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Die Biohacking-Praxis

#271: Wechseljahre, Pille, PMS: Hormone verstehen

Freitag, 23. Oktober 2026 · 1 h 15

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Shownotes

Rabattcodes unserer Partner findest du am Ende der Shownotes.

Worum geht es in dieser Folge? Unter anderem um diese Fragen:
Woran merkt eine Frau, dass die Perimenopause beginnt?
Warum ist der Tag der Blutabnahme wichtig, solange eine Frau noch ihre Regel hat?
Was heißt „humanident“, und warum kommen auch diese Hormone aus dem Labor?
Was schützen Hormone außer den Knochen noch: Herz, Gefäße, Gelenke, Gehirn?
Warum ist Testosteron auch für Frauen so wichtig, und was ist die „Scream Cream“?
Was kann eine Frau tun, die sich eine private Hormonbehandlung nicht leisten kann?
Warum soll die Pille für Julia keine Dauerlösung sein, und wann hält sie sie für vertretbar?
Wie findet man heraus, ob PMS mit den Hormonen zu tun hat?
Warum rät Andreas Männern, den Testosteronwert schon mit 30 messen zu lassen?

Vertiefende Links und Infos zu dieser Folge
Julia ist ärztliche Leiterin des Health Performance Institute in Innsbruck (health-performance-institute.at). Mehr über ihre Arbeit auf ihrer Website (drjuliawilke.com).
Gelernt und hospitiert hat Julia bei Thierry Hertoghe (hertoghe.eu) in Brüssel. Seine Familie behandelt seit 1892 mit Hormonen.
Solange eine Frau ihre Regel hat, ist laut Julia der Tag der Blutabnahme wichtig. Bei PMS lohnt es sich, die Hormone über den ganzen Zyklus zu messen: während der Regel, in der ersten und in der zweiten Zyklushälfte.

Ein guter Omega-3-Status gehört für Julia zur Grundlage.
Messen kann man ihn zum Beispiel mit Omega 3 Test von MOLEQLAR (moleqlar.com/discount/DIEBIOHACKER10?redirect=…) (Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt) und BIOGENA Wellbeing Check – Omega-3 Test Essential von BIOGENA (serv.linkster.co/r/J9QYgSQajd) (Code BIOHACKINGPRAXIS10, 10 % Rabatt).

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Magnesium nennt Stefan als einen der Stoffe, nach denen Biohacker als Erstes schauen: Magnesium von Mitocare (mitocare.de/discount/Biohacking5?redirect=%2Fp…) (Code BIOHACKING5, 5 % Rabatt), Magnesium Komplex Kapseln von MOLEQLAR (moleqlar.com/discount/DIEBIOHACKER10?redirect=…) (Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt), Magnesium Bisglycinat Kapseln von MOLEQLAR (moleqlar.com/discount/DIEBIOHACKER10?redirect=…) (Code DIEBIOHACKER10, 10 % Rabatt), Siebensalz Magnesium Komplex von BIOGENA (serv.linkster.co/r/NlALNSMGlR) (Code BIOHACKINGPRAXIS10, 10 % Rabatt), Magnesiumbisglycinat von BIOGENA (serv.linkster.co/r/xPv7LfMJke) (Code BIOHACKINGPRAXIS10, 10 % Rabatt) und Mag Supreme von Supz Nutrition (supznutrition.com/discount/PRAXIS10?redirect=%…) (Code PRAXIS10, 10 % Rabatt, nicht auf Bundles und Aktionen).

Mit pflanzlichen Stoffen kann man laut Julia ein bisschen modulierend arbeiten. Laut Hersteller für die Wechseljahre gedacht ist zum Beispiel LIPO Fem Booster von Mitocare (mitocare.de/discount/Biohacking5?redirect=%2Fp…) (Code BIOHACKING5, 5 % Rabatt).
Zur Studie, über die Julia und Melanie sprechen · Women’s Health Initiative, JAMA, 2002 (jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/195120): 16.608 Frauen zwischen 50 und 79 Jahren, im Schnitt 63, bekamen Östrogen aus Stutenharn und das künstliche Gestagen Medroxyprogesteronacetat.

Zur genannten Studie, die nicht ganz so war, wie sie angab: Chlebowski u. a., JAMA, 2020 (jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2768…): Frauen ohne Gebärmutter, die nur Östrogen bekamen, erkrankten seltener an Brustkrebs und starben seltener daran.

Im November 2025 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA angekündigt, die schärfsten Warnungen aus den Beipackzetteln der Hormonpräparate für die Wechseljahre zu streichen. Im Februar 2026 hat sie die neuen Beipackzettel …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Vor dem Anfang dieser Folge ein kurzer Hinweis auf das Ende. Dort gibt es einen Beitrag aus dem Lexikon von Lila Quantum Tech. Da geht es um Studien, Alltagsrelevanz und andere Aspekte, die von besonderem Interesse für Biohacker sind. Los geht's mit der neuen Folge der Biohacking-Praxis. 99 von 100 Frauen haben echt ein Libido-Problem. Du erinnerst mich gerade an Dave Asprey, der irgendwann einen völlig entgleisten Podcast hat mit der Scream Cream.

Man kennt sich ja dann teilweise selber nicht mehr und mag sich dann selber auch nicht mehr. Mir begegnet relativ häufig einfach eine kassenärztliche Lieblosigkeit. Das Testosteron für die Frau ist so, so wichtig. Für diese hormonell schlichten Gemüter wie uns, da zählt eigentlich nur das Testosteron oder fast nur das Testosteron.

Fast nur, würde ich sagen. Willkommen in der Biohacking-Praxis. Von Biohacking-Profi Andreas Breitfeld. Und von Biohacking-Kolumnist Stefan Wagner. Die Tipps und Anregungen aus der Biohacking-Praxis verstehen Sie bitte nicht als medizinische Ratschläge, allein schon weil wir keine Ärzte sind. Hallo Andreas. Hallo lieber Stefan und? Hallo liebe Julia Wilke.

Hi wir zwei. Die Julia Wilke, ist ja sozusagen der zweite Teil vom Health Performance Institute in Innsbruck und damit die Frau vom lieben Jens, mit dem ich schon ganz viele Jahre zu tun habe. Aber das, was die Julia für mich auszeichnet und weswegen es mich so unglaublich glücklich macht, dass sie heute da ist, ist nicht nur die Tatsache, dass sie unglaublich sympathisch und unheimlich geerdet, unheimlich unprätentiös angenehm ist.

Das ist auch ziemlich cool, aber das haben wir jetzt in der Branche auch ab und zu. Sondern vor allem, dass sie auch einen Weg gegangen ist, von dem ich nicht wüsste, wer es sonst im deutschsprachigen Raum gemacht hat. Also zumindest nicht in meiner Bubble. Und zwar, sie war bei The Man Himself, bei demjenigen, der das Thema Hormone, Hormonersatztherapie, Hormone verstehen, in einem Maß geprägt hat wie kein zweiter.

Ein Belgier, der sowohl von Charles Poliquin, dem inzwischen verstorbenen Ziehvater von Martin Gratzer, so drehen sich dann die Räder doch alle wieder in die gleiche Richtung, aber auch einfach der... Ultra-Autorität rund um das Thema Hormonersatztherapie. Das war mega, mega spannend, dass ich habe über Ausbildung kennengelernt.

Ich habe grundsätzlich auch fast alle Ausbildungen gemacht im deutschsprachigen Raum, was Hormone betrifft, die man also machen kann. Also bei allen, die irgendwie lehren, bin ich drinnen gesessen, immer in der ersten Reihe mit meinem Bienen-Federpennal und habe akribisch mitgeschrieben, weil ich es einfach lieb, das Thema ist so spannend.

Und dann habe ich eben Thierry Isard Hertog, ist wurscht, ja, kennengelernt und war so fasziniert und dann habe ich eben von der Möglichkeit gehört, dass man bei ihm hospitieren kann in Brüssel und ja, es ist gewaltig. Er ist in der dritten Generation, wie gesagt, sein Großvater hat angefangen, ganz, ganz speziell, glaube ich, mit der Schilddrüse und er ist einfach ein wandelndes Lexikon, aber er ist eben auch nicht nur.

Nicht nur reduziert auf Laborparameter und Substitutionen, sondern wirklich, also die Seele spielt bei ihm ganz eine große Rolle und die Ernährung spielt ganz eine große Rolle. Also dem ist ganz, ganz wichtig, dass man das alles inkludiert. Also wenn du ein gestresster, wenn das einfach hinten und vorne passt mit dem ganzen Drumherum, dann bringen dir die ganzen Hormone auch nichts.

Also du musst dich selber mögen, du musst in die Entspannung kommen, du musst dich gescheit ernähren, er ist ziemlich ein Paleo-Freak. Und dann backt er auch seine Mittelchen. Schaut aber wirklich auch die Patienten an, das ist auch etwas, was mir total gut gefällt. Also diese körperliche Untersuchung, die siehst du heute gar nicht mehr.

Und was er eben, oder was ich halt versucht habe, auch so gut wie möglich zu lernen, ist, was er schon aus dem Gesicht, aus unterschiedlichen Falten, aus Färbungen und so weiter schon herausnehmen kann. Und dann hat er das Labor als Unterstreichen seiner Hypothese und darauf basiert dann seine Therapie. Also es ist echt richtig spannend.

Sehr, sehr spannend. Spannend. Kleine Ergänzung zu Thierry Hertoghe. Auf seiner eigenen Website steht, er ist schon die vierte Generation von Ärzten in seiner Familie, die mit Hormonen behandeln. Angefangen hat das im Jahr 1892. Seine Klinik ist in Brüssel. Den Link dazu und zu Julias Arbeit in Innsbruck findet ihr in den Shownotes.

Du hast gesagt, das Thema Hormone ist so ein wahnsinnig faszinierendes Thema. Jetzt hol mich ein bisschen ab und sag mir, was an diesem Thema ist so wahnsinnig faszinierend? Was sind so die Stellschrauben, die durch die Hormone bei uns im Körper und im Geist und in der Seele gedreht werden? Das sind die biochemischen Bindeglieder letztlich, weil wir sind unsere Botenstoffe, und wenn zu viel da ist oder zu wenig da ist, ist, zu viel Reaktion oder zu wenig und das klingt jetzt so pauschal, aber letztlich ist es Biochemie und wenn der ganze Hormonstatus nicht passt, dann geht es uns nicht gut, im zu vielen wie im zu wenigen.

Und das Hormonsystem ist ja sehr, sehr komplex und ist natürlich auch wieder abhängig von allem, hängt mit Schwermetallbelastung zusammen, der Schlaf muss passen, die Ernährung muss passen, die Psyche muss passen. Es muss so viel passen, dass dieses System auch stimmt, aber auch das System muss stimmen, dass der Rest passt.

Also eines geht mit dem anderen in die Hand und das Thema Hormone speziell, also was die Steroidhormone halt betrifft und vieles weiteres auch, ist halt so ein bisschen stiefkindlich, wenn es nicht gerade der Endokrinologe anschaut. Und ganz viele Befindlichkeiten lassen sich aber sehr schnell erklären durch eine, Missstand, der hat in der Hormonachse jetzt speziell, was die Steroidhormone betrifft und ich meine jetzt wirklich die Geschlechtshormone und das wird eher stiefkindlich.

Behandelt oder wurde halt bis jetzt war es an der Uni einfach auch nicht lernen, das ist nicht wirklich Thema es ist nicht wirklich interessant und als ich vor 20 Jahren angefangen habe und irgendeine Frau hat meinen Hormonstatus gebracht habe ich mir gedacht, ja ups, soll ich damit aber keine Ahnung, und Und ich darf da schon ein bisschen einlesen und um Interesse.

Und dann ist es wirklich spannend, weil da gehen so viele Türen auch auf. Weil natürlich auch alles miteinander zusammenhängt. Nur ein Hormonstatus alleine reicht ja dann auch nicht. Das ist ja dann auch immer die Frage, warum passt es nicht? Fehlen die Mikronährstoffe? Es ist alles Biochemie. Und wenn das eine nicht ins andere umgewandelt werden kann, weil die Stoffe fehlen, dann haben wir da das Problem.

Oder wenn das eine ins andere nicht umgewandelt werden kann, weil der Grundstoff geklaut wird, das ist dich vor dem Stress. Wenn die Muttersubstanz geklaut wird, weil permanent Überleben da ist, dann kann das Fortpflanzungshormon auch nicht wirklich gebildet werden. Und so sind so viele Finger, die da mitspielen und das finde ich halt total spannend, weil man es nicht auf eines reduzieren kann, so richtig Detektivarbeit.

Gib mal so ein Beispiel bitte. Was hast du heute am Vormittag zum Beispiel für eine Patientin gehabt, die zum ersten Mal zu dir gekommen ist? Also heute am Vormittag ist es schwierig, heute habe ich Gulasch gekocht. Aber gestern am Vormittag hatte ich wieder eine perimenopausale Frau. Ich hatte auch einen Mann in der Besprechung und ich hatte eine Patientin mit Endometriose und vergeblichem Kinderwunsch.

Genau. Die klassischen sind bei mir Männer tatsächlich, wie unter... Also wenn ich jetzt kurz den Mann ansprechen darf, unter Energieverlust, Antriebsverlust, Erfolgsverlust beim Training und so weiter sprechen, das ist das Häufigste. Und Frauen in der Perimenopause, das sind die anderen Häufigsten. Die kommen mit dem Klassiker, das ist normal, so 45.

Die fangen an schlecht schlafen, das ist meistens eines der ersten Probleme. Sie können nicht mehr gut einschlafen oder durchschlafen. Ganz ein typisches Symptom ist diese Gereiztheit oder Angerührtheit. Jetzt in Tirol, das sage ich immer, wegen jedem Schas gleich plärren oder sich wegen jedem Schas gleich aufregen. Ich bin der Kandidat im Auto.

Meine Kinder wollen mit mir gar nicht mehr mitfahren, weil ich im Auto so brutal schimpfe, wenn irgendjemand was macht, was er vielleicht nicht machen sollte, mit zum Beispiel Schneiden im Kreisverkehr oder so. Das habe ich früher nicht. Und jetzt zucke ich halt aus, wenn ich nicht unter Therapie bin, sozusagen.

Also dieses andere Zeichen, die Schlaflosigkeit, die Gewichtszunahme im Bauchbereich ist dann schon das nächste klassische und das, wo man dann ganz sicher weiß, okay, Estrogen ist auch abgefallen, wenn die Hitzewallungen dann anfangen. Und dann kommen aber noch andere Sachen dazu, wo die sind dann ein bisschen später.

Es hat sehr viel, dass sich dann stofflich auch Dinge verändern. Die Damen kriegen auf einmal einen höheren Blutdruck oder der Cholesterinspiegel steigt oder sie kriegen so Knubbelfinger, einfach so Schmerzen in den Fingergelenken, so Rheuma, Rheumatoide Erscheinungen. Dann sie fühlen sich nicht mehr wohl, sie sind einfach nicht mehr fit.

Und das ist halt relativ klassisch, dass sich das rund um den Wechsel oder nach der letzten Periode, ein Jahr später, dann langsam beginnt, schleichend einzustellen. Und das hat alles hormonelle Gründe. Also da ist es jetzt nicht irgendwie ein Mangel an, was ist sicher, Omega-3, Magnesium oder sonst irgendwas, wo wir als Biohacker jetzt als erstes hinschauen würden, sondern das hat hormonelle Gründe.

Genau, also ich sage niemals nie, also sicherlich nicht ausschließlich, aber in Summe und hat einen großen Anteil. Also gerade der Abfall von Progesteron, für die gerade zum Erklären, weil sie ist so cool, also die Frau, Ist ja fortpflanzungsfähig so bis 40, sagt man, so im Allgemeinen. Aber weitaus früher schon ist es so, nicht bei jeder Frau, aber bei vielen, dass nicht mehr jeder Zyklus einen Eisprung hat.

Und der Eisprung bedingt, also du kannst dir das so vorstellen. Das Ei, die Eizelle der Frau springt um die Mitte im Zyklus, also so am 14. und 15. Tag, quasi aus dem Eierstock und da bleibt ein Loch. Und das Loch bildet sich dann zu einer Drüse um und beginnt Progesteron zu bilden, weil das für eine eventuell befruchtete Eizelle notwendig ist, dass die Schwangerschaft erhalten bleiben kann.

Das übernimmt dann irgendwann einmal der Mutterkuchen, aber für das Erste ist das Aufgabe dieser Gelbkörperdrüse. Und wenn dann einmal im Zyklus irgendwie kein Eisprung mehr stattfindet, dann wird das Progesteron nicht mehr gebildet. Das heißt, so zitzelweise beginnt das Progesteron abzusinken. Das sind so die ersten Beschwerden dann, dieses Fahrigwerden, nicht mehr ganz so entspannt sein, nicht mehr ganz so gechillt sein und eben dieses Einschlafen.

Das ist so das Erste, was die Frauen spüren. Und wenn dann deutlich später irgendwann einmal auch die Estradiol-Produktion sinkt, dann kommen die anderen Symptome und das Deutlichste sind diese Hitzewallungen, jetzt ganz heruntergebrochen. Und natürlich, wenn die Hormone fehlen, kommen die Symptome. Aber vieles andere spielt natürlich auch eine Rolle. Es ist immer so, dass wir einen guten Omega-3-Status brauchen, dass wir einen guten Vitamin-D-Spiegel brauchen, dass wir die ganzen Co-Faktoren brauchen, die ja in der Hormonsynthese beteiligt sind, Vitamin C, Bor, die B-Vitamine und so weiter. Also es spielt alles eine Rolle.

Man kann auch mit pflanzlichen Stoffen da so ein bisschen modulierend arbeiten, aber wenn das Hormon fehlt, fehlt es einfach. Also ja. Genau. Und was machst du dann als erstes? Du schaust einmal zunächst an. Ich glaube, du sicherst ab, dass das mit der normalen Nährstoffversorgung alles hinhaut und passt, oder?

Genau. Also zuerst höre ich mal zu. Erst müsst ihr einmal reden. Und dann höre ich mal rein und die Diagnose, speziell in der Perimenopause oder Postmenopause, wird da schon ganz, ganz viel klinisch gestellt. Aber zuerst höre ich mal zu. Horch einmal, was gibt es dazu, mal erzählt. Muss ich doch mal unterbrechen. Entschuldige.

Das ist ja tatsächlich was ganz Wesentliches, das ist ja den Männern hier draußen irgendwie auch nicht so ganz klar. In der Vergangenheit war ja ein Großteil der Forschung in Studien oder sowas immer auf den Mann angesetzt, weil es da sowieso sehr viel einfacher gewesen wäre als bei der Frau, weil kein Zyklus und gar nichts.

Dann war es immer so, dass solange quasi die Fruchtbarkeit noch gegeben war, war die Frau auch noch ganz schön spannend, weil Nachwuchs ist ja das Ziel, was irgendwie nicht nur der Mensch im Individuellen hat, sondern auch die Gesellschaft. Das heißt, da wird ja noch relativ viel Energie drauf verwandt.

Aber genauso ab dem Moment der Perimenopause hatte man den Eindruck. Die medizinische Betreuung hat den Raum verlassen und man hat die Frauen tatsächlich erst mal allein dastehen lassen. Und das muss man tatsächlich mal so framen, weil dann versteht man erst, was die Julia da macht, dann versteht man auch erst den Wert dieses Satzes.

Dass ja als erstes muss man mal zuhören, weil der normale Arzt und selbst der normale Frauenarzt hat in der Regel keine Zeit, um zuzuhören, geschweige denn, wenn das oberste Ziel, nämlich sich segensreich zu vermehren, eh nicht mehr auf der Agenda zu finden war. Also insofern bloß, dass wir da mal kurz mit dem Hammer draufgehauen haben, das ist tatsächlich ein Geschenk an die Gesellschaft, nicht nur an die weibliche Gesellschaft, weil tatsächlich auch die Partner profitieren durchaus davon, wenn das Angereiztsein ein bisschen unter Kontrolle bleibt.

Aber das habe ich jetzt nur beiläufig gesagt und jetzt machen wir weiter. Nein, aber das stimmt voll und die Frauen leiden da immer. Ich möchte jetzt nicht pauschalieren, da haben mich auch schon manche Frauen geschimpft, die dann gesagt haben, ich habe von Wechsel gar nichts gespürt und so weiter. Natürlich kannst du nicht pauschalieren und es geht nicht jeder Frau gleich, aber im Großen und Ganzen geht es schon sehr, sehr vielen Frauen dann nicht besonders gut und es wird halt immer abgestempelt als, das ist halt so.

Und ja, dazu kann ich dann später auch noch was sagen. Aber das ist nicht das, was du zuerst gefragt hast, Stefan. Ich horche zuerst zu. Und natürlich brauche ich dann ein Labor. Das ist auch wichtig zu schauen, ob die Frau noch menstruiert oder nicht. Wenn sie noch menstruiert, ist der Tag der Blutabnahme wichtig.

Wenn sie nicht mehr menstruiert oder wenn sie synthetisch verhütet, dann ist es auch wurscht, an welchem Tag diese Blutabnahme stattfindet. Und dann schaue ich mir das Labor an und dann sehe ich schon und dann kann man relativ feintunen, indem ich zum einen natürlich Mikronährstoffe auffülle, das gehört immer dazu, der Darm gehört einmal dazu, das ist die Basis von allem, aber ich schätze nicht das Thema.

Und dann kann man substituieren. Und das ist wirklich ein Geschenk, weil ich habe extrem viele Möglichkeiten, diesen Hormonmangel zu beheben und damit einfach die Symptome zu beheben. Zum einen, aber zum anderen auch so viel Hormon zuzuführen, dass einfach die negativen Auswirkungen des Mangels dann für die nächsten 20, 30 Jahre so gut wie möglich im Zaum gehalten werden.

Und da geht es ja nicht nur um Osteoporose, das kennt man ja, aber da geht es wirklich um Herzschutz, um Gefäßschutz, um Gelenkschutz, um Hirnschutz, antidementiell sozusagen, also einfach auch um da, das Gedächtnis so gut wie möglich zu unterstützen und dafür brauchen wir das und das ist von mir natürlich jetzt, da werden mich dann vermutlich Wissenschaftler auseinandernehmen, weil es natürlich jetzt nicht wahnsinnig wissenschaftlich ist, wenn ich das so sage, aber rein vom.

Von der Idee her erkläre ich es gern so, dass ich sage, wir Frauen sind immer noch mit 50 im Wechsel oder haben die letzte Blutung. Ein Jahr später ist der Tag der letzten Blutung, ein Jahr später ist die Menopause. Das ist ungefähr immer noch gleich, wie es vor 200 Jahren war. Nur sind wir dann relativ bald gestorben, weil dann haben wir Infektionserkrankungen gehabt oder es war eine Kältewelle oder es war Krieg oder es war die Pest oder sonst irgendwas. Das heißt, die Fortpflanzung war erfüllt.

Und dann war es das. Und jetzt überleben wir diesen Zustand aber. Und wir haben aber immer noch zum gleichen Zeitpunkt, setzt dieser Hormonmangel ein. Und das ist aber der Zeitpunkt, in dem wir Frauen jetzt eigentlich voll im Beruf stehen, weil jetzt geht es erst los. Jetzt sind die Kinder draußen, dann will man voll performen als Ehefrau, dann will man, ja, wir haben alle den Longevity-Stress schon irgendwie, wir wollen ja auch 90 werden oder noch älter, also mindestens noch älter und das geht aber nicht, wenn das Hormonsystem einfach nicht mehr da ist oder eher brach liegt.

Und da ist die Evolution vielleicht noch nicht ganz mitgekommen. So erkläre ich das ganz gern, auch wenn es vielleicht jetzt der eine oder andere... Naja, das ist schon sehr gut nachvollziehbar, dass du sagst, wir haben dann einfach die, wir haben die Evolution ein bisschen überholt, ein bisschen. Und in vielen Bereichen ist das ja für uns tatsächlich negativ, aber in dem Fall.

Hat diese evolutionäre Aufgabe, wenn ich die richtig verstanden habe, quasi, Und damit bereitet sich eine Frau langsam auf den natürlichen Tod vor mit der Menopause. Das ist jetzt einfach überhaupt nicht mehr so, Gott sei Dank, weil damit eigentlich erst die zweite Lebenshälfte beginnt. Genau. Und da muss man sich halt jetzt einfach ein bisschen unnatürlich auch verhalten, oder?

Habe ich das richtig gesagt? Ja, kann man so sehen. Ich finde es gar nicht so schlimm, weil es ist einfach nur ein Zuführen von, und das ist schon das Wichtige von humanidenten Hormonen, also humanident heißt menschengleich. Das ist schon sehr wichtig. Das ist nochmal ein eigener Punkt vielleicht. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt sogar. Das ist der wichtigste Punkt, ja. Das ist Humanident des Hormones.

Das heißt menschengleich und ich hebe den Spiegel so viel an wie nötig, dass ich symptomfrei bin und meinen Körper unterstütze, aber ich brauche nicht mehr. Also ich brauche jetzt keine, Also wir können nicht nochmal eine Sexbombe machen mit 25, sondern es reicht, wenn ich symptomfrei bin und meine Gefäße geschützt sind und meine Knochen geschützt sind.

Das eine ist tatsächlich diese bioidentische oder beziehungsweise humanidentische, noch schöner gesagt, Ersatztherapie ist schon der Standard, über den wir heute reden wollen. Und ich zucke immer wieder aus, wenn ich Verschreibungen von meinen Klientinnen, von den Ärzten bzw. Ärztinnen sehe, die sich da einfach so gar nicht drauf konzentrieren, sondern da wirklich das synthetische Mittel wählen.

In unterschiedlichen Bereichen kann das unterschiedlich verheerend sein, wenn man die Entscheidung trifft. Das ist jetzt auch nicht zwingenderweise so. Ich meine, beim Mann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ein humanidentes Testosteron bekommst, ungefähr genauso hoch, wie dass du, nachdem du meine Frisur über Jahre lang gehabt hast, irgendwann wieder als echter Rastafari durch die Gegend laufen kannst.

Also nicht alles funktioniert immer so gut, wie man es sich wünschen wird. Aber letzten Endes ist halt dieses Bioident schon ganz fürchterlich wichtig. Erklär es mir bitte, erklär es mir den Unterschied. Erklär es mir den Unterschied zwischen synthetischen und humanidentischen Hormonen. Was muss man da wissen? Da gibt es im Prinzip, also es ist kein Unterschied.

Also das ist ganz eine wichtige Begrifflichkeit. Auch humanidente Hormone werden synthetisch hergestellt. Also die Grundstruktur ist immer gleich. Das sind diese Steroidringe, die werden aus einer Yamswurzel gewonnen oder aus einer Kartoffel oder aus einer Reisstärke. Da gibt es schon unterschiedliche Materialien.

Aber der Körper kann jetzt mit einer Kartoffel, der kann aus einer Kartoffel oder aus der Yamswurzel kein Progesteron machen. Das heißt, diese Grundstruktur, die wird Pflanzen entnommen, aber sehr wohl synthetisch im Labor dann aufbereitet. Aber das, was dann rauskommt, ist in seiner biochemischen Struktur 100% ident wie die, die der Eierstock zum Beispiel produziert.

Und man sieht es auch im Labor. Das schlagt im Labor an. Im Labor geht es rauf oder runter. Und zwar humanidentes. Bioident wäre auch Stutenprogesteron oder Stutenestradiol oder vom Schwein. Wir wollen halt Menschenidentes. Und alles andere ist genau genommen von der Begrifflichkeit her kein Hormon, sondern ein Medikament.

Also alles, was unter Pille läuft oder alles, was irgendwo ein Schwanz dran hat, das der Mensch selber nicht an das Progesteron dranhängt, ist nicht mehr Menschen gleich und somit eigentlich ein Medikament. Und das ist extrem wichtig, weil der ganze Körper hat Rezeptoren für die gesamte Hormonschaft sozusagen und nicht nur unser Fortpflanzungstrakt.

Also nicht nur in der Gebärmutter habe ich Estradiol und Testosteron-Rezeptoren, sondern eben auch im Gehirn, in den Gefäßen, im Herzen und so weiter. Und wenn ich Medikamente schlucke, die dann diese Rezeptoren blockieren, um den Körper vorzutäuschen, dass sie da sind, dass man halt dann eben nicht schwanger werden kann, dann nehme ich dem Körper die Chance, die eigenen zu produzieren, was ja irgendwie Sinn und Zweck der Sache ist, weil man das dem Gehirn vortäuscht, das ist ja eben da.

Und dann habe ich auch mit diesen Pillenhormonen oder mit diesen Medikamenten, habe ich den Effekt nicht von meinen eigenen Hormonen. Das ist ein ganz großer Unterschied. Erklär mir, mit welchem Argument soll ich denn jetzt als Patientin zu meinem Arzt gehen, der sagt, das mit diesem bioidentischen Hormon, das ist ein Blödsinn, das braucht man nicht.

Was sind so die einfachsten Argumente, die du da mitgeben möchtest? Das einfachste Argument ist tatsächlich, ich brauche das Hormon und nichts anderes und alles andere ist kein Hormon. Es gibt natürlich Ausnahmen, das ist immer so. Es gibt gewisse Indikationen, wo es kein Weg dran vorbeiführt. Es gibt Indikationen, wo man mit der Halbwertszeit von diesem, zum Beispiel jetzt Progesteron oder so, wo man mit der Halbwertszeit ein bisschen spielen muss, aber das ist dann therapeutisch und nicht präventiv und ich bin präventiv.

Es ist ein Unterschied. Andreas, was begegnet es dir denn in deiner Coaching-Tätigkeit mit Klientinnen, in dem angesprochenen Alter ungefähr und wie gehst du dann mit denen um? Und tatsächlich, mir begegnet relativ häufig einfach eine kassenärztliche Lieblosigkeit, muss ich einfach sagen, wenn ich es so ausdrücken darf.

Das heißt eben nicht human, bioident, die Standardchemikalien, dann auch teilweise einfach so ein kompletter Dreisatz, wenn, dann. Also die schauen überhaupt nicht in die Labore drauf, sondern sagen, okay, dann gibt es am besten noch ein Kombipräparat und keinerlei Abstimmung. Und wie gehe ich damit um? Als erstes weise ich sie darauf hin, dass das jetzt leider Geld kosten wird, weil es ab jetzt nur noch auf Privatrezept weiterläuft.

Als zweites weise ich darauf hin, dass die meisten auch der verknöcherten Ärzte durchaus in der Lage sind, ein Privatrezept auszustellen und dass sie sich auch gar nicht so sehr dagegen wehren, wenn man sagt, man möchte das jetzt machen. Aber dass es halt nicht zwingenderweise bedeutet, wenn sie sich nicht damit auskennen, dass es nicht auch viel mit Selbstexperiment und verstehen, was passiert zu tun hat.

Also klar, so low-hanging fruit, das Thema Progesteron, da tun wir uns noch relativ leicht. Progesteron funktioniert, wenn wir es nicht verwenden, um den Schlaf zu verbessern. Den Witz mit dem oralen Progesteron, das tatsächlich GABA freisetzt in einem Ausmaß, das ist signifikant ist, den habe ich erst dieses Jahr irgendwann mal begriffen.

Ich habe mich teilweise gewundert, warum ich auf Verschreibungen orales Progesteron gefunden habe. Das macht überhaupt keinen Sinn und irgendwann verstehe ich, ah, okay, die hatte harte Schlafstörungen und man wollte einfach helfen, dass das Lummerland besser funktioniert. Aber mit der bioidenten Progesteroncreme ist es ja so, da fängst du eh an zu experimentieren. Da sollst du ja irgendwie so eine Erbsen...

Halbe Erbsengröße irgendwie auf eine bei allen Vertretern der Gattung unbehaarte Körperstelle geben. Also selbst bei mir funktioniert irgendwie die Innenseite der Unterarme ganz gut. Und ja, irgendwas wird schon noch sein. Aber so, das heißt, das sind ja so Sachen, da kann ja die Klientin, die Patientin relativ gut schon mal selber schauen.

Aha, und dann schläft man plötzlich ein bisschen besser, dann kehrt so eine leichte Gelassenheit zurück, weil das Östrogen, was irgendwie sich da schon ein bisschen radikalisiert hat, plötzlich wieder einen Gegenspieler hat und dann wird das alles wieder so ein bisschen sanfter. Das heißt, das sind ja so die Sachen, da kann ja sogar ich als biologischer Klempner schon mal sagen, wenn es dir jemand verschreibt, da wird nicht viel schief gehen. Im besten Fall findest du deinen Punkt, aber letzten Endes ist es natürlich so und deswegen unterhalten wir uns auch heute.

Da ist halt irgendwie ein alter, einigermaßen weißer Mann mit Glatze, ist halt jetzt auch nicht irgendwie der, der sagen kann, das habe ich jetzt selber so erlebt oder in dem Schuh stecke ich so voll drin. Das heißt, da bin ich dann halt auch froh, wenn es entsprechend qualifiziertes, Fachpersonal gibt, was das idealerweise auch noch das richtige Geschlecht für die Übung hat.

Ist einfach so. Ich lebe ja davon, dass ich Tricks wiederhole und mit zunehmender Wiederholung der Trick immer besser funktioniert, so ähnlich. Und dann gebe ich es mir auch wieder zurück. Wenn du irgendwie ein Problem mit einem Auto hast und du warst zweimal in der Vertragswerkstatt und es kommt nichts raus und beim dritten Mal fährst du woanders hin und dann steht ein Mechaniker da und schaut so ein bisschen zu, kommt dann rüber und fragt nach, was denn das Problem sei und dann lacht er ja, den Kahn habe ich auch schon mal gehabt.

Das ist bei dem was ganz Spezielles, da ist irgendwie der Stecker locker, da habe ich auch ein halbes Jahr gesucht. Jehova. Und das ist halt im Endeffekt ein Teil meiner Arbeit, außer Lesen, ist halt einfach der Wiederholungswitz. Aber in der weiblichen Biologie ist es halt komplizierter und deswegen schicke ich sie dann weiter zu Julia.

Ja, das ist cool. Und das ist echt, es ist so spannend und es ist eben, es ist so der Einbart, wenn du sagst, ein Klecks kann man schmieren, aber es ist ja, es gibt so viele Galeniken, also Galenik-Zubereitungsformen von diesen, mit denen kannst du spielen. So wie du schon gesagt hast, man kann es eben schlucken, hat eine andere Wirkung, als wenn man es transdermal anwendet.

Ich kann diese Hormone sogar als Lozenges aufschreiben. Das heißt, das wäre so wie diese Nikotinzackeln, diese Grauslinge, die dann die Jungs oder Mädels da wieder ausspucken. Das schiebt man unter die Wange und da würde es dann wirklich auch transdermal abgeben, aber da ist die Verbindung. Durch die Bluthirnschranke zum Hirn eben wesentlich kürzer und das kann man zum Beispiel bei so sich anbahnenden Unruhe, Unwohlzuständen, also Panikattack da kann ich jetzt vielleicht zu groß gegriffen, aber man kann es wirklich bei Bedarf anwenden.

Ich kann das vaginal rezeptieren, ich kann es rektal rezeptieren. Ist alles möglich und immer abgestimmt auf das, was die Frau hat. Und deswegen muss ich einfach auch zuwachen. Wenn das Problem mehr unten ist, dann wenn sie mehr weh hat vor der Regel oder wenn das wirklich ein so prämenstruelles Syndrom ist und mit Schmerzen verbunden ist, dann werde ich es eher lokal anwenden.

Wenn es der Schlaf im Vordergrund ist, dann werde ich es eher oral anwenden. Und auch in dieser, in dem Bereich kann ich auch überall mit der Dosierung noch spielen. Das heißt, es ist 0,0 von der Stange. Und eben diese Stangenpräparate, wie du schon gesagt hast, eben Andreas, das sind die, wo dann noch Sachen drinnen sind, die ich gar nicht haben will, mit, was ihr seht, die Danopsid und Füllstoffe und so ganzen, will ich nicht, ja, mag ich mir auch nirgendwo einschieben, brennt, mag ich nicht, ja, und deswegen bereite ich das halt eben magistral zu, und da gibt es auch, es gibt so viele Möglichkeiten, unterschiedliche Schulen, und das ist auch so spannend, weil die verschiedenen Schulen, sind immer ganz überzeugt davon, dass sie die Einzigen sind,

die recht hat, aber ich sitze so mittendrin und habe irgendwie alle Schulen, gelesen, gelernt und denen zugehört und habe herausgefunden, es passt auch da bei jeder Frau, passt immer irgendwas anders. Es gibt nicht die eine Richtige. Und deswegen musst du zuhören und dann individuell das abstimmen und dann halt auch regelmäßig kontrollieren und zu schauen, ob es auch passt.

Also das ist eben schon so ein bisschen Try and Error, aber oft geht es gleich gut, aber manchmal braucht man halt ein bisschen länger, bis man das dann richtig eingestellt hat. Jetzt haben wir über die Menopause geredet. Tatsächlich, welche langfristigen gesundheitlichen Folgen hat denn das für eine Frau, wenn sie in dieser Phase hormonell dann.

Gut eingestellt ist und wenn das alles richtig und gut nachjustiert wird? Ja, das sind die Klassiker, die man kennt. Ich habe ja schon gesagt, die Osteoporose ist das, was man wirklich kennt. Die eingebrochenen Wirbelkörper und die Spontanfrakturen ohne entsprechenden Sturz oder was. Ein gescheiter Hormonstatus und der Vitamin-D-Status ist Grundvoraussetzung für gute Knochengesundheit.

Gefäße bleiben elastisch. Das Herz quasi wird geschützt in seinen Funktionen, also in der Kontraktionskraft. In der Frequenz, in der Variabilität, in der Herzratenvariabilität und so weiter. Gefäße werden gestützt, die Gelenke, das ist auch noch ganz wichtig. Also gerade ein Teil, also Östrogen ist ja ein Überbegriff, So wie Milchprodukte.

Und dann gibt es Dokfen, Krass, Molke. Und das ist das gleiche. Östrogen ist ein Überbegriff oder Estrogen. Und dann haben wir Östron, Estradiol, Estriol und noch ein paar andere. Und das Estriol geht auch runter im Laufe der Jahre. Und das hat wenig Wirkung am Reproduktionstrakt, aber ganz, ganz viel Wirkung an den Schleimhäuten und den Gelenken.

Und Klassiker Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, so fängt es schon mal an, also Scheidentrockenheit, Dann immer wiederkehrende Blasenentzündungen, das ist ja auch Schleimhaut. Dann ist die Verdauung, der Darm ist auch Schleimhaut. Das sind so die häufigsten Symptome, die man einfach gar nicht unbedingt jetzt direkt mit einem Hormon in Verbindung bringen würde.

Und diese Gelenksbeschwerden, die zunehmenden. Ganz klassisch sind wirklich, die Fingergelenke, das kennt man auch. Wenn die, sage ich jetzt einmal plakativ, die alten Weiberl, die diese Knubbelfinger haben. Das kennt man auch auf Postkarten drauf, ja. Genau, also von sowas schütze ich. Wenn ich jetzt als Mann manchmal ein bisschen, patscherte Fragen stelle, dann bitte ich mir das nachzusehen.

Wie viel Prozent der Frauen sind wirklich gut hormonell eingestellt nach der Menopause? Ich bin mit Zahlen relativ schlecht, was ich schon streiche relativ. Ich bin sehr schlecht mit Zahlen. Was aber in meiner Wahrnehmung ist, dass das Thema immer mehr kommt jetzt. Oder vielleicht ist es auch nur die Bubble, in der ich bin, aber ich habe schon das Gefühl, es wird viel mehr darüber gesprochen und enttabuisiert, aber bis jetzt oder bis vor ein, zwei Jahren waren das sicher 80%.

Also 80 Prozent der Frauen, wir reden jetzt von einer überwiegenden Mehrzahl der Frauen. Die hormonell nicht gut eingestellt sind und dann all diese Folgeprobleme eigentlich begünstigen, von der Knochengesundheit über die Herzgesundheit und so weiter, Verdauung, Stimmung, all diese Dinge. Und das kann man aber alles relativ einfach durch die Gabe der passenden bioidenten Hormone, wie du sagst, dann auch in den Griff kriegen. Ja, genau.

Also nachher ist man nicht fest auf die 80 Prozent. Ich sehe sie schon, meine Kollegen, die die Messer wetzen und sagen, das ist ja Blödsinn. Aber das ist so in meiner Wahrnehmung. Also es ist schon so, dass denen keine Beachtung geschenkt wird. Und ist das, was du beschrieben hast, ist das bei eigentlich jeder Frau, weil ich meine, jede Frau verändert ihren hormonellen Status in der Menopause.

Leiden manche Frauen stärker darunter? Sind die gesundheitlichen Folgen bei manchen Frauen stärker als bei anderen? Also gibt es auch Frauen, die ohne dass man irgendwas tut, trotzdem völlig problemlos dann mit gesunden Knochen, gesundem Herz und einer wunderbaren Verdauung 114 werden? Genau, das ist so die nette Gaußsche Verteilungskurve. Es gibt immer Ausnahmen.

Wir haben ja auch eine Genetik und wir haben eine Epigenetik. Und die Genetik, das klingt dann auch wieder so schwurblerisch, aber das ist auch wieder reine Biochemie. Der eine baut das Enzym, das das Hormon abbaut oder weiterbaut, schneller und der andere halt weniger schnell, weil er irgendwelche Polymorphismen vererbt bekommen hat und so weiter.

Also wir sind ja nicht alle gleich. Wir sind einfach alle unterschiedlich. Und entsprechend gibt es Frauen, denen das weniger ausmacht. Und Frauen, die leiden, also es gibt schon Frauen, die total leiden. Also wirklich. Wirklich. Also ich kriege es ja auch mit und ich bin sicherlich nicht in deiner Bubble zu Hause.

Ich kriege schon auch mit, dass dieses Thema eine immer größere Aufmerksamkeit erfährt. Und ich finde das auch super, weil wenn wir jetzt Longevity denken, wie ich gerade vorhin gesagt habe. Wir haben eine ganze Lebenshälfte bei Frauen, wo wir uns auf diesen postmenopausalen Zustand, bastle ich jetzt einmal ein Fremdwort zusammen, weiß nicht, ob das stimmt, einstellen müssen. Und das ist ja großartig, dass wir da diese Fortschritte haben.

Jetzt gibt es aber Widerstände gegen diese Fortschritte auch noch. Warum gibt es die? Also jetzt klingt das alles, was du sagst, so wahnsinnig überzeugend. Welches Argument kann man denn dagegen überhaupt bringen? Keines. Es hält sich relativ hartnäckig noch das Argument, dass es gefährlich ist, weil es da mal eine schlechte Studie gegeben hat oder eine Studie, die vor 20 Jahren ist, die publiziert worden hat. Völlig falsch aufgesetzt war ja. Das war ja Wahnsinn, ja.

Also völlig, ich glaube es ist ungefähr, ich meine, 2001 oder so, das weiß ich nicht mehr genau. Aber da ist dann in jeder Klatschpresse und überall ist gestanden eine Hormonersatztherapie, immer Brustkrebs und dann haben wir natürlich alle rote Handbriefe bekommen und niemand hat mehr sich mit Satan-Hormon irgendwie befassen wollen, weil die Angst vor Brustkrebs natürlich massiv da war.

Diese Studie ist hundertfach widerlegt. Die Autoren haben sich zurückgenommen, haben sich öffentlich entschuldigt, haben alle Preise retourniert. Die Studie war vollkommen falsch aufgesetzt. Es ist mit nicht-humanidenten Hormonen gearbeitet worden. Die Frauen waren schon wesentlich älter und haben schon von vornherein also die Ausschlusskriterien waren nicht gescheit definiert. Das heißt, die Studie war einfach ein völliger Scheiß. Schwachsinn, Entschuldigung.

Passt schon, passt schon. Die halten sich aber noch relativ sehr, sehr hartnäckig im Kopf. Und diese ... Wenn ich jetzt eine genetische Mutation habe, eine mutierte Zelle, die auf Estradiol oder Progesteron wachsen wird und sich tumorös vermehren wird, dann wird sie das machen und natürlich auch unter dieser Therapie.

Wenn ich diese Zelle nicht habe und. So wenig wie möglich und so viel wie nötig, der klassische Spruch, mit humanidenten Hormonen im richtigen Zeitraum arbeite, dann ist die Gefahr nicht größer, als wenn ich nicht damit arbeite, aber der Benefit ist größer. Das heißt, es ist weniger Brustkrebs, es ist weniger Mortalität, weniger kardiale Ereignisse, also weniger Herzinfarkte und diese Geschichten.

Also da geht es dann wirklich um die Langlebigkeit. Und diese Hormone schützen uns einfach davor, dass wir alt und krank werden. Sie verhindern es nicht. Natürlich nicht. Wollen wir ja nicht unbedingt. Aber wenn wir schon so schön lang leben können, dann ist es doch toll, wenn wir irgendwie gesund bleiben.

Und dann haben wir schon irgendwie einen volkswirtschaftlichen Faktor da auch, weil die Frauen natürlich deutlich weniger krank werden und dann brauchen wir weniger Physiotherapie und weniger Kuren und weniger, ja, was halt sonst noch so alles kommt. Das ist halt jetzt sehr großgegriffen, aber hat natürlich schon eine Art Berechtigung, so zu denken. Zur Studie, über die Julia spricht.

Das ist die Women's Health Initiative, erschienen 2002. Julia hat recht, die Studie hatte Schwächen. Die mehr als 16.000 Frauen waren im Schnitt schon 63 Jahre alt, also lange nach Beginn der Wechseljahre. Und sie bekamen Östrogen aus Stutenharn und ein künstliches Gestagen, also keine körperidentischen Hormone.

Unter dieser Behandlung kamen Brustkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall häufiger vor. Spätere Auswertungen zeigen, Frauen ohne Gebärmutter, die nur Östrogen bekamen, erkrankten sogar seltener an Brustkrebs. Und im November 2025 hat die US-Arzneimittelbehörde angekündigt, die meisten der schärfsten Warnungen aus den Beipackzetteln der Hormonpräparate für die Wechseljahre zu streichen.

Also das ist ein richtig großer, richtig, richtig, richtig großer Hebel für ungefähr die Hälfte der Bevölkerung in ihrer zweiten Lebenshälfte. Absolut, ganz sicher. Die drei großen Säulen, ist eh klar, Progesteron schauen wir an. Nicht das Östrogen, sondern die unterschiedlichen Teile von der Milchliste.

Das ist übrigens die schönste Metapher, die ich bis dato jemals gehört habe, um Östrogen zu beschreiben. Und da eben die entsprechenden Einzelsubstanzen, aber, aber, aber, aber, aber, aber, der Thierry hat ja dann auch noch so ganz lustige andere Ideen gehabt. Und ich glaube, er war der Erste, der schon, das Buch müsste alt sein, zehn Jahre, damals schon über Peptide gesprochen hat.

Jetzt ist Peptide gerade in aller Munde und wird in erster Linie von ehemaligen, Anabolika-Missbrauchstrainern unterrichtet, was total toll ist. Weil da hat man endlich mal eine fundierte wissenschaftliche Expertise und kann davon ausgehen, da wird einfach alles richtig gemacht, weil die Branche hatte ja nie Todesfälle oder sowas in der Art. Also Bro, trust me.

Aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, die Verfügbarkeit von den Sachen ist ja auch so, dass wir teilweise wirklich von Theoretischem sprechen, weil in Medizinqualität kriegen wir es nicht. Aber jetzt außer Östrogen, Progesteron, DHEA, das Pregnenolon. Das sind so die, die jetzt mir noch einfallen würden, das sind so mit denen ich spiele.

Aber du hast ja da jetzt quasi noch ganz viele andere Pfeile im Köcher, wenn wir jetzt die Peptide außen vor lassen, die wir halt nicht sourcen können. Genau, das ist jetzt auch nicht so mein totales Spezialgebiet, um nicht zu sagen, es ist gar nicht mein Spezialgebiet. Schuster, bleib bei deinen Leisten, ich bleib bei den Hormonen.

Und genau, also ich schaue immer Progesteron-Testosteron, auch bei der Frau Testosteron, Estradiol, DHEA, für mich gehört FT3, FT4-DSH natürlich auch dazu. Dann haben wir in der Pipeline hätten wir dann noch Oxytocin, Vasopressin. In diese Richtung kann man auch noch gehen. Das sind dann Urin-Tests und so weiter.

Also es gibt schon mehr. Er schaut sich da ziemlich alles an. Auch die Mineralokortikoide schaut er an und mit denen arbeitet er. Das Testosteron bei der Frau ist in der Relation immer noch Nummer 1 oder 2 von der Verteilung und ist also deswegen definitiv kein Nebenschauplatz. Da geht man immer davon aus, die Frau hat eh kein Testosteron.

Natürlich hat sie saumäßig viel, aber halt deutlich weniger als der Mann, aber nicht in der Relation. Das ist... Macht sich ja dann auch irgendwie optisch bemerkbar. Der Mann hat ja genauso Progesteron und Estradiol, aber halt in einer anderen Konzentration. Und das Test, das du da rund für die Frau, ist so, so wichtig. So wichtig.

Und ich schreibe es ganz, ganz vielen auf, vor allem eben auch bei einem Postmännerbausal, weil, und das ist auch kein Geheimnis, da brauche ich jetzt nicht neun von zehn Frauen, sondern da sage ich 99 von 100 Frauen haben halt einfach echt ein Libido-Problem. Und das ist immer das Letzte, was sich mir so ganz eingeschüchtert und mit so hoch geht es.

Und ich sage, ja, und also Libido ist ja, also ist gar keiner mehr da. Und ich sage, es erzählt mir jede Frau, und es ist ein Problem, weil es ist ein Problem für die Frauen, es ist ein Problem für den Mann, und letztlich dann auch für die Partnerschaft, vielleicht nicht bei allen, aber doch, die Frauen leiden da drunter, und das Testosteron geht einfach runter.

Und es gibt schon, natürlich kannst du in den Muckibude gehen und so weiter, das kannst du probieren, aber es bringt dann letztlich nicht so viel, als wenn du es halt mal vorübergehend substituierst, bis auf alles andere wieder, bis man in Schwung kommen ist, Schilddrüse passt und so weiter. Aber wenn nicht, dann substituierst du es halt in einer anderen Dosierung natürlich als ein Mann.

Weil sonst ist es ein bisschen zu viel. Aber auch das kann man ja magistral zubereiten und dann in einer niedrigen Dosierung substituieren. Und das ist super. Kannst du auch als Vaginalcreme, kann man so wie Viagra, kann der Creme aufschreiben. Du erinnerst mich gerade an Dave Asprey, der irgendwann einen völlig entgleisten Podcast hatte, Stefan, mit der Scream Cream. Ja, die wollte gerade noch ein bisschen, die ist Creme.

Also erzähl den Männern, was sie sich zu Weihnachten wünschen. Die Scream Cream, ja genau. Die kann man nicht viel einbauen, ist ja wurscht. Aber das sind Cremes mit Testosteron, mit DHEA, mit Kolostrum, also pflegende Substanzen und so weiter, aber eben auch stimulierende Substanzen, die dann der Frau einfach helfen, das Ganze vielleicht nicht über sich ergehen lassen zu müssen, sondern vielleicht doch auch wieder Spaß dabei zu empfinden, was ja wirklich schön wäre und erstrebenswert wäre.

Ja, und wichtig. Definitiv. Einer der Grund, in meinem Auge auch irgendwie der Grundpfeiler von der gesamten Sexualität, dass das Ganze auch irgendwie für alle gut funktioniert. Ist sicher. Da sind wir wahrscheinlich auch da altmodisch. Nee, aber dementsprechend, auch sowas gibt es bei dir und auch sowas ist, und das ist eigentlich mindestens genauso wichtig, ist, wenn, die Ärztin, der Arzt in der Lage ist, ein Privatrezept auszustellen, tatsächlich in der Apotheke als magistrale Rezeptur zu bekommen. Ja.

Kurz zum Testosteron für Frauen. 2019 haben Forscher 36 Studien mit fast 8.500 Frauen zusammen ausgewertet. Das Ergebnis? Nach der Menopause hat Testosteron die Lust und das Sexleben verbessert. Fachleute aus der ganzen Welt haben sich inzwischen darauf geeinigt, wer nach der Menopause unter fehlender Lust leidet, soll Testosteron bekommen können und zwar so viel wie junge Frauen selbst bilden. Ich finde das gut.

Jetzt möchte ich gern wissen, Julia, all diese Dinge, die du jetzt erwähnt hast und beschrieben hast und erklärt hast und auch du, Andreas, das sind ja alles, Leistungen, die ich privat zahlen muss. Das geht ja alles nicht auf Kasse, oder? So, wenn ich mir das jetzt irgendwie nicht leisten kann aus irgendeinem Grund, was kann ich denn tun, um zumindest einen ähnlichen Effekt irgendwie zu erzielen durch meinen Lebensstil oder so? Was kann ich als betroffene Frau da machen?

Also vorneweg noch ganz kurz, es gibt Alternativen, die kassenärztlich vertretbar sind. Gerade was es Estradiol betrifft, aber das ist für manche einfach zu hoch dosiert. Es gibt auch hier nicht nur Schwarz und Weiß, sondern man kann da, wenn man genug Erfahrung oder Wissen hat, kann man da schon ein bisschen spielen, auch mit dem Rezeptieren, wenn man das Rezept richtig ausstellt und so weiter.

Es gibt da schon auch noch Möglichkeiten. Und wenn, also was den Lebensstil betrifft, ist bei der Frau sicher und da werden sicher gleich wieder, angeschissen, weil ich das neulich schon einmal gesagt habe. Aber Gewichtsmanagement mit dem steht und fällt halt ganz, ganz viel, weil in dem Moment, wo sich eine Insulinresistenz breit macht, ist es schwer, die loszubekommen.

Natürlich gibt es mittlerweile Medikamente, natürlich gibt es mittlerweile Spritzen, aber es wäre halt cool, wenn man sie erst gar nicht braucht. Das heißt, Gewichtsmanagement, Sport und Muskelkraft Training sind essentiell, weil das brauche ich nicht erzählen, die Muskulatur ist ein Organ und das Organ ist auch ein hormonaktives Organ.

Die Muskulatur, das heißt ich muss einfach auch was dafür tun, wenn ich schon alt werden möchte. Und da muss ich schauen, dass ich auch oben das Richtige reinschaufle an Material und das ist, unausweichlich. Also ich muss mich gescheitern ernähren, ich muss mich bewegen, und Alkohol ist natürlich auch sicherlich das Anikot das Beste.

Und weil man es gerade immer so schön machen, dass ich es dann irgendwie nochmal, sage, damit ich es auch nochmal gesagt habe, also gerade bei dem Thema Übergewicht, Übergewicht, Entzündung, Entzündung, Östrogen, Östrogendominanz in dieser Phase. Also das ist tatsächlich schon so. Du kannst teilweise einfach.

Wenn da was in Anführungszeichen ein bisschen aus den Fugen geratet ist, kannst du die Kaskade eigentlich schon komplett ablaufen lassen, ohne dass du das Gespräch geführt hast. Die kommt rein und du weißt, was das Problem ist. Ja, ist schon oft so. Und dann wird es echt schwierig, weil diese Östrogenkogniz, die geht so relativ exponentiell.

Und wenn dann das Gewicht sich halt mehr auf den Bauch verlagert und das viszerale Fett zunimmt, dann geht das Östron durch die Decke und dann haben wir da echt ein bisschen eine unüberwindbare Geschichte. Und dann kommen halt andere Sachen ins Spiel, wie so ein Mounjaro oder was auch immer. Aber es sollte ja nicht das primäre Ziel sein. Natürlich haben wir diese Hacks und natürlich haben wir diese Tools und natürlich kann man damit behandeln.

Aber schön wäre es, wenn es gar nicht erst zurückkommt. Wobei, absolut, aber jetzt unterbreche ich nochmal, das ist jetzt auch nicht für die Hörerinnen und Hörer der Tausend, das ist nur für uns beide. Ich finde ja die anti-entzündliche Wirkung von dem Mounjaro, das ist ja total abgefahren. Wenn du das Mistzeug mikrodosierst, das ist so genial.

Ich bin echt Fan mittlerweile. Also total, am Anfang war ich noch so ein bisschen scheu, habe mich, boah, Jössers, wo das erste Mal so im Munde war. Schon ewig habe ich ein bisschen Schiss gehabt davor. Mittlerweile bin ich schon Fan. Aber es kommt darauf an, wie man es einsetzt. Und das ist jetzt wieder was anderes.

Aber viele sehen das halt als Freibrief. Und das ist auch gerade neulich einmal irgendwie öffentlich. Habe ich gesagt, der Patient wollte halt einfach nichts tun. Und ich war traurig darüber, dass er nichts tun wollte, sondern nur sein Rezept kassiert hat. Und dann hat mich irgendein Kollege dann eben so dermaßen deppert angeredet und gesagt, ich würde meinen Patienten nicht respektieren. Ich sage, das stimmt überhaupt nicht. Es geht um Prävention.

Wenn es dann einmal so weit ist und der Zug abgefahren ist, hilft es natürlich. Aber cool wäre es halt, wenn es auch gar nicht so weit kommt. Und beim Thema Prävention war es halt schon geil, wenn man selber ein bisschen was dazu beitragen würde, oder? Ja, zumal ich ja tatsächlich einem Arzt, der derartige Produkte verschreibt, ohne den Leuten zu sagen, aber erst meldest du dich im Fitnessstudio an und jedes Mal, wenn du das neue Rezept bekommst, habe ich einen Stempel.

Mit fünfmal Krafttraining. Selbst wenn du dann wieder auf dem Ding sitzt und auf dem Handy rumschaust und die Maschine blockierst, lieber sitzt du rum und ärgerst die anderen Mitglieder, als du gehst gar nicht hin, weil sonst kann ich es eigentlich, also das wäre jetzt tatsächlich, wäre mein Ansatz, wenn ich sagen würde, ich suche da, was weiß denn ich, ich sage jetzt McFit, obwohl ich noch nie in einem McFit war, also das günstige Studio ums Eck kostet dich irgendwie 49 Euro im Monat, vielleicht handle ich mit denen noch was aus, aber da bist du dreimal in der Woche dort.

Und kriegst einen Stempel und dann kriegst du Spritzen. Weil wenn nicht, wird der Kreis in den nächsten Jahren immer blöder werden. Du wirst anteilig deutlich zu viel Muskulatur verlieren, während du schrumpfst. Und sobald wir dir die Spritze wegnehmen, bist du metabolisch noch deutlich langsamer unterwegs als vorher.

Also dementsprechend. Aber wenn man sagt, ist es ja übergriffig. Mhm. Ja, es gibt ein paar Sachen, die man halt, wenn man die ausspricht, das sind halt dann häufig Wahrheiten, dass es einen Beitrag des Lebensstils in sehr, sehr vielen Fällen gibt. Dazu will man ausschauen. Ich möchte gerne noch eingehen auf zwei oder drei Themen eigentlich.

Wir haben jetzt also über die Menopause gesprochen und über die Bedeutung und Wichtigkeit von Hormonersatztherapie in dieser Zeit. Und ich würde gerne über PMS und über Pille noch kurz reden. Du wirst eine Meinung zur Pille haben, vermute ich jetzt einmal, und die würde ich gerne abholen. Und ob PMS auch so eine stark hormonelle Komponente hat, ich vermute mal ja.

Und dann würde ich gerne noch ein bisschen am Schluss das einfachste aller Kapitel ansprechen, Andreas. Das sind dann die Männchen. Ja, voll gern. Fangen wir an mit der Pille. Ich glaube, das ist auch ein relativ einfaches Thema, oder? Es ist einfach, aber es ist gar nicht einfach. Es polarisiert brutal.

Die ist natürlich sehr einfach zu verschreiben und sehr einfach zu schlucken. Und, Die Pille ist aber eben ja das, was ich am Anfang gesagt habe, ist ein Medikament und jede Zelle in unseren, oder fast jede Zelle in unserem Körper hat einen Rezeptor für dieses Medikament, weil das ja eben so eine hormonähnliche Struktur hat. Das ist der Sinn und Zweck der Farbkreis.

Mit dem Regelkreis wird die eigene Hormonproduktion runtergeschraubt, sodass es keinen Eisprüngen mehr kommt oder keiner einnistet. Es gibt unterschiedliche Ansätze. Und Fakt ist, dass die Pille zwar verhütet, aber mich in eine Hormonmangelsituation bringt als Frau, die dann die gleichen negativen Effekte hat, wie eben auch dann peri-post-menopausal.

Und dadurch entstehen auch die Nebenwirkungen, die man ja auch kennt mit Traurigkeit, Libidoverlust, Gewichtszunahme, Haarausfall, psychiatrischen Phänomenen und so weiter. Auch wieder, nicht jede Frau trifft es, aber viele Frauen trifft es. Und der Hormonmangel ist einfach nicht gesund. Deswegen sage ich, die hormonelle Verhütung ist in meiner Welt nicht die beste.

Aber, und jetzt kommt es wieder. Und natürlich sind ungewollte Schwangerschaften auch nicht lässig. Und natürlich sind Abtreibungen auch nicht lässig. Und wenn ich jetzt, und sie werden mich killen, wenn ich sie jetzt erwähne, aber wir haben drei Töchter, die jetzt dann in dem Alter sind, wo es um das geht.

Und denen traue ich noch nicht zu, dass sie dann Temperatur messen und Zervixschleim messen und kennen dann den Körper und fühlen, wie wenn du fruchtbar bist. Nein, ich bin nicht. Das heißt, in einem gewissen Zeitrahmen ist es für mich vertretbar, aber es soll halt nicht vom 16. bis zum 36. Lebensjahr durchgenommen werden.

Das ist das eine. Das andere ist, dass die Pille manchmal eingesetzt wird, wirklich wegen Indikationen, wegen schwerster Endometriose, die anders einfach nicht handelbar ist oder was auch immer. Oder PCOS, es gibt unterschiedliche Geschichten. Auch dann, dann haben wir auch medizinische Indikationen, wenn man es anders in den Griff kriegt, dann darf es sein.

Es gibt andere Verhütungsmethoden wie eine Kupferspirale, Kupferkugeln, Goldkugeln, Kettchen. Es gibt diese Messmethoden, die wirklich auch einen sehr, sehr guten Pearl-Index haben. Daran wird quasi die Fehlerhaftigkeit gemessen. Zuverlässigkeit, ja. Die Zuverlässigkeit, ja, also ähnlich wie bei der Pille. Und ich finde durchaus eine Alternative, vor allem für Frauen, die schon geboren haben oder eben auch Frauen, wo das alles schon ausgereift ist und so weiter.

Ich bin keine Gynäkologin, das können die wirklich wunderbar und super beurteilen. Aber grundsätzlich finde ich es nicht gut, die Pille durchzunehmen oder die Pille grundsätzlich zu nehmen. Und wenn eine Patientin kommt und ein Problem hat und sie nimmt die Pille, dann darf man das sehr wohl mit in die diagnostischen oder differenzialdiagnostischen Anwendungen.

Die mir, oder die Boteen sind, nur hineinzählen und nicht einfach sagen, nein, das tut nichts, nimmst du dich einfach weiter. Weil da habe ich genug Fälle, dass wenn Mädels da waren, die Probleme haben, wo man zuerst gemeint hat, irgendwie post-Covid oder sonst irgend so was auf der Kategorie, hat die Pille genommen und gesagt, na, tu die mal weg.

Und das war das Einfachste, da geht es wieder gut zum Beispiel. Also das ist schon sehr oft so, dass ich sage, okay, jetzt tun wir mal die weg, schauen wir, dass wir den Hormonstatus wieder Vordermann bringen und dann lindern sich Beschwerden oder gehen Beschwerden schon weg. Also das würde ich fast als ignorant bezeichnen, wenn man sagt, okay, nein, Das schließt man aus, das kann das nicht verursachen.

Ja, gut. Das heißt, das ist ein sehr differenziertes Bild auf die Pille, was ich gut finde. Wir Bayeräcker neigen ja grundsätzlich eher dazu, so eine dogmatische Ablehnung, uns an die Fahnen zu heften, oder Andreas? Eigentlich ja, eigentlich nein. Meine Töchter haben da auch sehr gelitten mit dem Vater.

Die Ältere hat es, glaube ich, auch tatsächlich brav durchgezogen. Die Jüngere hatte dann irgendwann so eine wilde Migräne-Episode-Geschichte und irgendwann habe ich dann, die Pillenpackung in der Waschmaschine gefunden, in dem wir irgendwie schon bei zig Ärzten waren und ich mir alle Sorgen der Welt um das Kind gemacht habe.

Da war danach die Migräne relativ schnell unter Kontrolle. Das kann es schon auch geben. Auf der anderen Seite hast du dir auch völlig recht. Man muss das auch ein bisschen individualisiert anschauen und gerade so in der Pubertät ist dann vielleicht auch teilweise viel Alkohol und viel keine Ahnung was im Spiel und dann ist es ja auch nicht zwingenderweise so, dass das jetzt alles so, voll reflektiert stattfindet.

Und da mag es durchaus sein, dass auch der Punkt durchaus ein wesentlicher. Ich gehe eigentlich immer davon aus, dass das mit dem Tütchen funktioniert und dass das jetzt auch keine wahnsinnige Zumutung an den Gentleman ist. Aber letzten Endes, ja, vielleicht ist man da teilweise zu dogmatisch. Aber ich meine, ich finde es halt immer noch fantastisch, wenn man sich anschaut.

Dass die Anziehung zwischen Partnern durch das Absetzen oder das Nehmen der Pille sich verändert, dass sich der Körpergeruch verändert. Es ist total. Dass wir letzten Endes quasi postmenopausale biologische Situationen erzeugen. Also es ist schon ziemlich abgefahren, was man da tut, damit der Bub das mit dem Tütchen nicht probieren muss.

Aber trotzdem gebe ich dir natürlich recht. Teilweise ist es vielleicht einfach, den Lebensumständen geschuldet, der pragmatische Schritt. Denke da gerade zum ersten Mal aus einer anderen Perspektive nach, weil ich weiß, was du für eine tolle Mama bist und wie seht ihr auch das Wohl deiner Mädels am Herzen liegt.

Da ist vielleicht eine etwas weiblichere Perspektive auch darauf gar nicht so blöd. Aber das habe ich jetzt natürlich nicht gesagt, weil ich mache ja keine Fehler, also dementsprechend. Gehen wir zum nächsten Mal, ganz schnell. Wir Menschen können offenbar riechen, wie das Immunsystem eines anderen gebaut ist.

In der Schweiz haben Frauen an getragenen T-Shirts von Männern geschnuppert. Im Schnitt mochten sie den Geruch von Männern lieber, deren Immunsystem anders ist als ihr eigenes. Das macht biologisch ja auch Sinn, wenn man davon ausgeht, dass gemeinsame Kinder von zwei verschiedenen Immunsystemen am meisten profitieren.

Bei Frauen, die die Pille nehmen, ist es erstaunlicherweise umgekehrt. Sie riechen eher Männer gern, deren Immunsystem ihrem eigenen ähnlich ist. Jetzt stellt euch vor, ihr lernt euren Partner kennen, während ihr die Pille nehmt. Und Jahre später setzt ihr sie ab. Oder eben umgekehrt. Dann kann es sein, dass der Mann, mit dem ihr verheiratet seid, plötzlich anders auf euch wirkt. Und das liegt vielleicht nicht nur daran, dass er zugenommen hat und auf der Couch rumliegt, statt sich von euch ausführen zu lassen, sondern vielleicht an der Pille.

Britische Forscher, die haben Frauen befragt, die ihren Partner mit Pille kennengelernt haben und ohne Pille mit ihm verheiratet waren, die fanden ihren Partner mit der Zeit tatsächlich weniger anziehend und waren mit dem Sex weniger zufrieden. Ein kleiner Trost, dafür waren sie mit ihm als Vater zufriedener.

Und die Beziehungen haben sogar länger gehalten. Ich finde ja, man hätte auch den Körperfettanteil der Männer messen müssen und ihre Ausgehgewohnheiten. Wenn man uns auf YouTube folgt, dann wird man sehen, dass bei mir, nachdem die Sonne jetzt vorhin mein ganzes Gesicht erblindet hat, Dann hatte ich so eine Art Halbmondphase und jetzt habe ich noch ein heißes Ohr.

Ein glühendes Ohr habe ich da. Ich bin aufnahmebereit, wie man am Glühen meines Ohrs sieht. Jetzt reden wir über PMS. Wie sehr kann das mit einem hormonellen Status zu tun haben? Erzähl uns da ein bisschen, was du da hast. Also PMS ist das Prämenstruelle Syndrom. Man kann vielleicht auch manchmal Progesteronmangelsyndrom sagen.

Und das geht sehr häufig oder fast überwiegend einher mit einem Progesteronmangel. Mit Eisprung, ohne Eisprung. Aber das ist diese Phase, die kurz bevor die Menstruation einsetzt, das ist das rasche Abfallen von Progesteron, aber auch eben Estradiol. Und das ist dieser schnelle Wechsel, der oft den Frauen dann diese Probleme macht. Also meistens, oft ist es nur Progesteron, oft ist es aber eine Kombination aus beiden.

Dieser Wechsel zwischen den hohen Spiegeln noch eingestellt auf Einnistung und Befruchtung und dann das schnelle Abfallen, dass sich dann die Schleimhaut abstoßen kann und die Periode einsetzt. Und dieser schnelle Wandel, der macht oft diese Probleme. Und das prämenstruelle Syndrom. Kann man sich ja vorstellen als ganz, ganz starke Schmerzen und Stimmungsschwankungen.

Das ist auch das, was dann oft so lächerlich gemacht wird, wenn du sagst, auch kriegst du bald wieder deine Regeln, aber die Frauen leiden da ja auch drunter. Wir sind ja da dann echt wesensverändert. Man kennt sich ja dann teilweise selber nicht mehr und mag sich dann selber auch nicht mehr. Das ist dann eine Rückzugsphase und man ist sozial nicht mehr kompatibel und dann wirklich auch schmerzhafte, Regeln oder rund um das Einsetzen der Menstruation, starke Bauchschmerzen, das ist eigentlich das und schon hormonell bedingt durch einerseits einen Mangel, und oder andererseits das rasche Abfallen von den Spiegeln.

Und auf das achten Gynäkologinnen und Gynäkologen ausreichend? Oder gibt es da irgendwelche Mängel beim Hinschauen? Ich würde jetzt einmal behaupten, dass schon recht schnell die Pille verschrieben wird. Auch wieder auf die Gefahr hin, dass ich wieder einen Shitstorm kassiere, ohne bashen zu wollen. Aber es ist halt einfach so.

Die arbeiten damit, die finden das in ihrer Welt, dass das die gute Lösung ist. Aber so richtig mit Hormonen arbeiten, jetzt zumindest in meiner Umgebung, nicht alle. Das heißt, der ideale Weg, der bessere Weg wäre, man misst den Hormonstatus, vermute ich jetzt einmal auch in den Zeiten der Beschwerden.

Und schaut dann, wie sich der über den ganzen Zyklus verändert. Und dann hat man einen Hinweis darauf, ob der Abfall dieser Hormone so groß ist, dass der ein möglicher Grund für die Beschwerden sein könnte. Zum Beispiel. Und da ist dann wirklich sinnvoll, einen Verlauf auch zu machen, während der Menstruation in der ersten Zyklushälfte, in der zweiten Zyklushälfte, so wirklich sinnvoll ist der Verlauf von diesen Hormonen.

Wenn man dann nicht viel weiterkommt und die Beschwerden bestehen bleiben, ist natürlich immer auch eine stille Entzündung. Das ist ein entzündliches Geschehen dann. Das hat mit Prostaglandinen und so weiter zu tun. Spielt immer auch der Darm eine große Rolle und auch wieder die ausreichende Mikronährstoffversorgung natürlich.

Aber ja, man schaut sich den Hormonstatus einmal an und das ist zumindest einmal einen Versuch wert, würde ich schon sagen. Nach deiner Erfahrung, wie viel Prozent der Fälle spielt das eine Hauptrolle? Jetzt fragst du mich wieder Zahlen, aber eine große. Du kannst sagen, bei vielen Frauen. Gut in den Griff. Ja, bei vielen. Wirklich.

Das ist nicht schwer, in den Griff zu kriegen. Das geht wirklich gut. Schwieriger ist schon Endometriose zum Beispiel. Das ist dann schon etwas komplexer. Teilweise kannst du ja wirklich schon systemische Erkrankung bezeichnen. Das Gleiche ist das PCOS, das mittlerweile anders heißt. PMOS, glaube ich.

Das auch eine Multisystemerkrankung ist. Das ist deutlich schwerer, in den Griff zu kriegen, rein mit einer humanidenten Hormontherapie. Aber es spielt, es ist auch ein Puzzleteil. Und es macht immer Sinn, das einmal probieren, bevor man mit irgendeinem synthetischen Hammer reinfährt. Julia hat richtig geglaubt. P-C-O-S heißt seit Mai offiziell P-M-O-S.

Ausgeschrieben Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome. Der alte Name hat Zysten an den Eierstöcken nahegelegt. Das hat in die Irre geführt, weil viel mehr dahinter steckt. Der neue Name sagt es besser. Es geht um viele Hormone und um den Stoffwechsel im ganzen Körper. Wenn eure Ärztin noch P-C-O-S sagt, habt ihr jetzt eine neue Info für sie.

Außerdem finde ich, der neue Name passt besser. Das heißt, ich gehe jetzt zu meinem Gynäkologen, meiner Gynäkologin und sage, ich würde mir gerne diesen Hormonstatus anschauen lassen und zwar über den Verlauf meines ganzen Zyklus. Und dann natürlich die Frage, welche Art von Hormone nehmen wir? Natürlich dann auch wieder die Bioidenten und da wird es vielleicht den nächsten Widerstand geben, theoretisch manchmal, in Ausnahmefällen.

Unter Umständen könnte es vorkommen, ja. Ja, und was macht man dann? Was macht man dann? Dann geht man einfach zu einem anderen Arzt oder was tut man? Wie gesagt, ja. Man muss da echt einen Suchen, der humanidente Hormontherapie macht. Oder es gibt ja Gynäkologen, die das macht. Gibt es ja genug. Die Gesellschaft für humanidente Hormontherapie in Österreich, die ist relativ jung, aber extrem, wie soll ich sagen, ambitioniert wirklich.

Und da sind so viele dabei mittlerweile. Und das ist jetzt schon der dritte Durchgang, glaube ich, mit dieser riesen Ausbildung. Das sind dort viele Gynäkologen, wir haben Radiologen, wir haben allgemeine Medizin. Es sind echt, echt viele dabei, die diese Ausbildung machen und es ist jetzt der Wurscht, welche Ausbildung, ob das jetzt in Deutschland bei den Grandes Dames ist oder in Österreich oder beim Hertoghe oder bei.

Es gibt wirklich unterschiedliche Schulen, aber Hauptsache, man beschäftigt sich einmal mit dem Thema und macht einmal die Scheuklappen auf und auch die haben recht. Es hat nicht nur die eine Schule recht oder die andere. Hauptsache, man beschäftigt sich damit und fängt einmal an, auf dem Gebiet zu arbeiten, weil man hilft wirklich. Es geht wirklich gut.

Manchmal ein bisschen schwieriger, aber sehr oft relativ schnell. Ja, ist halt nicht von der Stange. Und die Therapeuten sollen sich gut trauen. Das ist keine Weisheit. Man muss sich einfach einmal damit beschäftigen. Das ist jetzt nicht etwas Gutes für eine Zauberei. Jetzt haben wir eine Stunde über Frauen geredet und jetzt nehmen wir uns fünf Minuten Zeit für die Männer, oder? Das entspricht dann ungefähr dem Verhältnis der Komplexität der beiden Themen.

Ja, ganz ehrlich, es kommt hin, ja. Ja, für diese hormonell schlichten Gemüter wie uns, da zählt eigentlich nur das Testosteron oder fast nur das Testosteron? Nur, würde ich sagen, ja. Es ist nicht schon... Es spielt Progesteron auch eine Rolle, mit Stimmung, mit Entspannung, Ängste, solche Geschichten, weil, wie Andreas schon gesagt hat, Progesteron wird einfach metabolisiert und der Metabolit dockt dann an den GABA-Rezeptor oder wirkt sich auf die GABA-Produktion aus und so weiter.

Also es ist beruhigend, das ist unser Valium eigentlich. Also es ist entspannend bei Ängsten, bei Sorgen, bei Panikattacken. Progesteron verwende ich auch bei Männern tatsächlich. Und manchmal auch Lozenges. Natürlich nicht so oft wie bei Frauen, aber verwende ich schon auch. Also Progesteron ist auch wichtig bei Männern. DHA auch, schaue ich mir an.

Testosteron. Ich muss gerade so fürchterlich lachen. Aber Julia, du wirst den Witz wahrscheinlich noch nicht mal verstehen. Aber ich hatte in meinem Leben immer wieder mal mit Ärzten zu tun, die Hormonersatztherapie nach der Rimkus-Methode gemacht haben. Ja. Und die dann auch sich selbst sehr viel Progesteron verschrieben haben, weil sie festgestellt haben, dass es gut für ihre Nerven ist.

Die waren dann meistens echt faltenfrei, aber sahen alle aus wie so Schweinsköpfe, weil das dann alles so aufgebläht, wasser eingelagert war. Also ich glaube, Progesteron ist total spannend, aber man sollte ein bisschen schauen, wie viel man den Männern davon zukommen lässt. Das scheint irgendwie seltsam umgewandelt zu werden.

Rimkus kenne ich auch sehr gut, bei dem habe ich auch gelernt, also den kenne ich auch und da darf man halt mit der Dosierung dann ein bisschen, genau, also die Frauen-Dosis sollte vielleicht nicht gerade der Männer-Dosis entsprechen, aber, kann ich auch arbeiten, weil das häufigste ist natürlich DHEA und Testosteron und Hydrokortison, mit dem arbeite ich auch total viel zum Beispiel, das haben wir noch gar nicht erwähnt, also.

Das schaue ich mir auch an, aber natürlich, vordergründig Testosteron, ja klar. Beim Hydrocortison, wie siehst du das, wenn du so quasi jemanden hast, der einfach in der Früh nicht mehr hochkommt und du hast eigentlich nicht den Aufwand und die Bereitschaft, jetzt die Mitochondrienleistung und alles andere groß anzuschauen, würdest du dann auch sagen, ja dann machen wir halt einfach mal einen Test, ich verschreibe dir das in der niedrigen Dosierung und du nimmst einfach ein paar Tage in der Früh und wir schauen, ob du dann irgendwie ins Tun kommst.

Schon der Weg, oder? Ja, schon der Weg. Also oft machen wir schon einen Speicheltest dann einfach noch, um das Tagesprofil zu haben. Aber auch da ergibt sich ja aus der Basisdiagnostik, die ich habe, und aus der Anamnese gibt es ja viel. Und ich schreibe das tatsächlich sehr oft auf, gelernt durch den lieben Thierry Hertoghe.

Hätte ich mich vorher nicht getraut, aber der schmeißt das aus. Ich denke, das ist total wurscht. Und in einer niedrigen Dosierung. Und ich habe echt schon brutal gute Erfolge gehabt. Also wirklich, was diese Erschöpfung betrifft, tatsächlich auch bei Erschöpfungssyndromen, war das teilweise, stimmt, auch nicht bei allen, aber das ist ein gutes Tool, kann man gut machen.

Und ja, und sonst halt Testosteron, und das ist schon so, also natürlich sehe ich, die Männer, die zu mir kommen, haben ein Problem, das ist klar, aber bei manchen. Fallt es mir trotzdem auf, also ich behandle es nicht unbedingt ohne Klinik, wenn es junge Männer sind, aber wenn sie eine Klinik haben und es fällt auf, dann kann es schon behandelt.

Und die Klinik ist meistens eben, wie ich schon gesagt habe, so wie das Virus, Antriebsstörungen, die raffen sich gerade auf zum Job, an denjenigen, die irgendwie den Job irgendwie kommen am Abend heim, keine Lust mehr für Sport, keine Freude an Sport, die Partnerin beschwert sich, weil der Mann einfach nur mehr auf der Couch liegt und zick ist, die Muskulatur wird nicht mehr aufgebaut, Libido ist ein Riesenthema natürlich auch und die leiden dann selber.

Was machen wir dann? Da kann man auch super gut substituieren. Natürlich ist die Substitution eine Symptomtherapie, weil da muss man natürlich auch wieder schauen, wo ist denn die Ursache, warum ist denn das so? Und die häufigsten Ursachen sind halt einfach Stress und endokrine Disruptoren, also diese Umweltgifte, die direkt auf die Hormonachse einwirken und da als Störenfriede urgieren. Das ist so schnell nicht behoben.

Stressmanagement kann man machen, ist auch nicht so schnell umgesetzt. Das heißt also, wenn man die erste Linderung erfolgt durch Substitution und da kann man eben auch helfen, auf verschiedene Arten und Weise. In welcher Form substituierst du da am liebsten? Ich mache beides. Ich substituiere als Gel oder eben auch als Enantat, als Spritze. Die andere, die mache ich nicht so gerne, diese Nebido, weil die so lange Halbwertszeit hat. Das heißt, die ist überhaupt nicht steuerbar oder schlecht steuerbar.

Ich mache gerne Low-Dose, so Mikrodosis, zwei-, dreimal die Woche, je nach Befund, was die Patientin hat. Oder der Patient in dem Fall der Patient aber tatsächlich Mikrodosierung, Insulinspritzen Backloading, entsprechend kleine Menge, man muss nicht mal Angst vor der Nadel haben, weil man merkt es eigentlich nicht, Und ja, absolut. Und tatsächlich, mal wieder so das, was ich immer wieder sage, beim Mann ist es tatsächlich so, es lohnt sich mal so mit 30 oder sowas, wir haben ja durchaus auch Hörer in dem Alter, mal beim Arzt vorbeizuschlappen und mal den Testosteronspiegel bestimmen zu lassen, zu einem Zeitpunkt, wo alles noch in Ordnung war oder alles noch in Ordnung ist, weil dann muss man 30 Jahre später deutlich

weniger raten, wenn wir rausfinden, wollen, wie viel denn eigentlich gut wäre. Wie gesagt, bei der Frau ist auch das komplizierter, aber beim Mann funktioniert es mit, vier Markern und einem Zettel der 30 Jahre im Safe oder im Gefrierschrank hält, je nachdem, wo man hinlegen mag. Wie siehst du, weil fünf Minuten braucht für die Männer, Andreas?

Das ist jetzt interessant. Wir hatten irgendwann mal den Jonathan zu Besuch, der quasi gesagt hat, ja, du kannst jetzt bei uns den Testosterontest bestellen und dann geht er ins Labor und dann kriegst du ein Arztgespräch und dann sagt dir, der, ob du was brauchst oder wo du stehst und dann kann der das auch über Telemedizin akzeptieren.

Ich fand es damals großartig, weil ich halt einfach weiß, dass ich ganz viele Klienten habe, die in Excuse My French in der Arschlochgesäß wohnen und da einfach auf absehbare Zeit niemanden finden, der ihnen helfen mag. Auf der anderen Seite ist es natürlich, wenn das jetzt mit ein bisschen subtileren Mitteln und entsprechend abgestimmt passiert, das ist natürlich auch deutlich attraktiver, muss man jetzt ehrlich sagen.

Aber hältst du sowas für ganz blöd oder sagst du, ja, wenn du halt einfach wo wohnst, wo du echt keine Chance hast, dass du das irgendwie sinnvoll schon, oder? Jonathan heißt mit Nachnamen Apasu. Er war im April 2025 in Folge 163 zu Gast, die Testosteron-Krise. Ja, schau, und Testosteron ist ja immer noch voll in der dunklen Ecke.

Und ich habe so viele Männer und wenn die einen Testosteronwert von, was weiß ich, 3,5 oder 4 oder 5 haben und denen geht es halt wirklich schlecht und ich schreibe es denen auf, weil die sagen, die haben einen Hypogonadismus. Der Apotheker mischt sich ein. Das habe ich nicht gleich einmal gehabt, dass er sagt, nein, das kriegt er nicht.

Jetzt muss ich mit denen umdummteile, ich finde, sage ich, nein, ich habe es ihm verschrieben, echt, er hat das Rezept nicht gefälscht. Es wird einfach nicht akzeptiert. Es wird automatisch immer nur in die Anabolika-Szene verschoben und das ist volle Schade und deswegen finde ich Sachen, die müssen seriös sein. Ich kenne eine sehr, sehr gute Plattform und da ist diese ärztliche Betreuung wirklich gut.

Da wird das Rezept nur ausgestellt, wenn ein neues Labor, also da findet auch ein Austausch mit den Patienten Das ist halt einfach telemedizinisch. Und dann kommen die da dran und das wird mit einer Apotheke, die Zusammenarbeit und die Apotheke verschickt legales Zeug, pharmazeutisch absolut korrekte Ampullen.

Und dann ist das safe, sonst holen sie sich den Schaß irgendwo in einer dunklen Ecke und das ist ja auch nicht das, was wir wollen. Nee, also ganz ehrlich, man kann ja tatsächlich das Pulver in China bestellen und man kann es in einer Badewanne herstellen. Das ist total super, wenn man sich das danach irgendwie injiziert.

Da bringt es dann auch viel, wenn man vorher vor der Injektion ein bisschen mit dem Desinfektionsmittel über die Infektionsstelle. Drüber geht. Nein, also dementsprechend cool. Wollte ich noch abgeklärt haben, weil ich finde es natürlich schöner, jemandem zuzuhören, der wirklich mit den feinen Substanzen da arbeitet, aber letzten Endes cool.

Das ist jetzt dramatisch. Wir haben jetzt 280 Folgen gebraucht, um einmal über die weiblichen Hormone zu sprechen. Wir sind da jetzt irgendwie drüber galoppiert. 270 waren es. 270? Weil ich schon das File aufgemacht habe, um zu wissen, was wir nächste Woche machen. Okay, du bist nicht fit. Das ist jetzt Folge 271, aber wir haben genau 270 Folgen gebraucht, um da jetzt irgendwie was Gescheites zu hören über...

frauenspezifische Themen. Also wenn man dich direkt sucht, Julia, dann sollte man dich, glaube ich, nur noch im Internet auf Instagram finden und liken, weil ich glaube, deine Praxis ist ein bisschen gnadenlos ausgebucht, wenn ich das so richtig mitbekommen habe. Wenn man es trotzdem versucht, der Türsteher ist, glaube ich, inzwischen der Jens, also dein Mann, da sollte man dann die richtigen Argumente dabei haben.

Aber die anderen Dienstleistungen des Health Performance Instituts, die gibt es ja deutlich leichter als deine wertvolle Zeit. Insofern schaut euch, wenn ihr es noch nicht getan habt, ich habe es ja erst 200 Mal in dem Podcast erwähnt, das Health Performance Institut in Innsbruck an. Sie haben ein großartiges Rotlicht, sie haben eine Kryokammer, sie haben tolle Diagnostik und sie können auch alles, was den Ausdauersportler glücklich macht, also so Leistungsdiagnostik V2 und das ganze Gedöns.

Und ja, wenn man ganz lieb bittet, vielleicht kriegt man dann auch in fünf Jahren einen Termin bei der Frau Dr. Wilke. Also dementsprechend danke Julia für deine Zeit, ich weiß es sehr zu schätzen. Das war jetzt kein Ben-Unscripted-Gespräch mit den wilden Problemen. Aber wir haben jetzt einfach mal versucht, dahin zu schauen, wo ich glaube, wo wir hinschauen müssen, nämlich was können wir denn tatsächlich tun, damit dieses, etwas schlecht beleuchtete Teil unserer Gesundheitsvorsorge etwas besser beleuchtet wird.

Und ich danke dir für dein Wissen und für dein Teilen und das Entspannte dabei. Dir natürlich auch, lieber Stefan, aber dir danke ich erst, wenn du mir gesagt hast, was wir in der nächsten Episode machen, weil ich weiß, es kann es mir ja nicht merken. Eine Wohlstandspandemie behandeln wir das nächste Mal.

Ah, ich habe einen Verdacht. Ich habe einen Verdacht. Liebe Julia, ganz herzlichen Dank. Hey, vielen, vielen Dank. Good Vibes. Quantenenergie und Frequenzen im Biohacking-Alltag. Eine Kooperation von Biohacking Praxis und Lila Quantum Tech. Heute geht es um den wissenschaftlichen Hintergrund von Lila Quantum Tech und der Nutzung von Quantenenergie und Frequenzen im Alltag.

Es spricht Lila Quantum Tech-Gründer Philipp von Holzendorf-Fehling. Welche Studie zu Lila Quantum Tech stellst du uns heute vor? Heute stelle ich euch Dunkelfeld-Mikroskopie-Studien von Dr. Beverly Rubik vor, eine der Top-3-Koryphäen in den USA zum Thema Dunkelfeld-Mikroskopie-Studien und Research. Sie hat seinerzeit unsere Technologie erstmal sehr kritisch beäugt und hatte gedacht, sie könnte ja gar nicht funktionieren, weil es ja hier um Energie geht, und hat sich dann selbst eines Besseren belehrt in ihren eigenen Studien, die randomisiert Schirmkontroll, also Placebo-kontrolliert, unverblindet waren.

Und hat dort schon in der Pilotstudie dann herausgefunden, dass die Technologie tatsächlich funktioniert. Und hat mich dann angerufen und gesagt, das ist ja echt unglaublich, wie toll das funktioniert. Und ihr habt hier tatsächlich ein Problem gelöst zum Thema Blutverklumpung. Sie hat dort getestet, eine Vorhertestung komplett ohne Wi-Fi eingestellt.

Dann wurde nach zehn Minuten, nachdem Wifi eingestellt wurde, nochmal gemessen und dort wurden ganz starke Blutverklumpungen festgestellt bei allen Probanden. Das zog sich durch alle ihre Studien durch und dann wurde in einem dritten Schritt festgestellt. Wie gesagt, verblindet und Schärm-Controlled. Das heißt, es gab also ein Gerät, einen Block.

Der sah nur aus wie ein aufgeschwungener Lela-Block, der war aber nicht aufgeschwungen, der sah nur genauso aus, sodass die Obanden nicht wussten, was da eigentlich passiert. Und ganz klar wurde eben festgestellt, dass die Blutverklumpungen, also Phase 1, Phase 2 der Blutverklumpungen sich aufgelöst hatten innerhalb von nur 10 Minuten mit unserer Technologie, dass die weißen Blutkörperchen wieder aktiv waren, und dass sich auch verschiedene andere Parameter im Blut verbessert hatten.

Und zwar gab es dort eine signifikante Verbesserung durch all diese verschiedenen Segmente, die sie dort betrachtet im Blut. Es war also nicht nur marginal. Wieso ist das relevant? Im Alltag? Im Alltag ist es besonders deswegen relevant, weil das Blut ja wirklich in uns fließt. Und wenn es nicht richtig fließt, wir natürlich nicht genügend Energie haben zum einen.

Und zum anderen uns natürlich Krankheiten und auch relativ schnellen Krankheitsfällen möglicherweise ausgesetzt sehen. Also das Risiko steigt ja enorm, wenn ich ein schlechtes Blut habe, dann krank zu werden, einen Schlaganfall zu bekommen, einen Herzanfall zu bekommen etc. Das sind alles Themen, die sich vom Risiko her deutlich verstärken, wenn elektromagnetische Felder wirken und dann diese negativen Auswirkungen haben.

Und so kann ich in jeder Lebenslage mich unterstützen, eben mit unserer Technologie.

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