
KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 103
#103 | Wie werde ich (endlich) erwachsen?
Sonntag, 16. August 2026 · 26 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
(EP103) Emotionaler Tiefpunkt: Letzten Winter ist mir ein Satz rausgerutscht, mit dem ich nicht gerechnet hab: »Bro, ich glaube, ich werde gerade zum ersten Mal erwachsen.«
Studium, Business, Kind, finanzielle Verantwortung – der ganze Shit auf einmal, und alles so schwer wie noch nie. In dieser Folge geht's genau darum:
Was bedeutet es eigentlich (nicht), erwachsen zu werden?
Wie kommt man damit klar? Ich rede hierbei über das Zulassen statt Wegdrücken, über das Loslassen und den damit verbundenen Verlustschmerz und über die eineArt von Sicherheit, die dir keiner von außen geben kann.
─────────────────────
Jeden Tag klarkommen in der BLEIB HIER App (kommklardigga.com/pages/bleibhier).
Und hier Teil der KKD GANG (kommklardigga.com/pages/kkd-gang) werden <3
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ich weiß, das ist nicht das, was du hören willst. Was du willst ist Sicherheit. Du willst eine Garantie haben. Du willst wissen, dass alles gut ausgeht, ist alles irgendwie smoothie, dass du es schaffst. Ganz ehrlich, das kann ich dir nicht geben, aber was ich dir geben kann, ist das Versprechen, dass wenn du bei dir bleibst, du in dir Wurzeln finden wirst.
Eine Art von Sicherheit, die dir kein Kontostand, kein Job, keine Beziehung geben kann, Sicherheit, die in dir ist, die unabhängig von äußeren Umständen existiert und diese Art von Sicherheit findest du nicht, indem ich dir sage, wie all das jetzt sich entwickelt. Entwickeln wird und ausgehen wird diese Art von Sicherheit findest du, indem was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge komm klar digga, mein Name ist Jonas und ich bin ich bin hypt ich bin aufgeregt, ich bin immer noch nicht angekommen in diesem neuen Studio Setup das voll auf mich forciert ist und die Kamera und all das Ganze drum und dran und. Ich gebe mein Allerbestes so frei, so ehrlich, so authentisch wie möglich zu sprechen.
Aber das ist eben auch die Herausforderung bei dem ganzen Ding hier. Ja man also erstmal an dieser Stelle, schön, dass du hier bist. Ich habe diese wundervolle Tasse meiner Hand, ich liebe diese Tasse, ist eine von 3 Tassen, die ich würde, sehr, sehr, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und hier steht drauf, das ist The Beginning of Loving yourself.
Welcome Home, das klingt wie ein fucking generischer Spruch, und das kann er auch sein, je nachdem, wie du ihn liest. Aber für mich bedeutet er sehr viel und ich wollte jetzt nicht über Selbstliebe sprechen, aber vielleicht ist es ein Eingang in das ganze Thema. Wir erlauben uns so wenig, wir verurteilen uns so viel wir, wir behandeln uns nicht wie Freunde, wir behandeln uns wie Feinde, sehr lange, sehr viel, sehr intensiv in uns wirken so viele verschiedene Kräfte, Muster, Anteile. Und vieles davon verstehen wir nicht. Vieles davon wollen wir gerne verstehen, aber sind immer wieder überrascht von uns selbst, wie stark unsere Gefühle uns formen, uns unsere Wahrnehmung färben und in all dem ist immer wieder so diese
Stimme, die schon früh eingeimpft wurde, was wir alles falsch machen, was wir besser machen müssten, was wir anders machen sollten, wofür wir uns kritisieren, wofür wir uns schämen sollten und so weiter und so weiter und heißt, wir tragen dieses ganze psychische Konstrukt mit uns herum ein Leben lang. Und irgendwann kommt der Moment, wo du merkst, das ist so schwer, dagegen zu kämpfen.
Es ist so schwer, diese Last die ganze Zeit zu ertragen, damit in so einem Kampf zu sein, im Widerstand zu sein, dann bemerkst du, gibt es vielleicht auch einen anderen weg, ich meine, ich bin bis zum Ende meines Lebens hier mit mir am Start, so, ich werde. Freunde haben und Freunde werden gehen. Ich werde Beziehungen führen und Beziehungen werden sich auflösen.
Ich werde Kinder haben und Kinder werden größer werden und ihren eigenen Weg gehen, also es wird alles ein Kommen und eingehen sein, aber was bleibt, ich bleib hier, ich bleib hier und will ich mit diesen ganzen weirden Gedanken mit diesen ganzen schwierigen Gefühlen weiterhin im Krieg stehen oder erlaube ich mir diese Erfahrung und das bedeutet für mich Selbstliebe, dass du Liebe nicht als so einen romantischen Abstrakten über. Krass aufgeladenen Begriff verstehst, sondern als eine Haltung, als eine Haltung von Annehmen, akzeptieren, umarmen, nicht mehr wegschieben.
Du bist hier, du bleibst hier mit dir, mit diesem ganzen wilden Torabora deines Innenlebens kannst du hier bleiben, kannst du es annehmen, kannst du dich mitnehmen auf dieser Reise, das ist Selbstliebe, und wenn du das. Nicht nur verstehst, wenn du das übst verkörpert, jeden Tag aufs Neue in den Momenten, wo du richtig müde bist, wo du gar keinen Bock drauf hast, wo du wieder was gegessen hast, obwohl du dich essen wolltest, ein geraucht hast, obwohl du kein Rauchen wolltest. Das sind die Momente, wo du sagst, ich erlaubs mir, ich kritisiere mich nicht, ich schäme mich nicht, ich fühle mich nicht schuldig, ich erlaube es mir, ich erlaube es mir, Mensch zu sein, ich bleibe bei mir und dann sage ich Welcome Home, willkommen zurück in
deinem Zuhause, wo du schon immer warst. Aber wo du die meiste Zeit nie sein wolltest, das war ein Rand. Das war nicht geplant. Es war okay ich weiß nicht, ob ich den mit rein nehme oder ob ich ihn raus schneide, keine Ahnung, aber ich wollte jetzt heute dieser Folge über etwas sprechen, dass mich jetzt gerade wieder beschäftigt und ich arbeite gerade an einem Artikel für ein Magazin und in diesem Artikel oder in diesem Magazin und der der Ausgabe geht es um Lebenswandel und Lebensübergänge, glaube ich.
Oder Abschnitte. Sorry, das kann ich, weiß, aber jedenfalls wollte ich etwas beitragen und über das Erwachsenwerden sprechen, weil mich, weil mich dieses Thema jetzt über die letzten Monate sehr intensiv begleitet hat, was bedeutet es, erwachsen zu werden und ich möchte dir mal kurz erzählen, warum ich darauf kam. Letztes Jahr im Winter saß ich mit Daniel, einem sehr guten Freund von mir und auch Therapeut bei The Way oder angehender Therapeut.
Saß ich mit denen im Coworking Space? Ich hab mit Daniel so n Podcastprojekt gestartet zu dem Zeitpunkt, das läuft auch immer noch und wir wollten eigentlich in diesem Coworking Space am Abend zusammensitzen und über das Projekt reden, über gewisse Schritte, die Folgen müssen und so weiter aber ich hatte an diesem Abend ne totale Schwere in mir, ich hatte auch nicht so wirklich Bock jetzt da an dem Abend zu arbeiten im Coworking Space, aber ich hatte Bock mit Daniel Zeit zu verbringen und vielleicht aber was entstehen zu lassen, was auch immer entstehen sollte.
Und dann saßen wir in diesem Raum vor diesem Holztisch, an dem an der einen Wand dieser große LCD Monitor mit mit den Projektpunkten auf auf dem Bildschirm und ich hab dann so mit Daniel gesprochen, meinte so, Hey diggi, ich fühle gerade so viel schwerer in mir ist gerade so viel Erschöpfung und und er hat nur so genickt, als wüsste er schon so, als wüsste er schon, weißt du, das ist so dieses dieser Moment.
Dieses der ist einfach durch und durch dieser Therapeut auch so der, der weiß schon was Sache ist. Bevor du sprichst darüber und ich hab einfach so erzählt nach dem Motto das sind Grad so viele Sachen die parallel in mir laufen, so viele Rollen die ich bedienen will bedienen muss. Da ist noch irgendwie das Studium, in dem ich eingeschrieben bin, mit dem ich nicht weiß, was ich anfangen soll. Da ist dieses Business, das auf einmal alles tragen soll, da ist das Kind, für das ich da bin, die Familie, für die ich da bin, die finanzielle Belastung, die Verantwortung, all diese Dinge, die auf dem Spiel stehen, so Projekte, die auf einmal angetrieben werden, so, das ist alle Entscheidungen, die so große Konsequenzen nach sich
ziehen, und es fühlte sich in dem Moment alles so. Scheiße, viel an so zu viel und eine Quintessenz, die dabei immer wieder so rausgekommen ist, war dieses, so habe ich es noch nie gefühlt, so. Diese Last hatte ich so noch nie gefühlt, diese finanzielle Verantwortung hatte ich so noch nie gefühlt, dieser ganze, diese ganze Unsicherheit hatte ich so noch nie gefühlt, das waren halt so viele, so noch Nies in meinem Leben und da fiel auch in dem Moment, als ich es gesagt hatte, der Satz aus meinem Mund, tja, ich werde glaube ich gerade zum ersten Mal in meinem Leben. Erwachsen und hinter dieser Aussage, die da aus mir rausfiel, stand eben diese offene Frage, über die ich sprechen möchte.
Was bedeutet es eigentlich, erwachsen zu werden und die erste Antwort lautet für mich, dass man diese Überforderung, die man mit diesem Prozess des Lebens spürt, dass wenn du weißt, du, du, du trägst, auf einmal mehr Verantwortung, dass. Wenn du merkst, seine Entscheidungen haben auf einmal ertragweite es steht was auf dem Spiel, das ist fucking unangenehm. Und dieses Gefühl, dass wir dabei wahrnehmen, diese Überforderung, das kennst du so, wenn du das erste Mal in deinem Leben ein Kind in diese Welt bringst, begleitest mit Hochziehst Großziehst es ist Überfordernd, so und wenn. Das ist aber nicht jeden Tag und die ganze Zeit überfordernd, sondern es ist gerade am Anfang überfordernd. Oder wenn du jetzt n Business
aufbaust und Selbstständigkeit hast. Es ist überfordernd, wenn du in nen neuen Job gehst. Das ist überfordernd, wenn du ne neue Sache ausprobierst, die dir am Herzen liegt. Es ist Überfordernd, Leben ist immer wieder überfordernd. Und wir kämpfen gegen dieses Gefühl gewissermaßen. Wir lehnen uns dagegen auf, es soll sich nicht überfordernd anfühlen, es ist unangenehm, es ist chaotisch, unser Gehirn möchte halt möglichst alles irgendwie leichter, einfacher und und sinnvoller gestalten, aber Überforderung ist nichts davon, Überforderung ist Chaos, Überforderung ist verstreut, sein, Überforderung ist einfach anstrengend und was für mich entscheidend ist, ist die Haltung diesem Gefühl gegenüber, statt sich gegen diese
Überforderung aufzulehnen. Zu sagen, die ist jetzt da und das hat n Grund warum sie da ist. Ich muss nämlich hier gerade in neue Rollen reinwachsen, die einfach gerade noch viel größer sind, als ich sie mir gerade zutrauen würde. Und diese Rollen benötigen einfach sehr viel Aufmerksamkeit, sehr viel Hingabe, sehr viel neues lernen und das ist überfordernd und diesen Zustand. Anzunehmen als eine logische Konsequenz daraus. Und nicht nur das, sondern dieser Zustand hilft dir dabei, dich besser auf diese Rolle vorzubereiten, weil deine Energie besser mobilisiert werden kann, weil du gewissermaßen einfach mehr Fokus aufbringen kannst. Und das ist die Kunst, sich nicht gegen diesen Zustand zu wehren, sondern diesen Zustand
anzunehmen. Das ist so für mich der erste Punkt, diese Überforderung, etwas neu zu framen, nicht als das Negative, das wir loswerden müssen. Aber auch nicht als Positives mehr geil finden, sondern einfach nur als einen wichtigen Zwischenschritt. Das ist ne Kunst für sich, nicht gegen die Überforderung zu kämpfen, sondern sie anzunehmen. Und ich möchte hierbei auch nicht klingen wie der nächste Pseudocoach, der dir irgendwelche mentalen Weisheit in den Kopf wirft.
Ich verstehe, dass das schön klingt und dass das Scheiße schwer ist, wenn du übelst müde bist, wenn dein Nervensystem erschöpft ist. Wenn du abends. Mit all diesen ganzen offenen Baustellen in deinem Leben. Da sitzt und nicht weißt, wie es weitergeht. Ey, das ist das Trainingsgelände, das ist das, wo du es wirklich übst. Da sind diese Worte, die ich hier einspreche, nicht mehr einfach nur irgendwelche Worte, das sind Leitplanken, das sind OK, daran kann ich mich zumindest etwas ausrichten, ob du das dann nutzt oder nicht, das liegt vollkommen bei dir. Ein nächster Punkt oder eine andere Perspektive auf das Erwachsenwerden ist auch diese ständige. Draufgehen von etwas, so wir wir wachsen in neue Identität, in neue Rollen hinein und etwas
Altes geht gewissermaßen drauf. Und dabei ist es ja auch so, dass die Probleme, die wir in unserem Leben haben, mitwachsen, so die Probleme reifen, genau wie du so mit 23 hatte man andere Probleme, mit 18 hatte man andere Probleme, mit mit 18 war vielleicht. Der Pickel auf der Stirn, so das Nonplusultra Problem. Und heute ist es n fiebriges Kind und ne Steuernachzahlung, von der du noch nicht weißt, wie du sie überbrücken sollst. So das sind andere Probleme, ne andere Tragweite, aber wichtig das heißt nicht das ist ein Problem, der Pickel auf der Stirn weniger emotional belastend ist als jetzt das fiebrige Kind das Ding ist.
Wir wachsen mit und das emotionale Leiden was wir bei dem Pickel erfahren haben. Ist genau dasselbe wie das, was wir bei dem übrigen Kind oder der Steuernachzahlung erfahren. So, das ist, weißt du unsere, unsere Unsicherheitstoleranz unsere Schmerztoleranz wächst mit und das, was vielleicht für unser Achtzehnjähriges ich n riesiges Dilemma war, ist für uns heute Routine. So nehmen wir gar nicht mehr wahr, es fühlt sich an wieso n Kleines warm emotional und in diesem Kontext wird natürlich auch viel über dieses Wort Resilienz gesprochen. Ich, ich könnt eigentlich schon fast im Strahl kotzen, wenn ich das Wort höre, weil das so Hyperinflationär genutzt wird für jeden Shit.
Aber es geht hier schon um eine Anpassung. So wie flexibel kannst du dich auf diese neuen Umstände anpassen und was ist dafür nötig, um sich darauf anzupassen oder einzustellen, was nötig ist? In erster Linie ist das zulassen so diesen inneren Widerstand etwas aufgeben und sich einlassen auf das, was gerade vor dir liegt, auf diese neue Herausforderung, diese neue Prüfung sozusagen. Und auch erkennen den Moment, wo du merkst, ich pack das gerade alleine nicht sich also Hilfe dazu holen, Unterstützung dazu holen, das muss nicht gleich ne ganze Therapie sein, aber es reicht, wenn du erkennst, so ey, ich muss jetzt mit jemandem darüber sprechen, so ich sprech mit einem Freund darüber oder für mich zum Beispiel an diesem
winterabend, ich, ich öffne mich und ich red mit Daniel einfach darüber, weil mich das gerade einfach zu krass belastet innerlich. Sich also nicht mehr so in dieser Haltung. Ich muss das alles alleine schaffen, so, ich muss allein auf mein Leben klarkommen, ich darf jetzt nicht mit jemandem großartig darüber reden, weil ich will nicht schwach werden, Bullshit, sondern sich öffnen, sich öffnen und erkennen, da ist gerade so krass viel in mir, und da ist gerade so viel Schmerz in mir, da ist gerade so viel herausforderndes in mir und ich weiß nicht, ich pack das gerade alleine nicht und das ist absolut in Ordnung, weil du es nicht alleine packen musst. Das Leben ist da, du kannst mit Freunden reden, du kannst mit Bekannten reden, du kannst mit
Fremden reden, die zu bekannten werden so, das ist. Alles da, wenn du deine Augen aufmachst und dich mal umschaust, so niemand von uns ist isoliert hier auf diesem Planeten, wir alle sitzen im selben Boot, wir alle rudern zwar mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und mit einem anderen Hintergrund, aber ey, wir sitzen hier trotzdem gemeinsam und sich mit anderen Menschen zu connecten und sich zu öffnen, diesen Schmerz zuzulassen und ihn nicht mehr zu verstecken oder ihn mit irgendwelchen Rollen zu kompensieren. Das ist, das ist ein großer Schritt, so als erwachsen werden und du kannst an dieser Stelle auch merken, dieser Pain, dieser Schmerz, der hat nur so lange eine Macht über dich, wie du ihn zurückhältst.
Der bündelt Energie in dir so wenn du es zurückhältst. Wenn du es aber öffnest, wenn du es zulässt, wenn du dich mit deiner Wunde zeigst, wird der Schmerz die Macht über dich verlieren, der wird immer noch da sein, der wird immer noch weh tun und das darf er auch, es ist ja auch eine Art von Lebendigkeit. Aber er wird dich nicht mehr kontrollieren und das ist ein entscheidender Punkt.
Und ich hatte über das draufgehen von alten Rollen gesprochen und das Entstehen von neuen Rollen oder Entstehen eines neuen ich seiner neuen Identität, wenn du so willst, die mit einem neuen Lebenskonstrukt gewissermaßen einhergeht, und es heißt erwachsen werden. Es heißt nicht erwachsen sein, und ich glaube, es ist ein ständiger Prozess, so, wir werden immer wieder erwachsen und so. Es ist nicht, dass wir einmal erwachsen sind und dann bleiben wir es.
Es ist ein ständiges Werden, ein ständiges Werden und werden und werden, und es ist wieso ne Schlange die sich häutet so du gibst alte Sachen von dir weg, du löst dich von altem Ballast, du löst dich von alten Werten, vielleicht auch von Menschen, vielleicht auch von Dingen egal, aber du löst dich etwas von dir geht was mit deinem alten Konzept kongruent war, aber nicht mehr mit deinem Neuen einhergehen kann.
Und dieser Übergangsprozess, das ist diese Gap, von der wir sprechen, wenn wir sagen, wir sind komplett überfordert, wir werden erwachsen, wir müssen immer wieder erwachsen werden, weil jede Phase des Lebens neue Herausforderungen an uns anstellt. Wir vielleicht neue Dinge beherrschen, neue Skills ins Aneignen, mit neuen Problemen umgehen müssen. Und das bedeutet, wir müssen uns auch immer wieder darauf einlassen, es zulassen, diesen Schmerz zulassen, und dann werden wir erwachsen für diese Phase. Wir werden an ihr wachsen und wir werden in sie hineinwachsen, bis wieder die nächste Phase kommt und man wieder sich fühlt wie das Kind, das gerade nicht weiter weiß. Das gerade einfach nur hilflos
herumschreit und sich denkt, I don't know how to do this shit. Natürlich denkt sie das nicht in Englisch, aber du verstehst mich schon, Oh boy und noch so ein Ding ist diese Zerrissenheit, diese innere Zerrissenheit, die man immer wieder erfährt, weil. Wir alle tragen gewisse Werte in uns so, und diese Werte stehen in einem Konflikt. Du hast manchmal dieses krasse Bedürfnis nach Freiheit, nach Spontanität, nach Lebendigkeit, und zeitgleich hast du das Bedürfnis nach Sicherheit, nach Routine, nach Stabilität, nach Vorhersehbarkeit und dieser Konflikt. Der wird natürlich durch das Leben getriggert. So, du wirst in gewisse Umstände hineingebracht, du lernst gewisse Menschen kennen, du hast
nen neuen Job, du hast irgendwelche gewissen Sachen, die da in dir sind und nicht gelebt werden können und du merkst, wie dich das innerlich irgendwie zerreißt und früher als Kind war das kein Problem, weil du bist deinen Impulsen, deinen Bedürfnissen ziemlich straight nachgegangen, aber je älter du wirst, je mehr Verantwortung du trägst, je mehr. Je mehr Tragweite deine Entscheidungen haben, desto schwerer fällt es einem natürlich, einfach nur seinen Werten Ausdruck zu verleihen.
Man muss sich also entscheiden, man muss sich entscheiden, welcher wert hat gerade ne höhere Priorität, ist es der Wert Freiheit oder ist es der Wert Sicherheit ist es der Wert, Lebendigkeit oder der Wert Stabilität verstehe mich nicht falsch, ich will nicht sagen, dass das eine richtig und das andere falsch ist. Es ist nur ne Frage die nur du für dich in diesem Moment deines Lebens beantworten kannst.
Weil jeder Moment ist anders. So jede Phase ist anders und jede Phase verlangt ihre eigene Antwort. Es ist ist wie mit diesem Frankl Zitat, das ich letztens hatte in der Folge wo es darum geht, dass wir die Befragten sind, so wir schenken dem Leben einen Sinn und genauso ist es, wenn du deine Werte hast. Es ist so einfach über Werte zu sprechen, Werte wie Ehrlichkeit, Werte wie Loyalität oder oder oder die Prüfung die kommt. Und du wirst es spüren.
Du wirst spüren, wie du auf einmal vor diesem Wertekonflikt stehst und wie du dich entscheiden musst, weil wenn du dich nicht entscheidest, fühlst du, wie dich das innerlich zerreißt. Und genau das ist erwachsen sein, erwachsen werden in diesen Momenten, wo du dich für einen Wert bewusst entscheidest und sagst, ich lasse diesen anderen Teil für den Moment draufgehen, ich lasse es los und loslassen nicht als einen Prozess zu verstehen, der sich einfach smooth spirituell anfühlt, sondern als ein Verlust.
Ein Verlustschmerz. Es ist der Verlust einer Realität, die ich in diesem Moment nicht erleben kann. Eine Realität, die nur ein Potenzial darstellt, die ich aber jetzt nicht erfahren werde und das draufgehen zu lassen, das loszulassen, das ist hart, das ist Verlust, das ist Trauer, und das sagt einem niemand, wenn man über loslassen spricht, weil man beim Loslassen immer so Leichtigkeit im Kopf hat, oder?
Einfachheit aber genau das ist es nicht. Loslassen bedeutet in erster Linie annehmen, annehmen, was da gerade ist, annehmen, was da gerade weh tut, den Schmerz spüren, annehmen, welche Werte da gerade in Frage gestellt werden, welche Werte im Konflikt stehen und dann entscheiden und entscheiden bedeutet auch, sich von etwas trennen und sich von etwas trennen, bedeutet Verlust erfahren und Verlust erfahren, darf auch Trauer beinhalten, ist nur fair, ist nur menschlich.
Und auf dieser Reise wirst du nicht kleiner, du wirst größer innerlich, du wirst mehr Wurzeln spüren in dir und das ist ja der Punkt, weil noch mal bezogen auf diesen Moment im Winter, wo ich da saß mit Daniel, und wenn ich mir selber jetzt an mein jüngeres ich diese Antwort geben müsste, was, was müsstest du gerade, was müsstest du eigentlich gerade hören?
Jonas, so was ist gerade eigentlich wichtig. Natürlich könnte ich sagen, Pro. Du gibst bereits ein bestes, du du trägst und du machst und du tust schon so viel und du darfst eigentlich voll stolz auf dich sein, aber ich weiß, das ist nicht das, was du hören willst. Was du willst ist Sicherheit. Du willst ne Garantie haben, du willst wissen, dass alles gut ausgeht, ist alles irgendwie smoothie, dass du es schaffst.
Und ganz ehrlich, das kann ich dir nicht geben, ich kann dir das niemals geben, aber was ich dir geben kann, ist das Versprechen. Dass, wenn du bei dir bleibst, du in dir Wurzeln finden wirst, eine Art von Sicherheit, die dir kein Kontostand, kein Job, keine Beziehung geben kann. Sicherheit, die in dir ist, die unabhängig von äußeren Umständen existiert und diese Art von Sicherheit findest du nicht, indem ich dir sage, wie all das jetzt sich entwickeln wird und ausgehen wird. Das wird nicht passieren, diese Art von Sicherheit findest du, indem du hier bleibst in.
Der Unsicherheit in diesen schweren, unangenehmen, engen, bedrückenden Gefühlen. Weil, wenn du deine Aufmerksamkeit für einen Moment von diesem ganzen Gedankenchaos wegziehst und in den Körper ausrichtest und spürst auf einmal, wieviel da in dir kribbelt, wieviel in dir bebt, wieviel sich in dir anspannt, und da bleibst deinem Körper signalisierst ich bin hier, ich bleib hier dann.
Entwickelst du die Wurzeln, von denen ich hier spreche, weil dann checkst du, ich bleib hier, egal was kommt, ich bleib bei mir, egal was kommt. Und ja, das ist so unangenehm im ersten Moment, es ist so herausfordernd, es erfordert so viel Mut, aber es ist die einzige Antwort, die ich dir geben kann, weil am Ende ist es diese Art von Sicherheit, die dir einen Boden unter den Füßen legt, während du im freien Fall auf ein ungewisses Ende zufliegst.
Man könnte es auch Urvertrauen nennen, diese Wurzeln, und ich glaube ganz ehrlich, dass jeder spirituelle Weg genau darauf zielt, dieses Urvertrauen wieder zu spüren. Ja, Long Story Short Jonas im Winter, ich könnte jetzt sagen, du schaffst das, aber das ist Bullshit und das weißt du, du musst diese Worte nicht hören, du darfst lernen, sie zu verkörpern. Weil das hier, was du gerade erlebst, mit all dem ganzen Rauschen, mit all den ganzen Unsicherheiten, mit all diesen offenen Fragen.
Ich schwör es dir, das ist so schwierig, man, und auch wenn du das hier gerade hörst, und du hast in deinem Leben diese ganzen vielen offenen Tabs, eine Krise nach der nächsten, so, du merkst, es ist einfach unglaublich viel emotionaler Ballast so. Der Job, der irgendwie nicht funktioniert. Und du willst da weg, der Ort, der dich abfuckt die Beziehung, die irgendwie dysfunktionaler und dysfunktionaler wird, so alles drückt dich immer enger zusammen, ich will dir sagen, bleib hier, weil das ist genau das Trainingsgelände für dich so es gibt kein besseres Trainingsgelände, so das Leben selbst hat es dir bereitgestellt, es gibt dir genau die Menge, die du gerade tragen kannst und das könnte jetzt nach dem nächsten
generischen Koji Floskelartigen schildklingen. Von mir aus. Aber was ist, wenn du es annimmst? Ja sagst, was ist dann dann hörst du nicht auf zu leben, du beginnst aktiv zu erleben, aktiv zu antworten statt nur zu reagieren und du entscheidest dich für eine Haltung, die größer ist als all der Shit.
Du entscheidest dich für Vertrauen, vertrauen, das ist es. Soweit niemand weiß, wo es hingeht, niemand weiß, wie es ausgeht, aber ich vertraue darauf, dass ich hier bleibe, meinen Weg gehe und meinen Weg finden werde. Ich vertraue darauf, das ist ne Haltung, das musst du nicht in diesem Moment fühlen, wo du es sagst, aber du kannst dich trotzdem für diese Haltung entscheiden, du kannst trotzdem diesen nächsten Schritt gehen.
Diese Sache wagen die du dir jahrelang nicht zugetraut hast. Dieses Gespräch suchen vor dem so lange Angst hat, ist diese Entscheidung treffen die ganz viele Konsequenzen mit sich bringt, aber die sich in die einfach 100% richtig anfühlt, auch wenn sie fürchterlich beängstigend ist in dem Vertrauen, dass du deinen Weg finden wirst, in dem Vertrauen, dass du bei dir bleibst. Das ist alles, was ich dir sagen kann, immer dann, wenn die Angst.
Angeht und all diese Dinge vorwirft. Was, wenn das passiert, was wenn dieses passiert, was wenn Punkt, Punkt, Punkt, dann ist vertrauen die Antwort mit der du entgegnest. Selbst wenn ich finde einen Weg, selbst wenn Angst fragt was wenn Vertrauen sagt selbst wenn selbst wenn ich komm klar damit. Und damit das Ganze nicht nur auf der Verstandesebene wirkt und du das hier hörst und verstehst und dir denkst, ja Mann, jetzt habe ich es gecheckt, du weißt ganz genau, dass man das hört, es sich kurz gut anfühlt und dann der Alltag wieder kommt und dich mitreißt.
Das ist auch nur menschlich. Genau aus diesem Grund. Habe ich diese, Bleib hier App ins Leben gerufen. Ich möchte noch mal darauf verweisen, weil es in dieser App genau darum geht, es täglich zu praktizieren, das Hierbleiben und wenn du sie noch nicht kennst, dann lade ich dich dazu ein, sie jetzt kennenzulernen, den Link zur App findest du in der Beschreibung und ich sage an dieser Stelle von Herzen danke für deine Zeit, danke, dass du hier bist und hier bleibst und wir hören uns das nächste Mal, wenn es wieder heißt.
Com klar, digga, ciao, ciao.