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Die Biohacking-Praxis

#270: 3 Studien: Reta, junge alte Muskeln, perfekt schlafen

Dienstag, 20. Oktober 2026 · 43 min

MP3

Shownotes

Rabattcodes unserer Partner findest du am Ende der Shownotes.

Worum geht es in dieser Folge? Unter anderem um diese Fragen:
Was ist Retatrutid, und was unterscheidet es von Ozempic und Mounjaro?
Wieso verliert man damit so irre viel Gewicht?
Warum gehört für Andreas Krafttraining zwingend dazu, und wie viel ist das Minimum?
Warum rät Andreas von Reta aus dem Internet ab?
Was unterscheidet die Muskeln trainierter älterer Menschen von denen untrainierter?
Was hat das mit NAD+ zu tun?
Bei wie vielen Stunden Schlaf war das biologische Alter am niedrigsten?
Was kann es heißen, wenn jemand ständig zehn Stunden schläft?
Welche zwei Tests würde Stefan für das biologische Alter kombinieren?

Vertiefende Links und Infos zu dieser Folge
Studie 1 · Jastreboff u. a.: Retatrutide, a Triple Hormone Receptor Agonist, for Treatment of Obesity. New England Journal of Medicine, 29.09.2026 (nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2604169). 2.339 Erwachsene mit Adipositas ohne Diabetes, 80 Wochen, eine Spritze pro Woche. Gewicht: minus 17,6 Prozent bei 4 mg, minus 23,7 Prozent bei 9 mg, minus 25,0 Prozent bei 12 mg, minus 3,9 Prozent mit Placebo.
Zu den Zahlen 574 und 243: So viele Teilnehmer hatten zusätzlich eine Kniearthrose beziehungsweise eine Schlafapnoe. In beiden Gruppen besserten sich Knieschmerz und Atemaussetzer mit Retatrutid im Schnitt stärker als mit Placebo.

Im Gespräch kommt es nicht vor: Am häufigsten waren Beschwerden von Magen und Darm. Mit 12 mg brachen 11,2 Prozent die Behandlung ab, mit Placebo 4,6 Prozent. Bezahlt hat die Studie der Hersteller Eli Lilly.
Retatrutid ist noch nicht zugelassen und nicht in der Apotheke erhältlich. Von Ware aus dem Internet rät Andreas ab.

Microdosing: Andreas vermutet, dass auch sehr kleine Dosen Entzündungswerte senken. Er sagt selbst, dass die Studie das nicht untersucht hat, und rät nicht zum Selbstversuch. Die Endokrinologin Jody Dushay schreibt bei STAT (statnews.com/2026/05/29/glp-1-microdose-popula…), dass es dazu bisher keine belastbaren Langzeitdaten gibt.
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Andreas’ Minimum beim Krafttraining: dreimal pro Woche 45 bis 60 Minuten. Ein Tag drücken, ein Tag ziehen, ein Tag Rumpf.

Studie 2 · Janssens u. a.: Delayed molecular aging, preservation of energy metabolism and enhanced exercise response in exercise-trained human muscle. Nature Aging, 03.07.2026 (nature.com/articles/s43587-026-01150-x). Muskelproben von jungen und älteren Erwachsenen, vor und nach einer Belastung. Bei den trainierten Älteren fehlte die Hälfte der Altersunterschiede.
NAD+ ist Andreas’ Lieblingssubstanz, er nimmt auch die Vorstufen. Zum Beispiel Nicotinamid Ribosid Kapseln von MOLEQLAR (moleqlar.com/products/nr-plus-tmg-kapseln?sca_…) oder Uthever NMN Pulver von MOLEQLAR (moleqlar.com/products/uthever-nmn?sca_ref=9582…) (beide mit dem Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt) und NiaPlex B3 von BIOGENA (serv.linkster.co/r/B5dKYHq6DB) (Code BIOHACKINGPRAXIS10, 10 % Rabatt). Den eigenen NAD-Spiegel misst der NAD-Test (intrazellulär) von MOLEQLAR (moleqlar.com/products/nad-test?sca_ref=9582343…) (Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt).

Zum Tanzen, über das Melanie spricht · Verghese u. a., New England Journal of Medicine, 2003 (einsteinmed.edu/uploadedfiles/departments/neur…): 469 Menschen ab 75 Jahren, rund fünf Jahre beobachtet. Tanzen war die einzige körperliche Tätigkeit, die mit einem geringeren Demenzrisiko zusammenhing.

Studie 3 · O’Toole u. a.: Sleep chart of biological ageing clocks in middle and late life. Nature, 13.05.2026 (nature.com/articles/s41586-026-10524-5). Schlafdauer nach eigener Angabe und 23 Uhren für das biologische Alter, Daten aus der UK Biobank, Alter 37 bis 84 Jahre. Am günstigsten waren 6,4 bis 7,8 Stunden.
Stefan rät, zwei Werte zu kombinieren: wie alt der Körper biologisch ist und wie schnell er altert. Beides misst laut Hersteller der Biologische Alterstest von MOLEQLAR (moleqlar.com/products/epi-proteomics-test?sca_…), über Eiweiße aus einem Wangenabstrich (Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt). GrimAge und DunedinPACE, die Stefan nennt, messen dagegen Markierungen an der DNA, die sogenannte Methylierung.

Coaching bei Andreas, wie Melanie sagt: Anfrage per Mail an anfrage@breitfeld-biohacking.com.

Forschung zum Weiterlesen
Was Studie 3 nicht misst · Tawadros und Arkan, Signal Transduction and Targeted Therapy, 2026 (nature.com/articles/s41392-026-02997-7): Eine Besprechung der Schlafstudie. Die Schlafdauer haben die Teilnehmer selbst angegeben. Schlafqualität und Regelmäßigkeit wurden nicht erfasst. Das passt zu Stefans Hinweis auf die Regelmäßigkeit.
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Biohacking für Sportler …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Tatsächlich haben die Probanden enorm Gewicht verloren, bis zu 25 Prozent. Der eine Test misst auf deinem Alterungstachometer den Kilometerstand und der andere Test misst deine Geschwindigkeit, mit der du auf der Autobahn des Alterns unterwegs bist. Jetzt nennen wir es die Muskulatur tatsächlich ein Longevity-Organ.

Vielleicht gibt es die speziellen Karten. Für die Kinder ist dann der Pinocchio-Teller und für die Älteren ist dann der Heinz-Rühmann-Teller. Du kannst tatsächlich behaupten, dass du durch Sport die molekulare Alterung verlangsamst. Bald gibt es für uns Spaghetti Grigostar. Willkommen in der Biohacking-Praxis.

Von Biohacking-Profi Andreas Breitfeld. Und von Biohacking-Kolumnist Stefan Wagner. Die Tipps und Anregungen aus der Biohacking-Praxis verstehen Sie bitte nicht als medizinische Ratschläge, allein schon weil wir keine Ärzte sind. Hallo Andreas. Hallo lieber Stefan. Ich freue mich auf die heutige Folge, weil ich keinerlei vorbereitende Recherche durchführen musste.

Alles, was du gemacht hast, du zeigst mir heute und uns heute drei Studien, die dich zuletzt beeindruckt haben. Ich freue mich drauf. Studie 1 New England Journal of Medicine, September 2026, Retatrutid, einmal pro Woche gespritzt. Nach 80 Wochen wogen die Teilnehmer mit der höchsten Dosis im Schnitt ein Viertel weniger.

Also ich weiß nicht, wäre ich ein super duper Influencer, würde ich jetzt wahrscheinlich Peptide, Peptide, Peptide sagen, weil sobald man Peptide sagt, hören alle zu und kriegen spitze Ohren oder runde Lauscher oder was auch immer. Das Thema. Retatrutid hat der eine oder andere schon gehört und der eine oder andere, deswegen auch spitze Ohren oder runde Lauscher, hat es auch seinem Hamster schon verabreicht.

Das Reta, wie man es liebevoll nennt, ist eine Weiterentwicklung, Zungenschonend nennt man es Reta. Genau. Das ist eine Weiterentwicklung im Endeffekt von den guten alten ersten GLP-1-Attagonisten. Handelsname Ozempic ist wahrscheinlich inzwischen jedem irgendwie klar. Und keine Ahnung, vor zwei oder drei Jahren gab es bereits in diesen leicht obskuren chinesischen...

In Peptidfabriken dann eben das Reta zu kaufen und manche haben es ausprobiert und fanden es toll, manche haben es ausprobiert und fanden es nicht toll, manche haben es, das sind gleich geblieben. Und lustigerweise sind die Zeiten jetzt vorbei, weil das Ganze wurde jetzt quasi, zum ersten Mal so richtig human angeschaut.

Die Studie ist tatsächlich am 29.9. erst erschienen, das heißt, die ist wirklich brandneu. Wer sie sucht, findet sie im New England Journal of Medicine. Das heißt, da sind wir auch wirklich in einer A-Publikation drin. Oder in den Shownotes findet man sie auch. Da natürlich auch. Allerdings, ja, wir sind auch eine A-Publikation. Also dementsprechend abonniert nicht mehr Nature, sondern lest unsere Shownotes.

Aber jedenfalls ist das ganze Ding vom Aufbau auch relativ ernsthaft. Das heißt, sie ist doppelblind, Sie ist randomisiert, das ist schon mal sehr geil. Die Kohorte sind 2339. Erwachsene mit Adipositas ohne Diabetes. Die Laufzeit sind 80 Wochen. Also würde man jetzt mal sagen, das ist handwerklich schon mal relativ gut gemacht.

Also offensichtlich ist ein wenig Geld da. Disclaimer, ich glaube, die Studie wurde auch von Lilly, einem der Anbieter, Nicht Lilly, die Elfin, sondern einem der Anbieter entsprechender Produkte auch mitfinanziert, aber wir glauben trotzdem jetzt mal daran, dass die Studie relativ ernsthaft gestaltet ist.

Was kam eigentlich raus, habe ich noch gar nicht gesagt. Tatsächlich haben die Probanden tatsächlich enorm Gewicht verloren, also bis zu 25. Prozent, das ist ganz schön wild. 25 Prozent Körpergewicht. Körpergewicht, ja. Die sämtliche Diskussionen über wie viel Muskelanteil da dabei ist, erspare ich mir, das können wir gleich im Vorfeld machen, weil wenn der Arzt oder, der Researcher, der die Studie begleitet, zu dumm ist, dem Probanden zu sagen, und solange du das Zeug nimmst, gehst du dreimal in die Woche in Sport und machst ausreichend Krafttraining und haust dir ausreichend Protein rein, dass dein Muskelapparat zumindest bleibt, beziehungsweise nicht wächst, dann kann man tatsächlich sowieso niemandem helfen.

Das heißt, ich bin tatsächlich der Auffassung, dass die ständig in irgendwelchen Podcasts oder, ja…, Und Publikationen im Internet geäußerten Sorgen von wegen. Muskelverlust durch GLP-1-Agonisten halte ich tatsächlich für einfach nicht zu Ende gedacht, weil letzten Endes ist es so, mit derartigen Produkten kommt einfach eine Aufgabe und die Biologie des Menschen hat nun mal use it or lose it.

Und wenn du die Muskulatur nicht benutzt und zu wenig Energie zur Verfügung steht, ja, klar wird sie dann abgebaut. Also was soll anderes passieren? Dass der Körper sagt, na, eigentlich ist Protein super geil, eigentlich ist Protein aus der Muskulatur das, was ich am schnellsten und am leichtesten wieder abbauen kann, wenn ich es brauche.

Wir erinnern uns, Fett zu verbrennen ist deutlich aufwendiger als Protein zu verstoffwechseln. Dementsprechend ist es ja eigentlich klar, also ja, vermutlich waren bei den 25 Prozent, bei den Probanden, die keinen Sport gemacht haben, auch ordentlich Muskeln dabei. Wurde das untersucht in dieser Studie? Nein, wirklich nicht. Okay, das ist ja auch.

Das halten wir jetzt für den Schönheitsfehler oder für das Verfolgen einer Selbstverständlichkeit? Ich muss tatsächlich gestehen, ich halte es für das Verfolgen einer Selbstverständlichkeit. Also ich sage jetzt auch nicht zwingenderweise, wenn ich mit drei Erwachsenen im Hotel den Gang entlang gehe und da sind viele Steckdosen am Boden bei jeder Steckdose, bitte bleibt nicht stehen, nehmt nicht zwei Drähte und steckt sie nicht in die Löcher in der Steckdose.

Könnte ich tun, wäre eine Möglichkeit, aber es würde wahrscheinlich auch die Intelligenz des einen oder anderen ein wenig beleidigen. Also ich weiß nicht, ob du da jetzt nicht vielleicht ein bisschen das Ausmaß der Selbstverständlichkeit von Muskeltraining bei der Anwendung von solchen GLP-Geschichten, ich weiß es nicht, dass du es zu expertisch siehst.

Ich bin tatsächlich der Auffassung, dass bei der erdrückenden Studienlage, die wir gerade haben, jeder Arzt, der auf den Ozempic-, Wegovy- oder von mir aus eben jetzt Reta-Train aufsteigt und sagt, ich verschreibe sowas und bin damit quasi in dieser Form, was ja teilweise auch schon Lifestyle-Medizin ist und nicht mehr wirklich nur Behandlung von krankhaften Übergewicht unterwegs.

Ich glaube, da wäre Möglichkeit eins zu sagen, schauen Sie mal, Sie müssen da was tun und das sind die fünf Studios, die in der Nähe von meiner Arztpraxis sind oder das sind die zehn Übungen oder wie auch immer. Ich glaube tatsächlich, das wäre jetzt nicht übermäßig weit gedacht. Also darf ich jetzt ganz kurz mit dir darüber sprechen, wie man am besten nicht zwei Drähte in eine Steckdose steckt.

Angenommen, jemand, der uns zuhört, hat in seinem Verwandten- oder Bekanntenkreis jemanden, der so ein Reta oder ein Ozempic oder sowas ähnliches nimmt und aber vorher kein... Krafttraining gemacht hat. Wie viel Krafttraining ist notwendig als Minimaldosis? Welche Art von Krafttraining ist notwendig als Minimaldosis oder genügt auch schon normales Bewegen wie, ich weiß nicht.

Forcierteres Spazierengehen, um den Muskelverlust da jetzt ein bisschen auszugleichen. Letzteres leider nein. Das forcierte Spaziergehen ist sicherlich auch gut, weil es natürlich dem Herz-Kreislauf-System gut tut, weil es auch hilft, tendenziell den Stoffwechsel aufrechtzuerhalten. Das ist eine super Idee, aber wir sprechen hier schon tatsächlich davon, dass wir mal wieder Muskulatur ansprechen wollen.

Und das geht vermutlich. Die Bros im Fitnessstudio nennen sowas Beginner-Gains, das geht vermutlich die ersten drei Monate mit ganz viel, inklusive auch Körpergewichtsübungen, Liegestützen, Kniebeugen mit Wasserflaschen, Kniebeugen ohne Wasserflaschen. Ein bisschen was mit Gummibändern. Also am Anfang kann man da sicherlich relativ wenig tun und ist trotzdem sehr erfolgreich.

Relativ wenig heißt, weil ich glaube, da hören uns jetzt Leute zu, die sagen, die Tante Hilde und der Onkel Wilhelm, die waren so dick und die nehmen das jetzt und das ist super, weil die verlieren Gewicht und der Arzt ist ganz glücklich und sie sind selber auch ganz glücklich, weil sie haben viel weniger Hunger und es geht alles so leicht.

Und was sagen wir denn jetzt der Tante Hilde und dem Onkel Wilhelm? Bitte, bitte, bitte macht jeden Tag 20 Kniebeugen und 10 Liegestütze oder was sagen wir Ihnen? Sagen wir so, ich war vor ein paar Wochen in Gera beruflich unterwegs und hatte da eine Woche eine Mitgliedschaft in einem Fitness-First, glaube ich war es.

Ich habe nichts mit der Kette zu tun, aber das war ganz nett. Die hatten alles, was ich brauchte. Und da waren morgens in der Früh um sieben neben mir durchaus Menschen mit sehr unterschiedlichen Körperformen, mit, unterschiedlichem Alter, auch ganz schön, ganz schön massive Rentner dabei, wo ich auch den Eindruck hatte, die dürften gerade auch auf diesem Zug sind und die haben da halt quasi ihr Maschinentraining gemacht.

Und in der Woche, wo ich da war, ich war irgendwie zugegebenermaßen jeden Tag da, weil es auch irgendwie auf dem Weg quasi zur Wirkungsstätte lag, habe ich die so zweimal, dreimal gesehen. Und da haben die halt irgendwie diese. Beinpresse, bisschen Brustpresse, bisschen Schlag mich tot, mache dazwischen viel Gratscht und auf dem Handy rumgedrückt.

Aber ich hatte so den Eindruck, dass das jetzt, wenn die das sind, was ich glaube, nämlich Ozenpik-Patienten, dass das völlig reicht. Also tatsächlich, meine liebste Lösung wäre dreimal in der Woche im Fitnessstudio 45 bis 60 Minuten. So, dass man am nächsten Tag einen Muskelkater hat. Muss gar nicht ein Muskelkater am nächsten Tag sein. Das mit dem Muskelkater, das hat jetzt irgendwie auch Gottvater Huberman in seinem jüngsten Buch so ein bisschen in Frage gestellt.

Und ich persönlich, ich kriege alle drei Monate mal einen Muskelkater, wenn ich irgendwas ganz besonders Wildes mache oder irgendwie in einem Hotelgym bin und mit Leuten trainiere, die dann irgendwie so Wert darauf legen, dass man sich da jetzt gegenseitig pusht. Sonst passiert mir das gar nicht so, aber das wächst trotzdem oder entwickelt sich trotzdem alles recht fein.

Es geht eigentlich tatsächlich darum zu sagen, man wärmt sich vernünftig auf und man hat dann halt drei Belastungssätze, die sich so anfühlen, dass die letzten Wiederholungen nicht mehr so richtig gut gehen bzw. Dass man sich da wirklich ein bisschen quält, aber jetzt nichts irgendwie schwarzeneggerisches Bodybuilding, keine Dropsets, kein gar nichts.

Also ich würde das alles sehr entspannt halten und je nachdem, wie man es haben möchte, ich persönlich fahre immer noch sehr gut, dass ich einen der drei Krafttrainingstage mit drückenden Bewegungen sozusagen, also, alles, was vom Körper weggeht, gestalte, den anderen Tag mit ziehenden Bewegungen, also alles, was zum Körper hingeht und den dritten mit Core-Training und den Geschichten, die man tendenziell auch zu Hause machen kann.

Also so Sachen wie diese Planke, diese Planks, wie man sie nennen. Nochmal ein bisschen so. Also lustige Käferübungen am Boden, also sprich Beinchen und Ärmchen schräg versetzt, ausstrecken und wieder anziehen, ein bisschen Bauchmuskulatur, dieses ganze Zeug. Wenn man was hat, was für einen Rücken macht, irgendwie so eine Rückenbank, wo man so drin hängt, so ein bisschen die Geschichten.

Also klar, mit dreimal in der Woche gewinnst du jetzt nicht den Bikini-Wettbewerb, bei Frau Olympia oder wie auch immer das heißt, aber es reicht halt für ich nehme Ozempic oder sowas relativ gut. Und okay, im Endeffekt, bloß, dass wir es nochmal verstanden haben, was ist eigentlich das Besondere an dem RETA?

Das Besondere an dem RETA ist, dass es quasi jetzt nicht mehr nur diesen einen, den GLP-1-Rezeptor angeht, sondern dass es eben noch zwei weitere Rezeptoren angeht. Und das Tirzepatid, was auch teilweise im Handel unterwegs ist, hat ja noch den GIP-Rezeptor zusätzlich dazu geschenkt bekommen. Und bei Reta ist es eben jetzt GLP1, GIP und Glucagon-Rezeptor.

Den Glucagon-Rezeptor, den lesen wir immer wieder, den kennt man eigentlich auch schon ganz lange. Und wie gesagt. Dieser Drei-Rezeptoren-Ansatz, der soll ja so ein bisschen die Zukunft sein. Es war da auch wieder so, dass man natürlich entsprechend mit unterschiedlichen Dosen gearbeitet hat. In dem Fall waren es 4 Milligramm, 9 Milligramm, 12 Milligramm oder eben ein Placebo.

Das heißt, die haben dann bloß eine dünne Nadel und wahrscheinlich ein Salzwasser bekommen, die armen Schweine. Die haben aber wahrscheinlich trotzdem abgenommen, oder? Ja, die haben tatsächlich trotzdem knapp 4% abgenommen. Das ist jetzt auch nicht so wenig. Also wenn das jetzt nur Körperfett wäre, also angenommen, wir würden den Leuten jetzt ein Placebo geben, über wie viele? 80 Wochen. Das ist schon eine Zeit.

Und die würden dann 4% Körpergewicht verlieren, dann sind das bei 80 Kilo. Sind das dann schon 3, 3,5 Kilo, die die verlieren. Wenn das nur Fett ist, na dann ist das eine gute Sache. Das ist auch schon durchaus eine schöne Geschichte. Jetzt muss man natürlich immer wieder aufpassen, wenn Sie parallel dazu Sport machen, ist es nochmal ein bisschen komplizierter, weil wir erinnern uns.

Muskulatur im gleichen Volumen wiegt mehr als Fett im selben Volumen. Also dementsprechend ist es immer so ein bisschen kompliziert, aber das ignorieren wir jetzt mal kurz. Wirklich spannend, wenn wir jetzt in die Dosen reingehen, also bei 4 Milligramm war die Gewichtsveränderung 17,6 Prozent, bei 9 Milligramm war sie bei 23,7 Prozent und bei 12 Milligramm war sie dann tatsächlich bei 25 Prozent.

Das heißt, bei 120 Kilo Mensch sind es 30 Kilo Gewichtsverlust rechnerisch. Und ja, das ist halt schon, schon, schon beeindruckend, muss man fairerweise sagen. Klar, also wie gesagt, bitte steckt nicht die Drähte in die Steckdose. Also wenn man das Zeug in die Finger bekommt, Sport ist wirklich im höchsten Maße angeraten.

Entschuldige, wissen wir irgendwas darüber, ob da jetzt Viszeralesfett abgebaut wurde, Leberfett abgebaut wurde, die Insulinsensitivität verbessert wurde, irgendwelche Blutdruckwerte verbessert wurden oder können wir uns das nur zusammenreimen? Das können wir uns nur zusammenreimen, aber Sie haben sich noch ein paar lustige Sachen angeschaut.

Es gibt ja so Komorbiditäten von ordentlichem Übergewicht, meistens sind es kaputte Knie, also Kniearthrose und Schlafapnoe und da haben sich tatsächlich die Werte auch verbessert. Und das heißt, bei der Kniearthrose waren es 574 Teilnehmer, die eine Verbesserung empfunden haben. Und bei der Schlafapnoe waren es immer noch 243 Teilnehmer.

Und das ist halt schon auch ganz schön krass als Nebeneffekt. Der jetzt natürlich nichts mit dem Medikament zu tun hat, sondern einfach nur mit dem Gewichtsverlust. Aber es ist halt schon beeindruckend. Und ansonsten, was muss man sich sonst noch bei dem Ganzen anschauen, weil es soll jetzt keine Werbesendung für noch nicht zugelassene Pharmazeutika geben, die dann irgendwelche schwindeligen Influencer über irgendwelche schwindeligen Shops im Internet verkaufen.

Aber man muss halt schon ganz klar sagen, das was nicht angeschaut wurde, aber was ich halt in den Blutbildern meiner Klienten, die jetzt mit echtem Mounjaro aus der Apotheke unterwegs sind, immer wieder sehe, ist halt, dass gleichzeitig auch die Entzündungsfaktoren so runtergehen. Und das ist was, was mich ja so wahnsinnig fasziniert, dass es gibt ja tatsächlich so eine Ecke, wo man sagt, wenn man jetzt wirklich ein Medikament wie von mir aus sogar Reta, ernsthaft mikrodosieren würde, also nicht mit 4 mg in der Woche fahren, sondern was weiß denn ich, mit 0,4 mg, also wirklich mikrodosieren, würde ich immer noch davon ausgehen, dass du immer noch einen positiven Einfluss auf die Entzündungsfaktoren bekommst

und dass es sich tatsächlich. In einer so ganz feinen Dosierung tatsächlich einfach nur als Blutzucker stabilisierend und damit eigentlich tatsächlich ProLongevity darstellen lassen würde. Wurde jetzt hier nicht angeschaut. Ich rate jetzt auch nicht zwingenderweise dazu, derartige Experimente selber zu fahren.

Ich persönlich bin ein bisschen versucht im Moment, da nochmal reinzuschauen. Bei mir liegen irgendwie zwei Blutzuckermonitore rum, die eh gerne mal wieder getestet werden wollen. Und ich habe, glaube ich, auch noch eine Fiole mit einer entsprechenden Substanz rumstehen, die man für so einen Test mal anschauen könnte, wenn man das Ganze wirklich so ganz fein dosiert, fährt.

Also in jedem Fall ist da schon ganz schön viel Musik drin. Nichtsdestotrotz, und ich sage es jetzt nochmal, steckt nicht die Gabel in die Steckdose, steckt nicht die Drähte in die Steckdose und macht nicht irgendwie mit so Hinsachen rum, die tatsächlich an unserem Gesamtkörpergewicht, egal ob Fett oder Muskel, rumspielen, ohne dass ihr ernsthaft trainiert.

Und wenn man ehrlich ist, egal ob beim Instagram-Dealer oder in der Apotheke, das sind alles Selbstzahlerprodukte, bitte, bitte, bitte. Also ich zahle jetzt für meine Fitnessstudio-Mitgliedschaft bei einer anderen Kette 50 Euro im Monat und kann quasi in drei unterschiedliche Produkte. Ganz Europa kostenlos gehen, was jetzt für meine Reisetätigkeit echt ganz schön geil ist.

Das kostet, eine Spritze kostet 300 oder 250, wenn du sie in der Apotheke kaufst. Ich glaube, da sollte man einfach dazu eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft, vielleicht ein oder zwei Sessions mit einem Personal Trainer, der einem einfach ein Programm zusammenstellt, was wirklich ideal für die eigenen Ausgangsvoraussetzungen hat. Das muss einfach da ins Budget mit rein.

Gut. Kurze Zusammenfassung ist also jetzt von dieser Studie. Wow, Reta wirkt heftig. Anwenden bei Bedarf, ja, aber niemals, niemals, niemals, niemals, niemals, ohne es durch Krafttraining zu begleiten. Fix, weil, und das ist auch ein geiler Übergang, weil letzten Endes ist es ja tatsächlich so, ohne Muskulatur werden wir tatsächlich nicht so besonders gut alt werden.

Und wenn wir alt werden, dann ist es auch eine tolle Idee, wenn wir unsere Muskulatur nutzen. Und da sind wir bei der nächsten Studie. Studie 2, Nature Aging, Juli 2026. Forscher haben Muskelproben von jungen und älteren Menschen verglichen. Bei den trainierten Älteren fehlte die Hälfte der Altersunterschiede im Energiestoffwechsel der Muskeln.

Es gibt tatsächlich, die Welt ändert sich jetzt auch im Magazin Nature, plötzlich die Aging-Kolumne, wo man sich tatsächlich bloß noch mit dem beschäftigt, was schlimmdeutsch Longevity genannt wird. Und da ist es so. Wie erkläre ich es am besten? Die Studie ist so ein bisschen kompliziert. Sag mir, was dich daran angesprochen hat, was dich erwogen hat, sie in diese Liste der drei von heute aufzunehmen.

Also das, was sie macht, das, was tatsächlich daran spannend ist und wie auch immer wir das Ganze formulieren wollen, ist relativ einfach. Die haben sich jetzt nicht zwingend, wir wissen ja grundsätzlich und wir haben es in der Masterclass immer wieder die Frage gehabt, Ich bin keine 20 mehr. Ich habe den Eindruck, mein Körper reagiert auf Krafttraining nicht mehr ganz so gut.

Soll ich trotzdem trainieren? Ja, wir wissen letzten Endes auch seit ewigen Zeiten, Überraschung, dass ältere Leute, die Sport machen, gesünder sind als ältere Leute, die keinen Sport machen. Das ist auch eigentlich klar, aber das, was halt das Neue an dem Ding ist, ist tatsächlich die gesamte molekulare Ebene.

Das heißt, die Forscher haben im Endeffekt jüngere und ältere Erwachsene angeschaut und haben sich die in unterschiedliche Kohorten mit unterschiedlicher körperlicher Leistungsfähigkeit reinsortiert, und haben dann eben die Muskulatur wirklich biopsiert, also wirklich angeschaut, sowohl in Ruhe als auch unter einer akuten, ernsthaften Belastung.

Und jetzt ist es klar, wer hätte es gedacht, bei älteren Menschen sind natürlich viele Prozesse verändert. Energiestoffwechsel verlangsamt, die Zellatmung ein bisschen eingeschränkt. Aber das wirklich Krasse ist halt, dass die Einschränkungen bei trainierten älteren Menschen maximal die Hälfte von denen waren im Vergleich zu den Untrainierten.

Das heißt tatsächlich, die Muskelprofile von den trainierten älteren Menschen, ähnelten stark den von untrainierten jüngeren Menschen und kamen sogar noch in die Nähe von dem, was die fitten jüngeren Menschen hatten. Und das ist halt schon krass, weil du kannst damit tatsächlich behaupten, dass du durch Sport die molekulare Alterung verlangsamst.

Und das ist tatsächlich in meinen Augen was Neues. Und du weißt, meine Lieblingssubstanz, auf die ich stehe, die ich infundiere, deren Vorstufen ich zu mir nehme, lutsche und Sonstiges, ist natürlich nach wie vor das NAD+. Und tatsächlich ist es eben so, dass in dieser Analyse der Zusammenhang zwischen der Zellatmung, dem Fettstoffwechsel, der Stressantwort und dieser NAD+-Biologie auch angeschaut wurde.

Und da hat man eben auch festgestellt, dass durch das Training die NAD+-Level massiv nach oben gegangen sind, beziehungsweise auch die NAD-Plus-Verfügbarkeit bei Menschen nach oben gegangen ist. Und das ist halt tatsächlich etwas, wo ich sagen darf, das ist ein Game Changer, weil wir sagen ja, alle 10 Jahre ab dem 30.

Oder sowas nimmt die Menge an verfügbarem NAD+ um 5 bis 10% ab und irgendwann ist es dann halt echt wenig, was noch übrig bleibt. Deswegen Supplementation und Spritzen und Infusionen und Microdosing und Schlag mich tot. Aber tatsächlich kannst du dem Ganzen halt quasi schon damit entgegenwirken, dass du ausreichend Sport machst, dann ist der Abfall deutlich geringer.

Und das finde ich tatsächlich erstaunlich krass. Ich stelle dieselbe Frage oder die gleiche Frage wie bei der ersten Studie nach der Dosis. Was ist die minimale Dosis, die du mir empfiehlst, wenn ich jetzt sage, okay, ich mag da jetzt was tun, um von dem zu profitieren, was diese Studie herausgefunden hat? Genau. Wir sind auch da wieder im Krafttraining.

Wir sind auch da wieder bei drei Tagen in der Woche. Das heißt, das kann man eins zu eins vom ersten Teil übernehmen. Und tatsächlich ist es so, ich glaube, es ist ein weiteres, sehr, sehr, sehr, sehr starkes Argument für die Muskelarbeit, weil letzten Endes mehr als mehr. Also wir sagen ja immer, Sport kostet Energie und Sport setzt Energie frei, aber dass das halt dann auch im Alter wirklich so ist, dass du quasi mehr Energie zur Verfügung hast, weil du Sport machst, ist halt schon außergewöhnlich und letzten Endes ist es halt auch so eine der schönsten...

Hormesis-Metaphern, die mir einfallen würden, um ehrlich zu sein, weil auf der einen Seite ist natürlich das Training ein körperlicher Stress, aber der Stress führt dann eben. In der Antwort auch dazu, dass wir eben besser angepasst werden und diese bessere Anpassung. Klar, Muskulatur ist jetzt klar, Muskelfunktion ist eigentlich auch klar.

Dazu kommt natürlich noch irgendwie das Thema, die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien bleibt erhalten, die metabolische Flexibilität bleibt erhalten. Das heißt, der Sonntagnachmittagskuchen von der Schwiegermutter führt nicht zwingenderweise dazu, dass du einen Blutzuckerschock bekommst. Noch dazu, wenn du vorher oder nachher eine Runde um den Block gehst.

Und tatsächlich wäre es sogar für eine funktionierende Stressantwort relevant. Das heißt, letzten Endes ist die Muskulatur nicht nur der Stützapparat, von dem ich immer rede, nicht nur dieses, wenn du hinfällst und keine Muskeln hast, liegst du die nächsten 20 Jahre, sondern letzten Endes ist die Muskulatur tatsächlich ein Longevity-Organ.

Und das finde ich schon immer wieder, immer wieder, immer wieder relevant. Gut, wir gehen jetzt einmal davon aus, dass die Menschen, die uns zuhören, jetzt davon nicht überrascht sein werden. Und die werden auf ihre Muskeln achten und die werden was tun. Ist das so? Ja, das glaube ich schon. Also ich muss tatsächlich gestehen, ich habe es der Biohacking-Community ein bisschen vorgeworfen und in der Longevity, ist es ja in your face so bei den meisten Anlagen, die da gebaut werden, das alles involviert, aber kein Krafttraining.

Also ich glaube, man kann es tatsächlich nicht oft genug sagen. Glaubst du wirklich? Ich meine, du hast ja jetzt einen relativ direkten Kontakt zu Menschen, die sich für das Thema Biohacking interessieren durch deine Coaching-Tätigkeit. Die Leute, die wir jetzt in unserem 1-zu-1-Coaching haben, bei denen habe ich tendenziell den Eindruck, dass die eher zu viel machen als zu wenig.

Das ist nochmal eine spezielle Kohorte, da hast du recht. Aber ich bin nicht davon überzeugt. Also ich bin auf irgendwelchen eigenartigen Messen, Bundeswehrkonferenzen, Messen. Ich werde von Leuten angesprochen, das ist ganz schön wild, über den Podcast. Vielleicht auch, weil sie mein Gesicht mal in der Zeitung gesehen haben.

Ich bin noch nie in irgendeinem Fitnessstudio angesprochen worden. Das finde ich ganz schön interessant. Ich bin auch froh darüber. Ich bin da auch, um zu trainieren und schaue vielleicht auch ein bisschen verkrampft, um zu verhindern, dass man mich anspricht. Aber tatsächlich bin ich nicht hundertprozentig sicher, ob diese essentielle Bedeutung von wirklich den Körper auch so nutzen, wie es sich gehört, ob die tatsächlich angekommen ist.

Okay. Deswegen sage ich es ja so. Dann sagen wir es halt nochmal. Dann betonen wir es halt nochmal. Dreimal in der Woche, zweimal in der Woche. Dreimal in der Woche fix und dann gerne noch zwei Tage irgendwas anders machen, was einem Spaß macht. Also selbst bei dir, Stefan, wärst dreimal in der Woche Krafttraining und wenn es die Zeit ergibt, noch zwei, dreimal in der Woche Tennis spielen, dann wären wir perfekt. Okay.

Und tanzen. Ganz viel tanzen. Irgendjemand hat mir mal wieder auf irgendeinem Kanal irgendwas zum Thema Tanzen geschickt. Das scheint auch total toll zu sein. Gerrit hat gesagt, dass die Melders war, es war Boxen. Boxen und Tanzen bei Parkinson. sondern. Ja, ja, nein, das war eine andere, egal. Zum Tanzen. In einer Studie von 2003 erkrankten ältere Menschen, die mehrmals pro Woche tanzten, seltener an Demenz. Das ist eine Beobachtung.

Kein Beweis für die Ursache. Und damit zurück zu Studie 1. Das Reta aus der Studie 1, das kann ich ja jetzt, wenn ich mir jetzt denke, super, da gehe ich jetzt zum Arzt oder in die Apotheke und frage nach. Da ist es noch nicht. Da ist es noch nicht, genau. So, und jetzt kann ich es aber dann googeln oder ich kann dann irgendwie beim Influencer meines Vertrauens nachfragen.

Und der sagt dann, ja, sicher, kein Problem, schicke ich dir in einem diskreten Päckchen per Post zu. Hm, nicht so gute Idee wahrscheinlich, oder? Nein, tatsächlich ist es nach wie vor so, es gibt es halt noch nicht in der Apotheke, Es gibt es halt noch nicht in Reinstoffqualität, sondern tatsächlich nur aus den entsprechenden Fabriken in China.

Ich unterstelle denen nicht, dass sie absichtlich diese pro-inflammatorischen Faktoren in den Fläschchen mit drin haben. Es ist einfach die Art und Weise, wie das Ganze produziert wird und die Margenstruktur. Das heißt, wer so ein Experiment fährt, tut das tatsächlich komplett auf eigenem Risiko. Wer so ein Experiment fährt, muss immer davon ausgehen, dass die eigentlich anti-inflammatorische positive Geschichte funktioniert.

Eine pro-inflammatorische, weniger positive Geschichte mit on board hat. Da kann ich noch nicht mal ernsthaft in der Öffentlichkeit sagen, das muss man selbst entscheiden, sondern ich muss davon abraten. Nicht mal für den Hamster. Nichtsdestotrotz ist es natürlich so, auf Privatrezept bekommt man inzwischen natürlich Mounjaro oder vergleichbares in Reinstoffqualität.

Und wenn man jetzt sagt, man möchte da mal eine Mikrodosierung ausprobieren, wie ich es jetzt gerade wieder plane oder sowas in der Art, dann kostet es, halt ein Euro 50 mehr, aber dafür hast du halt nur die Substanz und nicht irgendwelche anderen Sachen auch mit an Bord. Das heißt, auf RETA würde ich noch warten, aber mein Gott, der ökonomische Druck, der da aufgebaut ist, die Art und Weise, wie die Menschheit verfettet und die Art und Weise, wie die Industrie, also die Lebensmittelindustrie alles dafür tut, dass dem so ist, lässt ja schon beinahe vermuten, dass der Zusammenspiel aus minderwertiger Nahrung, dass die Leute fettnehmen werden und Leute dann Geld verdienen und das Produzieren von Medikamenten, die den Leuten dann helfen,

trotz minderwertiger Nahrung wieder abzunehmen und wieder Leute daran Geld verdienen, da könnte man ja glauben, ist das ein Konzept. Aber die Leute haben ja dann weniger Appetit. Das heißt, sie essen dann weniger von der minderwertigen Nahrung. Genau. Ja, ich meine, natürlich auch da ist es wieder kein optimaler Teufelskreis.

Naja, dann muss man einfach die Preise für kleine Portionen anheben. Das geht auch gut. Der Seniorenteller wird dann einfach nur noch abkostensdoppelte. Ja, das ist mit besonders viel Liebe zubereitet. Da gibt es natürlich speziellen Karten, wo für die Kinder ist dann der Pinocchio-Teller. Ja, logisch.

Und für die Älteren ist dann der Heinz-Rühmann-Teller und so. Ja, ich weiß nicht. Hans Albers Teller. Der alle anderen Schnitzer. Aber wir sind, ich meine, wir machen es lustig. Bald gibt es für uns ein Spaghetti Ringo Starr. Oder so. Kann gut sein, aber ich persönlich würde dann einfach nur die Hemingway-Platte bestellen. Das ist irgendwie, ein Schachtelfilterlose Zigaretten und ein Whisky, oder? Nein, es muss irgendwas aus dem Meer dabei sein.

Oder was von einem alten Mann. Das geht auch. Ja, der bin ja dann selber. Okay, so. Studie 3. Studie 3. Studie 3. Nature. 2026. Schlafdauer und biologisches Alter gemessen mit 23 Verfahren. Am besten lagen Menschen, die nach eigener Angabe 6,4 bis 7,8 Stunden schliefen. Auch das ist so eine Geschichte, die verfolgt uns ja immer wieder in jeder zweiten Q&A.

Fragt jemand, wie lange soll ich denn eigentlich schlafen und wie schaut das denn alles so aus? Und tatsächlich hat sich Gott sei Dank auch Nature, aber nicht Aging, sondern, Nature einer Multistudie, also sprich von ganz vielen unterschiedlichen Autoren angenommen, Mai 26 und das Ganze ist sozusagen eine Studie.

Schlafübersicht für der unterschiedlichen Aging-Clocks. Also wir erinnern uns, wir haben ja verschiedene Möglichkeiten, die Alterung zu bestimmen, wenn wir von der chronologischen Alterung weggehen. Und da haben sie eben 23 unterschiedliche Aging-Clocks angeschaut. Das heißt nicht irgendwie einen epigenetischen Bluttest, sondern so ernsthaft mit, MRT-Untersuchungen, Plasma-Proteomik, auch wieder dieser Metabolomik, an der wir irgendwie gar nicht mehr vorbeikommen und haben da eben ganz, ganz wild nachgeschaut und haben da sozusagen Menschen untersucht, die in der, britischen Biobank gespeichert waren im Alter zwischen 37 und 84 Jahren.

Und da hat sich tatsächlich so ein bisschen, ja, eigentlich alles validiert, was wir eh erwartet hätten. Auf der linken Seite ist es so, Menschen mit zu wenig Schlaf haben ordentlich schlecht abgeschnitten. Das ist eigentlich nicht überraschend. Ein bisschen überraschender ist, dass Menschen, die besonders viel geschlafen haben, auch eher so nicht gut rausgekommen sind.

Und das, was übrig geblieben ist, ist eigentlich für den Riesenaufwand, der betrieben wurde, ziemlich banal. Also die beste biologische Altersentwicklung lag, je nach Organ und Geschlecht, wo man hingeschaut hat, zwischen 6,4 und 7,8 Stunden Schlaf. 6,4 bis 7,8, ja eh. Das heißt, wir sind jetzt… Also eher am oberen Rand, glaube ich, sollte man sich ansiedeln, aber da sind wir…, Aber das heißt, wir sind jetzt validiert, wenn wir sagen, 7 bis 8 Stunden sind wir tatsächlich entsprechend gut unterwegs und verheerendsten war natürlich alles unter 6 Stunden. Und.

Bei den über 8 Stunden war es tatsächlich so… Das war ein Indiz wahrscheinlich dafür, dass es den Menschen grundsätzlich nicht so wahnsinnig gut zu sagen ist. Ja, genau das. Da waren halt sehr häufig systemische Erkrankungen und eine erhöhte Gesamtmortalität halt schon auch mit dem Spiel drin. Jetzt könnte man natürlich sagen, macht jetzt der lange Schlaf krank bzw.

Schlafen kranke Menschen länger. Und da ist es tatsächlich so, das konnten sie auch nicht bauen. Also es ist tatsächlich, ich finde es cool, dass sie darauf eingegangen sind. Diese umgedrehte Kausalität konnte in der Studie nicht ausgeschlossen werden. Das heißt, dementsprechend ist da tatsächlich so eine komplette Ja-mei-Geschichte drin, aber auf der anderen Seite ist es tatsächlich so, es gibt einfach faktisch auf den Daten keinen Grund zu versuchen, mehr als acht Stunden zu schlafen.

Es gibt eine aktuelle Studie, die mir erst gestern in die Hände gefallen ist, in der es darum ging, dass die Regelmäßigkeit des Schlafs, also die Regelmäßigkeit, des Zeitpunkts des Zu-Bett-Gehens, eine größere Auswirkung hat auf die Erholungsqualität als die Schlafdauer. Okay. Das heißt, wenn man diese beiden Dinge, die wir da jetzt haben, die wir da jetzt am Tisch liegen haben, vermischt zu einem Schlafwissensteig, dann ist es, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und darauf achten, dass die Schlafdauer zwischen diesen 6,5 und 7,8 Stunden liegt.

Dann haben wir alle Boxen getickt, oder? Perfekt. Und dann wählen wir, dann machen wir weiterhin bei Befragungen der Europäischen Kommission mit und wehren uns gegen die Sommer- und gegen die Winterzeit und Dann wird unser Wille weiterhin ignoriert. Und ich glaube dann halt trotzdem fast. Ich meine, die Leistungsfähigkeitsstudie von der Universität Toronto mit den Studierenden, die am Wochenende den sozialen Jetlag, vermieden haben, habe ich oft genug verhöhnt und verrissen, weil ich immer sage, ja klar, wenn Studenten am Wochenende nicht feiern gehen, natürlich haben sie bessere Resultate, was denkt ihr denn?

Aber es ist tatsächlich so, so ein gewisses Zeitfenster von maximal ein bis zwei Stunden, glaube ich, zwischen Wochenende und während der Woche wäre eine verdammt clevere Idee. Ja, der Langlebigkeit, der Leistungsfähigkeit und allem anderen drum und dran entsprechend was zu geben. Und dementsprechend, wenn ihr nach sechseinhalb Stunden Schlaf aufwacht und topfit seid, dann quält euch nicht weiter zu schlafen.

Und wenn ihr ständig zehn Stunden schlaft, dann könnte es durchaus sein, dass es einen Grund gäbe, mal nachzuschauen, ob irgendwas nicht in Ordnung ist. Ist ein Hinweis. Weil du auch das Thema des Alterstests angesprochen hast, da gibt es auch eine Studie, die ich, in meinen Radar gespült gekriegt habe vor ungefähr einem Monat, eineinhalb Monaten, die ich extrem spannend gefunden habe und die eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, aber war ein bisschen Eye-Opening für mich.

Und zwar, wir messen ja, das biologische Alter anhand von zwei verschiedenen oder von mehreren verschiedenen Messmethodiken. Und da ist der aktuelle Stand jetzt, dass es eine beste Möglichkeit gibt. Das tatsächliche biologische Alter zu messen und die Geschwindigkeit des Alters, weil das messen diese Tests sehr unterschiedlich.

Das heißt, man sollte kombinieren einen sogenannten Grim-Age-Test und einen, den ich nicht aussprechen kann, DunedinPACE oder Dundine-Pace oder wie auch immer er ausgesprochen wird. Ich habe es nur gelesen und nicht gehört. Man kann sich das so vorstellen, der eine Test misst auf deinem Alterungstachometer, den Kilometerstand und der andere Test misst, deine Geschwindigkeit, mit der du auf der Autobahn des Alterns unterwegs bist.

Und das eine macht ja ohne das andere relativ wenig Sinn. Ja, absolut. Wenn ich jetzt nur weiß, wie schnell ich unterwegs bin, dann habe ich eine Momentaufnahme meiner Lebensumstände. Wenn ich jetzt aber weiß, wo ich bin, dann weiß ich nicht, ob meine Lebensumstände passen. Das heißt, ich muss diese beiden Dinge kombinieren und das ist der State of the Art im Moment im Bereich Altersmessung, biologische Altersmessung.

Ja, dann würde ich sagen, haben wir wieder was verstanden. Also, wie gesagt, diese Folge wurde euch von einem beliebigen Fitnessstudio eures Vertrauens gesponsert. Wenn ihr die Wahl habt, ob ihr euch ein weiteres Supplement für 50 Euro im Monat oder eine Studiomitgliedschaft leistet, meine Empfehlung habt ihr verstanden.

Wenn ihr Fragen an Andreas habt, dann gibt es drei super Möglichkeiten, an Antworten zu kommen. Zwei davon sind kostenlos, eine ist sicher. Möglichkeit 1, ihr nützt die nächste Q&A-Folge. Einfach Mail schicken an fragen@biohacking-praxis.de Ungefähr 15 Fragen pro Folge werden ausgewählt Möglichkeit 2 Ihr meldet euch für den Newsletter an und bewerbt euch um ein Live-Coaching bei uns im Podcast Da kommt pro Staffel eine oder einer dran Oder Möglichkeit 3 Ihr fragt um ein Coaching an per Mail unter anfrage@breitfeld-biohacking.com Das war jetzt viel Info Sorry, ich bin schon wieder weg.

Ansonsten, ja, was bleibt uns noch? Der Blick in die Zukunft. Du hast eine Glaskugel. Das eine, was ich gerne wissen, würde, sind die Lottozahlen für kommenden Sonntag. Die würden mir persönlich gerade sehr helfen. Und wenn du mir die gesagt hast, die Entwicklungen an der Börse wären noch ganz cool. 7, 11, 23, 24, 31 und 38.

Okay, das musste man dann offline nochmal sagen, ich habe es nicht aufgeschrieben, aber tippt diese Zahlen und vertraut uns. Wenn sie jetzt wirklich kommen. Dann höre ich auf, dann höre ich einfach auf. Die Redaktion hat nachrecherchiert, die Lottozahlen vom kommenden Sonntag sind 1, 15, 19, 39, 40, 44.

Stefan hatte keinen einzigen richtigen, er bleibt uns also erhalten. Ansonsten folgt Stefan Wagner für Krypto-Tipps. Was besprechen wir in der nächsten Episode? Wir haben einen Gast am Freitag, den Manu Burzler. Das ist ganz fantastisch. Da kann man sich drauf freuen. Das ist ein unglaublich kluges Kerlchen. Was wird er uns erzählen? Du kennst ja den Manu sehr gut.

Es gibt zwei Türen. Ich weiß noch nicht, durch welche wir durchgehen. Das eine ist natürlich die HealVersity, sein Baby, der Epigenetik-Coach. Und das andere sind zwei bis drei unterschiedliche Labore in Vienna, also Labordiagnostiken, wo er inzwischen auch seine Finger drin hat. Wahrscheinlich wird es ein bunter Mix, aber ich freue mich riesig drauf, ist ein super lieber Kerl.

Und ja, dementsprechend hört da rein, bleibt uns gewogen und bis bald. Danke dir Stefan. Wiederschauen.

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