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The Holy Club

Januar Recap mit Sarah, Damian und Moritz

Montag, 27. Januar 2025 · 58 min

MP3

Shownotes

🎧 Ein Monat Holy Club liegt hinter uns – und was für ein Start! Nach spannenden Interviews sind eure Hosts Sarah, Damian und Moritz wieder zusammen im Studio. In dieser Folge erwartet euch ein bunter Mix aus Rückblick, Insights und persönlichen Geschichten.

🔥 Das gibt’s in der neuen Episode:

• Wie kamen die ersten Interviews bei euch an?
• Spannendes Feedback aus unseren Social-Media-Kanälen.
• Ist die Bischöfin wirklich so sympathisch, wie sie klingt?
• Damians Story: Wie ging es mit seiner ersten großen Liebe weiter?
• Moritz vs. die Kirchengeschichte des 18. Jahrhunderts – wer gewinnt?

und was war euer Highlight aus dem Holy Club bisher? Schreibt uns gerne -
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Music. Ja, herzlich willkommen ihr Lieben zum Holy Club oder wie wir auch sagen, unsere Methods am Montag. Heute, Methods am Montag, wir haben wir die Methodisten Moritz und Sarah und meine Wenigkeit Damien und wir machen einen kleinen Recap von den letzten drei Wochen. Recap, für die das nicht wissen, ist, wir gehen nochmal über die drei Folgen, die wir aufgenommen haben mit unseren tollen GästInnen.

Und ja, lass uns doch gleich loslegen. Ich würde gerne mal fragen zuerst, Moritz, wie geht es dir denn? Was machst denn du gerade in deiner Gemeinde so und als Pastor? Was ist denn bei dir gerade los? Ja, voll schön, erst mal dich wieder zu hören, Damien. Und auch schön, dass wahrscheinlich noch mal ein paar andere Leute zuhören.

Wir hatten einen ganz guten Start hier mit Holy Club. Was dazu führt, dass ich jetzt in meiner Elternzeit, die an Heiligabend gestartet ist, doch noch ein bisschen was zu tun hatte. Also wir haben angefangen, Sarah kam mit der Idee irgendwann im Herbst um die Ecke und wir haben direkt unsere ersten Folgen aufgenommen.

Und dann war Release 1. Januar und ja, dann muss man schon ein bisschen hier Begleit-Content liefern auf Instagram oder hier noch einen Artikel posten oder auch Nachrichten beantworten von euch da draußen. Also das ist so ein bisschen das Einzige, was ich gerade an pastoraler Arbeit mache. Dazu kommt noch alles, was ich vergessen habe vorzubereiten.

Also meine Gemeinde in Metzingen, die hatten jetzt zwei Gottesdienste, seit ich nicht mehr im Dienst bin oder gerade in dieser Elternzeit. Und da musste ich vorher und nachher schon noch mal kurz ein paar Nachrichten beantworten oder die ein oder andere Übergabe noch machen. Das wird jetzt weniger. Und ich merke so langsam, dass ich eine Pause habe und für meine Tochter da sein kann. Das ist ganz schön.

Super. Ich glaube, das würde mich jetzt auch nochmal in die Richtung dann gehen, die wir nachher nochmal ansprechen, dass bei einem der Interviews auch so ein bisschen das Thema war Work-Life-Balance. Also wie kriege ich denn eigentlich so das Ganze, was ich alles auf meinem Tableau hatte? Und ich glaube, Katrin hat so ein bisschen davon gesprochen, bei dir, Moritz, wenn man so viel Verantwortung hat und so viel leiten muss, muss man immer wieder gucken, wo man bleibt.

Und dass man auch sein Privatleben dann auch mal Vorrang gibt und dass du das jetzt machen kannst, finde ich super. Und trotzdem mit uns unterwegs bist. Ja, total. Und ich merke ja auch, ich bin sowohl in meiner pastoralen Tätigkeit als auch jetzt in der Elternzeit irgendwie immer ja als ganzer Mensch unterwegs.

Und das lässt sich nicht ganz klar trennen, was ist da jetzt Arbeit, was ist Freizeit, was ist Ehrenamt vielleicht, weil Kirche einfach auch so viele Dimensionen abdeckt. Und das finde ich gerade so ein bisschen raus. Also was mache ich weiter und was nicht? Letztens hat eine Freundin gemeint, du machst einfach das weiter, was dir Spaß macht, oder?

Und ganz so leicht ist es nicht. Also ich bin auch mit Leuten irgendwie an der Vorbereitung fürs Megacamp, eine große Zeltveranstaltung in den Sommerferien. Und da treffen sich die Ehrenamtlichen halt logischerweise auch in meiner Elternzeit. Und dann bin ich da teilweise auch dabei, weil ganz ohne geht es dann doch nicht.

Das ist aber okay. Ich jongliere so ein bisschen und versuche, das auszubalancieren. Ist schon witzig, weil ich dann auch gemerkt habe, mit diesem Holy Club bin ich bei manchen Leuten jetzt so präsent wie noch nie, obwohl ich eigentlich gerade in Elternzeit bin. Ja, man kann ja immer auch sagen, wir haben es vor der Elternzeit aufgenommen.

Ja, ja, alles, alles auf jeden Fall. Auch jetzt gerade nehmen wir nicht am Dienstag irgendwie vor der Ausstrahlung auf, sondern schon im Oktober. Ja, genau. Was mich gerade daran erinnert, wenn du sagst Megacamp, ich finde, das wäre vielleicht auch nochmal was. Ich weiß nicht, ob Sarah das Megakent eigentlich kennt und schon mal davon gehört hat. Gar nicht.

Also ich weiß, Wilder Süden, das hat Moritz beim einen Podcast mal gesagt, aber sonst, keine Ahnung. Ja, das wäre dann mal was vielleicht für den nächsten Monat, ob wir vielleicht mal so ein Ding davon mal anführen und erklären, weil ich finde Megacamp ist echt eine coole Sache, von der man was lernen kann und was über 300 Teilnehmende da ja alle zwei Jahre sich treffen in Süddeutschland.

Megacooles Erlebnis, also da habe ich auch echt eine tolle Zeit gehabt. Aber cool, Sarah, was machst denn du gerade? Bei dir gibt es ja auch ein bisschen was Neues seit unserem letzten Zusammentreffen. Ja genau, also ich bin mittlerweile offiziell als Lokalpastorin eingesetzt. Ab Sommer werde ich in Werdenswil, wo ich jetzt meine Praktikumszeit mache, werde ich dann eben auch offiziell als Lokalpastorin sein und freue mich.

Und das hat mich dann vor lauter Freude, hat mich die Stimme verlassen. Also ich habe am Sonntag vor der Woche meine erste Predigt da gehabt in der Praktikumszeit. Und dann wurde das eben verkündigt auch, dass es dann ab Sommer mit mir weitergeht und am Montag konnte ich dann kaum mehr sprechen. Heute geht es erstaunlich gut wieder, aber ich bin schon noch nicht ganz über dem Berg.

Ich war auch nicht krank, also das war wie, keine Ahnung, einfach Anspannung und irgendwie alles zusammen. Und passt ja auch gut zu dem, was Moritz gesagt hat mit dieser Work-Life-Balance. Ich denke, das hat wahrscheinlich ein bisschen damit zu tun, dass ich das so, ich habe das richtig nach Hause mitgenommen.

Und genau, also ich denke, das wird auch ein bisschen mein Thema sein für die Zukunft. Und der ist vor allem... Ja, ich bin hier der Boss, Moritz. Lass mich mal reden. Das ist gleich der Spaß am Rande. Nee, aber es ist ja, also Stimme verlieren ist halt echt in unserem Job mit das Schwierigste, also du kannst mal gebrochen am Bein predigen oder im Büro sitzen, aber wenn dann mal eine richtige harte Erkältung nicht erwischt und du nicht mehr reden kannst oder in deinem Fall jetzt, sowas, also das nervt, das ist echt, ich weiß auch gar nicht manchmal, wie ich damit umgehe, ich habe das einmal gehabt und das war echt super, super anstrengend, weil das schwierig ist, sich da komplett rauszunehmen dann, ja. Ja, ja.

Ja, genau, ich denke eben, das ist schwierig, genau. Ja, ich wollte nur den super guten, originellen Tipp geben, einfach kürzer zu predigen, weil die Aufmerksamkeitsspanne der Leute ist eh nicht mehr so lang heutzutage und wahrscheinlich hast du einfach viel zu lange und zu viel geredet, weil du so eine begeisterte Methodistin bist, die viel zu sagen hat, wie wir ja schon ein bisschen mitbekommen haben.

Ich denke, eigentlich war es relativ kurz. Also ich habe so nach zweieinhalb Stunden mal gedacht, ja, vielleicht langsam. Die Ersten werden müde, aber vielleicht war es wirklich ein bisschen zu lange, ja. Also da gibt es auch noch einen Tipp, den ich, jetzt muss ich mal doch einen kleinen Heb an die Reutlinger Hochschule machen, was wir, ich weiß nicht Moritz, ob du dich daran erinnern kannst.

Wir haben damals so eine Checkliste bekommen in praktischer Theologie. Was wir dabei haben sollten, wenn wir bei einer Hochzeit sind oder bei einer Beerdigung. Und ich erinnere mich, dass eins der ersten Dinge bei der Beerdigung oben drauf stand, immer ein Ricola oder ein Bonbon in der Tasche zu haben, falls die Stimme auf dem Friedhof versagt.

Ich muss mich da jetzt immer dran erinnern und hatte immer in meinem Talar, wenn ich Beerdigung gemacht habe, so ein Bonbon drin. Nie gebraucht. Aber vielleicht hilft das ja beim nächsten Mal, falls die Stimme abschmiert. Das ist ein richtig guter Tipp, weil ich habe praktische Theologie nur an der Uni gemacht und nicht an der Hochschule.

Aber jetzt bin ich für die nächste Beerdigung gewappnet, kann nichts mehr schief gehen. Und das ist praktischer als an der Uni, davon gehe ich mal aus. Da habt ihr wahrscheinlich auch nur gelernt, wie man eine Exegese macht. Ja, und dass man nicht zweieinhalb Stunden predigen soll. Okay, das macht Sinn.

Okay, Lieben, lass uns mal so ein bisschen in die... Achso, ich darf auch noch kurz erzählen, was ich da eigentlich gerade mache. Ich hatte niemand gefragt, Damien, aber ich kann dich mal fragen, was geht denn bei dir so? Schön, dass du fragst, Moritz. Ich bin gerade in Chini. Ich unterrichte ja nebenher noch Deutsch. Es läuft gerade Vollgang.

Ich habe ja seit kurzem einen Hund, den Frodo. Der ist sehr anstrengend und braucht viel Aufmerksamkeit. Aber gemeindemäßig als Pastor sind wir jetzt gerade in Vorbereitung für die Passionszeit. Da haben wir jetzt eine neue Serie am Laufen. Und wir haben ein Projekt am 4. Mai, das ist dieses Jahr ein Sonntag.

Und ich weiß nicht, für die Star Wars Fans unter uns May the 4th be with you wurde ja auch mal falsch übersetzt, kennt ihr das Video wo der deutsche, Übersetzer sich da vertut als George Lucas am Ende seines Interviews sagt, May the 4th be with you und der deutsche Übersetzer übersetzt und sagt, oh mögen wir uns am 4. Mai wiedersehen, Hat das halt komplett falsch übersetzt. Und irgendwie ist jetzt der vierte...

Ja, wurde er auch. Und das ist, keine Ahnung, 20 Jahre her oder so. War zum Interview von Episode 1 oder sowas oder 2. Und seitdem ist das irgendwie der Star Wars Tag, zumindest, was ich gelesen habe. Und wir machen hier einen Star Wars Gottesdienst. Und da sind wir gerade in Vorbereitung. Wir werden die Kirchen raum in einen Weltalf mit schwarzen und Lichterkette und so.

Und wir werden an der einen Seite die X-Wing Fighters an die Wand malen. und den Falken. Also, ja, Heresie für manche, für uns, wird das quasi wie eine Parabel, die Jesus benutzt, reden wir halt über Star Wars und benutzen das, um vom Reich Gottes zu erzählen. Und das wird am 4. Mai sein, da freue ich mich drauf, da habe ich richtig Bock drauf. Willst du dich wieder verkleiden?

Bei Lord of the Rings warst du ja Gandalf, ne? Ja, da war ich Gandalf am Ostersonntag. Ich habe da auch ein paar richtig geile, da habe ich ein Reel draus gemacht für unsere Gemeinde und es hat auch echt viele Views bekommen bei Instagram und ein paar Hater, also jetzt geht die Kirche aber in die Hölle und hier, der Pastor gehört, der gehört, genau, kreuzig und gesternig, keine Ahnung, was da alles so stand.

Also die Leute sind so witzig. Wäre auch nochmal eine Frage, lass uns, ich will jetzt mal gerade stellen, das hat jetzt mit dem Podcast per se nichts zu tun, aber wie seht ihr das mit dem. Mit aktuellen Bezügen zur Popkultur in Predigten oder in Gottesdiensten? Also ist das völlig in Ordnung gibt es da Bedenken, habt ihr das schon selber gemacht, wie sehr kann man das übertreiben oder auch nicht, habt ihr da so eine Idee im Kopf gerade und Feedback haben wir vorher nicht besprochen, aber es kommt mir jetzt gerade so.

Also ich finde es prinzipiell ziemlich cool, weil du auf jeden Fall Leute in ihrer Lebensrealität einfach abholst und ich meine so Römisches Reich vor 2000 Jahren oder dann noch ältere Texte aus dem Ersten Testament, die sind einfach super weit weg und auf jeden Fall, meiner Meinung nach, übersetzungsbedürftig.

Und wenn du dann jetzt aktuelle Popsongs oder Filme oder sowas hast, wo die Menschen eh drin leben, also ich lebe ja in den Filmen, in der Literatur, in den, Songs, die ich höre, und du da ein Beispiel machst und daran klar machst, was irgendwie Evangelium ist oder wo dir Gott begegnet oder wo du Gnade findest, dann finde ich das einen viel leichteren Zugang und meistens ist es ja in Kirchen dann doch noch rückgekoppelt.

Also ich kenne wenig, jetzt zum Beispiel Taylor Swift Gottesdienste, gibt es relativ viele dieses Jahr, die haben ja trotzdem noch eine Rückkopplung drin, also es ist ja nicht oder meistens nicht einfach nur, wir hören jetzt gemeinsam Taylor Swift und das war's, sondern es wird dann ja schon noch mal ein Bogen gespannt und das finde ich für viele ansprechender als einfach nur eine Lehrpredigt oder so.

Wäre jetzt meine erste Reaktion. Ich finde, das ist ja auch ein Stück weit biblisch. Also wenn man die Briefe anschaut, die sind ja immer mit Bezug zu dieser damaligen Zeit. Also irgendwie ein Römerbrief, der geht ja, da nimmt das ja Bezug auf das römische Reich und die Situation der Christen da. Und ich glaube auch, dass eben Methodismus, Wesley, das ja auch eigentlich immer von seinen Leuten ein bisschen wollte, dass man nicht aus einer fernen Lebensrealität predigt.

Das muss ja mit den Leuten schon was zu tun haben. Und insofern, bitte, darf auch ein bisschen politisch sein, finde ich tatsächlich. Man muss ein bisschen schauen, was es für Leute sind, die da in die Gemeinde gehen und so. Aber ich finde, ja. Das wäre tatsächlich meine kritische Rückfrage, Damien. Also auf dem Level, wie du das machst. Genau, sag mal.

Mit Lord of the Rings oder jetzt Star Wars. Ist deine Gemeinde das, die das so treibt oder hast du die einfach so unter Kontrolle, dass die machen, was du willst und jetzt dieses Jahr Star Wars, nächstes Jahr Harry Potter oder was auch immer dann dran ist? Du bist auf der richtigen Spur. Diesen Herbst haben wir eine Filmreihe laufen, da werden wir nochmal Lord of the Rings zwei Sonntage, zwei Sonntage Harry Potter und zwei Sonntage Star Wars und zwei Sonntage Greatest Showman und dann die durchmachen und werden die Kirche in Star Wars, Harry Potter, Lord of the Rings und Zirkus verwandeln.

Also das wird ganz gut gehen. Hört man eigentlich den Hund gerade? Nee. Okay, gut. Weil er ist ganz schön am Weining, weil er draußen Action erleben will. Frodo, meine Güte. Nee, ich hab die Gemeinde unter Kontrolle. Ich glaub, der eine Punkt ist, dass du hier eine super krasse Vertrauens Vorschuss hast von der Gemeinde, dass du der Pastor bist.

Also da ist eine sehr hohe, ich sag mal so, es ist wie Landeskirche im Sinne von, dass der Pfarrer sozusagen schon sehr hoch angesehen wird von der Gemeinde, und auch so eine Entscheidungsgewalt. Wenn ich was sage, wir machen das so, dann wird das so gemacht. Also es ist schon so. Aber du hast trotzdem eine sehr große Unterstützung und breite Bereitschaft.

Also wenn du die Leute auf eine gute Weise mitnimmst, dann machen die alles mit und haben da Bock drauf. Und ich hatte halt, das kam halt eher so, dass ich immer wieder so kleine Schnipsel von Lord of the Rings mal eine Predigt eingebaut hatte, wo ich dann mitbekommen habe, wie viele in meiner Gemeinde das als Jugendliche gelesen haben.

Ich habe eine 80-jährige Oma, die mir erzählt hat, sie hat jetzt ihrer Tochter vorgelesen, Lord of the Rings und dann ihrem Enkelkind vorgelesen und die ist jetzt im Buchclub. Heute haben wir wieder Lord of the Rings Book Club in drei Stunden und machen das zusammen und da ist sie auch dabei mit 82, also weil sie das einfach liebt, das Buch.

Und da merke ich einen Unterschied zu Deutschland. Also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass sie 70, 80 jährigen Omis und Opis der Harry Potter gelesen haben, was hier meine Leute gelesen haben. Und dann auch die Filme geschaut habe. Und meine Pianistin zum Beispiel ist 72, die liebt Herr der Ringe, hat ihren Hund Pippin genannt und war so begeistert, Lord of the Rings Musik im Goldsten spielen zu können, dass sie gesagt hat, das will ich machen.

Meine Chorleiterin, absolute Herr der Ringe Fan, ist auch jetzt 80 geworden, gerade vor ein paar Wochen und die hat mir dann so ein Herr der Ringe Trivia Pursuit Game geschenkt. Sie hat mir ihre Collection von Herr der Ringe gezeigt, die sie zu Hause hat. Also da habe ich dann gemerkt, okay, da ist ein Fandom in der Gemeinde vorhanden, auf den ich mich aufbauen kann.

Und so kam das. Ich hätte jetzt nicht genommen, wenn die alle gesagt haben, wir kennen das nicht und haben da keinen Bock drauf, hätte ich es glaube ich nicht machen können. Aber weil die alle das so feiern, dann war das möglich. Und ich denke auch für mich ist es so, wie Jesus mit seinen Parabeln. Ich glaube, die Parabeln, die er erzählt hat, sind ja teilweise aktuelle bekannte Geschichten gewesen, die er vielleicht dann abgeändert hat ein bisschen.

Aber die waren den Leuten ja sehr nahe in ihrem Alltag und in ihrer Wahrnehmung. Und so sehe ich das auch mit Filmen. Die Filme ersetzen nicht die Botschaft, aber sie sind quasi eine Linse, die wir nehmen können, durch die wir gucken können. Ein Beispiel finde ich auch Matrix. Neo ist ja umgedreht, The One O-N-E, ja, ist ja der Erlöser in dem Matrix-System und der stirbt und nach 72 Sekunden wird er wieder zum Leben erweckt.

Also 72 Stunden drei Tage. Ich meine, noch genauer kannst du die Bibel eigentlich nicht kopieren. Und so Sachen, finde ich, kann man ja dann aufgreifen und als Beispiel benutzen, um die Botschaft Gottes dann zu erzählen. Man merkt, dass du Filme gern hast. Ja, und auch voll passend, dass du jetzt in den USA bist als Pastor, weil ich finde, da ist der Link von Popkultur zu Christentum und sowas schon nochmal viel, viel enger.

Also das merke ich, dass hier in Deutschland diese Veranstaltungen oder Filme oder sowas immer erklärungsbedürftig ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass man es macht. Es ist was Besonderes, auch wenn man mit solchen Sachen kommt. und meistens finden die Leute, die da offen sind, finden es dann cool.

Aber es ist nicht so, also auf unserem Geld steht jetzt nicht in God we trust und von da aus können wir dann Bezug nehmen sozusagen. Hat Vor- und Nachteile, glaube ich. Total. Also ich finde einfach, ich merke eine größere Offenheit sozusagen von Außensachen und die Leute leben auch mehr in der Welt so ein bisschen, habe ich das Gefühl.

Abgesehen natürlich auch von Splittergruppen, die dann einen verteufeln, wenn du sowas machst. Und du kannst auch übertreiben. Also ich habe dann auch so einen Mega-Church-Pastor gesehen, der hat dann sich in einem Han Solo-Outfit verkleidet und hat dann R2-D2 über die Bühne fahren lassen, keine Ahnung wie viele hunderte Euros das gekostet hat, weißt du, und hat dann ein Spaceship-Video gemacht mit Special Effects für den Gottesdienst.

Also man kann es dann auch übertreiben und dann Geld rausballern in eine Richtung, wo man sagen muss, also das ist dann vielleicht auch nicht mehr in dem Bereich richtig, ja. Also ich mache... Darf ich nur kurz, dass wir das riesige Ding, das Schiff jetzt so ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

In der Schweiz plane ich dann meinen Ländler-Gottesdienst. Schweizer Ländler, das ist eigentlich Volksmusik. Das ist so der Vergleich. Ja, warum denn nicht? Und ich meine, ein Beispiel, dann enden wir dieses Thema, aber du hast ja auch, Sarah, das vorhin mit Wesley noch angesprochen, mit Charles Wesley und seinen Hymnen.

Und der hat ja wirklich Melodien genommen aus der englischen Volksmusik, sag ich jetzt mal, und die dann umgedichtet. Und wir haben das irgendwie komplett vergessen oder verlernt, stattdessen behalten wir die alten Hymnen und machen vielleicht ein bisschen modernere Texte drauf, ja mit Hartmut Hans Worten oder so aber eigentlich müsste man Helene Fischer nehmen, Taylor Swift oder wer auch immer und müsste die Dinge nochmal umtexten und dann im Goldstein singen, theoretisch, das wäre so Wesley Artis zu tun, wobei man auch sagen muss, dass natürlich heute die Vielfalt viel viel größer ist und die unterschiedlichen Stile viel größer sind als damals zu Wrestling-Zeiten.

Da war es einfacher, so eine Melodie zu finden, die sozusagen jeder kennt. Die Qualität der Musik, die hat ja auch abgenommen. Also sorry, das muss man vielleicht auch mal sagen. Ja, und die Jugendlichen heute sind auch faul. Wir sind schließlich hier ein Kirchen-Podcast, da gehört eine gute Brise Kulturpessimismus dazu. Danke, Sarah.

Make your car credit. Okay, na, jetzt rutschen wir ab. Also, okay, ihr Lieben, danke für den kurzen Exkurs mit mir. Jetzt gehen wir doch nochmal in unsere Interviews rein, die wir hatten. Wir hatten Bischöfin Rosenmarie Wenner, Bischöfin Ruhr stand da mit Sarah. Wir hatten Katrin, eine Pastorin aus der OJK Ostdeutschen Konferenz und wir hatten Jillian, eine Lokalpastorin, ursprünglich Laiendelegierte und Laienpredigerin nur, die jetzt in Flensburg ihren Dienst tut und in Kiel wohnt.

Mir ist aufgefallen, da war eine Gemeinsamkeit bei deinem Interview, Sarah, und bei deinem Moritz und bei meinem nur im kleinen Aber es war auch angedeutet und zwar kamen wir immer wieder auf das Thema Gnadenmittel. Gnadenmittel, die Wesley geprägt hat in seiner Wortwahl. Und was würdet ihr denn sagen, was ist denn euer Favorite Gnadenmittel als Hauptamtliche jetzt im Dienst?

Oder vielleicht auch persönlich in eurem Glauben, wo ihr sagt, da fühle ich mich Gott am nächsten. Also Gnadenmittel, um es nochmal zu erklären, ist sozusagen, so hat es, glaube ich, Wesley formuliert, eine Art, ein Kanal, durch den wir Gottesliebe erfahren. So in Kurzform. Und da gehört unter anderem Fasten, Beten, Abendmahl.

Bibellesen und solche Dinge dazu. Und natürlich Kirchenkaffee. Genau, Kirchenkaffee auf jeden Fall auch. Ja, und das ist nicht so begrenzt. Also es ist jetzt nicht eine Liste von sieben Sakramenten oder zwei Sakramenten, sondern Gnadenmittel. Da wirkt Gott in mir sozusagen. Und ich würde sagen, für mich so das Größte ist eigentlich Geschmack.

Also etwas essen oder trinken mit einem besonderen Geschmack. Am besten natürlich in guter Gesellschaft oder irgendwie selbst gekocht, selbst gemacht oder im Urlaub irgendwie eine lokale Küche auszuprobieren, da habe ich schon oft so ein unmittelbares Gefühl von, oh, jetzt fühle ich mich richtig lebendig und das überkommt mich und ich will mehr dazu wissen und inspiriert mich und das könnte man fromm gesprochen so als das Gnadenmittel.

Also so eine gewisse Art des Genusses. Würde ich mal bei mir so als direkten Zugang zu meiner Seele und zu meinem Magen, beschreiben. Du bist ein wahrer Metto, es geht übers Essen. Ja, da gibt es kein Metto ohne, kein Metto-Gottesdienst oder eventuell ohne einen guten Pottluck, wo man mal schön Essen mitbringt.

Ja, Sarah, was würdest du denn sagen, ist dein Gnadenmittel, wo du dich Gott am nächsten fühlst oder am besten Gottesliebe erfährst? Boah, ich glaube ganz viele, ehrlich gesagt. Also mir kommt gerade spontan in den Sinn, ich bin so eine mega Geschwindigkeitsfanatikerin. Ich fahre unfassbar gern schnell mit dem Fahrrad.

Und allgemein, wenn ich auf dem Fahrrad bin, habe ich das Gefühl, kommt mir Gott irgendwie. Ich spüre das einfach besonders in der Luft, wenn ich die Vögel beobachte, die Wolkenformationen, also in der Natur, ganz klar. Und auch klassisch methodistisch im Singen, in der Musik, das finde ich wirklich sehr, sehr schön.

Und ich glaube, das Dritte ganz, ganz Feste, wo ich das spüre, dass Gott es gut meint mit mir, ist, wenn ich mit anderen Menschen bin. Also diese Begegnungen, wo, das muss nicht mal jemand sein, der gläubig ist. Also das kann irgendjemand sein, kann eine andere Religion haben oder es kann sogar ein Tier sein.

Ja, da spüre ich das doch auch, dass Gott mir nahe ist oder nahe sein will. Ich merke das ja dann nicht immer sofort, sondern manchmal auch erst im Nachhinein. Und bei dir, Damien? Ja, ich bin da sehr klassisch, glaube ich, eins meiner, seit, seit, seit, nur die Schrift, seit dem Studium, also da hatte ich so ein Erlebnis beim Abendmahl damals und für mich ist wirklich das Abendmahl eines der stärksten Knallmittel, wo ich mich wirklich Gott nahe fühle und das jetzt auch noch immer zelebrieren zu dürfen und zu organisieren und durchführen zu dürfen und da Menschen mit hinein, zu nehmen und versuchen das so zu gestalten dass menschen das spüren und gottesliebe erfahren, das finde ich mega also es macht mir freude das zu tun und ich fühle mich der

gott nahe und habe da ganz oft auch sehr starke emotionen wie manche vielleicht beim worship singen sich sehr nahe fühle ich mich wirklich mal, sehr nah und das wirklich so ja. Schön. Ganz unterschiedlich. Ja, ganz unterschiedlich in den Gnadenmitteln. Man könnte da jetzt wahrscheinlich noch ewig reden.

Also wo hast du Gott gespürt oder begegnet? Das ist vielleicht auch mal eine Frage, die ihr euch beim Zuhören stellen könnt. Also wo passiert das bei euch, dass ihr irgendwie sagt, da ist Gott, da spüre ich das oder da wird mir das klar. Eine andere Gemeinsamkeit, die ist mir aufgefallen. Ich hatte ein Gespräch mit einer Freundin.

Die hat gemeint, oh, ich höre voll gerne euren Holy Club Podcast, aber wann kommt da endlich mal eine nicht hauptberufliche Person aus der EMK? Und dann dachte ich so, ey, Shoutout an Alena an der Stelle. Wir haben erst zwei Folgen veröffentlicht. Also es war noch bevor deine Folge kam, Damien. Und ich wollte ihr natürlich gern sagen, die nächste Person ist eine Leinenperson.

Aber dann wusste ich, okay, Lokalpastorin, das zählt natürlich nicht als Ehrenamtliche. Aber das ist mir aufgefallen also wir haben mit drei Frauen geredet wir haben mit Hauptamtlichen gesprochen und wir sind selbst alle auch selber Pastor, Pastorin also da hoffe ich mal, dass unsere Gäste, ein bisschen bunter noch aufgestellt sind. Aber ich bin da relativ zuversichtlich.

Also zumindest was meine Gästeliste angeht. Da wird es ehrenamtlich und bald auch männlich. Ich finde auch, wir sind ja, also so genommen sind wir ja immer so ein bisschen weiter runter in der Hierarchie der Kirche gegangen. Also von Bischöfin zu Pastoren, zu Lokalpastoren, die ja, also Jillin, ich weiß gar nicht, dass das richtig rüberkam, aber sie war wirklich angefragt worden. Sie hat ja nicht mal Theologie studiert.

Sie hat eine Laienprediger-Ausbildung gemacht und sehr, sehr viel Erfahrung gesammelt hat in Predigen und wurde zweimal jetzt schon angefragt, Lokalpastoren zu machen auf einer, ich meine 15 Prozent in dem Fall. Also ich finde das ja fast schon, das ist wie ehrenamtlich mit einer kleinen Pauschale. Du machst ja mehr als 15 Prozent im Pastorenjob. Ja, das stimmt.

Von daher, ich finde, wir haben uns da wirklich drei unterschiedliche Leute angehört. Aber hat sich jetzt einfach, nochmal nach außen auch, es hängt auch mit den Zeiten, wann Leute Zeit haben aufzunehmen und wie wir das dann machen und deswegen kann es jetzt passieren, dass wir drei ehrenamtliche Männer im nächsten Monat haben und dann wieder, also es geht eher so ein bisschen durcheinander, je nachdem, wie es einfach passt.

Ja, ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich merke auch, dass ich, also wir könnten jeden Tag eine Folge rausbringen, weil wir einfach so viele Leute haben, die wir halt auch interviewen könnten. Also mir kommt die ganze Zeit in den Sinn, diese möchte ich noch fragen, den will ich noch anfragen. Das ist ja auch unerschöpflich. Wir haben ja einen riesen Pool an Menschen, die wir fragen können und ich finde es auch ganz wichtig, dass die, die jetzt zuhören und vielleicht noch keine Anfrage bekommen haben, seid da bitte nicht enttäuscht oder so.

Vielleicht haben wir euch bereits auf dem Schirm, aber sind einfach noch nicht dazu gekommen, euch zu fragen. Weil einfach, ja, also wir müssten, glaube ich, jeden Tag eine Folge rausbringen. Damit das irgendwie aufgeht mit all den coolen Leuten in der EMK. Aber es ist schon voll interessant, finde ich, oder? Wir haben jetzt drei Interviews geführt und man hat schon, also ich habe schon so ein bisschen Gefühl, dem Methodismus ein kleines Stückchen näher gekommen zu sein.

Also ein bisschen auf die Spur haben wir es schon geschafft. Das war ja so das Ziel unseres Podcastes, dass wir den Methodismus irgendwie kennenlernen, indem wir mit den Menschen reden, die sich Methodisten und Methodistinnen nennen. Und ich bin super gespannt, was da noch kommt. Also mir macht es mega Spaß bei euch, bei den Interviews zuzuhören.

Und dann auch selbst so mein Interview nochmal zu hören. Also wir können das ja schon mal transparent machen, Sarah. Du hast im Herbst angefragt und wir waren beide sofort hyped. Und ich habe dann direkt eine Folge aufgenommen. Und das war die mit Katrin. Deshalb habe ich die jetzt auch direkt veröffentlicht.

Aber für mich war noch viel Neues dabei. Also seit Oktober habe ich mich da nicht mehr mit beschäftigt. Und dann das nochmal zu hören, war für mich auch spannend. Also schon cool auch, dass Leute sich da öffnen und so über ihren Glauben, über ihren Bezug auch reden. Also danke euch ja auch, dass ihr mit uns sprecht und euch so aus der Deckung wagt.

Total. Und ich fand es auch, also ich fand es super interessant. Und wie du sagst, beim selber nochmal die eigene Folge zu hören, da habe ich da auch gedacht, ach ja, oh cool, das habe ich gar nicht mehr in Erinnerung. Oder das war nochmal ein interessanter Gedanke. Und das fand ich also cool, alle zu hören. Und ich habe eben das Gefühl, wir haben wirklich von.

Unsere Bischöfin Rosemarie Wenner hat so irgendwie schön angefangen mit sehr weit auch, also auch weltweit und wie das mit der EMK-Se ist, ein paar so Pfeiler, reingehauen, theologisch und wie das so ist und wo wir als Kirche uns entwickeln müssen und gucken müssen, dann sind wir in den Pastorenkreis runtergegangen, wo es dann irgendwie nochmal so regionaler war und auch so ein bisschen die Situation im Ostdeutschland, die ja auch nochmal sehr anders ist zu dem, was in der Schweiz oder auch jetzt vor allem in Süddeutschland noch ist, Oder Westdeutschland. Und dann zu Jillian in den ganz lokalen kleinen Gemeinden.

Wir mieten einen Raum von einer anderen Kirche. Und ja, uns sind vielleicht noch 14 Leute oder so. Also das fand ich irgendwie total cool, wie das so von der Weile und so irgendwie das Spektrum zumindest mal in dem Bereich abgedeckt. Und jetzt wäre es natürlich auf jeden Fall cool, wenn wir dann ein paar Ehrenamtliche hören, wie die eigentlich so EMK erleben und leben.

Spannend. Und ich finde, an dieser Stelle, sorry, an dieser Stelle möchte ich auch sagen, ich finde es mega krass, wie viele Rückmeldungen wir schon bekommen haben. Also auch danke an dieser Stelle für all eure Kommentare und Fragen und so. Und gerade bezüglich denjenigen, die vielleicht nicht aus der EMK kommen und das so jetzt anhören aus reiner Neugier. Wenn ihr Fragen habt, wenn ihr ein Wort nicht versteht oder irgendwie, was heißt denn jetzt Konferenz oder keine Ahnung, dann fragt uns.

Also wir sind mega gerne bereit, da ein bisschen zu erklären. Das können wir auch fix im Podcast vielleicht machen, wenn wir zu dritt sind oder so. Weil es gibt schon ganz viele so Begrifflichkeiten, die vielleicht nicht so klar sind. So, habe geschlossen. Kannst weitermachen. Genau, das ist ein guter Punkt.

Also wenn ihr Fragen habt, schickt sie uns am besten per Instagram oder die E-Mails. Und bei Spotify kann man mittlerweile ja auch Kommentare unter einer Folge machen. Also das ist auch eine Option. Okay, aber wir hatten uns jetzt noch vorgenommen für den letzten Part hier, dass wir zumindest mal zu jedem Interview nochmal eine Frage uns überlegt haben und uns gegenseitig nochmal fragen wollen.

Und ja, Moritz, ich will dir einfach mal das Wort geben. Hast du eine Frage oder einen Gedanken, der dir aufgepoppt ist bei dem Gespräch mit Bischöfin Rosemarie Wenner? Ja, also ich fand es mega spannend. Ich glaube, es war der richtige Opener. Also voll cool, Sarah, dass du einen großen Namen sozusagen direkt organisiert hast.

Ich fand jetzt im Vergleich zu den anderen Gesprächen, dass man schon gemerkt hat, dass Rosemarie schon öfter mal ein Mikrofon vor dem Mund hatte und was erzählt hat. Wie hat sich das angefühlt, sie zu interviewen? Hattest du das Gefühl, da spricht eine Bischöfin, Im Amt sozusagen, also eine Bischöfin im Ruhestand, aber als Bischöfin?

Oder hat sich das für dich so angefühlt, nee, da war schon auch Sarah und Rosemarie einfach, stellt euch noch ein Kirchcafé vor. Also so die Atmosphäre, die hätte mich da interessiert, weil inhaltlich fand ich, war Rosemarie so auf den Punkt und hat vieles einfach super erklärt. Da würde mich eher so die Atmosphäre interessieren, Sarah.

Also ich mache da einen kleinen Spoiler. Bei Podcast schneide ich ziemlich viel. Also die Pausen oder Ams oder so. Und das habe ich natürlich in dieser Folge auch gemacht, weil das war zwischendurch, musste man sich was überlegen oder es gab eine kurze Pause oder so. Und das habe ich natürlich rausgeschnitten.

Das heißt, es war sehr menschlich. Also da war jetzt keine hochprofessionelle Rednerin vor mir, da war wirklich die Rosemarie vor mir, vor dem Bildschirm. Und ja, ganz am Schluss habe ich gemerkt, dass es dann eigentlich ein Gespräch zwischen mir und ihr war, wirklich ganz persönlich. Ich habe ja auch gefragt, was sie Menschen raten würden, die so ein bisschen unsicher sind. Soll ich das jetzt machen?

Soll ich wieder in eine Kirche gehen? Soll ich vielleicht sogar in eine Kirche arbeiten oder so? Und das war ja eine Frage, die mich selbst beschäftigt hat. Ich war ja da noch gar nicht so, das war im Herbst, wo ich das aufgenommen habe. Das war also auch eigentlich eine Frage für mich. Und sie hat dann das so schön beantwortet und hat mir eigentlich tatsächlich auch geholfen, meine Entscheidung zu fällen.

Also mit diesem, man sieht erst, wie es kommt, wenn man geht. Also man muss halt einen Schritt machen. Und wenn es halt dann nicht gut kommt, dann geht man halt wieder zurück oder seitwärts oder wie. Aber man muss es gehen. Und das war für mich richtig, das war der richtige Ratschlag, wenn man so will.

Von daher war schon Mensch und Mensch. Und natürlich, also Bischöfin ist klar, sie hat natürlich sehr viel erlebt und kann da mega gut berichten und so. Aber ich habe auch das Gefühl gehabt, das war auch ein persönliches Gespräch. Sehr schön. Also den Eindruck hatte ich dann gerade da am Ende auch. Ich fand auch super stark, als sie so darüber geredet hat. Und ich glaube, da hast du sie gefragt, wie man sich sicher sein kann oder wann sie sich sicher war mit dem Glauben und dass da wirklich was dran ist.

Und dann hat sie so richtig offen gezeigt, dass sie vieles gar nicht weiß und mit vielen Fragen und mit viel Ungeklärten eigentlich unterwegs ist. Und das aber eigentlich das ist, was ihren Glauben lebendig hält. Und da habe ich tatsächlich auch gedacht, wenn das eine Bischöfin sagt, dann kann ich mit meinen Zweifeln und meinen Themen auch guten Gewissens im pastoralen Dienst da weitergehen und immer wieder auch mir sicher sein, dass ich da nicht alleine bin mit meinen Zweifeln oder mit dem, was mich so umtreibt und vielleicht unsicher sein lässt.

Also da auch ein guter Ratschlag für mich. Von daher danke, Rosemarie. Ich habe... Sorry, wir sind ein bisschen unkoordiniert. Ich wollte gerade sagen, dass ich bei Moritz das so witzig fand. Jetzt geht es in die Tiefe mit Rosemarie. Aber bei Moritz habe ich einfach wirklich zwischendurch sehr herzlich lachen können.

Und ich hätte eine Frage an ihn, aber vielleicht sag du noch vorhin, Damien, was du sagen wolltest. Ich habe dich gerade unterbrochen. Ja, ich wollte nur sagen, ich fand es auch auf eine schöne Art und Weise sehr seelsorgerlich. Also sie hat eine super tolle Art gehabt, auch so über diese Glaubensdifferenzen zu sprechen und wie wir damit umgehen können.

Und dieses, was ja auch ein melodistisches, so ein Schlagwort ist, ist, wir sind eine Kirche der Suchenden und der Glaubenden. Und vielleicht können wir noch hinzufügen, unter Zweifelnden. Und das finde ich hat sich eigentlich sehr gut rübergebracht in den Antworten, die es gegeben hat. Und dass da viel Raum ist für Fragen, für Unsicherheiten und für neue Wege auszuprobieren.

Und das fand ich wirklich toll. Also fand ich sehr inspirierend, hat mir echt gut getan. Vielen Dank. Ich habe so lachen müssen bei Moritz zwischendurch. Also es war ein super Gespräch, mal abgesehen. Ich kenne gerade so diese deutsche Geschichte der EMK ja gar nicht und gerade DDR oder so, das ist mir nicht so bekannt.

Also ein bisschen Geschichtsunterricht. Die Schweiz lernt ja von Deutschland und die Deutschen lernen nichts von der Schweiz. Das finde ich immer ein bisschen unfair, aber so ist es halt. Das war sehr spannend, aber es war eben auch sehr lustig. Und eine Stelle, die mir so geblieben ist, ist dieses mit dem eingeborenen Methodisten und Methodistinnen.

Und ich wollte dich mal fragen, gibt es denn so ein Bild? Also wie sieht ein eingeborener Method aus? Hat der irgendwie eine spezielle Frisur? oder es gibt ja in jeder Gemeinde so diese Charakterköpfe irgendwie und ich bin ja nicht in der EMK aufgewachsen, vielleicht weißt du da mehr als ich. Einen speziellen Haarschnitt oder so. Ich glaube, das ist schwierig.

Also nach dem T-Shirt fällt mir nicht so arg viel ein. Ich habe eine Idee. Google mal unseren ehemaligen Superintendenten Karl Hecker. Okay. Und ich habe dem Karl das damals gesagt, also das war, deswegen kann ich das auch im Podcast voll offen sagen, ich weiß nicht gar nicht, wo wir uns da gesehen haben.

Also er war eine Zeit lang, war ein Superintendent. Irgendwann habe ich ziemlich mal gesagt, Weißt du, Carlo sieht echt aus wie so ein typischer Methodist, wie ich mir vorgestellt habe. Und er hat so einen weißen Bart, hat immer noch auch schönes volles Haar, ich ja leider nicht mehr so, aber weißes volles Haar und immer so einen Anzug angehabt und irgendwie für mich war das so, wie er gesprochen hat, es war so ein Vorzeigementodist.

Also google den mal, dann hast du ein Bild davon. Also wirklich ganz positiv, gar nicht jetzt negativ gemeint, ja. Süß. Ja, ja. Ja, genau, aber dann lass uns doch zum Moritz, seinem Interview kommen. Ich hatte, da wollte ich den Moritz nochmal fragen. Katrin hatte was davon gesagt, wie sich das strenge Gottesbild verändert hat, aus ihrer Sicht.

Von einem eher strengeren zu einem more freieren Gottesbild. Und da wollte ich dich nochmal fragen, also hat sich bei Mettos und bei uns das Gottesbild verändert? Würdest du das so sagen? Und. Also wirklich halt deine persönliche Wahrnehmung, das müsste kein theologisches Referat werden. Und dann würde ich aber noch fragen an euch beide in dem Zusammenhang, dann kannst du schon mal nachdenken, Sarah.

Wie macht ihr denn sicher, dass ihr ein gutes und heilsames Gottesbild vermittelt, in eurem Dienst oder wenn ihr mit Menschen über den Glauben redet. Okay, dann kann ich jetzt mal spontan antworten zu einem Interview, was ich im Oktober geführt und letzte, oder vor zwei Wochen nochmal gehört habe. Ja.

Ich glaube, sie hat da ja Bezug genommen auf so, was war das? 18. bis 19. Jahrhundert. Und wie der Methodismus da so geprägt war. Und da hatte ich den Eindruck, dass es da stark darum ging, dass der Methodismus, es war ja so Entstehungszeit in Deutschland, dann ist es größer geworden, ist eng verknüpft mit dem Pietismus.

Danke. Ich habe da das Interview gehört und sie hat das auch Pietismus, hat sie auch benannt. Hat sie auch benannt, okay, genau. Ich weiß das eigentlich, aber ja, mit dem Pietismus. Und da geht es ja schon sehr um diese persönliche Frömmigkeit und um jetzt in der Landeskirche, um das Kirchlein in der Kirche.

Also so Sondergruppen, die sich zu noch strengerem Leben irgendwie verpflichten und dann auch jetzt bis heute in irgendwelchen Verbänden oder sowas sich organisieren. Damals ist übrigens auch die christliche Familie zu so einem starken Symbol geworden. Und ich schätze, also das ist jetzt wirklich eine Vermutung, ich müsste mal das noch nachforschen, dass das dazu geführt hat, dass dieser Gott oder dieses Gottesbild so vereinnahmt und exklusiv wird, dass es eben für diese Gruppe der Gott ist, also unser Gott oder mein Gott, und dass alles, was dann nicht in dieser Gruppe ist, also die Gruppe, die fromm lebt, die besonders vorbildlich irgendwie in ihrem Verständnis lebt.

Dass sie dann auch den Gott sich so zu eigen machen. Und dann wird natürlich das andere abgewertet. Und zwar sowohl das Weltliche, das sowieso, aber auch das Christliche, was dann nicht ganz so verbindlich ist. Und das könnte ich mir vorstellen. Also der Methodismus ist ja auch da in Ostdeutschland, besonders im Erzgebirge stark, wo auch pietistische Strömungen stark sind.

Eine ähnliche Region jetzt hier in Süddeutschland wäre so Schwäbische Alb. Da gibt es auch ähnliche Tendenzen. Und vielleicht hat sie das gemeint, also dass praktisch 18. Bis 19. Jahrhundert von dieser Kirchenentwicklung her dann das Gottesbild so verformt wurde, dass man sich davon bis heute befreit.

Also das kennt man ja noch auch jetzt heute von Leuten, die irgendwie in engen Gemeinden aufwachsen und dann solche Dekonstruktionserfahrungen machen, dass das Gottesbild sich weitet, das kreativ. Dass das eine ganz schöne Aufgabe ist. Und wenn dann eine ganze Kirche so eine Art Dekonstruktion durchmacht, dann dauert das natürlich mehrere Generationen, denke ich mal.

Total. Das wäre jetzt so meine erste Antwort. Ich muss dann nämlich auch, jetzt wo du es auch so sagst, daran denken, dass ich, als ich im Schwarzwaldpastor war, da habe ich das immer wieder im Gespräch und das Thema gehabt, dass da einige, die dann so 60, 70 plus waren, halt aufgewachsen sind, auch mit dem Pietismus und Meldismus zusammen.

Sondern dass du nicht gut genug bist und dass du auch immer wieder klar machen musst, dass du kein Sünder bist, dass du gute Werke tust, dass du genug betest, dass du genug Bibel liest und so. Also da ist so ein Leistungsdruck gewesen in dem Glauben, der bei manchen wirklich, das habe ich gemerkt, dazu geführt hat, dass die nie das Gefühl hatten, sie sind gut genug oder Gott liebt sie wirklich so, wie sie sind.

Und da habe ich dann gemerkt auch, deswegen meine Frage, wie ihr das vielleicht ein heilsames Bild jetzt vermittelt oder ob ihr das bewusst macht oder vielleicht gar nicht so bewusst. Aber ich habe dann wirklich angefangen auch zu predigen, diese Standard-Dinge, bedingungslose Liebe und was das heißt und wie wir das durchpostabieren können und was das bedeutet im Umgang miteinander, aber auch mit mir selbst.

Und dass das Thema Selbstliebe, was ja in dem sogenannten eigentlich Dreifachgebot, nicht nur Doppelgebot drin vorkommt, wie wichtig das ist, das wieder zu betonen, dass in den Regionen vielleicht nicht so im Frankfurter hessischen Raum wo wir das alle irgendwie, ich liebe mich halt wie ich bin, da ist das vielleicht okay aber in dem Kontext wo ich dann war, dachte ich, ja wow, das muss ich wirklich thematisieren, das ist jetzt was wo wir.

Weil ich möchte dass Leute einen heilsamen Glauben haben und dass sie dann auch Freude erleben und nicht das Gefühl haben, Glauben ist sowas mit Druck und da muss ich teilweise Angst haben vor dem bösen Gott der mich richtet, ja. Ja, mach du, Sarah. Es ist nicht auch, ich frage mich gerade, ist es nicht auch einfach sehr menschlich, jetzt ganz unabhängig von Christentum, dass man halt auch Halt sucht in so ganz klaren Richtlinien und Regeln und so.

Und das ist ja jetzt im Methodismus, aber auch in der christlichen Geschichte allgemein, gab es ja immer wieder Strömungen, die sich sehr befreit haben davon. Und dann aber andere Strömungen, die sich wieder extrem in diese Enge hineingewirkt haben. Also ich erinnere mich jetzt im Methodismus, die Primitive Methodists in England, die sogenannten Prims, die sich entwickelt haben, weil sie eben gesagt haben, da wird es irgendwie zu gesetzlich, da wird es irgendwie zu reglementarisch.

Wir wollen ja eigentlich aber nur das Evangelium bringen. Wir wollen mit den Leuten sein und wollen denen helfen. Und ich glaube, solche Strömungen gibt es ja auch heute, wo es irgendwie auf der Welt schwierig ist, dass man halt schnell dazu neigt, sich wieder so ein ganz starkes und klares Gottesbild zu machen.

Und mir persönlich hilft, dass ich wahrscheinlich selbst einfach nicht so ein starker und klarer Mensch bin. Also ich habe so viele Facetten an mir, dass ich gar nicht mich festlegen könnte für mich persönlich. Und das hilft mir, glaube ich, aber auch dann in meinem Gottesbild. Also wenn ich schon nicht festgelegt werden kann, dann kann es doch Gott irgendwie auch nicht.

Und ich glaube, das hilft mir. Und eben auch so mit Menschen halt unterwegs sein und sprechen, jetzt mit euch zum Beispiel oder mit anderen, wo ich einfach sehe, Gott wird so vielfältig wahrgenommen, dann kann Gott nicht einfach so schwarz-weiß sein. Das funktioniert gar nicht. Sonst würde doch jeder Mensch das gleich sehen.

Aber das tun sie ja nicht. Nee, und es ist, also genau, ich finde es sehr gut, wie du es gesagt hast, dieses starre Gottesbild zu haben, ist für manche wichtig und ich glaube, das ist auch gerade eine moderne Entwicklung wieder, dass viele gerne in diese engen Gemeinden dann auch doch finden und gehen.

Vielleicht, weil eben auch unsere Welt gerade so plural ist und so viele Möglichkeiten haben. Ich meine, geh mal in den Supermarkt und guck nach Erdbeermarmelade. Das ist ein ganz kleines Beispiel. Aber da hast du 15 verschiedene Sorten oder so. Und das spiegelt sich ja in ganz, ganz vielen Sachen. Und es gibt ja auch kaum noch in unserem Diskurs eigentlich sozusagen, was ist die richtige Antwort auf die und die ethische Frage.

Und dann ist alles ja immer irgendwie grau und differenzierter und dies und jenes. Und das ist anstrengend. Und ich glaube, deswegen ist da gerade so eine Bewegung auch zu einem Christentum oder einer Art von Kirchengemeinde, wo ganz klar gesagt wird, das ist richtig, das ist falsch und so hat es zu sein und dass da viele nach Orientierung suchen.

Aber dann könnte man ja auch wieder die Zehn Gebote ins Spiel bringen und sagen, du sollst dir kein Bildnis von Gott machen. Ich glaube, das geht gar nicht mal so sehr um eine Statue oder das Goldene Kalb, sondern grundsätzlich kein zu festes Bild von Gott zu haben, sondern bereit zu sein, dass Gott doch anderser ist, als ich es mir vorstelle.

Und da offen zu sein in der Bewegung. Cool. Haben wir noch eine kleine Predigt reingebaut. Wunderbar. Wir gehen jetzt mal gleich auf die Zielgerade ein. Wir sind schon ungefähr 40 Minuten unterwegs. Letztes Gespräch oder hast du noch was, Sarah, zu Moritz, deinem Podcast? Möchtest du noch, Moritz, was festhalten, was dir wichtig war von deinem Gespräch mit Katrin?

Also jetzt nichts, was nicht schon draußen ist. Ja, zuerst Liebe dann die Freiheit, das war noch was fand ich ja auch ein starkes Wort Genau, das fand ich auch super stark also Methodismus in a nutshell, Liebe und mach was du willst fand ich einen super schönen Satz also da, cool, dass sie mir den zugesprochen hat und dass ihr zuhören konntet, Ich meine, das könnte man jetzt natürlich nochmal.

Durchbuchstabieren, was heißt denn Liebe zuerst und dann mach was du willst und wie sieht das eigentlich aus aber das Mollen wir die Frage mal den Leuten selber überlassen? Ja, also ich finde, ne, ne, also ich finde der Podcast, und das war auch eins, was mir zurückgemeldet wurde, ich kenne jetzt auch eine Kleingruppe oder so, die den zusammenhören und dann ins Gespräch kommen, und das finde ich eigentlich cool, also dass Leute einfach da was rausnehmen und das dann diskutieren, und wir müssen das ja überhaupt nicht erklären, also unser Gespräch soll ja ein Anlass sein und keine Enzyklopädie, und deshalb voll schön, wenn ihr euch da Gedanken macht, und ich habe ja auch gemerkt im Gespräch, dass das direkt was in mir ausgelöst hat.

Also so, da hörst du was und dann gehst du drauf ein und hast aber direkt im Kopf, naja, länger als eine halbe Stunde hören die Leute nicht zu. Aber das heißt nicht, dass der Gedanke da reinpasst in die halbe Stunde, sondern dass das dann außerhalb des Podcasts weitergedacht werden kann. Das ist natürlich optimal, also wenn das passiert, dass man sich dann nochmal da, deswegen machen wir das ja auch nochmal ein bisschen, dass wir nochmal so ein bisschen drüber reden, was ist uns hängen geblieben oder was ist uns wichtig geworden beim Zuhören, ja.

Dann lasst uns jetzt noch schon ins letzte Gespräch gehen mit Jillian, auch nochmal ganz anders. Ganz blöde Frage, habt ihr gemerkt, dass sie keine Deutsche ist? Also sie hat es gesagt, dass man es direkt hört und ich habe dann halt so versucht darauf zu achten, sie hat schon viele Sätze drin, wo man es nicht hört.

Und dann immer mal wieder so bestimmte Wendungen da dann natürlich schon. Aber also brutales Sprachniveau. Ja, ich fand auch. Besseres Hochdeutsch als Sarah. Definitiv. Das sagte ich auch. Jillian Mega. Also auch nochmal dir vielen Dank, Jillian, fürs Dabeisein. Ja, habt ihr da noch irgendwas, was ihr gut fandet oder euch hängen geblieben ist?

Also ich hätte erstmal eine kleine investigative Frage für die Gossip-HörerInnen. Habe ich eins und eins richtig zusammengezählt. Du hast mal in der Eröffnungsfolge gesagt, du bist ja dazugekommen, weil du ein Mädel irgendwie attraktiv fandest. So hast du es, glaube ich, gesagt. Und dann hast du bei einer Familie bedingungslose Liebe gelernt. Ja.

War das Jillians Familie? Also ist sie die Mutter deines Jugendschwarms? Das ist korrekt, ja. Tschüss. Okay, okay, richtig sweet. Dann mal ganz kurz, wie ist die Beziehung so weitergelaufen, dass du jetzt ein paar Jahre später noch so in Kontakt mit der Mutter bist? Ja, also wie gesagt, wir waren Teenagers und waren dann auch zusammen, aber dann hat es halt nicht funktioniert und wir sind trotzdem, seitdem wir, also ich weiß nicht, waren wir 16, 17 und seitdem sind wir sehr gute Freunde.

Ich bin mit der Familie, auch mit dem Bruder und so sehr gut befreundet und wir sehen uns sehr regelmäßig, alle also alle, sowohl die Tochter und Sohn als auch die Jillian mit Mann und Und jetzt im Juli bin ich ja wieder in Deutschland, da habe ich ja wieder einige Tage in Kiel geplant, wo ich die alle besuchen werde.

Wobei der Sohn wohnt in London gerade, da habe ich auch geplant hinzugehen. Also für mich ist es meine zweite Familie. Ich sage mal, das ist meine Mette-Familie, aber wirklich nicht nur im Kirchensinn, sondern auch wirklich als Familie. Und wir haben oft auch zweiten Weihnachtsfeiertag miteinander verbracht, immer noch und so. Und es ist jetzt schon 20 Jahre her fast, ja.

Also wir sind schon so lange befreundet. befreundet und haben auch Urlaub schon zusammen gemacht und so und genau, also das ist immer noch sehr gut befreundet, ja. Das ist der Beweis, dass man in der EMK nicht nur Liebe und Seelenheil und Berufung findet, sondern eben auch Freundschaften fürs Leben. Total. Schön. Und das war mir auch wichtig, Jillian zu interviewen, weil sie wirklich ein ganz wichtiger Punkt war in meinem Beruf als Pastor oder auch in Zeiten, wo es mir gar nicht gut ging.

Oder wo es schwierig war, mit ihr zu reden und reflektierend darüber nachzudenken, weil sie die Kirche liebt und die Kirche kennt und auch die Kirche ihre Schwächen kennt. Aber auch die Kirche in anderen Ländern erlebt hat und da einfach, das habe ich richtig gemerkt, da habe ich ein Soundboard, auf das ich mich beziehen kann, was ich mit meiner eigenen Familie, die mit Kirche relativ wenig zu tun hat, gar nicht so habe.

Und deswegen, ja. Das war wunderschön. Mir ist was aufgefallen. Es ist nicht eine Frage eigentlich, aber einfach eine Rückmeldung. Und zwar tatsächlich auch bei Moritz schon und bei Rosemarie, dass diese Menschen jetzt, ich hatte das Gefühl, ich kenne die schon und ich kannte die ja alle drei nicht. Und ich finde das sehr faszinierend und ich sage das auch nicht, weil ich jetzt in der EMK bin und EMK-Fan oder so oder keine Ahnung, aber es fällt mir wirklich auf, dass ich das ganz oft so erlebe mit Metos, dass da eine große Herzlichkeit ist und ich finde das irgendwie, das kommt jetzt bei Jillian, aber bei Katrin und auch bei Rosemary kam das so durch oder auch mit euch zwei jetzt, weil vielleicht ebenfalls kleiner Spoiler an dieser Stelle, wir drei kennen

uns ja eigentlich so untereinander, Damien und Moritz, ihr kennt euch, aber wir drei so zusammen, wir kennen uns ja eigentlich gar nicht so gut und trotzdem fühlt sich das irgendwie so mega verbunden an und das finde ich richtig schön. Das ist mir eben bei diesen drei Folgen auch aufgefallen. Ja, was Geld so alles machen kann, dass wir bezahlt werden, um hier zusammen zu sein.

Nein, wir werden nicht bezahlt natürlich. Nee, da hast du voll recht. Das ist etwas, was ich glaube auch in dem Gespräch mit Jill angesprochen habe, der Connexio-Gedanke. Und sie hat es ja erwähnt, das fand ich total spannend, dass sie in Norddeutschland mit der norddeutschen Konferenz, also Deutschland hat drei Konferenzen, die jeweils selbstständig agieren und dann zusammen eine Zentralkonferenz bilden mit einem Bischof.

Und die norddeutsche Konferenz hat sich mit der Dänemark-Konferenz getroffen und zusammen, ich glaube Distrikt war es glaube ich sogar nur, Dänemark-Distrikt und der Hamburger Distrikt, die haben sich getroffen und da hat sich ausgetauscht und das fand sie so beeindruckend und das ist sowas, Connexio oder Connexionalism in der EMK finde ich auch ein starkes Ding, weil du triffst wirklich Methodistinnen aus anderen Ländern, vor allem wenn sie auch darin arbeiten in der Kirche Und du hast sofort dieses Gefühl, wir sind doch irgendwie ihr Family.

Also es ist nicht übertrieben, ich empfinde es jedes Mal so. Das ist wirklich spannend. Moritz, du warst ja auch gerade vor kurzem erst in Washington DC und hast dort einige MethodistInnen getroffen. Es ist doch schon so, oder? Man trifft sich und denkt so, ja, wir gehören mit zusammen. Das ist schon so, ja. Also ich durfte Ende Oktober beim Young Adult Leadership Forum sein und war da beim Kapitol.

Heute Morgen war das überall in Nachrichten, Amtseinführung, Donald Trump. Und ich habe heute ganz viel darüber nachgedacht. Wie war das denn da im Oktober? Und das war auch so seltsam vertraut alles. Also erstens so die Situation so in Amerika. Vor den Kulissen der Nachrichtensendungen und der ganzen Filme irgendwie mal selber lang zu laufen.

Aber eben auch mit den Menschen, die ich da im Methodist Building getroffen habe. Und wir haben da lauter junge Pastoren, Pastorinnen, die so ein bisschen ihre Geschichte erzählt haben und was sie berührt und bewegt. Und da habe ich ganz viel Gemeinsamkeit entdeckt. Manches dann natürlich auch ganz anders. Also wir kamen von ganz anderen kulturellen Hintergründen.

Aber es war doch eine Verbundenheit da und das ist für mich schon der Gedanke, den hoffe ich, dass wir noch ausbauen können mit dem Podcast, dass auf ganz unterschiedliche Weise da doch was Verbindendes da ist. Ob das dann am Schluss Methodismus ist oder ob wir uns da irgendwie im Christentum oder in unserer Menschheit treffen, das weiß ich gar nicht, ob das so entscheidend ist, aber wir ergründen jetzt mal das Methodistische noch so ein bisschen weiter.

Und freuen uns da, dass so viele wirklich mitmachen. Also das Feedback wurde vorhin schon angesprochen. Ich fand es richtig schön, von ganz unterschiedlichen Leuten zu hören. Bei mir haben sich alte Weggefährten gemeldet, die ich schon lange aus den Augen verloren habe. Ich habe E-Mails bekommen von Pastoren im Ruhestand.

Auf Instagram ging ein bisschen was. Und so habe ich auch schon aus Nachbargemeinden gehört, dass da das gut ankommt. Also vielen Dank, Sarah, dir, dass du diese Idee hattest, dass du es ins Rollen gebracht hast. Danke, dass ihr die Gespräche führt und dass es Spaß macht, mit euch da zu arbeiten. Und danke euch draußen fürs Zuhören, fürs Teilen, fürs Feedback geben.

Ist immer ein bisschen komisch mit Podcasts. Man schickt das ab und kriegt gar nicht direkt sowas zurück. Aber jetzt zu merken, es wird gehört, es wird geteilt und es passt irgendwie gerade. Das ist cool, das macht Spaß und so kann es weitergehen, würde ich mal sagen. Auf jeden Fall. Und zum Schluss habe ich jetzt nur eine brennende Frage und ich glaube, das brennt ganz vielen Menschen unter den Nägeln, ist, gibt es bei euch auch gestaltete Mitten?

Habt ihr eine gestaltete Mitte, wenn ihr eure Andacht macht zum Beispiel? Das war ja noch so ein Thema in meinem Interview. Moritz, was ist dein Feedback zu gestalteten Mitten? Am besten eine gestaltete Mitte, die brennt. Also, wenn es gut läuft, ein Lagerfeuer, wenn es schlecht läuft, eine Kerze. Und wenn ich keine gestaltete Mitte habe, dann bringt es mich auch nicht aus dem Konzept. Aber es ist schon schön. Meistens gibt es was, das stimmt schon.

Sarah, in der Schweiz auch? Das war mich gefragt, gibt es in der Schweiz auch gestaltete Mitten bei jeder komischen Vereinigung, die wir uns treffen? Also das ist so, wenn man einen Stuhlkreis hat, dass man in der Mitte irgendwie eine Kerze gestaltet oder so. Verstehe ich das richtig? Das ist noch das Minimum. Wir reden von einer gestalteten Mitte.

Also da ist dann ein paar schöne Tücher in der Mitte und ein bisschen drapiert ein paar Kerzen und manchmal noch irgendeine Schale oder so. Also wir nennen das bei uns Dekor. Von daher, ja, ich denke, wir haben das auch Dekoration. Ach, Dekor, okay. Wir nennen das auch Dekoration. Es ist so ein Running Gag, zumindest in unserer Kirche, dass man gestalteten Mitten hat für alles, um dann sich schön zu besinnen irgendwie in der Mitte.

Das ist aber kein Trennungsmerkmal zu Landeskirchen. Also ich kenne das auch so aus Gemeindehäusern. Da liegen überall so komische Tücher rum und man weiß schon, wofür die da sind. Ja, ich fand, es war noch ein Gag, den Jillian gebracht hat, aber es hat mich überraschend getroffen. Okay, in diesem Sinne einer gestalteten Mitte, die uns verbindet oder so, keine Ahnung, sind wir am Ende unserer heutigen Folge.

Ihr könnt gespannt sein auf die nächsten drei Interviews mit Sarah, Moritz und mir. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören euch. Wieder eine neue Folge, Mettos am Mittwoch in unserem Holy Club. Montag, Damien. Montag? Hei, hei, hei. Gedanklich, Mosche ist Mittwoch. Anyways, danke. Also, es wird Zeit. Euch allen eine gute Woche. Danke euch. Macht's gut. Macht's gut. Ciao.

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