
UNFILTERED Podcast· Staffel 1· Folge 17
Ep. 17, Christian Greiner – Warum Kaufhäuser NICHT sterben werden
Samstag, 18. April 2026 · 1 h 19
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Shownotes
Das war eines der Gespräche, bei dem man relativ schnell merkt: Hier sitzt jemand, der den Handel nicht nur versteht, sondern wirklich gelebt hat.Christian Greiner spricht in dieser Folge so offen über seinen Weg, wie man es selten hört.Über Entscheidungen, die funktioniert haben. Und über Dinge, die komplett schiefgelaufen sind.Was mich besonders beeindruckt hat:Seine Mischung aus Kreativität und brutalem Unternehmertum.Von einem Musikstudium in den USA, über eigene Startups, erste Investments und echte Kaltakquise – bis hin zur Übernahme eines Traditionsunternehmens aus der Insolvenz.Zwei Agenturen aus dem Boden gestampft die heute in ihrer jeweiligen Nische Marktführer sind.Und zwischendurch:Guerilla-Marketing-Aktionen mit Osterhasen im Bett mitten in der Fußgängerzone, Polizei-Inszenierungen und plötzlich ein Fernsehteam vor Ort.Kein Witz, genau so ist es passiert.Aber genau das zeigt, wie er denkt:Nicht linear. Nicht angepasst. Sondern immer mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Dinge anders zu machen.Heute steht er als Vorstand hinter der Münchner Institution Ludwig Beck AG und führt gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer hinter der Rudolf Wöhrl SE – zwei Unternehmen mit enormer Tradition, aber auch enormem Druck.Wir sprechen in dieser Folge über:•den Aufbau von Marken und warum die meisten daran scheitern•warum Durchhaltevermögen wichtiger ist als Talent•wie man Kunden wirklich gewinnt (Spoiler: nicht über Social Media)•warum stationärer Einzelhandel noch lange nicht tot ist•und was es bedeutet, Verantwortung für tausende Jobs zu tragenWas hängen bleibt, ist vor allem eins:Unternehmertum ist kein gerader Weg.Es ist Chaos, Zweifel, Entscheidungen unter Druck und manchmal einfach nur Durchziehen, wenn es keiner mehr glaubt.Ich bin Christian extrem dankbar für dieses Gespräch, für die Offenheit und für die Einblicke, die man so selten bekommt.Genau solche Gespräche sind der Grund, warum wir Unfiltered machen.Wenn dir die Folge gefällt, lass gerne ein Like da und abonnier den Kanal – das hilft uns enorm.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Christian Greiner gehört zur Handelsdynastie Wörl, einer Familie, die den deutschen Modehandel über Jahrzehnte geprägt hat. Heute führt er als Vorstand die Münchner Traditionsadresse Ludwig Beck AG und steht gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender an der Spitze der Rudolf Wörl SE. Die Wöll Gruppe betreibt 30 Modehäuser in Deutschland, beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 180000000€. Doch für Greiner geht es nicht nur um Zahlen, sondern um die Zukunft des stationären Modehandels in Deutschland. Viel Spaß mit der Folge. 2 Schauspieler, die sich als Osterhasen verkleidet haben, die haben sich dann in dem in dem Bett vergnügt mitten in der
Fußgängerzone. Dass dadurch eine Stadt sozialpolitisch auch bricht. Da wird einfach nicht weit genug gedacht, was das irgendwo nach sich zieht. Also ich halte von Home Office eigentlich. Relativ wenig letztendlich. Wo du ja auch wirklich teilweise super Investments gemacht hast. Wie gehst du da nicht ran?
Also erstmal, ich war noch bei der Bundeswehr, das war damals noch verpflichtend. Wobei also ich muss sagen, also ich fand es auch gar nicht, sogar nicht so schlecht und dann habe ich eine Zeit lang bei uns im Unternehmen auch gearbeitet und habe mir dann gedacht, ich mache was komplett anderes und bin in die Staaten und habe Musik studiert.
Verbindung mit Business Management und Produktion, Tontechnik im Studio und alles mögliche und natürlich immer mit dem Wunsch, dass man vielleicht mal groß rauskommt. Auch in der Musik. Aber das ist schon auch ein richtig hartes Business, das. Ist ja eine Passion, die du jetzt auch immer noch verfolgst. Ja, also mir fehlt ein bisschen die die Muse dazu, das immer noch so intensiv zu machen, weil ich meine, früher habe ich den ganzen Tag lang Musik gemacht, aber es ist immer schon noch sehr, sehr, sehr wichtig für mich. Als Ausgleich.
Und dann bin ich zurück nach Deutschland gekommen, habe dann noch eine Zeit lang in der Musikbranche gearbeitet und dann mein erstes eigenes Projekt angefangen, ein komplett neues Young Fashion Konzept in Nürnberg, was echt gut funktioniert hat, was wir dann finalisiert haben, das habe ich dreieinhalb Jahre lang gemacht. Und bin dann in die ich so in die Selbstständigkeit gegangen, habe eigene Firmen gegründet, habe auch so ein bisschen angefangen, einen kleinen Rahmen zu investieren. Und ja, das habe ich dann auch so 33 Jahre sowas gemacht, dreieinhalb Jahre und dann bin ich wieder in die Textilbranche, bin zurück nach, bin dann nach München gegangen zu Ludwig Beck, wo ich heute auch noch aktiv im
Vorstand bin, dann bin. Ja, auch dort viele, viele Themen gemacht, parallel auch einmal meine anderen Firmen noch gemacht und habe dann 2016 / 17, die unser Familienunternehmen was was damals in einem anderen Familienstamm war und in die Insolvenz gerutscht ist, habe ich dann aus der Insolvenz gekauft und habe das dann auch noch parallel mitgemacht.
Und ja und? Da bist du jetzt ja auch Mehrheitsgesellschafter auch. Da bin ich alleiniger Gesellschafter, sogar Wahnsinn. Und. Ja, das ist manchmal, denke ich mir auch, das ist echt Wahnsinn. Und ja, das hat auch alles wirklich gut funktioniert und klar, und dann kam halt dann die Pandemie und ich glaube, die hat also sehr, sehr vielen Unternehmen sehr zugesetzt.
Es gab natürlich auch viele, die profitiert haben davon und ja, da hat man sich jetzt durchgekämpft, und das ist jetzt so der der Status quo, aber ich mache parallel auch immer noch viel Investments mit mit neuen Themen, die mich interessieren. Weil die Vielfalt einfach das ist, was ich spannend finde.
Und sag ich mal, wenn wir vom Textil sprechen, da seid ja wirklich jemand mit extremer Heritage. Also letztendlich, das Familienunternehmen ist die Rudolf Rudolf SE und auch das Ludwig Beck. Letztendlich wurde ja Vorstandsvorsitzender, bist auch 1861 gegründet. Richtig also wörl ist 1933 von meinem Großvater gegründet worden und somit auch schon über 90 Jahre alt. Und Ludwig Beck feiert dieses Jahr 165 Jahre Wahnsinn Jubiläum.
Wobei, das ist jetzt nichts, was ursprünglich mal mit unserer Familie zu tun hatte. Heute sind wir da auch Gesellschafter, aber das ist ein Unternehmen, was wirklich eine ganz, ganz tolle Tradition hat und wahnsinnig verwurzelt ist. Auch hier in München, also ich kenne ich fast niemanden, der nicht irgendeine Geschichte hat, die mit Ludwig Beck verbunden ist. Und das macht es sehr besonders.
Über München hinaus ja auch bekannt. Muss man wirklich sagen. Jeden Fall. Ja, das stimmt ja. Teilweise auch das Kaufhaus. So was assoziiert wird, wenn ich nach München gehe, dann dann muss ich in den Ludwig Beck, ja, viele. Sagen, das ist so ein bisschen ins Wohnzimmer von von München. Und sag ich mal, wenn man über diese Beteiligung spricht letztendlich, wieviel Mitarbeiter und wieviel Umsatz kann man das irgendwie beziffern?
Letztendlich auch so wie viele Mitarbeiter bei Ludwig Beck und bei der Rudolf Wörl SE. Wieviel sind das ungefähr? Also wir haben, wenn man jetzt noch mal die Köpfe sich anschaut, sind wir bei Beck über 400 Mitarbeiter und bei Wöhrl ungefähr 1200 Mitarbeiter. Wahnsinn also Rudolf Rudolf Wöhrl auf jeden Fall noch mal deutlich größer auch.
Da sind wir auch mit 28 Standorten Wahnsinn. Stationär noch vertreten, machen auch E Commerce und ja, wir sind als absoluter Verfechter immer noch vom stationären Einzelhandel. Und wieviel Fläche hat so ein Haus ungefähr dann? Oh, das ist ganz, ganz unterschiedlich. Also wir haben Häuser, die sind wirklich sehr, sehr klein, so mit 1500 Quadratmeter, bis hinzu den ganz großen, die bis zu 20000 Quadratmeter haben, also es ist nicht sonderlich homogen, ist auch nicht mal so ganz einfach, das dann natürlich zu strukturieren und zu managen, glaube ich, aber es ist halt eine ganz gewachsene Struktur.
Aber sag ich mal, wenn man auch auf die Anfänge schaut, da warst du ja schon immer auch ein Verfechter letztendlich, der da auf innovative Konzepte gepocht hat. Also wenn man so schaut mit dem U 1, das war ja total innovativ, auch zu der Zeit beim Böll. Ja, das stimmt. Also ich hatte damals eigentlich einen Auftrag, den man mir damals gegeben hat, der hat immer gesagt, uns sterben die Kunden weg, mach was, dass wieder junge Kunden kommen, und das war echt die einzige, die einzige Aufgabe, und dann?
Haben wir dieses Konzept ins Leben gerufen, was für die damalige Zeit schon sehr provokant auch war. Also wir sind auch oft angeeckt, aber das war genau das, was die Zielgruppe halt gut fand, sehr provokante Events gemacht, oft mit negativen Schlagzeilen in der Zeitung oder irgendwie. Fällt da was heute noch was Bestimmtes ein?
Letztendlich. Ja, also ich weiß noch, wir haben, bevor wir bevor wir aufgemacht haben, haben wir so Guerilla Aktionen gemacht. Und eine davon war, da haben wir bei uns vor dem Gebäude auf dem Platz haben wir ein Bett aufgestellt, es war zu Ostern und haben 22 Schauspieler, die sich als Osterhasen verkleidet haben, die haben sich dann in dem in dem Bett vergnügt halt mitten in der Fußgängerzone, und wenn dann die Leute gekommen sind und irgendwie wissen wollten, was da ist, dann haben die Kondome geschenkt bekommen, wo unser Logo eben drauf war, und wenn Kinder kamen, haben sie Lusche bekommen, also. Da sind wir auch dann wirklich in der Zeitung gelandet. Wir haben ehrlich gesagt auch
damals niemanden gefragt, ob das irgendwie erlaubt ist oder nicht, das war natürlich ist natürlich nicht erlaubt, sowas zu machen und dann haben wir eine Woche später haben wir einen, einen Exhibitionisten haben wir durch die Stadt geschickt, so wie man das vielleicht im Bilderbuch sieht, so mit brauner Mantel, Hut, Brille und erst durch die Fußgängerzone, hat dann immer vor den Leuten den Mantel aufgerissen und hatte eben ein t Shirt mit diesem Logo von uns unter seinem, der hatte natürlich was an, das ist logisch. Aber das fanden die Leute auch extrem witzig und da sind wir dann auch durch die Konkurrenzläden durchgegangen. Wahnsinn.
Und geendet ist es dann damit, dass wir an einer sehr prominenten Stelle in der Stadt in Nürnberg von der Kirche angekommen sind. Und da stand ein Polizeiwagen, und dann sind wir zu den Polizisten gegangen und haben gesagt, so könntet ihr mitspielen und. Den für uns verhaften vor der Kirche, dass wir ein paar Bilder machen können. Und dann haben die gesagt, so, ja okay, wir spielen mit und dann sind die Polizisten hin, haben den haben die gepackt und er hat natürlich immer dann weitergemacht, und dann kam witzigerweise vom Bayerischen Rundfunk war ein Fernsehteam, die eigentlich ursprünglich diese Kirche gefilmt hatten, waren natürlich dann viel interessiert an dem Thema und haben das wirklich dann gefilmt
im Fernseher. Wahnsinn. Also es war so richtig so, wie man halt Griller Marketing eigentlich echt machen sollte und. Ja, und so was haben wir ständig gemacht. Also wir haben ganz viel mit Life Acts gemacht, eigentlich ganz viel, was eigentlich mit Mode gar nichts zu tun hatte. Weil man das auch braucht letztendlich.
Ich glaube, auch heutzutage ist es ja enorm wichtig, letztendlich die Leute einfach ins ins Kaufhaus zu holen. Absolut. Und ich bin der festen Überzeugung, dass gerade Dinge, die auf den ersten Blick überhaupt nicht dazu passen, dass das oft das ist, was die Leute eigentlich am meisten interessiert, was am spannendsten ist. Also wenn man eigentlich so ein bisschen immer den Bogen spannt, das muss jetzt gar nicht immer so provokant sein. Also das kann auch einfach extrem spannende Kunst und Kulturgeschichten sein.
Also wir machen bei Ludwig Beck zum Beispiel ganz viel Kunstkooperationen, wo wir dann auch, wir hatten zum Beispiel regelmäßig Partner, die mit uns, die die Fenster zum Beispiel gestalten, da hatten wir Peter Lindbergh zum Beispiel, der ganz bekannte Fotograf, der hat, der war ursprünglich, bevor er Fotograf war, er Dekorateur und und dann haben wir wirklich begeistern können, dass er bei uns ein komplettes Fenster gestaltet hat und dann war er selber dann auch da, vor Ort natürlich und hat das dann eröffnet und das war echt super.
Frequenz dann auch vor vorm Haus. Ja, also das ist, aber wir lassen das dann relativ lang, eigentlich auch immer stehen, und das machen wir bis heute. Ganz viel Kunst, Kultur, Events, sehr viel, sehr viel mit Musik und ja, alles, was eben was heißt. Ja, das Kaufhaus der Sinne. Und alles, was die Sinne in irgendeiner Form anspricht, das sollte auch passieren.
Und und euer Konzept wurde ja dann auch ausgezeichnet. Also das u 1. Das u 1, das wurde damals ausgezeichnet vom Handelsverband. Das stimmt. Unser Haus in Nürnberg übrigens auch, nachdem wir das alles neu gemacht hatten. Ja, wobei ich muss ganz ehrlich zugeben, ich bin heute nicht immer so ganz sicher, ob diese ganzen Preise immer so das Richtige sind, weil. Wenn wenn irgendeine Fachjury etwas gut findet, das heißt noch lange nicht, dass der Endverbraucher das wirklich versteht.
Und da sind oft Dinge dabei, die dann gerade eben so Spezialisten sagen, Ah, das ist total super, wahnsinnig innovativ und spannend, und der Endverbraucher, der steht dann davor und sagt das. Kann ich nicht machen was? Wollen die da kann ich nichts mit anfangen. Deswegen ist es immer so ein zweischeitiges Schwert auf der einen Seite freut man sich über sowas, aber auf der anderen Seite muss man dann immer gucken, dass man eben halt nicht seine Zielgruppe irgendwie verliert und.
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Also letztendlich, das war auf jeden Fall erfolgreich, auch für für dich als Zeit in Erinnerung und wie wie ging dann der berufliche Weg weiter mit der da ging es dann los mit den ersten Gründungen schon danach. Genau, ja. Ich habe dann, also ich hatte für das U 1, damals hatte ich eine so eine kleine Studententruppe, die mit mir das Marketing gemacht haben, also wirklich alles von den Events, von dem. Printgeschichten online alles, was man gemacht hat, das war nur mit Studenten.
Und während wir das Konzept gemacht haben, kamen immer wieder Firmen auf mich zu und hatten immer gemeint, ja, welche Agentur macht euch das für euch und wer macht denn eure ganzen, Wer ist denn mit den kreativen Ideen da, immer am Staat und dann habe ich zu einem von den Studenten, da habe ich gesagt, du sag mal, wenn das so viel Interesse irgendwie weckt, dann lass uns doch eine Agentur daraus machen und ja, wie gesagt, getan. Dann haben wir dann zusammen eine Marketing Agentur gegründet.
Also wirklich so richtig Startup mäßig, ganz kleines Büro in einem in einem Gebäude, wo auch andere Startups waren mit einer Teeküche und Toiletten irgendwo auf dem Gang zu zweit und haben dann bei den Kunden natürlich immer ganz dick aufgetragen was finde ich für die die super. Agentur sind, hatte die Aufruf auf Concept hat das. Hatten wir schon, ja, aber wir haben, glaube ich, teilweise schon.
Also wir haben es immer so aufgeteilt, also mein mein Kollege, der war der eigentlich, der hatte wirklich Marketing oder hat Marketing studiert, der war der Profi, würde ich sagen, und ich war derjenige, der auf der einen Seite sicher auch verrückte Ideen hatte, aber ich war immer ganz gut in der Akquise und ich bin dann losgetingelt, habe Klinken geputzt, habe Leute genervt, bis die mir dann einen Termin gegeben haben und habe denen natürlich auch alles, was sie hören wollten, irgendwie verkauft.
Und wenn die gemeint haben, Ach, das ist ja super, das machen wir und ich dann zurück zu meinem Kollegen, hab gesagt, ich hab das und das verkauft und dann hat er gemeint, so, ja das kann ich auch gar nicht und ich mein so, ja dann lernen wir es halt ja, und dann haben wir halt keine Ahnung, bis hinzu wirklich fensterkonzepte mit Dekorationen irgendwie verkauft und haben es dann doch alles echt gut hinbekommen.
Ja die Agentur gibt es heute noch, ist in der Region da in Nürnberg eine der größten Agenturen mit über 20 Mitarbeitern. Und es ist jetzt natürlich nicht nur noch im Einzelhandel verwurzelt, das ist auch in unterschiedlichen Branchen, also Automotive. Wir machen auch für die Stadt teilweise unterschiedliche Sachen, auch karitative Geschichten, also in ganz vielen verschiedenen Bereichen. Würdest du sagen, das ist auch wichtig, da so eine gewisse Resilienz zu haben, gerade bei den ersten Aufträgen einfach nicht nachzulassen und immer wieder zu schauen, ja, wie komme ich jetzt an die Kunden ran und so, weil das Fragen sich ja viele letztendlich, wenn die anfangen. Ich glaube, das ist das einzig
entscheidende, um überhaupt erst mal anzufangen und zu überleben. Also ich glaube, Penetranz ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die man da haben muss, weil wenn man glaubt, dass man irgendwie was anfängt und jeder begrüßt einen nur mit wem im Fahren und macht die Tür auf und sagt, so was darf es denn sein, das ist also ich habe das leider nicht so erlebt, sondern ich kann, also ich habe. Damals wirklich immer meinen meinen E Mail Verlauf auch gehabt von den Kunden oder von den potenziellen Kunden die ich immer angeschrieben habe und das war teilweise so unendlich viele e Mails die ich da hingeschrieben habe bis irgendeiner wahrscheinlich gedacht hat, wenn er mich jetzt noch einmal anschreibt oder
anruft, dann bringe ich ihn um oder ich lade ihn mal ein und ja also ich glaube das ist wirklich man muss möglichst breit. Schauen muss möglichst viele, viele Optionen irgendwo abchecken und dann hoffen, dass irgendwo halt dann alles klar. Ist und das Internet war ja damals auch gar nicht so präsent letztendlich also da oder? Oder war das schon viel über Webseite so und letztendlich und und über die oder über Social Media Portale? Oder ja, Social Media war jetzt noch nicht so präsent, dafür aber auch da, ich sag mal, wenn ich jetzt heute eine neue Firma Gründe, in so einem Bereich, dann hilft mir Social Media jetzt auch nicht so wahnsinnig viel. Also klar kann ich über Social Media schnell Leute erreichen, aber die Frage ist erstmal,
interessieren die sich überhaupt für das, was ich tue, weil es gibt ja in in jedem Bereich unfassbar viele gute Firmen, die irgendwas machen, außer ich erfinde jetzt was komplett neues, aber in der Regel ist ja alles, auch die meisten Start ups, die heute anfangen gehen ja in irgendwas rein in der Branche, die es ja schon wahrscheinlich gut besetzt ist, ja. Und deswegen, glaube ich, ist immer das trotzdem das Zwischenmenschliche.
Das ist das Allerwichtigste, was so oft. Denkst du, da sind die Medien, sag ich mal, gerade für so eine Agentur was? Was wird da heute funktionieren? Wenn du eine Einschätzung abgeben? Du meinst jetzt um sich selbst um selbst Werbung zu machen, also aus meiner Erfahrung ist es am Ende wirklich nur der persönliche Kontakt und Mund zu Mund Propaganda.
Also wirklich, wenn Leute dich kennen und sagen du machst irgendwas gutes für jemand anderen. Und dann wird jemand darauf aufmerksam und sagt, Mensch, das finde ich jetzt eine tolle Kampagne oder ein tolles Event oder was auch immer und sich dann erkundigt, wer wer das eben gemacht hat. Also eigentlich habe ich die Erfahrung gemacht, das ist ganz, ganz stark über über Referenzen und also Eigenwerbung habe ich jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass das jetzt so den wahnsinnig großen Hebel hat.
Und, und damit hat es ja nicht bei dir aufgehört, letztendlich, du hast ja dann noch noch mal gegründet sogar. Ich habe dann noch mit einer anderen Partnerin zusammen eine PR Agentur gestartet, wobei ich jetzt da jetzt nicht unbedingt die mir die Lorbeeren unbedingt aufsetzen will, sondern das kam einfach daraus, weil ich gesehen habe, was die für ein Wahnsinnspotenzial aus meiner Sicht hatte und hat und habe dann, weil die wirklich alleine im PR Bereich aktiv war und dann habe ich habe ich zu ihr gesagt, sag mal.
Was glaubst du was du machen könntest, wenn du irgendwie ein bisschen Support hast? Wenn ich dich unterstützen würde und dann weiß ich, hat sie nur gesagt alles okay und dann haben wir zusammen eine PR Agentur gegründet. Ja und die hat sie heute aufgebaut ist ich glaube eine der größten PR Agenturen für Produkte in Deutschland mit über 60 Leuten in 2 Städten. Und da bin ich schon mächtig stolz drauf. Aber es ist wie gesagt, ich habe da immer nur Sparringspartner und.
Woran hast du schon erkannt, dass jetzt genau die Person das Potenzial dazu hat? Viel Bauchgefühl, einfach auch wie jemand, was jemand für eine Arbeitseinstellung hat, wie jemand an Projekte rangeht, wie hartnäckig jemand auch ist. Also das ist auch so ein gutes Beispiel, die ist auch, die kriegst du nicht kaputt. Die, wenn die irgendwo sich um einen um einen Kunden kämpft, um ein Projekt kämpft, dann kämpft die bisher nicht mehr aufsteht, dass er entweder gewinnt oder nicht mehr aufsteht. Und ich glaube, das ist dieser Kampfgeist, dieses, das ist ganz, ganz entscheidend.
Klar muss man auch sein, sein Handwerk dann gut, klar, ich muss ja wirklich den Kunden gewonnen habe, auch überzeugen muss ich auch ein gutes Produkt machen, weil ich will ihn ja auch behalten, aber erstmal muss ich ihn überzeugen und. Das da hatte ich einfach das Gefühl, dass dass sie da das kann und ihr habt da zum Glück recht behalten.
Jetzt ist es so groß auch. Ja. Und dann, und sag ich mal, der nächste Schritt war ja dann schon der Einstieg ins Familienunternehmen, oder? Ja, also es gab dann noch ein paar andere Investments, die wir auch gemacht haben. Also ich will jetzt auch, das klingt jetzt so, als ob irgendwie alles, was man gemacht hat, irgendwie toll gelaufen ist.
Also es gab auch. Hat man schon auch mal ins Klo gegriffen, wo man dann Dinge macht, wo man dran glaubt und die gehen dann kaputt. Also das passiert genauso häufig, wenn man sowas macht. Und wie geht man mit sowas um? Man lernt daraus. Also ich kenne so einen alten Spruch, der heißt, manchmal gewinnt man, manchmal lernt man dazu, und das ist das einzige, was man machen kann.
Also ich glaube, es ist nur wichtig, dass man eben. Nicht zu viel Risiko, irgendwo in ein Projekt steckt, dass man sagt, Wenn das jetzt scheitert, dann stehe ich, stehe ich dann irgendwie mittellos da. Also das ist zumindest meine meine Philosophie, aber ich glaube, das Scheitern gehört dazu, ich meine, es gehört auch innerhalb einer Firma dazu, also jetzt ist auch wenn du eine Firma hast und hast du immer wieder Rückschläge, wo Kunden verlierst, wo irgendwas wirklich irgendwelche Dinge passieren, die die Firma zurückwerfen, und genauso ist es da auch. Nee, und dann bin ich wie gesagt, danach bin ich bei Ludwig Beck, dann in den Vorstand gegangen. Und ja, also das wie gesagt, ist heute eigentlich immer noch mit die Aufgabe, wo ich die meiste
Zeit investiere und die mir auch immer noch wahnsinnig viel Spaß macht, weil das ist einfach ein ein unfassbar vielschichtiges, vielseitiges Unternehmen. Und wo man natürlich eben auch immer gucken muss, dass die Spannung immer aufrecht erhalten bleibt. Als Kunde letztendlich, das nimmt man ja oftmals gar nicht so wahr, was da für Prozesse dahinter sind, sage ich mal, gerade wenn man nicht aus dem Textilbereich kommt. Das ist, glaube ich, aber in jeder Branche so. Ja, stimmt.
Also ich denke, egal wo man Kunde ist, ob das bei in einem Restaurant ist, im guten Restaurant schlechten wahrscheinlich genauso. Ob ich zu einer Veranstaltung gehe. Ob ich in eine ja, auch wenn ich jetzt hierher komme, zu euch, ja, ich meine, ich sehe jetzt natürlich auch hier irgendwie die Locations, alles gut gemacht, aber die Arbeit, die da rein geflossen ist, um das vorzubereiten, um das erstmal zu etablieren, das sieht man im ersten Moment natürlich nicht und ich glaube, wichtig ist aber auch, dass das, wenn ich jetzt den Einzelhandel anschaue, das muss der Kunde auch gar nicht, oder soll er auch gar nicht merken oder wird das, wenn ich jetzt zum Beispiel in ein gutes Hotel gehe. Ich will ja gar nicht sehen, was
da alles hinten dran irgendwie passiert, sondern ich möchte eine gute Zeit haben und das ist, glaube ich, die Kunst. Wenn man, wenn man sagt, man hat es so gut strukturiert, dass es eigentlich dem Kunden gar nicht auffällt, sondern dass er eigentlich nur das positive Erlebnis wahrnimmt. Und, und da ist ja auch die Frage letztendlich, weil das dient ja auch so ein Stück weit immer auch als Inspiration.
Also der Kunde nimmt das ja nicht unbedingt als Laden wahr. Also wenn ich jetzt beispielsweise in den Retail Store gehe, von der von der Marke, die ich mag, aber ihr habt ja so ein Stück weit auch die Aufgabe oder das Ziel, den Kunden zu inspirieren, letztendlich kauft frühzeitig auch die Klamotten von von Herstellern und und, und inspiriert letztendlich auch und und ihr müsst ja auch vorausdenken, letztendlich, was ist in der nächsten Saison angesagt? Das ist ein guter Punkt, weil viele, viele heute ja den stationären Handel oft tot sagen und sagen, ja, es ist alles nur noch E Commerce und kaufen alle nur noch im Internet und alle sind nur noch im Home Office und lungern auf der Couch rum und keiner geht mehr in die Stadt,
da gibt es bestimmt viele und ich kann es auch verstehen in gewissen Bereichen, dass man sagt, ich ich, es ist viel einfacher, viel unkomplizierter vielleicht im Internet zu shoppen. Aber was genau fehlt, ist die Inspiration, zumindest in der Form, wie heute online geshoppt wird. Das mag sich technisch alles noch mal verändern, aber ich glaube, dieses Kuratieren von Produkten dieses den den Kunden so aus der Komfortzone mal rauszuholen und zu sagen, du hast jetzt vielleicht immer das oder das oder das gekauft, probier doch mal das oder das könnte dir auch, könnte dir auch gut stehen oder das würde auch gut zu dir passen. Ich glaube, das ist genau das, was es eigentlich ausmacht. Also das ist auch wieder eine
Gastronomie, wenn ich, wenn ich jetzt heute, ich kann ja jedes Gericht online bestellen und bei mir auf der Couch zu Hause essen, aber in der Regel bestelle ich wahrscheinlich immer beim selben oder bei den selben Restaurants, sehr wahrscheinlich immer die Produkte oder die Gerichte, die ich kenne, aber wenn ich ein gutes Restaurant komme und habe einen tollen Kellner und der verführt mich zu irgendwas und sagt so, auf der Tageskarte haben wir das oder das probieren noch mal das. Dann erweitert es einfach den Horizont und auch wenn ich gerade die Bücher sehe, in einer guten Buchhandlung zum Beispiel, wenn ich dann tolle Mitarbeiter habe, Frage den sie, ich habe irgendwie Interesse an den oder
den Themen, oder ich mag die oder die Autoren, haben sie irgendwie eine Empfehlung für mich, dann habe ich einfach die Erfahrung gemacht, dass das trotzdem im zwischenmenschlichen viel inspirierender ist. Klar gibt es auch wenn ich jetzt heute online Buch kaufe, gibt es 100000 Empfehlungen, aber ich finde, dass das trotzdem das ist eine Aufgabe, wofür stationärer Handel in der Form, wie es ihn heute gibt, eine ganz, ganz wichtige Rolle spielt. Habt ihr da auch so richtige Stammfans, die jeden Tag kommen oder oder die?
Ja, ja. Ja, also es gibt ganz, ganz, ganz viele Fans, die sehr häufig kommen. Ob die jetzt jeden Tag vorbeikommen also. Es ist ja nicht so, dass wir da eine Strichliste führen oder irgendwie die, die Abscannen, wenn sie reinkommen. Aber wir haben Kunden, die sehr, sehr häufig bei uns einkaufen, und was wir ja auch noch machen, wir haben eine der größten Musikabteilungen ja immer noch auf der Welt, wo alle ja auch immer sagen, es wird nur noch gestreamt und es wird auch viel gestreamt, aber wir haben bei uns immer noch im obersten Stockwerk eine Abteilung mit 120000 Tonträgern, die man kaufen kann. Sehr, sehr viel jetzt Vinyl, das kommt jetzt ganz stark zurück, auch auch viele, viele Jüngere
kaufen jetzt Vinyl, kaufen sich schallplattenspieler und gute Boxen. Wir auch. Sogar ein Freund, den Vinzenz, ja. Und das ist was Besonderes. Einfach. Also ich kann mich daran erinnern, als ich angefangen habe, irgendwie mich für Musik zu interessieren, da habe ich dann auch entweder Schallplatten oder Kassetten damals, noch später kamen dann die CD s und dann hast du dich vor die Stereoanlage gesetzt. Du hast dein dein Album aufgelegt und hast dann wirklich bewusst die Musik angehört, hast dieses Booklet angeschaut, hast es das Artwork angeschaut von dem Album und hast es wirklich auf dich wirken lassen.
Das war wirklich was besonderes, Du hast dich wirklich damit beschäftigt und nicht bloß beiläufig irgendwelche Stöpsel im Ohr gehabt oder das immer so so als Berieselung nebenher irgendwo zu zu erleben. Und ich merke das oft auch, wenn man jetzt jüngere Leute mal sieht, die das bewusst wieder wahrnehmen, dass das für die ein ganz anderes Erlebnis ist, weil die immer sagen, so, das ist ja, da brauche ich ja gar nicht nebenher noch auf dem Handy irgendwie rumspielen, sondern ich kann einfach mal da sitzen und mit einer guten Anlage diese diese Qualität der Musik genießen.
Und ich denke, so viele Läden wie die gibt es ja gar sowieso. Wie Euren gibt es ja gar nicht. Also es gibt. Wirklich auf der Welt kaum noch Läden, das ist in Japan interessanterweise. War ich sogar vor kurzem. Die sind da gibt es Tower Records, das ist immer noch, also die sind, obwohl die ja so digital und progressiv sind, sind wahnsinnige Fans von haptischen Tonträgern.
Wir haben noch ganz, ganz große Tower Records, war ja mal eine riesige Kette, auch in Amerika, und die gibt es jetzt, glaube ich, also ich glaube nur noch in Japan, und die sind irre erfolgreich mit dem mit dem Thema. Und ja, und wie gesagt, wir merken eben auch, dass das Thema Vinyl bei uns wieder sehr stark kommt, weil es was haptisches ist, weil es was echtes ist und haben eben da auch regelmäßig dann Künstler, die bei uns auftreten, die irgendwelche Talks machen, wo die dann mit den Leuten reden können, und das ist ja, also wir sehen uns dann wirklich so als Erlebnis.
Aber auch von der Kulinarik her. Auch muss man auch sagen bei euch. Ja, das ist auch wichtig. Der Magen gehört auch immer dazu, das stimmt ja und da. Gibt es ja auch eine riesen Auswahl, ja. Wir machen da viel. Also ich glaube, wir würden manchmal gerne noch mehr machen, aber dann reicht dann der Platz meistens nicht so aus. Also oder es ist einfach auch baulich nicht so einfach. Ich hätte mir immer noch gewünscht, dass man vielleicht irgendwo wirklich ein Restaurant reinmacht, was vielleicht auch abends dann geöffnet werden kann, aber das ist teilweise vom Aufwand.
In so einer alten Immobilie kaum kaum zu realisieren. Aber wir machen zunehmend mehr, versuchen wir auch immer mit, mit Gastronomen was zu machen und machen auch viel so mit, so Pop Up Geschichten mit, mit Restaurants zum Beispiel oder mit Bäckereien oder irgendwelchen Konfiserien zum Beispiel, und ja, das kommt auch auch immer wirklich gut an.
Würdest du sagen, auch so sage ich mal, die Kombination aus dem ist, was Ludwig Beck so erfolgreich macht heutzutage. Ja, auf jeden Fall ja. Also gerade diese, diese Vielfalt, die man da erlebt, dass ich sage, ich habe ganz viele Dinge, warum ich in dieses Haus kommen kann, und das haben wir zum Beispiel auch in unserem Stammhaus in Nürnberg, weil wir haben das auch gemacht, das haben wir 2022 erweitert und komplett neu strukturiert und. Und haben da auch ganz bewusst gesagt, Wir nehmen noch mehr Gastronomie mit rein.
Wir haben zum Beispiel auch überlegt, was gibt es für für andere Anlässe, warum Leute in unseren Laden kommen könnten, und dann war ein Beispiel, dass wir gemerkt haben, dass um uns rum die Post eigentlich alle ihre Filialen zugemacht haben, und dann haben wir gesagt, komm, wir machen eine Poststation bei uns ins Haus, haben die ganz oben im Haus integriert.
Wahnsinn. Und auch so auch so eine Ecke gemacht, wo man dann eben auch Pakete abholen kann und so natürlich sind da auch online Bestellungen drin, die jetzt vielleicht nicht mit uns zu tun haben, aber du hast auf jeden Fall wieder einen Anlass, warum du eben in das Haus kommst und die Möglichkeit besteht ja immer, dass wenn ich reinkomme, dass ich dann vielleicht auch was mitnehme, noch was kaufe, genau, und deswegen ist glaube ich immer so wichtig, dass man die Vielfalt an Produkten und auch spannenden Partnern, insofern der Platz es hergibt. Das zumindest aus meiner mögen andere irgendwie eine andere Philosophie haben, aber ich ich finde, dass das ein ganz, ganz wichtiger Teil ist, um eine
Immobilie oder ein Kaufhaus irgendwie attraktiv zu machen. Es gibt auch internationale, ganz tolle Beispiele. Wie viele Marken habt ihr da? Ungefähr in so einem, also in einem Haus kannst du das ungefähr beziffern. Also ich denke mal, dass wir, wenn ich jetzt bei Beck alle Bereiche sind gibt, bestimmt über 1000.
Was da an verschiedenen Marken von weil, wir haben ja auch pappeterie, wir haben es sogar noch aus der Historie, weil Ludwig Beck war früher Hofposémentier für habe ich geliebt, für König Ludwig II. Wenn man heute noch in die Schlösser geht, also nach Neuschwanstein zum Beispiel, und sieht an den Vorhängen oder an den Himmelbetten diese, diese Quasten, diese Bommel, die da hängen.
Die sind noch von Ludwig Beck gemacht worden, und er hat für den König produziert. Also er war nicht nur, also es gibt einen Unterschied, er war nicht nur Lieferant, dass er irgendein Produkt hatte, was der König, der Hof gekauft hat, sondern er hat nach Auftrag für den König gefertigt, und wir sind und aus dieser Historie heraus haben wir immer noch einen einen Bereich, wo wir so Kurzwaren verkaufen, also wolle.
Alles, was mit Fäden zu tun hat, Knöpfe zum Beispiel, das verkaufen wir immer noch. Das ist auch wirklich sehr erfolgreich. Und weil wir diese Historie immer noch weiterführen, dürfen wir auch immer noch bei uns das Wittelsbacher Wappen im Haus führen, also das hat uns die die Wittelsbacher Familie uns das genehmigt und hat das auch dann zum 150 jährigen Jubiläum damals mit uns das enthüllt.
Wir haben jetzt immer noch, wenn man ins Erdgeschoss reinkommt, hängt das Wittelsbacher Wappen bei uns. Wirklich reiche, reiche Historie auch. Auf jeden Fall was. Ja, ja. Und sag ich mal letztendlich, wenn man das Haus an sich schaut. Die Lage ist natürlich auch Weltklasse, muss man sagen. Die ja, also da kann man nur den damaligen. Wobei also Ludwig Beck hat schon in der Ecke angefangen, jetzt nicht genau am Marienplatz, aber in der Dienerstraße. Das Haus, wie es heute da steht, das ist nach dem Krieg, so habe ich gesehen, das wurde beschädigt, genau, und das war damals die Familie Feldmayer, die das gebaut hat, und also da kann man heute immer nur den Hut ziehen, dass die es wirklich geschafft hat, sich diese, diese
Stückchen mitten in der Innenstadt zu sichern und dieses Haus dann da zu bauen, weil ich glaube, also eine zentralere Lage kann man fast nicht mehr. Kann man fast nicht haben. Statt. Und wie macht ihr das logistisch, also wo habt ihr die Ganzen, die ganze Ware auf Lager? Wir haben im Haus selber relativ wenig Lager, also das Haus wird 2, manchmal sogar dreimal am Tag beliefert, weil wir über die Jahre eigentlich jede Ecke, die man nutzen konnte, für ein Kundenerlebnis oder für Verkauf haben. Wir haben wir genutzt dafür.
Also. Auch im Untergrund praktisch also, da gibt es praktisch keine Möglichkeit, da noch. Kaum. Also es gibt kleine kleine Lager, so Handlager, sagen wir dazu, aber wir haben, wir haben jetzt auch schon vor über 10 Jahren hatten wir einen riesen Umbau, zum Beispiel haben wir das ganze Untergeschoss umgebaut wo unsere Herrenabteilung ist und da war ein ein Teil im Untergeschoss, da war früher mal eine eine Gastronomie und dazwischen war aber die ganze Haustechnik.
Also über diese Gastronomie, die da musste man über einen separaten Eingang, konnte aber nie von dieser Abteilung hin, und da haben wir uns überlegt, eigentlich, weil das war dann ein Lager später, nachdem diese Gastronomie weg war, und dann haben wir gesagt, OK, wollen aber alles nutzen, und dann haben wir wirklich die komplette Haustechnik und alles, was da unten war, haben wir umverlegt, um diesen Durchgang zu schaffen und dann wirklich dieses ganze Untergeschoss zu nutzen, weil jeder Quadratmeter natürlich in so einer Lage wertvoll ist, ja.
Dann beruflich sag ich mal, ging es ja. Wie du schon angesprochen hast, wurde das ja dann das ganze Familienunternehmen als mehr also als als Alleineigentümer dann über auch übernommen. Ja, das also war erstmal natürlich ein bitterer, bitterer Schlag, als damals die Firma in den Schutzschirmverfahren reingerutscht ist.
Und ja, dann gab es verschiedene Möglichkeiten, die man sich überlegt hat, was man machen kann. Da haben die Gläubiger aber die meisten Dinge leider abgelehnt. Es gab auch so Konstellationen in der Familie, was sie machen wollten, das haben die Gläubiger nicht, wollten die nicht und dann habe ich gesagt, okay, dann mache ich ein Konzept und sage, ich mache es eben alleine und da haben dann die Gläubiger dazu gesagt, dass sie das gut finden, und dann habe ich das Unternehmen dann komplett selber übernommen, ja.
Auch ein Haufen Verantwortung, muss man sagen. Das war ja war viel Verantwortung, aber es war für mich auch echt eine absolute Ehre, das zu machen und ich bin so schwer, Einzelhandel ist und so, so hart das auch mit der Pandemie uns getroffen habe, ich bin da heute immer noch stolz drauf, weil ja, das ist unser unser ganzer Ursprung von unserer Familie, und das ist ein tolles Unternehmen mit unfassbar tollen Menschen, die die jeden Tag dafür kämpfen und das macht mich einfach wahnsinnig stolz und deswegen war es für mich ja.
Also Selbstverständlichkeit klingt jetzt zu blöd, aber es war für mich eine absolute Muss für mich, dass ich das getan habe, weil ich hätte es nicht irgendwie haben können, dass das Unternehmen entweder in andere Hände geht oder vielleicht irgendwie gar nicht weitergeführt. Aber das war auch so eine Besprechung letztendlich.
Also es hätte auch sein können, oder es gab andere Investoren, die das auch und übernehmen. Wo? Es gab auch andere die, die Interesse hatten, das zu übernehmen. Ja, das stimmt. Wieviel Mitarbeiter habt ihr dann übernommen? Also wieviel war das? Wahnsinn damals alle alle Mitarbeiter übernommen. Wahnsinn.
Ja, da werden niemanden niemanden entlassen. Wahnsinn. Das zeigt natürlich noch umso mehr letztendlich, warum Familienunternehmen oftmals so besonders sind. Ja, absolut. Also ich und ich sag mal, es gibt, das ist ja gerade das, was Deutschland so besonders macht, dass gerade das Thema Mittelstand, dass gerade das Thema Familienunternehmen.
So eine wichtige, so eine wichtige Säule einfach bei uns bietet, weil das sehe ich bei mir genauso, die sind ja keine, also die Unternehmer, die so arbeiten, sind in der Regel keine gierigen Leute. Natürlich wollen die Erfolg haben mit dem, was sie machen, aber denen geht es trotzdem um den Erhalt von so einem Unternehmen über hoffentlich viele, viele Generationen, und das finde ich manchmal so ein bisschen schade, auch in der politischen Diskussion.
Ja, wenn man dann immer gerade das Thema mit Erbschaftssteuer und wenn Firmen übertragen werden und und und wo ich mir einfach denke, da wird einfach nicht weit genug gedacht, was das irgendwo nach sich zieht und es wird aber auch nicht gefragt, sondern es wird dann von irgendwelchen Leuten irgendeine Entscheidung getroffen, weil man immer von irgendwie Gerechtigkeit spricht und was man aber verkennt ist, dass eben von den meisten Unternehmern, die in der.
Liga da spielen, dass das Vermögen eben in diesen Firmen drin steckt. Und ich hoffe, dass dass da die die Politik das einfach auch bewusst einfach wahrnimmt, dass wie wichtig das einfach ist in Deutschland, ja, und dass das ein ganz, ganz großer Faktor ist für den Wohlstand in dem Land. Wir hatten auch letzte Woche mit Daniel Terberger drüber gesprochen und er hat auch eine These aufgestellt und hat gesagt, eben gerade genau, dass diese mittelständischen Händler, dass. Gerade wenn diese Unternehmen insolvent gehen und wenn der Staat die auch insolvent gehen lässt und und da dann praktisch kein Konzept mehr oder oder keine Subventionen nachschießt, dass dadurch eine Stadt sozialpolitisch auch bricht. Ja, das kommt auch noch dazu.
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also man sieht es ja, also wenn es gibt viele, viele Ortschaften, ich meine, gerade Bayern ist ein gutes Beispiel dafür, da gibt es ja wahnsinnig wahnsinnig viele, so so Hidden Champions. Und in den Ortschaften, wo die vielleicht sitzen, weil die Sitzen ja nicht alle irgendwo in München oder in Nürnberg oder so, sondern die Sitzen in ganz vielen kleinen Orten, und oftmals hängt so eine ganze Gemeinde, hängt an so einem Arbeitgeber, und da arbeitet die halbe Familie, arbeitet in dem Betrieb, die Stadt finanziert sich über die Einnahme durch diesen Betrieb, wenn er hoffentlich erfolgreich ist.
Und wenn so ein Unternehmer irgendwann mal sagt, entweder ich. Gehen insolvent, weil weil ich es nicht mehr irgendwie kann. Oder sie sagen, Sie gehen ins Ausland, weil hier einfach die Rahmenbedingungen nicht mehr passen, dann ist es nicht bloß diese Firma, die weg ist und vielleicht die Steuereinnahmen, die damit weg sind, sondern es ist ja alles, was drumherum passiert, die ganzen Leute, die da arbeiten, ihre Jobs verlieren, die konsumieren, die die, die investieren, die Kaufen sie, Immobilien, die.
Also das ist, das hat ja, das ist eine Kettenreaktion, die da ausgelöst wird, und das wird, glaube ich, oft einfach nicht, nicht nicht gesehen. Und gerade dieses Thema Innenstadtsterben, was ja viele auch sagen, da merkt man auch viel, wenn man, wenn man viele Städte kennt, es gibt Städte, wo die Stadtverwaltung verstanden hat, wie wichtig eine intakte Innenstadt ist, und die tun was und.
Die machen was und es gibt halt einfach Städte, die die denken da nicht drüber nach und die fangen erst an, dann sich zu bewegen, wenn es eigentlich zu spät ist. Wenn wenn die ersten eben Läden leer stehen, dann ist ja meistens dann der nächste zu, weil die Frequenz immer weniger wird. Es wird immer unattraktiver und irgendwann ist dann eigentlich so eine Stadt vielleicht gar nicht mehr zu retten. Aber ich sag mal, wie blickst du da? Ich habe da immer wieder nur das Beispiel im Kopf, da gibt es ja auch diese Baustelle Baustelle in Nürnberg auch letztendlich wo der Graben drin ist.
Letztendlich wo auch jahrelang was gebaut werden sollte und das steht auch komplett leer und die Stadt sucht da nach Investoren oder hat Investoren gesucht und und es wurde praktisch nie gelöst. Ich glaube das alte Galeria Gelände ist das Glaube ich. Ja, der Galeria, der ist im Zuge der ganzen Insolvenz, das war einer von denen, der geschlossen worden ist. Und nachdem die 2 Standorte in der Innenstadt haben, haben die gesagt, sie fokussieren sich nur noch auf einen eine riesen Immobilie und es hat sich aber erst kein kein Investor gefunden und dann hat die Stadt aber irgendwann gesagt, dann kaufen wir das Objekt selber, nehmen das selber in die Hand, was ich einen sehr mutigen Schritt fand
und ja, dann haben wir aber auch als regionaler anfängliches Unternehmen gesagt, so komm. Was können wir denn machen? Zumindest mal eine Zwischennutzung, weil natürlich auf lange Sicht, will die Stadt das entwickeln für die Innenstadt, weil es mitten im Herzen der Stadt ist. Aber bis es soweit ist, haben wir gesagt, komm, lass uns da eine Lösung dafür finden und dann haben wir ein, ja, wir würden es halt nennen, ein ein City Concept Outlet eigentlich da rein gemacht, also für uns ist erstmal ein Outlet Store den wir mit dem neuen Konzept gestaltet haben, aber wir haben eben auch ganz viele neue Firmen motiviert dort mit.
Pop ups reinzugehen. Also wir haben Ikea zum Beispiel hat einen Shop, also einen Laden, Pop up laden drin aufgemacht, dann hatten wir jemanden, der Lebkuchen verkauft hat, dann haben wir Schuhfilerlisten als als Partner gefunden, dann haben wir mit einem Kinderbuchverlag zum Beispiel, da haben wir. Euch drum gekümmert.
Ja, aber die Stadt auch. Also die Stadt hat uns schon auch unterstützt, also die, die ich muss sagen, also wenn man jetzt mal sich anschaut, wie aktiv Städte sind, dann muss ich wirklich eine Lanze brechen für die. Stadt Nürnberg weil da der Oberbürgermeister, aber auch die Wirtschaftsreferentin, die sind so unfassbar aktiv und und kämpfen wirklich für für jedes Detail in der Innenstadt um um das einfach vorwärts zu bringen. Die suchen selber potenzielle Mieter, die versuchen dann Eigentümer mit potenziellen Mietern zusammenzubringen, die Investieren in der Innenstadt und das finde ich klasse. Zumindest eigentlich viel mehr, viel mehr solcher Städte und so so eine Organisation, absolut.
Absolut ja, da muss ich sagen, dass München teilweise sehr auf dem hohen Ross unterwegs. Ja, also bis da wirklich was aus dem Quark kommt, das ist schwierig, ja. Auch mit Genehmigungen und Investitionen. Ja, also ich, man war hier lange ja immer sehr satt. Jetzt hat die Stadt sportlich unter Beweis gestellt, wie man sehr, sehr schnell. In ein paar Jahren irgendwo einen negativen Haushalt in Milliardenhöhe irgendwo ausweisen kann, also da gehört schon auch wirklich was dazu in der Stadt wie München, das hinzukriegen.
Und ja, also. Denkst du deswegen auch das Ergebnis der Wahlen so von der Stadt? Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich fand die Wahl deswegen sehr, sehr enttäuschend, weil ich den Clemens Baumgartner, der für die CSU angetreten ist, für einen extrem kompetenten Mann halte. Der war ja Wirtschaftsreferent in München, und das war der Einzige eigentlich, der wirklich gesagt hat, was kann ich tun, um die Stadt attraktiver zu machen, der damals auch diese ganzen Konzerte, diese großkonzerte und solche Sachen hat, der ganz, ganz stark sich dahinter gestellt, um das wirklich nach München zu holen und zu pushen, und ich glaube, das Rezept ist relativ einfach, wenn ich, wenn ich Einnahmen generiere und es passiert über die Wirtschaft,
dann kann ich alles andere, was ich machen will und. Habe ich das Geld dafür, um dafür zu investieren? Und ich glaube den ersten Teil, den vergessen immer vieles zu Stadtverwaltungen, die wollen immer nur dann das Geld ausgeben für irgendwelche, keine Ahnung für für für Projekte, aber dass es eben anfängt mit Einnahmen die ich generiere durch eine gesunde Wirtschaft, das ist schwierig und.
Baustellen haben wir hier auch genug, das muss man sagen. Ja, wobei ich sag mal immer wo gehobelt wird, da fallen halt auch Späne. Also ich kann, ich kann also eine Stadt. In der Größe mit der Menge an Leuten ohne Baustellen, das geht nicht. Und ich finde, Baustelle ist auch immer ein Zeichen dafür, dass was passiert. Es muss aber auch bei der Baustelle was passieren und ich glaube, das ist eher das Problem, wie effizient sind diese Baustellen organisiert, wie schnell werden die fertig, wie wie abgestimmt sind die aber manchmal. Da hat man das Gefühl, dass irgendwie die Behörde mit der überhaupt nicht redet.
Dann hast du genau an der selben Stelle hast du 2 Baustellen, wo sich dann alles blockiert, also da glaube ich kann man optimieren, aber es ist trotzdem wichtig, dass die Stadt investiert und gerade auch im ÖPNV zum Beispiel, ich glaube bloß, dass die Ansätze sind oft gut. Wie man es dann umsetzt, das ist oft die andere Frage, weil es ja teilweise unfassbar lang dauert. Das ist ja das gleiche jetzt mit der zweiten Stammstrecke zum Beispiel.
Denkst du, das liegt konkret an der Bürokratie? Ich bin zu wenig in dem Projekt drin, um um jetzt da zu fachsimpeln. Ich weiß nur, dass man das Projekt eigentlich fertig geplant hatte und dann irgendwie plötzlich wieder gedacht hat, okay, man muss jetzt trotzdem an der oder der Stelle jetzt noch mal was adaptieren.
Oder noch ergänzen und so was ist natürlich bei so einem Großprojekt ein Desaster. Also wenn du dann natürlich in einem laufenden Projekt wieder irgendwelche Veränderungen reinbringst, dann sprengt das meistens den Rahmen und aber gut, ich sag mal, das ist wieder die Frage, was kriegt die Bahn irgendwie da auf die Kette, weil generell glaube ich schon, dass die Stadt so eine zweite Stammstrecke auf jeden Fall braucht, weil die Stadt, die wächst ja so, so rasant, was ich auch gut finde. Also ich finde zum Beispiel auch die Stimmen in der Politik, die sagen Nein und müssen sie es in der Größe lassen, wie es ist. Und da sollen jetzt nicht noch mehr Firmen hinkommen und so. Das ist für mich absolut
dämlich. Also ich glaube, wenn man wirklich es schafft, internationale Konzerne hierher zu motivieren, dann sollte man alles tun, um das auch. Um die auch hierher zu kriegen und hier auch zu halten. Und ich sag mal, du bist ja auch jemand, der viel reist. Letztendlich, du schaust dir andere Kaufhäuser an und und kannst kannst auch sag ich mal nicht beeinflussen, aber du kannst es beurteilen ob das wirklich zu einem Zuwachs führt letztendlich und nicht nur auf das Kaufhaus, sondern auch vielleicht auch zum zum Wohlstand, ja klar.
Und ich sag mal, es gibt, vielleicht ist es auch wenn du sagst mit dem Reisen, also ich glaube es würde manchen gut tun, mal aus München rauszufahren. Und sich vielleicht auch mal andere Städte anzuschauen, wie da teilweise die Struktur und wie es da aussieht. Weil München ist eine absolute Bubble, also die, die München ist einfach, das gibt München und sonst lange nichts und die Art wie hier was hier für ein Leben ist, was hier, was hier, was hier angeboten wird, was hier passiert, kulturell und wie sicher die Stadt auch ist.
Das ist wirklich einzigartig, glaube ich. Und und da sollte man auch stolz sein und sollte auch schauen, dass es eben nicht einreißt. Ich weiß, die Diskussion ist natürlich immer gerade, wenn neue Firmen kommen, immer das Thema bezahlbarer Wohnraum kann ich absolut nachvollziehen, das wird man aber hier wirklich glaube ich nur schaffen, wenn man, wenn man in die Breite einfach die Stadt wachsen lässt und dann einfach sagt okay, was kann ich an Räumlichkeiten erschließen und. Und was kann wirklich dort, vielleicht auch mit Subventionen vom vom vom Bund oder vom Land gebaut werden, um erschwinglichen Wohnraum zu schaffen? Weil anders wird es nicht funktionieren, weil die Innenstadt, die ist einfach, die
ist so begehrt, und da ist so viel Geld da, dass natürlich die Preise nach oben gehen und. Diese ganzen Ideen mit Mietpreisbremsen und sonst irgendwas, das blockiert Investitionen nur noch komplett. Also das ist völlig der falsche Weg, sondern es ist glaube ich nur, dass das Angebot einfach steigen muss und nachdem heute die Baukosten so hoch sind wie sie sind, ja und das günstige günstig vermieten nicht so klingt einfacher als es ist, muss das ein Thema sein, was ganz glaube ich schon vom Staat. Mit angegangen wird und auch mit subventioniert wird, dass man sagt, ein Bauträger kann eben auch Wohnungen bauen, die vielleicht eben preislich erschwinglich sind, aber der muss ja trotzdem was davon
haben, das sind ja auch keine karitativen Einrichtungen, aber ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt und natürlich dann eben den ÖPNV so auszubauen, dass du sagst, du kannst eben auch in der Peripherie von München leben und bist trotzdem schnell, schnell in der Stadt. Ich sag mal letztendlich, wenn du, weil du vorher das eben angesprochen hast und wir das hängt ja alles zusammen mit dem Thema Innenstadtsterben was brauchst du für eine Stadt letztendlich, um um ein erfolgreiches Kaufhaus zu haben oder eine erfolgreiche Innenstadt?
Das ist auch für die, für die ja für die Brands oder für die Ladenbesitzer Sinn macht, dort einen Laden zu haben. Das ist die Mischung aus einem also, das ist klar, es braucht eine attraktive Innenstadt von dem Besatz, was an an Läden. Da zur Verfügung steht, es braucht die kulturellen Themen, wo München ja auch viel macht, aber klar braucht es wohnen, es braucht eine gute Erreichbarkeit, es braucht auch Parkplätze, das wird immer ganz oft verkannt, also ich kann nicht, ich kann nicht eine und ich weiß, es gibt immer wahnsinnig viele Beispiele irgendwie aus Skandinavien und so, und nur wenn halt hier mal irgendwo plötzlich es schüttet oder schneit. Dann fährt eben auch keiner mit dem Lastenfahrrad mehr in die Stadt, sondern dann fahren sie
eben mit ihrem Auto und die Leute, die heute in der Innenstadt einkaufen gehen, die transportieren ihre ganzen Einkäufe dann auch nicht mit der U Bahn irgendwie nach Hause, also schon zu einem gewissen Grad vielleicht, aber wenn ich heute mit meiner Familie am Wochenende zum Einkaufen gehe in der Stadt, dann mache ich das nicht mit dem Lastenfahrrad oder auch nicht mit der U Bahn und ich finde auch nicht, dass es.
Ich will nicht, dass die Politik heute mir aufoktroyiert, wie ich vielleicht in die Stadt kommen kann, sondern die sollen eine gute Infrastruktur dafür schaffen, dass du eben so in die Stadt kommen kannst, wie du das einfach möchtest. Ja, ob das jetzt mit dem Auto ist oder mit deinem Verbrenner oder deinem Hybrid, oder das ist für eine andere Story, aber gerade für eine intakte Innenstadt ist ist es wichtig, dass du mit dem Auto in die Stadt fahren kannst.
Wenn du sagst 400 Leute vor Ort, auch das ist ja eine riesen Challenge für die letztendlich, wenn da natürlich die Anbindung zum Ludwig Beck ist. Gut, aber aber aber wenn man außerhalb von München wohnt, ist es vielleicht dann doch gar nicht so einfach. Ja klar, klar. Also die Erreichbarkeit für ob es jetzt die Mitarbeiter oder die Kunden sind, das ist ja bleibt sicher relativ gleich, das ist, das ist ganz wichtig, und deswegen ist die Balance einfach wichtig. Ich glaube, es ist wichtig, dass ich natürlich das Thema Fahrrad und.
Alles nutzt, aber da gibt es eben auch Ansätze, wie ich Radwege legen kann, dass ich eben nicht an Haupteinfallstraßen irgendwo die die ganzen Spuren wegnehmen muss, um dann irgendwie einen grün gestrichenen Riesen Fahrradweg dahin zu Zimmern, der ein unfassbares Geld kostet. Da hat er im Baumgarten auch ein paar gute Ideen, wie man einfach sagt, Komm, wir führen einfach den über eine Parallelstraße, machen da eine Fahrradstraße drauf und dann funktioniert das auch, ohne dass die Stadt eben da Unsummen investiert und.
Und ich glaube, die Balance ist wichtig. Also ich finde, irgendjemand da raus zu drehen, du musst einen guten ÖPNV haben, du musst eine gute Erreichbarkeit mit dem mit dem Individualverkehr haben, mit dem PKW und natürlich trotzdem, dass das Thema Fahrrad gar keine Frage, und das ist aber für eine lebendige Innenstadt wichtig, und dann ist die Mischung wichtig, klar, aus Wohnbüros in der Innenstadt ist natürlich auch wichtig, wir merken natürlich auch, dass der hohe Anteil an Home Office. Zieht natürlich auch Leben aus der Innenstadt. Wie blickst du darauf?
Wie ich zu Home Office stehe? Also ich halte von Home Office eigentlich relativ wenig, wenn ich ehrlich bin. Jetzt bin ich natürlich in einer Branche, wo der Großteil der Mitarbeiter natürlich im Laden auf der Fläche steht, also die Mitarbeiter bei uns der gruder Mitarbeiter kann überhaupt nicht aus dem Home Office arbeiten. Und ich finde es immer schwierig, wenn man sagt, dass ein Paar haben irgendwie völlige Freiheit und können dann vor sich hin Home Officen und die anderen, die müssen wirklich jeden Tag, auch wenn eben mal die S Bahn streikt oder so müssen die auf der Matte stehen.
Das ist 1 wo ich sage, das sehe ich halt nicht so, also ich gehe selber auch ins Büro und sitze nicht zu Hause irgendwie auf der Couch und mache das. Ich meine natürlich, wenn ich abends aus dem Büro rauskomme und noch vielleicht e Mails beantworte, mache ich das auch von zu Hause. Aber halt nicht während den Kernarbeitszeiten.
Und das ist das eine. Es gibt natürlich auch Berufsgruppen, die bei uns teilweise auch im Home Office arbeiten können, weil es ihr Berufsbild erlaubt, ich habe aber darüber hinaus noch festgestellt, auch zum Beispiel in in meiner in der Marketingagentur, und das sind ja alles Leute, die an Rechnern arbeiten, also die könnten theoretisch für alle Remote arbeiten.
Aber trotzdem bist du effizienter und kreativer und produktiver. Wenn du das zusammen machst. Also wenn wenn Leute zusammensitzen und ein Problem diskutieren stellen. Wir bei uns auch fest. Ausarbeiten wenn du sagst, Hey, jetzt ist gerade hier Druck auf der Pipeline, wir müssen jetzt das Projekt irgendwie kommen, zusammen, lasst mal liegen, was er gerade eben macht und dann löst man zusammen ein Problem im Team.
Wenn ich das versuche irgendwie übers Home Office zu regeln, da geht er vielleicht erst mal gerade nicht ran. Ist abgelenkt, ist abgelenkt und deswegen. Also ich sehe noch mal, ich finde das ganze Thema, dass dass man das digital irgendwo hat, dass man dass die Möglichkeit besteht, für den Fall der Fälle finde ich fair NAV, wenn heute jemand sagt, Pass mal auf, ich habe eine Erkältung, ich kann aber arbeiten, aber ich muss jetzt nicht ins Office reinkommen, irgendwo, also jemand, der jetzt wirklich einen Bürojob hat, er sagt, komm, ich arbeite heute einfach mal von zu Hause irgendwo weiter, sage ich so okay Fair NAV, ja ist kein Problem, ja. Aber wir haben auch bei uns, also in meinen Firmen, auch gerade während der Pandemie war
das ja ja klar, das Thema musste ja, und da kamen auch immer viele, haben gemeint, ja, wir müssen jetzt Betriebsvereinbarungen darüber abschließen, wir müssen jetzt definieren, wie viele Tage hier und da ist dazu kein absolut no way, Wir machen genau das, was gesetzlich vorgeschrieben ist, und die Verantwortlichen. Mitarbeiter, die irgendwie Teams haben, die müssen für sich das dann entscheiden, wo sie sagen okay, das ist mal okay und das ist nicht okay, aber der grode Arbeitszeit, das sollte tunlichst im Office einfach stattfinden, dann sind sie eben auch da, wo sie wissen wo was passiert. Aber also ich spreche jetzt natürlich für mich, wenn ich jetzt in einem Beratungsunternehmen bin, was global auf der ganzen Welt
irgendwie unterwegs ist und dann sich in irgendwelchen nur in Teams schalten zusammen. Findet ja wo die dann? Für euch der Kunde braucht das. Der Kunde also in unserem Geschäft sehe ich das so. Und natürlich ist da viel Effizienz damit auch gekommen. Also bevor du jetzt für jedes Meeting vielleicht irgendwo in der Weltgeschichte rumfliegst.
Machst du lieber in Teams? Du kannst sagen, du kannst jetzt mal in Teams Call machen, aber ich glaube man muss immer genau gucken, wie man es halt portioniert, weil ich glaube auch egal was du für einen Job hast, auch wenn du es bei Teams machen könntest, ich glaube es ist immer. Effizienter am Ende, wenn du es persönlich machst.
Vor allem am Anfang. Ich sag mal, aber als Investor hast du ja oftmals dann auch die anderen Perspektiven miterlebt, gerade bei jüngeren Brands. Ich denke da wird wahrscheinlich komplett das Gegenteil wahrscheinlich sein. Also ja, also die, die die Einstellung, die gibt es schon sehr häufig, aber ich weiß nicht, ob ich dann investieren würde, wenn jemand irgendwie so eine extreme Haltung irgendwo hat. Aber es kommt klar, es kommt aufs Geschäftsmodell drauf an. Aber ich glaube auch, wenn du heute ein Startup gründest und gehst dann in die Akquise, da kannst du natürlich sagen, ich mache jetzt Termine aus und mache dann immer Teams Termins mit mit irgendwelchen potenziellen Kunden, das kann funktionieren.
Ich glaube, dass ich heute einen potenziellen Kunden hundertmal besser überzeugt, wenn ich den persönlich treffe, also ich glaube, das ist überhaupt kein Vergleich, also wenn ich jetzt heute dir was verkaufen würde, wir kennen uns noch nicht und. Vielleicht später im Prozess, wenn man zusammen arbeitet, dann kann man auch das digital machen.
Aber wenn ich jetzt heute sage ich, ich will dich für irgendwas begeistern, ich will dir was verkaufen, dann versuche ich dich doch persönlich zu treffen, versuche ich dich doch irgendwo persönlich irgendwie für mich einzunehmen und das kann ich ja nicht über den über den Bildschirm machen, so mache ich persönlich mit deiner Art, wie ich mit dir umgehe, wie ich, wie ich auf dich zugehe, Gestik, Mimik, das gehört ja alles dazu.
Es wäre ja so, als ob man immer sagt, das erste Date, wenn man jemanden kennenlernt, macht man auch alles digital. Das ist ja auch eher schwierig, würde man sagen. Wir sind immer noch soziale Wesen. Ja, ich denke oftmals jetzt ja nicht da, da entsteht noch mehr Distanz, also letztendlich durch durch das digital.
Absolut, absolut. Ja. Also ich weiß zum Beispiel, Wir hatten in der Pandemie, hatten wir so Themen, da gab es dann Teams, wo dann auch neue neue Leute dazu gekommen sind, die haben sich irgendwie. Über ewige Zeit überhaupt nie persönlich. Die kannten sich gar nicht persönlich, die kannten sich nur über den Bildschirm, weil sie ja damals auch nicht durften.
Also man durfte ja gar nicht zusammenkommen, das war völlig abstrus und noch mal klar, wenn ich jetzt ein Unternehmen habe, was global aufgestellt ist, und ich habe jetzt einen Call mit jemandem in Japan oder sonst irgendwas, dass ich da jetzt nicht jeden persönlich kenne und dann in der Gegend rumfliege, um den Mal zu treffen, verstehe ich auch ja.
Und das spart auch wahrscheinlich unfassbar viele Ressourcen, was auch wieder irgendwo eine gewisse Nachhaltigkeit hat. Aber die Balance ist, glaube ich, wichtig. Und jetzt noch mal zu einem anderen Thema, weil du es ja vorher auch schon angesprochen hast und weil wir immer über über die Themen auch sprechen, letztendlich über die über die einzelnen Investments.
Letztendlich, wo du ja auch wirklich teilweise super Investments gemacht hast. Wie gehst du da nicht ran, letztendlich oder wie wie entscheidest du da über Investments? Ja, erstmal schaut man sich wahnsinnig viel an und mich. Also ich habe gemerkt, dass mich am Ende fast immer die Menschen überzeugen.
Also klar, ich versuche in Sachen zu investieren, wo ich irgendwo trotzdem eine gewisse Ahnung habe, wobei ich auch manchmal, wenn ich mit anderen Leuten das mache, mich mal drauf verlasse und sage, ich weiß, der kennt sich da gut aus, da habe ich auch keine Ahnung und lass den das dann vielleicht mal machen, das kann auch gut funktionieren.
Aber in der Regel versuche ich schon in Bereiche reinzugehen, wo ich irgendwo entweder wirklich Fachwissen habe oder zumindest aus einer konsumentensicht sage, okay ich, ich kann ein ganz gutes Gefühl dafür, ist es irgendwie ein gutes Produkt oder ein schlechtes Produkt, und wenn man da sagt, Okay, das ist schon mal ein cooles Produkt, eine gute Brand, wo Potenzial drin steckt, dann ist für mich sind es die Menschen hat. Eigentlich jede Brand ein hole Sale Potenzial. Hat jede Parent ein holesale Potenzial? Also sagen wir mal so, ich glaube die meisten Marken, klar gibt es, jetzt gibt es viele Marken, die wirklich nur digital entstehen, aber die meisten Marken sind ja mal entstanden aus einem Holesale, auch die,
die heute vielleicht digital sehr erfolgreich sind, gerade über solche. Was du vorhin gesagt hast, wenn man jetzt sagt, du hast einen Department Store und dann kommen neue Marken, die vielleicht keiner kennt und dadurch werden die plötzlich etabliert und dann gehen sie auch in den E Commerce. Ich glaube schon, dass im richtigen Umfeld wahrscheinlich fast jede Marke irgendwo im im auch was heißt das Holz oder zumindest im stationären Retail funktionieren kann. Es gibt ja viele, die sind dann nur vertikal. Sie auch im Luxusbereich zum Beispiel oft die, die sind ja nicht im Holeset, dass sie jetzt mir als Departments sowas verkaufen, sondern dass sie nur ihre eigenen Läden haben, aber da sieht man ja auch, dass für
die dieses haptische Erlebnis von einem Produkt ganz, ganz wichtiger Faktor ist und eine Marke wirklich stark auf. Zum wieder aufs Thema zurückzukommen. Es ist eben das letztendlich, die brauchen die Inspiration, die brauchen. Glaube ich schon. Anfassen, irgendwie ausprobieren. Gibt es bei wahrscheinlich auch, wenn ich im Baumarkt bin und habe irgendwelche Bohrer, sägen oder sonst was.
Da gibt es bestimmt auch Marken, die sich über rein über e com irgendwie aufgesetzt haben, aber das ist auch wie für Kinder. Spielzeug ist das ja für erwachsene Männer auf das Spielzeug, die wollen das ja auch anfassen, die wollen das Ausprobieren, die wollen gucken, wie liegt das in der Hand. Ich sag immer so, auch für die Leute, die nicht von der Mode sind, da gibt es ja dann auch einen Unterschied, ob ich vertikal bin oder oder ob ich ein Händler bin.
Ja. Klar. Also entweder ich habe es selbst in der eigenen Hand letztendlich, oder ich gebe halt ein Stück Marge an den an den Händler ab. Also das seid dann zum Beispiel ihr mit Worl oder Ludwig Beck und dann verkauft ihr das praktisch. Genau, aber ich habe dadurch halt auch die Möglichkeit, eine Marke wirklich zu etablieren in einem für mich hoffentlich befruchtenden Umfeld.
Das ist ja oft die Idee, eine Marke, also gerade jetzt im Tessilbereich, also wenn ich jetzt eine neue Tessilmarke auf dem. Erfinde, dann ist es ja jetzt nicht so, dass dass ich jetzt irgendwie das Rad neu erfunden habe. Also. Gibt. Es Tausende jedes Jahr wahrscheinlich 1000 neue Marken und deswegen muss ich natürlich gucken, habe ich wirklich so einen einzigartigen USP, den sonst keiner hat? Das ist sehr schwierig, oder schaffe ich es mich einfach trotzdem klar von meiner Community aber auch so im Handel oder Markt zu platzieren, dass ich eben von dem was um mich rum passiert profitiere?
Und wenn ich in einem Umfeld liege, wo halt schon starke, etablierte Marken liegen, egal in welchem Preissegment das ist, dann strahlt es ja auf mich ab, weil das wäre wahrscheinlich. Das auf meine Marke ab. Das wäre wahrscheinlich das Gleiche, wenn wir jetzt sagen, wir gründen jetzt eine Champagner Marke und die liegt halt im im Regal neben einer der besten etablierten Marken nebendran.
Dann ist gut möglich, dass halt jemand, der vielleicht irgendwo die eine Marke kennt, auch sagt, so, WOW, der wird ja da nicht. Billiger Preis vermutlich dann noch. Ja oder günstiger vielleicht sogar weißt du nicht, ja, aber da würde wahrscheinlich der Konsument sich denken, also der wird jetzt ja nicht da liegen, wenn wenn der nicht irgendwie gut wäre, qualitativ auch wenn ich die Marke nicht kenne oder wenn du jetzt in ein Restaurant gehst, wo dir ein ein ein Sommelier einen Wein empfiehlt, auch wenn du den vielleicht nicht kennst, wirst du wahrscheinlich denken, das ist gutes Produkt. Wie werdet ihr eigentlich meistens auf die Marken aufmerksam?
Ist es Social Media oder ich hab vor kurzem hab ich auch wieder mit so einer Marke gesprochen, letztendlich wo wir auch angeschaut haben zum investieren OAS. Also die sowas ähnliches wie auch schon sappart wir haben die eben gefragt, letztendlich ja, wie können wir in die Kaufhäuser reinkommen letztendlich und haben sich dadurch eben durch die Synergien da so ein Stück weit an die Händlerkontakte ranzukommen. Aber aber wie werdet ihr eigentlich darauf aufmerksam, durch auf die spezifischen Marken? Ganz unterschiedlich also.
Sehr viele kommen auf uns zu, viele, viele ist über Agenturen. Die ja auch immer gute neue Marken mit ins Portfolio aufnehmen oder auch über Reisen irgendwo unterwegs ist und und plötzlich in irgendeinem Store irgendwas Neues sieht. Und klar, auch über Social Media. Ja, also dass du plötzlich halt irgendwie eine Marke halt aufploppt oder irgendein irgendein Celebrity oder sonst irgendjemand plötzlich mit irgendwas neuem rumläuft, also das ist ganz ganz vielschichtig. Agenturen sind dann eben die mit verschiedenen Marken im Portfolio kommen und euch die dann vorstellen. Genau, und da gibt es ja auch unterschiedlich etablierte in unterschiedlichen.
Das gibt, das ist ja auch so, so eine Agentur muss ja auch ein Profil für sich schaffen, die sagt Ja entweder okay bin ich jetzt super nischig oder bin ich jetzt eher kommerzieller, bin ich spezialisiert auf Marken aus USA oder aus Skandinavien oder aus, keine Ahnung woher, und die haben ja auch so ihr Profil, ja, das ist ja auch, wäre auch Quatsch, wenn dann so eine Agentur sagt Okay, wir machen jetzt eine Agentur, wir bieten jetzt irgendwie eine. Alles an vergleiche ich immer mit irgendwie so Restaurants. In Orderzeiten alle auf euch zu, also Agenturen, die die. Marken während der Orderzeit das das passiert das ganze Jahr über.
Ja, Wahnsinn, ja. Also da ist auch einer der Hauptjobs, der Einkäufer, eigentlich immer nein, nein zu sagen, weil wir haben ja gar nicht, wir haben ja gar nicht die Kapazität, sowas auch unterzubringen, also wir. Wir haben ja schon sehr langfristig angelegt, irgendwie Strategien, wo du wirklich bis ins Detail Flächen planst, wo du sagst, okay, ich habe so viel Quadratmeter in der Abteilung und das sind meine etablierten Marken und jede Marke hat so viel Fläche und dann gehst du im ersten Step, gehst du her und sagst okay, wie hat jetzt welche Marke sich entwickelt, ist die Marke immer noch so stark oder soll die mehr Fläche kriegen, weil sie besonders gut war oder vielleicht weniger Fläche und
bist du dann wirklich eine Marke mal rausschmeißt, dann muss die ja schon irgendwie wirklich schwierig performen. Also datengetrieben auch. Ja, natürlich. Also klar, es gibt immer Marken, die einfach so mal wo man sagt, die sind fürs Image und für die für die Ausrichtung wirklich so einzigartig, dass man sowas sagt, Okay dafür macht man Platz, aber in der Regel ist es ein ganz zahlenbasiertes Thema, wo man sagt, Okay wie erfolgreich sind die, wie ist die Produktivität und dann, wenn man sagt Okay irgendeine Marke geht raus, oder? Wird Ausgelistet oder manche Marken, die haben auch eine neue Strategie und sagen okay wir beliefern euch nicht mehr, gibt's ja auch und dann sucht man halt die Marke oder für die Fläche irgendeine neue Marke.
Ja, entweder ist es eine Marke, die man eh schon auf dem Schirm hatte und so ist es wie wie bei Tetris, das ist immer so ein Stein der in anderen Kreisel. Aber ihr denkt ja dann auch separat letztendlich, oder du denkst separat von Wöll und Ludwig Beck, das gibt's ja auch noch mal. Ja, ja. Also das ist auch für für jede auch selbst bei Pearl einfach. Für die für die einzelnen Häuser. Nachdem wir jetzt so unterschiedliche Größen haben, muss man ja für jedes Haus, zugeschnitten auf die Größe, auf das Umfeld im Markt, was es sonst eben an an Kaufhäusern gibt, plant man diese Flächen und sagt dann okay was, welche Marke kann ich da rein nehmen, was sind die wichtigsten Marken und.
Und jetzt limitiert er allein schon die Fläche. Wieso eine Komposition, wo dann die eine Marke die andere ergänzen muss? Genau. Genau. Hat dann wieder mit der Musik sogar zu tun. Am Ende ist es wahrscheinlich eine ähnliche, ähnliche Idee oder auch eben in der Küche. Wie bereite ich ein Gericht vor, wieviel Gewürz mache ich wovon rein, das ist bleibt sich wahrscheinlich überall.
Aber dann haben sie auch einen ganz anderen Blick letztendlich auf eine Marke, oftmals, auch das habe ich ja schon vorher so angedeutet, also als der Kunde letztendlich, weil der nimmt das ja oftmals gar nicht so wahr, oder oder sagt er sich ja, wenn da jetzt beispielsweise die die Marke ist letztendlich, dann ist es für mich ein Zeichen von Qualität.
Doch also es gibt schon Marken, die Halt für irgendwas beim Endverbraucher stehen. Ob die jetzt dann erfolgreich sind, das ist wieder sei mal wieder hingestellt. Aber also noch krasser ist es, glaube ich bei in also jetzt gar nicht bei uns so im Textileinzelhandel, weil das ist schon sehr vielschichtig, was es an Marken gibt.
Ich habe mich da mit jemandem unterhalten, eben auch aus dem Baumarktsegment, und die haben ja auch ganz klar unterteilte Bereiche, also ich sag mal als Beispiel Grill für zu Hause und. Welche Grillmarke kennst du? Weber. Und danach kennst du noch viele andere. Siehst du so oder wenn du jetzt sagst, du wolltest einen dampfstrahler dir kaufen fürs Reinigen draußen?
Kärcher. Kennst du sonst noch Marken, die das machen? So? Also das ist, da gibt es halt Marken, die ganz, ganz krass für irgendeine Produktgruppe stehen. Und wenn du dann die Spezialisten fragst und sagst, zum Beispiel okay aber ist, ist es wirklich jetzt der beste Dampfstrahler oder ist es jetzt der Beste? Sagt er so bei weitem nicht viel bessere Produkte, aber auch genau bei Grills gibt es wohl auch viel bessere Produkte und die gar nicht mal jetzt teurer sind, aber die Marken haben es geschafft sich so zu etablieren, dass sie eigentlich schon das Aushängeschild sind für den Konsumenten, dass es da diese Produkte gibt.
Und die sagen ganz klar, wenn wir für diese für den Bereich diese Marke nicht führen, dann haben wir beim Konsumenten keine Glaubwürdigkeit, weil die, sagen sie, warum habt ihr denn keinen Grill von denen von der Marke oder eben den Dammstrahler und das ist dann also da haben die Marken es wirklich geschafft, sich so krass irgendwie. Für für für ein Produkt zu etablieren oder wenn ich mir überlege, so was wie Tesafilm, das ist mein Tesa, ist ja eine Marke, das ist ja nicht die Bezeichnung, die Bezeichnung vom Produkt, aber jeder würde sagen oder ein Tempo, Taschentuch, ja genau, ja, wo plötzlich, wo plötzlich eine Marke sinnbildlich für ein Produkt steht. Und in der Fashion haben wir das
gar nicht so. Das ist in der Fashion. Ob so jetzt bei beispielsweise bei Levis 501 so weiß noch. Gut, er hat, wenn man so wie die Jeans erfunden, also da kann man jetzt mal sagen, dass die natürlich schon sehr stark dafür steht, bei bei Strümpfen zum Beispiel gibt es ja auch so ein paar Marken, die da sehr, sehr stark sind oder vielleicht auch bei der Unterwäsche. Also ich glaube eher so, vielleicht so bei so Fach Produktgruppen, aber jetzt bei der Mode ist es nicht so und das ist auch unser großer Vorteil.
Weil wir natürlich maximal flexibel sind. Aber sag ich mal, auch das wäre so eine Frage letztendlich, weil ich auch wieder mich immer wieder mit meinem kleinen Bruder auch darüber unterhalte, heißt es. Sagst du auch, wenn man jetzt von heute auf morgen eine Modebrand oder oder eine Textilbrand starten sollte, sollte man sich spezialisieren auf eine Produktkategorie.
Ich glaube, es gibt Beispiele, die so oder so sind, aber unterm Strich, wenn man sich mal die. Wirklich erfolgreichen Marken anschaut, dann kommen viele ja aus irgendeinem Produkt, auch im Luxussegment. Und schau dir mal Louis Vuitton an, er kommt aus dem Reisegepäck, heute gibt es da irgendwie alles, aber er kommt aus einer, aus einer Produktgruppe und ist damit eigentlich erfolgreich geworden und im Textilbereich, glaube ich, ist es auch.
Bei bei vielen so dass die mit irgendeinem Produkt angefangen haben, haben damit sich etabliert. Die Frage ist, ob du dann halt aus dieser Nische rauskommst und wieder diesen Vollsortiment Gedanken dann irgendwie hinkriegst. Aber ich glaube es ist es ist wahrscheinlich der. Ich weiß nicht, ob es einfacher ist, aber weniger komplexe Weg. Wenn ich heute sage, ich, ich spezialisiere mich erstmal auf ein Produkt und da bin ich erstmal wirklich der absolute Top Player und und etabliere mich von da als wenn ich sage ich möchte jetzt von einem Schlag auf den anderen die komplette Brand irgendwie aufziehen wo ich vom Socken bis zur Cappy bis zum Schieß mich Tod irgendwie alles alles anbieten kann.
Also das ist schon schon komplex weil ich dann auch weiß wofür stehe ich jetzt stehe ich jetzt bloß für irgendeinen Look. Oder stehe ich? Keine Ahnung für für ein Produkt in der Schuhbranche ist ja ich meine er kommt, er ist immer gerade Schuh ist ja ein ganz ganz gutes Beispiel, aber sagst du die eine schuhmarke würde ja auch nicht irgendwie auf die Idee kommen sofort voll Look irgendwie anzubieten, obwohl du natürlich jetzt trotzdem zum Schuh in der Regel auch Klamotten trägst. Ja, das ist ja nicht so, dass du nackt rumläufst und nur Schuhe an hast, sondern du brauchst dein ganzes Outfit und deswegen also.
Ich glaube schon, dass das eine ganz gute Idee ist, wenn man so eine Kern Kernprodukt hat und man sieht es ja auch, wenn man heute so Marken anschaut. Gibt es eigentlich bei den sag ich mal zum Beispiel, wenn wir bei den Schuhen bleiben, da, die machen sich Gedanken, also die Schuhersteller wie der ganze Look dann komplementiert aussieht, oder?
Das glaube ich schon und und du siehst dich ja in irgendeiner Modewelt auch mit dem Schuh, aber. Du siehst es ja auch bei bei Marken, wenn du wirklich mal analysierst. Und das könnt ihr bei euch wahrscheinlich selber auch mit euren Marken gut machen, wenn du mal genau rein guckst und sagst okay ich habe jetzt 100% Umsatz, wieviel davon machen denn meine Bestseller und du hast ganz oft diese 8020 Regelung, dass 20% der Produkte 80% vom Umsatz machen, weil du hast halt einfach so ein paar Kernprodukte, die einfach deine besten Produkte sind.
Er ist Oliver jetzt beispielsweise die T Shirts. Ja, wirst du. Weißt du besser als ich? Also das aber, aber ja, ich weiß jetzt nicht, wie groß der Umsatzanteil ist bei t Shirts, aber wahrscheinlich halt ein Riesenanteil und so ist es bei bei fast jedem und interessant ist zum Beispiel auch, wenn du in die in die Kosmetik Ecke schaust. Wir haben ja bei Ludwig Beck eine eine große luxusparfum Abteilung oder oder oder Kosmetikabteilung mit Beauty und wenn du da manche von diesen Luxus nischen Duftmarken anschaust, dann haben die natürlich ein großes Angebot an unterschiedlichsten Düften, aber viele von denen machen den Großteil von ihrem Umsatz mit ein oder 2 Düften und das ist weltweit so.
Trotzdem haben Sie eine Kollektion. Trotzdem haben sie eine Kollektion, weil jetzt irgendwie ein ein Duft allein natürlich ein bisschen langweilig wäre. Aber die fangen natürlich jetzt auch nicht sofort an zu sagen, ich mache jetzt auch noch dekorative Kosmetik und ich mache jetzt auch noch irgendwie pflege und sonst was, sondern die bleiben dann schon erst mal in Ihrem, in ihrer Duftwelt, bringen aber dann natürlich immer neue Düfte raus, aber im Kern gibt es eben in der Regel 12, so Produkte, wo die wirklich deine Säulen sind im Umsatz, die.
Anderen sind komplementär. Ja, genau, und. Wenn eine Marke Glück hat, dann hat sie mehrere Säulen, die gut funktionieren. Aber oft sind es eben. Haben die da schon auch so ein Klumpenrisiko irgendwo drin, wo du sagst, so, wenn jetzt der der Duft oder irgendwo bei Taschen zum Beispiel Marken, ist es ja auch ganz krass, selbst im Luxusbereich, wenn du heute die ganzen Luxusmarken.
Anschaust alles. Da ist eine eine Tasche, eine Tasche, ein. Modell, was plötzlich den Nerv trifft und was durch die Decke geht, was jeder haben will. Und dann gibt es drumrum Fische, Ski, aber wirklich die, die Cash Cows, für die das sind ein 2 Modelle und die das sind die, das sind die heilige Kühe, die waren immer ein bisschen angepasst und bisschen die Farbe irgendwie variiert und so, aber wenn das Ding wegbricht, dann haben wir ein Problem und.
Um um jetzt noch mal das ganze auch bei uns so ein bisschen zu komplementieren. Du bist ja auch Familienvater, wie blickst du da auf die nächste Generation letztendlich und wie siehst du das als Familienunternehmen? Letztendlich willst du das auch in die nächste Generation führen. Ja, schön ist so was natürlich, wenn das klappt. Aber ich würde das nie jemanden aufzwingen wollen. Also wenn jemand wirklich eine Passion hat dafür das zu tun, dann dann ist es toll.
Ich glaube, wenn man jemanden heute in sowas reinzwingt, dann ist es eher kontraproduktiv. Ich glaube wichtig ist, wenn wenn, wenn man auch als Gesellschafter bleibt, dass man sich damit auseinandersetzt und nicht bloß irgendwie sagt, ach, da ist jetzt die Firma und wenn ich Glück habe, finanziert mir die vielleicht noch irgendwie mein Leben, sondern dass man schon irgendwo weiß okay, das ist was wertvolles, ich, ich weiß das zu schätzen, ich weiß das zu würdigen, und ich habe auch ein Verständnis davon, was da passiert und respektiere auch die Menschen, die das machen und.
Aber ich muss mich jetzt nicht krampfhaft irgendwo da einbringen, nur weil ich jetzt da Familie bin und vielleicht am Ende mehr Schatten anzurichten, als als Gutes zu tun. Aber wenn jemand wirklich Spaß dran hat und auch irgendwo bereit ist, da irgendwo sich zu committen und die Leistung zu bringen, dann finde ich das toll, wenn wenn Familienunternehmen wirklich von Familienmitgliedern über viele Generationen geführt werden, das ist schon toll.
Siehst du bei euch da schon bei den Kindern schon die ersten Ansätze? Teils, teils, teils also. Das ist schon immer Interesse da auch bei anderen Unternehmen bei uns, das muss jetzt ja gar nicht nur im Textilbereich sein, aber viele, die, die finden sich einfach noch, aber sie haben alle auf jeden Fall einen Bezug dazu, es ist nicht so, dass die jetzt sagen, ich will nichts davon wissen, Sie haben schon einen Bezug dazu, aber ich kann auch verstehen, wenn jemand dann auch erstmal sagt, ich will mich irgendwo selber verwirklichen oder mein eigenes Ding irgendwo finden.
Jetzt kannst du für dich selber wahrscheinlich am allerbesten beurteilen, wie du das siehst bei dir. Ja, klar, letztendlich sage ich mal, die Passion ist auf jeden Fall da und der und und. Dadurch, dass es einem auch so ein Stück weit in die Schuhe gelegt wird, wurde also man man das begleitet einen doch letztendlich und ich habe eine riesen Passion dafür. Wenn es so ist, dann ist ja super. Ich glaube, dass auch genug Supportern da. Danke dir, vielen Dank für deine Zeit, Christian. Vielen Dank, hat Spaß gemacht.