
On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6· Folge 142
Fidelis Edelmann (Klarinette) - Wie geht bayerisch Blasmusik?
Donnerstag, 21. Mai 2026 · 1 h 30
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Shownotes
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Fidelis Edelmann wuchs in Weilheim in Oberbayern auf und wurde von klein auf durch Volksmusik und bayerische Blasmusik geprägt. Später war er für einige Jahre Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern und ist bis heute musikalisch sehr vielfältig interessiert. Das Studium im Konzertfach Klarinette führte ihn an das LMZ Augsburg, die Musikhochschule Köln und ans Mozarteum Salzburg. Während des Studiums war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. 2018 wurde er in die Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker aufgenommen. Es folgte 2021 bis 2023 eine Anstellung als Soloklarinettist beim Staatstheater Kassel, sowie anschließend ein Zeitvertrag bei den Münchner Symphonikern.
In diesem Jahr ist er beim Mozarteumorchester Salzburg angestellt und ist nebenher als freischaffender Musiker in München ansässig. Als Soloklarinettist gastierte er u.a. beim WDR Sinfonieorchester, dem Staatsorchester Hannover, dem Münchner Kammerorchester und dem Münchner Rundfunkorchester. Außerdem spielt er als Aushilfe bei Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Staatsphilharmonie Nürnberg, Staatstheater Augsburg und anderen.
In der Volksmusikszene ist er v.a. als Klarinettist der Postwirtmusi bekannt, deren Gründung er initiierte und wo er bis 2024 spielte. Außerdem spielt er auch seit diesem Jahr in der Blasmusik Supergroup.
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Schnitt: Leander Machan
Musik: Dirk Mattes
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Deswegen ist gar nicht da total Spaß, sowohl im Orchester als auch vor allem in der Blossmusik, weil du einfach die Möglichkeit hast, noch gehört zu werden. Und mir macht es schon Spaß. Und dann dort mit hohen Tönen dann. Es ist ganz viel Adrenalin, glaube ich, in dem Moment. Luftführung und Spielweise.
Weil auf jedem Instrument ist es gesund, lange Töne zu spielen oder lange Linien, auch mal was im Legate zu spielen oder lange Melodie, wo einfach mal die Luft im Instrument bleibt. Und als Klarinetten kriegen wir leider ganz wenig Möglichkeit, in der böhmischen Blasmusik sowas mal auch machen zu können.
Also diese Klarinettenwelt, ja, dass wir vielleicht irgendwann mal wieder ein bisschen rauskommen aus dem aus dem Loch und auch aus dem Image, was wir oft haben, das uns eigentlich mehr oder weniger fast überflüssig macht und von vielen Besetzungen dann einfach schon der kleine Ansatz rausfliegt.
Herzlich willkommen bei On Air, dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Sandy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge on eher dem Blasmusik-Podcast.
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Und ihr könnt natürlich den Podcast weiterempfehlen. Auch da würde ich mich sehr drüber freuen. Mein heutiger Gast ist Fidelis Edelmann. Den Namen kennt man vielleicht durch einen anderen Edelmann, seinem Vater von bayerischer Blasmusik. Aber heute soll es nicht um seinen Vater gehen, sondern vor allen Dingen natürlich auch um ihn.
Er ist auch Klarinettist, spielt in den verschiedensten Formationen und steht mittlerweile für eine neue Generation von Volksmusik. Wir sprechen unter anderem darüber, wie Volksmusik in sein Leben kam, wohin das Ganze mal führen soll, was seine Pläne sind, was der Unterschied zwischen bayerischer und böhmischer Blasmusik ist.
Sein Blick auf das Orchester, auf Klarinette spielen allgemein. Also ihr merkt, er ist ganz, ganz viel dabei. Wir haben uns damals in meine Schule live getroffen nach einem Konzert der Blasmusik Supergroup. Deshalb sprechen wir gleich am Anfang auch darüber. Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Fidilis Edelmann hier beim Blasmusik-Podcast.
Mein heutiger Gast wuchs in Weilheim in Oberbayern auf und wurde von klein auf durch Volksmusik und bayerische Blasmusik geprägt. Berter war ja für einige Jahre Mitglied im Landesjung Jazzorchester Bayern und ist bis heute musikalisch sehr vielfältig interessiert. Das Studium im Konzertfach Klarinette führte ihn nach Augsburg, an die Musikhochschule in Köln und ans Mozarteum Salzburg.
Während des Studiums war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. 2018 wurde er in die Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker aufgenommen. Es folgte 2021 bis 2023 eine Anstellung als Soloklinettist beim Staatstheater Kassel sowie anschließend ein Zeitvertrag bei den Münchner Symphonikern.
In diesem Jahr ist er beim Mozarteum Orchester Salzburg angestellt und ist nebenher als freischaffender Musiker in München ansässig. Als Soloklinettist gastierte er unter anderem beim WDS-Symphonieorchester, dem Staatsorchester Hannover, dem Münchner Kammerorchester und dem Münchner Rundfunkorchester.
Außerdem spielt er als Aushilfe bei Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Staatsphilharmonie Nürnberg, Staatstheater Augsburg und anderen. In der Volksmusikszene ist er vor allem als Klarentist der Postwirtmusik bekannt, deren Gründung er initiierte und wo er bis 2024 spielte.
Außerdem spielt er auch seit diesem Jahr in der Blasmusik Supergroup. Ich freue mich, dass er hier ist. Herzlich willkommen, Fidiles Ilma.
Hi Andi, danke für die Einladung. Du hast schon eine Menge gemacht. Ja, das war jetzt meine ausführliche Biografie. Ja, aber es stimmt alles, oder? Es stimmt alles. Ich bin nicht, also in der Supergroup bin ich nur als Aushilfe. Ich bin kein festes Mitglied. Aber du hast sogar gespielt. Ich habe da jetzt gespielt, ja.
Genau, wir haben uns ja gestern schon in Heidelberg kurz getroffen. Da hattet ihr ein Konzert mit der Supergroup. Kommen wir gleich noch dazu. Fangen wir erst mit der offiziellen ersten Frage an. Welches Musikstück hast du dir als letztes bewusst angehört?
Ja, bewusst, ich höre eigentlich meistens, wenn ich Musik höre, würde ich sagen, bewusst. Okay. Weil ich doch immer dann genau wahrnehme, was gerade passiert. Ich kann das schlecht irgendwie ausblenden und wirklich nur ganz nebenbei hören. Deswegen, weil ich meistens Musik höre, wenn ich auch unterwegs bin oder durch Städtelaufe auf dem Weg hierher, habe ich gehört von Anchine de Poitrine, das neue Album, das zweite.
Ich weiß nicht, kennst du die? Nein. Hilf mir. Die sind gerade ein bisschen gehypt. Das ist so ein Duo, die in Kostümen spielt.
Mit dem französischen Namen kann ich nur, da ich kein Franzose bin.
Ich bin extra noch um die Aussprache bemüht.
Doch, doch, natürlich. Das ist sogar bei Schülern hier angekommen. Die haben mir das dann auch gezeigt im Leistungskurs und er ist ein bisschen abgefahren.
Das ist super cool. Also das ist ein Schlagzeug und der andere hat so ein, ich weiß nicht, wie man das nennt, das ist quasi Gitarre und E-Bass in einem, allerdings mit einer Vierteltonstimmung. Ich finde Vierteltonmusik halt total faszinierend. Also das hat irgendwas, was fast süchtig machend ist. Ich kenne es natürlich schon durch Don Ellis.
Ja, genau. Das war auch damals schon so, das war so, boah, was ist das? Saugeil. Und da auch wieder ein Freund von mir hat mich drauf aufmerksam gemacht. Ja, das ist irgendwie, seitdem ich das doch öfter.
Und es ist gar nicht so schräg im Ohr, wie man, glaube ich, denkt, wenn man hört Viertelton-Musik. Es ist eigentlich ganz zugänglich. Abgesehen von dieser seltsamen Maskerade. Hast du dir schon mal ein Interview von denen angewiesen? Ja, es ist ja auch völlig, völlig kacker. Aber cool. Ich finde es ja schön, wenn in der Musik noch neue Sachen passieren, fernamt von diesem Einheitsbrei.
Ich finde es super, auch die Idee hat mich total begeistert, einfach von, ist eigentlich so einfach. Man steckt sich in Kostüme und niemand weiß auch, wer die zwei wirklich sind. Also bestimmt wahrscheinlich irgendwer. Und allein das hat so einen gewissen Reiz oder eine Anziehung. Das funktioniert irgendwie sehr gut.
Und für alle, die das nicht kennen, unbedingt googeln. Ich verlinke das, glaube ich, einfach mal. Weil allein die zu sehen ist auch. Also Kostüme ist ja schon, das ist ja irgendwie, ich weiß auch nicht. Also ich frage mich, ob die was genommen haben, als sich diese Kostüme rausgesucht haben, weil das ist ja schon auch nicht das praktischste Kostüm, finde ich.
Das könnte man auch irgendwie, wenn das langfristig gehen soll, hätte man das anders da machen können. Aber auf jeden Fall sehr spannende Sachen. Ihr habt gesagt, ihr habt gestern in Heidelberg gespielt. Wie sind deine Eindrücke von gestern noch?
Ja, es war cool, weil ich war gestern ein bisschen mehr gefordert durch die Essklarinette. War aber selber danach sehr zufrieden, weil ich das Allermeister ganz gut erwischt habe. Und mich beim Spielen wohlgefühlt habe und mir total Spaß gemacht, mit dem Hiersi zu spielen, also mit Sean Matthias. Das war cool und dann auch von ihm danach ein wirklich ernst gemeintes, großes Lob zu bekommen, war schon cool.
Er ist auf jeden Fall definitiv auch jemand, den man als Vorbild zählen kann.
Was fasziniert dich an ihm? Dass du das Vorbild hast. Also er war ja auch schon zu Gast.
Er ist so jemand, gerade ich habe mir ja die Folge auch angehört, das ist so jemand, da gibt es ein paar Leute, die, wenn die über Musik sprechen, dann schwappt so viel Begeisterung rüber. Und man kriegt das so mit, wie jemand für was brennt. Und das kann er einfach wahnsinnig gut. Und beim Spielen selber einfach, du merkst halt, dass er auch total offen und aufmerksam ist und jede Kleinigkeit von dir nebendran mitkriegt und genau andersrum.
Und das macht dann total Spaß beim Spielen, weil man genau merkt, der ist jetzt auch mit dem Ohr auch genau bei dir.
Ich erinnere mich noch, das war eine total spannende Folge, weil wir haben das Person gemacht und er hat sich eingeloggt und hat gesagt, wie lange geht das denn überhaupt? Und dann habe ich gesagt, naja, wie ich dir das ja auch gesagt habe, okay, ich muss in der Stunde in der Probe sitzen. Also es war das erste Mal, dass ich wirklich auch Zeitdruck hatte.
Und trotzdem hatte ich so das Gefühl, wir haben über ganz viel gesprochen und es wirkt trotzdem nicht so gehetzt. Also es war irgendwie so auf dem Kern. Also wenn er was zur Musik zu sagen hat, dann ist er schon sehr genau und hat schon auch eine mega Energie. Ich frage mich immer, also er macht ja auch super viel, wo das herkommt.
Und ein Satz ist bei mir hängen geblieben, dass er nach dem Studium auch wieder lernen musste, zu musizieren, zu spielen. So dieses freie Weg aus dem Kopf. Kennst du das? Oder gab es diesen Moment nie bei dir?
Ich konnte es nachvollziehen, aber ich glaube, dadurch, dass er jetzt nie eine feste Orchesterstelle hatte, was dafür ein bisschen anfällig ist vielleicht. Ja, na, also ich ja.
Du hast gedacht, das ist das vierte Mal, dass du jetzt gespielt hast. Was bedeutet für dich, super grob spielen?
Naja, ich habe mich erstmal total darüber gefreut, gefragt zu werden vom Matthias und vom Gruber. Weil ich beides sehr schätze und das dann einfach schön ist, wenn die bei sowas dann an einen denken und sagen, also wenn das wer gut macht, dann fällt uns da der Fidi ein. Und dann war es halt für mich total spannend, Thomas Ganzsch so persönlich kennenzulernen, weil klar, ich bin auch als Kind mit Nutzilbrass aufgewachsen oder war natürlich sehr prägend.
Oder wie ihr gestern gesagt hat, Monzilbras. Ich weiß nicht.
Munzilbrass. Ich habe behauptet, dass die Bayern das so sagen. Ich komme ja selber aus Bayern, ich habe immer schon, glaube ich, den Namen.
Ich habe das aber tatsächlich auch schon gehört. Aber ich komme ja eher aus Franken. Ich habe das da auch schon gehört, deswegen, ich konnte mich so ein bisschen damit identifizieren, dass das in meinem Dunskreis auch schon mal früher so aufgetaucht ist.
Na, aber die waren natürlich sehr prägend. Die erinnern mich als Kind zum Beispiel, dass man mit der ersten CD mit der Roten sich ins Auto gesetzt hat, ein Florentinermarsch auf voller Lautstärke aufgedreht hat und sich gefreut hat über das letzte Trio.
Ja, das stimmt. Und das sagt ein kleiner Tiss. Machen wir ja auch mal.
Ja, ja, genau. Also ich konnte mich durchaus auch für Blechblätter begeistern. Und das war natürlich dann total cool, den kennenzulernen und vor allem halt mit einem auf der Bühne zu stehen. Das macht einfach Spaß, wer so einfach wirklich so ein Entertainer ist und super spontan. Aber total nett. Also und alle dort sind total nett.
Genau, das macht Spaß. Ansonsten ist es natürlich sehr laut und als Klarinettist. Ja. Manchmal sitzt man halt auch dabei oder ist halt auch dabei.
Aber ich habe dir das ja gestern schon gesagt, man hört euch wirklich. Also auch wenn man vielleicht oben so das Gefühl hat, man wird da so niedergemerkt von allen Seiten. Und das wirkt auch unten, also zumindest gestern im Saal nie. Wie soll ich sagen? Also man merkt, dass da Energie ist und dass da schon auch angepackt wird, aber es wirkt nie überzogen.
Und ihr kommt gut durch, trotz alledem. Wir haben uns auch bemüht. Ich finde es übrigens sehr spannend, dass jemand, der dann auch so Sachen spielt, sagt, ich habe, glaube ich, das meiste erwischt. Also es beruhigt, glaube ich, vielleicht auch Leute da draußen, dass es dir auch mal so geht, dass sie vielleicht nicht alles gehört.
Ja, klar, und gerade bei sowas. Wir haben ja Filmmusikaragmaß gespielt. Und das ist übrigens immer gestern das Gleiche. Wenn du John Williams spielst, dann gibt es so Läufe, da ist halt dir halt sofort bewusst, das ist jetzt für ein Effekt. Und da nehme ich, dann nehme ich eine Handvoll bei dem Lauf.
Und genau, aber dadurch, dass so ein paar unangenehme Läufe drin sind, also man muss auch, um dann schummeln zu können, es gut üben, um sich dann quasi so ein bisschen drüber zu faken. Und klar, dass man dann als Ersklarinettin noch mehr exponiert. Ja, das ist natürlich das normale perfektionistische Denken, glaube ich, von jedem Musiker.
Das habe ich heute auch beim Herweg noch kurz, als ich drüber nachgedacht habe, wie mir dachte, ah, ich habe ein HSG nicht erwischt. Das ärgert mir ein bisschen. Aber sonst bin ich zufrieden. Ist nicht aufgefallen.
Aber ist das? Also, ich habe da, glaube ich, mit einem kleinen Testen noch nie drüber gesprochen. Als Trompeter kennt man das natürlich auch gerade in einem Sinfonieorchester, da ist er mit Verstecken gar nichts. Also sobald ein Trompeter in einem Symphonieorchester spielt, hört man. Jetzt erst Klarinette bei sowas, du sagst, exponiert.
Kennt ihr dann auch so Gedankenkarussell oder wisst ihr, okay, kommt oder kommt halt nicht? Also, was geht bei dir so im Kopf vor bei sowas?
Na, also bei mir ist es so, mir macht deswegen Esklarinette total Spaß, sowohl im Orchester als auch vor allem in der Blossmusik, weil du einfach die Möglichkeit hast, noch gehört zu werden. Und mir macht es schon Spaß. Und dann dort mit hohen Tönen dann. Es ist ganz viel Adrenalin, glaube ich, in dem Moment.
Und also wenn man sich so auch im Orchester prägende Esklarinettisten anschaut, man sieht ja richtig, wie die teilweise unter Strom stehen. Und beim Spielen wirklich auf 150% oder mehr rauffahren. Auch gerade für, wenn es dann hoch wird. Irgendwie braucht es es auch ein bisschen, finde ich. Und also mir macht es Spaß, sich dann auch selber zu hören oder merken, okay, es ist gerade laut, aber ich kann noch einen draußen oder kann jetzt auch gerade ein bisschen was beisteuern.
Okay. Ich will nachher eh nochmal ein bisschen über die Essklarinette sprechen. Ich würde gerne ein bisschen biografisch vorgehen. Wie kam Musik in dein Leben?
Ja, natürlich zuerst von zu Hause, vor daheim. Meine Eltern sind beide sehr musikalisch, mein Papa ist ja auch Musiker. Ja, zwar natürlich von Anfang an die Volksmusik, vor allem immer da, Blossom. Ich erinnere mich, dass meine Mama sehr viel mit mir gesungen hat. Also meine Mama ist keine Profimusikerin, aber hat früher sehr, sehr vieles gespielt.
Also Klavier, gesungen, Gitarre, Hackbrett. Und genau, ich habe beide beide Großväter von mir haben Zittern gespielt und waren in der Volksmusik sehr aktiv, teilweise prägend vielleicht auch. Und als Kind und nimmt sie seine bewusst wahr, dann ist es halt immer da.
Wann kam die Entscheidung, Klarinette zu lernen?
Also ich habe mit fünf angefangen Klavier zu spielen, aber nur ein Jahr. Dann habe ich als Sechslehrer beschlossen nach dem ersten Vorspiel, dass ich schon kann.
Weißt du noch, was du vorgespielt hast?
Na, ich glaube, das ist ein eigener Weihnachtslied.
Danke, da hat man die wichtigste Phase im Jahr abgedeckt und dann kann man damit.
Meine Mama hat gesagt, dass vielleicht die Lehrerin nicht optimal war, weil ich anscheinend schon mehr Kreatives machen wollte oder auch was komponieren wollte oder so. Und ich war halt sehr so gute Klavierschüler gehabt, aber ich war da glaube ich nicht der richtige in dem Moment dafür. Und ja, dann kam jetzt so ein bisschen typischerweise dann ein bisschen klassischer Werdegang.
Zuerst dann Blockflöte von sechs bis neun, glaube ich, drei Jahre. Bis halt die Finger groß genug waren. Und dann wurde es Klarinette, aber ich kann mich nicht wirklich genau daran erinnern, wie diese Entscheidung gefallen ist. Es ist auf jeden Fall, war es definitiv nicht so, dass jetzt ich von meinen Eltern da irgendwie in die Richtung gedrängt wurde.
Also meinem Papa spielt ja auch Klarinette. War sicher auch maßgeblich durch Master.
Er hat nicht gesagt, hier, du musst jetzt auch Klarinette spielen. Gab's nicht. Wie ist das so, in so einem Haushalt bzw. in so einem Umfeld aufzuwachsen, der Name Edelmann ist ja schon auch gerade so bayerische Blasenmusik, Volksmusik, ist ja sowas. War dir das schon klar irgendwie oder wächst man da einfach rein und macht da einfach mit?
Na, also wirklich klar. Man kennt es ja nicht anders. Also ich kann mich schon als Kind viel daran erinnern, dass halt meine Eltern oft weg waren am Abend. Dann war ich immer bei der Oma und bin dann irgendwann mitten in der Nacht dann abgeholt worden. Das war mir immer wichtig, dass ich dann noch aufgeholt werde und mit heimgenommen werde.
Und das kann ich mich erinnern. Aber das war okay. Und dann halt später natürlich, ja, wenn du immer dabei warst, klar hast du gemerkt, dass ein Papa viele Leute kennen. Und dann immer, wenn man heim wollte, hat es gehört, ja, der Papa racht noch. Genau. Und dann noch später ist es natürlich so, dass viele einen selber über den Papa halt kennen.
Oder ich war ganz lang heute der Sohn der Bur vom Edelmann. Wie ist das so? Ist das belassen? Ist das egal? Ich habe das jetzt ganz lang gar nicht so bewusst wahrgenommen oder dann darüber nachgedacht. Irgendwann später habe ich mir gemerkt, dass ich mich selber, wenn ich geglaubt habe, derjenige kennt bestimmt mein Papa, dass ich mich dann schon so vorgestellt habe with, ich bin der Sohn von Edelmann-Karl.
And then hat ein Trompeter, das war der Bruno Fellkircher, I don't know if du that kennst.
Nur vom Namen her.
Ich spiele in Köln im Götzönig Orchester. Den habe ich mir irgendwo getroffen und er hat dann zu mir gesagt, wie, du bist der Buch von Du bist du, und das passt so. Und quasi du musst ihn nicht als Sohn von vorstellen. Und das war nur so im Spaß irgendwie auch, aber irgendwie hat er da recht gehabt. Also irgendwie habe ich dann da ein bisschen drüber nachgedacht.
Aber es ist voll okay. Ich kenne es ja nur von meinem Papa, weil bei dem war es genau gleich, wenn wir zum Beispiel, wenn er irgendwo gespielt hat und es gab eine Moderatorin, dann wurden ihm immer Fragen über seinen Papa gestellt. Und bis er irgendwann einmal gesagt hat, da war er schon lange erwachsen.
Er will keine Fragen mehr über seinen Papa hören, weil das hat er alles schon zig Mal erzählt. Ich denke, das ist wahrscheinlich normal, wenn es so ist, es ist aber auch voll okay.
Wie ist das als Kind, beziehungsweise dann auch als Jugendlicher mit bayerischer Volksmusik groß zu waren? Ist das cool? Oder war das zu deiner Zeit eher so, ja, man macht es halt, weil die Eltern das machen. Aber irgendwann setzt du die Rebellion ein, man will dann doch ins Jazzorchester.
Naja, ich habe das ja nicht wirklich viel gemacht. Also Entschuldigung, ich merke übrigens gerade, ich bin in einem fürchterlichen Mix aus Dialekt und Hochdeutsch. Ist überhaupt nicht schlimm. Das ist schwierig für mich, weil ich bin jemand, der sich ganz schnell immer anpasst und dann so ein Switcher.
Also wenn du, wenn jetzt jemand Dialekt mit mir spricht, dann rutsche ich sofort automatisch einen Dialekt und Hochdeutsch ist auch.
Du kannst auch Dialekt sprechen, wenn es angenehmer ist für dich. Mir ist das egal.
Ich glaube, ich bleib bei dem Mischung.
Mach, wie du dich wohlfindest.
Also es war lang so, dass ich nicht viel Volksmusik und Glasmusik gespielt habe. Ich war nie in einem Verein oder so und hatte auch da meine erste eigene Gruppe, so mit 13 oder so. Ich war da sonst nicht so aktiv und eben, weil sonst auch mein Freundeskreis war am Gymnasium, da hat natürlich niemand wirklich gemacht und das war dann eher viel mehr diese Jazzrichtung.
Genau. Und halt wenn ich mit meinen Eltern wo dabei war oder wir wo gespielt haben, dann waren das auch oft vom Publikum eher ältere Gesellschaften, wo man jetzt nicht so oft in Kontakt gekommen ist mit Gleichaltrigen, die das Gleiche machen. Aber es war sicher, klar, ich glaube, die Phase hat jeder, wo das ein bisschen uncool ist, wenn man nicht gern die Liederhosen umzickt.
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Den Link dazu findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Warum ist aus dir dann kein Jazzer geworden?
Also du hast ja lange im Landesjung Jazz Orchester gespielt. Also warst du, es war in der neunten Klasse, das weiß ich noch, also ich war im Gymnasium in Weilheim, gab es eine sehr gute Big Band, die auch eine lange Tradition hat und über Jahre immer wieder Leute rausgebracht hat, die wirklich international bekannte Jazzgrößen teilweise geworden sind.
Und die auch viele haben Jazz studiert, viele dann auch andere Musik studiert, aber. Aber ich glaube, bei allen gemeinsam war wirklich der Initiator die Big Band und der Big Band Leiter. Und ja, also wir waren kein musisches Gymnasium, aber es gab einfach immer oder gibt es immer noch ein riesen musikalisches Angebot dort.
Und die Big Band war einfach ganz prägend, weil das war das erste Mal so, dass man sich wirklich in der Gruppe total mit dem identifiziert hat. Und dann der Freundeskreis war dann auch der gleiche. Und da weiß ich noch, ich war dann beim Kumpel bei einer Hausparty eingeladen und habe bei ihm übernachtet.
Und am nächsten Tag hat er mich gefragt, wir standen vor seinem CD-Regal und er hat mich gefragt, kennst du das, kennst du das, kennst du die? Und ich habe überall gesagt, nee. Oder habe ich nicht, kenne ich nicht. Und ich bin dann mit einer Tasche mit sicher 20 CDs heimgegangen. Come Basie, die klassischen Miles-Davis-Platten, alles möglich.
Und ab dem Zeitpunkt habe ich jahrelang nur noch Jazz gehört. Also kaum noch was anderes. Ja, das hat mich einfach irgendwie sehr begeistert. Und aber sicher auch durch den Freundeskreis. Also wir waren da drei, vier, fünf Leute. Eigentlich auch untypisch für das Alter. Wahrscheinlich waren wir irgendwie auch Nerds.
Ich kann das gut nachvollziehen, weil das bei mir ehrlich war. Wir hatten auch eine Big Band und das war super prägend. Ich weiß auch noch, das erste Stück, was ich damals gehört hatte, was ganz viel in mir ausgelöst hat. Und dann war das bei uns auch so, dass wir uns dann CDs hin und her geschoben haben.
Auch angefangen von Basie, dann ging es dann irgendwann mal in so diese Fusion-Richtung mit Dave Wackell und so. Also ich kann das gut nachvollziehen, weil du sagst, das ist ungewöhnlich in dem Alter. Wenn man aber so eine Gruppe zusammen ist, dann ist das so gut.
Na, und Jazz ist dann doch noch mehr ein bisschen cooler als, sagen wir mal, wenn wir jetzt nur Volksmusik gehört hätten. Wahrscheinlich. Aber das war in der Schule irgendwie angesehen, dass die, die in der Big Band spielen, dass die das, das wussten alle, dass die das gut machen und ja. Genau, und dann kam als nächster Schritt, weil da auch schon die Freunde von mir drin waren, eben das Lansing Jazz Orchester.
Und zu dem Zeitpunkt, dann kam es Abi näher, war ich mehr auf dem Standpunkt, dass ich Jazz studiert hätte oder wollte. Letztendlich war es dann irgendwie doch so, dass quasi die, in Anführungszeichen, Vernunft irgendwie gesagt hat, gut, Klarinette spiele ich dann doch schon länger, dass ich Aufnahmeprüfung für das klassische Klarinettenstudium mache.
Und Saxophon war immer nur, ich hatte da nie Unterricht. Also ich habe mir das halt selber.
Alt oder Zeno?
Alt. Selber beigebracht. Also die ersten zwei, drei Jahre in der Big Band Klarinette gespielt. Dann hat der Big Band Leiter gesagt, du musst da Saxophon spulen. Ja, und dann, ich kann mich erinnern, ich hatte dann nur ein paar Stunden, wo man dann improvisieren gelernt hat. Und in Weilheim gibt es den Johannes Enders, der ist in Leipzig Professor für Jazzsaxophon.
Und der wohnt in Weilheim, hat doch so ein kleines Jazzfestival bei uns. Ja, also die Szene war einfach immer irgendwie, ist da auch sehr sichtbar und aktiv. Und wir waren auch oft in der Unterfahrt in München, sind wirklich viel auf Konzerte gegangen. Und ja, am Landesigen Jazzorchester war es dann natürlich so, ihr habt gesehen, eigentlich alle, die jetzt, mit denen ich gerade spiele, die haben dann alle schon angefangen, CSJ zu studieren.
Und ich hatte dann damals gerade Unterricht bei der Alexandra Gruber, die ist Solo-Klarinettistin in München von Philharmonikern. Und ich weiß noch, als ich in die erste Stunde zu ihr kam, hat sie mich gefragt, ob ich studieren möchte. Das war so zwei Jahre vor dem Abi ungefähr. Und da habe ich noch gesagt, nee.
Weiß ich nicht mehr. Es war einfach, es war kein, es war in meinem Kopf nicht so.
Was hättest du stattdessen als Plan gehabt?
Das war dann, so kam es dann zum Studium, weil als dann das Abi da war, mir ist nichts eingefallen, was ich sonst hätte machen sollen. Okay. Beziehungsweise ich konnte kein Studium mit irgendeinem Beruf verknüpfen. Irgendwie, ich hab da was, das war nicht greifbar. Ich wäre sonst noch interessiert gewesen in so humanistischen Fächern.
Also ich hatte Latein und Altgriechisch und Geschichte habe ich noch interessiert. Aber außer Lehrer ist mir da irgendwie auch nicht wirklich was eingefallen. Und dann dachte mir halt einfach, gut, klar, nett, das ist das, was du am längsten machst. Und es läuft ganz gut, ich glaube, es läuft ganz gut, wobei ich war nicht gut zu dem Zeitpunkt.
Also ich hatte auch nie Berührungen mit der Klassik, wirklich. Also ich habe nie in einem Jugendorchester gespielt. Ich hatte auch Freunde, die waren in München im Ataka oder im Ordeon. Das sind Jugendorchester von der Oper und von den Philharmonikern. Da habe ich einmal vorgespielt, beim Ataka war aber zu schlecht.
Ich wurde nicht genommen. Aber zu Recht, ich war wirklich auch, ich war, ich war auch faul. Ich war bestimmt talentiert, weil ich wusste dann, wenn ich einmal üb vorm Unterricht, komme ich mit allem so durch, dass es passt.
Aber wann hat sich das dann geändert?
Dieses Faulsein und zu sagen, okay. Naja, sicher schon, weil ich dann musikalisch schon interessiert war, hab dann schon mehr geübt, auch durch den Lehrerwechsel dann zu Alexandra. Aber zur Aufnahmeprüfung selbst, ich hatte sicher Glück. Und ich habe ja auch nur, also in Augsburg, Augsburg ist eine sehr kleine Uni, da waren jetzt natürlich nicht so viele Leute vorgespielt.
Und ich habe sicher Glück gehabt, da den Studienplatz bekommen zu haben. Und ab dann hatte ich aber den Riesenvorteil, dass ich, ja, ich habe ja vorher nie täglich geübt. Ich habe wirklich erst mit Beginn des Studiums angefangen, täglich zu üben. Da war ich 19. Okay. Aber dadurch hatte ich natürlich eine total steile Lernkurve.
Und was wiederum sehr motivierend war, immer zu sehen, dass man wirklich Fortschritte macht.
Wenn du vorher nicht jeden Tag übst, dir überlegst, was mache ich, dann sag ich mir gut, dein nettes Spiel läuft, irgendwie mache ich das. Welche Vorstellung hattest du, was der Beruf des Musikers dann später für dich ist?
Ich habe da gar nicht drüber nachgedacht. Also, weil ich, im direkten Umfeld hatte ich ja niemanden, der im Orchester ist. Und das war ganz am Anfang ganz natürlich so, dass ich einfach, ich hatte Spaß am Studieren und am Besser werden und habe mich da selber nie unter Druck gesetzt. Ich glaube, im Nachhinein war das auch gut.
Auch das Umfeld in Augsburg, da waren jetzt keine. Ich hatte einen, mein sehr guter Freund von mir, der war im gleichen Semester wie ich und war immer so ein bisschen besser. Das war wirklich super als Motivation, aber sonst waren jetzt in Augsburg nicht besonders viele Überflieger. Oder dass man an einer anderen Hochschule, wo ich vielleicht der Schlechteste gewesen wäre in der Klasse, das war in Augsburg dann leicht zu einem von den Besseren zu gehören, sage ich mal.
Was wiederum gut fürs Selbstvertrauen ist beim Spielen oder bei den Studienkonzerten. Und zwar ein kleines familiäres Umfeld, das war für mich eigentlich genau das Richtige. Aber das ist mir auch erst später bewusst geworden. Also damals, das war, deswegen sage ich ja, durchaus Glück und glücklicher Zufall, dass ich genau da am Anfang am Anfang richtig gelandet bin.
Und weil du gefragt hast wegen Orchester. Also das erste Mal Orchester, außer Schulorchester habe ich gespielt, dann erst nach einem Jahr Studium. Das war dann in so einem Jugendstudentenorchester in München. Und das waren so meine ersten richtigen Berührungspunkte mit einem echten Orchester und auch, dass ich diese Art von Musik mehr gehört habe.
Und habe dann aber gemerkt, dass mir das total Spaß macht.
Spannend, dass man so sperrt dazu kommt. Warst du ein guter Über dann?
Also du hast ja dann täglich geübt, aber gut geübt oder einfach viel gespielt? Doch schon auch länger her. Schwierig zu sagen. Ich kann mich eigentlich ehrlich gesagt nicht wirklich daran erinnern. Ich habe sicher nicht alles richtig gemacht, weil ich wusste damals nicht so viel wie jetzt. Und ich war bestimmt schon eher gut darin, effektiv zu üben, weil, wie gesagt, wenn man grundsätzlich eher faul ist, dann versucht man natürlich alles irgendwie dann doch natürlicherweise effektiver zu gestalten, damit man nicht sechs Stunden üben muss, sondern auch mit drei Stunden gut zurechtkommt.
Wie viel übst du jetzt so?
Es kommt total drauf an, was ansteht. Also ich bin nicht gut darin, so mein tägliches Programm, auch wenn jetzt nichts los ist gerade, durchzuziehen. Genau, also wenn ich jetzt wirklich mich gezielt auf was vorbereite, dann sind es schon drei auch mal vier Stunden. Aber dann kommen immer wieder Tage, wo ich dann auch nicht üb oder wo man halt dann nur spielt oder vielleicht eine Stunde übt.
Es variiert total.
Das können nur Holzbläser sein. Wann kam dann so irgendwie dieses, ich spiele Volksmusik doch super gern und das ist irgendwie, und das ist jetzt so auch ein Teil von mir, was du ja auch machst. Du gibst Workshops. Wann kam das wieder zurück?
Also ich habe schon in verschiedenen Besetzungen von meinem Papa dann fix schon mitgespielt, weil mein erster Klarinettenlehrer, dem ich sehr dankbar bin, weil der hat selber nie studiert gehabt, war das ist einer von den besten Amateur-Klarinettisten, die ich kenne. Der hat immer einen schönen Ton gehabt.
Und ich glaube, das ist eines der wichtigsten Dinge, wenn man eine gute Tonvorstellung da mit auf den Weg kriegt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das von ihm habe. Und er hat früher quasi in allen Gruppen von meinem Papa mitgespielt. Und es gab dann einen Zeitpunkt, wo er ausgestiegen ist. Und ja, da war ich gerade an einem Punkt, wo es vom Spielen her schon gepasst hat.
Und ich habe schon, glaube ich, gerade angefangen zu studieren. Und habe dann quasi seinen Platz da eingenommen. Hab im Salonorchester von Papa gespielt, eben in der Spielmusik. Also das ist eine kleine Besetzung mit Klarinette, Geige, Fagott, Harfe, Hackbrett und Kontrabass. Auch eine spannende Besetzung.
Ja, eher unüblich, genau. Aber also macht total Sinn mit dem Fagott als Nebenstimme. Und wir konnten eben dadurch, dass mein Papa ja auch Klarinette spielt, haben wir dann immer noch im Programm Holzbläser-Trio gehabt mit zwei Klarinetten und Fagott. Und ja, also in den Besetzungen habe ich dann schon gespielt und wir haben mit der Spielmusik gerade auch viele Konzerte gespielt.
Aber ich habe das nie so wirklich, das war für mich jetzt nicht, ich habe das nie so wirklich in Verbindung gebracht mit, also das war jetzt für mich nie so die Volksmusik oder dass ich, dass ich so, ich sag mal, Volksmusik lebt man ja irgendwie auch ein bisschen. Also mit allem, was, dass man die Tracht gern anhat und so weiter, das Ganze drumherum.
Und diese Verbindung hatte ich da noch nicht. Ich habe dann gemerkt, als ich in Köln war zum Studieren, dass mir so gewisse Bezüge zur Heimat gefehlt haben. Und angefangen hat das dann, also die intensivere Auseinandersetzung mit Volksmusik hat wieder angefangen, als ich aus Köln zurück bin nach München für die Akademie.
Und habe da auch relativ schnell dann die Brustwirtmusik gegründet. Das ging da sehr schnell. Und dann war ich da ganz schnell involviert in diese Szene, über Seminare, über Feste, Festivals. Aber das muss man ja wollen.
Also du hättest ja auch sagen können, Spielen reicht mir und das ist ja jetzt schon ein Schritt mehr.
Ach so, na, ich habe das natürlich total aufgesogen. Also dadurch, dass ich jahrelang da nie wirklich präsent war und aktiv war, weil ich dann eben, dann war ich in Köln oder habe, war da nicht so drin in dieser Szene eigentlich. Gerade von den jüngeren Leuten. Ich war auch nie auf diesen ganzen Seminaren und so weiter.
Also wir hatten halt das Seminar von meinem Papa, aber das war jetzt wieder was anderes. Ich habe einfach gemerkt, wie ich habe gemerkt, vor allem auch durch die Leute, die dort kennenzulernen, die man teilweise vielleicht schon als Kind gekannt hat oder eben über die Eltern und so weiter. Und viele kannten mich schon.
Also man kannte sich so indirekt und das hat sich aber ganz schnell sehr vertraut angefühlt mit ganz vielen in dieser Szene. Also es war schnell so, ja, ganz viel Verbindung da, irgendwie so eine große Familie ein bisschen.
Kannst du für Zuhörer, die sich jetzt fragen, ja, aber bayerische Musik ist das nicht? Böhmische Musik? Also gerade so im Nördlichen ist mir, weiß ich nicht, ob klar ist, dass die Blasmusik, die man ja oft mit Bayern verbindet, ja gar keine bayerische Blasmusik ist. Was ist denn der Unterschied?
Das ist jetzt schwierig. Jetzt wird es theoretisch.
Ja, darfst du gern werden.
Also der Unterschied liegt natürlich erstmal in den Besetzungen, dass du in der Volksmusik ja in viel kleineren Besetzungen musizierst. Muss ich sagen, welche.
Ja, gerne.
Also du hast ja typischerweise immer, du brauchst das Fundament, du brauchst einen Bass, du brauchst eine Begleitung und Melodieinstrumente. Das können jetzt, es kann jetzt eine Seitenmusik sein, Kontrabass, eine Gitarre, Nachschlag und Zittergitarre, Melodie, zum Beispiel eben vier Leute. Oder eben ja mit der Steirischen.
Zier. Ist ja universell einsetzbar als Begleitinstrument oder als Melodieinstrument. Oder dann eben Zweibläser oder Dreibläser um Begleitung. Und ich glaube, mich hat einfach immer fasziniert, ein bisschen diese Verwandtschaft zum Jazz eigentlich, weil sehr viel dann doch auch wieder ohne Noten basiert und eigentlich improvisiert wird.
Also es gibt ja ganz klare Regeln in der Musik, die dann wieder, die das begünstigen, dass man einfach mitspielen kann. Weil wenn ich jetzt ein Begleitinstrument spiele, und jemand spielt jetzt gerade alpenländische Volksmusik und es fehlt ein Bass, dann kann ich sofort mitspielen. Dann brauche ich nur die Info, Boyka, Borischer oder Wolzer und mir hat 100.
Und dann sind die Spielregeln eigentlich gesetzt.
Kannst du kurz ganz grob umreißen, welche Spielregeln, beziehungsweise was der Unterschied zwischen einer Polka und einem Borischen ist?
Das ist relativ leicht. Polka und Borischer ist beides Zweivierteltakt und Borischer ist einfach signifikant langsamer. Okay. Genau, also es kommt ja vom Tanzen. Borischer ist dieses Außerland wieder zusammen. Genau. Zum Beispiel auch die Stücke, ja, genau. Also Borischer ist ja jetzt in der böhmischen Blasmusik überhaupt nicht vertreten.
In der bayerischen schon ist so etwas, was eher aus dieser Volksmusikrichtung kommt. Und ansonsten die Regeln, ich meine, dass diese klarere, eigentlich einfachere harmonische Struktur, die ist in der Blasmusik auch da. Aber ich glaube in der Volksmusik nur leichter zu erkennen. Also dass du einfach, du bist in der Tonart, dann hast du, dann besteht das Stück aus der ersten und fünften Stufe zu wahrscheinlich, sagen wir mal, 75% aller Volksmusikstücke.
Und dann gibt es noch welche, wo die vierte dabei ist. Dann hast du schon 95% aller Volksmusikstücke. Und dann gibt es vielleicht einmal eine zweite oder sechste. Das sind die restlichen 5%. Aber das ist dann schon ein kompliziertes Stück. Die Infos muss man dann dem Begleiter noch vorher zusätzlich geben.
Okay. Den Rest hört man, wann der Wechsel ist oder wenn der Vierte kommt. Und genau, dann ist ihm der erste Teil in G-Dur zum Beispiel. Der zweite Teil ist dann natürlich in D-Dur und das Trio in C.
Ja, G-Dur, D-Dur und C Dur. Ja.
Das ist ja auch immer gleich, das Ablauf. Genau, das ermöglicht es natürlich, dass man einfach mitspielen kann.
Das heißt, du improvisierst quasi eine Melodie dazu.
Na, also die Melodie ist schon vorgegeben. Als Begleiter jetzt. Du kannst eine Nebenstimme dazu improvisieren. Das geht natürlich. Genau, als Melodie ist es schon so, du musst das Stück kennen. Klar kann man auch, wenn man ein Stück nicht kennt, versuchen, eine zweite dazu zu spielen, aber deswegen funktioniert es halt sehr leicht.
Zum Beispiel, wenn jetzt ein Heftelhop mit Stücken für zwei Klarinetten, sagen wir mal, oder Klarinette Trompete. Dann kann man einfach das Hefttuch spielen und die anderen spielen einfach, die müssen die Stücke nicht kennen. Die können einfach mitspielen.
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Weitere Links findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Wie ist die stilistische Spielweise vom Unterschied?
Du stellst mich jetzt so als Experten hin. Das ist nur meine Wahrnehmung. Ich bin jetzt natürlich niemand, ich habe in meinem Leben nicht viel Blasmusik gemacht. Ich habe dann ein paar Mal noch damals in der Blasmusik von meinem Papa mitgespielt, was ja aber eben wieder altbayerische Blasmusik ist, also andere Stilistik wieder wie die böhmische.
Mir persönlich gefällt halt sehr gut. Ich finde, die Volksmusik hat ihren Reiz durch eine gewisse Einfachheit. Und das zu perfektionieren, macht mir unglaublich viel Spaß. Wenn du einfache Melodielien hast, aber überlegst, wie kann ich die jetzt so spielen, dass es richtig cool ist. Also auch aus der einfachsten Linie ist so viel rauszuholen, wie bringt man die zum Leben.
Zum Beispiel? Nee. Okay. Ja, also für mich ist da der Reiz in der Art und Weise, wie man Melodien spielt. Vor allem natürlich als Klarinettist, weil ich glaube, wir kennen alle, wie die Klarinette meistens in der filmischen Blasmusik eingesetzt wird, was ich selber sehr problematisch finde. Weil? Also ich stelle das immer wieder fest auf Workshops oder auf Kursen, dass dieses Vermeintliche, ich muss kurz spielen, ich muss und noch kürzer spielen und der Dirigent da gesagt noch kürzer, durch diese typischen Klarinetten-Einwürfe im Trio zum Beispiel, das führt zu einer super ungesunden Luftführung und Spielweise.
Weil auf jedem Instrument ist es gesund, lange Töne zu spielen und lange Linien machen was im Legato zu spielen oder lange Melodie, wo einfach mal die Luft im Instrument bleibt. Und als Klarinetten kriegen wir leider ganz wenig Möglichkeit, in der böhmischen Blasmusik sowas mal auch machen zu können.
Und jetzt sind die meisten natürlich lufttechnisch total verkrampft. Und nehmen ganz viel Zunge her, ganz wenig Luft und ja, rauskommt einfach ein sehr unschönes Staccato. Ja, wo ich jetzt aktuell gerade auf Kursen immer versuche, ich merke, dass das eigentlich ganz gut ankommt, da so ein paar Irrtümer aufzuklären.
Zum Beispiel, was für so ein. Weil ich habe tatsächlich hier mir aufgeschrieben, was denn so viele und welche Tipps du hast.
Also zum Beispiel, wenn es ums Kurzspielen geht, dann bin ich jemand, der so ein bisschen predigt, dass man in der Blasmusik das Staccato nicht mit der Zunge fabriziert. Das heißt, den Ton nicht mit der Zunge stoppen, also abschneiden, sondern offen lassen. Wie das einfachste Beispiel, der Schlagzeuger, der auch nicht mit dem Stick auf der kleinen Trommel bleibt, sondern ja weggeht.
Und der Ton kann trotzdem genauso kurz sein, aber hat ein offenes Ende. Das ändert den Klang von dem Ton schon total.
Das ist quasi das, was wir auch als klassische Trompeter machen. Genau. Das Abstoppen gibt es eigentlich ja nur im Jazz, das Aktive bei uns jetzt.
Und wenn man sich jetzt überlegt, als Klarinette in so einer Blasmusik ist man ja klanglich immer unterlegen. Und jetzt müssen wir eigentlich, finde ich, also wie gesagt, das ist alles meine persönliche Meinung. Ich finde immer, ich bin vorsichtig, wenn es um Wahrheiten oder so.
Nee, aber ich habe nicht deiner Meinung gefragt und nach deinem Tipp.
So, jetzt finde ich, dementsprechend müssen wir als Klarinetten eigentlich schauen, dass wir möglichst viel Klang auch produzieren. Und natürlich steht die Zunge im Klang immer im Weg. Weil die Luft macht einen Klang. Und so ein Zwerfelstaccato ist liefert mehr Klang als Tat zu machen. Vor allem, wenn das in der Polka so kurze Achtel sind.
So kleine Einwürfe. Wenn ich die dann zusätzlich noch abschneid, das erzeugt auch diesen, den wir alle leider kennen, diesen berüchtigten, unangenehmen Klarinettenton, der auch in den Ohren weh tut. Das fliegt dann dann schnell in die Ohren.
Man sieht das immer so schön bei euch kleinen Testen, also bei denen, die das so gut machen, wenn ihr bei Blasmusik so Zweifel-Sterkato machen. Also man sieht das ja körperlich richtig, dass ihr da wirklich arbeitet. Mir gestern wieder aufgefallen.
Genau. Also es ist vor allem dann so, je höher das man spielt, desto mehr Zwerffelstakato muss man eigentlich einsetzen, weil desto unangenehmer wird der Klang, wenn ich das mit der Zunge mache. Und genau deswegen bei der Essklarinette, also ich spiele eigentlich nur, wenn es vom Tempo natürlich noch irgendwie geht, ganz viel Zwerffelstakkato.
Also hinten den Ton offen lassen. Ha. Oder es kann sogar den Ton ohne Zunge auch anfangen. Das geht auch. Man kann auch da einen sehr kurzen Ton erzeugen. Es sind viele nicht gewöhnt und muss man natürlich erstmal üben, aber es ist gleichzeitig eine gute Übung, weil du merkst sofort, wie stark ist dieser Zwerfelmuskel bei manchen trainiert.
Also der muss in der Lage sein, möglichst viel Luft, möglichst schnell rauszuspucken quasi. Und wenn wir da besser trainiert sind, dann kann man das besser und hilft einmal dann aber auch auf der anderen Seite wieder, wenn ich eine lange Phrase spielen will.
Das heißt, jetzt proben alle dann nach der Folge Zwerchfell-Staccato und dann klingen die Hölzer auch bei der Blasmusik mal.
Runder. Das wäre auf jeden Fall mein erster Tipp, mehr Zwerchfeldstaccato zu spielen und weniger Zungenstaccato. Ich will nicht sagen, dass das eine falsch ist, weil ich finde es ganz wichtig, das zu unterscheiden, dass es beides gibt und man nur wissen muss, wann man was einsetzt. Natürlich, wenn ich jetzt ein schnelleres Staccato habe oder in einem Orchester, in einer Klassik, dann brauche ich das Zungenstaccato.
Genau. Es muss aber natürlich die Luft dahinter so trainiert sein und so da bleiben, dass das dann funktioniert. Dann klingt das auch gut. Aber mein Tipp in der Blasmusik oder meine Erfahrung ist immer, dass das andere immer besser klingt. Und dann vor allem auch viel mehr Portato denken und tatsächlich spielen, als immer nur Staccato zu denken.
Vor allem, wenn man dann einen 16. Lauf hat und es ist oft auch von Arrangeuren nicht so gut gemacht. Ich merke immer wieder, dass viele Arrangeure sich auch mit Klarinetten gar nicht so gut auskennen.
Es sind auch viele einfach Blechblätter.
Oder Schlagzeuge. Aber das macht viel aus, wenn ich dann zum Beispiel zusätzlich Punkte über die Noten schreibe, dann denken die Klarinettisten, oh, ich muss kurz spielen, ich muss kurz spielen.
Weißt du, woher das, glaube ich, kommt? Also ich weiß, dass ich früher so gedacht habe oder das gemacht habe, weil wenn man es sich dann auf dem Computer anhört, klingt das sonst zu matschig. Und dann setzt man Punkte und dann ist es kürzer. Ah, okay. Und dann denkt man, ach ja, stimmt, so will ich das ja.
Und das ist halt bei weitem dann noch nicht so kurz, wie wahrscheinlich an jemand denkt, und dann lässt man das. Könnte ich mir vorstellen, ist nur eine These, dass das ein bisschen damit was auch zu tun hat.
Nee, das ist auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen.
Also ich weiß, dass ich habe schon in anderen Bernstein gab es keine kleinen Netten und dann standen auch so Sachen drin und dann hieß es, nee, so war das nicht gemeint und dann kam genau das auch. Aber sonst klingt das bei mir irgendwie so. Keine Ahnung. Ich werf das einfach mal so einen Raum, dass das vielleicht nicht.
Kann sein, ja.
Nein, aber da hilft es einfach total, wenn ich habe da da, einfach mal Fortato wirklich zu spielen, weil man dann viel mehr Richtung reinkriegt. Und weil sonst spiele ich einfach nur kurze Noten und beiße mich fest. Oder mal eine Zweierbindung einbauen. Das macht überhaupt nichts. Es gibt viele weitere so kleine Tricks, würde ich mal sagen, die aus meiner Erfahrung nach dann zu besseren Ergebnis führen oder einfach besser klingen im Gesamtprodukt, was man aber irgendwie so ein bisschen wissen muss.
Also nichts davon steht in den Noten. Es ist wahrscheinlich wie in jedem Show. Ein bisschen dazu zu wissen, was kann ich machen in dem Stil, was ist meine Rolle, wie. Ich denke, es ist einfach grundsätzlich wichtig, mitzudenken und zu wissen, für was bin ich gerade da. Auch immer, klar muss ich den Text, den ich vor mir habe, ernst nehmen, aber ich glaube, immer mitdenken, weil man selber ja sein Instrument am besten kennt.
Was funktioniert denn auch auf meinem Instrument am besten? Was klingt dann am Ende auch am besten?
Ich weiß nicht, ob du die nächste Frage beantworten kannst, weil natürlich wahrscheinlich aus der Gegend, wo du kommst, natürlich bayerische Blasmusik nochmal einen ganz anderen Sternwert hat, als jetzt, wo ich herkomme. Also wir haben natürlich auch in Franken fränkische Blasmusik, die gibt es natürlich auch.
Aber hast du das Gefühl, dass das gerade so dieses Bayerische unterschätzt wird? Im Vergleich zum Beispiel zum Böhmischen?
Unterschätzt weiß ich jetzt gar nicht, ob ich das sagen würde. Es ist auf jeden Fall viel weniger bekannt und sichtbar, weil natürlich alle bekannten Gruppen böhmis spielen. Also die einzige Gruppe, die mir jetzt gerade einfällt, ist der Menzel. Das stimmt, ja. Der auch anfangs, ich weiß auch, dass er am Anfang auch dann immer wieder Sachen von meinem Papa dann auch gespielt hat und so.
Und ist natürlich cool, dass er noch als Vertreter dieser anderen Blasmusik-Stilistik, das aber auch auf großen Bühnen und Festivals und überall präsent ist und das dort vertritt, weil sonst gibt es nicht wirklich eine Gruppe, die mir einfällt, die da noch in diesem Stil spielen und wirklich aktiv sind und präsent sind.
Woran liegt das, glaubst du, dass das so ist? Also dass es jetzt auch nicht so viele junge Gruppen gibt, die sagen, das hat genauso seinen Reiz und das wollen wir auch spielen. Weil die Nische wäre ja dann da. Also wenn es der Menzel geht und wenn es jetzt ein paar junge Gruppen gibt, die das super auch verkaufen auf der Bühne?
Es ist schwierig zu sagen. Ich glaube, das hängt viel damit zusammen, dass natürlich die Blasmusik-Hits alle aus dieser anderen Richtung kommen und natürlich will man dann das spielen. Wahrscheinlich. Und also bei uns ist das schon präsent, natürlich, weil jede Dorfkapelle oder die kleinen Blasmusiken am Land, die spielen schon auch alle dieses Repertoire.
Genau, vielleicht, also es ist natürlich ein bisschen schwieriger, weil du brauchst dafür einigermaßen einen guten Klarinettensatz. Weil sich zum Beispiel in dieser Musik vor allem auch die Klarinettenstimmen sehr voneinander unterscheiden. Deswegen bin ich persönlich mehr Fan als von der bayerischen Blasmusik.
Weil man einfach öfter auch mal eine Melodie spielt. Oder mal, das ist näher an der Volksmusik in dem Sinn, dass man sich zum Beispiel mal in einem Teil abwechselt. Das zuerst Trompeten spielen oder Flügelhörner und die Wiederholung spielen die Klarinetten.
Aber dann müsste doch jetzt jeder kleine Tiss und jede kleine Distin da draußen jubeln und sagen, geil, dann spielen wir doch ab sofort so Musik, dass wir auch mal mehr zu tun haben als nur Dilip-Dip-Dl.
Oder so. Vielleicht gibt es auch Leute, denen Dil-Bl Spaß macht. Mich hat das immer eher ein bisschen frustriert als Klarinettist, muss ich sagen. Und klar, also die können sich ja gerne irgendwie mal was anhören. Oder es gibt schon noch ein paar Aufnahmen, zum Beispiel jetzt von meinem Papa von der altbayerischen Blasmusik Karl Edelmann.
Das sind zum Teil natürlich sehr alte Aufnahmen. Ja, aber es ist aus Klarinettensicht bestimmt reizbarer, aber auch gleichzeitig nicht für die anderen Instrumente uninteressanter. Weil zum Beispiel, was sehr typisch ist für diese Musik, ist zum Beispiel Landler, Landler zu spielen. Das können Sololandler sein, dass wirklich einer alleine einen spielt oder so, mit einem Zwischenspielt und der nächste Landler und so weiter.
Oder eben eine Instrumentengruppe solistisch vortritt. Und so Landler sind immer technisch interessant, herausfordernd. Und ja, es macht eigentlich, glaube ich, eigentlich soll es eben Spaß machen zu spielen. Ich glaube einfach, es ist zu wenig bekannt dafür. Ich könnte mir schon vorstellen, dass viele da auch wieder Spaß daran finden würden, das zu spielen.
Aber wenn wir jetzt schon bei dem Thema sind, das war ja auch, also das alles sind auch Gedanken von mir gewesen, warum ich jetzt am Ende. Ich habe jetzt die Blasmusik von meinem Papa übernommen und wollte das einfach wieder machen, weil die gab es quasi nicht mehr. Also wir haben nicht, also sie haben nicht mehr gespielt, wirklich aktiv seit Jahren schon.
Und ich habe da mit meinem Papa geredet und habe gesagt, hey, wäre das für die okay, ihr würdet das gern machen. Ich würde das einfach gern neu aufzügen mit jüngeren Leuten, mit Leuten, die ich kenne, weil ich mir das einfach gut vorstellen kann und weil ich da einfach auch vor allem die Nische sehe.
Genau, wenn wir uns den ersten, unseren ersten Auftritt beim Woodstock.
Ja, geil. Das habe ich noch gar nicht mitgekriegt. Ja, cool. Die Folge kommt auch vorher raus, das heißt, jeder weiß das. Und dann, wann spielt ihr?
Sonntagmittag um 12. Da bin ich noch da. Auf der Mainstage.
Da bin ich noch da. Da freue ich mich. Bin ich sehr gespannt.
Wie ist die Besetzung? Das ist eben das Typische für die altbayerische Blasmusik, ist, dass man eine kleinere Besetzung hat. Wir sind jetzt zu zwölf. Ganz original ist quasi auch ohne Schlagzeug. Ich habe jetzt Show ans dabei, einen Leitner Andi. Kennst du wahrscheinlich auch. Genau, sonst ganz normal Tuba, drei Nachschläger, zwei Hörner, also den auch am Bariton, zwei Flügelhörner und drei Klarinetten.
Und eigentlich ohne Schlagzeug. Also bei Menzel ist es ja eigentlich auch nur große Traum. Genau, genau. Das wäre quasi original. Genau. Wie ist das? Böhmische Achteln sind ja so ein bisschen versetzt. Ist das bei der bayerischen Musik auch so? Ja, ja, klar.
Das ist ja eh, also das ist ja sogar teilweise in der Volksmusik noch stärker. So dieses, ich weiß, viele verbinden das mit Böhmisch, mit dem Begriff irgendwie, aber in der Volksmusik ist ja ganz klar, wenn du jetzt zum Beispiel auf der Zierchen Nachschlagspur ist, dass der wirklich sehr spät ist. Für mich vereint sie das irgendwie unter dem Begriff musikantisch.
Warum bist du aus der Postwirtmusie raus? Weil das wäre ja auch so eine Besetzung, die da so ein bisschen mit reinspielt.
Ja, so ein bisschen eine längere Geschichte. Ich kürze es jetzt vielleicht ein bisschen ab. Also Postwirtmusie war natürlich für mich total wichtig, weil ich habe da super viel gelernt am Anfang. Wie gesagt, das war ja genau 2018, wo ich dann wieder ein Neujahr war in dieser ganzen Volksmusikszene und wieder mit vielen alten Bekannten auch wieder zusammengekommen bin, wie zum Beispiel ein Dumpfab Michel, den ich als kleines Kind kenne, vom Seminar, wo unsere Eltern zusammen waren.
Und der ist natürlich zum Beispiel jetzt so eine totale Volksmusik-Koryphäe, sage ich sogar. Was so diese Stilistik angeht. Und von dem habe ich zum Beispiel wahnsinnig viel gelernt und mir abgeschaut. Und für mich war das natürlich immer der Reiz, okay, was genau macht der? Was kann ich jetzt nur machen, damit das noch echter klingt?
Was passt wirklich zu dieser Art von Musik? Und ja, hat mich doch auch sehr verändert, glaube ich, mittlerweile vom Spielen, beziehungsweise flexibler, weil ich kann jetzt doch quasi auf Kopf, äh, auf Knopfdruck sagen, ich switche jetzt zum Beispiel zwischen klassischeren Spielweise oder ich mache jetzt mehr mit mehr Schleifern und mehr mit mehr Verzierungen und so weiter.
Je nachdem, was vielleicht gerade zu dem Stück oder zu der Besetzung oder zu der Stilistik gerade passender ist. Und deswegen war in der Hinsicht das superschöne Zeit und wir waren am Anfang alle total begeistert vor dem, was da gerade irgendwie passiert, weil es einfach uns selber so viel Spaß gemacht hat.
Und dann erfreuliches Nebenprodukt war natürlich, dass auch das vielen Leuten gefallen hat. Aber wir haben es am einfach am Anfang eigentlich hauptsächlich für uns gemacht. Haben dann aber auch gemerkt, dass eigentlich zu dem Zeitpunkt war das auch eine Nische, weil es gab eigentlich nicht wirklich eine Klarinettenmusi, die bekannt war oder die da jetzt irgendwie überhaupt diese Art von Besetzung.
Also was ja immer nur sehr inn ist, aber was damals auch hauptsächlich unterwegs waren, waren diese Widerer-Musi-Besetzung mit Drügelhorn, zwei Bastrompeten. Und ja, ich glaube, das war sonst recht gut gelungen, da so das Gegenstück mit Klarinetten ein bisschen zu bilden. Und es ist dann auch total schied zum Sängen, dass danach mittlerweile gibt es viele Nachahmer-Gruppen schon oder wieder junge Leute, die dann genau in der Besetzung jetzt auch sich gründen und da auch was spielen.
Und ich glaube, das ist einfach generell nur gesund und gut für die Szene, wenn es da wieder mehr Variationen gibt. Für mich persönlich war es dann vor zwei Jahren über einen Punkt, wo es mir leider nicht mehr so viel Spaß gemacht hat. Ja, es ist ja ganz halt ein bisschen eine frisante Kombination aus den Leuten.
One der Mitbrüder ist mein Cousin, eine andere der Mitbrüder ist ganz eben der Michel, euer sehr guter Friend von mir. And it's ein bisschen persönlich nicht mehr gepasst. Und ich habe das Gefühl gehabt, also ich habe sehr viel dafür arbeiten müssen, dass ich meine Vorstellung dort umsetzen kann. Ich sage jetzt vielleicht nicht genau mit wem ich jetzt ein Problem gehabt habe, aber es ist wurscht, das kann mir da im Grunde jeder persönlich fragen.
Ich erzähle dir mal, was war. Ich habe da jetzt kein Problem damit. Nur mich da kam auf dem Schlips treten. Genau, und ich habe einfach gemerkt, ich habe sehr viel Potenzial in dieser Gruppe, immer noch gesehen und wir haben dann auch teilweise unterschiedliche Vorstellungen gehabt, wie man damit umgeht oder vielleicht wo es hingeht.
Ich habe dann einfach, es hat mir jemand die Frage gestellt, die, glaube ich, sehr wichtig ist, sich zu überlegen, gibt einem das mehr Energie gibt oder kostet dich das mehr Energie. Und die habe ich für mich recht eindeutig beantworten können. Einfach, weil mir, wenn mir sowas wichtig ist, ich nehme sowas natürlich mit Horn und ich habe tagelang zu Hause oder unter der Dusche mit mir selber Gespräche geführt, quasi fiktive Gespräche mit verschiedenen Leuten in der Gruppe.
Hab wahnsinnig früh Gedanken und Nerven immer mit gewissen Themen mit mir herumgetragen. Und es war dann erstmal eine Erleichterung, dann einfach zu sagen, ich bin jetzt raus. Und klar denkt man später darüber nach, ob das jetzt vielleicht ein Fehler war. Weil ich habe dann natürlich danach nicht mehr viel zu spielen gehabt und habe jetzt halt selber keine aktive Volksmusikgruppe mehr gehabt oder habe immer noch keine.
Ich würde natürlich wieder gerne mehr Volksmusik spielen, weil es mir einfach total viel Spaß macht.
Aber jetzt hast du ja die Blasmusik übernommen.
Genau, ich habe jetzt das Projekt mit der Blasmusik gestartet, ist jetzt wieder kein. Also ich glaube, wenn ich mir jetzt entscheiden müsste, das, was ich wirklich am liebsten mache, ist einfach so eine kleine Volksmusikbesitzung mit entweder mit Geigen oder einer zweiten Klarinette. Und dann am liebsten auch auswendig spielen, ein paar coole Stücke lernen.
Okay, mal ehrlich. Fortbildung klingt erstmal nicht so aufregend. Aber was, wenn Fortbildung bedeutet, Wolfgangsee, Herbststimmung, Gleichgesinde und du lernst dabei noch was für dein Instrument? Willkommen bei der Wurztock Academy. Das ist das Lernformat des Wurztock der Blasmusik. Und es trifft genau diesen Sweetspot zwischen echten Musikunterricht und festivalartigem Vibe.
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Academy on Air eingeben. Mehr Musik, weniger zahlen. Das Ganze ist gültig bis zum 31. Juli und für mehr Infos findet ihr den Link in den Shownotes. Was ist jetzt so der Plan? Also du hast jetzt diese Gruppe jetzt quasi reaktiviert, jüngere Leute reingesetzt. Wo soll das hingehen? Also die Frage ist ja auch, versuchst du das genauso zu machen wie früher oder versuchst du es ein bisschen anzupassen, was auch immer das heißt?
Nee, also ich habe da schon meine eigenen Vorstellungen und Ideen und bin jetzt einfach gespannt, ob mir das gelingt, die zu verwirklichen.
Willst du welche teilen oder soll das noch?
Na, kann ich gerne teilen. Also ich werde natürlich, ich bin jetzt gerade schon immer dabei, dass ich ein bisschen das über mich, äh, mir über die Setlist Gedanken mache, das Programm. Und wir werden sicher die Noten sein, die bei uns da haben, vom Pappe im Verlag, liegt ja alles da. Was quasi von den Originalnoten spielen.
Aber mich hat es einfach dann auch selber interessiert, mich hat es dann auch interessiert, selbst was zu arrangieren. Und ich bin jetzt vor ein paar Tagen mit dem ersten Arrangement fertig geworden.
Von welchem Stück?
Es ist der Dolomitenmarsch vom Gottlieb Weißbacher.
Kenne ich sogar.
Okay. Und ich bin irgendwie auf diese Aufnahme gestoßen, zufällig, glaube ich, von durch die Intaler und Super Posaunen-Solo im Trio. Und da habe ich gedacht, cool, das her ist schon so. Es ist einfach ein cooler Marsch und ich spiele in der Blasmusik sehr gerne Märsche. Und genau, meine Vision von dem Ganzen ist so ein bisschen einfach sehr diese Art und Weise, wie sie aus der Volksmusik kennen, also dieses musikantische Spielen mit sehr viel Gespür für die, für die, wenn man so eine Melodie gestaltet, einfach eine Artikulation her, zum Beispiel, das in so einer kleinen Blasmusikbesetzung umzusetzen.
Und ich habe fast alle, die mitspielen, haben sehr gute und sehr viel Volksmusik und Danzelmusierfahrung. Kennt man da noch jemanden aus dem Andi Leitner? Ich habe mir überlegt, ich würde es ein bisschen als Geheimnis lassen. Wer mitspielt, aber nein, das ist nicht für deine Hörer und Hörerinnen, die haben das.
Naja, wir müssen ja alle zum Wurzel kommen oder euch auf Social Media folgen.
Nein, haben wir noch nicht.
Wird es aber dann irgendwann geben.
Ist der längere Plan, ich bin so ein bisschen aus Social Media, wie sagt man, Kartoffel. Aber ich wollte mir wegen dem auch quasi jetzt meinen Instagram-Account machen und man kommt ja dann doch nicht drum rum.
Leider nicht.
Also Sando dabei, ich kann gerne noch ein paar verraten. Der Eidzinger Roli an der Tuba.
Cool.
Du kennst ihn wahrscheinlich vom Federspiel. Genau, ja. Ich kenne ihn eigentlich von den Eupenlandler. Von der ersten Besetzung quasi. Und auch schon, ich kenne frühere Aufnahmen mit ihm, wo er Danzelmusik gespielt hat. Und es ist halt, ja, super. Also genau, da weiß ich schon genau, der spielt es genauso, wie ich im Kopf habe.
Wie ich mir das vorstelle. Da gefreut mich schon sehr. Und der Winter Christian spielt mit dem ersten Tenor an. Der ist gerade mein Kollege im Orchester, der ist Soloposaunist, Mozart im Orchester, der spielt bei Mänzler. Hat immer wieder bei Mäntel gespielt. Genau, meine Klarinettenkollegen sind der Bromecker Stefan.
Den kenne ich, glaube ich, nicht.
Spielt bei Faltenradio.
unknown Okay.
Fastklarinet ist bei Faltenradio, Musiklehrer. Einfach ein guter Freund von mir und hat auch auf der ersten Alpenland-Lacedemik gespielt. Okay. Genau. Und die Tanta Antonia, die ist gerade Studentin in Salzburg, die war schon öfter auch auf Kursen, wo ich unterrichtet habe und wo einfach war, die macht das super.
Die ist total geschickt und kann sehr gut Volksmusik spielen. Und sie ist nicht die Quotenfrau. Es war ihr selber auch ganz wichtig. Das ist einfach, weil sie gut spielt.
Ja, spannend, da bin ich sehr gespannt. Habt ihr ja auch schon Aufnahmen in Planung oder spielt ihr jetzt erstmal ein Cockpole?
Das ist ja, das ist, ich glaube, wie so oft, wenn man so neue Projekte startet, es bringt relativ wenig, sich zu überlegen, dass man jetzt unbedingt zum Beispiel bekannt werden will oder dass das Ziel jetzt ist, dreist mal im Jahr zum Sprühen, das hast du ja nicht in der Hand. Also das musst du so ergeben.
Ich finde es jetzt cool, dass wir die Möglichkeit haben, am Gurtstag eben den ersten Auftritt zu haben. Und ja, dann schauen wir einfach.
Okay.
Also, ich habe das den Musikern auch so vermittelt. Ich habe gesagt, hey, das ist jetzt der erste Auftritt und danach, dann schaut ihr selber mal, ob es eigentlich Spaß gemacht hat und wie es halt dann weitergeht.
Ich Drückt die Daumen, dass es auf jeden Fall weitergeht. Das würde auch der Szene, glaube ich, gut tun, wenn da mal wieder frischer Wind weht von der Richtung, die es leider nicht mehr so häufig gibt. Ich würde gerne noch ein bisschen klarinetten spezifisch sein, beziehungsweise wie unterscheidet sich, also wenn du jetzt einem Laien kleinen Test erklären müsstest, dein Sound, den du im Orchester hast und bei der Volksmusik.
Kommt jetzt wieder darauf an, welche Volksmusik. Na, wie glaube ich weiß, was du meinst. Es ist eigentlich, ehrlich gesagt, gar nicht so ein Riesenunterschied. Also, ich bin jetzt ja niemand, der zum Beispiel dann da extra sein Material dafür wechselt oder was. Und ich habe oft schon Volksmusikauftritte auf meinem auf dem gleichen Blatt gespielt, wo ich davor im Sinfoniekonzert drauf gehabt habe, oder das ich dann für das nächste Konzert gebraucht hätte.
Also bei mir war es so, das kann ich ganz ehrlich sagen, ich habe einfach sehr stark davon profitiert durch meine klassische Ausbildung und was ich da gelernt habe auf der Klarinette. Das hat mir alles sehr fürs Volksmusikspielen genützt. Das Wichtigste davon für mich ist zum Beispiel die Fähigkeit, lange Linie zu spielen.
Das ist eben in der Volksmusik sehr oft so, dass man sehr lange Melodiebögen setzen kann oder sich sehr lange Melodien ergeben. Und genau, da eben das ist so eine Fähigkeit, glaube ich, die hat man als studierter Musiker ein bisschen mehr, weil man die im Orchester sehr stark braucht. Dass man wirklich eine Linie spielt, mit der Stütze dranbleibt und eher einen weiten Bogen setzt.
Sehr reizvoll auch, wenn man das schafft. Und vor allem laut spielen. Als Klarinettist vor allem, weil du musst natürlich, es ist ein großer Teil der Ausbildung, ist deine Entwicklung des Fortes, das klanglich rund bleiben soll, möglichst lang. Weil du musst natürlich die Fähigkeit haben, wenn es darauf ankommt, dich hörbar zu machen im Orchester.
Da sind dann, keine Ahnung, 30, 40 Streicher und du musst natürlich, wenn du wichtig bist, die Fähigkeit haben, da noch drüber zu kommen. Hast du einen Tipp, wie man das übt? An die Grenzen gehen beim Üben. Auf jeden Fall nicht immer in der Komfortzone, im gemütlichen Metsoforte üben, sondern wirklich auch bis an seine persönliche, vermeintliche Grenze gehen vom Fortissimo.
Weil nur so, glaube ich, kann man es dann insgesamt dem Bereich ausdehnen, nach oben und nach unten. Und ich finde, lauter Spielen, schön Lautspielen, ist viel schwieriger als leise Spielen. Also dieses totale Pianissimo ist eigentlich leicht auf der Klarinette. Das macht das Instrument auch aus. Aber es ist, wenn man ehrlich ist, nicht besonders schwer.
Hingegen merke ich halt, ich übe das viel, oder es ist halt für mich für mich persönlich total wichtig, da ein Material zu finden, mit dem man einfach einen großen Klang hat, laut spielen kann und das aber so lange wie möglich klanglich ausgewogen bleibt und nichts ausbricht.
Hast du Tipps für Essklarinette? Weil die klingt ja nicht. Oder kann ja manchmal unter Umständen nicht so schön klingen und nicht so gut stimmen.
Also Ferndiagnosen sind immer schwierig.
Aber du kennst ja ungefähr so ein paar Stellschrauben, wo es ja öfters hakt. Ja, ja.
Also unterm Strich wahrscheinlich, was meistens oder sehr oft greift, wäre vom Material her schwerer spielen. Okay. Weil viele dann ein zu leichtes Blatt haben und bei der Esklarinette muss ich einfach, um eine gewisse Höhe zu erreichen, dann mehr rangehen. Also ein bisschen mehr beißen, muss man sagen.
Das muss man pädagogisch vorsichtig sein. Und da braucht man einfach den Rückhalt durch ein bisschen schwereres Blatt. Ansonsten ist dann immer, dass oben alles zu tief ist und ein bisschen unangenehmer Klang entsteht. Das wird auch begünstigt durch zu leichte Blätter.
Wer sind so Vorbilder für dich an der Esklarinette? Also wen sollte man sich mal anhören? Esklarinette. Darf auch gern im Orchester sein, gell? Das muss jetzt gar nicht an der Blasmusik sein.
Wer einen superschönen essklarinetten Ton hat, ist die Esklarinettistin vom BR, die Bettina Feiß. Okay. Heißt sie, glaube ich. Ich habe aber noch nie sie persönlich getroffen oder mit ihr persönlich gespielt, kenne ich nur von Aufnahmen. Ansonsten fällt mir jetzt für Esklarinette gar nicht so wirklich unbedingt, wer einen normale Klarinette ist relativ einfach.
Das ist für mich der Laslo, der Laslo Kuti, auch Solo-Klarinettist von den Philharmonikern in München. Und der schafft es für mich wie kein zweiter, über einen riesigen, riesengroßen Bereich klanglich ausgewogen zu bleiben. Also ob der jetzt, egal wie hoch der spielt und wirklich auch zum, egal wie laut der spielt, es bleibt immer, es bleibt ganz lang, dieser total schöne Grundklang erhalten.
Du hast ja schon in einigen Orchestern gespielt, hast du auch schon unter einigen namhaften Dirigenten spielen dürfen. Was war so das Highlight für dich? Oder wer?
Dirigent? Ja. Ich war ein sehr großer Fan von Gergef. Der war noch Chef, als ich in der Akademie war. Und ich durfte ein paar sehr schöne Projekte mit ihm haben und es gab auch Projekte, die, wie soll ich sagen, es gab auch Projekte, die jetzt nicht so aufregend waren mit ihm. Oder wo man gemerkt hat, das ist jetzt vielleicht alles gerade irgendwie zu viel.
Aber grundsätzlich, wie er geprobt hat und was er eingefordert hat in den Proben.
Was macht bei ihm eine Probe anders als bei anderen namhaften?
Ja, für mich war es eben so dieses Einfordern von Sachen, die ich aus dem Studium kannte oder die ich mit Orchesterspielen verbunden habe. Zum Beispiel eben ohne Akzent spielen, ohne Akzent anfangen, Linie spielen, Legato. Und das hat er wirklich eingefordert. Immer wieder. Und auch wirklich so lang, bis es so war, wie er sich vorgestellt hat.
Man konnte von ihm einfach viel lernen, auch wenn er mit den Streichern geprobt hat. Ich weiß jetzt nicht mehr konkret, was er gesagt hat, aber ich habe einfach gemerkt, du hörst ihm zu und was er den Geigen sagt, da lerne ich auch gerade. Und natürlich war im Konzert das dann spannend durch seine Dirigierweise, weil es jetzt nicht so nicht sehr auf Sicherheit war, aber das hat schon auch einen gewissen Reiz mit ausgemacht.
Ansonsten war es sicher ein Highlight für mich. Letztes Jahr durfte ich mit dem Simon Rattle spielen. Eben mit dem BR-Symfonieorchester auf einem Festival in Frankreich, Don Giovanni. Vier Wochen lang. Das war cool, den auch zu erleben. Und wieder ein ganz anderer Typ. Also sehr spontan und sehr flexibel.
Ist gleichzeitig auf alles eingegangen, was vom Orchester angeboten wurde. Und das wirklich gemerkt, wie gerade spontan bei ihm eine Idee kommt oder er spontan gerade irgendwas mehr wahrnimmt als vielleicht vorgestern und dann das rausgeholt hat.
Was sind so No-Go's für Dirigenten für dich?
Ich habe die Frage ja schon ein paar Mal in ein paar anderen Folgen auch gehört, wo auch schon viele Dinge gesagt wurden, die ich auch unterschreiben kann. Ich würde auch sagen, wenn jemand seine Arbeit nicht macht, also nicht mit dem Orchester arbeitet, wenn es gebraucht wird. Und es gibt viele Orchester, die jetzt nicht auf dem Level von BR oder Philharmonikern sind, aber wo man diese Arbeit braucht, wo einfach mal jemand sagt, hey, stimmt nicht, ich weiß, ihr habt selber keine Zeit, vielleicht zwischen Anspielprobe und Konzert das auszustimmen, weil das bleibt ja sonst alles an dir als Musiker hängen.
Dass man dann wieder sagt, hey, Kollegen, sollen wir uns kurz zusammenhocken, den Anfang ausstimmen. Da ist einfach angenehm, wenn ein Dirigent das auch in der Probe mal einfach auch den Raum anbietet. Und man sagt, hey, macht es mal kurz langsam, stimmt's aus. Oder einfach sagen, hey, es stimmt nicht, macht was.
Oder was zur Balance sagt, wenn zum Beispiel permanent ein zweiter Bläser dann zu laut spielt, etc. Ja, und wenn einfach jemand nichts anzubieten hat. Also wenn ich als Musiker merke, ich habe jetzt, ohne mich intensiv mit dem Stück auseinandergesetzt zu haben, eigentlich gerade mehr Inspiration über diese Stelle als du da vorne, dann bin ich leider jemand, der dann sehr schnell auf, was soll ich sagen, in einem Modus schaltet, wo der, wo ich, wo der nicht viel, nicht mehr viel Autorität dann hat.
Okay, nehme ich mal so mit als Dirigent auch.
Wenn ich das noch ergänzen darf, ich glaube, dass viele Musiker in Orchestern, ich habe selber halt auch oft erlebt, unterfordert sind. Und dann zu merken, der Dirigent checkt das gerade nicht. Er könnte eigentlich schneller sein oder auch eine gewisse Schnelligkeit einzufordern. Das ist auch was, was der Gergiv gemacht hat, was mir sehr gut gefallen hat.
Wer genau wusste, hey, jeder von uns, wenn jeder mitdenkt, jeder von uns ist dazu in der Lage. Und dann hat er mir gesagt, be quick. Also schnell sein. Einfach, und das kann ich total verstehen, dass man nicht die Geduld hat, fünfmal sagen zu müssen, wo man nochmal anfängt. Weil wenn man dabei ist, ist eigentlich klar, wo es jetzt wieder weitergeht oder wo man nochmal anfängt.
So Sachen irgendwie. Oder um was es gerade geht.
Bist du so auch als Chef jetzt?
Das weiß ich nicht, ich bin ja noch kein. Wir haben noch nicht gebrochen. Wir haben noch nicht gebrochen. Nee, ich bin ja überhaupt kein. Ich weiß nicht, ob ich da so der Typ dafür bin. Ich habe sehr stark, glaube ich, meine Vorstellung von dem. Ich freue mich auch drauf, die Möglichkeit haben, das jetzt so umsetzen zu können.
Aber mir ist schon wichtig, dass natürlich jeder soll gesamtmusikalisch was sagen dürfen. Genau, und letztlich in Frage. Fix sein, mitdenken. Ja, also das ist natürlich eine wichtige Fähigkeit von einem Dirigenten, wie soll ich sagen, auf einer zwischenmenschlichen Ebene klug zu sein und da auch schnell zu checken, dem, ich muss es dem nicht erklären, der weiß schon.
Wir haben durch Blickkontakt beim Spielen gerade schon gemerkt, hat der Musiker gemerkt, er weiß gerade, um was es geht. Du musst es nicht nochmal sagen, wenn du aufgebrochen hast. Solche Sachen auch.
Okay.
Ja, das kann ich gut verstehen. So die Regenten, die dann nochmal nochmal lang referieren, obwohl eigentlich klar ist, statt, komm, lass nochmal machen, dann ist okay. Was bringt für dich so die Zukunft? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Da hat sich nicht so viel geändert seit dem Studium, dass man eigentlich nie wirklich weiß, wo man in einem halben Jahr ist. Ich weiß jetzt schon mehr, dass ich später, also ich kann es eingrenzen, wo ich leben möchte, dass das schon eher im südlichen Raum sein wird. Ich werde, glaube ich, auch nicht mehr viele Probespiele machen.
Mal sehen. Keine Ahnung.
Okay, wir kommen zu den letzten Fragen. Zur Schnellfragerunde.
S oder B? Es kommt drauf an, wo. Na, ich würde schon sagen, B.
Okay. Was würdest du gerne mal machen? Hast dich bislang nicht getraut.
Allein in Urlaub zu fahren. Okay. Ist schon länger ein Gedanke und ich merke aber, es kostet Überwindung, das zu machen.
Und wo wird es hingehen?
Ganz egal.
Ist egal. Welchen Film bzw. welches Buch sollte man mal geschaut oder gelesen haben?
Film muss ich jetzt mit Herr der Ringe gehen. Okay. Es ist einfach einer meiner Lieblingsfilme. Also die ganze Trilogie, ist meiner Meinung nach einfach ein großartiger Film, weil er so mit so viel Liebe zum Detail gemacht ist. Man muss dafür kein Fantasy-Fan sein. Also wenn jemand von euch auch den Film noch nie gesehen hat, schaut ihn euch wenigstens wegen der Musik an.
Wegen der Musik und den Landschaftsaufnahmen. Und allein da kann man schon sehr viel rausziehen. Und ein Buch? Da habe ich jetzt nicht wirklich einen konkreten Tipp. Ich mag sehr den Autor Carlos Ruiz Safon, spanischer Autor. Zum Beispiel das Buch Marina. Also er beschreibt sehr eindrücklich, zum Beispiel so Städte wie Barcelona.
Und das waren für mich so Bücher, die mich sehr emotional, sehr, mich emotional sehr involviert haben, einfach ob ich gemerkt habe, das reißt mich irgendwie mit. Und es ist sehr, es sind eher schöne, traurige Geschichten auch eher viel melancholisch. Ich würde auch sagen, dass ich selbst auch eher ein melancholischer Typ bin.
Oder ja, zugänglich dafür bin. Deswegen, vielleicht gefällt mir es deswegen auch so gut.
Würdest dich, das fällt mir gerade so ein, wird es dich reizen, auch mal mit anderer Volksmusik sich auseinanderzusetzen und dann irgendwie einfließen zu lassen? Also spanische Volksmusik, da gibt es ja auch ganz abgefahrene Sachen.
Voll, also ich höre das gerne, wenn das authentisch ist und wenn es jemand sehr gut macht. Ich habe selber jetzt nicht den Anreiz bisher gespürt, dass ich sage, ich muss mir woanders her, Einflüsse holen und dann das auch irgendwie einfließen zu lassen. Da gibt es auch Leute, die machen das schon, aber ja, wenn das gut gemacht ist, alles gut.
Ich persönlich bin nicht der beste Fan dann von. Es gibt ja alles schon in Richtung neue Volksmusik und so weiter. Aber momentan finde ich noch genug Reiz darin, quasi die Authentizität, Authentizität zu finden und zu suchen in der Volksmusik, die wir haben und da alles rauszuholen.
Welche Aufnahme sollte man sich mal angehört haben? Darf ich mehrere Sachen sagen? Du darfst auch gerne mehrere Sachen.
Habe ich vorher schon erwähnt, aber natürlich, wenn es um Volksmusik geht, Olpenlandler, also Alpenlandler, die erste CD, die rote CD. Okay. Das ganze Album habe ich mehrfach sehr, sehr, sehr oft gehört. Es gibt für mich wenig Alben, die ich immer, immer wieder durchhören kann, ohne dass es Stellen oder Stücke gibt, die mich mit der Zeit nerven.
Und das ist aber eins der Alben, wo das nicht so ist, wo ich es einfach immer wieder hören kann. Auch für alle Blasmusiker hört euch das unbedingt mal an, dass es wirklich Danzelmusik auf allerhöchsten Niveau mit einer wahnsinnigen Klangschönheit gespielt, was mich als Klassiker jetzt wieder begeistert.
Super stilistisch vom Timing her, total perfekt und superschöne Melodien, wahnsinnig tolle Stücke und super gespielt.
Okay.
Genau, und sonst hätte ich dann eher was so aus dem Jazzbereich. Und zwar, was ich sehr gern immer gehört habe, was nicht so viele kennen, ist Maria Schneider Jazz Orchestra. Cool. Und Maria Schneider Orchestra ist wirklich ein Jazzorchester, weil sie selber komponiert so Stücke, die mehr sehr lange Werke fast schon sind, fast wie Symphonien.
Und die hat wahnsinnig gute Musiker, die einfach total schön spielen alle. Die klingen auch wieder sehr gut. Also ich glaube, mich fasziniert immer, wenn jemand, wenn irgendwas sehr schön klingt. Und zum Beispiel das Album Concert in the Garden.
Das kenne ich nicht.
Da gibt es ein Stück, das letzte, das ist auch sehr lang, ich glaube, es dauert ungefähr 20 Minuten. Buleria Solia Irumba. Und das ist wirklich so ein Werk, was einen auch mitnimmt auf so eine Reise. Und du kannst es 20 Minuten anhören und da total wie eine spannende Geschichte eintauchen und mitfiebern.
Und es ist eine große Empfehlung, das mal anzuhören.
Das werde ich gleich heute Abend mal machen.
Gibt es allerdings nicht auf Spotify. Dann werde ich es heute Abend wohl nicht machen. Was es auf Spotify gibt, ist, glaube ich, das zweite Stück auf dem Album Choro Danzado. Aber warum gibt es das nicht auf dem Stream? Weil Maria Schneider ist, glaube ich, eine Künstlerin, die sich sehr gegen dieses ganze Spotify.
Das heißt, ich müsste die CD mit Tateli bestellen.
Genau, genau. Sie hat doch immer wieder, glaube ich, angeprangert. Natürlich auch zu Recht quasi als Künstler nicht unbedingt sehr fair von Spotify behandelt zu werden und so weiter. Und hat, glaube ich, deswegen viele Alben eben einfach selber aufgenommen und vertreibt sie auch selber. Aber es gibt so ein so eine Art Best-of oder Essentials Album auf Spotify und ich glaube, da ist ein Stück drauf aus Concert in the Garden.
Was auch super cool ist, wahnsinnig schönes Tenorsaxophon-Solo von Rich Perry. Klingt wahnsinnig schön, der Typ. Ganz eigen. Und ich muss noch was sagen, es tut mir leid. Gerne. Wirklich eine einzelne Aufnahme. Someday My Prince will come von Miles Davis vom gleichnamigen Album. Weil es gibt noch diese Geschichte, ich weiß nicht, ob sie stimmt, man kann es hören, glaube ich.
Es gibt diese Geschichte, dass während der Aufnahme John Coltrane ins Studio kam und Miles ihm quasi signalisiert hat, er soll doch schnell auspacken und noch einen Chorus spielen. Und weil er ist eigentlich auf dem Album nicht drauf. Das spielt eigentlich Hank Mobley, ist der andere Tenorsaxonist. Und man kann es hören, weil sie sind in der Gruppe, sie haben alle ihre Soli gespielt, dann kommt wie das Thema und sie sind schon so in dieser Bridge Richtung Outro.
Und dann kommt das Tenor-Solo von Coltrane. Und ich habe das Solo immer geliebt früher. Oder immer noch, mich begeistert es total, wie er in ganz typischer Coltrane-Manier ist, also wo du das Gefühl hast, er spielt einfach wahnsinnig schnell ganz viele Töne, aber er umspielt so logisch die Harmonien und die Akkorde und auch wieder dann beginnt und endet total melodisch.
Das hat mich total fasziniert immer. Das finde ich eins der besten Soli eigentlich von ihm. Deswegen auch diese Aufnahme.
Okay, da hat man ein bisschen was zu hören, das ist gut. Sehr schön. Abschließend deine Privatmünsche und die Wünsche für die Blasmusikszene.
Ja, für die Blasmusikszene, es fallen mir mehrere Sachen ein. Ich glaube, was auch schon öfter gesagt wurde bei dir, war dieses ein bisschen wegkommen vom Höher, schneller, weiter. Oder zum Beispiel, dass von Seiten der Zuhörerschaft auch geschätzt wird, wenn vielleicht jemand was spielt, was man noch nicht kennt oder nicht so gut kennt.
Und ja, dann nehmen wir noch das ganze Klarinettenthema vielleicht für die Blasenmusik Klarinettenwelt. Ja, dass wir vielleicht irgendwann mal wieder ein bisschen rauskommen aus dem Loch und auch aus dem Image, was wir oft haben, das uns eigentlich mehr oder weniger fast überflüssig macht und auch in vielen Besetzungen dann einfach schon der Klarinettensatz rausfliegt.
Wir müssen natürlich selber dafür auch was tun. Und zeigen, dass es auch eine Bereicherung sein kann, einen guten Klarinettensatz zu haben. Ah, mir fällt noch ein Wunsch ein, was mir persönlich ein Anliegen ist, ich würde mir noch wünschen, dass sich die ganze Blasmusik und Volksmusikszene auch schafft, sich zu distanzieren von nationalistischen, populistischen Parteien oder Denkweisen oder dem Image davon.
Weil ich glaube, dass leider viele Menschen, ich sage jetzt mal auch außerhalb von Bayern, das schnell verknüpft wird von, ah, okay, du hast Liederhosen an. Wahrscheinlich bist du auch AfD-Wähler. Ich glaube, dass das doch existiert und mir ist einfach sehr wichtig, das zu zeigen, dass das miteinander überhaupt nichts zu tun hat.
Also dass man, dass einem Tradition und Tracht und diese Musik wichtig sein kann und man dafür brennt, aber man gleichzeitig total offen sein kann und nicht auf nationalistische Art und Weise denkt.
Das finde ich eigentlich ein sehr schönes Schlusswort. Wenn man deine privaten Wünsche noch nicht.
Ich wünsche mir, dass ich vielleicht doch in nächster Zeit bald mal ein Zuhause habe, was sich nach daheim anfühlt. Weil es natürlich durch Studium diverse Zeitverträge, man ist immer nur für einen kurzen Zeitraum an dem Ort. Und es ist jetzt auch wieder so. Ich wohne in München, ich spiele in Salzburg, bin noch ab und zu in Weilheim.
Man ist immer so zerrissen zwischen mehreren Orten. Und ich merke schon langsam, dass ich zwar gern unterwegs bin, aber ich hätte gern einen Ort, wo ich weiß. Das fühlt sich nach daheim an. Das ist so ein bisschen die Basis, da bin ich daheim. Ja, das wäre eigentlich irgendwann mal ganz schön.
Dann hoffe ich mal, dass du das bald findest. Ich sage danke, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du extra nach Mainz gefahren bist. Vielen lieben Dank. Das war Fidelis Edelmann und ich habe nach dem Gespräch auch wieder gemerkt, wie schön ich das eigentlich finde, live vor Ort mit den Menschen direkt zu sprechen und nicht nur per Zoom, weil da ist die Atmosphäre, das Feeling doch irgendwie anders.
Ein Satz ist tatsächlich bis heute noch hängen geblieben. Dieses A, ich habe das meiste erwischt, finde ich irgendwie total schön zu sehen, dass es auch Profis immer wieder so geht, dass der Versuch zwar da ist, perfekt zu spielen, aber es doch viel um Freude, um Spaß geht. Und auch da Dinge mal nicht 100% stimmen oder liegen gelassen werden.
Auch wenn man das wie ich im Konzert gar nicht merkt. Aber diesen Anspruch zu haben, ich versuche mein Bestes und naja, wenn nicht, dann ist es auch mal okay. Fand ich ganz schön und der Satz resoniert gerade mit mir. Wohin das so führt und was das mit meinem Spiel macht, das werden wir mal sehen. Was hat euch an der Folge gefallen?
Gab es auch irgendwas, das euch angesprochen hat? Und wie seht ihr das mit den Klarinetten in der Blasmusik-Szene? Sind die wirklich unterfordert? Macht es euch als Klarettist eigentlich wirklich Spaß, die ganze Zeit, gerade in der böhmischen Blasmusik, Verzierung zu spielen? Oder würdet ihr euch wünschen, wenn da auch mehr zu tun wäre?
Ich freue mich, wenn ihr mir Feedback zu der Folge gebt, wenn ihr die Folge gern empfiehlt. Wenn ihr weiterhören wollt, habe ich noch einen Tipp für euch, nämlich noch zwei Klarinettisten. Einmal Matthias Schorn, mit dem habe ich auch ganz viel über das Musikmachen, über Lust am Musik machen gesprochen.
Und mit Frederik Alvarado Dupuis, der Kleinetist von Federspiel. Auch da geht es ganz viel über Volksmusik, über Klarinettes Spielen, über den Blick auf die Musik an sich. Ich würde mich freuen, wenn ihr den Podcast unterstützt. Abonniert ihn. Die Links für Newsletter und den Musiktipps von Fideles findet ihr in den Shownotes.
Ich bedanke mich bei meinen Supportern, Buffet Grampant, der Wurzok Academy und der Konzertmeister-App bei Dirk Mattes für die Musik, bei Leandermachern für den Schnitt. Und ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Macht's gut, euer Andi.