kern damit auf sich hat. Dieses Jahr war geladen und eine Phase war der Umzug, wir sind dieses Jahr umgezogen in eine andere Wohnung, in eine größere Wohnung, und ich habe mir das alles einfacher vorgestellt und der Umzug selber war eine Sache, aber die ganzen Umstände, die neben dem Umzug noch entstanden waren, haben mich ziemlich krass gefordert und auch überfordert.
Und zu dem Zeitpunkt waren einfach viele offene Konflikte in mir, so vor allem die Frage, auch was mach ich jetzt hier aus ihrer Selbstständigkeit, so wie will ich das ganze Ding weiter anschieben. Ich hatte große Kosten in meinem Leben, so ich musste viele Rechnungen zahlen, muss es immer noch und die Frage ist natürlich für jeden Selbständigen so wie kannst du es langfristig bewerkstelligen und in meinem Fall auch so transparent und und so ehrlich wie möglich ohne ständig Produkte zu verkaufen und ohne ständig darüber zu reden was man alles für Sachen anbietet.
Schwieriges Zweischeidiges Schwert und das war eine Sache. Der Umzug selber war, war, war auch eine Belastung und dann wurde Dani krank. Dann wurde die Kleine krank, dann war ich 2 Wochen lang hier, gefühlt in diesem ja in diesem Chaos mit die ganzen Umzugskartons und dann habe ich parallel Gespräch mit Verlagen geführt und habe irgendwie wieder so meine Ausrichtung gesucht und in dieser Zeit kam auch so ein Schwindel bei mir dazu.
Also ich habe angefangen so ein Schwindel zu entwickeln. Den ich auch nicht erklären konnte. Also ich bin morgens aufgewacht, mir war einfach nur schwindelig und das habe den Tag mal stärker, mal schwächer und ich hab mir gedacht, das ist jetzt irgendwie nach, das wird nach n paar Tagen spätestens weg sein, es ging aber nicht weg, es war dann ein 2 Wochen später bin dann zum Arzt gegangen und der hat mich dann eigentlich Straight zum Neurologen überwiesen und der Neurologe hat dann erstmal so n paar Test mit mir n paar Testungen mit mir gemacht.
Und hat dann auch noch mal gesagt, Hey, vermutlich einfach nur gutartiger Lagerungsschwindel. Das wird den nächsten 2 Wochen weggehen und es ging dann aber auch nicht weg und dann hat er mich zum MRT überwiesen, einfach nur um sicher zu gehen und ich hatte meinem Leben noch nie noch nie ein MRT und ich hatte auch noch keine Vorstellung darunter, was ich da jetzt genau fühlen werde oder machen werde.
Ich wusste okay eine Röhre und ich werde im Kopf da rein und dann nach 15 Minuten das Thema gegessen. Aber es war dann dieser besagte Morgen, an dem ich den MRT Termin hatte und ich hab an diesem Morgen auch schon nen immensen Stress gehabt. Es gab ne Sache nen offenen Konflikt im Raum den ich nicht gelöst hatte in dem zu dem Zeitpunkt und ich hab auch nichts gegessen und da musst du dir vorstellen ich fahr also schon mit einem gewissen gewissen Stress zu dem Termin und bin dann da angekommen, da wurde irgendwann mein Name aufgerufen, ich bin dann mit der Frau mitgegangen und hab mich hingesetzt.
In diesem Besprechungsraum vor dieser großen Maschine die richtige Eindruck gemacht hat. Und dann hat sie mit mir so n paar Fragen geklärt und sie sagte, ich hätte auch online in dem Formular vorab angekreuzt, dass es für mich OK wäre, n Kontrastmittel zu nehmen und in dem Moment dachte ich mir so, nee, eigentlich ist es für mich nicht OKN Kontrastmittel zu nehmen, dann war ich in diesem Moment schon so in dieser Entscheidungsparalyse so soll ich Kontrastmittel nehmen, soll ich nicht Kontrastmittel nehmen, ich hab dann mich dagegen entschieden. Und wie gesagt, wir sprechen hier nüchterner Magen eh schon morgens Stress gehabt, jetzt noch diese Entscheidung und nicht Kontrastmittel und dann
wollte ich mich umziehen beziehungsweise ausziehen und bin dann danach in den Raum mit dem Gerät gegangen, hat mich auf diese Liege gelegt beziehungsweise hingesetzt, sie haben noch ein paar Sachen dazu erklärt, dass gleich laut wird und dass ich noch so ein Ding aufgesetzt bekomme und da wurden mir schon ein bisschen unwohl bei weil.
Ich zum Zeitpunkt noch nicht gecheckt habe, muss ich da. Jetzt muss ich jetzt ganz rein oder nicht und hat dann hat eine Rückfrage gestellt, so wie weit muss ich dann da rein und sie meinte, Hey du musst komplett mit dem ganzen Körper in diese Röhre und da war ich so, also ich saß da halt halb nackt auf diesem sterilen Platz in einem ganz hellen Raum, der außer wieso eine große Halle eigentlich ich.
Hinter mir diese diese Röhre, dieses riesige Gerät mit dieser engen Röhre. Und ich habe mal wieder so nach hinten geschaut, um mich zu vergewissern. So Alter kann ich mir das gerade vorstellen, da jetzt reinzugehen, weil es wurde in mir immer enger und immer bedrückender und dann haben wir erstmal gesagt, okay, probieren wir es mal, leg dich jetzt erstmal zurück, so habe ich mich hingelegt und dann hat sie mir so eine Metall Kappe über den Kopf. Übergelegt also die Übergelegt, sondern so, so Eingeklickt, so, ich konnte es auch nicht händisch lösen, sondern du lagst dann da und du hast dann diese Kopfhörer auf und du kriegst dann noch so eine Metallhaube so drüber über dein Gesicht, damit du den Kopf und nicht noch
weiter bewegen kannst. Und Boy, das war, das war für mich der Gegner, als ich dann da lag, gemerkt habe, ich kann mein Kopf nicht mal mehr bewegen, ist bei mir alles durchgebracht, dann habe ich gesagt okay stopp wir, wir müssen das mal eben kurz unterbrechen. Sie hat die Metallkappe wieder abgemacht. Sie schien auch schon so n bisschen gereizt, weil der Tag war gefüllt mit Terminen.
Ich mein MRT da überhaupt n Termin für zu bekommen, so kurzfristig ist eh nicht die Selbstverständlichkeit und die haben n gewisses Zeitfenster und das hat sie mir auch versucht n bisschen klarzumachen ohne mich jetzt krass zu pushen, weil sie hat auch gemerkt Ey der Junge kann auch nichts für und ja also ich war dann in dieser in dieser Schwebe so was mach ich jetzt ich hatte. In mir immer mehr beklommenheit, Panik empfinden gehabt und dann habe ich es noch mal versucht, habe mich noch mal zurückgelegt, habe mir noch mal diese Metallkappe aufsetzen lassen und und dann wieder kompletter Abbruch und dieses Mal war wirklich so das Panikgefühl heftig, also unaushaltbar förmlich.
Und als ich dann das zweite Mal sozusagen da saß und diese krasse Panik in mir wahrgenommen habe. Ist n Bild in mein Bewusstsein aufgetaucht und dieses Bild war wie folgt. Ich hab mich selbst von außen wahrgenommen, als als ich noch n ganz kleines Kind war, so vielleicht 23 Jahre alt, und zwar von Außen n Schrank gesehen und in diesem Schrank war ich selber eingesperrt in der Kiste und hab um mein Leben geschrien. Und der Hintergrund ist, dass als als kleines Kind wurde ich spaßheitshalber, muss man sagen, vom von meinem älteren Bruder. Liebe Grüße an dieser Stelle und seinem Freund, die waren Teenager, haben es nicht böse gemeint in so ne legokiste Reingesperrt und dann haben die mich in einen in einen Schrank reingelegt und den Schrank
zugemacht, das hielten die damals für ne lustige Aktion und wie gesagt no fuck and Front ich will jetzt hier nicht irgendwie schuldbewusstsein hervorrufen, sondern die waren 12 Jahre alt. Ich war 3 Jahre alt und gleichzeitig hat diese hat dieses hat diese Situation bei mir todessangs ausgelöst. So das kann man nicht relativieren und das war, das war der Moment wo ich mich genauso gefühlt habe wie damals in dieser Kiste, das war der Moment, wo diese ganze Panik in meinem System hochgerufen wurde und ich damit überhaupt nicht klar gekommen bin und in mir nur noch eine Sache geschrien hat, nämlich ich will hier weg, ich muss hier raus.
Und die Mitarbeiterin? Die hat natürlich auch gemerkt, so, der ist gerade irgendwie nicht in der Lage, da jetzt reinzugehen und hat uns zu mir gesagt, schauen sie mal, wir können den Termin heute sein lassen, weil wir müssen jetzt auch langsam weiterkommen, sie können neuen Termin machen, sie können auch gerne eine Begleitperson mitnehmen, vielleicht hilft Ihnen das ja und sie fühlen sich dadurch irgendwie gestärkt oder so, und als sie gesagt hat, Begleitperson. Das hat was bei mir ausgelöst, weil ich habe zu dem Zeitpunkt schon über Monate viel darüber gesprochen, sich selbst zu begleiten und in diesem Moment bin ich dann innerlich so ein bisschen aufgewacht, habe mir gedacht, Jonas, das hier ist der Moment, wo du jetzt die
Möglichkeit hast, dich selber, also dieses Kind in dir, das gerade diese Todesangst verspürt. Zu begleiten und natürlich auch mit dem Wissen, dass es jetzt keine romantische Aktion sein wird. Ich nehme dich in den Arm, ich bin präsent und alles wird gut, Nein begleiten in dieser heftigen Panik, in dieser heftigen Angst. Und dann habe ich mir gesagt, das hier ist die beste Möglichkeit, jetzt all das, was ich über die Monate geredet hab, wirklich in die Praxis umzusetzen und habe ich so davor gesagt.
Ich probiere es noch einmal. Ich habe mich dann wieder hingelegt und ich habe die Kappe aufgesetzt bekommen und mein ganzer Körper war zu dem Zeitpunkt noch am Beben. Ich habe die Augen geschlossen und mich in diesem Moment komplett diesen ganzen körperlichen Empfindungen hingegeben, dieser ganzen Enge, dieser Schwere, diesem.
Dieser flachen Atmung, diesem Druck im Brustkorb, diesen schwitzigen Händen, mich nicht mehr dagegen gewehrt, nicht mehr dieser Geschichte geglaubt, die der Verstand daraus macht, sondern mich komplett auf die Empfindung eingelassen. Und das klingt natürlich sehr einfach, aber es ist in der Praxis unheimlich schwer und jeder, der mit diesen panikgefühlen Erfahrung hat, weiß, wovon ich hier spreche, jedenfalls fuhr. Fuhr ich dann in die Röhre und ich war dann ich war dann da drin und ich hab ich hab auch die Augen bewusst geschlossen gelassen um nicht noch mehr zu erzeugen, sondern geschlossen gelassen und immer wieder das Gefühl gespürt, wie ist es gerade in dieser Röhre zu sein, wie ist es gerade für meinen Körper und hab dann gemerkt, je
mehr ich mich immer wieder darauf einlassen konnte, nicht in den Gedanken. Mich zu verlieren, sondern zurückzukommen zum Körper, die Atmung zu vertiefen. Desto mehr habe ich gemerkt, dass ich auch mein Körper wieder entspannt und nach 23 Minuten habe ich schon eine relative Entspannung gespürt. Nach 56 Minuten war ich mitten in dem Prozess, es war laut, aber ich war total ruhig, ich war total bei mir und nach 25 Minuten war es vorbei, dann bin ich rausgefahren worden. Und die die Frau hatte schon damit gerechnet, dass ich jetzt so komplett aufgelöst bin, so den krassen Kampf mit mir geführt hätte und und alles gegeben habe. Aber ich war tiefenentspannt und davon war ich selber. Ich war selber davon so
beeindruckt, weil ich mir dachte, ja Mann, genau darum geht's, genau darum geht's. Dass du nicht glaubst, diese Gefühle müssten erst aufhören, damit du darüber hinaus wächst. Nein, Selbstregulation im Kern und hier bleiben im Kern bedeutet, du spürst genau das, was du die ganze Zeit nicht spüren wolltest. Du spürst diese, diese engen, unangenehmen Empfindungen im Körper und bleibst genau da.
Und was passiert dann? Dein Nervensystem checkt und registriert. Wenn ich das fühle, bin ich nicht mehr in Gefahr, weil jemand ist ja da, wie als hätte ich dieses 2 oder dreijährige Kind, den kleinen Jonas damals in der Kiste begleitet und ihm halt gegeben und ihm damit signalisiert, du bist in Sicherheit.
Und wenn wir über Heilung sprechen, dann sprechen wir oft über so einen romantisches ideal. Von Wegen, wenn ich erst einmal geheilt bin, dann wird alles einfacher. Nein, Heilung passiert genau dann, wenn es richtig unangenehm ist, aber du nicht mehr diesen Impuls nachgehst davor zu flüchten, das ist Heilung und es ist unangenehm, aber du bist in der Lage, mit diesem unangenehmen klarzukommen. Und wenn du das immer wieder auch im Alltag bemerkst und zurückkommst und praktizierst und mal gelingt einem das besser und mal gelingt einem das gar nicht. Aber du wirst merken, je öfter du dich daran erinnerst, desto besser und desto flowiger fühlt sich das Leben an, so weil du bist nicht mehr so krass im
Widerstand, du bist nicht mehr immer auf der Flucht oder immer im Angriff, sondern du bist bei dir, du bleibst hier und was entscheidend ist wenn wir darüber sprechen, ist nicht so sehr die Fähigkeit. Wie lange kann ich hier bei mir bleiben, sondern die Fähigkeit zurückzufinden. Diese Rückkehr Geschwindigkeit ist der eigentliche Punkt, weil egal wie bewusst du bist, egal wieviel Meditation du praktiziert oder was auch immer du für Dinge tust, du wirst dich verlieren, du wirst dich verlieren heftigen Emotionen die kommen und du kannst nichts dagegen tun und.
Und je nachdem auch wie beladen deine Vergangenheit ist, je nachdem wieviel Erfahrung, wieviel Intensität du in deiner Kindheit durchleben musstest, wirst du in deinem Leben, in deinem Alltag, in Beziehungen vor allem mit gewissen starken Emotionen konfrontiert. Und du kannst dagegen nichts tun. Die Frage ist nur, wenn du dich dann verlierst in diesen Gefühlen und wenn du dann komplett verloren gegangen bist, wie schnell?
Kannst du den Weg zurückfinden? Darum geht's und ich bemerke meiner Tochter auch immer wieder etwas Besonderes, das glaube ich, jeder kennt, der einen Kleinkind miterleben darf, nämlich ihre persönliche Rückkehrgeschwindigkeit es ist so, wo ich gerade von ihr spreche, ich mir ist eingefallen, ich habe eine kleine oder eine große Kette von ihr bekommen. Hat sie mit einer Freundin für mich gebastelt und ich dachte mir, für diese Folge ziehe ich mal diese Kette an. So auf jeden Fall, was mir bei ihr auffällt oder bei Kindern allgemein, die kann so krasse, so intensive Emotionen in so kurzer Zeit erleben.
Die kann von einer heftigen Fröhlichkeit in ne heftige Wut, in ne heftige Traurigkeit zurück, in ne heftige Fröhlichkeit übergehen und es wirkt so, als würde ihr System, ihr, ihr Körper, ihr ihre Psyche gegen nichts davon ankämpfen. Es floht einfach so durch sie hindurch, die Energie findet ihren Weg nach draußen, heulen, schreien, Rennen schlagen, egal, es kann alles ausgedrückt werden.
Und dementsprechend ist ihre ihre Rückkehrgeschwindigkeit immer daran geknüpft, wie wie schnell ihre Emotionen ihren Ausdruck bekommen und wie sehr wir auch als als Familie, als Begleitung, als Bindungsperson den Raum halten können. Und das gelingt uns auch nicht immer so. Ich merk auch bei mir, es gibt Momente, da ist es einfach zu viel so, da spür ich auch einfach den Impuls, ich will hier weg, ich will das alles nicht mehr, ich hab da keinen Bock mehr drauf und ich hab einfach nen krassen Respekt vor.
Vor jedem Menschen sowieso, aber vor vor Eltern. So. Es ist einfach eine heftige Aufgabe, wenn du selber noch mit eigenen Themen gefordert bist, du noch vielleicht extrem müde bist, das Kind extrem quengelig wird, du einfach deine eigenen offenen Tabs noch hast und dann bei dir zu bleiben heftig und was ich sagen wollte, ist bei uns Erwachsenen, andererseits bei den Kindern gibt es total viel Hemmungen und. Und das hat natürlich auch so seinen Sinn und Zweck, weil wir müssen halt in dieser Realität uns navigieren. Wir können nicht jeder Emotion freien Ausdruck schenken, bedeutet aber auch, dass unsere Rückkehrgeschwindigkeit oft verlangsamt wird dadurch, dass wir Emotionen in uns staunen, und gewissermaßen ist es doch
so, als Kinder haben wir noch nicht diese Verantwortung eines Erwachsenen getragen. Wir haben Emotionen sehr frei gefühlt. Wir haben noch keine Masken aufgesetzt, um uns irgendwie anderen Personen besser darzustellen, aber das haben wir gelernt. Dann haben wir in unserer Jugend, in unserer Kindheit und frühen Erwachsenenalter gelernt, jemand zu sein, jemand, der liebenswürdig ist, jemand, der erfolgreich ist, jemand, der nach außen hin wird, jemand wirkt, der der Respekt, Anerkennung, Wertschätzung verdient hat.
Aber wir merken, dass dieses Modell eines jemand uns blockiert, dass wir uns irgendwie nicht mehr wirklich spüren, dass wir uns nicht mehr richtig fühlen, dass wir uns gehemmt fühlen und uns darunter auch verlieren und irgendwie das das Lebendige abhanden kommt, so wir wir gehen verloren in dem ganzen funktionalen, routinierten Abrufen unserer Persönlichkeitsanteile, die gewollt und erwünscht sind, und dann spüren wir irgendwann das Bedürfnis.
Wieder mehr wir selbst zu sein und dann romantisieren wir so n bisschen die Kindheit und wir schauen uns Kinder an und fühlen uns da irgendwie so inspiriert, weil die so frei in ihrem Ausdruck sind. Aber gleichzeitig können wir das nicht mehr, weil wir sind es nicht mehr, wir tragen noch diese kindlichen Anteile in uns, und wir spüren auch noch Emotionen, ähnlich wie n Kind sich spürt, aber wir sind nicht mehr in der Lage sie genauso frei auszudrücken, also was dann? Wie finden wir dann wieder zurück? Und das ist der Weg, auf dem wir uns eigentlich alle wieder befinden, nachdem wir diese Masken aufgesetzt haben, sie wieder langsam fallen zu lassen und dann den Weg zurückzufinden zu einer reiferen Version
unseres selbst, zu einer aktualisierten Version unseres selbst, die sich wieder erlaubt, den ganzen Shit zu fühlen. Ihn aber auch mit Fähigkeiten und Skill lenken kann, in Form von Tätigkeiten, die man ausübt. So es gibt tausende Wege, um mit Gefühlen umzugehen, man muss nicht mehr schreien oder schlagen. Man muss auch nicht mehr Dinge kaputt machen oder sich selbst oder Beziehungen sabotieren.
Es gibt auch andere Wege und das ist der Weg, wie man damit lernt umzugehen, mit seinen eigenen Gefühlen wieder in den Kontakt zu kommen und dann diese Mauer etwas einbrechen zu lassen, die einen davon gehindert hat, Zugang zu anderen zu finden, sein Herz zu öffnen, auch in schwierigen Moment sein Herz offen zu halten, wenn es weh tut, das sind so die Learnings gerade und rückkehrgeschwindigkeit und den Faden, den ich jetzt n bisschen verloren habe als Kinder.
Ist die Rückkehrgeschwindigkeit emotional relativ schnell, weil das System das sofort verarbeitet und durchlaufen lässt? Als Erwachsene wiederum ist es schwieriger, weil wir mit unseren Stories diese ganze Sache in die Länge ziehen und wir es immer wieder hochholen und wir dadurch uns verlieren. Wir verlieren uns in Geschichten innerhalb unseres Kopfes und genauso ist es bei Panikattacken und bei allen anderen Dingen auch, die mit Angst zu tun haben. Es ist ein Gefühl in uns.
Ein Gefühl in uns, das sehr stark, sehr intensiv wirkt. Und wir finden in uns nicht die Kapazität und mit diesem Gefühl klarzukommen. Unser Verstand macht ne Story draus, unser Verstand macht das Ding riesig und und will es lösen und greift dann zu diesen Absolutismen so, es ist alles für n Arsch, ich muss jetzt weg, die Beziehung muss beendet werden, ich muss den Job kündigen whatever es ist so groß, es muss so final sein. Und wenn du dieses Hierbleiben praktizierst in diesen Momenten sozusagen aufwächst und nicht diese Story blind glaubst, sondern spüren lernst, was geht da gerade in meinem Körper ab, und hier bleibst deinem Körper suggerierst ich bin da, ich bleib hier, dann fährt etwas
wieder in dir runter, und auf einmal ist die Welt nicht mehr die komplette Katastrophe, weil oft ist es der Zustand, aus dem wir die Welt heraus. Wahrnehmen. Der ist so eine Katastrophe aussehen lässt. Der entscheidende Punkt ist der Kampf gegen das Gefühl, und das klingt so einfach, diesen Kampf aufzugeben, den Widerstand aufzugeben in die Hingabe, sozusagen zu gehen, dem Körper zu vertrauen, der soll den Raum bekommen, um diese ganze aufgeladene Biochemie zu verstoffwechseln, ohne dass ich mich in Gedanken verliere und das ganze Ding noch mal weiter anheize. Nicht dagegen zu kämpfen, zurückkommen, aus der Story, zurückkommen, zurückfinden in den Körper, in das Gefühl. Kinder sind deshalb darin so
gut, weil ihr Gehirn sich noch gar nicht so weit entwickelt hat, dass es irgendwie lange Gedankenstrengen verfolgen könnte. Ich weiß, früher, als ich noch viel Gras konsumiert habe, war das für mich oft so eine in Anführungsstrichen Erleuchtung, dass. Ich gemerkt hab, dass mein Gedankenkarussell, das läuft immer noch, auch wenn ich paralysiert bin vom THC.
Aber der Unterschied ist, ich klebe nicht mehr am Gedankenkarussell, sondern der Gedanke kann manchmal intensiv wirken, aber ich hab ihn nach 567 Sekunden schon wieder losgelassen, vergessen, aber im Alltagsbewusstsein passiert eben das nicht, wir wir bleiben in einem Gedanken kleben, dieses Karussell lässt uns nicht los, wir kleben und hängen fest in diesem Gedanken und. Das führt wiederum zur Reaktion in uns, die wiederum total unangenehm werden.
Und dann wird das ganze Lebensgefühl unangenehm und auf einmal sind wir so gefangen in einem ganzen Zustandsbewusstsein, so dass uns einfach nur noch ein denkt, okay und damit mache ich den Punkt hier und ich möchte eine Sache hinzufügen, nämlich weil es so einfach klingt und weil ich hier sitze auf der Couch mit meinem Kaffee, von dem ich jetzt einen Schluck nehme, dieser wunderschönen Kette.
Und dem Album von Tomish Full Circle, das übrigens so keine Werbung sein, aber im besten Sinne. Ich fühle dieses Album, Ich sitze hier, und das klingt so einfach, und diese Konzepte klingt so einfach und Jonas Weg so stabil, während hier auf der Couch während der auf Couch überredet, ja, ich wirke es jetzt in diesem Moment und vor 3 Tagen lag ich auf derselben Couch in dem krassesten Depressivsten Loch seit langem komplett.
Überfordert von mir, von diesen, von diesen Ladungen in meinem Körper, die mich einfach nur zusammengepresst haben. Und das hat sich alles so depressiv angefühlt hat. Ich war davor 3 Tage angeschlagen krank, hatte auch so Migräneartig Kopfschmerzen und an dem Tag hatte ich auch noch Kopfschmerzen, ja, und ich lag hier auf dieser Couch morgens und eigentlich hätte ich arbeiten müssen, eigentlich hätte ich irgendwas produktives tun müssen, eigentlich hätte ich am Manuskript weiterschreiben müssen oder überarbeiten müssen und eigentlich und eigentlich hätte ich diesen das und du weißt schon. Aber eigentlich war ich zu nichts in der Lage und das hat mich noch mehr abgefuckt.
Und dann lag ich hier und ich habe mir so eine Hand über die Augen gelegt, so so lag ich da und und habe dieses Gefühl in dem Moment zum ersten Mal bewusst registriert, so bis zu dem Zeitpunkt lief es stundenweise einfach nur im Hintergrund. Ich habe dagegen gekämpft, trotz all des Wissens, trotz all der Erfahrungen.
Und als ich dann da lag, mit der Hand auf meinen Augen und diesen ganzen unangenehm da sein. Das was Strange habe ich zu mir selbst gesprochen, weil ich habe gemerkt und vielleicht kannst du es jetzt gerade auch mal merken, wenn du deine Augen schließt und du spürst da in dir ganz vieles, aber du merkst, da ist was, wer nimmt das hier gerade war, wer hört gerade meine Worte?
Und du wirst vielleicht entgegnen, ich so, ja klar, wer ist ich ohne jetzt ne philosophische Debatte draus zu machen, du bist da, du bist hier, du bist, du bist irgendwie in diesem Körper und in diesem Moment, als ich da lag, habe ich gespürt, dass dass ich, wovon wir hier sprechen, komplett unberührt war von diesem depressiven Zustand, dieser depressive Zustand, der war, der war gewaltig, der war in meinem Körper komplett fühlbar so der mich gelähmt, paralysiert.
Aber ich schien davon unberührt. Mir ging es eigentlich gut, nur habe ich das die ganze Zeit nicht wahrnehmen können, weil ich so fest drin gesteckt habe, so Festgeklebt war in diesem Zustand und dann habe ich immer wieder diese diese Worte wiederholt, bleib hier, bleib hier, bleib hier und. Weißt du, in dem Moment konnte ich ein bisschen mehr zu lassen, bisschen mehr zu lassen und diesen Zustand annehmen, gegen den ich mich die ganze Zeit gewehrt habe, weil er wird sich nicht ändern, indem ich ihn jetzt noch weiter versuche zu bekämpfen oder indem ich mir versuche, eine Aufgabe aufzudrücken oder indem ich jetzt versuche, noch eine Kopfschmerz applet zu nehmen und dann weiter zu funktionieren.
Er muss sich vielleicht im Moment gar nicht ändern. Vielleicht wäre der erste, wichtigere Schritt überhaupt erstmal, ihnen anzuerkennen, dass er da ist. Und als ich dann hier lag und all das so passierte und die Kopfschmerzen waren immer noch da, aber die Kopfschmerzen waren nicht mehr ich nicht mehr, ich hatte die Kopfschmerzen, sondern ich war da, und da waren diese Kopfschmerzen.
Ist immer noch diese enge Gefühle und immer noch dieses dieses gelähmte Gefühl, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Es war immer noch da, aber es war nicht mehr so sehr meine Person, nicht mehr diese Identität so stark dran geheftet, und das hat dann so 5 oder 10 Minuten gebraucht, bin hineingeschmolzen und dann konnte ich mich wieder hinsetzen und dann saß ich hier und hab dann ein großes Glas Wasser getrunken und bin dann nicht mehr mit diesem Druck.
An irgendwas rangegangen, dass irgendwas getan werden müsste, sondern ich hab aufgegeben oder vielleicht wäre es besser zu sagen, ich hab mich mich dem hingegeben so ich hab dann auch nicht aufgehört zu leben, sondern ich hab mir meinen Handlungsspielraum wieder zurückgeholt, davor war ja nicht mehr vorhanden da davor war kein Handlungsspielraum als ich hier lag, da war gar nichts mehr, da hat sich nichts mehr nach Spielen angefühlt und als ich dann aufgestanden bin, die Kopfschmerzen waren immer noch da und.
Gleichzeitig war es aber nicht mehr so belastend. Macht das Sinn? Ich mein, jeder, der diese Erfahrung macht, der versteht es aber für Menschen, die das jetzt vielleicht irgendwie versuchen, einzuordnen, ich hoffe, es macht trotzdem Sinn und es ist für jeden greifbar und spürbar, das ist keine besondere Wundertechnik, es ist für dich jederzeit zugänglich. Die einzige Frage ist, kämpfst du gegen das was gerade da ist, gegen das was du gerade fühlst oder kannst du es etwas zulassen, etwas weicher werden, den Widerstand etwas aufgeben und was passiert dann?
Das, was vorher noch wie einen Absolutismus wirkte wie ich, kriege nichts mehr hin. Es wird heute nichts wird wieder zu einem offenen Raum. Ich habe dann angefangen zu journal und habe meine Gedanken ein bisschen geordnet, ein paar Sätze aufgeschrieben und bin dann sozusagen wieder zurück in eine gewisse Handlungsfähigkeit gekommen und ja, danach hat sich nach und nach das Ding. Etwas mehr gelöst.
Ich hatte den ganzen Tag noch ein Erschöpfungsgefühl, weil mein Körper einfach noch nicht fit war. Und auch das muss man respektieren, weil man kann gewisse Dinge nicht einfach auflösen, indem man jetzt ganz viel meditiert, sondern der Sinn dahinter ist nicht, etwas wegzumachen, es ist mehr, sich darauf einzulassen, und ich habe auch in der Zeit, wo ich krank war, es komme gerade in den Sinn. Ein Buch fertig gelesen, das schon seit Wochen an meiner Bettkante liegt und zu einem guten 2. Drittel schon fertig gelesen war. Und ich wollte es beenden und das Buch war oder es waren die Tagebucheinträge von Attie Hillesom, das ist eine Frau, die in den 40er Jahren Anfang 40er Jahre in Holland gelebt hat und Tagebucheinträge verfasst hat
und. Er, selber jüdischer Abstammung war und zu der Zeit war halt Holland von den Nationalsozialisten besetzt und es ist n krasses Buch als Buch heißt das denkende Herz kann ich eigentlich jedem bedenkenlos ans Herz legen und in dem Buch geht es halt jetzt nicht um irgendeine große Pointe, das sind Tagebucheinträge, du kriegst nen Einblick in ihr Denken, in ihr fühlen und vor allem. Weil es halt in Richtung 1942, in die in diese Vernichtung ging, also die jüdische Bevölkerung wusste, es geht jetzt wirklich hier nicht mehr um n gutes Leben, sondern um die wollen uns vernichten, so alles wird uns weggenommen, von Woche zu Woche dürfen wir weniger und dann ging es halt los mit der Deportation in diese
Konstruktionslage und allem und. Sie war sich vollkommen bewusst darüber und du liest in diesen Tagebucheinträgen nur diese, diese vollkommene Klarheit, aber auch das Menschliche, das Chaos, die Angst, das fühlende. Aber du merkst im Laufe dieser Einträge im Laufe der Entwicklung in ihr wird etwas immer klarer, immer wacher und was da in ihr klarer wird, wird das Vertrauen ins Leben und auch dieses Grundgefühl von das Leben ist schön. So zwischen den Einträgen hat sie immer noch ihre Menschlichkeit, ihre Müdigkeit, ihre ihre Krankheit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit, all das passiert, und trotzdem ist unter all dem ein Grundgefühl von, das Leben ist trotzdem schön, das Leben ist trotzdem schön, auch wenn ich um mich herum immer mehr leiden
wahrnehme, auch wenn ich weiß, ich werde in den nächsten 2 Jahren vermutlich nicht überleben, das Leben ist trotzdem schön und so was zu lesen. Während man jetzt hier auf der warmen Couch sitzt, ist natürlich weißt du, ist natürlich super einfach, wenn ich jetzt darüber rede, vertrauen zu haben ins Leben und so weiter aber von jemanden zu lesen, der in in Situationen sich befunden hat, wo das alles hätte ganz anders aussehen können, wo man komplett gerechtfertigt sagen könnte, alles für n Arsch, das macht keinen Sinn zu sagen, Hey, das Leben ist schön, das ist die Rückkehrgeschwindigkeit, von der ich spreche, weißt du, du kannst dich in allen Dingen verlieren in deinem Leben. Du kannst dich in diesen ganzen
Zukunftsszenarien verlieren und boah, ich kann dir Geschichten darüber erzählen, wie ich mich immer noch jeden Tag in gewissen Szenarien verliere. Aber, und das ist ja der Punkt, nicht mehr so oft, nicht mehr so intensiv, nicht mehr so lang, weil diese Rückkehrgeschwindigkeit ist etwas, was wir trainieren können wie ein Muskel, wir können es trainieren, immer wieder zurückzufinden, zurückzufinden, zum Gefühl, uns selber den Halt geben und damit ein Leben leben, das. Von Werten geführt wird, die wir im Moment wählen und wo Handlungsspielraum spürbar ist.
Und es ist schön, es ist wunderschön, wenn wenn man seinem Leben nachgeht im Moment und nicht mehr in der Story festhängt, die einem einredet, es muss erst x und Y passieren. Damit ich mich auf dieses Leben einlassen darf. Nein, du darfst dich jetzt schon auf dieses Leben einlassen, auch mit den Kopfschmerzen, auch mit der Erschöpfung, auch mit der Müdigkeit, auch mit der Erkältung, auch mit egal, was da gerade bei dir im Leben abgeht, du darfst ja auch jetzt schon darauf einlassen, du darfst dich auch jetzt schon vollkommen auf diesen Moment einlassen und du weißt es, wir reden hier darüber und es ist schön, darüber zu reden, es ist schön, etwas darüber zu verstehen und. Aber wenn du es praktizieren und
erleben willst, dann haben wir dafür natürlich die App. Du kennst sie und wenn du noch nicht kennst, dann Check die Beschreibung ab. Und noch eine Sache, die mir am Herzen liegt, wenn du es gerade auf Spotify oder youtube hörst. Lass mal gerne deine Gedanken dazu da schreib einen Kommentar. Ich lese alles natürlich, weil so viele Kommentare folgen jetzt nicht und ich nehme gerne die Zeit um zu lesen, zu beantworten und ja, ich habe alles gesagt was ich sagen will und ich glaube mehr fügt den Ganzen nicht wirklich was hinzu.
Ich sage an der Stelle von Herzen danke für deine Zeit. Danke, dass du hier bist und hier bleibst bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, komm klar Digga, mach's gut, ciao ciao.