Anmelden

The Holy Club

Leadership Gathering in Calgary - Part 1

Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 28 min

MP3

Shownotes

Moritz und Marie-Theres Ringeis, 23 Uhr in Calgary, 31. Stockwerk. Erster Tag vom Leadership Gathering liegt hinter ihnen.
In dieser Folge: Erste Eindrücke von der Stadt, die Knox United Church als Tagungsort, ein bewegender Auftakt mit indigenem Gebet und Trommel – und erste Erfahrungen aus den Covenant Groups. Plus: Wer nicht da sein kann, wurde als Erstes genannt.

Kurz, persönlich, direkt vor Ort.

Der Holy Club – täglich neu aus Calgary diese Woche.

Spotify, Apple Podcasts und überall, wo’s Podcasts gibt · @holyclubpodcast

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Herzlich willkommen im Holy Club. Wir sind hier in Calgary. Es ist 23 Uhr Ortszeit. Das bedeutet, bei euch ist schon morgens um sieben, wenn ihr das anhört. Nee, dann wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich freue ich mich noch ein bisschen, um das zu verarbeiten und zu senden. Aber ich bin nicht alleine hier.

Eine bekannte Holy Club Gästin, die erste, die jetzt ihren Return feiert, ist bei mir auf dem Sofa, beziehungsweise ich bei ihr. Hi Marie-Therese, schön, dass du da bist. Hi Moritz, herzlich willkommen in meinem Hotelzimmer. Genau, wir sind in Calgary im Residence Inn im 31. Stockwerk. Herrlich. Da hat Marie-Therese es fein hergerichtet für mich.

Und wir schauen zurück auf die ersten anderthalb Tage in Calgary und vor allem den ersten Tag jetzt vom Leadership Gathering. Und ich will einfach mal anfangen, um so ein bisschen die Atmosphäre hier aufzukreisen. Wir sind gestern um 15 Uhr Ortszeit angekommen. Das ist, wenn ich richtig rechne, 23 Uhr in Deutschland.

Und dann mussten wir natürlich den Tag noch irgendwie rumbringen, damit man einigermaßen in den Rhythmus reinkommt. Wie waren so deine ersten Einzücke von der Stadt hier? Du warst noch nie in Kanada vorher? Ich war noch nie in Kanada vorher. Und genau, ich war... Also ich war erwartungsfroh und dachte, okay, wie wird es sein, ob hier noch so ein bisschen kanadischer Herbst ist.

Und das Erste, glaube ich, was wir festgestellt haben, ist, dass gar nicht mehr so viele rote und bunte und gelbe und braune Blätter da sind, sondern dass es irgendwie auch hier sehr trocken ist, ähnlich vielleicht auch hier in Deutschland. Und dass es irgendwie auch flach war, das hat mich auch überrascht.

Man sieht aber am Horizont immer die Rocky Mountains. Das ist auch irgendwie schön und beeindruckend. Und das ist viel, das ist natürlich typisch amerikanisch, aber es ist auch hier viel in Calgary so quadratisch angeordnet, die Straßen. Und es gibt viele, sehr hohe Gebäude. Genau, mit New York kann man es eigentlich nicht vergleichen, Aber es ist irgendwie so eine Industriestadt.

Das war, glaube ich, auch so unser erster Gedanke. Es ist so eine hochgezogene Stadt. Genau. Ich finde auch so, aus Europa kommend oder aus Deutschland fühlt es sich so ein bisschen prinztlich an. Ja, ja. Weil es einfach nicht historisch gewachsen ist, aber einen superlangen Zeitraum. Und gleichzeitig sind wir jetzt, glaube ich, so mitten im Downtown.

Das heißt, wir wissen gar nicht so richtig, wie es im normalen Wohngebieten oder so aussieht. Und jetzt hier gibt es solche großen Bürogebäude oder Hotels oder eben so Gebäude, wo Leute vermutlich unter der Woche wohnen, auf das Wochenende nach Hause fahren oder so. Genau. So wirkt es ein bisschen. Ja, genau. Also wir sind angekommen und es war super Wetter.

Also es war wärmer, als ich gedacht hätte. Ich konnte so gut im dünnen Pullover, getrennen. Getren Nachmittag, das stimmt, ja. Da haben wir schon eine kleine Stadttour gemacht. War ein bisschen unterwegs, sind einmal über den Fluss gelaufen. Ich war ganz wieder high. Calgary River. Calgary, okay, gut.

Wahrscheinlich nicht. Kann man sich eigentlich merken. Genau, und wir waren dann bei so einem sehr urigen kleinen Mexikaner, irgendwie was essen, ein paar Tacos und waren da schon ein bisschen international unterwegs. Genau, zwei Leute aus Norwegen waren noch dabei in der deutschen Gruppe und, Stefan aus Österreich, liebe Grüße. Genau.

Und wir haben so erste Annäherungsversuche gehabt und manche aus der deutschen Delegation kennen sich ja auch nicht. Und das war ein sehr herzlicher erster Abend, Handel. Ein guter Start. Und wir haben den Nachmittag gut rumgebracht, finde ich. Ja. Und haben versucht, dann irgendwie gegen neun um zehn ins Bett zu gehen, damit noch ein bisschen in den ricken Rhythmus kommt.

Aber das fand ich schon hart. Also ich weiß noch, ich habe eigentlich ganz gut durchgehalten, aber als wir dann da beim Mexikaner drin saßen und ich dann gegessen und noch ein Bier getrunken habe, da ist bei mir so richtig die Müdigkeit reingefahren. Und dann hat man so auf die Uhr geguckt und dann war halt auch schon deutsche Ortszeit irgendwie vier Uhr morgens, fünf Uhr morgens, sowas in die Richtung.

Und so hat es sich dann schon auch angefühlt. Also ich würde sagen, wir sind auch noch voll im Jetlag, weil ja, Irgendwie, ich bin anwesend und gleichzeitig irgendwie auch nicht, weil man vom Körpergefühl her irgendwie in einer anderen Zeit ist. Genau, aber es war schon klar, wir mussten jetzt ins Bett und wir mussten schlafen.

Und wann hast du es das erste Mal aufgewacht? Ich vermute es so um zwei Ortszeit irgendwie und dann nochmal um vier und um sechs war ich wach. Und dann habe ich mich gezwungen, einfach noch ein bisschen zu schlafen. Und ich bin dann auch erst um sieben aufgestanden. Ja, wir haben uns verpasst beim Frühstück. Stimmt, ich bin nämlich um halb fünf aufgewacht und ich habe es nicht mehr so gut geschafft, noch mal einzuschlafen.

Konnte dann für Instagram noch ein Reel zusammenschnippeln. Und dann war ich aber pünktlich um sieben, glaube ich, beim Frühstück. Und bin dann schon los und habe mir ein, zwei Coffeeshops noch angeschaut, während du dann beim Frühstück warst. Und dann sind wir heute noch mal vormittags durch die Stadt in so einem kanadischen Supermarkt, haben uns ein bisschen orientiert.

Und dann waren wir das erste Mal bei der Knox United Church und das ist der Treibungsort. Die haben echt sich Mühe gegeben, finde ich. Es war total schön. Es war ein wichtiges Empfangskomitee von vorrangig alten Damen, würde ich sagen. Und das ist so richtig mein Bild von irgendwo hinkommen und dann sind da die Methodistischen Damen, die die Gentür, die es machen. Die das organisieren und, die einen sehr freundlich auch begrüßen, die einen Überblick haben.

Die Organisation ist schon Wahnsinn. Dass die für so Leute von Leuten hier alles vorbereitet haben, die bei den Listenstimmen. Das ist schon echt cool. Und das mit so einer Herzlichkeit. Ja, total. Und ich hatte den Eindruck, dass das auch, die Damen und die einzelnen Herren, die da auch zuständig waren, dass die auch vielleicht sogar aus der Gemeinde sind. Die meisten schon.

Also es gibt so ein paar, die irgendwie in offizieller Funktion durchmachen, aber ganz viele irgendeine Amte. Genau. Und wir hatten dann Registration und das war auch total unkompliziert. Und dann haben wir natürlich so einen Beutel voller Gimmicks bekommen. Ein Goodie Bag. Ein Goodie Bag. und da waren echt auch irgendwie also, Viele Sachen drin, wo ich dachte, ja, kann man auch verwenden.

Von CUNY über Notizheft. Wir haben auch so eine Art Arbeitsheft bekommen. Das habe ich so gedacht, das ist auch ein bisschen deutsch. Aber es ist cool, dass wir es haben. Soll ich Anne mal fragen, ob sie das eigentlich gebracht hat? Genau, die Anne Detjen, die mit dem Vorbereitungsteam ist. Also es ist wie so ein Arbeitsheft, was uns auch durch diese Tage leitet und was so zusammenfassend die Agenda hat.

Und wo kann ich mich hinwenden, wenn ich irgendwas brauche. Aber auch für jeden Tag sind die Fragen für diese Kleingruppen drin, die wir bearbeiten miteinander. Und es gibt so einen Fahrplan, was ist sozusagen Aufgabe des Tages, was ist das Ziel. Und das finde ich richtig gut. Das hilft schon, so ein bisschen der Orientierung reinzukriegen, weil ich hatte im Vorfeld oft das Gefühl, das ist so ein großes Ding, aber niemand weiß so richtig, wie es wirkt.

Und dann kamen jetzt echt, die letzten Tage kamen Inhalte. Dann hatte ich dann das Gefühl, okay, man muss die Woche vorher eigentlich ein bisschen mehr Zeit haben, als ich sie hatte. Aber jetzt kann man gut aufholen und man hat mit diesem Booklet dann ganz gut die Informationen beisammen. Und die Knox Church, das kann man vielleicht noch ein bisschen beschreiben, das ist so für Kanada, glaube ich, wirkt es zumindest wie ein relativ altes Gebäude.

Also vom Stil her soll es so eine alte Kirche irgendwie darstellen. Und wir haben uns da dann zuerst zum Abendessen getroffen in der Turnhalle, die gibt es da dazu und da war wirklich rappelvoll. Und es war trotzdem echt gut organisiert und schnell. Als man was reingekommen konnte, dann am Buffet vorbei von beiden Seiten. Das ging recht fix.

Und dann saßen wir da in, glaube ich, so 8er-Gruppen oder vielleicht 10er-Gruppen. Und haben Abend gegessen und connected. Und dann sind wir rüber sozusagen in den Gottesdienstraum und da sind dann nochmal so runde Tische aufgebaut, wo alle Leute Platz finden. Recht eng, aber gerade so. Sind rund 300 Delegierte, glaube ich. Genau, also 300, die da sind.

Ich glaube, 350 waren eigentlich geplant. Und ein paar Leute können nicht anwesend sein. Und das war auch das Erste, was gesagt wurde. Also die erste Veranstaltung war dann, dass ein paar Leute uns willkommen geheißen haben. Und die Chefin sozusagen vom Organisationsteam, die hat begonnen damit zu sagen, wer nicht da sein kann. Ja, und das fand ich richtig gut.

Fand ich auch gut. Und da waren dann Leute dabei aus afrikanischen Ländern, ich glaube Kongo, Südsugan und das Dritte habe ich jetzt nicht mehr parat, die wegen einem Ebola-Ausbruch nicht ausreisen können. Und dann gab es noch andere Länder, wo das mit dem Misum nicht geklappt hat. Und dann wurde eben daran erinnert, dass diese Gruppe, die jetzt hier versammelt ist, nicht komplett ist.

Und dass dann auch Leute zugeschaltet sind und diese Stimmen auch wichtig sind. Ich fand das einen schönen Modus, weil es ging ja darum, alle irgendwie zu sammeln und dann auch gleichzeitig so diese Unvollständigkeit der Gruppe zu betonen. Ja, also es war sehr wertschätzend, finde ich, und es war so eine Erinnerung daran, dass wir eigentlich mehr sein könnten.

Und dass es aber Strukturen gibt oder Zusammenhänge, die das irgendwie verhindern und dass wir das nicht vergessen und die sind jetzt in so einer Online-Group zusammengefasst. Und das finde ich richtig stark, dass wir irgendwie damit begonnen haben. Und sich dessen bewusst zu sein. Und das macht ja auch diesen internationalen Kontext nochmal sehr deutlich, in dem wir uns auch treffen.

Und ja, das fand ich irgendwie auch berührend, dass das in dem Sinne aufgestattet ist. Genau, und dann der zweite Beitrag war man von einem Reverend hier von einer indigenen Gemeinde aus Kanada, wo es dann hauptsächlich darum ging, an welchem Ort sind wir dann, wo wir uns hier treffen. Und das war dann eben nicht Calgary, das irgendwie in den letzten Jahrzehnten entstanden ist, sondern welches indigene Volk hat hier die Gegend schon viel länger bewohnt. Ja, und auch geprägt.

Auch geprägt und auch welchen Bezug haben die zur Landschaft. Und das fand ich eben so spannend, weil als wir angekommen sind, haben wir mit so ein paar Locals geredet, was man hier so machen kann. Und alle schicken einen in den Benz National Park und man soll dann eine Tour machen und sich das alles anschauen.

Und der hat jetzt nochmal einzelne Orte dann aus dem Nationalpark rausgegriffen und die Bezüge und die Bedeutung, die das für sein Volk hat, rausgestellt. Und da sind eben teilweise für ihn heilige Orte dabei. Ja. Und das hat mich schon sehr zum Nachdenken gebracht. Und da habe ich gemerkt, das ist was, was wir in Europa so nicht haben, was aber alle Länder, die irgendwie von weißen Europäern irgendwann bevölkert wurden, haben.

Also ich kenne das so aus meiner eigenen Geschichte, noch aus Australien, da habe ich Bezüge hin. Da gibt es das auch mit Aborigine-Stämmen, die irgendwie versuchen, ihr Territorium, ihre Erde wieder zu bekommen und jetzt hier eben auch. Und das fand ich schon auch cool, dass das am Anfang war. Ja, und er hatte auch die längste Redezeit.

Mit Abstand. Insgesamt mit Abstand, er hat sehr lang geredet. Und das war aber wirklich berührend, weil er ist auch. Was er anhatte, war ja auch von sozusagen Indigen geprägt. Also irgendwas Traditionelles, war wie so eine Art Umhang, glaube ich, oder wie eine Weste oder sowas. Und das, was er erzählt hat, war sozusagen auch mit einer PowerPoint.

Er hatte Bilder mitgebracht und er hat auch in der Sprache mit uns gebetet. Ich habe mir nicht gemerkt, wie die heißt, aber er hat sozusagen in seiner Muttersprache, die er gelernt hat in der indigenen Bevölkerung, mit uns gebetet und hat ein Lied gesungen, mit der Trommel begleitet und das war auch sehr bewegend und, ja, was mich am tiefsten berührt hat, war diese Verbindung von Spiritualität mit der Schöpfung, das hat er ja sehr stark gemacht und dass wir eingebunden sind in diesen Raum der Schöpfung und.

Wie tief das eigentlich in uns ist. Und das ist sozusagen sein, da kommt er her. Und ich glaube, in unseren, ja, vor allem in den europäischen Ländern und vielleicht auch in den amerikanischen Reisismus, ist es, glaube ich, sehr weit entfernt von denen, die wir, also schöpfungstheologisch sind wir, glaube ich, ja, weit entfernt von dem, was er erzählt hat.

Wie sie das leben und gestalten. Genau, und da fand ich auch das Spannende, weil er hat ja auch einen kritischen Blick auf die ganzen Kolonialisierungsprozesse geworfen und hat gleichzeitig aber auch gezeigt, wo die Indigene-Kultur, schon Dinge vorbereitet, vorgedacht, mitgebracht hat, die dann in dieser christlichen Erzählung anschlussfähig sind.

Und hat das dann auch mit sich als Person so verkörpert, dass das ineinander geht. Und er ist ja jetzt selber aufordneter Pastor in der United Church of Canada, war, worin die Methodistische Kirche hier auch aufgegangen ist. Und das fand ich schon sehr bereichernd durch Trier, wenn man so rumdenkt und irgendwie, und er hat auch gemeint, dass das ein langer, schmerzhafter Verzweiß auch war.

Und das wurde eben nicht ausgespart. Also es war jetzt keine Erfolgsgeschichte oder er hat jetzt nicht gezeigt, wie hier die Sachen gut laufen, sondern hat richtig Einblick gegeben in diesen schwierigen Weg der Verbindung. In seiner Stammesgruppe, in seinem Volk. Und wie er so als Person auch da war. Also das war wahrscheinlich ein starker Auftrag. Ja.

Genau, und dann ging es weiter mit dem Präsidenten des Bischofrats, dem Saints heißt der, der hat dann alle in Calgary begrüßt, hat dann aber auch dieses Schmerzvolle, nicht weggewischt, also hat auch gleich gesagt, er will jetzt nicht in die Falle tappen, direkt irgendwie zu den Good News zu kommen.

Das fand ich auch ganz gut gelöst. Und nachdem kamen dann nochmal zwei Leute hier aus der lokalen Gemeinde Und da fand ich, also das war ganz cool irgendwie zu wissen, dass hier die Methodistische Kirche eben in dieser Humanity Church of Kanada aufgegangen ist und mit anderen Denominationen gemeinsam einfach so dieses Kirchesein, gestaltet.

Da dachte ich, das kann bestimmt für viele Kontexten in die Zukunft des Weisens sein. Das stimmt, ja. Und dann ging es endlich los. Dann sind wir in unsere kleinen Bundesgruppen, gesendet worden, nachdem wir uns auf allgemeine Gesprächsregeln verständigt hatten. Das war noch ein Ding. Wir sind praktisch eine Bundesgemeinschaft jetzt hier in Calgary und haben da anhand der allgemeinen Regeln von John Wesley versucht, uns auf einen guten Umgang miteinander zu finden.

Also die allgemeinen Regeln, vermeide Böses oder tu nichts Böses, tu Gutes und bleibe in der Liebe Gottes. Das soll unseren Umgang hier prägen und das ist auch ganz gut, dass wir was haben, was uns verbindet, weil wir eben aus so vielen Kontexten kommen. Und wir haben dann gemeinsam gesprochen, we will, that's help us. Das heißt es, ja.

Ja, genau. Und dann sind wir eben in kleinere Bundesgruppen gegangen. In welcher Gruppe bist du, Marie, Gries? Ich bin in der Gruppe 2a. Sie beschäftigt sich mit Discipleship, also Jüngerschaft. Und... Nee, zurück. Das ist falsch, was ich gesagt habe. 2a ist die Gruppe, die sich mit Leadership befasst.

Also Leiterschaft, Führung und Leiterschaft. Und ja, und wir haben dann nochmal so, wie soll man das erklären? Jede Gruppe hat so eine bestimmte Hauptaufgabe. Vielleicht möchte ich die nochmal erwähnen oder wurde das schon mal im Podcast erklärt? Ich wollte jetzt mal wissen, in welcher Gruppe du bist. Also ich habe Leadership, und für jede Gruppe gibt es noch mal so ein Unterthema.

Und da habe ich Innovative Discipleship, also innovative Jüngerschaft. Und in meiner kleinen Gruppe sind wir so ungefähr 20 Leute, finde ich schon sehr viel. Und wir hatten einfach eine erste Runde Kennenlernen, Namen sagen, ein kleines bisschen vorstellen, wo man herkommt. Das war aber ein guter Auftakt.

Ich habe so gemerkt, alle wollen irgendwie total gerne, alle sind echt aufgeregt und total zuversichtlich und wollen irgendwie sich verbinden und wollen vor allem hören, was ist bei den anderen los und das ist eine ziemlich gute Atmosphäre. Und bei der Eröffnung, glaube ich, wurde nochmal gesagt, dass von diesen knapp 300 Delegierten es ungefähr ein Drittel sind, die unter 35 sind.

Ich finde, es könnten mehr sein, wenn man so ins Plenum guckt. Ich finde das Drittel unter 35 okay, aber von den zwei Dritteln sind halt schon viele sehr weit weg von der 35. Ja, genau. Also das wäre tatsächlich was gewesen, was es noch ein bisschen besser gemacht hätte, wenn wir es geschafft hätten, noch mehr Menschen zu haben, die unter 35 sind.

Oder irgendwie sich in diesem Alter so ungefähr bewegen. Ja, das fällt mir auch auf. Ich bin in der kleinen Gruppe 3B und wir haben Younger Generations und Impact als Thema, also junge Generationen und irgendwie Einfluss oder Effekt erzielen. Und ja, wir sind auch, also wir sind drei Leute von 15 in der Gruppe, die unter 35 sind und dann noch eine Person, die nah dran ist und der Rest ist, würde ich sagen, hauptsächlich der Rest des Boomer-Alters.

Und da merke ich, das wird anspruchsvoll, dass dann nicht die drei Leute, die selber noch einigermaßen jung sind, plötzlich für alle jungen Menschen sprechen, und die anderen uns sozusagen zu ExpertInnen machen, nur weil wir noch nah dran sind. Und gleichzeitig habe ich von den Eltern, die da sind, und bei mir ist zum Beispiel Tracy Malone in der Kleingruppe, die Vorsitzende des Bischofs war in der letzten Amtsperiode, Und die hat dann schon gemeint, dass das was Besonderes ist, dass jetzt so viele junge Leute da sind. Also es scheint wohl so zu sein, dass bei normalen Sachen, irgendwie Generalkonferenzen oder was Ähnlichem, dass da einfach die Grote noch deutlich nötiger ist. Ja, das dann halt auch.

Weil es Teilerfolge irgendwie werden. Und ja, also wir haben das auch so gemacht, haben dann auch ein paar Rollen definiert und dann ging es um kurz nach acht, wurde dann der Tag beendet. Und da habe ich dann auch schon gemerkt, kurz nach acht, Das heißt, deutsche Zeit, kurz nach vier Uhr morgens. So fühlen wir uns. Genau, eigentlich zieht einen alles ins Bett.

Aber man will ja dann nicht die Person sein, die irgendwie direkt ins Bett rutscht, sondern danach noch einen offiziellen Teil. Und so sind wir dann also noch losgezogen in einen Pub und haben ein bisschen socialized. Und das war auch gut so. Ich fand es auch gut. Also ich bin zufrieden. Ich sitze auch jetzt noch machbar.

Alles gut. Ihr kriegt gleich die Folge zu hören. Das heißt, wir haben gut durchgehalten. Und das ist ja auch toll. Also da ist es auch mal anders kennenzulernen und dann auch zu merken, wer ist hier ehrenamtlich da, also Laien, und wer ist hauptamtlich im pastoralen Dienst und in welchen Kontexten und sehen gerade die Sachen in der Konferenz aus. Was ist euer Eindruck von der Kirche?

Wie geht es euch persönlich hier in Calgary? Und das vermischt dann alles so ein bisschen und bin gespannt. Also ich habe auch zwei, drei Leute getroffen, die ich vorher schon kannte aus internationalem Kontext. Es ist dann auch total schön, sich hier zu sehen. Und andere, habe ich jetzt schon das Gefühl, werde ich in ein paar Tagen einfach kennenlernen. Wenn man so über die eigenen Träume und Visionen für Kirche spricht, dann lernt man sich ja auch auf einer recht existenziellen Ebene kennen.

Also alle, die hier sind, verbindet was mit Methodismus und die stecken da Herzblut und Einsatz rein. Und das so auf den Tisch zu legen, ohne dass man direkt eine Agenda oder einen bestimmten Vorschleib für eine Agenda-Konferenz erarbeiten muss, da steckt schon eine Chance drin. Ja, auf jeden Fall. Und ich hatte heute auch das Gefühl, bei den Menschen, mit denen ich schon gesprochen habe.

Es war sofort schon ein relativ tieferes Gespräch da, weil alle irgendwie wissen, okay, warum sind wir hier? Und das heißt, ich muss auch ein bisschen zu einem Punkt kommen und erzählen, wo ich herkomme zum Beispiel und das finde ich schon auch sehr persönlich, diese eigene Geschichte zu erzählen und das zu verbinden mit dem, wie man eben Kirche denkt und auch weiterdenken will und dadurch, finde ich, ging es heute schon auch an manchen Stellen zur Sache, wo man vielleicht auf einer anderen Konferenz, die irgendwie eben Beschlüsse fasst und so, wo das vielleicht gar nicht so möglich ist. Ja.

Ja, wir haben es ja oft in Kontexten zusammen, wo auch bestimmte Probleme einfach anstehen, bestimmte Entscheidungen getroffen werden müssen und Leute was vorbereitet haben, was irgendwie dann durch das Blenum muss. Und da habe ich das Gefühl, das ist hier sehr viel offener und gleichzeitig auch grundsätzlicher. Also es geht ja um eine grundsätzliche Vision, wo wollen wir hin, eine Ermittlungsbestimmung.

Und ganz viele Leute sind da und bringen ihre Perspektive ein, aber wollen vor allem auch von den anderen hören. Und deshalb habe ich so das Gefühl, man versucht, die Balance hinzubringen, sie zu zeigen und gleichzeitig den anderen den Raum zu geben. Auch sich zeigen zu können. Und das wird viel machen, glaube ich, in den nächsten Tagen.

Was hat dich heute am meisten überrascht? Oder gab es was? Was mich am meisten überrascht hat. Also, ich glaube, das führt mich jetzt wieder ganz zum Anfang meines Tages. Aber als ich heute Morgen durch die stockdunkte Stadt von Calgary gezogen bin. Die Sonne ist erst um acht aufgegangen. Ja, und dann braucht die echt lange, um an der Hochhalsan irgendwie vorbeizukommen.

Und ich habe meine erste Kaffeereisterei des Tages angesteuert. Und ich bin einfach dreimal dran vorbeigelaufen, weil das halt in irgendeinem Hochhaus, in irgendeinem Stockwerk dann war. Und bis ich das gefunden habe, hat es dann weiter gedauert. Und der Kassi war dann auch nur so mittelmäßig. Aber der zweite Stopp, der war gut. Und ja, nee, überrascht.

Also ich bin schon immer wieder überrascht, wie schnell man mit Leuten eine Verbindung aufbauen kann, wenn man so eine gemeinsame Grundlage hat. Und das leistet der Methodismus für mich schon. Das ist auch irgendwie schön. Also ich fühle mich richtig hier. Ja. Und gleichzeitig manchmal ist es auch alles einfach krass, also jetzt hier in den Hotelzimmern zu sitzen und zu einer Konferenz nach Kanada zu fiebern. Das ist schon aus Suche.

Aber es ist so eine tolle Möglichkeit, die die Kirche da eröffnet. Daran teilzuhaben, ohne dass man eben schon bestimmte Karriereschritte gegangen ist oder sowas. Sondern wir können mit dem Teil haben, was wir bis jetzt erlebt haben. Und das ist auch so, dass wir das einbringen. Aber hast du eine große Überraschung oder irgendwas?

Nein, ich denke nicht, aber es war wieder so eine Erfahrung, dass ich dachte, ja, es ist so schön, Methodistin zu sein, weil ich bin in diese Kirche rein und es war so, ja klar, ich gehe in. Es hat sich so Methodistisch irgendwie angefühlt. War natürlich auch gut gemacht, direkt mit einem Abendessen starten, reichgedeckter Tisch, runde Sache.

Wie soll man auch anfangen? Genau. Und das ist ja das, was ich auch so wertschätze an Medudismus, dass man sich auch so überall zu Hause fühlt eben und dieses Gefühl war gleich so da obwohl es vielleicht auch irgendwie eine Sprachbarriere gibt oder ja, kulturelle Barrieren und so weiter und so fort aber es ist, man kommt da hinein wir wurden so herzlich begrüßt und war so schön einfach vorbereitet und auch professionell fand ich auch Ja, also ich fand es auch vor Ort jetzt deutlich professioneller als so die letzten Monate. Ja, ja, ja, das stimmt.

Cool, dann habt ihr jetzt, glaube ich, einen ganz guten Eindruck gekriegt, was wir hier die letzten 36 Stunden gemacht haben. Und wir werden uns wieder melden. Ich weiß jetzt noch nicht, wann Margie Therese das nächste Mal zu hören ist oder wenn ich morgen vor das Mikrofon bekomme. Die hat auf jeden Fall gute Karten, weil sie im selben Hotel ist und anscheinend genauso wie ich den Absprung nicht wie Richard direkt nach der ersten Runde schafft.

Aber seid einfach gespannt und wir melden uns wieder und lassen euch teilhaben, und mal schauen, wie das dann aussieht, ob es dann fünf Minuten geht oder eine halbe Stunde. Je nachdem. Euch allen aber einen guten Tag und viele Grüße aus Kanada. Ganz liebe Grüße. Und schlaf gut, Marief. Du auch, Moritz.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00