Liefers + Broicher

10. Was wir von uns und der Welt glauben - und dem wir besser nicht trauen

Samstag, 17. Oktober 2026 · 1 h 05

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Shownotes

Eine sehr persönliche Folge mit offenem Visier: was glauben wir eigentlich – und woher wissen wir, dass das, was wir glauben, wahr ist?
Wir alle tragen Überzeugungen in uns, die viel älter sein können als unsere bewussten Entscheidungen. „Ich muss stark sein.“ „Ich darf niemandem zur Last fallen.“ „Menschen kann man vertrauen.“ Oder gerade nicht. Solche Glaubenssätze entstehen aus Kindheit, Erfahrungen, Verletzungen, Familie und Gesellschaft. Irgendwann hören sie auf, sich wie Annahmen anzufühlen. Sie werden zu dem, was wir für Wirklichkeit halten.

Damit führt die Frage nach unseren Glaubenssätzen schnell mitten hinein in eine der ältesten Fragen der Philosophie: Was können wir wissen – und wie entsteht Bedeutung? Schon Platon und Kant unterschieden zwischen Wissen, Glauben und Meinung. Denn die Welt besteht für uns nicht nur aus Tatsachen. Wir nehmen wahr, ordnen ein, interpretieren und schreiben Bedeutung zu. Derselbe Blick eines Menschen kann freundlich, bedrohlich oder traurig erscheinen – je nachdem, mit welcher Erwartung wir ihn betrachten. Vielleicht sehen wir die Welt also niemals vollkommen voraussetzungslos, sondern immer auch durch das hindurch, was wir bereits über sie glauben.

Jan und Alex gehen dieser Frage sehr persönlich nach: Welche Erfahrungen aus der Kindheit wirken bis heute weiter? Warum geraten Menschen immer wieder in ähnliche Situationen? Warum suchen wir unbewusst nach Bestätigung für das, was wir ohnehin schon glauben? Und kann man solche inneren Sätze verändern? Wie kann man sich innerlich wirklich frei machen?

Doch Glaubenssysteme enden nicht beim einzelnen Menschen. Auch Familien, Religionen, Gesellschaften und Staaten leben von gemeinsamen Vorstellungen darüber, was richtig, wahr und selbstverständlich ist. Wir glauben an Fortschritt, Leistung, Demokratie, Wissenschaft, Nation, Freiheit oder daran, dass der Staat uns schützen sollte. Religion hat über Jahrhunderte Antworten auf Fragen nach Sinn, Gut und Böse, Leiden und Tod gegeben. Vielleicht sind moderne Gesellschaften deshalb gar nicht glaubensloser geworden – vielleicht glauben wir heute nur an andere Dinge.

Und was geschieht, wenn diese gemeinsamen Gewissheiten brüchig werden? Wenn Menschen nicht mehr nur unterschiedliche Meinungen haben, sondern in unterschiedlichen Deutungen derselben Wirklichkeit leben? Dann wird aus der persönlichen Frage nach unseren Glaubenssätzen plötzlich auch eine gesellschaftliche und politische.

Dabei muss Glauben keineswegs etwas Negatives sein. Ohne Grundannahmen, Vertrauen und Erwartungen könnten wir kaum leben. Entscheidend ist vielleicht etwas anderes: Können wir noch erkennen, dass unsere Sicht auf die Welt eine Sicht auf die Welt ist – und nicht die Welt selbst? Können wir unseren eigenen Irrtum zulassen? Können wir einer Erfahrung eine andere Bedeutung geben?

Hier berührt das Gespräch auch die alte stoische Idee, dass wir nicht alles kontrollieren können, was uns widerfährt – wohl aber unseren Umgang damit. Zwischen einem Ereignis und unserer Reaktion darauf liegt ein Raum: für Interpretation, Zweifel, Distanz und vielleicht sogar Freiheit.

So wird aus der Frage nach Glaubenssätzen am Ende eine optimistische Frage: Wir sind geprägt, aber unseren Prägungen nicht vollkommen ausgeliefert. Was einmal Schutz, Orientierung oder Überlebensstrategie war, muss nicht für immer bestimmen, wer wir sind.

Ein Gespräch über Kindheit und Identität, Platon und Kant, Religion und Staat, Wissen und Wahrheit, Angst und Vertrauen – und über die Möglichkeit, die eigene Wirklichkeit noch einmal mit anderen Augen anzusehen.

Was glaube ich eigentlich – und warum?
Welche Glaubenssätze tragt ihr mit euch herum? Welche helfen euch – und von welchen würdet ihr euch gern verabschieden? Schreibt uns!

Liefers + Broicher – Das große Samstags-Gespräch.
Mit Jan Josef Liefers & Alex Broicher. Jeden Samstagmorgen.

Die ganze Folge gibt es auch als Video auf unserem YouTube-Kanal:
youtube.com/@PodcastLiefersundBroicher (youtube.com/@PodcastLiefersundBroicher)

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ja, Liefer und Bräucher. Hallo, wie war deine Woche? Du ja, privat durchwachsen, aber sonst schön. Das Wetter ist angenehm. Es ist ja fast spät. Du trennst äußere Bedingungen, die du nicht beeinflussen kannst, von Privatem. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, verstehe. Ja, weil also die... Für mich fließt das dann immer so zusammen irgendwie.

Wenn ich privat keine gute Woche habe, dann kann die Sonne scheinen, wie sie will. Ich finde das dann trotzdem alles doof. Naja, gestern Abend war ich noch sehr, sehr traurig. Aber jetzt sind wir ja hier zusammengekommen, um was zu besprechen. Und da ist die Laune gut. Ich bin auch froh. Ich habe gestern meinen letzten Drehtag gehabt für einen neuen Tatort. Cool.

Der wird dann im nächsten Herbst kommen, vergeht ja immer so ein Jahr. Ist das so, ja, so lange ist die Vorhaftzahl. Es war eine interessante Arbeit diesmal, weil der Regisseur sich etwas sehr Ehrgeiziges vorgenommen hat, nämlich jede Szene in einer Einstellung zu drehen. Ich weiß gar nicht, wie viele Leute jetzt wissen, was ich damit meine.

Normalerweise macht man ja sowas immer wieder, immer wieder eine Szene tausendmal und die Kamera wird immer umgebaut und ändert den Blickwinkel und dann irgendwann schneidet man das zusammen. Und seine Idee war, wir machen gar keine Schnitte, wir drehen das Ding durch, also wir fangen von Anfang an, der Kameramann bewegt sich durch die Szene und man muss eine wahnsinnig ausgefinkelte Choreografie haben und jeder muss top, angeschaltet sein, weil wenn du so drei Minuten, vier Minuten am Stück eine Szene spielst und am Schluss verspricht sich jemand geht es wieder von vorne los.

Und du hast ganz viele Marken auf dem Boden, dass jeder weiß, wo er hin muss und so weiter? Ja, manchmal nimmt man Marken, also dass dann sichergestellt ist, dass man gut steht. Und inzwischen sind aber die Leute, das ist eigentlich nur für die Schärfen, Für die Leute, die an der Kamera die Schärfe ziehen. Wichtig, der Abstand, den man dann hat, damit die das gut treffen, gerade wenn alles so bewegt ist.

Hohe Schule ist das eine hohe Kunst. Und die Jungs, die das heute machen, die Jungs und Mädels, muss man auch sagen, die das heute machen, haben so eine... Geniale Fähigkeit, die gucken dahin und die wissen, das ist ein Meter 40. Und jetzt ist es nur noch 80 Zentimeter. Die ziehen das dann mit und als Zuschauer am besten Fall merkt man davon überhaupt nichts.

Aber wenn man mal so ein Take gesehen hat, wo das nicht klappt und wo nicht alle hundertprozentig funktionieren, dann denkt man wow, das scheint eine schwierige Sache zu sein. Das haben wir gemacht und das freue ich mich, dass es fällig ist. Wunderbar, herzlichen Glückwunsch. Und du hast ja auch schon ein bisschen was geteilt in Instagram auf deiner Story.

Da kriegt man ja auch ein paar Insights, was es ging und ich glaube, es war ein cooler Dreh. Aber jetzt kommt ja ohnehin gerade ein neuer, also der Tarte, den du zuvor gedreht hast, der hat jetzt einen Ausstrahlungstermin in Kürze, am 14. November oder sowas, nicht? Es ist auf jeden Fall ein Sonntag. Wir freuen uns drauf. Ja, Jan, und du hast auch noch ein Feedback bekommen. Wir haben jetzt auch darüber gesprochen, weil wir kriegen, vielen Dank übrigens nochmal an euch, wir bekommen wunderbares Feedback von euch per E-Mail, Social Media.

Aber du hast jetzt ein direktes, persönliches Feedback auch bekommen von einem Experten. Auf unserem letzten Podcast, in dem es um die Menschenwürde ging. Und wir haben da verschiedene Beispiele herangezogen und haben uns gefragt, hat das was mit einem Verstoß zu tun gegen Artikel 1 unserer Verfassung?

Und da kriegten wir einen Hinweis von einem juristisch hochgebildeten Mann, der das beruflich macht und der wies darauf hin, dass ein bisschen der Eindruck entstanden ist, wir haben über Triage zum Beispiel im Krankenhaus geredet, wir haben aber auch über die Beispiele geredet. Ich glaube, du hattest die dann. Was passiert eigentlich, wenn man, darf man, um eine Kindergruppe mit 30 Kindern zu retten, eine Weiche so stellen, dass der Waggon in die andere Seite und dann fünf Bauarbeiter überrollt, darf man das?

Oder das Flugzeugbeispiel. Das entführtes Flugzeug abschießen, damit das nicht als Terrorwaffe. Und... Und der wies darauf hin, dass das in unserem Gespräch so ein bisschen gleichwertig klang, als wäre das dasselbe. Und er hat darauf hingewiesen, dass es einen großen Unterschied gibt, juristisch, zwischen diesen beiden Dingen. Also wenn ich ein Beatmungsgerät habe und ich habe drei Patienten, die sind beatmungspflichtig und ich habe aber nur noch eins.

Das wäre jetzt diese Auswahl, die ein Arzt dann treffen muss. Die Triage, genau. Wo man dann sagt, wer bekommt das jetzt? Und das ist eben der große Unterschied, weil ein Arzt immer, immer den Patienten beobachtet. Auswählen wird, der die besten Überlebenschancen hat. Und die besten Überlebenschancen, nach bestem Wissen und Gewissen, eingeschätzt, kann eine 90-jährige Frau haben, kann aber auch ein 14-jähriger junger Mann haben.

Und da wird geguckt. Es ist etwas anderes, als wenn du aktiv dastehst und in den Gang der Dinge eingreifst und sagst, eine Weiche umlegst. Mit meiner Handlung gebe dem Schicksal einen anderen Lauf von Opfere sozusagen jemanden, um jemand anderen zu schützen. Das ist ein Riesenunterschied. Und ich fand das interessant, das zu hören.

Erstmal, wir sind beide keine Juristen, aber wir denken über solche Dinge nach. Ich glaube, viele Menschen machen sich solche Gedanken. Und wenn wir dann von jemandem, der es richtig gut weiß, so ein Feedback bekommen, lernen wir auch was dazu. Und mich interessiert jetzt, hey, was sagt ihr denn dazu? Ist euch das auch so gegangen? Oder habt ihr gesagt, leuchtet uns ein?

Oder habt ihr vielleicht sogar noch eine dritte Idee? irgendwas, was uns durch die Lappen gegangen ist. Fertig, gut zu hören. Würde ich gerne was lernen. Ja, schön, dass wir da auch nochmal sozusagen das Feedback verarbeiten. Diese Woche haben wir jetzt ein neues Thema ausgegraben, das uns interessiert hat und auch hoffentlich euch interessiert.

Und zwar ging es um die Frage, woran glaubt man eigentlich? Und damit meinen wir nicht Religion, sondern was hat man eigentlich für Wissen und Glaubenssätze in sich drin, die man vielleicht gar nicht reflektiert. Tja, Jan, du ahnst es schon, die Frage kommt. Weißt du, kennst du Glaubenssätze oder Dinge, die du voraussetzt und annimmst in dir, die du möglicherweise entdeckt hast schon?

Ich weiß, dass ich oft sage, ich glaube, dass es so und so ist. Oder ich bin überzeugt, dass es so und so ist. Manchmal sagt man auch, ich bin ganz sicher, dass es so ist. Wir haben manchmal so vorgelagerte Einleitungssätze, die anschließend was Fundamentales zum Ausdruck bringen sollen. Und etwas, an das man fest glaubt. Ich glaube fest an und dann kommt irgendwas.

An die Wahrheit zum Beispiel oder an den Wert der Wahrheit oder an Freundschaft oder sowas. Und das sind ja dann Sätze, die man deswegen so anfängt, weil man ihnen Gewicht geben will und weil man sagt, hier ist mein Bewusstsein im Spiel. Die Glaubenssätze, die wir so tief verinnerlicht haben, die vielleicht aus der Kindheit stammen, Ja, weißt du, die sind uns vielleicht gar nicht so bewusst.

Absolut, ich glaube, das ist gut, dass du es hingeführt hast. Ich wollte dir schon widersprechen, aber du hast es nur hingeführt. Genau, ich will eigentlich zu denen, die man so in sich hat, ohne dass man sie bemerkt. Ich habe ein gutes Beispiel. Und zwar. Eins von dir, oder? Nee, nee. Sprichst du jetzt für einen Freund?

Nee, das habe ich, und zwar ehrlich gesagt. Genau, Fragen für einen Freund. Nein, ich habe das ehrlich gesagt, in meinem Kunstunterricht ist mir diese Frage mal gestellt worden. Und zwar, wenn du dir vorstellst, wie ein Stuhl aussieht, wie würdest du einen Stuhl zeichnen? Wie ich den zeichnen würde? Ja, bitte. Ich würde ihn in so einer Seitenansicht zeichnen und zwar drauf aufsichtig. Ja, aber das wäre für mich am einfachsten.

Aber ich würde so ein Rhombus zahlen, das ist die Sitzfläche und dann würde ich da drunter die Beine malen. Wie viele Beine? Wie viele Beine? Vier Stück. Und, hast du noch irgendwas? Das wäre für mich die einfachste. Nur eine Sitzfläche und vier Beine oder hat der auch eine Lehne? Der hätte eine Lehne. Okay. Das ist der klassische Stuhl. Aber keine Armlehne. Ah, genau.

Den Stuhl zeichnet jeder im Kopf. Ja, man sagt Stuhl. Ja, das ist, das ist. Wir glauben, das ist ein Stuhl. Nämlich genau diese interessante Idee, weil wir glauben, das ist der Stuhl. Ein Stuhl muss aber nicht so aussehen. Nein, nein, nein, ein Stuhl kann auch nur einen Stempel in der Mitte haben, kann auch drei Beine haben, kann auch Lehnen haben, braucht auch nicht unbedingt, braucht keinen Arm, den den braucht, aber keine andere Lehne.

Ein Stuhl kann ja mannig, kann auch quasi wie eine Liege geformt sein oder geschwungen. Man zeigt jetzt immer dieses eckige Ding aus einer Sitzfläche und das ist schon der erste Teil, wo man und das ist ja, wir fangen jetzt klein an, das ist jetzt Ästhetik. Aber sag mal, das ist ja, da geht es ja mehr um so eine Ikonografie, dass man sagt, wie kann ich sozusagen schnell vermitteln, dass ich das Wort Stuhl meine.

Jetzt gibt es vielleicht auch Leute, die würden bei dem Wort Stuhl das Ganze anders sein. Okay, gut. Wir reden vom Sitzmöbel. Und dann. Zeichnen wir das halt, weil wir wissen voneinander, wie würdest du einen Brief zeichnen einen Brief, wie würde der bei dir aussehen? Ein Rechteck mit so einem Dreieck drin. So wie es ein Computer in, wenn eine E-Mail kommt, dargestellt wird. Ja, okay, okay. Sie haben Post. Pass auf.

Aber das ist sozusagen ja auch schon eine gesellschaftliche Übereinkunft. Sagen wir mal, das ist ja sowas wie ein Piktogramm. Bei einem Piktogramm zeichnest du zum Beispiel ein Männchen, was zum Beispiel mit dem Stock läuft, das ist nur ein Kreis und vier Striche. Wir erkennen es aber als Männchen. Wir sind Strichmännchen, klar.

Aber das sind ja auch schon Konventionen, die auf Übereinkunft bestehen und die gelernt sind. Es ist jetzt. Jemand aus einem anderen Kulturhaus würde es nicht erkennen. Ja, ich verstehe, was du meinst, das stimmt, würde ich sagen, ja. Ich denke trotzdem, dass die Glaubenssätze, die du jetzt gerade ansprichst, Und darüber gibt es eigentlich keine Konvention. Das sind Sachen, die wir tief verinnerlichen, in der Regel in unserer Kindheit.

Glaubenssätze über uns, über die Welt und über andere. Über andere. Zum Beispiel, die finden oft auch so Ausdruck in Sprichwörtern. Glauben ist nicht Wissen zum Beispiel. Glauben ist nicht Wissen. Und man schafft ein Gegensatz aus Glauben, das nicht auf Wissen beruht angeblich und Wissen, das mit Glauben nichts zu tun hat.

Das ist eine interessante Konstruktion, denn die stimmt überhaupt nicht, wenn man sie mal genauer betrachtet. Hast du das nie gehört, glaube ich, dass ich interessant, weil ich habe da in der Vorbeutung auch darüber nachgedacht, was ich für möglicherweise Glaubenssätze hatte und ohne es jetzt persönlich werden zu lassen, habe ich mit so Allgemeinplätzen angefangen.

Deswegen ist es interessant, dass du Sprichwörter sagst, also Arbeit lohnt sich, die Menschheit, die Gesellschaft entwickelt sich, wir prosperieren. Bestimmt ja wahrscheinlich alles gar nicht mehr. Aber Das merke ich so, das denke ich. Arbeit ist auch ein Wert an sich und so. Und das sind ja so Vorstellungen, die sind zum Beispiel auch erst im industriellen Zeitalter entstanden.

Früher sind die Leute, die es sich leisten, gar nicht zu arbeiten, die dachten, die haben Leute, die müssen ja arbeiten. Für die war im Grunde Müßiggang. Der wahre Lebenssinn. Das sind alles so Dinge, die einem so irgendwann eingeimpft worden sind, die ich, muss ich gestehen, zum Beispiel total tief verinnerlicht habe und komme ich gar nicht gegen an.

Aber darauf wolltest du auch nicht hinaus. Du wolltest auch was Tieferes hinaus. Manchmal sagt man solche Sachen, ja, Glauben ist nicht Wissen. So als wäre Wissen dem Glauben überlegen. Und ich denke mal darüber nach, ob das überhaupt stimmt. Das ist so einer von diesen Sätzen, wo man sagt, ja, ganz genau.

Glauben ist irgend sowas und Wissen ist der Fakt. Und jetzt hat ja... Ich glaube, Platon. Das so formuliert, der hat gesagt, das Wissen ist eine. Besonders gerechtfertigte wahre Form von Glauben. Oder Wissen ist gerechtfertigtes wahres Glauben. Und man könnte dann sagen, was ich nicht glaube, kann ich auch nicht wissen.

Ich kann nichts wissen, was ich nicht glaube. Und plötzlich hängen die Dinge ganz doll zusammen miteinander. Und. Die Glaubenssätze, die wir haben, sind immer ein bisschen wahr und immer ein bisschen falsch. und, interessant wird es da, wo es ins Unbewusste rutscht. Also wenn du zum Beispiel als Kind, du bist desorientiert und hast nicht die Möglichkeit, das komplexe Leben irgendwie zu verarbeiten und wirst als Anpassungseffekt bestimmte Dinge über dich, über die Welt und über andere verinnerlichen.

Und das sitzt so tief, dass es sich unter Umständen den Rest deines Lebens prägt. Und zwar ohne, dass es dir jemals wieder bewusst wird. Und da kann man auch persönlich werden, also nicht jede Kindheit verläuft sowieso gleich, aber es werden wirklich alle kindlichen Bedürfnisse, die für eine total schnurgerade Entwicklung sorgen würden, immer so fehlerfrei erfüllt und gewährleistet.

Also ich war so ein Wochenkrippekind zum Beispiel, haben wir ja auch schon mal erwähnt. Was heißt das jetzt, wenn man von Montag bis Freitagabend im Grunde in einer Art Kinderheim ist und dann mal kurz zu seinen Eltern nach Hause geht übers Wochenende. Was macht das mit Bindung und was macht das mit dem Weltverständnis?

Und ein so ein Glaubenssatz zum Beispiel, den ich tief verinnerlicht habe, ist, dass ich, wenn es Probleme gibt, am Ende immer alleine bin damit. Und dass ich meine Sachen für mich selbst klären muss und mir eher auf die Zunge, mir eher meine Zunge abbeißen würde, als mit einem wirklichen Problem von mir, mich jemandem zu offenbaren.

Das ist ein total, das behindert mich total, ist total falsch, aber es sitzt so sehr tief in mir drin und wird am Ende, wenn ich ein bisschen kopflos bin oder wenn ich mich einfach nur verhalten muss oder wenn ich schnelle Entscheidungen treffen muss, wird das immer, meine Entscheidungen in diese Richtung lenken.

Es sei denn, ich mache es mir ganz, ganz bewusst in der Therapie oder lerne richtig, richtig dagegen anzugehen und zu sagen, nein, es ist richtig, sich zu offenbaren jemandem und mit seinen eigenen Problemen zu belästigen. Das ist mein Glaubenssatz, belästige nicht andere Leute mit deinen Problemen. Und meine Mutter ist gerade in einem Alter, wo sie sich sehr verändert und ihre Gesundheit sich verändert, und sie sagt das jeden Tag 14 Mal, ich möchte nicht zur Last fallen, ich möchte nicht zur Last fallen, ich möchte nicht zur Last fallen, weil sie den verinnerlicht hat, man darf niemandem zur Last fallen.

Und das glaubt sie ganz fest. Und sie glaubt auch andere Dinge noch ganz fest und ich wahrscheinlich auch. Aber bei jemand anderem merkt man es leichter. Was ist denn bei dir? Ja, also ich habe darüber nachgedacht, als du das gesagt hast und die Situation unserer Mütter ähnelt sich ja gerade auch bei uns eine herausfordernde Situation, und möglicherweise auch bei unseren Müttern oder den Generationen auch nicht mehr jetzt die Möglichkeit so zu reflektieren, wie wir das tun.

Ich hatte zum Beispiel, ich trage aus der Kindheit sicherlich noch an dieser Sache der Scheidung meiner Eltern und meine Mutter hat dann nochmal geheiratet und so und das. Also dieses, was man heute Patchwork so euphemistisch nennt, das war für mich keine schöne Erfahrung. Frühkindlich. Die konnte ich lange auch nicht verarbeiten und die sitzt immer noch.

Also ich merke es heute noch, wenn in einem Film oder so ein Vater besonders lieb ist zu seinem Sohn oder so. Oder dem sagt, ich liebe dich, mein Sohn. Er hat nie gehört, war ja keiner da. Das treibt mich immer noch, also das macht mich immer noch traurig. Dieser Mangel, das ist so, der ist noch drin. Aber das ist jetzt auch kein Glaubenssatz, das ist halt eine Erfahrung.

Aber hey, Glaubenssätze kommen aus Erfahrung. Ja. Das ist wie Glaubenssätze entstehen. Man macht bestimmte Erfahrungen und es ist eine Form, sie einzuordnen. Ein Glaubenssatz schafft Ordnung. Der schafft Ordnung ins Chaos und sagt, das ist so, weil das und das so ist. Weil ich so bin, reagiert die Welt so auf mich.

Weil ich nicht genug bin, muss ich mich besonders anstrengen. Und all solche Sachen entstehen. Und so ist unser Gehirn leider auch gemacht. Das stellt sowas nicht infrage. Das Gehirn mag zuverlässige, stabile Dinge. Formeln und Muster. Und in denen bleiben wir dann und dann kommt dieser Confirmation Bias dazu, der dazu führt, dass wir fortan mit einer Brille aufs Leben gucken, die uns unseren eigenen Glaubenssatz immer wieder bestätigt.

Also Confirmation Bias heißt, es sich immer wieder bestätigt. Es ist eigentlich ein Bestätigungsfehler. Bestätigungsfehler. Ein Bestätigungsfehler, ein Mangel, aber wir nutzen diesen Mangel, um uns zu bestärken. Und zu festigen in dieser Sache, weil unser Hirn mag Stabilität, Festigkeit. Unser Hirn mag, hat Angst oder hat es energieaufwendiger oder so, ständige Veränderungen mitzugehen. Das habe ich mal gelesen, es wird ganz wenig möglichst verarbeitet und wenn man auf Erfahrung zurückgreift, hat es halt weniger. Aber lass mich dich eine Frage stellen.

Was ist denn der Unterschied davon zu einer normalen Lernkurve, sagen wir mal, wie auf die heiße Herdplatte fassen? Das ist ja jedem ein Begriff. Das ist ja auch ein Sprichwort oder sowas. Man fasst sich zweimal auf die heiße Herdplatte. Und wenn man das gelernt hat, da verbrennt sich dann, dann gibt es den Schmerz, im Grunde wie der seelische Schmerz, der körperliche und dann lernt man, oh Gott, das ist nicht heiß.

Ja, das ist Feuer, Schmerz, Vermeidung. So, wenn wir das analogisieren mit dem seelischen Schmerz, was macht man dann? Dann würde man das ja verhindern wollen. Sind diese Glaubenssätze Verhinderungen? Also zu lernen, Feuer, Glüh, Rot, Heiß. Bügeleisen, Vorsicht, kochendes Wasser, Vorsicht, dagegen ist ja nichts zu sagen.

Das ist ja eigentlich ein super wichtiger Lifehack. Aber was der Glaubenssatz wäre, jetzt stell dir mal vor, du greifst doch zweimal an, was heißt das. Dann könnte der Glaubenssatz lauten, ich bin so ein Schussel. Ich bin einfach so, ich habe zwar linke Hände. Verstanden. Und das wäre eine schlechte Ableitung.

Aber das wäre die Ableitung sozusagen. Die du vielleicht suggeriert bekämpfst, auch durch die anderen. Also wenn man zweimal denselben Fehler macht, sorry, einmal ist okay, aber beim zweiten Mal ist es einfach dämlich. Und jetzt ist es bei dir, ja, ich bin einfach, was das angeht, zu dämlich. Ich falle immer wieder auf dieselben Sachen rein. Das ist bei mir so schlimm, mein Leben lang und so.

Und das sage ich mir dann viermal, dann wird dieses Muster eingegraben und dann werde ich das immer anbringen. Ich kann nicht singen, ich kann nicht singen, es klingt ganz schrecklich, wenn ich singe. Bitte, bitte, erspart euch das. Das sind alles so Sätze, die man hat irgendwann mal mitgekriegt gehört, es gab Feedback, es war einem peinlich, man hat sich geschämt und man hat für sich den Schluss daraus gezogen, ja, das ist einfach nicht meins.

Und das hat dein Leben fortan im Grunde bestimmt dominiert und auch eingeschränkt. Also das jetzt nicht meins, man hat mir nie gesagt, du hör auf zu singen, das ist schrecklich. Aber ich meine, das ist nur so ein Beispiel. Und man müsste eigentlich sich zumindest, wenn man spätestens, wenn man zum ersten Mal in der Lage ist, Dinge zu bezweifeln, die am anderen sagen, dann müsste man sich darüber hinwegsetzen.

Das wäre eigentlich die richtige Reaktion. Zu sagen, gerade weil du sagst, ich kann das, singe ich jetzt jeden Tag eine Stunde. Es gibt ja auch Leute, die also so renitent und so mit Widerstand, so opportunistisch reagieren, wenn sie kritisiert werden oder generell, wenn etwas auf sie zukommt. Aber nochmal dann zurück in die Kindheit, weil das ist ja so ein bisschen häufig, sagt man ja so, das prägt ja auch stark.

Man ist ja diese Vorstellung, man ist ein unbeschriebenes Blatt, und man wird im Grunde geprägt durch die frühen Erfahrungen und es ist häufig sozusagen ja eben nicht dem aktiven reflektorischen Zugriff zugänglich, weil man ja eben da nicht hinkommt, vor allem in dieser vorsprachlichen Zeit, als man selber noch nicht so über das alles ist, ist ja alles nur so reingeprägt, in so ein Wesen.

Und das ist ja, glaube ich, der interessante Teil, weil man eben keinen Zugriff darauf hat. Und da hast du ja eben schon mal gesagt, da gibt es aber Möglichkeiten, da halt ranzugehen. Du hast Therapie genannt. Wir haben gerade auf das Glühende gesprochen. Du weißt, es gibt ja so. Coaching-Hacks, es gibt ja so Veranstaltungen, wo man lernt, über glühende Kohlen zu laufen.

Das ist ja für jeden so ein Angstthema und es geht und du gehst über die glühende Kohlen ohne, dass deine Füße verbrennen. Hast du gemacht? Nein, ich habe es nicht gemacht, aber du kennst das ja, du kennst ja diese Bilder und das ist ja wie Fakir. Das ist KI. Nein. Ja, ich weiß, die gehen barfuß über glühende Kohlen und denken, super, hey, das war total toll. Die spüren, dass es heiß ist, aber die haben keine Angst davor und deswegen verbrennt auch die Haut.

Was ist da los? Wie geht das? Du kannst dich also, wie man so vielleicht frühkindlich geprägt programmiert ist, man kann es rumprogrammieren, man kann da ran, es ist nur viel Arbeit. Mir fiel das nur gerade ein, weil du das gesagt hast. Ich wollte das jetzt nicht als Hauptbeispiel nehmen, nur so gegen die Angst vor dem Blüten.

So ein kleines Nebenhobby von mir ist ja auch Neurowissenschaften. Das ist für mich sehr interessant, wie unser Hirn funktioniert. Und da hört man, dass man komischerweise an diese fest einbetonierten sogenannten Glaubenssätze sogar nicht nur ran kann, sondern sogar sehr gut ran kann. Sogar sehr erfolgreich, die rausfischen und, in dem Moment, wo du es verstanden hast, dass das einfach nur ein Satz ist, der sich dir tief eingeprägt hat, den du über dich widerstandslos angenommen hast und akzeptierst, so ein Glaubenssatz, in dem Moment kannst du ihn auch auflösen.

Und das geht sogar wohl nicht. Ziemlich gut. Mit Therapie oder wie? Ja, ja, so natürlich, da muss man sich mit beschäftigen. Das ist eine Arbeit. Und dann weiß man oft auch gar nicht, gerade dann später im Erwachsenenleben, wenn man so viel Ablenkung hat und eingebunden ist in viele Prozesse, was ist jetzt eigentlich Glauben?

Was ist Wissen? Und was ist nur eine Meinung? Und da habe ich bei Kant was Spannendes gelesen, was mich überrascht hat. Das hat sich auch damit beschäftigt, fing mit so vielen Dingen und der hat so eine Art Hitliste oder so eine Art Charts, zumindest interpretiere ich das so. Also er sagt, er macht einen Unterschied zwischen meinen, zwischen Glauben und zwischen Wissen und er sagt, das Meinen ist die niedrigste Stufe.

Man hat eine Meinung, man sagt seine Meinung, meine Meinung ist die oder die und er sagt, das ist weder subjektiv noch objektiv zureichend. Eine Meinung ist ein unzureichendes Verwahrhalten. Man hält etwas für wahr. Jetzt gerade, das ist meine Meinung, das sage ich jetzt. Und eine Meinung ist aber sehr volatil. eine Meinung kann.

Die ist nicht so stabil und sie reicht nicht aus, weder subjektiv noch objektiv. Glauben, sagt er, ist subjektiv zureichend und nur noch objektiv unzureichend. Für einen selbst kann Glauben ausreichen. Und das dritte ist eben Wissen und das Wissen, das nennt er sowohl subjektiv als auch objektiv ausreichend, zureichend.

Und das fände ich auch eine interessante. Aufgliederung, weil klar, wir haben es heute ja hauptsächlich mit Meinungen zu tun, ganz selten mit Wissen und ziemlich oft mit Glauben. Und, wenn aber Glauben oder wenn Wissen eine Art gerechtfertigter Glauben ist oder wenn man sagt, Wissen ist die am stärksten, am besten begründete Form von Glauben.

Dann wird auch das Wissen, andere sagen vielleicht Wissen ist der gegenwärtige Stand des Irrtums. Es gibt auch immer solche Formulierungen, die so sagen, was weiß man schon, was weiß ich nicht so weiß. Auch das ist ein berühmter Satz geworden. Und nach bestem Wissen und Gewissen sagt man, das hält man für wahr.

Das ist jetzt das, worauf ich mich einige. Aber wenn ich sage, mal mal was grün, mal mal grün, erklär mir mal, was ist grün, dann hast du 40 Leute und 40 Leute sehen völlig verschiedenes grün. Aber ich finde nicht die Ralfarbe, sondern wir können 40 Schattierungen von Grün auseinanderhalten oder so. Ich weiß nicht mehr, ob die Zahl stimmt, aber es gibt Tiere, für die ist das ganz wichtig, die können 120 verschiedene Töne auseinanderhalten oder noch mehr. Ja, genau.

Also ich finde, das berührt zwei interessante Punkte. Den einen, den du genannt hast, Wissen und Glauben, dass sich das immer mehr berührt, das glaube ich auch in so einem, hat er Ausdruck gefunden in Begriffen wie alternative Fakten. Fake News, ja, viel ist ja so, also dieses Wissen, es gab früher diesen Begriff der intersubjektiven Überprüfbarkeit, also dass man zwischen den Subjekten, also zwischen allen Menschen das überprüfen kann.

Also zum Beispiel alle sagen dazu, ja, Wasser ist nass. Ich mache es bewusst primitiv, das Beispiel. Und das ist ja so ein bisschen am Schwinden, dieser Konsens der intersubjektiven Überprüfbarkeit. Der eine sagt, nö, ich sehe das ganz anders. Und da kommt der Glauben in seinen Wissen und in seiner konstruierten Wissenswelt.

Spielt eine ganz andere Rolle, wird etwas ganz anders gedeutet. Deswegen ja so ein Begriff wie alternative Fakten, der auf jeden Fall belächelt wird. Aber was, glaube ich, stattfindet, und da hast du, glaube ich, gut drauf hingearbeitet mit den verschiedenen Grüntönen, die Welt, die wir wahrnehmen, ist ja mal nur durch eine anthropozentrische Brille, also nur durch das, was wir mit unseren Sinnesorganen als Mensch, so wie wir als Mensch die Welt dann überhaupt nur.

Aber die Schlange, die sieht Infrarot, die sieht schwarz-weiß, aber sie kann nachts die Maus super sehen, weil die halt irgendwie warm ist. Die hat ja ein ganz anderes Weltbild. Und wir sind ja sozusagen irgendwo in diesem kleinen Menschheit. Und dann könnte es ja auch noch sein, dass die Warnung der Welt ja auch noch kulturell geprägt ist. Oh ja, ja natürlich.

Ob jetzt kollektivistisch wie in China oder individualistisch wie bei uns oder ja, Entschuldigung, ich wollte... Naja, absolut, das ist total recht. Und dadurch konstituieren sich Wirklichkeiten ja auch oft individuell. Also das heißt, wir erleben ja vielleicht gar nicht das Gleiche. Und deswegen ist ja auch das Problem, dass diese eben diese intersubjektive Konsens auch so stark schwindet, ja auch vielleicht ein Problem. aber.

Mir fällt jetzt dazu ein noch die ja also Wasser ist nass das ist eine, ich glaube das ist fast tautologisch oder das ist so ein bisschen oder, weil nass ist die Definition von Wasser ich glaube das ist per se schon mal gar keine richtige Aussage das ist glaube ich in sich aber es gibt viele Dinge die nass sein können auch wahr okay das ist richtig Wasser, wäre wässrig, aber wir wollen es mal Was ich meine ist, der Glaubenssatz, der dann kommt oder das, was viel interessanter ist, Wasser ist nass, da würden alle sagen, ja, Wasser ist nass, aber schon bei der Frage, ist Wasser gefährlich?

Da würden vielleicht manche sagen, Wasser ist sehr gefährlich. Und der Nächste würde sagen, Wasser ist... Nein, ich kann schwimmen. Ich liebe Wasser. Wasser ist das Elixier des Lebens. Der Planet ist blau. Der ganze Planet besteht... Wir bestehen so 80% aus Wasser. Und dann könnte Wasser eine politische Dimension bekommen. Be like water, my friend. Ein großer chinesischer Ausspruch. Anpassungsfähig.

Kein Widerstand bieten. Sich anpassen in die Elicke. Ja siehst du, also die Dinge selber sind die Dinge selber, darüber können wir uns bestimmt einigen, aber wir leiden ja nicht an den Definitionen, sondern an der Bedeutung. Ja, das, was uns so umtreibt, ist nicht etwas, dass etwas etwas ist, sondern was das für mich bedeutet.

Ja, und da kommen wir schon in diese Bereiche, die einem das Leben schwer oder leicht machen können auf verschiedenen Ebenen. Der guckt so komisch da drüben, was bedeutet das? Jemand anders würde sagen, der guckt so komisch, der ist scharf auf dich. Oder der Nächste würde sagen, der guckt so komisch, ich glaube, der hasst dich.

Ich glaube, der plant was gegen dich. Und diese Bedeutungen, die wir den Dingen geben, das ist eigentlich das, was sie vielleicht gar nicht haben. Weil ich gucke der einfach nur völlig sinnlos vor sich hin. Und wir fangen an, das zu interpretieren. Ich arbeite viel mit sowas. Also, du bist im Film und die Kamera ist auf dir und du guckst einfach nur.

Du guckst einfach nur. Und man sagt das ja oft so, denken reicht. Mehr musst du nicht machen, mach nichts. Nicht spielen, nichts mehr, sondern einfach nur guck und denk. Das sieht man in deinem Gesicht. Aber jetzt wird es interessant, der eine sieht dies, der andere sieht das. Es gibt diesen berühmten Test, da lässt man jemanden, stell dir vor wie auf dem Passbild, Du guckst einfach völlig leer vor dich hin.

Das steht zwei Minuten und dazu kommt eine traurige Musik. Und dann kommt der Zuschauer und muss sagen, was haben sie gesehen? Dann hat er gesagt, ich habe einen Mann gesehen, der ganz schlimm trauert. Dem ist was ganz Schönes passiert. Jetzt machst du so eine witzige Musik. Einfach auf dasselbe Gesicht drauf. Und der Zuschauer wird dazu neigen zu sagen, hey, ich glaube, der führt was im Schilde. Der hat einen Schabernack vor oder sowas.

Und diese Interpretation von dem, was ist. Die macht uns die Probleme. Ja genau, die Folge heißt ja, was wir glauben und, das hast du gerade genannt, dass Interpretationen oder Zuschreibungen. Das ist eigentlich interessant, aber warum produzieren wir das am laufenden Band? Was ist los? Das müssen wir. Ich glaube, so sind wir verdrahtet. So ist unser Hirn verdrahtet.

Und Dinge wahrzunehmen und sie einzuordnen. Geht eine Gefahr von dem oder ihr oder dieser Situation aus für mich? Oder ist das hier friedlich? Also genau, ich glaube nämlich auch, das ist unser altes Dinosaurier-Gehirn, also das ist unser prähistorischer oder zumindest unser neandertaler Stamm, dass wir halt immer versuchen einzuschätzen, ist da eine Gefahr drin und möglicherweise eher dazu neigen, die Gefahr hineinzuinterpretieren und bloß sozusagen, lieber abhauen.

Das ist ja weit verbreitet. Du lieber einmal mehr bremsen, einmal zu viel gebremst, als geblitzt worden zu sein. Oder dieses. Better safe than sorry. Und dass eben uns, wenn man das sehr tief glaubt und meint, das ganze Leben wäre dann am lebenswertesten und dann am schönsten, wenn man sämtliche Risiken eliminiert, dann sitzt man eben am Schluss da und macht gar nichts mehr.

Ja, es gibt eine tolle Darstellung, die habe ich neulich irgendwo gesehen und zwar sind das Kinderspielplätze. Von 1920 oder so. Wahnsinnig hohe Klettergerüste, schwindelerregende Höhe, wo Kinder oben rumtouren. Also wenn dort ein Kind runterfällt, halte ich einen schweren Knochenbruch für absolut denkbar.

Kontra Kinderspielplätze heute. Die Rutsche ist maximal einen Meter hoch. Es gibt keine Kanten mehr, alles ist rund. Alles ist bunt. Die Rutsche ist so, dass du machst. Rütteln sie die höchste Geschwindigkeit, die du erreichst, schaukeln, nein, nein, nein, überall muss, das ist zu sicher. Das eine ist zu riskant, das sollte ist zu sicher.

Da führt unser Sicherheitsdenken hin, dass wir einfach sagen, wir müssen jedes Lebensrisiko möglichst eliminieren. Und. Wo bist du da? Auf dieser Skala? Zwischen halsbrecherisch und super, super safe. Ja, ich bin auf der halsbrecherischen Seite. Ja, weil bist du so ein Kamikaze? Nee, gar nicht. Ich bin voll vorsichtig und so. Aber ich finde, man sollte die Freiheit dazu haben, das selber zu entscheiden.

Ja gut, aber als Kind ist das vielleicht ein bisschen vielverlangen als Kind zu entscheiden. Ja, das stimmt. Und ich habe letztens auch so eine interessante Zusammenstellung gesehen, Dinge, die man in den 90er Jahren gemacht hat, drohen, darüber nachzudenken, zum Beispiel Kinder alleine im Auto zu lassen, wenn man einkaufen war.

Ist mir jetzt nicht passiert, aber es wurde wohl gemacht und es würde man ja heute nicht mal mit einem Hund machen. Verzeihung, weil man eigentlich, der geht. Oder sofort Passanten melden. Ja, ja. Und dann wird das Fenster eingeschlagen und der Hund wird gerettet. Ja, aber ich finde grundsätzlich so zu viel Protektionismus nicht nur eingreifen, sondern, ja, also ich meine, man kann sich halt nicht gegen jedes Risiko im Leben versichern.

Aber jetzt schau, wenn du als kleines Kind Eltern hattest, so Helikopter mäßig, die dich vor allem bewahren wollen und jeden Meter beobachten und dann wirst du doch irgendwann angesteckt damit und denkst, das ist die rechte Art. Das ist die richtige Art. Angst ist dein ständiger Begleiter. Und das wird dich natürlich schon auch prägen. Und bei mir war es vielleicht eher so etwas zu viel auf sich gestellt zu sein.

In frühem Alter und dann eben halt für sich zu sorgen auf die Art, die einem selbst am plausibelsten ist. Und ich bin auch eher auf der Risikoseite. Ich finde, dass wir sehr, sehr, sehr gut mit Risiken umgehen können. Ich glaube, evolutionär können Menschen Risiken ganz gut einschätzen und gut mit Risiken umgehen.

Womit wir gar nicht gut umgehen können, ist Angst. Ja. Angst ist ein lähmendes Gefühl, das uns in der Regel. Unkreativ macht, stumm werden lässt, fest werden lässt und taub macht, so Angst. Aber Risiko, also einen zugefrorenen Teich zu sehen und zu sagen, wie lange ist der schon zugefroren, das ist heute der vierte Tag, wie kalt ist es, sehe ich da. Kann man ja auch so testen. Ja, versuch es mal.

Ich glaube, das Risiko ist so und so hoch. Ich probiere es. Und achte drauf, aber ich probiere es. Das Risiko, was ist das für ein Risiko, wenn ich jetzt wenn ich jetzt keine Ahnung, in Badehose in die Oper gehe. Was kann passieren? Das könnte passieren. Ist mir das der Spaß wert oder vermeide ich das lieber?

Und so dann, das sind so Sachen, die können wir gut, glaube ich, durchdenken, aber so Angst, so ein Gefühl, das in uns hochsteigt und uns so, auf so eine unbestimmte Art lähmt. Und wenn eben als Kind dann eine prägende Emotion, unaufgelöste Angst war, dann wirst du dich in ihr heimisch fühlen, dann ist das dein Zuhause.

Und bei mir ist es so, ich weiß nicht, wenn alles hart auf hart kommt, denke ich, ich bin alleine auf der Welt. Das ist der Vertraute, mein vertrauter Zustand. Wenn du mich fragst, findest du das schön, würde ich sagen, oh nee, ich wünsche mir, hätte ich gesagt, was anderes. Ich wünsche mir, dass ich mich aufgehoben im großen Kreis von Menschen, die auf jeden Fall auf mich aufpassen und auf mich achten und auf die ich mich verlassen kann.

Aber das ist eben nicht unbedingt meine Erfahrung gewesen, wahrscheinlich zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben. Ich kann es noch nicht mal sagen. Woher das kommt. Aber das ist wahrscheinlich einer von diesen tiefsitzenden, Glaubenssätzen, dass es mir vertraut. Es gibt ja auch Menschen, die immer wieder in Beziehung geraten.

Speziell oft von Frauen, aber wahrscheinlich gibt es das auch bei Männern, die für sie gar nicht gut sind. Ganz schlecht für sie ausgehen. Aber sie haben es nicht anders gelernt und denken, das muss so sein. Das ist mir vertraut. Und das ist eben, das kenne ich. Und lieber gehe ich in sowas, als in was Unbekanntes.

Die Imitation des immergleichen, weil ja auch der Mensch in ganz jungen Jahren ja auch erstmal nur durch Imitation lernt und sozusagen das Verändern und Löschen dieser Glaubenssätze schwierig ist. Übrigens soll nicht unerwähnt sein, es gibt ja auch positive Glaubenssätze. Also man kann ja auch, wenn man, weiß nicht, liebevolle Eltern oder guten Zuspruch hat von Mentoren, von Freunden, auch positive Sachen. Also vielleicht haben deine Kumpels immer gesagt, du bist der Beste von uns beim Fußball.

So gut wie du es kennst. Und dann hast du gemerkt, du würdest es zwar nie jetzt in die Bundesliga schaffen, aber du hast trotzdem in dir bleibt, ich bin ein richtig guter Fußballspieler. Oder ich hätte zum Beispiel, um was da auch aus meiner Kindheit erzählt, meine Mutter sagt immer, deine Pianistenfinger.

Es hat nicht dazu gekommen, dass sie sich Piano geführt hat. Du kennst die Geschichte. Aber es ist geblieben als so, sie hat mir auch Sachen erzählt, die auch gar nicht gestimmt haben. Ich sagte immer, ja du mit deinen langen Beinen, ich habe auch keine langen Beine, aber das habe ich unfassbar lange geglaubt. Ich habe das ganz lange in der Realität überhaupt nicht gematcht, aber das habe ich gar nicht.

Aber das hat meine Mutter immer gesagt. Ich weiß nicht, ob die es glaubte oder ob die netze, ich glaube, die glaubte das, aber es war auch nur Liebe. Also es war gar nicht Fakt. Es gibt auch positive Glaubenssätze, die in dir bleiben. Also sich generell mal die, also wenn sie zuhört, also danke, dass ihr immer noch dran seid, aber das ist sowas, was ich eben super gerne mache, mich mit so einem Thema einfach mal beschäftigen und mal zu gucken, was hat das, kann das was mit mir zu tun haben?

Aber ich glaube, dass jede Art von Veränderung und Chance so anfängt, dass man sich Sachen versucht bewusst zu machen und das meiste an unserem Verhalten wird determiniert und bestimmt durch völlig unbewusste, uns selbst völlig unbewusste Dinge. Und kann nicht schaden, sich da mal was bewusst zu machen.

Also mir macht es Spaß, gerade darüber nachzudenken und ohne jetzt hier zu viel Nabelschau zu machen oder so, darum soll es nicht gehen. Aber es ist schon interessant, warum passieren mir bestimmte Dinge immer wieder im Leben? Warum rassle ich immer wieder in ähnliche Situationen? Warum kann ich nicht die Klappe halten, wenn es um etwas ganz Bestimmtes geht im Leben?

Warum muss ich dann einfach was sagen? Und andere gar nicht. Andere haben gar kein Problem damit zu sagen, hier halte ich mich komplett raus. Warum sind wir, wie wir sind? Und was bestimmt unser Handeln? Und was bestimmt unser Glauben? Und ich glaube, ich glaube, ich ahne, ich habe, glaube ich, so ein bisschen eine Vorstellung davon, dass unsere Gedanken, viel variabler sind als unsere Glaubenssätze.

Und ich habe ja schon mal in einem anderen Podcast darüber gemutmaßt, dass ich glaube, dass wenn man Leute richtig verstehen will, auch richtig verstehen will, wie sie ticken, dann darfst du sie nicht nach ihren Gedanken fragen, sondern dann musst du rauskriegen, woran glauben die? Was glauben die? Und jetzt mal Gott und Religion mal außen vor gelassen.

Sondern einfach so ohne Gott und Religion. Was glaubt man über sich und über andere und über die Welt? Interessant zum Beispiel, dass die meisten Menschen sagen würden. Die Menschen sind alle neidisch. Und schlecht, aber man selbst natürlich nicht. Ich finde das auch nicht. Die meisten Menschen denken, sie sind im Grunde super gut und die anderen nicht so. Das würde jeder von sich denken.

Wenn du mit dem Auto fährst und vor dir fällt so eine lahme Ente. Du hast einen Führerschein, du fährst da. Und vor dir fällt so eine lahme Ente. Dann sitzt du da und sagst, ey, was ist denn mit dir nicht richtig? Dann lauf doch. Der hat einfach nicht das richtige Tempo drauf. Wenn dich aber einer überholt, dann sagst du, was ist das denn für ein Selbstmörder? Du denkst immer, dein Tempo ist das richtige und alle anderen sind falsch.

Dein Humor ist der richtige, deine Sensibilität ist die richtige, deine Art, die Dinge anzugehen, ist die richtige und alle anderen weichen davon ab. Das haben wir irgendwie so drin. Und das ist ja auch so ein blöder Glaubenssatz. Ja, das stimmt. Ja, wobei ich persönlich erreg mich im Straßenverkehr relativ wenig auf, muss ich sagen. Ich bin da relativ unemotional. Im Straßenverkehr? Ja, ja.

Fabi, ich versuch's auch. Herrlich. Ich war früher viel hektischer. Im Moment war ich wie so ein... Man könnte sagen, wie so ein Weichei. Naja, ich finde... Da ist auch die Aggression raus. Bei mir ist auch die Aggression raus, aber ehrlich gesagt, es geht ja auch gar nicht mehr. Es ist ja überall immer Baustelle, Stopp. Du musst ja, also wenn du dich jedes Mal, wenn du irgendwie aufgehalten wirst von unlogischen Zuständen, dann würde man ja sich selber zerfleischen. Also versuche ich das...

Wenn du in Berlin bist zum Beispiel. Ja, genau. Wenn man in Berlin, also Berlin ist so das Paradebeispiel, wieder die Stadtautobahn. Ich finde, da wird man eben in zwei Spuren einfach zugemacht. Trägst du dich doch auf. Die werden einfach zugemacht. Und dann passiert da aber ein halbes Jahr nichts. Und man fragt sich jedes Mal, wenn man da vorbeifährt und wieder langsamer fahren muss, als es nötig wäre, wieso sind diese beiden Spuren gesperrt?

Und man erfährt das nicht. Irgendwann plötzlich steht eine Schaufel da, nach drei Monaten. Dann denkst du, also okay, jetzt steht hier eine Schaufel. Ist das jetzt eine weitere Verarschung? Warum ist das Ding hier so? Und wir neigen dazu dann zu sagen, was sind denn das für Idioten dort in diesen Ämtern, die sowas machen.

Man denkt man selbst sei ihm recht und würde es besser können. Haben sie ja nicht alle. Ja, auch nur eine Glaubensarbeit. Und all diese Glaubenssätze, die wir über uns und über andere haben, die sind schon ganz schön, die piesacken uns ganz schön und die stehen uns ganz schön auf dem Weg. Es ist ja auch eine interessante Sache und viele Leute haben auch schon drüber nachgedacht. Es gibt zum Beispiel in der Philosophie, in der Erkenntnistheorie, gibt es etwas, das nennt sich den hermeneutischen Zirkel.

Der hermeneutische Zirkel sagt, dass das, was du sozusagen vorher von der Sache annimmst, dass du das nicht reflektierst, wenn du über eine Sache sprichst. Das ist quasi das Mitgedachte, was die Voraussetzung ist. Das ist einfach so. Ja, zum Beispiel, wenn du sagst, die Deutschen sind fleißig und gute Ingenieure, Prinzipien drauf und pünktlich.

Das ist Käse, das ist einfach so ein positives Voraussetz. Hast du das so ein bisschen irgendwie in dir drin? Oder weiß ich nicht. Die Schweizer sind ordentlich und pünktlich. Das sind all diese Dinge, die man so voraussetzt, die man aber nicht mit reflektiert will. Das Beispiel mit dem Stuhl vom Anfang ist auch so eins übrigens.

Das ist auf einer ganz kleinen Ebene. Da geht es ja jetzt nicht um komplexere Dinge, da geht es um Gegenstand. Und das ist so zu Recht darauf hingewiesen, Da könnte man über die Piktogramme und die schnelle Verbindung denken. Aber es ist ja bei allem so. Das ist eigentlich interessant, an diesen Punkt ranzukommen.

Wir vereinfachen Komplexität. Aber denken es halt nicht mehr mit. Es läuft so rein einfach. Richtig. Und wie widerstandslos akzeptiert man diese Vereinfachung und nimmt sie von anderen. Hat natürlich auch was mit unserer Gesellschaft zu tun, mit dem Raum, in dem wir groß werden. Du hast selbst von kulturellen Fragen schon geredet.

Und dann kommen natürlich auch individuelle Dinge dazu, die uns vielleicht unterscheiden von anderen. Auch die muss man einordnen. Der will immer was Besonderes sein. Die will immer eine Extravur ist oder so. Auch das sind ja so Sachen, ich zum Beispiel weiß noch, es gibt doch so in der Kindheit dieses Alter, wo man immer warum fragt.

Kinder immer fragen warum. Weil jetzt die Sonne untergeht. Warum? Weil das Abend ist. Warum? Weil es gibt einen Morgen, es gibt einen Abend. Warum? Ja, das ist der Tag ist auf der vier Tränen. Jetzt könnte man ja weiter erklären. Warum? Warum? Und die Kinder hören nicht auf, warum zu fragen. Und das ist eigentlich auf eine gewisse Art wahrscheinlich diese Zeit, in der sich viele dieser Glaubenssätze formen und es kommt sehr darauf an, mit wem du es da zu tun hast.

Es ist jemand, der sagt, weißt du, ich finde das toll, dass du immer warum fragst. Lass uns jetzt mal kurz aufhören und Abendbrot essen, aber ich finde es eigentlich gut und ja, man muss die Dinge hinterfragen oder es ist jemand, der dir dann sagt, Mann, es ist einfach so. Und dann sagst du, es ist einfach so und was einfach so ist, das braucht man nie wieder zu hinterfragen.

Und das ist dann die Basis unserer Weltsicht. Und was mich zum Beispiel als, und ich war in der Schule, ich weiß, ich habe die Leute so genervt, da ist man ja eigentlich schon raus aus diesem Warum, warum Alter. Aber zum Beispiel Mathematik. Also Mathematik ist eine so ultrakomplexe, so verästelte und so komplexe.

Tolle Wissenschaft, die alles, die wahrscheinlich die Welt erklärt. Mathematiker würden sagen, es ist die Sprache, die uns die Welt erklärt oder am besten erklärt. Und es ist total kompliziert. Man verliert ganz schnell den Anschluss, wenn da Leute irgendwie verrückteste Rechnungen aufmachen und gleiche.

Und ich denke mir, was ist das? Also es ist nicht meine Welt, ich bin kein Mathegenie. aber wenn das so ist dann hatte ich schon in der Schule immer diese Frage parat, warum braucht sie dann so ganz blöde, Axiome und Gesetze die man einfach schlucken muss zum Beispiel Division durch Null da habe ich mit dem Mathelehrer rumdiskutiert und alle haben schon geschält und fanden mich so hornnervig, aber weißt du wenn du so eine krasse wissenschaftliche Mathematik hast, die sofort in sich zusammenbricht wenn man durch Null dividiert, Da habe ich gedacht, das glaube ich irgendwie nicht. Das muss ich einfach hinnehmen.

Aber so verrückt, Pibonacci, was es alles gibt für verrücktes Zeug und die Mathematik erklärt dir alles. Aber du darfst nicht durch Null dividieren. Aber wenn ich irgendetwas, wenn ich zehn Äpfel habe und ich teile sie durch Null, dann sind es zehn Äpfel. Weißt du? Und dann sagen die, nein, das geht nicht. Warum nicht? Ist einfach so.

Wo ich denke, ich glaube, irgendwann wird einer kommen und eine schlüssige Antwort darauf geben, warum man das wirklich durch Null nicht teilen kann. Oder mit der Erkenntnis kommen, man kann doch durch Null teilen, Leute. Ich kann nicht verstehen, dass etwas so krasses wie Mathematik nur in sich zusammenbrechen würde, wenn man durch Null teilt.

Das darfst du nicht. Und es gibt ja noch mehr solche. Aber verstehst du, was ich meine? Ich verstehe das so als Kind. Aber ich höre dir zu und denke, deine Glaubenssätze sind, erstens, du hast eine ganz hohe Meinung von Mathematik und du glaubst, die kann die ganze Welt erklären. Und zweitens, du findest es unlogisch, dass sie Axiome hat, die man nicht reflektieren kann.

So, ich finde jetzt zu eins, glaube ich, das ist nur ein Klamentsatz bei dir, weil Mathematik ist ja nur ein Modell, etwas zu beschreiben. Es ist ja nicht die Wirklichkeit. Und es ist ein ausgedachtes Modell zu, jetzt greife ich das auf, was du selber gesagt hast, zum aktuellen Stand der Wissenschaft.

Beispielsweise hast du es vielleicht gelesen, ein paar Agenten von Open RR haben 237 mathematische Probleme, an denen Leute seit hunderten von Jahren rumtüfteln. Es gab so einen Fall von einer Mathematikerin, da hat ihr Sohn ihr geschrieben, die seit 19 Jahren an einem mathematischen Problem forscht, eine Professorin, hat gesagt, Mama, du bist arbeitslos, CHPT hat deine Aufgabe gelöst.

Ich will nur sagen, das sind offensichtlich bei dir auch Glaubenssätze, die zum Beispiel, dass du die Mathematik so unheimlich hoch hältst und glaubst, sie müsse fehlerfrei funktionieren, aber vielleicht ist der Fehler ja auch gar nicht in der Mathematik, wir sehen uns, aber vielleicht ist Mathematik auch nur ein Modell.

Ich muss doch aber auch anerkennen, dass viele mathematische Prognosen, also Prognosen, wenn das so ist, müsste das so sein und so sein, aber das können wir im Moment nur theoretisch rechnen, sich 20, 30, 40 Jahre später bestätigen. Also so, wo ja fast schon wieder, wo es schon wieder Wissenschaftler gibt, die sagen, das ist fast schon ein Gottesbeweis oder fast schon, das ist Design, so sage ich es mal, Gottes Design, das ist Design.

Ja, weil zu Zeiten, wo man das Problem noch gar nicht kannte, wurde die Lösung schon mal prognostiziert und als das Problem erkennbar und formulierbar war, stimmte die Lösung. Das finde ich schon verblüffend und das kann nicht aus dem Chaos entstanden sein oder so. Es gibt es ja auch, es gibt ja in der Wissenschaft auch wirklich nicht wenige, die sagen.

Das ist fast nicht möglich. Das gibt es ja Biologie. Das aus dem Chaos entstanden sein soll. Ja, ja. Naja, das finde ich schon interessant. Und ja, solche Fragen. Manche führen ja auch in den Wald und irgendwann muss man auch mal schlafen und aufhören. Deswegen würde ich das gar nicht so hochhängen. Aber kennst du zum Beispiel den Satz, das glaube ich erst, wenn ich es sehe.

Hast du das schon mal gehört? Ja. Okay, aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe. In Berlin wird die Stadt Autobahn, der Flughafen, das glaube ich erst, wenn ich es sehe. So als würde, haben wir eine innere Skepsis, die vielleicht begründet ist und unbegründet durch vergangene Erfahrungen und jetzt sagen wir, das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Und jetzt kehrt das mal in.

Stimmt das so? Würde, dass man es sieht, die Bestätigung dafür sein, dass es das gibt und dass man das dann glaubt? Oder gibt es auch Dinge, die man überhaupt erst sieht, wenn man glaubt, sie glaubt? Klar dekonstruktionsvollen Wirklichkeit auch durch die eigenen Annahmen, vielleicht kriegen wir die Hälfte gar nicht zu sehen, weil wir es nicht glauben, weil wir es für unwahrscheinlich halten natürlich, ich meine vielleicht sieht irgendjemand sieht irgendjemand eine Marienentscheidung oder eine Gotteserscheidung in irgendetwas wo ein anderer das nicht darin sieht, weil er nicht an diesen Gott glaubt oder nicht an eine Maria oder du, also es ist vieles davon ausgelöst und ja aber hm.

Wie schade, oder? Ich erwische mich dabei, dass ich relativ viel, also wenn mir irgendjemand was erzählt, glaube ich es erstmal. Ich bin kein übermäßig skeptischer Mensch. Oder nicht so misstrauisch auch vielleicht, du bist auch oft. Ich bin an einem Punkt immer misstrauisch und das ist so, wenn Politiker reden.

Also da geht sofort bei mir der kritische und skeptische Filter an und ich frage mich sofort, warum sagst du das, warum sagst du das jetzt und mit welchen Worten dann wen richtest du dich, was willst du von mir. Das ist so ein eingebauter Filter bei mir, der sofort anspringt. Das ist vielleicht aber auch aus der Kindheit, aus dem anderen System auch noch das große Misstrauen gegenüber dem beherrschenden System.

Ja, aber jeder Staat wird versuchen auch dich zu umgarnen, einzuwickeln und für seine Ziele gefügig irgendwie zu machen. Also ja, das meine ich jetzt gar nicht so über negativ, aber gute Laune, wir müssen ja in WD mit Demokratien, wir brauchen eine Mehrheit, wir brauchen deine Stimme, ich brauche deine Unterstützung, du musst einverstanden sein damit und deswegen werde ich dir dieses Thema irgendwie einmassieren, sodass du das gar nicht so merkst und denkst, da habe ich nicht recht, ich glaube, das mache ich jetzt mal, da sage ich jetzt mal ja zu.

Also das ist das Einzige, wo ich von Natur aus ein bisschen skeptisch bin. Aber ansonsten, jemand erzählt mir was und sagt, ich bin übrigens der Kaiser von China, also der Enkel, dann denke ich erst mal wahrscheinlich, kann sein. Das macht mir mehr Spaß, als immer zu denken, der verreicht sich doch, der steht da nicht, dann fahren wir nicht. Ich habe mehr Freude daran, Dinge für möglich zu halten, als Dinge abzu...

Nee, nee, glaube ich nicht, nee, nee. Mir ist lustig, das ist auch von den Glaubenssätzen. Ich zum Beispiel hatte dem Staat gegenüber immer eine wesentlich positivere Voreinstellung dem Staat gegenüber. Wer? Ich. Du. Ja. Ich bin so aufgewachsen in Westdeutschland, da lief immer alles irgendwie so nach Plan und wurde immer alles mehr jedes Jahr.

Das hat sich ja jetzt umgekehrt seit einiger Zeit, das haben wir ja nicht mehr. Und auch ich komme ins Zweifeln über die sinnvoll, wie sinnvoll dieser ganze Selbstverteilung, Umverteilungsladen, lass es mal so sagen, Umverteilungsladen da überhaupt noch ist. Aber diese wahnsinnig kritische Haltung gegenüber Politikern und Staat, die hatte ich lange gar nicht, muss ich wirklich sagen. Da haben wir zum Beispiel ganz unterschiedliche Glaubenssätze in diesem Punkt. Ist ja auch nicht schlimm.

Übrigens nur, dass der Vollständigkeit halber, weil wir ja sagen, was ist Glauben? Wir haben eben mal ganz kurz Religion touchiert. Religion ist natürlich auch ein sehr wichtiges, nicht nur Glaubenssystem im Sinne von religiösem Glauben, sondern auch im Sinne als Ordnungssystem, was man da schafft. Da ist es ja auch nochmal wieder ein System in System. Man könnte das ja wie so ein Zwiebelmodell begreifen.

Da ist der Mensch mit seiner Psyche, dann kommt sozusagen die Gesellschaft, die Familie, die Gesellschaft, der Staat, die Nation, dann Europa, dann global. Man könnte es auch andere Formen finden, als ich jetzt genannt habe, aber in diesem Zwiebelmodell haben wir uns jetzt ein bisschen mehr auf das persönliche Begriff heute kapriziert.

Wir bereiten aber gerade, für alle, die uns jetzt immer noch zuhören, eine Folge vor über das, was wir glauben an den Staat und an Demokratie. Das kommt demnächst, da sind wir gerade in der Vorbereitung, das ist ein etwas größerer Wurf, aber das sollte auch nicht außer Acht bleiben, da sind wir ja auch in diesen Glaubenssätzen gefangen.

Was glauben wir, wie wirksam ist die Demokratie, wie stabil ist sie, ist sie die richtige Form, glauben wir, dass Deutschland ein guter Staat ist, glauben wir an Europa oder glaubt man an die Völkerverständigung, all diese, was ich als Zwiebel beschreibe. In diesem System stecken wir ja auch drin, irgendwo ist ja auch Religion, auch in der Identität.

Ich wollte es jetzt gar nicht mehr vertiefen, wir sind jetzt auch schon ungefähr bei einer Stunde, aber ich wollte es nur der Vollständigkeit halber genannt haben. Ich würde auch sagen, jetzt noch mal das Fass Religion aufzumachen. Wäre wahrscheinlich zu umfangreich oder würde diesen Laden hier dann sprengen, aber natürlich ist es ein ähnlicher Hintergrund. Es geht um wahrscheinlich Dinge wie Sinnfragen, Sinn suchen, es geht um, Orientierung, auch Interessen.

Wie gehe ich mit meinen eigenen Ohnmachtsgefühlen um? Ich werde sterben, das steht fest, das weiß ich. Was passiert danach? Bin ich dann wirklich weg? Oder gibt es, neulich habe ich was gelesen, du hast keine Seele, du bist eine Seele und hast einen Körper. Also das ist eine Vorstellung, die bestimmt viel Tröstliches hat, dass ich eine Seele bin und einen Körper habe und.

Nicht eine Seele habe und einen Körper bin. und so all diese all diese, kleinen Dots, die man dann so verbinden will miteinander und ja um Peace irgendwie im Kopf Peace of Mind zu kriegen Peace of Mind, Ich wollte nur sagen, beim Glauben wenn man jetzt nicht so wahnsinnig religiös ist, wir beide vielleicht, denn da kann man es manchmal noch leichter sehen was so Predictions sind, was so Vorbedingungen sind, dass jemand etwas so fest installiert hat in seinem Kopf und alles durch diese Brille sieht oder, mit diesen Vorbedingungen, was man glaubt eben.

Also das ist ja heute unser Thema deutlich weitergefasst. Ja, spannende Sache. Spannende Sache. Wir haben ja auch schon über Formen gesprochen, wie man an seine Glaubenssätze rankommen kann. Du hast Therapie gesagt, du hast ja glaube ich auch mal bei Matze im Podcast auch ein bisschen davon erzählt, was du an Arbeiten gemacht hast.

Wir haben hier schon die Hypnose gesprochen, die ich mache. Interessant war, finde ich, dass du gesagt hast, die Zuschreibung, die Interpretation, all die ganzen Dinge, die wir nutzen, um die Welt zu verstehen und verstehbar zu machen, uns gleichzeitig auch so trennen von anderen. Also vielleicht sind da die Stoiker, diese philosophische Richtung, alles ein bisschen stoisch, ein bisschen gleichgültiger zu nehmen, auch eine interessante Stoßrichtung, die Dinge vielleicht ein bisschen leichter zu nehmen.

Es folgen ja aus unseren Glaubenssätzen oder der Verunsicherung. Also sagen wir, wenn wir in unseren Glaubenssätzen fest sind, Bestätigung genug finden und alles soweit gut läuft, brauchen wir ja gar nicht, gibt es glaube ich gar keine Konflikte groß, die wir miteinander austragen müssen. Da müssen wir ja nur noch sagen, okay, du glaubst das, ich glaube das.

Kein Problem, wir trinken trotzdem Bier zusammen. Aber wenn dir der Boden unter den Füßen anfängt zu rutschen, also das, was gerade viele Menschen, glaube ich, so beschreiben würden, dass sie sagen, ich weiß gar nicht mehr, Leute, was geht denn hier gerade ab in dieser Welt? Was machen wir denn? Was kriegstauglich müssen wir sein warte mal mein Nachbar ist arbeitslos geworden, was passiert und was bedeutet das für mich und wenn wir da unsicher werden und uns dann, mit unseren Glaubenssätzen nicht mehr auf einmal scheinen die nicht mehr so zu stimmen oder nicht mehr auf jeden zuzutreffen und wir verstehen das System noch nicht wen erwischt es denn jetzt, mich, dem, was was etwas geht ab, kommt eben diese,

Emotionalität rein, dieses Wut, die Unsicherheit, der Zorn, der Hass. All das übernimmt dann, dann wird es wirklich irrational und dann, Drehen wir durch oder laufen Gefahr durchzudrehen. Ich lese gerade ein super spannendes Buch von Morsche Zimmermann. Das heißt The People Gone Mad. Das würde mich interessieren.

Vielleicht kennt es jemand. Ich habe es schon zu Ende gelesen. Ich versuche zwischendurch immer in den Pausen so viel wie möglich davon zu lesen und zu verstehen. Ich muss gerade noch viel arbeiten. Deswegen komme ich nicht so richtig schnell voran. Also wer das Buch kennt, gerne mal was unten reinschreiben in die Kommentare, wie ihr das findet, ob ich es zu Ende lesen soll oder ob ich es lassen kann.

Ich werde es trotzdem zu Ende lesen. Wir werden es auf jeden Fall für unsere großen Demokratie folgen. Was passiert eigentlich, das kann auch, das ist nicht nur in irgendwelchen. Wilden Diktaturen oder krassen Ländern, sondern auch in der Demokratie können Leute vor uns spielen. Und was passiert, wenn wir an diesen Punkt kommen? Das ist super interessant.

Ich sage nicht, dass wir da jetzt schon sind, aber es gibt Anzeichen, dass wir uns so ein bisschen in diese Richtung bewegen, wo man einfach am Ende dann dann bereit ist, Dinge zu tun, die man gerade noch für ganz falsch hielt. Die man auch nicht geglaubt hat, dass man sie tun würde. Aber das kommt in die Demokratiefolge, Jan, das greifen wir vorweg.

Ich habe letztens was Interessantes gesehen, da war ein Video, da hat jemand gesagt, früher als im Mittelalter, als es König gab und die normalen Leute ganz arm waren, da haben sie gedacht, wenn die Menschen jetzt. Wie der König leben könnten, dann wären sie zufrieden. Wenn sie zum Beispiel, wie der König, ein kleines Privatorchester oder so eine Band da gab, der die jeden Abend für ihn aufspielte.

Das hast du aus deinem Spotify. Du kannst auf Knopfdruck jeden Stück spielen. Jeder kann es sich leisten. Oder wenn man so viel Essen hätte, wie man möchte. Ja, auch das ist gegeben. Und wenn man sogar exotische Sachen haben könnte, wie der König dann, der bekam dann auch etwas von weit weg. Und das sogar zu jeder Zeit. Kühlschrank nennt sich das heutzutage, haben wir.

Oder wenn man die Welt bereisen könnte, wie der König, der konnte dann auf einmal, drei Monate nach Indien oder sowas reisen. Das kann heute jeder. Und dann dachte immer, was ist noch, was fehlt noch? Eigentlich hätte man gedacht, dann wären die Leute zufrieden. Aber was wir lernen, so es funktioniert jetzt nicht, so sind wir nicht gestrickt.

Es ist immer das, was da ist, ist schon sehr schnell gegeben. Und dann ist man unzufrieden. Und das muss irgendwie daran liegen, so wie wir vertratet sind, dass man irgendwie versucht, immer noch mehr zu bekommen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich im Guten wie im Schlechten sehr schnell an Situationen anpassen kann.

Man kennt das ja aus der Glücksforschung auch zum Beispiel ein schwerer Unfall, eine Querschnittslehemung. Man hat sich relativ schnell nivellieren, sich Glücksgefühle auch wieder, auch wenn man einen schweren Schicksalsschlag hatte. Das ist, glaube ich, so eine Überlebensstrategie, dass der Mensch sich auch anpassen kann. Und das verhindert aber auch, dass man noch Glück und Dankbarkeit empfindet im Großen. Und ich glaube, da muss man auch nochmal hingucken.

Bei den Glaubenssätzen, hier läuft alles schlecht, das Land ist am Arsch, wir sind pleite, wir stehen kurz vor dem Krieg, KI wird uns ausrotten. Da muss man, glaube ich, auch kurz innehalten und denken, halt, wir sind aber auf einem sehr hohen Niveau und braucht vielleicht noch ein bisschen Demütigung, Demütigung, sage ich schon, Demut, über das, was man eigentlich schon alles hat, wo man eigentlich schon angekommen ist.

Als meine Lieblingsbücher haben und sein. Ja, gewesen. Habe ich so Schauspielschulzeit gelesen. Da gab es viel Literatur, die so rein libt auch in den Beruf. Jetzt nicht nur, um die Menschheit zu verstehen oder sich zu verstehen, sondern auch gibt da... Ach toll. Ja, aber jetzt ist keine Zeit mehr. Jetzt ist keine Zeit.

Jan, also ich kann dir nur sagen, wenn du noch mal mehr reden möchtest über, deine Glaubenssätze, was du glaubst. Ich bin immer da für dich. Dito. Danke. Bei euch ist auch so, was sind eure Glaubenssätze? Habt ihr welche? Ausfindig gemacht? Man muss sie ja suchen, manchmal hat man sie nicht beraten. Wir sammeln gerne eure Glaubenssätze ein und dann lesen wir die und dann denken, ja, das haben wir nicht.

Lasst uns wissen, was ihr denkt. Wir freuen uns auf euer Fieber. Bis nächste Woche. Ciao. Schönen Sonntag.

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