
Wie gewinnt die politische Mitte die junge Generation zurück, Stefan Kolev?
Donnerstag, 24. September 2026 · 38 min
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Shownotes
Er ist Professor für Wirtschaftspolitik, FDP-Mitglied und eine der markantesten wirtschaftsliberalen Stimmen Deutschlands: Stefan Kolev kritisiert in «NZZ Machtspiel» das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis des Staates und den Verlust des Aufstiegsversprechens für junge Menschen. Damit hängt aus seiner Sicht ihre zunehmende Entfremdung von der politischen Mitte zusammen.
Von seinem Heimatland Bulgarien und den osteuropäischen Ländern im Allgemeinen könne Deutschland Resilienz lernen: "Ich versuche nicht, wie eine deutsche Eiche zu stehen und dem Schock partout zu widerstehen, sondern ich verbiege mich, ein klein bisschen wie das Schilfrohr.“ Wie Kolev das mit der aktuellen politischen Lage zusammenbringt und welche Erfahrungen er im Strassenwahlkampf für seine Partei gemacht habt, hört ihr in dieser Folge.
Gast: Prof. Dr. Stefan Kolev, Leiter des Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft und Professor für Wirtschaftspolitik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau
Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland
Redaktion und Produktion: Clara Engelien, Dominik Schottner
Analysen und Berichte zur Lage nach den jüngsten Wahlen in Deutschland findet ihr hier (nzz.ch/deutschland).
Wenn ihr Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ habt, probiert es gerne drei Monate aus. (abo.nzz.ch/25077808-2)
Die Vita und die Publikationsliste unseres Gastes könnt ihr hier nachlesen (ludwig-erhard-forum.de/unser-team/stefan-kolev).
Eine Leseprobe seines neuen Buches "Wohlstand für Junge" gibt es auf den Seiten seines Verlages (media.herder.de/leseprobe/978-3-451-07404-2/in…).
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Damals gab es eine Debatte zwischen Mitte rechts und Mitte links. Und die war spannend, weil sie spannungsreich war. Heute haben wir auch ne Debatte zwischen mitten und rand. Die Debatte kann leider nur der Rand gewinnen. Ich glaube dass der Kanzler einsehen kann und vielleicht sogar schon eingesehen hat Dass er sehr wahrscheinlich nicht populär wird in dieser Legislatur.
Das ist ein Vorteil. Voltsan für Junge ist der Versuch Eine Vision von einem resilienten Deutschland zu entwickeln. Aber wenn man das schafft, zu sagen es gibt diesen Ordnungsentwurf der sozialen Machtwirtschaft dann kann ich den Menschen die Ängste nehmen. Die CDU hat ein ziemlich verheerendes Wahlwochenende hinter sich.
Friedrich Merz sagt inzwischen selbst seine Partei sei nur noch in Teilen eine Volkspartei und gleichzeitig verspricht er einen neuen Aufbruch gerade für die junge Generation. mein Gast heute beschäftigt sich schon länger mit der Frage ob dieses Versprechen überhaupt noch trägt. Willkommen bei Machtspiel, dem Politik-Podcast von NZZ und Brotstiftung.
Ich bin Florian Eder und heute bei mir ist Stefan Kollef, Ökonom wissenschaftlicher Leiter des Ludwig Erhardt-Forums und Professor für Wirtschaftspolitik in Zwickau. Sein neues Buch heißt Wohlstand für Junge. Darin geht es um junge Menschen. überlegen Deutschland zu verlassen oder die zwar bleiben aber sich innerlich von diesem Land und seiner politischen Mitte verabschieden?
Wir sprechen darüber, was die jüngsten Wahlergebnisse über die Union und die politische Mitte erzählen. Und darüber, dass sich wirtschaftlich und politisch ändern müsste damit Deutschland für die nächste Generation wieder ein Aufstiegsversprechen bereithält. Herzlich willkommen Stefan Kohleff! Danke für die Einladung.
Die CDU hat ein schlimmes Wochenende hinter sich. Was ist da in Mecklenburg-Vorpommern eigentlich passiert? Und was ist zusammengebrochen? vielmehr? Ist es die Attraktivität einer Partei? Ist das die Idee einer Volkspartei oder ist es tatsächlich ein bestimmtes Modell von Konservativismus? Ich würde sagen, zusammengebrochen ist die Mitte.
Und zwar nicht nur an diesem Wochenende sondern auch schon an dem Sachsen-Anhalt-Wochenden. Ich glaube dass das Land, das ich im Jahr und neunzehn nach neunundneunzig vorgefunden habe als ich nach Deutschland kam mit der damaligen unglaublich stabilen aber auch konfliktfreudigen Mitte dieses land gibt es nicht mehr.
Die mitte die den damalige politischen raum ausgemacht hat die ich so spannend fand als junger Mensch weil sie ihre spannungen in sich ausdruck Die gibt es nicht mehr. Und wenn die Mitte nicht zu einem ähnlichen Modus zurückfindet, werden sich Wahlwochenenden wie diese im September sehr wahrscheinlich wiederholen.
Von daher ist das meines Erachtens des zentrale Phänomen. Wenn Friedrich Merz sagt wir sitzen nur noch in Teilen eine Volkspartei kann man beschließen dass man die widerwerden möchte? Nein ich glaube den Ehrgeiz muss man haben und ich halte den Ehergeiz auch nicht für naiv. Es muss politisch sehr viel passieren, damit das wieder der Fall ist.
Und es muss in der Gesellschaft kulturell etwas passieren und da haben die Parteien der Mitte eine Aufgabe, die sie nicht immer so erfüllen wie Sie es in früheren Zeiten getan haben und wie Sie's auch heute tun können.". Was ist diese Diagnose? Diese Stellen dass die Mitte zusammengebrochen ist und wir hatten einen größeren Anteil daran?".
Die Mitte hat sich homogenisiert wenn man auf die sechsundzwanzig Jahre zurück die ich in diesem Land verbringen durfte. So ist zunächst einmal passiert, dass Gerhard Schröder mit der Agenda die SPD Wirtschaftspolitik auf einen Mitte-Rechtskurs gebracht hat und somit hat die Mitte-Links-Hälfte des Raumes ihre DNA oder ihre Seele verloren.
Frau Merkel hat das gleiche gemacht mit der CDU. aus einer Mitte-Rechtspartei hat sie Wirtschaftspolitis gesehen eine Mitte-Linkspartei gemacht. Das Resultat ist eine Homogenisierung. Raum zu dem meine Studenten in Zwickau sagen, das interessiert mich gar nicht so sehr. Weil es gibt keine unerscheidbaren Angebote die dieser Raum anbietet, anders als damals und das ist glaube ich fatal.
Damals gab's eine Debatte zwischen der Rechts- und Mitte-Links und die war spannend weil sie spannungsreich war. heute haben wir auch ne Debatte zwischen Mitte und Rand Und die Debatte kann leider nur durch den Rand gewinnen. Was fehlt der CDU denn speziell? Ist es ein schäferes Profil oder eine Vorstellung davon was Sie für dieses Land eigentlich verändern wollen.
Als Ökonom, würde ich sagen, fehlt in weiten Teilen der Partei zumindest. Nicht bei allen Protagonisten die alte Wirtschaftspolize DNA, die die Partei hatte. Die Partei hat je nach Flügel aber es gab immer einen großen liberalen wirtschaftspolitischen Flüge dessen DNA fehlt und auf die muss man sich zurückbesinnen.
Ansonsten bleibt man ein Stück weit beliebig. ansonsten bleibt man nicht greifbar für die Menschen. eben vor zwanzig, dreißig Jahren noch ganz anders. Was müsste denn eine ich sage mal bürgerliche Rechte anders machen um sich darauf zurück zu besinnen und nicht ohne einfach die AfD zu imitieren? Das ist ja der Vorwurf der dann auf der Hoben wird.
Nein, die AfD würde ich grundsätzlich ignorieren. Mein Umgang mit der AfD besteht im Wesentlichen darin zu sagen schärft euch nicht darum was sie sagt. also weder nachahmen noch Positionen räumen weil die AfD Die Position hat es richtig, einfach ignorieren. Was eine mit der Rechtspartei im Wirtschaftspolizeinsinn braucht ist erstmal einen klaren Begriffsapparat.
Die Partei muss Begriffe wie Eigentum und Nachnehmertum, Leistung, Wettbewerb usw. neu entdecken für sich neu belegen und ganz, ganz hart mit diesen Begriffen in die Debatte reingehen. Ich unterscheide immer zwischen radikal und extrem. Radikal bedeutet ich nehme diese Begriefe um vertikal zu den Wurzeln des Problems fortzustoßen.
Extrem würde bedeuten, ich versuche nicht mit diesen Begriffen das System zur Refoch mehrern sondern ich reiße das System auseinander und entwickle revolutionäre Fantasien und wecke sie auch bei den Menschen. Das darf mir der Rechtspartei nicht tun weil Messigung auch eine konservative Tugend ist. aber dieser klare Begriffsapparat die Zurückbesinnung auf die Prinzipien der sozialen Machtwirtschaft Und last but not least, gutes politisches Handwerk um Begriffe und Prinzipien tatsächlich in die politische Praxis zu übersetzen.
Das sind drei Sachen, die völlig unabdingbar sind. Sie haben gesagt man darf nicht extrem werden, deshalb man darf die Institutionen nicht angreifen, die man reformieren will oder die man verändern will. Sehen sie da eine Gefahr in der heutigen CDU das tun zu wollen? Nein! Die Gefahr sehe ich nicht. Ich sehe eher die Gefahr einer Beliebigkeit, einer Orientierungslosigkeit Eine Erfolgsbartei, unabhängig ob sie noch das in Teilen oder in Gänze oder gar nicht.
Aber es ist eine Erfolkspartei, ich würde sagen unwürdig den Menschen draußen in einer Zeit die von solchen Ängsten geprägt ist für der heutigen diese Ängste nicht nehmen zu können mit politischen Angeboten wie gesagt mit einer Rhetorik die verfängt. Das darf nicht sein. Man gibt damit den Volksparteianspruch auf, denn der Volkspartei ist dazu da das Volk in seinen verschiedenen Facetten, in seinen unterschiedlichen Ängsten einzufangen.
Das bedeutet die Sache schön zu reden und über die Probleme hinwegzutäuschen. Ganz im Gegenteil auch wieder im Sinne von Radikal. Es bedeutet bis so den Wurzeln der Probleme vorzugehen, vorzudringen. Nicht aber... den Patienten mit seinen Schmerzen der Furzelbehandlung zu belassen, sondern auch eine Therapie anzubieten und sagen wenn wir das um das tun.
Wenn wir zu der Furzeldurchgedrungen sind dann kann es wieder besser gehen. Dann kann's wieder ein ganz tolles neues Land geben und nicht dieses verängstigte gereizte polarisierte Land dass jegliche Selbstbewusstsein verloren hat. Eine Frage noch zum vergangenen Wahlwochenende. In Berlin wurde auch gewählt, da gäbe es oder hätte es ausreichend Gelegenheit gegeben sich begrifflich zu bewaffnen mit Eigentum.
Mit Unternehmertum haben sie angesprochen. das Eigentums war ja vor allem eine sehr umkämpfte Kategorie in dieser Stadt mit dem Wahlkampf der Linken die die Wahl dann gewonnen hat Die auf Vergesellschaftung also auf Enteignung setzt. Wieso ist es nicht mehr Menschen ein Anliegen? Ich bin hier mal jemand der Fehler bei sich selber sucht und an der Stelle würde ich sagen, bei den Ökonomen von denen ich ja einer bin.
Ich glaube das nicht nur die Parteien diese begrifflichen Schwierigkeiten haben sondern dass auch die Ökonomen gerade für eine Debatte wie die sie gerade erwähnen eigentlich eine unerlässliche Rolle spielen sollten. Die Volkswirtschaftslehre mein Fach versucht seit zweihundertfünfzig Jahren Menschen Von solchen Sachen zu überzeugen die Sie gerade angesprochen haben.
Das ist eben das Eigentum. Das A und O unserer Welt ist, dass solche Institutionen, solche Regeln wie sie im Eigentum eingebettet sind. Dass das die DNA der Moderne ist. Allerdings ist jede Gesellschaft auch die Schweizergesellschaft anti-kapitalistisch in nun unterschiedlichen Maßen. D.h., der Kampf um einen pro kapitalisten, pro marktwirtschaftlichen Kurs auf was die Begriffe angeht, ist immer eine Susifusarbeit Und auf dem Berg von dem Sousifou steht immer jemand, der kickt die Kugel wieder runter so dass man wieder ran fangen kann.
Ich fand den Wahlkampf in dem Sinne spannend als es sich tatsächlich um solche Kategorien gedreht hat. und wenn ich mit dem Smiley sagen darf als FDP Mitglied fand ich das die FDP gerade in Sachen Eigentum aber nicht nur auch Aufstieg Bildung eine sehr kluge Kampagne gefahren hat. Das lasse mir Am Ende abgegolten wird, muss ich als Demokrat akzeptieren.
Aber ich fand es traurig.". Wobei auch da – Es kann sich alles ändern! Die Diagnose muss hart sein und die Diagnosse ist offensichtlich dass diese Bevölkerung mit Sachen wie Eigentum, Wettbewerb und Nachnehmachtum fremdelt. aber wir können auch umdenken. Wir hören einmal rein von Bundeskanzler Friedrich Merz der seine Lehren aus diesem Wahlwochenende so formuliert hat.
kann kein Zurück in die gute alte Zeit sein. Die Antwort kann aber auch nicht sein, alles Gute immerzu nur schlecht zu reden! Die Antwort muss sein, unser Land fitzumachen für die Zukunft – ich möchte, dass unser Land wieder ein Landesaufbruchs wird. Ich möchte, das unser Land in seiner eigene Kraft vertraut.
Ich möchte, dass in unserem Land das Aufstiegs- und Wohlstandsversprechen auch und gerade für die jungen Menschen gilt. Wohl stand auch für die junge Generation muss eigentlich die Fortsetzung des berühmten Buches von Ludwig Erhard heißen der einmal geschrieben hat – Wohl Stand für alle! Wir brauchen dazu Veränderungen.
Veränderung kosten Kraft. Friedrich Merz, Herr Kolev kannte den Titel ihres Buches schon vorerscheinen und spricht inzwischen beinahe ihre Sprache. Macht er dann auch Ihre Politik? Es wäre anmaßend zu sagen das es meine Politik ist. Friedrich-Merz kannte innert hat die Überschrift des Buches von länger und fand offenbar diese Analogie zwischen Wohlsein für alle und Wohlsein für Junge, die natürlich auch im Titel intendiert ist offensichtlich eine spannende rhetorische Brücke.
Ich masche mir nicht an zu sagen dass ich mit dem Buch für ihn etwas neues aufgeschrieben hätte, denn die Generationengerechtigkeit ist für diese Generation von CDU-Politiker. Also eben Friedrich Merz, Roland Koch, Matthias Wissmann, Jürgen Rüdgers eigentlich ein uraltes Thema ihrer Jugend. Von daher ist hoffentlich mit dem Buch gelungen einfach an dieses zentrale Thema das immer schon wichtig war auch in den Siebzehn und Nachtsiger aber heute noch mal wichtiger geworden ist zu erinnern.
Aber nochmal das Thema ist nicht mein Thema sondern es ist das Thema dass diese Generation von Politiker berätet haben, als ich noch nicht mal geboren war. Von daher freut mich die Anerkennung des Kanzlers aber ich will mich auch nicht mit Glockbären schmücken, die offensichtlich nicht meine sind.". Und dennoch sind die Vorhaben das eine oder das andere ist die tatsächliche Politik der schwarz-rotem Bundesregierung.
wenn sie sich das Regierungshandeln angucken wo finden Sie handelt die Koalition heute am deutlichsten genau gegen dieses Prinzip Wohlstand für Junge zu schaffen? Wurzeln für junge bedeutet, für mich langfristig orientierte Politik zu machen. Denn diese jungen Männer, die zwei Männern, die ich in dem Buch als roten Faden nehme, als eine Art Geschichte, kann ich von ihren Auswanderungsplänen nur abbringen wenn man langfristige Politik betreibt.
Das ist in einer Demokratie grundsätzlich schwierig aber nicht unmöglich und in der Tat tun wir momentan viel vom Gegenteil. also wir machen Tankrabatt kostet kurzfristig Geld bringt Wahrscheinlich wieder wenig, jedenfalls ist es eine sehr kurzfristige Politik. Wir haben im Dezember ein Rentenpaket gemacht das der jungen Generation ganz sicher nicht gut tut.
Die jetzige Rentenreform wenn sie denn dem Bundestag einigermaßen so passiert wie das Paket aussieht geht in die richtige Richtung. Die Frühstachtrente geht in diese richtige Richtung, die Aktivrente also alte Menschen mit Anreizen zu versehen länger zu arbeiten, geht auch in die richtige Richtung weil sie damit eben die demografische Lücke ein Stück weit schließen können.
Die ansonsten Entstünde von daher ja wir machen kurzfristige Politik gelegentlich tun wir es nicht und die Hoffnung des Buches ist dass in der Gesellschaft ein gewisses Umdenken bei den Älteren erfolgt denn die älteren entscheiden bekanntlich die Wahlen und das Buch will einfach sagen lieber ältere das Buch richtet sich an euch bitte sagt euren Politiker dass nur auch eine Politik richtig ist, die die eigenen Kinder und Enke im Land belässt.
Und von daher gibt es meines Erachtens an der Stelle auch keine Generationenkonflikt. Politiker denken aber häufig das es ihnen gäbe – ich hoffe, dass wir diese Blockade mit Gesprächen wie das, was wir gerade für einen Stück weit aufbrechen. Solche Reformen, wie Sie sie fordern und vorschlagen, gehen natürlich auch an Besitzstände.
Ist es womöglich trotzdem gerade ein Problem für die Unionsparteien, die Veränderungen organisieren müssen und gleichzeitig Wähler haben, die gerade an Stabilität und Anbewahrung interessiert sind. Und das auch ein Stück weit erwarten, dass dann oft mit so einem Milieupflege einhergeht eher als mit Gedanken an die junge Generationen?
Aber die Frage ist in welchen Meinheit ich meinem Milieu zuschreibe. Ich mache zum Beispiel aus der Pandemie. In der Pandemie dachte man, dass dieses Milieux folgenachmaßen denkt. Man stelle die Frage, liebe Ältere, wollt ihr geschützt werden mit langen Lockdowns? Die Antwort dachte man sei ja und man hat die Lockdown gemacht.
Hätte man diese Milieu einen anderen Gedanken zugetraut – der meines Erachtens auch ein sehr realistischer ist nämlich – lieber ältere wollen ihr geschürzt werden, kommen aber eure Kinder und Enkel verliehen damit zwei Bildungsjahre Hätten die Älteren ganz sicher in diesem virtuellen Dialog zwischen Bürger und Politiker eine andere Antwort gegeben.
Von daher ist meine Hoffnung, dass wir hier im Polizienberlin verstehen das die Menschen da draußen eigentlich weiter sind als wir gelegentlich glauben Das wir vor allem diesen Menschen zutrauen In wirtschaftspolitisch-zentralen Fragen umzudenken. Da ist Berlin gefragt, aber in dem Buch geht es mir ganz, ganz doll darum dass nicht alles Politik ist.
Die Politik in Berlin kann sich auf den Kopf stellen. wenn wir in der Gesellschaft diesen kulturellen Wandel hin zu diesen neuen Begriffen oder erneuen Belegungen der Begriffe wie Unacht-Nehmartum, Eigentum und Leistung hinbekommen kann sich die Politik in Berkeley auf den Kopf stellen. eine Erneuerung der Machtwirtschaft in Deutschland wird nicht gelingen.
das heißt es gibt ne Aufgabe. hier klugen Narrativen besteht. Und es gibt eine Aufgabe bottom up, wo jeder in seiner kleinen WhatsApp-Gruppe – wenn er denn diese Inhalte teilt – seine Umgebung davon überzeugt, dass wir umdenken müssen und vielleicht noch Einsatz. dieses Umdenken ist keine Theorie, wenn sie überlegen wie wir seit Jahrzehntzweiundzwanzig in Sachen Verteidigung und Werchaftigkeit umgedacht haben.
Völlig wertfrei formuliert! Ich sage nicht, das ist gut oder schlecht? Also wie wir fundamental unseren Mindset in diesem existenziellen Bereich Verteidigungspolitik umgestellt haben, in kürzester Zeit. Dann sehe ich keinen Grund warum das auch nicht wirtschaftspolitisch möglich sein soll. Kommen wir noch einmal zu Ihrer Diagnose.
Eine zentrale Diagnosis ist der schlechte Preis-Leistungsverhältnis des deutschen Staates wie Sie es nennen. Was ist für Sie das größere Problem? Die Leistung oder den Preis? Das Verhältnis ist das Problem! Denn... Das Buch ist ja in Zwickau entstanden, in vielen Seminaren. Auch dieser Begriff ist übrigens etwas was ich mir den Studenten gemeinsam gebastelt habe indem ich versucht hab deren Befindlichkeiten, deren Unbehagen, deren Skepsis Deutschland gegenüber einzufangen.
ganz plastisch kann man einfach Folgendes sagen wenn der Sozialstaat Daimler-artige Leistungen erbringt wie nach Schweiz und daimler artige Preise uns Bürger Dafür abverlangt dieses Fair, ist ein faires Verhältnis. Wenn der Staat trabbyartige Leistungen bietet und trabbiartige Preise den Bürgern abverlangt wie in meiner Heimat Bulgarien dann ist es auch fair was nicht fair ist einfach mal deimnachartige preise denn Menschen abzuverlangen.
wir haben das teuerste gesundheitssystem in der EU. aber trabbeyartige leistungen den menschen anzubieten in Sachen Infrastruktur, in Sachen Bildung und in Sachen Gesundheit. Es kann nicht sein dass wir dieses teuerste Gesundheitssystem in der EU haben und als gesetzlich Versicherter so einer bin ich ewig erwartet Zeiten hat.
es kann nicht seien das wird das teuerst die gesundheitssysteme in der eu haben um bei krankheiten wie Diabetes Schlaganfall Herzinfarkt usw. sehr mittelmäßig im internationalen Vergleich abschneiden. Das heißt Daimler-Daimler. Die Frage wäre, ob man die Leistungen anhebt oder dem Preis verringert. Haben Sie den Eindruck das eine wäre leichter durchzusetzen als das andere?
Ich schlage in dem Buch ein etwas anderes Verfahren vor. Typischerweise führen wir diese Debatte quantitativ, wir sagen viel Leistungen also großer Start oder wenige Leistungen kleiner Start. Diese Debatte finde ich nicht besonders ergiebig denn sie endet im Wesentlichen in einer Blockade. Mein Vorschlag ist ein qualitativer.
Wir müssen erstmal eine Debatte führen über die Leistung. was bedeutet zum Beispiel Bildung nach KI weiß ich nicht aber müssen wir gemeinsam ergründen. Was bedeutet Infrastruktur nach Cybersecurity? Weiß ich auch noch nicht, das muss ich nicht wissen. Ich bin kein Cyberspezialist aber bei der Bildung habe ich existenzielle Fragen.
Jedenfalls müssen wir sagen was sind denn diese Güter heute? und dann stellt sich die Frage wer stellt dieser Güter bereit. Muss es der Staat tun oder kann es eine Mischung sein aus Staaten, Markt- und Zivilgesellschaften? Muss der Staat Hochschulen selber bereitstellen wie er das in Deutschland tut oder reicht es wenn er Gutscheine verteilt um jeden der ein Studium aufnehmen will, zu befähigen diesen Gutschein beinahe privaten Hochschulen einzulösen.
So ließe sich die Qualität der Leistung in dem Sinne verbessert als das Wettbewerb gäbe zwischen verschiedenen Hochschullen, die um den Gutsstein-Inhaber wetteifahren und vermöglich ist es auch, dass sagen zweihundertfünfzig Jahre Wirtschaftsgeschichte – zumindest wahrscheinlich auch etwas günstiger wäre.
Aber ich glaube so sollten wir die Debatte führen, was sind die Güter? In welcher Qualität wollen wir sie als Gesellschaft haben? und dann stellt sich die Frage wer soll sie bereitstellen und wie können wir von anderen Ländern diesbezüglich lernen? Deutschland hat manchmal die Neigung zu meinen es hat noch niemand ausprobiert.
wenn man aber über die Landesgrenzen schaut und das muss nicht immer schweiz sein Es kann auch Kandinavien sein So stellt sich heraus dass all diese Sachen längst ausprobierend sind. Das heißt Die Best Practices liegen vor Und man muss lernen. Liberalismus heißt lernen, ich bin ein liberaler und deswegen plädiere ich Ihnen im Buch dafür von Staaten zu lernen die in großen Krisen gesteckt haben wie das kandinavischen Länder in den neunziger Jahren oder die osteuropäischen Seite neunzeiger Jahre um eben zu gucken Wie kommt man wieder auf einen grünen Zweig?
Man muss es nicht neu erfinden Es ist einfach nur. Einiges davon ist mir der Regionalbahn vom Berlin aus leicht zu besichtigen wenn man einfach nach Polen fährt. Ihr Buch Gute Stichwort hat zwei exemplarische junge Männer. Thomas könnte Deutschland tatsächlich verlassen und ja Erik bleibt in Sachsen, verabschiedet sich aber innerlich von der Mitte.
Welcher von beiden müsste Friedrich Merz eigentlich mehr Sorgen machen? Sie wären jetzt nicht überrascht wenn ich beide sage Ich glaube dass Tomas der leichtere Kandidat ist Also ihn davon zu überzeugen das er Vertrauen in das Land haben darf. Denn Thomas ist, so wie ich ihn beschreibe, immer noch bereit eine Zeitung zu lesen.
Die Leipziger Volkszeitung heißt es im Buch. Er ist immer noch bereit sozusagen weil er verschiedene Länder kennt genau zu formulieren was ihm nicht gefällt am Preisleistungsverhältnis des Staates. Bei Erik ist die Sache ein wenig diffuser Weil er ist nicht so viel rumgereist. Er hat sich Wie sie sagen aus der Polizienmitte verabschiedet.
Er ist damit weniger sichtbar, er hat keine Stimme. Ich wollte mit dem Buch solchen Menschen auch meinen Studenten denen es zum Teil genauso geht wie dem Erik eine Stimme geben. Von daher ist das ein unsichtbares Phänomen als der Thomas aber nicht minder gefährlich denn wenn wir auf die Sachsen-Anhalt falschhauen und auf die achtzehn bis fünfundzwanzigjährigen so stellt man fest AfD Linke plus BSV zusammengenommen wurden von siebenundsechzig Prozent dieser Gehorchte gewählt.
Das meines Erachtens zeug davon, dass es nicht nur die physische Auswanderung ist, die uns umtreiben soll sondern eben auch diese komplette Abwendung der Jungen von der Mitte und das halte ich für mindestens genauso gefährlich wie die physischen Emigrationen über die wir schon seit geraumert Zeit reden wobei wir vielleicht nochmal beraten können dass auch da momentan Sachen ins Rutschen geraten die es bisher so nicht gab.
Wie groß ist dieses Phänomen denn eigentlich der physischen Auswanderung? Ist das ein tatsächliches oder ist es vor allem ein sehr eindrückliches Symbol dafür, dass Leute dem Land den Rücken kehren. Nein! Es ist ein Phänomene über das wir dringend reden müssen und typischerweise führen wir eine Debatte die eng ist also viel zu viel.
so eng in dem Sinne als sie nur auf die Deutschen blickt, die das Land verlassen und brutto sind es in der Tat diese drei hunderttausend aktuell netto vielleicht knapp hundert tausend. Das ist ein altes Narrativ und ehrlich gesagt werden wir es nie schaffen Menschen davon abzuhalten in die Schweiz auszuwandern, weil das Land inzwischen je nachdem wie man rechnet anderthalb bis zweimal sowohlhabend ist für Deutschland.
Das ist jetzt eine Auswanderung mit der man wird leben müssen aber wir reden da von zwanzigtausend Proto pro Jahr. Ein Aspekt der Debatte der nie beleuchtet worden ist zumindest nach meinem Eindruck. langsam kommen Dokus dazu. Warum gehen die Ausländer? Also es gehen wie gesagt pro Jahr dreihunderttausend Deutsche, aber es gehen auch acht bis neunhundert tausend Ausländer aus Deutschland raus.
Zum Beispiel nach Polen zum Beispiel nach Rumänien zum Beispiel in Bulgarien. Die drei Länder beschreibe ich aus wirklichem Buch umfassen ungefähr fünfundsechzig Prozent der deutschen EU-Binnenmigration. über Jahrzehnte hinweg hatte Deutschland damit einen sehr positiven Wanderungsaldo und die deutsche Wirtschaft hat davon maßgeblich profitiert.
Seit zwei, drei Jahren ist dieser Saldo in allen drei Ländern ins negative gekippt. Das heißt es gehen mehr Menschen zurück als Menschen von dort nach Deutschland kommen und das bedeutet dass Menschen nach Bulgarien zurückgehen, dass etwa halb sowohlhamt ist auch wieder je nach Maß- und Kaufkraft usw.. Und das muss uns vielleicht noch mal zu denken geben!
Dass Menschen in die Schweiz auswandern braucht uns nicht so denken geben. Könnte man das als Anspruch sehen, die Schweiz zu kopieren? Da bin ich sehr dafür. Wir brauchen eine EU, die als eine große Schweiz zur Fürstehende ist. darüber. Habe ich in den letzten Jahren viel geschrieben. aber was uns wirklich zu denken geben müsste ist es Menschen nach Rumänien und Bulgarien auswandern.
Mein Karthiologe in Sofia sagt also Anfang dreißig hat seinen Facharzt in Deutschland gemacht. er sagt als ich meine erste Gehaltsabrechnung gesehen habe hab ich mich in den Flieger gesetzt und bin nach Sofia. da ist das preisleistungswähltenes wieder Das ist das Preilheißungsverhältnis. aber auch die zweite Sache, die in dem Buch zentral ist natürlich nämlich die dynamische Wirtschaft.
Man geht nicht nach Bulgarien wegen des guten Wetters oder wegen der schönen Berge sondern man geht dahin weil trotz aller Korruptheit des Staates trotz allem Wohlstandsverlust den man im Niveau akzeptiert wenn man diesen Schritt tut derjenige dort auf eine unglaubliche Dynamik stößt. Bulgarien ist demografisch in den letzten knapp vierzig Jahren absolut implodiert, vom neun Millionen auf etwa sechs.
und dennoch haben wir ein Wirtschaftswachstum in den letzen Jahren das sehr fröhlich und beständig eben sich entfaltet Und die Löhne steigen, je nachdem auf welche Jahre man guckte. Zum Teil mit zehn Prozent Real pro Jahr. und es ist diese Dynamik, die wir in Deutschland nicht haben wohl aber in Osteuropa Die einen dreißigjährigen darauf bringt zu sagen Ja klar also jetzt finde ich mich mit einem Niveauabfall eben ab.
ja Ich geh'n ein ehemaleres Land Aber wenn dieser Dynamik sich halbwegs so fortsetzt und wenn die deutsche Stagnation nicht überwunden wird Kann es sein dass ich in zwanzig Jahren dort das bessere Leben habe und zwar nicht nur was den Start angeht sondern eben auch was all die Früchte der Marktwirtschaft und den Wohlstand angeht.
Und das ist verdammt gefährlich, denn wenn sich die deutsche Wachstumsmisere verstätigt und verfestigt – auch darum geht es im Buch wie man sie überwinden kann – können solche Sachen kippen. Diejenigen, die zurückgehen erzählen ihren Mit-Bulgaren in Deutschland dass es in Bulgarien gar nicht so schlecht ist, dass das Land gar nicht dass man zwar Trabiartige Leistungen im Gesundheitssystem bekommt, aber eine zehnprozentige Flat-Tax nach Einkommens- und Körperschaftsdeuern.
Und schon können sich weitere Zehntausende auf den Weg machen – das hat Konsequenzen für den deutschen Gesundheitssektor und auch für all die anderen Bereiche wo diese Osteuropäer in den letzten dreißig Jahren maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich die Beschäftigung im Land ausgeweitet hat. Kann Deutschland lernen von Bulgarien konkret?
Deutschland kann von Osteuropa, auch von Bulgarien vor allem eine Sache lernen und das ist ein zentraler Begriff im Buch nämlich Resilient zu sein. Seit vierzig Jahren exertieren die Osteeuropäer Folgendes vor Es kommt einen Schock jeden Tag Ein neuer Und es ist auch mein spezifisches Verständnis von Resilience Gemeinsam entwickelt mit Markus Brunermeyer einem guten Freund in Princeton.
Resilients bedeutet dieser Schock kommt. Ich versuche nicht wie eine deutsche Eiche zu stehen Partu zu widerstehen, sondern ich verbiege mich ein klein bisschen wie der Schilfrohr. Es kann auch sein dass der Schock so heftig ist das ich auf die Nase falle aber dann kommen die zwei Sachen die die Ostre-Europäer all den Westeuropäern voraus haben nämlich zwei Fähigkeiten offensichtlich wieder rauf stehen.
Aber das reicht nicht. man muss beim Aufstehen Die Fähigkeit haben sich neu zu erfinden Denn wenn man sich nicht nur erfindet Wenn man aufsteht und man ist der Alte steht man in einer Welt, die es nicht mehr gibt. Denn der Schock, der einen selbst zu Fall gebracht hat, hat die Welt umgepflügt auf eine Art dass wenn man sich nicht nur erfunden hat beim Aufstehen, man selber ein wenig lost ist und diese Fähigkeit ständig sich neu zerk finden.
Diese Erkenntnis der Auster-Europäer den Status quo gibt es eigentlich gar nicht an dem man sich ja menschlich festklar machen will. das ist sehr menschlicher aber es gibt kein status quo. Der Status quo wird von jedem Schock ständig neu zerschossen. Und deswegen kann man sich von diesem Konzept sozusagen ganz verabschieden und einfach sagen, dass was ich können muss – das A und O auf individueller Ebene, auch nach Nebenebene, auf institutioneller Ebene oder gesellschaftlicher Ebene ist dieses ständige Aufstehen weitermachen, lernen, sich neu erfinden, wieder hinfallen usw.
Diese Fähigkeit ist der genuine Wettbewerbsvorteil Auch der Bulgarian. Sich neu erfinden gilt natürlich auch für die Politik, das beschreiben sie in dem Buch sehr gut wie man sich als Mitte neu erfunden muss. Sie schreiben da einen ziemlich ungeheuerlichen Satz... Oh, jetzt bin ich gespannt! Das könnte die letzte Bundesregierung der politischen Mitte sein.
Und das ist nicht so ungewöhnlich? Da widerspreche ich also, ich hoffe es sind originellere Sätze im Buch. Aber was müsst ihr Friedrich Merz denn in den nächsten zwölf Monaten tun sagen wir damit sie diesen Satz aus einer zweiten Auflage streichen würden? Im Wesentlichen eine Sache und das betrifft die gesamte Polizie Mitte, aber wir fangen gerne mit dem Kanzler an.
Ich glaube dass der Kanzlar einsehen kann und vielleicht sogar schon eingesehen hat Dass er sehr wahrscheinlich nicht populär wird in dieser Legislatur Und es ist ein Vorteil weil wenn man nicht populäer sein kann dann braucht man es gar nicht erst versuchen. Wenn es so ist muss man einfach Dann im zweiten Schritt sagen alle Landtagsfahlen bis zur Bundestagsfahl, wenn sie hoffentlich in der Stadt sind und nicht vorgezogen wird.
Sind wir ein Stück weit egal? Die dürfen nicht so grandios schiefgehen wie jetzt der Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt. aber ich lebe damit dass diese Wahlen in den nächsten zweieinhalb Jahren nicht gut ausgehen und fokussiere alles was ich heute tue Darauf, dass zu dem Zeitpunkt der Bundestagsfahre sich die ersten Ergebnisse dieser mühsamen Reformen bereits bemerkbar gemacht haben.
Punkt drei – ich würde all diese Mühen, die uns bevorstehen…. Es werden harte Winter viele Entlassungen und so weiter... Ich würde immer versuchen eine Vision vom Land zu sagen! Transformation ist immer ein J, es geht erst mal nach unten bevor es wieder nach oben geht. Und ich muss die Leute davon überzeugen dass sich eine Vision habe und die mir glauben sollen das es dann wieder nachobengeht.
Wolfsland für Junge ist der Versuch eine Vision von einem resilientem Deutschland zu entwickeln. sehr viel mehr muss er ganz lach nicht tun denn was wirtschaftspolitisch zu tun ist wissen wir aller spätestens seit dem sogenannten Lambsdorfpapier aus dem Jahr zweiundachtzig. da gibt es überhaupt kein Erkenntnisproblem.
Und ein letzter Satz. Helmut Kohl hat mal gesagt, er will Wahlen gewinnen. nun nicht den Ludwig Herrachpreis. Das verstehe ich und womöglich war sie nach Bonner Republik tatsächlich ein Entferner oder? Ich glaube in dem Zustand der Berliner Republik, den wir aktuell erleben kann man Wahlen Gewinnen und dabei die Inhalte in den Mittelpunkt rücken, die hinter dem Ludwig-Herrach-Preis stehen.
Denn die Menschen da draußen verstehen dass unsere Ordnung national und international extrem fragil ist, deswegen Ängste haben und deswegen Ordnungsentwürfe brauchen. Und die soziale Machtwirtschaft ist ein solcher Wirtschafts-und Gesellschaftsordnungs-Entwurf der wenn man ihn klug übersetzt und das ist die Hoffnung des Buches dass man nicht einfach sagt was haben die alten Schlaues gesagt sondern was bedeutet sie in unserer heutigen Zeit.
aber wenn man das schafft zu sagen es gibt diesen ordnungs entwurf der sozialen Machtwirtschaft. Dann kann ich den Menschen die Ängste nehmen und Wahlen mit den Inhalten gewinnen, hindert dem Ludwig-Herr-Hachtpreis. Das ist kein Entferdach oder davon bin ich fest überzeugt, weil ich fünfzehn Jahre lang keinen Ostdeutschland Wahlkampf auf der Straße gemacht habe für die Partei, die ich bereits erwähnt hab.
Menschen sind wenn man vernünftige Akumente in kluger Sprache formuliert absolut zugänglich. ganz sicher hat sie in den letzten Jahren nochmal abgenommen aber es kann noch gelingen! Die Mitte kann Wenn sie zweieinhalb Jahre klug es tut, nicht auf die Landtagswahlen blickt... ...die Schmerzen verkraftet.
Einpreist würde der Rückenum sagen! Dann kann das gelingen. Ich davon bin ich felsenfest von überzeugt. Sie sind mit achtzehn aus Bulgarien nach Deutschland gekommen. Ihr Buch handelt jetzt von jungen Menschen, die dieses Land womöglich verlassen und wie man's verhindert? Wenn sie noch einmal achtzehnt wären würden sie wiederkommen.
Ich würde sehr gerne wiederkommen denn dieses land hat mir alles gegeben. Dieses Land hat mir kostenlose Studium gegeben, dieses Land hat mich unglaublich spannende Zugänge zu allen möglichen Menschen gegeben. Historisch war die Bonner Republik einer der großartigsten Republiken, die es ihnen auch Menschheitsgeschichte gegeben hat.
Die Berliner Republik fällt da so ein klein bisschen zurück aber ich behaupte dennoch Es ist eines der besten Länder der Welt in denen jemand wie ich Plastisch gesagt vom Zentralbasar in Sofia, mit dem D-Mark ins Land kommt. Es dazu bringen kann dass der Kanzler sagt ich hätte die zweite Auflage von Wohlstand für alle geschrieben.
Dieses land ist toll. wir dürfen es nicht schlecht reden. das land hat viele Markel aber es ist ein großartiges land und wenn wir es einfach nur schaffen neben all der kurzfristigen Politik die es immer geben wird auch langfristig ausgerichtete politik zu machen Wenn es wieder ein Land wird, in dem jungen Menschen gerne bleiben und arbeiten, dann sehe ich wirklich überhaupt keinen Grund zu verzagen.
Aber die Aufgabe der Mitte ist erstmal zu sagen, Herr Kaiser ist nackt. Diese Ordnung hat ihre fundamentalen Probleme – das wissen die Leute schon! Und dann zu sagen wenn er Kaiser nackte, müssen wir mit rechts und mitten links jeweils Kleiderschränke hinstellen. Und aus diesen Kleiderschränken muss ich versuchen, den Bürgern angebotet zu machen und sagen jetzt können wir auch den Kaiser anziehen damit er nicht mehr nackt ist.
Das heißt wir können die Ordnung reparieren resilient machen. der Erdlichkeit halber sollten wir auch sagen was es kostet und welche Schmerzen da mit verbunden wären. aber wenn es der Mitte gelingt Die Kosten die auf diesem Weg entstehen für jeden einzelnen von uns Mit Werten zu verbinden und so sagen Es ist werthaltig.
Dieses Land, das ich anstrebe als Politiker ist ein besseres Land. Es gibt also einen Nutzen aus den Reformen und klingt ein bisschen ökonomisch. deswegen lieber Wert. Wir zahlen einen Preis aber wir bekommen einen höheren Wert in fünf oder zehn oder fünfzehn Jahren. dann bin ich felsenfest davon überzeugt dass Menschen oder sehr viele Menschen draußen gerade die Älteren das verstehen.
denn wenn die Eltern verstehen dass die Jungen dabei sind Das Land zu verlassen ist es in deren existenziellem Interesse, bei dem Politiker eine Politik zu erwirken die gerade das abbremst. Und ich bin der Meinung dass es die Älteren noch tun können. Denn wenn der eigene Enkel in Australien ist erlebt man nicht nur im abstrakten eine schwieriger zu finanzieren Rente und ein weniger innovatives Land, sondern man verliert etwas als Mensch.
Um in einem Buch habe ich versucht eine sehr menschliche Geschichte aufzuschreiben und zu sagen eigentlich geht es um jeden von uns, eigentlich geht das um die Frage wie gelingt es die eigenen Kinder-und Enkel nicht nach Australien oder nicht nach Kanada oder auch nicht nach Schweden auswanderen zu lassen?
Das will kein Mensch! Und die Bulgarische Gesellschaft hat damit in den neunzig Jahren eine unglaublich traumatische Erfahrung gemacht indem eine oder anderthalb Generationen einfach mal gegangen sind. Das wünsche ich der deutschen Gesellschaft nicht und ich bin ganz sicher, dass die Mitte das noch abwenden kann.
Sagt Stefan Kohle, vielen Dank für dieses Gespräch und den Optimismus, den Sie uns hier mitgegeben haben! Hoffentlich ein nicht naiver Optimismus. Vielen, vielen dank für die Einladung. Anregungen und Tipps immer gerne an machtspiel.nzz.de. Mein Name ist Florian Ider, ich bedanke mich fürs Zuhören und wir sind nächste Woche wieder da!