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Shownotes
🔥 HolyClub Februar-Recap – mit exklusiven News! 🔥
Der zweite Monat im HolyClub ist vorbei, und wir haben wieder tiefgehende Gespräche mit spannenden Methodist:innen geführt! 🙌 Doch bevor Damian, Sarah und Moritz darüber sprechen, was sie aus den Interviews am meisten bewegt hat, gibt’s erstmal ein Gefühls-Update und brandneue Insights aus ihrem (pastoralen) Alltag.
🎙 Exklusiv in dieser Folge:
✅ First Reaction auf die zweitwichtigste Wahl Deutschlands 🗳️
✅ Eine(r) von uns bekommt im Herbst eine neue Dienstzuweisung! 👀
✅ Überraschung im Büro: Lebensgroße Star Wars-Figuren?! 🤯
✅ Einladung an die ganze Community: Steht eine HolyClub-Reise an? ✈️
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Außerdem: Hier findet ihr den Text von Reinhard und Ulrich: emk-sjk-change.de/fileadmin/user_upload/materi…
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Music. Hallo und herzlich willkommen beim Holy Club, dem Podcast. Das Intro habt ihr schon gehört. Wir sind zu dritt mal wieder am Ende des Februars. Ich freue mich. Damien, Sarah, schön, dass ihr da seid. Hallo. Hallo, hallo. Hallöchen. Damien hat ein bisschen Verzögerung aus Amerika. Was soll denn das heißen? Da müssen wir ein bisschen warten, bis seine Antworten über den großen Teich zu uns rüberkommen.
Und dann reagieren wir drauf, so wie die europäischen Innen- und AußenpolitikerInnen in den letzten Wochen immer wieder, wenn was Neues kommt. Bevor wir hier dieses Fass der Politik aufmachen, frage ich euch, aber wie geht es euch persönlich? Ich glaube, Damien, du hast letztes Mal gefragt, was gibt es Neues in eurem Beruf als Pastor, als Pastorin, in eurem Leben in dieser Kirche?
Sarah, willst du anfangen? Eigentlich geht es mir gut, aber ich merke, dass mir die ganze Situation echt zu schaffen macht. politisch unsere Freunde und Freundinnen in Amerika und was jetzt in Deutschland mit der Wahl ist. Wir sind zwar als Schweizer und Schweizerin so kleine Insel, aber wir bekommen es ja trotzdem mit.
Ja, muss sagen, das gibt mir schon ein bisschen zu denken, macht mir Angst. Und dann geht es mir gut, abgesehen davon als Person geht es mir gut, ich habe viel zu tun, es macht Spass. Ich habe am Sonntag wieder eine Predigt. So, da komme ich so langsam in den Groove rein, in den EMK-Groove. Genau. Okay, das klingt teilweise zumindest voll gut.
Kurzer Transparenzhinweis mal wieder. Wir nehmen auf hier in der Woche der Bundestagswahl und wenn ihr das hört in Deutschland zumindest und der Großteil unserer HörerInnen ist aus Deutschland, dann habt ihr schon die Ergebnisse vorliegen. Das können wir jetzt noch nicht gewährleisten. Aber natürlich, bei mir spielt es eine große Rolle. Sarah, du hast auch schon gesagt, dass es bei dir mit auf jeden Fall aufs Gemüt drückt.
Und Damien, ich gehe mal an, auch wenn du jetzt als Expat-Pastor in den USA unterwegs bist, schaust du da schon mit einem Auge auch nochmal in deine alte Heimat, oder? Ich schaue da auf jeden Fall rüber. Bin auch eher etwas bedrückt, wie das Ganze so läuft gerade. Aber da bin ich dann trotzdem gleich sehr dankbar dass in Deutschland wir ein anderes System haben als in Amerika, wo du quasi, du nur zwei Parteien hast und die einen dann sozusagen zumindest mal zwei Jahre lang machen können, was sie wollen wenn sie das Haus in den Senat besitzen und auf der anderen Seite in Deutschland musst du wenigstens immer noch, Koalitionen bilden in der Regel du musst dich an Gesetze halten, weil die anderen das dann gleich wieder torpedieren können das ist hier drüben nichts.
Und wie ist es bei dir beruflich? Sind deine Kostüme alle fertig? Habt ihr die Attrappen schon ready für die Fastenzeit? Ja, die Fastenzeit wird eine ruhige dieses Mal. Keine Herr der Ringe oder Harry Potter Fastenzeit. Aber es steht witzigerweise gleich hier drüben. Zwei Pappfiguren von Star Wars Stormtroopers, die werden am 4.
Mai aufgestellt. Ich habe es, glaube ich, letztes Mal schon erwähnt. Die sind ready. Wir machen uns bereit für Star Wars. Ja, genau. Okay, voll gut. Welche ist deine Lieblingsepisode? Oh, das ist eine gute Frage. Das ist wirklich gut. Also ich muss sagen, ich glaube, damit mache ich mir Feinde. Aber ich finde halt schon Episode...
Drei ganz geil eigentlich, wie Rache das ist. Die Rache, dass du jetzt... Also, die anderen, die Klassiker, natürlich die Originale und so, aber da guckst du schon manchmal und denkst so, bisschen cringe wie die Acton und so. Also, ich weiß nicht, es ist ein Klassiker, aber ich find's, drei ist schon geiler, schon Action ordentlich, sieht gut aus und so, also, ja.
Das ist so was... Eine bisschen höhere Erzählgeschwindigkeit, die ist ein bisschen näher dran an dem, ja, wie wir so heute einfach Medien konsumieren. Genau, das stimmt schon. Wobei, also wenn du jetzt von den Episoden weggehst, finde ich Rogue One richtig gut. Das war einer der besten Side- Episodes, oder Side-Filme zwischen Episode 3 und 4.
Also mich hast du jetzt verloren, ich kann dir nicht folgen. Ich überlege mir gerade so, welches ist eigentlich mein Lieblingsbuch in der Bibel? Das wäre doch so eine akkurate Frage für einen methodistischen Podcast. Ja, schreibt es in die Kommentare was ist euer Lieblingsbuch und der Dübel Sarah freut sich und Damien, und Damien macht dann die Filmdiskussion auf Also ich muss jetzt doch noch was erzählen wie es mir geht oder was cool war und zwar vor zwei Wochen hatte ich ein Herr der Ringe Trivia, Mittag mit meinem Pastor Kollegen, mit dem ich zusammen diese Herr der Ringerei gemacht habe.
Nur über die Bücher, also nicht über die Filme. Und da waren 20 Gruppen, vier Leute jeweils war richtig nerdy, Mädchen in Kostümen und so. Und wir haben fünften Platz gemacht von 20. Ja, okay. Und da waren echt crazy Fragen dabei. Also so, ich gebe mal eine raus, die könnte man in die Kommentare antworten.
Minas Morgul, was war der Originalname von Minas Morgul? So. Und jetzt weiß die Hälfte schon nicht Mina Smogler, was ist das überhaupt? Kommt das überhaupt in Henrik vor? Könnt ihr mal in die Kommentare schreiben. Aber ich darf es jetzt nicht sagen. Ich sage es ja danach, wenn wir fertig sind, aufnehmen. Okay, machen wir.
Okay, damit jetzt Moritz nicht abhängt, vielleicht wieder zurück zum Podcast. Methodismus und alles, was uns bewegt als Methodistinnen und Methodisten. Wie geht es dir denn, Moritz? Soweit auf persönlicher Ebene auch ganz gut. Ich bin ja nach wie vor in Elternzeit. Und parallel hat sich bei mir ein bisschen was ergeben.
Ich kriege eine neue Dienstzuweisung im nächsten Sommer und ich weiß jetzt nicht, wie das ist, also man darf es nicht in einen Gemeindebrief schreiben, aber im Gottesdienst wurde es verkündet. Ich schätze mal, die Leute, die sowas überprüfen, ob man es verkündet, für die ist Podcast jetzt nicht so das große Ding, deshalb sage ich es einfach hier.
Ich werde im September in Schöneich und Waldenbuch anfangen als Pastor und freue mich da sehr, hatte gute Gespräche mit den entsprechenden Ausschüssen und habe Lust auf eine neue Aufgabe. Gleichzeitig, also der Abschied aus Metzingen wird natürlich irgendwo auch schmerzvoll und schwer. Das ist jetzt so das erste Mal für mich, dass ich mehrere Jahre an einer Station war und dann da einen Cut machen muss. Ich bin mal gespannt, wie mir das gelingt.
Aber ich muss schon sagen, so einen Neuanfang und so, da habe ich eigentlich immer Lust drauf und so die ersten Gespräche waren jetzt so, dass ich dachte, ja, das könnte ganz gut matchen. Also da freue ich mich. Liebe Grüße schon mal an alle, die da zuhören. Ich weiß, dass manche jetzt den Nauli Club nutzen, um ihren neuen Pastor ein bisschen kennenzulernen.
Ich habe zwei Fragen dazu. Wo ist es? A. Und B. Vielleicht kannst du das noch kurz erklären, warum wirst du jetzt versetzt, weil das verstehen mega viele Leute nicht. Das System, was wir da haben, das ist ein bisschen komisch. Genau, also prinzipiell, warum gibt es dieses Dienstzuweisungsprinzip? Ich glaube, ganz ursprünglich kommt es daher, dass es nicht so viele Geistliche gab und die mussten dann auf dem Pferd durch England reiten und viele Leute irgendwie pastoral begleiten.
Und jetzt heute ist es ja so, dass methodistische Gemeinden nicht die Privatgemeinde von einer geistlichen Person sind, sondern da leben Menschen und sind diese Kirche und sind diese Gemeinde. Und das ist unabhängig davon, wer jetzt Pastor oder Pastorin ist. Deshalb ist es wichtig, weil manchmal nutzt sich ja irgendwie so ein bestimmter Stil ab oder irgendwie man kann mit einem bestimmten Pastor oder Pastorin nicht so gut, ist aber nun mal jetzt in dieser Gemeinde vor Ort und dann ist einfach nur cool, glaube ich, wenn man dann so alle, weiß nicht, zwischen acht und zehn Jahren oder so mal eine neue Person einfach kriegt, Mit neuem Input, mit neuen Geschichten, mit einer neuen Perspektive auch auf den Glauben.
Deshalb finde ich so, aus Gemeindeperspektive ist es absolut sinnvoll. Und auch für mich als Pastor. Also irgendwann habe ich so das Gefühl, tut es mir ja auch gut, mal mit neuen Leuten zusammen zu leben und dann auch meinen Dienst da zu tun. Hat natürlich auch Nachteile. Also so dieses Umziehen. Ich kenne viele Pastoren, Kinder, die da einiges durch haben.
Manchmal passt es vom Timing her nicht so gut. Und so ein Umzug, neues Umfeld ist natürlich immer schwierig dann auch. Also kann auch immer so eine Krise sein. Aber bei mir ist es jetzt ganz gut gelaufen, finde ich. Ich hätte eigentlich letztes Jahr versetzt werden sollen. Da wurde ich ordiniert. Aber da stand diese Elternzeit an und dann war klar, okay, wir machen es ein Jahr später.
Genau, und jetzt kann ich die Schweizerin noch ein bisschen provozieren. Oh je, ist gut. Schönerich Waldenbuch liegt im Stuttgarter Speckgürtel, würde ich sagen. Du bist nah. Man kennt es vielleicht aufgrund von Rittersport. Das ist die Schokoladenmarke aus Waldenbuch. Sarah schüttelt es schon und ich behaupte jetzt einfach, es ist viel besser als Schweizer Schokolade.
Ich sage jetzt nicht. Ich vergebe dir, Bruder. Das ging zu schnell, Sarah, jetzt komm. Wie ist dein Verhältnis zu Schweizer Schokolade? Sehr gut, sehr eng. Also Lindt ist doch Schweizer Schokolade, ne? Lindt. Ja, das ist schon mal sehr gut. Und wir haben tatsächlich aber ganz viele so kleine Chocolatiers.
Also zum Beispiel hat jetzt gerade da, wo ich wohne, gibt es eine Fabrik, eine kleine Schokoladenfabrik. Das ist so wie Willy Wonka. Und das ist nicht so bekannt, aber das ist wirklich sehr, sehr gut. Also da gibt es ganz viel zu entdecken in der Schweiz. Kleine Werbung. Cool. Und da bist du nahe. Also bei Stuttgart dann zwei Stunden, drei Stunden, dann bist du in der Schweiz.
Dann kommst du mal her und probierst mal richtige Schokolade. Ja, die Einladung kann ich ja dann vielleicht mit einer kleinen Gruppe aus der Gemeinde annehmen. Sehr gerne. Und können wir hier testen. Sehr gerne. Gemeindebesuche machen. Ja, da frage ich mich jetzt aber auch noch eine Frage. Da frage ich mich noch eine Frage. Genau, Damien.
Moritz, wer kommt denn nach, wenn du gehst in Metzingen? In Metzingen, das weiß ich jetzt nicht, ob das alles durch ist, aber es sieht so aus, als ob da auch wieder einer kommt, der dann als Pastor auf Probe oder zuerst Praktikant da anfängt. Und Metzingen, für die, die das nicht wissen, ist so eine Gemeindekründung, die so ein bisschen Bekanntheit erlangt hat, weil sie ihr altes Kirchgebäude in eine Kletterhalle umgebaut hat.
Und ich glaube, das ist so eine der wenigen Gemeinden, die in den letzten Jahren so stark gewachsen ist, dass sie sich jetzt echt etabliert hat so als Gemeinde und ist natürlich eine coole Ausbildungssituation, wenn du merkst, da ist was in den letzten 15 Jahren gewachsen und du hast vielleicht nicht so superfeste Traditionen und Strukturen, dass du nichts ausprobieren kannst.
Von daher wünsche ich da meinem Nachfolger und meinem Kollegen alles Gute dafür. Kann sich freuen. Es ist auch wieder ein Mann, der kommt, habe ich das richtig gehört? Das ist ein Mann, ja, ja. Richtige Männergemeinde. Bin gespannt. Vielleicht können wir das aber am nächsten Mal verkünden dann oder so.
Können wir eine Person ja mal einladen. Auch eine Idee, wobei ich finde, eigentlich den Reiz, also jetzt auch bei den letzten drei Folgen, habe ich da gesehen, dass wir ein ganz schön weites Feld bespielen. Mit den verschiedenen Regionen. Doch bevor wir da zukommen, wir haben gerade eben von einer Wahl geredet, habt ihr auch von der zweitwichtigsten Wahl in Deutschland gehört, neben der Bundestagswahl?
Ich weiß noch, Philipp mit Nachnamen, ne? Berner. Berner. Okay, ihr habt jetzt volle Punktzahl. Ich weiß nicht, wer von den Zuhörenden das auch so gut lösen konnte. Genau, in Deutschland war letzte Woche Zentralkonferenz Und da stand die Wahl des Bischofs an. Harald Rückert war Bischof in den letzten acht Jahren und es wurde eine nachfolgende Person gesucht.
Soweit ich das verfolgt habe, standen drei Männer zur Wahl und einer davon ist es geworden. Werner Philipp, ganz genau. Kennt ihr den persönlich? Nö. Ich habe ihn einmal getroffen beim Buju, beim Bundesjugendtreffen. Da hat er, glaube ich, eine Bibelarbeit gemacht für mich richtig ins Sinne. Aber da haben wir auch nur kurz so geschnackt. Also wir kennen uns, glaube ich, nicht wirklich.
Also ich kenne ihn auch. Nee, nee, ich kenne ihn auch nicht. Meine erste Idee war dann natürlich gleich, ihn anzufragen und in den Holy Club zu holen. Erstens, damit ich persönlich meinen neuen Bischof kennenlernen kann. Aber ich glaube, dass es auch für viele, die zuhören, interessant sein könnte. Die Folge mit Rosemarie kam ja gut an und wenn er sich so hier im Holy Club vorstellt, dann glaube ich, könnte das für viele eine Möglichkeit sein, den Bischof, der aus der ostdeutschen ehrlichen Konferenz kommt, auch über seine Konferenzgrenzen hinaus ein bisschen bekannt zu machen.
Also wenn ihr diese Folge hört am Montag, dann ist meine Anfrage raus. Ich schätze mal, lieber Werner Philipp, dein Postfach ist wahrscheinlich sehr voll, Aber ich würde mich freuen über eine Antwort und dann vielleicht eine Folge im April oder Mai oder so bei uns im Holy Club. Ich fand das übrigens, Moritz, ich fand das ganz witzig.
Ich habe ja noch eine kleine Umfrage gemacht bei WhatsApp, wer sich denn vorstellen könnte, selbst mal Bischof oder Bischöfin zu werden. Und es haben also tatsächlich vier gesagt, aber klar. Sieben Prozent haben gesagt, ja, ich würde wohl in den sauren Apfel beißen. Und 18, also 67% sagten nie und nimmer und 11%, ich wird sowieso nie gewählt.
Also das sieht so in der Community aus. Wir haben doch einige, die sich das durchaus zutrauen können. Also man kann sich, glaube ich, da schon zur Wahl stellen, liebe Leute. Für in acht Jahren oder so, ne? Wie wäre es bei dir, Sarah? Hättest du Lust? Nein, keine Chance. Nein, nein, nein, nein, nein. Nee, ich könnte es gar nicht. Das wäre ein riesen Das wäre ein Super-GAU.
Mit mir als Bischöfin, das wäre ein Chaos. Und du oder ihr? Damien, du wärst eigentlich perfekter Bischof. So eine Predigt, fünf Stunden, Herr der Ringe. Also ich weiß, in Deutschland habe ich immer gesagt, das geht mir gar nicht. Also kann ich mir gar nicht vorstellen, das Amt ist schon sehr spätzig.
Und ich liebe aber Gemeindearbeit. Also vielleicht, wenn ich mal auf die 50 oder 60 zugehe, denke ich mir vielleicht auch, wäre schön, so ein bisschen eine ganz andere Art von Arbeit in der Kirche zu haben. Hier drüben, muss ich ganz ehrlich sagen, USA lohnt sich finanziell einfach. Weil du nämlich dann auf einmal, ich glaube, bis mit inklusive der Wohnung oder dem Haus, was du da kriegst, bis zu 150.000 Dollar im Jahr machst.
Und also von der Perspektive würde ich jetzt mal nicht nein sagen. Aber ja, nee, also da glaube ich wirklich auch melodistisch, wenn der Heilige Geister weht in unseren Reihen und jemand sich berufen fühlt und Menschen sagen, wir sehen die Berufung, finde ich das cool. Und so würde ich es auch warten. Ich finde es immer ein bisschen suspekt, wenn jemand das machen will oder wenn er unbedingt Bischof werden möchte oder Bischöfin.
Das finde ich immer ein bisschen schwierig. Ich glaube einfach, ich würde gar nicht gewählt werden. Also einerseits, ich bin einfach zu streitbar und ich glaube, als Bischof oder Bischöfin musst du einfach ein bisschen diplomatisch sein und ausgleichen und ich bin einfach zu emotional, das muss man sagen. Ich wäre auch eine schlechte Politikerin.
Und das Zweite ist, ich bin einfach ein bisschen zu auffällig. Also ich weiß nicht, ob das gut ankäme, so eine Bischöfin von Kopf bis Fuß tätowiert. Naja, vielleicht schon, weiß nicht. Aber ja, Moritz und du, kannst du dir das vorstellen? Ja. Bischof Moritz. Bischof Moritz. Finde ich auch singenbar, oder? Klingt schön.
Ich finde es schön, ja. Ich fühle dich toll. Also jetzt aktuell überhaupt gar nicht. Ich habe ja mit dem Deutschen, also mit Harald hatte ich so ein bisschen Kontakt immer mal wieder. Und das ist irre, wie viel der unterwegs ist und welche repräsentativen Aufgaben er da hat. Und dann so den kühlen Kopf zu bewahren bei einer Konferenztagung mit 400 Leuten zu moderieren. das stelle ich mir schon echt fordernd vor und aktuell in der Lebensphase, in der ich stecke, ist es so gar nicht drin.
Insgesamt reizt mich schon so die. Konferenzebene ganz schön. Also ich fühle mich nicht so 100 Prozent als Gemeindepastor wie jetzt Damien zum Beispiel. Also mir macht das auch Spaß, aber ich merke für meinen Ausgleich brauche ich immer auch noch so ein bisschen was anderes. Deshalb freue ich mich auch so, hier den Holy Club so nebenher ein bisschen zu machen. Das macht mir schon viel Freude.
Und was dann in 20, 30, 40 Jahren ist, keine Ahnung. Schauen wir mal. An 40 Jahren habe ich Ruhestand vielleicht. Naja gut, irgendwen wird es eh treffen, weil wir noch 20 Nasen sind oder so in der EMK. Und dann müssen wir uns abwechseln. Also liebe Leute, tretet doch bitte ein. Werdet Mitglied in der EMK, es lohnt sich. Man wird vielleicht sogar Bischof oder Bischöfin.
Genau. Die kurze Karriereleiter bis ganz nach oben. Genau. Ja, schön, ey. Habt ihr noch was, was euch so auf dem Herzen ist? Oder sollen wir ein bisschen reinschauen in die Gespräche, die wir geführt haben? Was meint ihr? Sehr gerne. Wir hatten eine bunte Mischung, würde ich sagen, also nochmal ein bisschen diverser als beim letzten Mal, mit Reinhard Wick, ein Ruheständler aus Süddeutschland, Sonja Lupfer-Rieg, eine Ehrenamtliche auch aus Süddeutschland und dann J.J.
Warren, eigentlich aus den USA, momentan in Wien situiert, das erste Mal, dass wir Holy Club auf Englisch hatten. Sarah, wie bist du denn da auf den Reinhard gekommen? Ich glaube, war das diese Streitschrift, von der er berichtet hat? Ja, ich habe das gelesen. Wir haben das im Studium bekommen und ich war so begeistert, weil das ja genau eigentlich das zusammenfasst, warum ich eigentlich Methodistin bin.
Ich weiß, dass es in Deutschland nicht nur Begeisterung bekam. Das hat mir auch Reinhard dann erzählt. Aber ich war so begeistert, dass ich ihm damals einfach ein Mail geschrieben habe und wir haben seitdem ein bisschen Kontakt gehabt. Und ich glaube, ich darf das ein bisschen behaupten, lieber Reinhard, wenn du zuhörst, ich glaube, wir sind uns verbunden. Also wir sind uns auch aus Persönlichkeit ähnlich.
Und ich habe das so schön gefunden, dieses Herz für Gerechtigkeit, aber gleichzeitig auch für Glaube und so ein bisschen einen vielleicht nicht ganz so einfach einzuordnenden Charakter zu haben. Da habe ich mich wieder gesehen bei Reinhardt und deswegen habe ich ihn dann angefragt für den Podcast. Und das war für mich wieder so wie mit Rosemarie. Das war einfach so ein perfektes Gespräch.
Es war wirklich einfach so gut. Ich hätte mit ihm fünf Stunden sprechen können, ohne Problem. Ja. Du kennst ihn ja schon länger, Moritz, ne? Oder auch immer, aber beide. Also, Damien als Kollege, ne? Ne, okay. Ne, ich war bei mir neu. Ich dachte so, ach schade, dass ich ihn nie kenne, als ich noch im aktiven Dienst in Deutschland war.
Ja, ne, also ich habe ihn tatsächlich auch im Zuge dieser Veröffentlichung kennengelernt. Da waren wir gerade an diesem Veränderungsprozess in Süddeutschland. Und wir haben uns ja die Frage gestellt, also wie kann man methodistische Kirche im 21. Jahrhundert sein? Und dann kam gerade dieses Papier von Ulrich und Einhard und hat ziemlich hohe Wellen geschlagen, also in diesen Prozess hinein.
Und ich und die Gruppe, die für den Inhalt irgendwie verantwortlich war, wir haben dann gleich gesagt, okay, den müssen wir irgendwie einladen. Und dann beim ersten Treffen hat sich das auch direkt organisch angefühlt und es hat Spaß gemacht, irgendwie in die Weite und die Tiefe zu denken. Und dann später beim Abschluss haben wir auch einen von seinen Gruppentänzen gemacht.
Das war irgendwie ganz herzlich. Also ich bin mit Reinhard schon in so einem Tanz zusammen gewesen, habe seine Hand gehalten und wurde von ihm geführt in so einer Formation. Das war echt schön. Ja, ich lieb's doch. Und der Ulrich war auch da. Der ist ja schon sehr, ich glaube schon sehr alt. Der Ulrich ist sehr alt. Also der war nicht in dieser Arbeitsgruppe, aber den kenne ich noch von den Konferenzen und ist einfach eine Legende in der letzten Reihe mittlerweile.
Cool, vielleicht gewinnen wir ihn ja auch mal für den Holy Club. Wer weiß. Das wäre auf jeden Fall interessant. Da könnten wir auf jeden Fall eine Doppelfolge machen. Er hat immer viel zu erzählen, der Ulrich. Cool. Dann einfach nicht Damien und Ulrich zusammen. Sorry, Damien. Shots filed. Aber ich finde es auch nochmal, vielleicht ein bisschen ernster zu werden.
Ich finde es auch so krass, weil diese Streitschrift, ich weiß nicht, wer es gelesen hat, aber lest es bitte, wenn ihr Zeit habt und Interesse. Das ist ja auch unfassbar wieder aktuell. Also ich, vielleicht können wir ein bisschen, also ja, hast du es gelesen, Damien? Kennst du die? Ich wollte es lesen, aber auf den Link in unserem Podcast geklickt und dann kommt ein Error. Oh nein.
Ja, aber vielleicht kannst du es in dieser Folge nochmal posten. Weil bei mir ist das Problem, ich habe das dann gegoogelt und finde es nicht, weil das alles dann mit dem Englischen googelt und dann will der das nicht so richtig zuordnen. Also es ist manchmal schwieriger zu googeln, wenn man in einem anderen Land ist, was deutsches zum Beispiel.
Aber vielleicht könntest du das nochmal unter diesem Podcast posten, dass wir nochmal Zugriff drauf kriegen. Ich muss vielleicht, Moritz, ich weiß gar nicht, ich glaube, das war ja auch die Schrift, die man bestellen muss. Also vielleicht gibt es irgendwie was, vielleicht weißt du da mehr. Wir können uns da noch austauschen.
Ja, ich schaue mal, ob ich eine Version finde, die ich verlinken kann und sonst, wo ist es? Was hat er bei Reinhardt direkt bestellen? Dann kann er seine Tension noch ein bisschen aufbessern. Warum nicht? Warum nicht? Ja, Damian, ist dir was aufgefallen an der Folge mit Reinhardt? Was fandest du da vielleicht als der eine unter uns, der ihn nicht kennt?
Was ist dir aufgefallen? Also ich erinnere mich, ich habe das gehört und ich fand es, Super inspirieren und wie soll ich sagen, was ist das richtige Wort? Es hat mir Freude wieder auf Middle Distance gemacht. Also ich glaube, das ist ja auch das Ziel von der Folge, von unseren Folgen. Aber ich dachte, ach cool, wie er auch nochmal so dieses Thema Dogmatik angeschaut hat und was sind die Dinge, die wir glauben, die wichtig sind für unsere Grundlagen im Glauben und was sind die Dinge, wo wir frei sein dürfen und auch denken und denken lassen.
Ich meine, er hatte diesen Vers davon, du wirst ja nochmal aufgegriffen, denken und denken lassen und das hat mir auch wieder bewusst gemacht ja okay dem hin wo sind eigentlich meine als pastor jetzt gerade auch meine grenzen wo ich sage das sind fundamente die ich also wenn es daran geht dann muss ich aufstehen muss ich was sagen und wo sind die dinge wo ich einfach auch entspannter sein kann sowohl nach rechts als auch links ja und fand ich noch mal guter punkt denken und denken lassen ist einer unserer wichtigen statement dass man.
Das fand ich auch eine sehr schöne Brücke zu dem Gespräch, was ich mit Katrin hatte im Januar. Da hat sie ja dann sowohl den Spruch gesagt, als auch dann gefragt, wie die anderen InterviewpartnerInnen das dann halten mit dem Verhältnis zwischen Methodismus und Freiheit. Und da schätze ich Reinhard sehr als Gesprächskollegen oder Gesprächspartner, weil er immer wieder eine große Weite hat und gleichzeitig in sich als Person auch eine hohe Verbindlichkeit.
Ich finde das auch super spannend, so in dieser Biografie, also wurde dann Pastor und dann wieder zehn Jahre was anderes in der Suchtberatung gemacht, was ja durchaus auch methodistisch ist. Also zu schauen, was ist gerade dran, wo kann ich denn meinen Dienst irgendwie am Menschen tun und dann zum Schluss auch wieder den Ruf zurück irgendwie in die Kirche zu spüren, denen damit zu folgen.
Also ich schätze ihn da sehr und das fand ich schön irgendwie das so zu hören auch als junger Pastor jetzt ich weiß nicht wie meine Berufsbiografie mal laufen wird aber ich kann da ganz entspannt und irgendwie in einem hoffnungsvollen Glauben mit Gott so unterwegs sein. Total, total. Ich fand auch bei Sonja, ich fand es so schön, dieses, also es ist jetzt ein bisschen anders, aber es geht ja in die ähnliche Richtung, dass wir schon wichtig sind, dass es auf uns ankommt, dass wir einen Unterschied machen, aber dass es nicht von uns abhängt.
Also es ist nicht so, dass wenn ich mal nicht kann, also wir hatten ja vor zwei Wochen abgemacht für einen Podcast zum Aufnehmen und ich habe dann einfach, ich konnte nicht, ich war so kaputt und ich konnte das sagen und es war okay. Also so dieses, es ist wichtig, dass ich da bin und dass ich Dinge tue, aber es ist nicht alleine von mir abhängig.
Das fand ich irgendwie auch so mega entlastend. Und das war bei Reinhard eben das Gleiche. Also so diese, ich höre den Podcast und bin so, irgendwie, man stresst sich manchmal im Alltag so sehr und dann hört man Menschen zu, die so kluge Sachen sagen und man merkt, naja, nee, eigentlich, ich kann ein bisschen entspannen, kann ein bisschen runterkommen, so.
Es kommt schon auf mich an, aber es hängt nicht ganz alleine von mir ab, das Ganze. Das ist richtig schön, das beschreibt auch ein bisschen mein Gefühl, wenn ich so eine Folge aufnehme. Weil ich schon vorher jedes Mal wieder überlege, welche Frage ist jetzt noch richtig und kriege ich das alles hin und wie führe ich dann da so ein bisschen durchs Gespräch.
Und dann hatte ich aber bisher in jedem Gespräch Phasen, wo ich wirklich einfach nur da saß und zugehört habe und was gelernt habe und so gemerkt habe, oh krass, hier passiert was. Und das, also ich habe es nicht gemacht. Ich war da beteiligt auf jeden Fall, aber es war nicht nur meins und auch nicht nur das von meinem Gesprächspartner oder meiner Gesprächspartnerin, sondern da passiert mehr, auch in so einem digitalen Gespräch.
Auf jeden Fall. Ich hätte dann bei Sonja, was mich da berührt hatte, war nochmal drüber nachzudenken, was bedeutet es, in die Liebe Gottes sich fallen zu lassen? Sie hat es so gegen Ende gesagt. Und da wollte ich auch nochmal fragen, wie sieht denn das bei euch konkret aus? Das ist ja so ein Ausdruck, aber wie sieht das aus?
Wie fühlt sich das an, sich in die Liebe Gottes fallen zu lassen in Zeiten von Schwierigkeiten? Und wenn mir jetzt manche von uns, die am Montag die Folge oder später hören, sind super enttäuscht von der Wahl zum Beispiel oder so, manche auch nicht. Aber wie fühlt sich das für euch an, oder wie es ist bei euch konkret aus, sich in die Liebe Gottes fallen zu lassen?
Ist das was, was wir tun? Ist das was, was wir denken? Das hat mich so, da habe ich es halt so nachgedacht, ja. Aber hast du das? Ja, Sarah, macht du ruhig? Nee, ich überlege noch. Ich wollte mich ein bisschen rausreden, indem ich die Frage noch mal ein bisschen formuliere, weil ich glaube, dass an dieser Frage hängt so ein bisschen was, womit ich mich viel beschäftige.
Wenn wir so christliche Floskeln oder Sprüche irgendwie sagen oder also theologische Sätze irgendwie und die für Wahrheiten oder für wichtig, dann ist das so das eine und da kann ich so ganz dogmatisch irgendwie bestimmte Sachen abhaken oder sagen, ja genau, also in die Liebe Gottes kann ich nicht fallen lassen oder nicht tiefer als in Gottes Hand kann ich fallen.
Aber du fragst jetzt, was heißt denn das konkret? Also wo wird das spürbar? Wie fühlt sich das an? Und ich glaube, jetzt wäre so ein Moment, wo wir in so eine Verkündigungssituation ein bisschen reinrutschen, weil wir ja jetzt von uns erzählen. Also wie erleben wir das dann? Und mit der Liebe Gottes ist es für mich, also ich würde es so ein bisschen als das beschreiben, was wir vielleicht bei Wesley als dieses komische Erwärmen seines Herzens oder so fühlen.
Also es ist was Passives erstmal, also etwas, was mir zugesprochen wird oder wo ich merke, das überkommt mich. Auch in einer Situation, wo ich irgendwie so gar keine Kraft mehr oder gar keine Hoffnung mehr habe und dann kommt irgendwie so ein Moment der Trotzkraft oder ein Moment der Hoffnung und ich merke, es geht doch ein bisschen weiter und dieses kleine Ding, was dann den Schalter irgendwie umlegt, was mich dann doch wieder nicht aufgeben lässt.
Das würde ich so als so ein Funken der Liebe Gottes, der mich dann wieder fähig macht, mit anderen auch in Verbindung zu gehen. Ich finde, weg sein von der Liebe Gottes bedeutet für mich alleine sein, also isoliert sein und ohnmächtig mich fühlen. Und das ist was, das habe ich immer wieder beim Blick in die Welt oder wenn irgendwie mein Leben mir viel zu viel wird, dass ich so in die Isolation gehe.
Und das, was mich so rausholt, würde ich dann christlich als die Liebe Gottes kennzeichnen oder bezeichnen. Und wenn ich da dann reinfallen kann, dann weiß ich, wenn mir alles zu viel wird, dann vertraue ich darauf, dass es sich doch nochmal wendet. Da könnte man dann auch so eine Auferstehungshoffnung mit reinnehmen, egal wie die Vorzeichen stehen.
Gott kann da das Blatt noch wenden. Jetzt ist es wahrscheinlich doch wieder ein bisschen abstrakt geworden. Sarah, du kannst folgen. Voll, voll. Als erstes habe ich überlegt, das Herz wird so seltsam erwärmt. Ich war heute so gefrustert, Eben wegen dieser politischen Situation. Ich muss echt sagen, diese ganze MAGA-Geschichte in Amerika, Donald Trump, all dieses, das geht mir so dermassen an die Nieren.
Das macht mir solche grosse Angst. Und ich habe gemerkt, ich muss jetzt schnell einfach raus. Ich muss irgendwie weg. Ich bin nach draussen gegangen, ich höre ganz viel Musik und ich habe mir dann Musik angemacht. Und tatsächlich höre ich ganz gerne eben Hymnen. und ich habe so eine Spotify-Playlist mit methodistischen Hymnen und ich komme dann einfach zur Ruhe.
Das ist für mich so ein Zeichen von diesen Menschen, die haben auch solche Nöte erlebt wie ich, die hatten Sorgen wie ich, die haben in Kriegs- und Krisenzeiten gelebt und haben vertraut und haben das aufgeschrieben. Ja, und dann bin ich laufen gegangen, die frische Luft, das hat mir gut getan und dann ist ein Habicht über mich drüber geflogen.
Also der war ganz nah, der war vielleicht so zehn Meter oben. Das war wirklich ganz speziell und das war eben auch so ein Moment, ob das jetzt Gott war, keine Ahnung. Aber das hat mir auch so ein Gefühl gegeben, da passiert was, da sehe ich etwas. Ich fühle mich irgendwie, ich sehe dieses Tier, diese Majestät, die dieses Tier hat.
Ja, ich merke gerade in der Film ein bisschen die Worte, aber es war einfach so ein schöner Moment. und dann eben gleichzeitig diese Hymnen im Ohr. Das war echt schön. Und ich merke auch tatsächlich, ich habe am Sonntag eine Predigt, wenn wir das am Montag ausstrahlen, dann ist sie dann schon vorüber und ich werde genau über das predigen, dass eben die Menschen vor uns, Methodistinnen, Methodisten, aber auch Christmenschen, auch nichtgläubige Menschen, die hatten immer schon Krisen.
Da gab es immer schon ganz, ganz viel Schreckliches. und die haben das geschafft. Und das waren Menschen wie du und ich. Das waren nicht unbedingt spezielle oder besonders begabte Menschen, aber die haben es geschafft und wir sind immer noch da und wir haben alles überdauert. Und das ist auch so meine Trotzkraft, so meine Hoffnung, dass es weitergeht und dass wir in diese Fußstapfen hineintreten dürfen, auch mit unseren Ängsten und Sorgen.
Das fühle ich richtig, was du gerade erzählst. Und für mich ist es so ein bisschen dieser tröstliche Gedanke, dass diese Jesusbewegung und auch die Bewegung und John Wesley, das waren ja so randständige Außenseiterbewegungen eigentlich. Also nicht das römische Reich, sondern Reich Gottes und nicht die englische Krone oder was auch immer, sondern irgendein Pastor, einer unter vielen, der dann losgeritten ist und Menschen miteinander verknüpft hat und so weiter und so fort.
Also ich glaube oder mein christlicher Glaube ist nicht auf Herrschaft in menschlichen Kategorien irgendwie aus und das macht mir Hoffnung, also dass die liebe Christi irgendwie eher der Sand im Getriebe ist, als der Motor, der über alles drüber walzt. Und das sage ich mir und den Menschen in meinem Umfeld immer wieder und das ist so ein bisschen was, der leise Windhauch und nicht der große Sturm, der mich da weitergehen lässt.
Und Damien, du hast ja die Frage jetzt mit der Liebe Gottes angesprochen, das heißt, du hast schon vorher drüber nachgedacht. Sarah und ich haben jetzt gerungen und hier unseren Gedanken live ins Mikrofon gestammelt. Jetzt gib du uns doch mal hier die richtige Lösung. Was ist es mit dieser Liebe Gottes? Wie kann ich mich da reinfallen lassen?
Ja genau im ja also ich habe darüber nachgedacht also ich glaube zwei dinge sind bei mir aufgepoppt ist die drei eigentlich also ich glaube mein mein erster grund gedanke war wenn ich mir momente am tag zeit nehme und ich habe da so eine app prayer to go ist glaube ich von den jesuiten meine ich sogar Englischsprachig aus Großbritannien.
Und die machen so eine ganz bestimmte Art, wie sie so ein Morgengebet machen mit manchmal moderner Musik, manchmal klassiker Musik und dann eben im Bibeltext und dann Paraflexionsfragen. Und da hatte ich schon ganz oft so den Moment, wo ich mich super nah bei Gott gefühlt habe und das Gefühl habe, okay, alles ist gut oder alles wird gut oder da ist Hoffnung. Ja.
By the way, Tolkien in Herr der Ringe spricht von EU-Catastrophe, also EU, von dem griechischen Gut, ist immer die Hoffnung zu haben, es kann etwas Gutes sich komplett von jetzt auf gleich umändern. Also wenn auf einmal Gandalf doch lebt oder wenn die Reiter von Rohan auftauchen und da hast You Catastrophe.
Und das ist so ein Wort, was das seit kurzem, seitdem ich das so intensiver lese, mit mir geht, ist, wenn mir alles gerade chaotisch ist oder wenn mich was auch mehr wirklich jetzt mittlerweile Angst macht, zu wissen, nee, da ist dieser Moment of You Catastrophe. Also da kann diese Hardcore-Wendung zum Guten kommen und das gibt mir dann schon das Gefühl, dass Gott da ist und Gott eingreifen kann.
Und am Sonntag, letzten Sonntag, 16. Februar, da hatte ich über die Seligpreisung im Lukas-Evangelium gesprochen. Und bei der Vorbereitung und beim Redigen witzigerweise sind diese Worte von Jesus mir so nahe gegangen, weil ich habe auf einmal wirklich diese Liebe, diese Nähe. Diese eintauchende Gottesliebe so gespürt.
Wie als wäre ich, also so ein Bild, was mir dann doch nochmal kam, war, wie jetzt würde ich in so ein warmes Wasser reinspringen, ach wie schön, kuschelig, ja so. Und das war so dieser Moment, ich hatte fast Tränen in den Augen beim Predigen, witzigerweise, obwohl ich die Prediger schon kannte. Und ich dachte so, oh, good job.
Aber das sind so Momente, wo ich das spüren darf und wo ich das Gefühl habe, ja wow, Also es ist, glaube ich, weniger so eine Sache, aber immer wieder, wo es so auftaucht und wenn ich dann offen bin, Open Heart habe, was ja auch einer unserer Verse, der im K ist, Open Heart, Open Doors, Open Minds. Oder wo auch immer die Reihenfolge war, sondern er wusste es auch nicht mehr.
Und dann letztens, was ich dachte, weil ich dann die Frage mit mir im Kopf hatte, am Montag war ich Skifahren. Und da saß ich da im Lift so alleine und hatte auf einmal das Gefühl, ach ja, Jesus sitzt neben mir. Also so habe ich so drüber nachgedacht und dachte so, ja. Und so diese Natur, was du mit dem Adler angesprochen hast, Sarah, wenn ihr auf einmal das Gefühl habt, alles wird mal kurz weggenommen und ich kann einfach sein und ich mache mir bewusst, Gott ist da und liebt mich.
So würde ich das beschreiben, dieses in die Liebe sich eintauchen. Und das erdelt mich dann immer wieder, dass ich dann doch auch nochmal runterkomme, die emotionalen Stress oder die emotionale Aggression, die ich dann schon bekomme, wenn man so die Nachrichten liest, dass ich das dann mal wieder basic, mal wieder wohl, mal wieder runterkomme und auch diesen Satz höre ich immer wieder ganz gerne in meinem Kopf, es gibt nur einen Messias und du bist es nicht.
Und das hilft ja auch. so, das war mal eine Überlegung. Ja, aber finde ich voll spannend, also richtig schön auch, wie du den Gedankengang spannst. Ich glaube, wenn wir jetzt so die Sachen, die wir jetzt beschrieben haben, wenn man die zusammennimmt, dann ist da ganz schön viel dabei, weil. Mir hätte jetzt bei dem, was ich glaube ich gesagt habe, würde mir so dieses Zuruhekommen noch ein bisschen fehlen, weil ich habe es eher beschrieben von als, wieder losgehen und das wäre jetzt was, was mir bei deiner Beschreibung, Damien, so ein bisschen fehlt, weil ich kann natürlich zur Ruhe kommen und mir sicher sein, dass Gott es gut mit mir meint.
Ich in meiner privilegierten Situation habe den Luxus, dass ich auch bei egal welchem Wahlergebnis jetzt keine unmittelbaren persönlichen Folgen, direkt befürchten muss, aber natürlich doch, weil eben meine Mitmenschen da teilweise ganz schön direkt von betroffen sind. Und deshalb finde ich so, diese Liebe Gottes ist einerseits dieser warme Mantel, der einen irgendwie umgarnt und dann auf der anderen Seite eben diese Aktion, dass es eben doch auch auf dich ankommt.
Also auch wieder dieser Weg in die Aktion und in die Solidarität rein. Und wenn wir das so ein bisschen zusammenkriegen, dann sind wir, glaube ich, relativ nah dran an dem, was dann Evangelium ist. Also da steckt ja auch dieses Eu, dieses Griechische drin, also die gute Nachricht, die gute Botschaft, dass es sich eben wendet und es wendet sich mit uns, aber nicht durch uns so irgendwie. Vielleicht so.
Ich fand es auch... Sorry. Ich fand es auch so, so mit J.J. Warren dann, also die englischsprachige Folge, das ist ja eigentlich genau das, also. Ist jetzt nicht das gleiche Thema, wie wir jetzt gerade haben, mit den Wahlen und alles, aber es ging ja auch um Gerechtigkeit und wie er den Mut hatte, eigentlich eine Botschaft öffentlich in einem grossen Raum zu sagen, die ja auch viral gegangen ist anscheinend.
Und er hat das zwar gemacht, aber ich glaube, das hat es auch mit ihm gemacht. Also das war irgendwie, ich habe das total gespürt, wie so eine riesige Kraft über ihn kam und was er da erzählt hat. Und das war für mich so Methodism in a nutshell. Also es ist eben, es ist Evangelium, es ist eine gute Nachricht, dass alle Gerechtigkeit verdienen und dass es gut sein muss für die Menschen.
Aber es braucht auch uns, dass wir was tun, dass wir aktiv etwas sagen, dass wir dagegenhalten, dass wir sagen, nee, so nicht, das ist nicht okay. Es muss allen gut gehen. Das hat mich auch extrem berührt. Das ist mir jetzt gerade wieder so in den Sinn gekommen. Es hat so gut gepasst. Aber das Reich Gottes eben, also so will ich auch nochmal sagen, Jesus lädt ja seine Jünger ein, ganz am Anfang, nachdem er verkündet, was das Reich Gottes sein soll, wie es aussehen wird, oder dass es angebrochen ist.
Markus 1, 14 bis 16, würde ich dir das wissen wollen. Und danach ruft er seine Jünger, weil er der Meinung ist, ja nee, mit euch werden wir das jetzt aufbauen und ihr seid daran beteiligt und ihr habt euren Part darin zu spielen. Und ich dachte halt nur auf der anderen Seite, Mo, zu deiner Kritik. Ich habe ja gerade einen Hund hier, so einen Welten und so. Und was ich da jetzt dann doch auch merke ist, der hat halt Momente, wo er echt ängstlich ist noch.
Und wenn ich ihn dann in einen bestimmten neuen Kontext setze, wo er dann auf einmal nicht weiß, was jetzt los ist, dann zittert er und so. Und dann denke ich mir so, wenn ich die ganze Zeit am Limit bin und die ganze Zeit in diesem Angstmodus bin oder getrieben von Frustration oder eben, ich muss jetzt wieder was tun, dann funktioniert es halt nicht auf Dauer.
Das geht vielleicht mal ganz gut, aber wenn ich ihn permanent in diese Situation setze, ist es nicht schön. Und dann geht er wieder in seinen Hundekäfig, Crate im Englischen, wo er sich super wohlfühlt und was ihn dann, weil es geschlossen ist und was ihm irgendwie Raum gibt. Ich glaube, so meine ich dass ich brauche. Ich bin eher der, der immer macht, macht, macht und wir müssen das ändern, wir müssen da noch vorwärts gehen.
Und ich musste eher mal wieder lernen, ab und zu muss ich doch mal in die Liebe Gottes wieder eintauchen, mich verorten und wieder runterkommen und dann wieder losgehen zu können. Also so würde ich das, weil ich eher vom anderen Extrem herkomme. Richtig schön. Das war auch überhaupt keine Kritik. Ach, ich hab dir also, ich war so, aber wir müssen hier ja theologisch streiten und debattieren, denn die Leute dann willst du was von uns auch haben.
Also wenn wir Einheitspreise im Methodismus nicht unbedingt so haben. Genau, weil Leute gestritten haben, das ist ja auch nochmal eine gute Reference zu Sonja, Rückbeziehung zu Sonja, bist du in der Lage, Elternzeit zu nehmen? Das war ja auch so ein Thema in der Einfolge. Man muss dafür streiten und man muss dafür auch Dinge verändern.
Ja, und andere große Sachen, also es ist ja, mal abgesehen von Elternzeit, das ist ja klein gegenüber Sklavereiabschaffung oder Demokratie oder all das. Also das hat ja immer ganz einfache Menschen gebraucht. Und ich finde deswegen auch Kirchengeschichte oder Allgemeingeschichte einfach so wichtig, weil wir einfach sehen, dass es kleine Menschen waren.
Menschen, die wie Frodo Angst hatten, aber die haben es halt gemacht. Aber nicht ohne Sam. Ja, ohne Sam. Es braucht einander, wir brauchen einander. Das glaube ich auch. Genau, es war auch noch von einem großen Streit die Rede. Der ist in allen drei Folgen aufgeploppt, und zwar der um die Homosexualität beziehungsweise den kirchlichen Umgang damit.
Reinhard hatte so ein bisschen gestreift und der konnte den Streit an sich von seinem persönlichen Standpunkt her gar nicht nachvollziehen. Sonja hatte ein bisschen Sorge, dass die Kirche zerbricht und JJ war mittendrin in der Debatte. Also das fand ich irgendwie spannend. Wir haben ja die Gäste so unabhängig voneinander angefragt, aber jetzt ist so ein bisschen eine Entwicklung gekommen.
Habt ihr das Gefühl, wir müssen diese Debatte nochmal ansprechen? Ich habe in der Folge mit Sonja so ein bisschen umrissen, was da los war. Wie war das für euch? Habt ihr da das live verfolgt oder ist das was, wo ihr jetzt schon kirchengeschichtlich historisch drauf schaut? Erzähl mir zuerst. Ich war, danke sehr, ich habe mich auch schön brav gemeldet diesmal.
2019, als die Generalkonferenz war, hatte ich meinen Ordinationsgottesdienst. Und der war im Mai oder Juni und die Generalkonferenz war im März, meine ich, also es war irgendwie zwei Monate dazwischen oder so, oder einen Monat vielleicht sogar nur. Und ich erinnere mich, dass ich da gestanden habe, und geweint habe.
Und ich bin dann auch zu spät zu meinem Gespräch mit dem Bischof gekommen, weil ich im kurzen Moment, das habe ich glaube ich nie gesagt offiziell, gezögert habe, ob ich das wirklich machen will mit der Ordination. Weil ich muss ja dann das Versprechen abgeben, dass ich mich an die Verfassung, Lehre und Ordnung unserer Kirche halte, die diesen Satz drin hat.
Du musst sogar dann versprechen, dass du diese Verfassung, Lehre und Ordnung, evangeliumsgemäß hältst. Also der Satz ist irgendwie, ich verspreche, dass ich die VLO der EMK für dem Evangelium gemäß halte. Also es ist schon ein hohes Versprechen. Kann ich ganz kurz reingrätschen, nur damit die Leute, die vielleicht jetzt gar nicht wissen, über was wir sprechen.
Moritz, kannst du das kurz so zwei, drei Sätze irgendwie, was ist da 2019 passiert? Genau, also für die Generalkonferenz, da kann man glaube ich die Folge mit Sonja nochmal hören. Prinzipiell hat sich da in den USA, also bei der höchsten Konferenz, also alle jährlichen Konferenzen, beziehungsweise alle Zentralkonferenzen, das sind so die Kirchenparlamente, da gibt es unterschiedliche Stufen und dann die alleroberste global in der United Methodist Church, die hat sich getroffen, weil die über Jahre eigentlich ein bisschen sich blockiert hatte und nicht mehr richtig arbeitsfähig war und dann klar war, okay, wir müssen diese Debatte um Homosexualität und die methodistische Bewertung dieser Homosexualität und ob wir Personen ordinieren,
die offen homosexuell leben, die muss geklärt werden, weil wir sonst nicht mehr arbeitsfähig sind. Und dann gab es da ein Gremium, das war aus verschiedenen Bischöfinnen zusammengesetzt und die sollten so eine Vorarbeit leisten, damit dann diese Generalkonferenz entscheiden kann. Und da gab es drei verschiedene Pläne, wenn ich das richtig noch im Kopf habe.
Das eine war eben eine Liberalisierung, das andere war ein Nebeneinander, also ein Einheitsplan sozusagen. Und das dritte war eine Verschärfung. Das war der Traditional Plan. Und aus Deutschland haben alle damit gerechnet, dass dieser Einheitsplan irgendwie durchgeht und dass man dann regional die Freiheit hat, das so zu entscheiden, wie der kulturelle Kontext irgendwie passt.
Also ganz nah an diesem Denken und Denken lassen dran. Und dann gab es aber, und das war, wenn ich das richtig weiß, nicht so ganz sauber, gab es dann auf dieser Konferenz eine Dynamik, dass da dann dieser Traditional Plan abgestimmt wurde. Und das hätte dann eben bedeutet, dass das Ausleben von Homosexualität nicht unter einen Hut zu kriegen ist mit methodistischem Kirchenrecht.
Also dass da entsprechende Passagen dann auch in dieser Kirchenverfassung, Verfassung Lehre und Ordnung heißt es in Deutschland, Book of Discipline ist es glaube ich im englischsprachigen Kontext, dass die da so drinstehen. Und diese Entscheidung war eben dann ganz knapp vor Damiens Ordination. Und bei der Ordination, da wird man beauftragt zum Dienst als Ältester, also als Pastor oder Pastorin in der evangelisch-methodistischen Kirche.
Und da muss man eben zum Beispiel dann sagen, dass man eben diese Verfassung, Lehre und Ordnung schriftgemäß hält und auch vertreten will. Mittlerweile ändert sich da ein bisschen was. Also da ist jetzt Bewusstsein da, dass sich das auch immer wieder anpasst und dass wir im Methodismus ja auch ein dynamisches Verständnis haben von Recht und von Schriftverständnis.
Aber ich kann die Gewissensbüsse, Damien, kann ich voll nachvollziehen. Es war schlimm. Für mich war es auch schlimm, das zu versprechen, sondern einfach auch zu sehen, wie die Kirche die Einheit nicht mehr gewährt werden kann und wie auch diese Kirche. Die Freude, die dann die andere Seite hatte, gegenüber der anderen und teilweise eben auch auf Lügen.
Also es gab ja auch dann die Sache, dass afrikanische Konferenzen und Mitglieder erzählt wurde, wenn sie den Einheitsplan wählen, dass sie dann alle die Homosexuelle erlauben müssen. Obwohl es ja in den Ländern sind, wo es von der Regierung her verboten ist und solche Sachen. Und es kam alles später raus. Und jetzt ist ja sogar so, dass die Mehrheit der Konferenzen in Afrika nicht sich von der United Methodist Church ablösen will, obwohl wir jetzt Liberalisierung haben.
Weil sie gemerkt haben, sie dürfen bleiben, wie sie sind in ihrem kulturellen Kontext. Und das sind so Sachen, die mich, glaube ich, da sehr, sehr bedrückt haben. Nicht nur die Richtung, die gegen mein Bibelverständnis spricht und mein Verständnis als Pastor, aber eben auch das aufgrund von Lügen und auf einen Wunsch vielleicht auch der Zerstörung, so kam es zumindest auch an.
Und da sind die USA aber auch nochmal anders und waren da auch Federführer in den ganzen Debatten. Und es war, wie gesagt, super schwierig, 2019 da dann mal Versprechen abzugeben. Und ich weiß auch, wie Bischof Harald Rückert da gelitten hat. Wir hatten da eine Konferenz, den letzten Konferenzabend habe ich Klavier gespielt für ein Lied.
Ich glaube, es war Uns segne und behüte uns. Aus dem Gesangbuch 400 irgendwas. Und der Bischof hatte Tränen in den Augen. Er war zu mir gerichtet auf die Leinwand. Es war einfach heftig. Emotional. Und auch zu sehen, wie Menschen leiden. Und wenn du dann J.J. Warren hörst, was er auch gesagt hat, dass er dann, dass er den Ruf gehört hat und er will Pastor sein und er hat Menschen evangelisiert und Menschen auch zu Jesus geführt, die mit Kirchen nichts zu tun hatten und dann gesagt bekommt, ja gut, aber du bist halt falsch gepolt und deswegen hast du keinen Platz hier.
Dieser Schmerz, den die Kirche Menschen zugefügt hat, war für einfach schlimm. Von daher gut, dass wir auch dem nochmal eine Stimme gegeben haben. Und dass JJ jetzt auf dem Weg ist, da ordiniert zu werden und auch schon eine Gemeinde, eine Online-Kirche leitet, finde ich mega cool. Vielleicht mal Bischof.
Vielleicht mal Bischof. Who knows? Jetzt ist auch intern so Bischof. Ja, who knows? Und mein Bischof zum Beispiel hier in der Pacific Northwest, an der Westseite, der ist mit einem Mann verheiratet. Und das ist einfach so. Das ist voll in Ordnung. Ja, also ich glaube, in den verschiedenen Gemeinden wurde ja über dieses Thema unheimlich viel gerungen.
Also ich weiß noch, als diese Debatte dann vor der Tür stand, gab es da in allen möglichen Gemeinden Infoabende und Gesprächskreise und in Deutschland dann den runden Tisch, der irgendwie versucht hat, da eine Lösung zu finden. Und da habe ich schon gemerkt, dass dieses Bemühen um Einheit, ich glaube, das hat Sonja auch erzählt, dieses Bemühen, sich zu verstehen oder sich stehen zu lassen oder irgendwie miteinander zurecht zu kommen, dass das schon ziemlich hochgehängt wird.
Also das nehme ich schon auch so wahr. Also man sucht da nicht die Trennung und gleichzeitig ist die methodistische Bewegung mittlerweile so aufgesplittert, an den unterschiedlichsten Fragen immer wieder auseinandergegangen. Also ich bin schon gespannt, wo das in Zukunft hinführt, wenn christliche Kirchen insgesamt in der westlichen Welt zumindest kleiner werden.
Führt das dann zu Bündelungen und zu mehr Zusammenarbeit und Ökumene und so weiter? Oder ist das was, dass man da einfach nicht mehr zueinander findet und jeder irgendwie so sein Süppchen kocht, aber halt immer kleinere Portionen? Weiß ich gar nicht. Ich finde es halt, also was ich, um das vielleicht nochmal zu sagen, damit vielleicht zum Ende zu führen, ist, was mich schockiert hat, weil ich war ja auch dann in dem Prozess beteiligt, diese Gespräche zu führen, meine Gemeindeglieder und, und, und, unter Tisch.
Die Energie, die wir über Jahre in dieses Thema investiert haben, das zu diskutieren und die Brücke zu bauen, ist ja alles schön und gut. Ich würde aber auch gerne mal sehen, wie wir diese Zeit nehmen, investieren, über Jahre an einem Tisch zu setzen und zu fragen, wie wir das Problem mit Armut und Reichtum in den Griff kriegen.
Weil es sind ja über 2000 Bibelstellen, also kann man gerne mich korrigieren, wenn ich falsch liege, über 2000 Bibelstellen, die sich damit beschäftigen, über 30 Bibelstellen, die sagen, Welcome the stranger, the immigrant in our country. Ja, die sind ganz klar. Homosexualität, vielleicht fünf Stellen, über die wir diskutieren können.
Aber dass wir immer diese ethischen Themen so hochhängen, aber dann, wenn es um die eigentlichen Themen geht, die in der Bibel sowas zu mir erzählt werden, die sind immer so nebenherlaufen, die halt einfach mit. Aber wir können da, also da würde ich gerne mal hinsetzen und diskutieren, wie verstehen wir Reichtum, wie verstehen wir Armut, was ist unsere Position als Kirche, wenn wir in der Gemeinde einen Reichnamen, der zwei Millionen besitzt, müssen wir dem auffordern, es abzugeben. Können wir mal darüber diskutieren.
Also, sowas machen wir nicht. Das regt mich eigentlich schon auf. Da war ich schon wieder emotional. Dass wir solche Themen halt viel mehr... Oder jetzt, wie viele Verse gibt es denn, die trans Menschen verurteilen in der Bibel? Bingo-Question? Zero. Zero. Null. Aber darüber wird dann diskutiert. Und man muss die Kirche sich da debattieren darüber, ob wir jetzt trans Menschen akzeptieren. Das ist die nächste Debatte, die jetzt um die Ecke kommt.
Und da denke ich mir einfach so, können wir denn mal das machen, was Jesus wirklich interessiert hat? Und da mal Zeit investieren. Mich erinnert das, ich bin ja 2020 zur EMK gekommen. Und das war meine erste JK in 2020. Und das war immer noch sehr aufgeheizt und sehr, sehr schwierig, auch in der Schweiz.
Und ich erinnere mich, dass ich echt gedacht habe, was mache ich eigentlich hier? Ich habe gedacht, es sei eine coole Kirche. Und jetzt das. Ich hatte Freunde da, Anna J.K., die sind weinend rausgelaufen, weil das sie betrifft. Also da wurde über sie gesprochen. Da gab es Anträge über sie. Da wurden Menschen, die seit Jahren ringen um Glaube.
Um einen Platz in der Kirche, die wurden diskreditiert. Denen wurde der Glaube abgesprochen. Wir kennen es. Das hat mich extrem beschäftigt und es hat mich auch wütend gemacht damals. Es hat sich jetzt ein bisschen geändert und ich bin wirklich sehr, sehr froh darum, Und gleichzeitig, glaube ich, wir haben einfach Schuld auf uns geladen.
Also das ist noch nicht fertig. Aber ich erinnere mich gerade eben an eine Begebenheit, auch 2020 an der JK. Wir hatten dann kleine Gruppen, die wir bilden konnten. Und ich hatte eine Gruppe mit einer, wir waren fünf, sechs Leute und da war eine Dame dabei, eine alte Methodistin, die war 80, 90 Jahre alt, also wirklich sehr, sehr hochbetagt schon.
Und die war so entspannt bei dieser Diskussion und sagte mir dann in wunderbarem Zürich-Deutsch, ja, weisst du, in den 80er-Jahren war es die Gurtenpflicht, jetzt ist es halt die Homosexualität. Also in den 80er-Jahren war es halt die Gurtenpflicht beim Auto. Da hat man sich übt, das ist das Zeichen des Biestes.
Jetzt ist die Apokalypse hier und so. Und jetzt sind es halt die Homosexuellen. Aber es wird auch vorübergehen. Und das hat mir in dem Moment ein bisschen geholfen und dann eben habe ich auch entschieden, ja okay, wenn sie das so entspannt sehen kann, kann ich das vielleicht auch. Und jetzt bin ich immer noch hier.
Richtig schön. Ja, ich glaube, so ganz langsam müssen wir gegen Ende gehen zumindest. Aber eine Frage hätte ich noch, die bezieht sich auf die Folge mit JJ, eben genau diese Online-Gemeinde, weil er da so ein bisschen was erzählt hat und anklingen hat lassen, dass es immer noch so rechtfertigungsbedürftig ist.
Also ist so eine Online-Community, ist das eine richtige Gemeinde oder wie sieht das aus, das Verhältnis von realem Leben zu digitalem Leben? Ich hatte so den Eindruck, dass im Laufe der Corona-Pandemie sich das ein bisschen verschoben hat, weil da einfach zwangsläufig mehr Leben im digitalen Raum stattgefunden hat.
Aber also ich bin jetzt hier der Jüngste von uns und ich weiß noch, wie es war vor dem Internet. Und das heißt, ihr wisst es noch richtig gut, aber das ist doch heute, also für junge Menschen, also ist es doch gar nicht mehr so trennbar. Also ist mein Leben digital oder analog? Natürlich beides. Oder wie seht ihr das? Und wenn es beides ist und wenn Menschen im digitalen Raum sind, dann finde ich, muss es auch Dienstaufträge in den digitalen Raum geben, so ein Beispiel.
Das ist voll mein Ding. Ich war ja jetzt zwei Jahre, hatte ich eine Dienstzuweisung als erste Online-Pfarrerin in der Schweiz. Also das ist genau meine Geschichte eigentlich. Tatsächlich ist es aber so, dass ich jetzt doch langsam denke, wir brauchen auch Analog. Also jetzt gerade eben mit diesen Herausforderungen, denen wir begegnen politisch mit dem aufkeimenden Faschismus, man muss es einfach auch mal benennen.
Wir brauchen diese Banden, ganz klassisch methodistisch, die wir vor Ort knüpfen. Und das Internet, das ist teilweise ein bisschen rechtsfreier Raum. Also da gibt es halt viel Fake News, da gibt es viel Hassrede, da gibt es ganz viel Schreckliches. Und ich glaube, deswegen ist es auch gut, wenn man sich vor Ort trifft.
Und trotzdem finde ich halt, wir machen jetzt auch eine Aufnahme online. Also das wäre ja nicht möglich gewesen vor 20 Jahren. Es ist ja grossartig, dass wir das können. Und deswegen finde ich, dass man das auch nutzen soll. Und JJ hat ja gesagt, das ist ein Gnadenmittel eigentlich. Also so zeigt sich auch Gott. Und für mich heute jetzt dieses Gespräch, ja, da hat sich doch Gott gezeigt.
Also wieso soll man das verdammen oder irgendwie wegschieben oder so? Nee, es gehört dazu. Aber es braucht beides. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn Leute so vorwärts gehen und sagen, hey, wie wäre es mit einer anderen Kirche? Dann kommt es, die andere Seite, die dann eher dagegen hat oder Vorbehalte hat, tut immer so, als würde die Person oder die Gruppe, die so eine Idee hat, sagen, das ist 100 Prozent, so muss es sein, das ist das Einzige, was wir anbieten wollen. Aber so ist es ja gar nicht gedacht.
Und Jessie, ich hatte ja die Frage gestellt, wann trefft ihr euch denn eigentlich zum Gottesdienst? Und dann hat er gesagt, Samstagabend, damit auch eine lokale Verbindung zu einer Gemeinde Sonntagmorgen stattfinden kann. Aber für ihn ist es eher eine zielgruppenorientierte Arbeit von einer bestimmten Gruppe von Menschen, die sich vernetzen können, in dem Fall LGBTQIA plus People, damit die auch einen Kirchenraum haben, wo sie sich sehr sicher fühlen und wo sie sich vielleicht auch ihre Themen mehr angesprochen wurden.
Ich habe zum Beispiel in einem Gemeindentheil mir mal erzählt, dass ein Pastor halt wirklich jeden Sonntag dieses Thema Willkommen von Homosexuellen angesprochen hat, bis sie dann irgendwann das Gefühl hat, ja bin ich als hetero Person jetzt halt gar nicht mehr gemeint oder willkommen. Und das kann ich auch nachvollziehen, weil wenn ein Thema ständig da ist und das andere dann gar nicht mehr berührt wird.
Und deswegen glaube ich, ist es ganz gut, dass wir diese Räume schaffen, wo wir sagen, da gibt es jetzt einen Raum für die Spezielle, für die Gruppe Spezielle und dann müsste es in einem anderen Bereich, dass es thematisiert wird. Also ich spreche das auch immer mal wieder an und sage, wenn es um so ein Thema geht, Gemeinde willkommen zu machen, wen heißen wir eigentlich willkommen?
Aber halt nicht jeden Sonntag und dauernd. Und das finde ich ganz cool. Und dann dachte ich noch so, und das ist mein letzter Gedanke, am Freitag war ich in der Brauerei hier und mit meinem Frodo unterwegs und da hat mich einer angelabert und ein bisschen gequatscht. Und dann hat er mir ein bisschen seine Lebensgeschichte erzählt und hat dann von seinen besten Freunden aus Texas gesprochen.
Und dann habe ich halt gefragt, Abo, erkennt ihr euch von der Schule? Nee, wir haben immer zusammen gezockt. Und dann haben die damals halt schon, bevor wir Zoom hatten und solche Sachen, haben die halt mit Teamspeak gezockt, sind Freunde geworden, aber haben sich nie gesehen, bis sie dann irgendwann ein Auto hatten mit 16 in den USA zum Beispiel und haben sich dann mal getroffen und sind dann drei Stunden gefahren, um sich zu sehen und sind beste Freunde.
Und da merke ich, ja es geht also Internet kann, auch vieles ersetzen und trotzdem braucht es dann aber die Begegnung und auch die Connections vor Ort mit Leuten aber da sind beste Freunde entstanden, warum soll die Kirche das nicht nutzen, um Nachfolger und Nachfolgerinnen zu machen und das Gefühl auch von Gemeinschaft zu vermitteln.
Amen dazu Mietz Preach, brother, preach schön, vielen Dank euch auch, dass ihr euch jetzt hier so Zeit nehmt mit mir zusammen, dass wir hier die Folge machen konnten. Ein kleiner Ausblick noch, sagt mal einen kleinen Satz, ohne zu viel zu verraten. Wer ist bei euch als nächstes im Holy Club Studio? Sarah?
Ich bin noch nicht entschieden. Ich habe eben zwei gute Geschichten im Petto. Also vielleicht eine Frau, vielleicht einen Mann, aber es sind beide wieder hauptamtlich. Also es ärgert mich eigentlich ein bisschen. Aber es wäre ein Schweizer. Das ist schon mal eine Neuerung. Von daher, mal schauen. Überrascht euch.
In meinem Fall wird es auch ein Pastor sein. Ein männlicher Pastor von den Philippinen. Oh, wow. Nicht schlecht. Wir gehen weiter weg. Okay, dann kann ich hier bei mir Ankündigungen ankündigen. Bisher der jüngste Besuch und ehrenamtlich. Also ich checke einfach die Boxen, die die anderen beiden übrig lassen.
Wir freuen uns, wenn ihr wieder einschaltet, zuhört und mitdiskutiert, sowohl bei Spotify in den Kommentaren oder bei Instagram oder am allerliebsten vor Ort, nicht im digitalen Raum, sondern im echten Leben. Wir senden euch ganz viele Segensgrüße und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin zuhört. Macht's gut.
Macht's gut. Tschüss. Auf Wiedersehen. Tschüssi. Music.