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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast

PBC Neuro: Vegetative Funktionen, Homöostase und Schlaf

Montag, 24. November 2025 · 1 h 02

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Shownotes

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Achterbahn durch die Neurologie
- Das Leben ist manchmal ein ganz schöner Ritt. Was ein Glück hält unser Gehirn bei den wichtigsten Dingen meist die Balance, dass uns System nicht aus dem Ruder gerät. Aber auch das beste System braucht Erholung. Am Ende unserer Achterbahn legen wir uns zur Ruh' und machen unsere Äuglein zu.
Hört rein und viel Spaß
Euer Tim, Favian und Leo

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Dann habt ihr jetzt Gammawellen. Ihr merkt euch OMG wie Oma Gamma. Die haben dann so circa bei 30 Haus gemacht. Wieder dieses Haus gemacht.

So, liebe Freunde der Sonne, hallo und herzlich willkommen zu Siedlungsinversus, der Folkling Podcast. Heute gehen wir in die Nero 6. Hier in unserem Skript ist oben drüber immer ein schönes random Bild, was der dir das Skript von der Person aussucht. Und heute ist es eine schlafende Katze.

Die liegt unter so einer Decke, sieht sehr cute.

Also es ist auf jeden Fall sehr, sehr knuffig. Am Ende des Tages geht es nämlich da auch darum, weil heute die Schlafexperten im Studio sind Fabian und Tim mit mir hier.

Soll ich wieder den Schnarcher auf hingeguckt?

Da kriege ich direkt Flugdruck. Genau, also wir gehen einmal durchs vegetative Nervensystem, Homöostase und Schlaf. Das ist der Titel der heutigen Folge. Weil wir können ja unseren Körper steuern, glücklicherweise. Und in ganz, ganz vielen von den letzten hundert Folgen kam das schon vor, dass das vegetative Nervensystem und auch andere Systeme Körperzellen steuern.

Und das wollen wir jetzt hier quasi nochmal zusammenbringen, wollen euch über das vegetative Nervensystem berichten, also die Signalübermittlung über Land, quasi die Fernstreckenleitung, wo es schnell gehen muss, über hypothalamische Funktionen, was dann primär im endokrinen System endet, was sozusagen die Kommunikation bei dem Flussweg ist, sodass es am Ende auch bei jeder einzelnen Zelle ankommt und somit nochmal quasi die und auch die Schnittstellen dieser beiden Systeme zusammenfassen, wie wir eigentlich unseren Körper fernsteuern können, von oben raus quasi.

Und als Krönung dann am Ende nochmal über das EEG zu sprechen und wie und warum das beim Schlaf relevant ist. Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen.

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Genau, also fürs Endokrine-System an der Stelle auch nochmal in unsere letzten vier Folgen zum Thema Endokrinologie. Und heute wollen wir uns eben anschauen, was da quasi über Kabel so alles gesendet wird. Und es ist wirklich ein super spannendes Thema, weil es irgendwie alles integriert und steuert, was wir in unserem Leben so machen, sagen, denken, fühlen, zum Teil wahrscheinlich auch.

Und deswegen wollen wir mal mit der groben Einteilung starten des Nervensystems. Und zwar kann man einmal nach Lage differenzieren in ein zentrales Nervensystem, zu dem gehören das Gehirn und das Rückenmark. Und dann gibt es noch das Periphere, das quasi einfach alles andere, also periphere Nerven, wie zum Beispiel die Hirnnerven, die dazugehören, die Spinalganglien oder auch ein periphere Nerv, wie der Nervus radialis.

Dann kann man auch noch nach Funktionen unterscheiden im Nervensystem und zwar einmal das somatische Nervensystem, das steckt ja irgendwie schon im Namen, so mit dem Körper. Und das sind alles bewusste und willkürliche Vorgänge, die darüber gesteuert werden. Also zum Beispiel die Skelettmuskulatur oder auch bewusste Sinneseindrücke, die wir so wahrnehmen werden über das somatische Nervensystem.

Versickt die Informationen. Dann gibt es das vegetative Nervensystem, das soll uns heute groß beschäftigen. Das nennt man auch autonomes Nervensystem, eben weil es gerade vor allem unbewusst vor sich geht und deswegen mehr oder weniger automatisch, daher wahrscheinlich der Name autonom. Und da werden die ganzen inneren Organfunktionen gesteuert und sehr relevante Vorgänge wie die Herzaktivität, die Atmung oder auch sowas wie Drüsensekretion, da muss man jetzt nicht groß drüber nachdenken, das läuft einfach so.

Und dann um den Rahmen noch zu schließen, gibt es das enterische Nervensystem, rückt auch in der Forschung immer weiter gerade irgendwie als eigenständiger Player so ins Bewusstsein und das ist vor allem für den Verdauungstrakt zuständig und wird irgendwie grob schon auch noch vom ZNS-Zentrales Nervensystem beeinflusst, aber ist nochmal irgendwie so als eigener Verdauungsplayer sozusagen zu sehen.

Jetzt heute aber eben der Fokus auf das vegetative Nervensystem.

Beim vegetativen Nervensystem kann man auf jeden Fall grundsätzlich zwei Schenkler unterscheiden. Es ist letztendlich so ein antagonistisches System mit zwei Playern, die die Waage in die eine oder andere Richtung. Das vegetative Nervensystem ist relativ. Und das sind einmal und der Sympathikus ist was, das aktiviert uns, ja, das versetzt Körper und Geist in Leistungsbereitschaft, so dieses klasse Fight or Flight, wenn der Tiger mir gegenübersteht, wo ich dann anfange zu rennen oder wenn ich motiviert bin, zu kämpfen.

Und auf der anderen Seite hätten wir natürlich den Parasympathikus, das ist dann eher, wenn ich zurück im Lager bin, ja, und mich erhole, was zu mir nehme, was esse, eine Ruhephase einlege. Der Parasympathikus ist für Rest and Digest wichtig. Und in diesem ganzen System gibt es zwei wichtige Transmitter, Acetycholin für beide Schenkel und Adrenalin und Noradrenalin nochmal spezifisch im sympatischen Schenkel.

Und damit starten wir direkt rein, machen einen Kopfsprung in unser vegetatives Nervensystem und in dessen Verschaltungsarchitektur. Und da sind immer zwei Neurone involviert, um unser Signal bis zum Ziel zu bringen. Man kann sich ja jetzt fragen, okay, warum macht sich die Natur diesen Aufwand, da zwei Neurone reinzupacken?

Der Sinn ist letztlich der, dass wir dadurch einen Divergenzeffekt bekommen. Also ein Neuron, was eine Info aus dem zentralen Nervensystem führt, kann dadurch auf so im Schnitt 15 bis 20 Postganglionäre, also nach der Umschaltung befindliche Neurone verschalten. Und dadurch können wir die Komplexität in der Funktionalität im Körper gewährleisten.

Ein Extrembeispiel dafür wäre zum Beispiel das Ganglion cervikalisu. Da verschaltet ein präganglionäres Neuron auf 176 postganglionäre Axone, was schon ziemlich heftig ist oder Neurone. Und so kann zum Beispiel dann über dieses Ganglion gleichzeitig Augen, Gefäßfunktion und Schweißdrüsen können gesteuert werden.

Okay, also es geht jetzt immer um unsere zwei Neurone. Das erste davon, da liegt der Zellkörper noch im Z DNS. Beim Parasympathikus liegt er im Hirnstamm oder im sakralen Rückenmark. Beim Sympathikus, da liegt er sozusagen überall da, wo der Parasympathikus im Rückenmark nicht liegt, und zwar im Seitenhorn des Rückenmarks.

So, und jetzt wird, haben wir ja schon gerade gehört, irgendwas umgeschaltet und diese Umschaltstationen, das sind unsere vegetativen Ganglione. Das kann man sich vorstellen wie so ein Nervenknoten. Und in denen werden über multipolare Neurone oder Ganglienzellen genannt, eben die Signale umgeschaltet auf unsere zweite Station, um sie dann weiter nach Peripher zu übertragen.

Und im Falle vom Sympathikus, da liegen diese Ganglien, unsere Umschaltstationen eben für den Thoraxraum eher organfern. Und alles, was dann so in den Bauchraum und ins Becken geht, da liegen die Ganglione eher organnah. So kann man sich es, glaube ich, ganz gut einteilen. So, und dann gibt es einmal eben paravertebrale Grenzstrangganglien, also die mehr oder weniger neben der Wirbelsäule liegen.

Die anatomische Bezeichnung hier wäre auch Truncosympathikus. Und das sind eben 22 paarig angelegte Ganglien, wo das erste präganglionäre Neuron auf das postganglionäre zweite Neuron des Sympathikus umgeschaltet wird, um dann die Beckenorgane. Beziehungsweise in dem Fall, sorry, nicht die Beckenorgane, sondern eben den Thoraxraum zu versorgen.

Weil nämlich wir haben auch noch die prävertebralen Ganglien und die liegen eher so um die großen Gefäße eben im Bauchraum herum und da werden die Signale umgeschaltet, die der Sympathikus in den Bauch- und Beckenraum senden will. Beim Parasympathikus ist es etwas intuitiver, da liegen die Ganglien vor allem organnah und manchmal sogar intramural in der Organwand der Zielorgane letzten Endes drin.

Genau. Und unser zweiter Zellkörper, der also in den vegetativen Ganglien liegt, der schickt dann das Axon in Richtung Zielorgan, um da das Signal zu senden. Genau, große Ausnahme an der Stelle ist eigentlich nur das Nebennirrenmark. Das ist super interessant, weil da ist es letztlich, das direkte Erfolgsorgan ist gekoppelt mit dem ersten Neuron.

Also das liegt daran, dass das Nebennierenmark eben embryologisch und funktionell selber quasi ein Ganglion ist. Und deswegen innerviert an der Stelle der Sympathikus mit dem ersten Neuron direkt rein ins Nebenmark. Und die chromafinen Zellen da drin, die dann unser Adrenalin und Noradrenalin ausschütten, die sind letztlich das zweite Neuron.

Das heißt, da könnt ihr euch merken, da ist eigentlich der einzige Fall, wo das Ganglion für den Sympathikus wirklich im Endorgan selber drin liegt. Und Hintergrund ist da einfach die Zeitersparnis, dass wenn wir halt Stress haben und wir wollen schnell Adrenalin, Noradrenalin hochfahren, dann brauchen wir da nicht irgendwie den Zeitverlust durch Verschaltung, sondern wollen das direkt in das Organ letztlich selber reinschicken.

So, jetzt reden wir auch immer kurz nochmal über so klinische Sachen, ja, was kann auf dem Weg schief gehen. Und ein so Syndrom, was man gerne lernt, was relativ, ja, es ist irgendwie auch relativ intuitiv, was da passiert, ist das Horner-Syndrom. Das Horner-Syndrom, da hat man eine Störung des Sympathikus, zum Beispiel durch einen Tumor auf Höhe des Seitenhorns bei C8 bis TH2, also im tiefen, zerbikalen, hohen, thoradkalen Rückenmark, wo ja, wie gesagt, erste Neurone des Sympathikus liegen.

Und was dann passiert, wenn es beeinflusst wird, kann man sich eigentlich ganz gut herleiten. Wir stellen uns nochmal den Tiger vor, der vor mir steht. Was passiert? Ich reiß die Augen auf, ja, und zusätzlich fange ich wahrscheinlich an zu schwitzen und dann renne ich weg. Und was bei Horne-Syndrom passiert, ist einmal eine Pupillenverengung, also eine Miosis, eine Ptosis, Ptosis, also der Lithheber funktioniert nicht richtig.

Ich habe quasi immer so ein leicht geschlossenes Auge. Der Lithheber ist dieser Musculus tasalis superior, der wird sympathisch innerviert. Und dann kommt noch dazu ein Enophthalmus, weil der Musculus orbitalis eben auch teilweise sympathisch innerviert wird. Das heißt, es sieht so aus, als würde mein Augapfel quasi hervorstehen aus der Augenhöhle.

Und außerdem, wie gesagt, Schwitzen hat mir erwähnt, kann oft noch eine Anhetrosis dazukommen, also eben eine ausbleibende Schweißbildung. Und gleichzeitig überwiegt natürlich der Parasympathikus mit dem, was er sonst tut. Genau. Und Miosis, diese Pupillenverengung, das liegt eben auch wieder daran, wie die Cilliarmuskulatur innerviert ist.

So, jetzt hatte ich gerade vorhin schon erwähnt, dass wir so zwei relevante Neurotransmitter, vor allem in dem ganzen System haben. Gehen wir quasi wieder zurück auf die grundsätzliche Beschreibung von Sympathikus und Parasympathikus. Und beim Parasympathikus ist das Ganze relativ einfach. Es gibt ja einmal die Umschaltung vom ersten aufs zweite Neuron und dann das Zielorgan, wo auch nochmal natürlich Neurotransmitter ausgeschüttet werden.

Und das läuft alles Cholinerg ab, also mit Acetylcholin. Und auf der anderen Seite im Sympathikus ist es so, dass die Verschaltung vom ersten aufs zweite Neuron Cholinerg ist, aber dann am Zielorgan findet die Verschaltung Adrenerg statt. Also vom zweiten Neuron aufs Zielorgan haben wir dann eine Adrenalin- bzw.

Noradrenalin-Ausschüttung. Ausnahme sind die Schweißdrüsen. Da hat man auch postganglionär eine cholinerge Ausschüttung, obwohl die sympathisch enerviert sind. Was dann pharmakologisch manchmal interessant wird. Je nachdem, welchen Rezeptor man dann halt zum Beispiel hemmt, hemmt man vielleicht cholinärge Rezeptoren, ist eben trotzdem auch diese eine sympathische Funktion mit betroffen, weil die eben Cholinerg vermittelt wird.

Die spannende Frage ist jetzt natürlich, okay, Neurotransmitter schön und gut, aber wie wirken die eigentlich und woran binden die so? Und auch da haben wir wieder zwei entscheidende Rezeptortypen. Wir starten einmal rein mit denen für das Acetylcholin und das sind unsere Cholinorezeptoren. Da können wir unterscheiden in Nikotinerge auf der einen Seite.

Das sind ligandengesteuerte Ionenkanäle, wo also über Natriumeinstrom dann eine Membrandepolarisation hervorgerufen wird und so letzten Endes das Signal dann weitergegeben wird, weil die Zelle depolarisiert. Wo kommen diese Nikotinergen, da muss ja, der Name muss ja eigentlich daher kommen, dass Nikotin da auch dran binden kann, aber wo kommen die denn nochmal so vor jetzt?

Und die sind auf der Membran aller postganglionären Neurone des vegetativen Nervensystems zu finden. So, und auf der anderen Seite haben wir dann noch die muskarinärgen Chulinorezeptoren. Die wiederum sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren, ja, die sind so ein Ticken langsamer, aber können dafür komplexere Funktionen ausführen.

Und zwar funktionieren die ja nochmal so, dass nach der Acetylcholin-Bindung dann eine Second Messenger-Kaskade ausgelöst wird. Und je nach Rezeptortyp, also ob das ein GQ-gekoppelter Rezeptor oder ein GI gekoppelter Rezeptor ist, wird dann im Falle vom GQ-gekoppelten Rezeptor ein Ca2-Plus-Calciumeinstrom hervorgerufen wird, der die Zelle depolarisiert und dann zu einer Transmitterfreisetzung führt.

Oder bei den GI gekoppelten fitt ein K-Plus-Ausstrom statt, der die Zelle hyperpolarisiert in die andere Richtung und damit dann eher ein hemmendes Signal sendet. So, und je nach Rezeptor-Subtyp können eben unterschiedliche Funktionen vermittelt werden und das sind M1 bis M5, so werden die durchklassifiziert, die Chulinorezeptoren.

Und die könnt ihr euch einfach so merken, dass ein Schwein ja Quick-Quick macht und so nämlich dann QI, QI, Q von 1 nach M5. There you go. So, und wo kommen unsere schönen Muscarinenrezeptoren jetzt vor? Die kommen an den Zielorganen des Parasympathikus vor und beim Parasympathikus nur auf den postganglionären, also auf Schweißdrüsen nach postganglionärem Signal.

Wir hatten ja gerade von Tim, dass die Schweißdrüsen eine Ausnahme sind. Also merkt euch, Schweißdrüsen haben auch muskarinärge Cholinorezeptoren.

Genau, und jetzt fehlen natürlich noch die Rezeptoren des Sympathikus. Und wie gesagt, wir hatten ja gesagt, es gibt zwei Neurone. Das erste schaltet ganglionär aufs zweite um, das funktioniert cholinärk. Und dann schaltet aber das zweite Neuron, hat ja auch ein Axon, was dann Adrenalin bzw. Noradrenalin ausschüttet.

Und das wirkt dann auf Rezeptoren am Zielorgan. Und diese Rezeptoren, an die Adrenalin bindet, heißen Adrenozeptoren. Und auch das sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren, die sind entweder GQ, GI oder GS gekoppelt. Mal ganz kurz nochmal als Erinnerung, dazu haben wir auch schon Folgen, zum Beispiel Physiologie Basics 2, wo wir schon mal ganz viel über G-Proteine geredet haben, wenn ihr nochmal ein Reminder haben möchtet.

Aber wie gesagt, GQ, GI oder GS. GQ ist, was Fabian gerade schon erwähnt hat, da geht es vor allem um einen Calciumeinstrom und dann Downstream auch um Aktivierung von Phospholipase C und PKC und so weiter. Und GS und GI sind mehr oder weniger Gegenspiele. GS führt letztendlich dazu, dass die CAMP-Konzentration und die Proteinkinase A-Aktivität in der Zelle steigt und GI ist genau dagegen gerichtet und reguliert das Ganze runter.

Damit sehen wir schon, dass quasi Adrenalin je nach Rezeptor komplett unterschiedliche Effekte innerhalb der Zelle haben kann. Also am Ende ist nicht entscheidend, was ich aussende, sozusagen als Botenstoff, sondern es ist viel entscheidender, was mein Effektororgan oder der Empfänger eben an Rezeptoren da hat.

Er redet auch erstaunlich an Kommunikation grundsätzlich. Also es kommt viel mehr drauf an, was da auf der Zellmembran vorliegt, als darauf, was am Ende ausgesendet wird. Und man kann sich merken, welche Adrinozeptoren was vermitteln, indem man sich die Merkhilfe KISS zu Gemüte führt. Und da gibt es einen QISS.

Und zwar steht das für Alpha 1 ist GQ gekoppelt, Alpha 2 ist GI gekoppelt und Beta 1 bis 3 sind GS gekoppelt.

Aber mit deinem Input gerade meinst du so ein bisschen quasi das, was man hören will, kommt auch an? So nach dem Motto, wenn der Empfänger oder die Empfängerin mit bestimmten Rezeptoren kommunikativ geprimed ist, dann versteht sie es auch so das Signal, was da kommt.

Ja, so ungefähr. Also es kommt, wie gesagt, das kommt nicht nur darauf an, ob ich Adrenalin ausschütte oder Acetylcholin oder was auch immer, sondern es kommt viel mehr darauf an, was liegen denn für Rezeptoren vor. Und welche Rezeptoren vorliegen, hängt natürlich einerseits davon ab, in welchem Organ wir uns befinden.

Und andererseits gibt es natürlich dann auch zum Teil so ein bisschen komplexere Mechanismen, wo Teile dann was GI gekoppeltes haben, Teile aus GS gekoppeltes und so weiter.

Ja, übrigens noch, was mir noch eingefallen ist, fand ich immer super verwirrend, wenn man sich über diese Architektur vom vegetativen Nervensystem irgendwie Gedanken macht, was irgendwie der Unterschied ist zwischen einem Plexus und einem Ganglion. Also das ist schon so, dass Ganglione einfach die Umschaltstelle sind vom Prä- aufs postganglionäre Neuron.

Aber solche Plexus sind letztlich, müsst ihr euch vorstellen, wie so Güterbahnhöfe, wo so Nervenfasern zusammenlaufen und dann in unterschiedliche Richtungen quasi wieder weggesendet werden. Aber da findet, soweit ich weiß, eigentlich keine Umschaltung statt. Genau, also es ist schon ein Unterschied zwischen Nexus und Gangern.

Und Ganglien sind immer quasi Neuronen, Zellkörper außerhalb des ZNS, die sich aber quasi in einer Struktur zusammenfinden.

Genau. Also man kann sagen, Plexus sind Gruppen von Nervenfasern und Ganglione sind Gruppen von Zellkörpern. Genau.

So, und das soweit zu der Architektur unserer Funktionen, unserer Überlandstraßenfernleitungen des vegetativen Nervensystems. Wer vegetatives Nervensystem sagt, muss auch Hypobarbo sagen. Um mal Fabian Tier zu zitieren.

Ach stimmt, hatten wir denn da. Aber jetzt nicht zu viel verraten, weil wir haben nämlich ja jetzt die Frage, wir wechseln es eine Ebene höher und fragen uns, wer steuert denn das Ganze? Genau. Alles Tiergott. Wer ist Gott? Nee, so deep soll es jetzt mal hier nicht werden. Wir wechseln jetzt eine Ebene höher zum Gehirn und stellen da an euch zunächst mal die Frage, welche dieser drei Gehirnregionen, die ich gleich aufzähle, steuert denn so fundamentale Körperfunktionen?

Ist es A der Hippocampus, B der Hypothalamus oder C, der präfrontale Kortex doch eher? Einmal kurz nochmal rauskramen. Yes, es ist B der Hypothalamus und da wollen wir euch jetzt einen kleinen Input zugeben. Zunächst mal mit der anatomischen Lage. Der Hypothalamus liegt im Zwischenhirn. Und dieses Zwischenhirn wiederum liegt zwischen dem Hirnstamm und dem Großhirn.

Deswegen heißt es wahrscheinlich auch so. Und umschließt da den dritten Ventrikel. Das Zwischenhirn besteht aus verschiedenen Nuklei und Korpora und da werden diese ganzen wichtigen Informationen reguliert. Und. Das Zwischenhirn ist so ein richtiger Integrator und interagiert mit ganz vielen anderen Bereichen des Gehirns.

Und unser angesprochener Hypothalamus liegt jetzt kaudal des Thalamus im Zwischenhirn und bildet da den Boden des dritten Ventrikels. Und anatomisch besteht sonst der Hypothalamus noch aus drei Kerngruppen, nämlich einer vorderen, einer mittleren und einer hinteren, zu denen euch Tim jetzt abholt.

Ja, mit der dürfte ich mich in meiner Doktorarbeit zu viel beschäftigen. Vor allem mit der vorderen Kerngruppe. Da gibt es einmal den Nucleus supraopticus, da gibt es Vasopressin oder ADH, also antidiuretisches Hormon, Neurone, das ist das Gleiche, und auch Oxytocinneurone, die halt die jeweiligen Funktionen haben.

Also einerseits über ADH wird ja so Wasser- und Elektrolyschhaushalt letztendlich mit kontrolliert. Dazu gern nochmal bei PWC-Nere 4 reinhören. Und über Oxytocin, wenn ja einerseits so körperliche Sachen steuert, so Uteruskontraktion, so Laktation und ähnliches, andererseits natürlich Sozialverhalten und ähnliches beeinflusst.

Kuschelhormonen. Genau, aber auch nicht immer, auch nicht immer. Also erhöht einfach die Salienz quasi für soziale Reize. Und neben dem superoptischen Nukleus gibt es noch ein anderen Nukleus, wo auch Oxrozin und Vasopressin-Neuronen, aber auch noch ganz viele andere drin liegen. Das ist der Nukleus paraventricularis, der PVN.

Und da gibt es auch so wirklich ganz viele verschiedene Neurone. Einerseits, wie gesagt, ADH und Oxrozin-Neure, die sind vor allem magnozellulär, relativ groß, haben dann so lange Axone, die bis in die Hypophyse reinhaken, in die Neurohypophyse und dann da das Ganze ausschütten. Und auf der anderen Seite gibt es parozelluläre Neurone, die entweder eher so eine feinere Steuerfunktion haben oder eben auch die hypothalamischen Steuerhormone produzieren, so etwas wie Somatostatin, TRH, CRH und so weiter und damit eben die Adenohypophyse beeinflussen und damit letztendlich diese neuroendokrine Kopplung mit dem Hormonsystem machen.

Und dieser PVN ist wirklich das mit Abstand am besten verstandenste Kerngebiet und wird auch so grundsätzlich als Modell für diese ganzen homöostatischen Funktionen des Hypothalamus hergenommen. Dann haben wir als ein außerdem noch relativ gut beschriebenes Kerngebiet den Nucleus suprachiasmaticus, immer noch in der vorderen Kerngruppe.

Der ist für diese innere Uhr, den zirkardianen Rhythmus, verantwortlich, liegt direkt oberhalb des Chiasmaoptikum und bekommt auch unter anderem aus der Retina, aus diesen spezialisierten Ganglienzellen Afferenzen, mit denen man quasi gesagt bekommt, ist es gerade hell oder dunkel, wodurch der zirkardiane Rhythmus beeinflusst wird.

Weil glücklicherweise, wenn man irgendwie, keine Ahnung, in eine andere Zeitzone kommt, dann kann man sich da ja auch dran gewöhnen und dafür gibt es eben diese Verbindung. Gut, dann wir bleiben immer noch in der vorderen Kerngruppe, das ist mit Abstand die größte. Es gibt nämlich noch die sogenannten Nuklei Präoptici und die sind in der Thermoregulation und zur Sexualfunktion beteiligt und auf die Thermoregulation gehen wir auch gleich nochmal kurz ein.

Wer vordere Kerngruppe sagt, muss auch hintere Kerngruppe sagen. Da liegen die Nuklei corpora marmillaria, die sind Teil des Papes-Neuronenkreis, hatten wir ja schon oder werden wir noch in der nächsten Folge Neuro 7 drüber reden. Die sind wichtig für Lernvorgänge, Sexualverhalten und auch allgemein für die Emotionsentstehung.

Und dann zwischen vordere und hinter Kerngruppe gibt es noch die mittlere Kerngruppe. Da vor allem bekannt Nucleus Aquatus und die Nuclei tuberalis. Die produzieren Releasing-Hormone auch für die Adenohypophyse. Und da würde ich auch nochmal verweisen auf die Endokrinologie I-Folge, wo wir über diese Hypothalamus-Hypophysen-Achsen reden.

Genau, und außerdem ist der Nucleus Aquatus relevant in der Steuerung der Nahrungsaufnahme. Auch darauf gehen wir später nochmal ein. Und letztes Kerngebiet ist der Nucleus tuberomaris. Auch da wird gemeinsam mit dem Nucleus suprachiasmaticus der zirkaniane Rhythmus mitgesteuert. Aber wenn ihr euch ein was merkt aus dieser gesamten Sache, ist der Nucleus paraventricularis in der vorderen Kerngruppe.

Und wir fassen an dieser Stelle auch nochmal kurz zusammen, dass der Hypothalamus ganz schön grundsätzliche Funktionen hat. Wir haben einmal die homöostatischen Funktionen, also sowas wie alles, was so in Balance irgendwie steht und was auch immer in so einem Regelkreis funktioniert, wo man irgendwie einen Reiz von außen bekommt oder eine Veränderung, eine Umweltanpassung und dann passen wir unseren Organismus daran an.

Beispiele dafür wären eben zum Beispiel der Energiehaushalt des Körpers, also wir verbrauchen Energie, wir führen Energie zu, wir haben den Wärmehaushalt, wir haben einen Flüssigkeitshaushalt und auch der zirkadiane Rhythmus wird vom Hypothalamus übernommen als Big Babo ganz oben in der zentralen Steuereinheit nehmt Kopf.

Was hat sich lange aufgebaut, auch der Satz? Das Headquarter. So, dann gibt es aber noch was anderes, super spannend, irgendwie Alostase ist nämlich dann im Gegensatz zur Homöostase die Anpassung an Stress. Also da ist gar nicht unbedingt das Ziel, alles irgendwie ausbalanciert zu halten und irgendwie schön ausgeglichen, sondern da wird richtig hochgefahren, damit wir auch bei Stress dieser erhöhten Anforderung gerecht werden können.

Und dann gibt es aber ja noch andere für das Überleben relevante Mechanismen, die der Hypothalamus steuert, nämlich auch sowas wie Aggression oder Fluchtverhalten. Ihr denkt an Fight of Flight und unseren Sympathikus. Auch die werden übernommen vom Hypothalamus und auch Vermehrung spielt eine Rolle für den Menschen.

Auch Brutpflege spielt eine Rolle. Ihr denkt an unsere Oxytocinmaus Tim Schubert die mir hier gerade gegenüber sitzt und zu dem Thema. Brutpflege. Nee, mal Oxytocin. Das ist doch das große Steckenpferd. Aber auch da sind eben viele Emotionen involviert und auch in der Entstehung von diesen Emotionen ist der Hypothalamus am Start da auch nochmal der Verweis an die Folge Neuro 7.

Genau, und als ausführende Arme steuert er ja einmal von oben runter das endokrine System, wie auch das autonome Nervensystem, beides jetzt nun von Cidos Inversus ausführlich beleuchtet in heutigen und vorangegangenen Folgen.

Genau, und jetzt ist natürlich die Frage, wie steuern wir das Ganze? Wie ist der Hypothalamus vernetzt? Und er ist wirklich super vernetzt. Also der bekommt erstmal Afferenzen aus ganz vielen Regionen. Nämlich erstens aus dem Kortex. Da gibt es einen ganz wichtigen Strang, den Fasciculus telencephalicus medialis oder das mediale Vorderhirnbündel.

Das ist nämlich ziemlich cool. Das verläuft von den Assoziationsarealen des Kortex, vom Frontalhirn über den Hypothalamus bis in den Hirnstamm. Also das verbindet wirklich Hirnregionen, die eigentlich auch ganz unterschiedliche Dinge machen und ist ein zentrales Element, unter anderem im Belohnungs- und Motivationssystem, aber auch darüber hinaus relevant.

Dann hat der Hypothalamus Afferenzen aus dem sogenannten limbischen System, darauf gehen wir in der nächsten Folge nochmal genauer ein. Da zum Beispiel über die Stria terminalis aus der Amygdala, eine Verbindung, die vor allem für Triebverhalten relevant ist. Und aus dem Hippocampus über den Phonix. Dann gibt es noch, wie gesagt, diese Afferenz aus der Netzhaut, die hatte ich schon erwähnt.

Es gibt diese retino-hypothalamischen Fasern zum Nucleus suprachiasmaticus, um eben nochmal von außen Schlafwachzyklen zu steuern. Übrigens auch ganz grundsätzlich dieser zirkardiane Rhythmus innerhalb der Zelle. Das ist ein super cooler Mechanismus, den man sich mal anschauen kann. Aber da gehen wir jetzt nicht mehr genauer drauf ein.

Plus der wird dann eben nochmal von außen zusätzlich beeinflusst. Dann bekommt der Hypothalamus nochmal viszerosensorische Afferenzen aus Hörnstamm und Rückenmark, vor allem über noch ein wichtiges Bündel, den Fasciculus longitudinalis posterior bzw. dorsalis, manchmal auch Schützbündel genannt, und das enthält sympathische und parasympathische Fasern.

Und zusätzlich zu diesen ganzen neuronalen Afferenzen werden vor allem über die Neurohemalorgane bzw. die zirkoventrikulären Organe verschiedene humorale Informationen, also aus dem Blut, registriert. Ein kurzer Reminder: diese zirkoventrikulären Organe, die haben eine unterbrochene oder relativ durchlässige Bluthirnschranke.

Dazu zählen vor allem auch die Area postrema, Teile der Neurohypophyse, Epiphyse, Diplexuscoroidee und so weiter. Und eben manche von diesen zirkoventrikulären Organen sind dafür da, dass der Hypothalamus Informationen über den Zustand des Bluts erhält.

Das wäre jetzt so eine Verbindung zwischen vegetativen Nervensystemen und Endokrinensystemen eigentlich. Wo der Hypothalamus halt beides kann, ne? Wo er einmal Informationen ins Blut abgeben kann und auf der anderen Ebene kann er aber auch Sympathikus, Parasympathikus beeinflussen.

Ja, genau, genau, das ist so ein bisschen der Punkt und das ist auch so das Besondere am Hypothalamus, dass er eben beides macht. Und um beides zu machen, braucht er natürlich, darf er nicht nur Input bekommen, sondern muss auch irgendwie Output generieren. Und einerseits sind die meisten Verbindungen irgendwie reziprok.

Ja, also Efferenzen gibt es einerseits zum Cortex, auch wieder über Fasciculus telencephalicus medialis, Efferenzen gibt es auch zum limchen System, zu Amygdala, zum Hippocampus, zu den Corpora mamilaria und zum Nucleus anterioris thalami. Und über den Fasciculus longitudinalis posterior bzw. dorsalis, den ich ja gerade schon erwähnt hatte, geht es auch wieder raus aus dem Hypothalamus zu Hören, Stamm und Rückenmark.

Unter anderem zum Beispiel zum Nucleus dorsalis nervivagi und auch zum Nucleus ambiguus, wo dann Sympathikus und Parasympatikus moduliert werden können, quasi an ihren Ursprungsgebieten. Und auch da können dann Puls, Blutdruckatmung, Drüsen, Sekretation, Schwitzen und so weiter beeinflusst werden. Und zuletzt noch gibt es einen Output an die Formatio reticularis, die enthält dieses aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem und auch autonome Kerngebiete.

Also ihr seht, der Hypothalamus ist super vernetzt.

Ja. Und am Ende des Tages. Das Gewebegeworne LinkedIn. Das Gewebegewordene LinkedIn, oh mein Gott. Ja, ein bisschen schon. Und diese die homöostatischen Funktionen des Hypothalamus sind irgendwie alle ähnlich aufgebaut. Ob es jetzt um die Thermoregulation geht oder um die Nahrungsaufnahme, grundsätzlich stellt man sich das immer so vor, dass es einen Sollwert und einen Sensor gibt.

Der Sollwert ist halt eingestellt und dieser sensorische Input, der sollte dann an den Sollwert angeglichen werden und potenzielle Abweichungen auszugleichen. Und so in diesem Schaltkreis funktioniert die homöostatische Regulation des Hypothalamus.

Und jetzt natürlich als erstes die Frage, okay, Thema Temperatur, was sind denn da so unsere Sensoren? Auf der einen Seite haben wir natürlich die Hautrezeptoren, die dann über somatosensorische Bahnen das Signal weiterleiten in Richtung Thalamus, unseren Förder sozusagen und der sagt dann, ups, hier zu laut, äh, nicht zu laut, zu heiß, zu viel Signal und ab damit in den Cortex und dann merkt ihr, fuck, es ist viel zu heiß, wo ich gerade auf die Herdplatte gelangt habe.

Jetzt muss ich hier was ändern. Ja, gut, und zum anderen natürlich auch, wenn es irgendwie Sommer ist und ihr einfach die ganze Zeit merkt, es ist irgendwie abgefuckt, schwül und heiß und ich muss hier was ändern an meiner Temperatur. Ich muss zum Beispiel Schweiß auf die Haut bringen. Zum anderen haben wir auch zentrale Thermosensoren, also im Gehirn- und Rückenmark, und das sind temperatursensible Neuronen in der Regio Präoptica des Hypothalamus.

Außerdem gibt es die auch noch im Hirnstamm und wie gesagt im Rückenmark. Okay, das sind also unsere Fühler für die Temperatur und die werden dann umgeschaltet im Nucleus parabrachialis lateralis in der Brücke Pons im Gehirn. Und dann geht das Signal weiter an die Area präoptica des Hypothalamus. Dort wird es dann weitergegeben an die Neuronengruppen, die sich mit Wärme- und Kälteregulation eben beschäftigen.

Und dann wird das Ganze so reguliert, dass dann zum Beispiel bei Kälte, Überprojektionsneuronen, zum Sympathikus eine Vasokonstriktion in der Haut stattfindet, damit wir eben nicht zu viel Wärme verlieren und die eher im Körper speichern. Und zum anderen wird auch die Skelettmuskulatur aktiviert, wir zittern und über die Reibung entsteht erzeugte Wärme.

Und zum anderen haben wir dann noch im braunen Fettgewebe, was ja vor allem kleine Kinder zum Beispiel zur Wärmeerzeugung nutzen, die Thermogenese im braunen Fettgewebe.

Auch beim Thema Nahrungsregulation gibt es wahrscheinlich so eine Art Sollwert. Das macht man unter anderem daran fest, dass auch bei einer strikten Diät danach die meisten Menschen irgendwie wieder auf ihr Ursprungsgewicht oder ein bestimmtes Gewicht eben zurückkommen. Und dieser Sollwert ist wahrscheinlich zu ca.

70 Prozent, sogar genetisch bedingt und zu ca. 30 Prozent durch Umweltfaktoren. Und um jetzt quasi die aktuelle metabolische Situation des Körpers zu messen, hat man verschiedene Signale. Es gibt einmal so Langzeitsignale, vor allem Insulin aus dem Pancreas und Leptin aus Adipozyten, also aus dem Fettgewebe.

Aber Fun Fact, wenn man Leptinrezeptoren in Mäusen ausnockt, dann werden die sehr, sehr adipös. Genau, also das sind so zwei relevante Signale, die quasi beide signalisieren, es ist viel Glucose bzw. Fett da. Dann gibt es auch noch Kurzzeitsignale. Da einmal ganz wichtig das Grelin, das wird im Magen gebildet, vor allem wenn er leer ist und steigt kontinuierlich in der Fastenphase und ist so circa eine halbe Stunde, bevor es dann Mittagessen gibt, am höchsten und signalisiert eben Hunger.

Dann gibt es noch andere Botenstoffe wie das Cholecystokinin und das GLP1, die im Dünnlagen gebildet werden, stimuliert, zum Beispiel durch freie Fettsäuren nach der Nahrungsaufnahme. Auch die zeigen also eher nicht Hunger, sondern eher Sättigung an. Und zusätzlich gibt es dann noch so Viseroafferente Signale übers vegetative Nervensystem aus dem Gastrointestinaltrakt, die der Hypothalamus als Eingänge bekommt.

Und im Hypothalamus findet die Verarbeitung von diesen Informationen, vor allem im Nucleus Arcuatus, statt. Dort gibt es so zwei grobe Neuronengruppen. Die eine Gruppe sind NPY- und AGRP-Neurone. Die vermitteln letztendlich über vor allem Ausstüttung von NPYApet. Und auf der anderen Seite haben wir POMC und CART-Neurone, also CART.

Und die vermitteln vor allem über Ausschüttung von Alpha-MSH-Sättigung. Also NPY-HIP für Appetit und POMC und CART für Sättigung. Gut, jetzt habe ich gerade schon gesagt, es gibt verschiedene Signale. Auch wie die diese Neuronengruppen beeinflussen, ist jetzt relativ intuitiv. Leptin und Insulin, die ja wie gesagt anzeigen, dass eher viel Energie vorhanden sind, die hemmen die NPY-HIP-Neuronengruppe und aktivieren POMC und CART-Neurone, führen also letztendlich dazu, dass Appetit runtergeht, was ja NPY-ATRP vermittelt ist und dass Sättigung hochgeht.

Dann hatten wir diese anderen Signale wie Cholecystokinin und GLP1, die quasi eher als Kurzzeitsignale auch wieder eine eher gute Nahrungssituation zeigen, also eine eher solide Nahrungsaufnahme, es liegt viel Energie vor. Die aktivieren vor allem P und C bzw. Card-Neurone und führen dann dazu, dass ein Sättigungsgefühl vermittelt wird.

Und Krelin, wie gesagt, in der ganzen Situation eigentlich das einzige wirkliche Hungerhormon. Das wird als Hungersignal eben stattdessen NPY-HRP-Nurone aktivieren und steigert dadurch eben den Appetit. Und natürlich bei den anderen ist es halt so, wenn die dementsprechend weniger vorhanden sind, dann haben wir natürlich auch gegenteilige Effekte.

So, und was ich jetzt tatsächlich sehr lustig finde, also unsere Skripte, wir arbeiten die in so einem Dokument, wo wir alle drin arbeiten. So, und Tim hat jetzt gerade hier diesen wunderbaren Input gegeben. Und währenddessen hat Fabian einfach da reingeschrieben: Überleitung Leo zum nächsten Thema. Also ich muss dazu sagen, ich improvisiere die Überleitung sowieso meistens.

Aber das ist deswegen so dreist, weil dieses Thema, was wir gerade haben, sowas überhaupt gar nichts damit zu tun hat, was jetzt kommt. Aber ich würde jetzt was improvisieren. So, und zwar hat euch ja Tim gerade hungrig gemacht mit den Hormonen, deswegen seid ihr bestimmt auch noch hungrig auf mehr Wissen.

Oh! So, oha. Und zwar, was könnte man Spannenderes jetzt noch als Ende der sechsten Neurofolge machen als das EEG? Deswegen seid ihr bestimmt hungrig darauf, mehr darüber zu erfahren. Eure Grillin-Spiegel knallen bestimmt gerade bis zum Geht nicht mehr, wenn wir über das EEG reden. Also was ist das EEG, was kann das und was mache ich damit überhaupt?

Ja, also Leo, du faszinierst uns immer wieder. Einfach gerade an könnte man die Folge jetzt auch hier aufhören und jetzt einfach so als Cliffhanger für die nächste Folge. Das Elektro-Ezephallogramm. Ich würde die Serie, glaube ich, nicht weiterschauen. Sorry, Leo.

Boah.

Nein, nein, nein, nein, nein. Das ist halt gefährlich, ne? Wenn Leo hier den Stecker zieht, dann ist es halt Le Peng, ne? Ja.

Da haben wir ihn hier aufgenommen. Ich habe schön hier meine Fersel reingesäuselt. War alles weg.

Stimmt. Also einen Stecker, ne?

Aber das war wirklich immer noch nie an, weil es war möglich, das kann man nie ausgeben. Ander liefen nur Tim nicht. Naja.

Also, aber ich meine, irgendwo ist ja der Zusammenhang schon da, weil wir reden ja irgendwo über Neuro und das EEG ist natürlich irgendwo einfach dafür zuständig, als diagnostische Methode einen Aufschluss zu geben darüber, was so im Gehirn los ist. Das Ganze ist immer noch relativ rudimentär, weil sowas wie Gedankenlesen und so geht halt nett, aber trotzdem hat das Ganze auch klinisch seine Relevanz.

Zum Beispiel in der Epilepsiediagnostik oder auch um den Hirntod zu diagnostizieren. Im Prinzip ist es ja so, dass die Informationsweiterleitung an Neuronen und Synapsen von Aktionspotenzialen lebt. Das Ganze sind also Spannungsschwankungen im Gehirn und die werden damit auch messbar. Und was wir jetzt im EEG eben messen, sind diese Potenzialschwankungen und zwar im oberflächlichen Bereich, im Kortex, ja, da wo also auch unsere ganzen Denkprozesse stattfinden.

Und vom Prinzip funktioniert das Ganze so. Das habt ihr sicherlich auch schon mal in irgendwelchen abgespaceden Filmen oder so gesehen, dass die Leute dann so da sitzen, die haben so 5000 Elektronen da auf dem Kopf, oder nicht Elektronen, die natürlich auch irgendwo, aber Elektroden am Kopf verteilt und die sind mit leitendem Gel eben an bestimmten Standardorten auf der Schädeloberfläche angebracht.

Die haben auch richtig geile Namen. Also das ist super schwierig zu merken irgendwie.

Ja, also Neuro ist ja an sich ein klinisch sehr schwieriges Fach und ich glaube, im EEG wird es dann nochmal komplexer. Aber worum es eben geht, ist, diese Elektroden brauchen wir deswegen, um die Potenzialunterschiede zu messen und einen Ausschlag im EEG dann darzustellen, der letztlich unser Readout ist aus dem Ganzen.

Und deswegen haben wir da auch eine bipolare Ableitung, die ja immer dafür da ist, quasi einen Potenzialunterschied zu messen. So, und diese Potenzialunterschiede entstehen eben durch die synaptische Aktivierung einer Spannungsänderung und diese nennt man Feldpotenziale. Und was das EEG jetzt darstellt oder misst, ist die Summe der Feldpotenziale.

Und die werden dann als Linien dargestellt, also quasi für jede Elektrode eine Linie. Und damit sind sie sozusagen irgendwo wie ein EKG, nur fürs Gehirn. Ganz grob. Leo, schlag mich nicht tot. Aber irgendwo ist das Messprinzip vielleicht elementärverwandt. Es ist am Ende des Tages Spannung gegen Zeit.

Genau, nur mit viel mehr Elektroden. Also wir haben sozusagen ein, weiß ich nicht wie viele, aber so 20, 30 Elektroden EKG fürs Gehirn.

Ja, und das ist faktische, warum das überhaupt funktioniert, ist ja, dass diese Pyramidenzellen alle so schön parallel angeordnet sind in der entsprechenden Schicht.

Genau. Und als großen Vorteil bei der Messenzeit, Dieser Feldpotenziale haben wir neben zum einen eben die hohe zeitliche Auflösung, weil wir eine sehr direkte Kopplung haben zwischen dem Moment, wo so ein Signal entsteht und dem, wo es gemessen wird. Die Beschränkung liegt tatsächlich in der räumlichen Auflösung, weil wir natürlich die tiefen Strukturen im Gehirn gar nicht messen können.

Und wir wissen nicht so ganz genau, wo unsere Signale aus dem Gehirn wirklich herkommen. Und deswegen können wir nicht sagen, war jetzt genau diese eine Gehirnstruktur irgendwie aktiv, als wir dachten, wir wollen unseren Nachbar umbringen oder eben nicht. Oha. Zum Beispiel. Ja, also es wäre ganz random, ne?

Aber ich meine, das hätte ja extreme diagnostische Implikationen. Ich meine, stellt euch mal vor, man könnte das darstellen und könnte dann irgendwie messen, okay, hier ist eine Mordgelüste da, dann könnte man ja jemanden irgendwie so quasi präventiv ins Gefängnis einbuchten. Das ist halt schwierig aktuell noch.

Ja. Genau. Schwierig. Wie ihr es euch vielleicht merken könnt, ist, dass ihr euch einfach mal, um ein unverfänglicheres Beispiel zu wählen, vorstellen könnt. Es ist wie so eine Gruppe, also die Neuronen im Gehirn sind wie eine Gruppe von Menschen, die unten in so einer Schlucht stehen, ihr seid oben und wollt da euer EEG messen und die rufen halt nach oben.

Da ist die zeitliche Rückkopplung, ist super, weil ihr hört sofort, wenn die da hochrufen. Auf der anderen Seite könnt ihr aber sehr schlecht differenzieren, wo dieses Signal, was ihr hört, überhaupt genau herkommt. Weil ihr wisst zwar, dass Personen rufen und ihr hört es auch nur, weil die alle zusammenrufen, aber ihr könnt nicht genau sagen, wo die einzelnen Personen jetzt stehen.

So grob. Okay, genau. Und jetzt können wir aber verschiedene Bewusstseinszustände im EEG darstellen.

Ja, und zwar gibt es da so die typischen verschiedenen Wellen, die man messen kann: Alpha, Beta, Gamma, Theta, Delta-Wellen. Und wir überlegen jetzt einfach mal, wann man welche Wellen messen würde, sozusagen im Alltag. Stellt euch vor, ihr könnt mittags von der Mensa nach Hause, könnt ihr mal kurz hinlegen, schließt die Augen, denkt an nichts, aber ihr seid schon noch wach, weil so schnell schläft man ja auch nicht ein.

Das wären Alpha-Wellen. Dann hat man so eine Frequenz von ca. 8 bis 13 Hertz. Dann macht ihr die Augen auf, denkt an den Tag heute, überlegt nochmal, was so in der Vorlesung dran kam mit erhöhter Konzentration. Da hätte man dann eher beter Wellen bei 14 bis 30 Hertz. Also da geht es immer um die Frequenz, die diese Wellen haben.

Und plötzlich fährt euch ein. Ja, eigentlich hättet ihr aber ein Badzeit-Teaching sein sollen. Naja. Und eigentlich solltet ihr euch auch vorbereiten. Also, wir haben jetzt noch ganz, ganz schnell ein Skript auswendig gelernt. Mit erhöhter geistiger Aktivität ein Lernprozess findet statt. Ihr seid quasi auf der Spitze eurer Leistungsfähigkeit.

Da habt ihr jetzt Gammawellen. Ja, merkt euch OMG wie Oh my Gamma. Das wäre dann so circa bei 30 Hertz. Dieses Haus gemacht. Dieses Haus gemacht. Das ist ja dann bei 30 bis 80 Hertz die Frequenz. So, und jetzt gibt es natürlich auch noch ein ganz anderes Extrem, nämlich, okay, wir können auch sagen, nee, wir geben auf, wir gehen einfach schlafen.

Dann kommen zuerst die Theta-Wellen, so im leichten Schlaf. Und dann im Tiefschlaf hat man Delta-Wellen. Und Delta-Wellen haben dann nur noch ein, zwei, drei Herz. So, und die griechischen Buchstaben, wir hatten ja jetzt schon Alpha, Beta, Gamma, Theta, Delta erwähnt. Die stehen eben für diese unterschiedlichen Frequenzbereiche.

Und je mehr Aktivität man eben in den äußeren Gehirnbereichen hat, desto höher ist die Wellenfrequenz, desto aktiver sind diese Bereiche sozusagen. Und angewendet wird das, wie gesagt, unter anderem in der Hirntotdiagnostik, wo man eben schaut, gibt es eigentlich noch elektrische Aktivität im Gehirn.

Genau. Und der Zustand, bevor es tot ist, ist Hantanhalt Schlafen. Und das ist, glaube ich, so auch der ganze ist. Ich glaube, das ist auch so, zumindest so, so wie ich das erlebt habe, auch ein sehr, sehr häufiges Anwendungsgebiet vom EEG. Ist Schlafdiagnostik, weil sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schlafproblemen, ein Durchschlafproblem in allen Formen und Farben.

Und da gibt es hier so eigene Schlaflabore, wo quasi Menschen unter Aufsicht schlafen, verkabelt bis zum Geht nicht mehr. Und da ist das EG zum Beispiel mit dabei. Und über das Anwendungsgebiet wollen wir jetzt eben nochmal kurz sprechen. Über den Schlaf, weil eben Schlafprobleme auch assoziiert es dann mit Übergewicht, Schlaganfallrisiko, Herz-Kreislauf, Erkrankungsrisiko, Demenz.

Also schlafen ist wichtig, tut das regelmäßig und gut. Und wenn nicht, dann könnt ihr gerne mal Hilfe suchen. Vielleicht kriegt ihr dann auch ein EEG. Aber was oder wie sieht denn ein guter, gesunder Schlaf so aus?

Boah, ich glaube, ich würde kein Auge zumachen in so einem Schlafschlafen.

Wahrscheinlich eher wenn.

Wenn man so eine Kamera drauf, die das gut funktionieren soll. Ist echt so. Aber übrigens auch allgemein, ich glaube, das ist ein großes Ding im Krankenhaus. Da kann man ja nicht gut schlafen, ne? Also ich mal, ich hatte einmal so eine OP eine Nacht im Krankenhaus verbracht, das war schrecklich. Also du bist ja auch so um 5 Uhr morgens geweckt, weil dann irgendwie das Frühstück serviert wird.

Dann dauernd es irgendwo Licht ab. Blutdruckmeister, Herr Schubert! Junge, so neben dir schlafen auch irgendwelche Leute, die megalaut schnarchen. Schön. Und dann hast du auch den ganzen Tag lagst du da ja da quasi auch schon rum. Du bist ja eigentlich gar nicht müde.

Okay, also. Wir leiten dein Feedback gerne weiter an die entsprechende Kliniken. Offensichtlich hat Schubert nicht gut geschlafen. Aber wie würde man denn gut schlafen? Was Schubert quasi verpasst hat, ist nämlich vier bis fünf Schlafzyklen, von denen jeder so ungefähr 90 Minuten lang ist. Ein Schlafzyklus besteht zum größten Teil aus dem Non-REM-Schlaf.

Der Rest, vor allem dann so in der zweiten Schlafhälfte der Nacht, da findet der sogenannte Rapid-Eye-Movement oder auch Paradoxer Schlaf, genannt, REM-Schlaf, statt. So, und als Merkbild haben wir uns überlegt, nehmen wir da mal so eine Achterbahn her, weil das Ganze findet ja wie gesagt in so, ja, wie so eine Achterbahn, immer so hoch, runter, zyklisch in so Bahnen statt.

Und deswegen könnt ihr euch an der Stelle mal vorstellen, dass ihr also rein startet mit eurer Achterbahn und da seid ihr im sogenannten Stadium W, dem Wachzustand. Dann fahrt ihr noch relativ langsam, aber es geht schon so langsam bergab. Ihr bleibt jetzt für die nächsten drei Schlafstadien erstmal im Non-REM-Schlaf.

Und dankenswerterweise sind die auch alle mit N abgekürzt. Dann haben wir also zunächst mal unsere Einschlafphase. Es geht ganz langsam in Richtung Schlafen. Wir haben jetzt hier unsere Non-REM-Schlafphase 1N1. Dann zum Schlafbeginn starten wir in N2 durch und dann geht es weiter runter in den Tiefschlaf, unser N3.

Als Merkhilfe könnt ihr euch sozusagen vor Augen halten, die Leute in dieser Achterbahn auf dem Weg runter, da schalten die komplett ab, die haben alle Höhenangst, werden ultrapanisch und werden langsam ohnmächtig. Und deswegen wird auch eure EEG-Wellenfrequenz immer kleiner, das Gehirn wird langsam, das Bewusstsein nimmt langsam ab.

Aber eine Sache hat jetzt mehr Zeit, höher auszuschlagen und das ist die Amplitude. Ihr merkt euch also, in der Einschlafphase, beziehungsweise im Non-REM-Schlaf von N1 bis N3, wird die Wellenfrequenz kleiner und die Amplitude im EEG höher.

Genau, weil natürlich auch wieder die Synchronisation höher wird und wenn mehr ganz, ganz viele Neuronen quasi gleichzeitig das Gleiche machen, dann ist die Amplitude höher.

Habt ihr das übrigens eigentlich schon mal erlebt, dass man so beim Einschlafen so denkt, man fällt irgendwo runter und sich dann irgendwie so festhalten muss, weil man so, achso, das sind ja auch nicht. Ja, ich habe gehört, ist jetzt nicht komplett validiert, aber dass das eben damit zu tun hat, dass die Gehirnbereiche noch nicht synchronisiert runtergefahrt gefahren werden und dass man deswegen quasi dann wie so einen kleinen Art Traum hat in der Phase.

So, wir erreichen also jetzt den Tiefpunkt unserer Achterbahn, den Tiefschlaf, auch N3 abgekürzt und dann fahren wir wieder hoch in unserem Schlafzyklus und dann gehen wir wieder durch N2 und N1 und kommen wieder nach oben. Werden aber trotzdem nicht wach, weil wir wollen ja durchschlafen. Nochmal ein paar Merkmale für den Tiefschlaf zusammengefasst.

Wir haben eine hohe Wegschwelle, wir haben eine niedrigere Atem- und Herzfrequenz, die sinkt langsam ab, der Blutdruck geht runter und auch die Körpertemperatur geht runter. Also das ist wirklich das, wo unser Körper komplett runtersinkt. Wir wachen nicht, wir sind ganz schwer aufzuwecken und wir erholen uns richtig knackig.

Da kommt ja auch so, ihr trägt doch auch so eine Uhr nachts, oder? Kommt ja auch immer so Warnung, dass irgendwie euer Puls niedrig ist oder sowas.

Genau, ja. Also der wird mir dann schon auch angezeigt, aber das ist ja eigentlich was Gutes, wenn der in der Phase runtergeht. Aber du kriegst dann gezeigt, oh oh, Tim, die Hütte brennt.

Ja, vielleicht muss ich das mal umstellen und dann stehen halt immer so, ja, unter 40. Ui, geht ja gar nicht. Okay, ist das schlimm? Und dann frage ich meinen Lieblingskardiologen Leo und dann sagt er, nee.

Sagt er, keine Ahnung.

Die letzte Aussage von Leo, als ich gemeint habe, ey, das fühlt sich irgendwie komisch an, war, das ist nur der Rücken. Das muss der Rücken sein.

Apropos Rücken, zurück zum Schlaf. Nachdem unser Achterbahnwagen jetzt wieder am höchsten Punkt angekommen ist, in unserem wilden Ritt, haben wir jetzt zunächst mal bis zum nächsten Job, wo es wieder runter geht, unseren REM-Schlaf, unser Stadium R. Und in diesem paradoxen Schlaf haben wir eben auch noch eine schwere Erweckbarkeit wie beim Tiefschlaf, aber wir haben im Gegensatz dazu eine relativ hohe Gehirnaktivität im EEG.

Und das zeigt ja auch, dass der Schlaf eben keinesfalls so ein super inaktiv, weiß ich nicht, halbtoter Zustand ist, sondern wir haben da tatsächlich eine hohe Aktivierung und das ist auch für Lernzustände und so weiter ultra wichtig. Und zwar haben wir da ein desynchronisiertes Muster in unserem EEG mit vielen Täterwellen in unserem REM-Schlaf.

So, und da ist zum Beispiel auch die Phase, wo wir eben vermehrt träumen. Wir haben einen Tonusverlust der quergestreiften Muskulatur. Auf der anderen Seite haben wir aber zum Beispiel dann schnelle Augenbewegungen in unserer, sagen wir mal, ja, ist ja auch Skelettmuskulatur die Augen. Und daher kommt auch der Name Rapid Eye Movement Phase.

Auch die Atem- und Herzfrequenz zum Beispiel geht hoch. Also wir sind echt in so einem relativ aktiven Zustand und durchleben nochmal irgendwas. Und genau, ihr könnt euch merken, unsere Leute in dem Achterbahnwagen, die schlafen zwar noch, aber wenn sie da hochfahren, auf die Spitze in unserer Achterbahn, bevor es wieder runter geht, da sind sie noch ganz aufgeregt und fahren quasi nochmal hoch und träumen in der Phase auch nochmal.

Dann kommt wieder der nächste Drop. Wir gehen N1, N2, N3 und im Verlauf der Nacht geht es immer so weiter, unser Non-REM-Schlaf wird kontinuierlich kürzer, unser REM-Schlaf nimmt zu. Deswegen ist auch so wichtig, dass ihr lang genug schlaft, damit ihr genügend REM-Schlaf abbekommt.

Und vor allem auch genügend Tiefschlaf, weil der Tiefschlaf ist, soweit ich weiß, das oder genau, dieser Kernschlaf, so das, was wirklich dann auch ausmacht, ob man ausgeruht ist oder nicht. Was auch wirklich extrem hilfreich ist, ist so ein bisschen rauszufinden, wie lange man braucht, um einzuschlafen.

Und dann mal so durchzurechnen, zu schauen, entweder vier oder fünf Zyklen eben mit jeweils 90 Minuten, wann sollte ich dann aufwachen, damit ich möglichst am Ende eines Zyklus aufwache und dann, wenn es geht, den Wecker danach zu stellen, ist extrem hilfreich, finde ich. Dann ist man morgens nicht so geredet.

Fabian hat jetzt schon die Schlafphasen erwähnt, wir hatten auch schon über das EEG gesprochen und natürlich können wir das auch korrelieren. In der wachen Phase haben wir, wenn wir ganz aktiv sind Gamma-Wellen, sonst normalerweise eher Beta-Wellen. Und wenn wir uns dann langsam Richtung N1 bewegen, dann gehen wir eher über zu Alpha und dann vor allem Theta-Wellen.

Wenn wir ein bisschen tiefer reinsinken in den Schlaf, in der N2-Phase haben wir Theta-Wellen immer noch, aber zusätzlich treten jetzt so besondere Phänomene auf, nämlich sogenannte Schlafspindeln und K-Komplexe im EEG. Kann man sich mal anschauen.

Die K-Komplexe gibt es auch nur da. Also das würde ich mir auf jeden Fall mal merken, könnte auch abgefragt werden.

Ding-ding, ding, genau. Also N2, K-Komplexe. Kaka. Wie N2.

unknown Was?

Wie M2 oder N2? Wie N2, weil zwei Ks. So, ich dachte, jetzt ist M2 sein wie Kaka. Überhaupt nicht. Nee, das wollte ich hier auch nicht implizieren. Das IMPP hört nicht zu. So, im Stadium N2 gehen wir dann eher über Richtung Thetawellen komplett. Aber hier gibt es Besonderheiten. Hier treten nämlich zum ersten Mal Schlafspindeln auf.

Das sind eben so spindelförmige letztendlich Formationen im EEG. Und außerdem treten, und die treten nur im N2-Stadium auf, K-Komplexe kommen hier vor. Gut, und dann, wenn wir noch tiefer in den Tiefschlaf gehen in N3, dann haben wir hier ein sehr stark synchronisiertes EEG mit langsamen Delta-Wellen.

Vereinzelt auch noch Theta-Wellen und vereinzelt auch noch Schlafspindeln. Und im REM-Schlaf-Stadium, wie schon gesagt, haben wir dann wieder Beta-Wellen. Das EEG sieht quasi aus, als wären die Personen wach. Aber genau, hier sind sie trotzdem eben schwer erweckbar. Und das ist so dieses Paradoxe an der Phase.

Und da können auch mal Alpha, Teta, Gamma-Wellen vorkommen, aber vor allem eben Betawellen.

So, und wir gehen davon aus, dass ihr nicht eingeschlafen seid, trotzdem ganzen Gerede überschlaf. Und deswegen geben wir euch jetzt nochmal der Servicehinweis, das Wichtigste, was man heute mitgenommen haben kann. Schweißdrüsen werden postganglionär auch Schulinak innerviert. POMC und CALT-Neurone. Im Hybotalamus vermitteln das Sättigkeitsgefühl über Alpha-MSH.

Im entspannten Wachzustand mit geschlossenen Augen zeigt das EEG Alpha-Wellen. Den größten Teil unseres Schlafs verbringen wir im Non-REM-Schlaf und im EEG von im N2-Stadium sind neben Theta-Wellen auch Schlafspindeln und K-Komplexe zu sehen. So. Und somit entlassen wir euch, bestenfalls ohne Schlafspindeln und K-Komplexe in eurem EEG gerade aus Neuro 6.

Wir freuen uns auf das große Staffelfinale in der nächsten Folge. Wenn ihr, keine Ahnung, vielleicht auch ein Bild, vielleicht können wir das mal weiterleiten an die Perabteilung von einem Kar-Komplex sehen wollt, dann folgt uns gerne mal auf Insta at der Forklingpodcast. Und da gibt es auch noch weitere spannende Merksprüche, Bilder.

Auch vielleicht könnt ihr mal sehen, wie hot hier Fabian und Tim so mir gegenüber sitzen.

Das ist schon noch verrückt. Inzwischen entwickeln wir uns auch zur Meme-Page.

Genau, also es gibt viele, viele, viele gute Sachen. Ansonsten, wenn ihr noch mehr über Neuro lernen wollt, dann guckt gerne mal auf derforklingpodcast.de. Da gibt es nämlich alle Folgen mit einem Merkhilfenfeindler und in der Episodenübersicht. Ansonsten bleibt mir nichts anderes zu sagen als danke, dass ihr zugehört habt.

Wir hören uns. Peace.

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