
Einer rennt Einer hinterher· Folge 146
#146 Ein Multitalent zwischen Konzertsaal und Olympia-Ambitionen: Österreichs Marathonrekordhalter Aaron Gruen
Dienstag, 7. April 2026 · 1 h 21
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Shownotes
Heute haben wir einen absoluten Ausnahmegast: den österreichischen Marathonrekordhalter Aaron Gruen.
Er lebt, trainiert und studiert in den USA, startet international für Österreich – und steht kurz vor dem nächsten großen Highlight: In zwei Wochen läuft er den Wien-Marathon. Österreichische Rekorde hält er bereits mit starken Stunden im Marathon und nicht minder beeindruckenden Stunden im Halbmarathon. Aber klar ist: Da geht noch mehr.
Seine Entwicklung ist beeindruckend – vor allem, wenn man bedenkt, dass er erst während der Corona-Zeit ernsthaft mit dem Laufen begonnen hat.
Und als wäre das nicht genug, bringt Aaron auch abseits der Laufstrecke Höchstleistung: Er ist ausgebildeter Cellist auf Konzertniveau und studiert Medizin an der Harvard University.
Wir sprechen mit ihm darüber, wie er Leistungssport, Studium und Musik unter einen Hut bekommt, wie sein Training aussieht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zu Hendrik gibt – und wo seine sportliche Reise noch hingehen soll. Was meint ihr - welchen Song hat das Musiktalent Aaron wohl zu unserer Spotify Playlist (open.spotify.com/playlist/0kVAZSEIqcLtDEttdsUy… ) beigesteuert?
Laufschuhe schnüren, Kopfhörer rein und mitlaufen. Viel Spaß beim Hören!
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Wir haben heute einen schnellen Gast, einen super sympathischen Gast und der kann so viel mehr als nur Marathon laufen. Aron Grün, österreichischer Rekordhalter im Marathon er lebt und studiert in den USA und was der noch alles kann, seid gespannt. Mich hat's fast umgehauen, wir legen losgehen rein, einer rennt einer hinterher euer Lauf Podcast ihr lieben, wir haben heute einen Gast und ich muss sagen, was der alles kann. Das hat mich von den Socken gehauen, dieser Mann kann nicht nur schnell laufen, Aaron Grün ist bei uns im Podcast. Ich hab n bisschen recherchiert, Wahnsinn, er hat Chemie studiert, Musik studiert, spielt Cello auf Konzertniveau und er läuft den Halbmarathon schneller
als Henrik Pfeiffer in 61 Minuten 14 studiert nebenbei jetzt noch Medizin an der Harvard University. Ja, das ist der absolute Wahnsinn, also Henrik, oder ich würde sagen willkommen, Aaron Grün. Exakt, exakt hi Aaron, super, dass du dabei bist. Heute am Ostersonntag haben wir hier n besonderes Geschenk für euch dabei, was du mal so ganz nebenbei noch unterschlagen hast, ist, dass Aaron der Marathonrekordhalter in Österreich ist. Ne 2 Stunden 9.
Das lässt du dann untertisch fallen, bei allem was da noch so auf der Habenseite ist. Also n echtes Multitalent das. War auch das erste tatsächlich, als ich ja mal ein bisschen über dich gelesen habe und recherchiert habe. David hat das hört ja gar nicht mehr auf, das ist ja wirklich verrückt und super interessantes, interessantes Leben, auch ne können wir gleich ein bisschen drüber sprechen.
Also wir haben heute wirklich einen richtig coolen Läufer zu Gast, deutschsprachig, super, ne als Österreicher, da haben wir es immer leicht wenn wir österreichische Gäste haben, super, dass du dabei bist. Wir freuen uns riesig, dass du dir die Zeit genommen hast. Ja, freut mich auch. Vielen Dank, dass ich, dass ich heute am Ostersonntag.
Bei euch im Podcast sein kann. Ach und super. Und ich habe gerade erfahren, das kannst du jetzt an Hendrik Mal direkt weiterreichen. Du bist gerade in Boston und kannst fast auf die Ziellinie schauen. Ja, ich bin ungefähr 300 400 Meter von der Ziellinie vom Boston Marathon entfernt und ich weiß, da läufst ja du in 15 Tagen. Ja, wir haben im Grunde das gleiche oder fast das gleiche Ziel bei dir.
Ich bisschen paradox, dass du jetzt genau da gerade bist, aber für dich geht es ja auch dann in 14 Tagen, wenn ich mich nicht täusche, dann los beim Wien Marathon, ne Heimspiel für dich. Also wir haben ziemlich nah beieinander unsere absoluten Saisonhöhepunkte, aber ne ganz lustige Fügung des Schicksals, das jetzt ausgerechnet genau da sitzt auf der Ziellinie, wo ich jetzt gerade ewig drauf hinarbeite und im Grunde wir einen fliegenden Wechsel machen, ne, ich flieg rüber, du kommst dann hier nach Europa, nach Österreich und das ist dein großes nächstes Rennen und da wollen wir natürlich ein bisschen drüber sprechen wie du. Jetzt auch so eine Vorbereitung angegangen bist, was du dir vorgenommen hast.
Und wir haben ja einen relativ parallelen Zeitplan, deswegen natürlich jetzt auch in den in den letzten Wochen und Monaten gehabt und ich bin mal gespannt, was für Parallelen wir da aufdecken können oder auch was für Unterschiede. Und ich freue mich ganz kurz und ich freue mich, weil mein Highlight ist auch in 3 Wochen der Hermannslauf, ein langer Riemen, 31 Kilometer und ich schaue jetzt mal, was ich als Hobbyläufer für Tipps vielleicht mitnehmen kann.
Aber ganz zu Beginn stell dich doch gerne mal kurz vor, darf ich sagen, dass du noch. Noch sehr ich. Ich weiß wirklich nicht wie alt du bist. Das wirst du uns jetzt verraten. Du siehst auch noch verdammt jung aus, also und Studien schon abgeschlossen Aaron Wahnsinn, erzähl bitte mehr wie alt bist du und wie geht das?
Ja, so, so jung bin ich jetzt auch nicht mehr. Aber danke, das ist sehr nett. Ja, für den Marathon, ja, ich bin 27 eigentlich ja ich ich. Kam also ich. Ich fühle mich eigentlich noch wie ein wie ein Hobbyläufer. Ich kam eigentlich eher zufällig zum Laufen, ich war schon immer ja sportlich, aber mein mein Hauptfokus lag lange Zeit auf auf der Musik, ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr Cello und während der Pandemie war ich für ein Jahr in Prag, um dort an der Musikhochschule zu studieren.
Jeden morgen, bevor ich ja stundenlang geübt habe, bin ich am Fluss entlang gelaufen, und das war sozusagen mein, mein ja, Anti stressprogramm. Man konnte ja in der Zeit nicht irgendwie ins Fitnessstudio oder so. Und ja, in dem Jahr habe ich gemerkt, also das war 2020, dass wie gut mir das laufen tut, und als ich dann zurück in die USA gekommen bin, da habe ich zu dem Zeitpunkt Chemie und Musik auch studiert. Habe ich dann meinen ersten Marathon gelaufen und daraus entwickelte sich dann ja ein ein echtes Trainingsprogramm. Ist ne.
Ganz, ganz interessante Sache, ne da den Einstieg so zu finden. Also es ist ja so immer dieses Paradebeispiel in der Coronazeit irgendwie das laufen so richtig für sich entdeckt zu haben und ganz interessant finde ich auch wirklich, wie du es dann jetzt diesen Switch dann eben so geschafft hast.
Also wie? Wie sehr hast du das Musikspielen runtergefahren und wie sehr hast du dann so richtig zum Leidenschaft für das Laufen da ausgebaut? Also oder oder ist es immer noch so, dass du dich genauso intensiv deinem ursprünglichen Hobby nachgehst? Ja, leider. Zurzeit ist das Cello spielen Musik etwas weniger, das vermisse ich schon.
Es gab eine Zeit während der Pandemie und auch danach, wo ich schon. 8 Stunden pro Tag geübt hab oder im Orchester gespielt hab oder wie auch immer mich mit Musikern, mit irgendwas mit der Musik beschäftigt hab. Und momentan sind es jetzt eher noch 3 Stunden pro Woche. Also es ist deutlich weniger und ich hab letztendlich nur eine geringe Anzahl an Jahren wo ich auf diesem Niveau laufen kann. Und Musik wird noch mein ganzes Leben lang ein eine, ja ein großes Hobby werden.
Auch ganz, ganz toll Cello. Ich denke immer direkt an solgabetta hab ich glaub ich richtig ausgesprochen, ne prominente Dame am am Cello lieber Aaron Verrat uns doch bitte wie schnell du deinen ersten Marathon gelaufen bist. Das würd mich interessieren. Also ich bin ja im letzten Jahr auch eingestiegen mit meinem Debüt, wie war das bei dir, wo bist du ihn gelaufen, wie schnell war der Marathon und wie hat es sich angefühlt? Ja, ich beim ersten Marathon, das war in Providence. Also das ist eine kleine Stadt, eine Stunde oder so von Boston entfernt, da habe ich studiert und den Marathon bin ich in einer Zeit von 2 Stunden 34 Minuten gelaufen, wurde dabei Dritter, aber mein Training war,
also ich war mein eigener Trainer, sozusagen, habe meine Workout selber erstellt und habe auch viele Fehler im Training gemacht. Habe mich dann auch verletzt und musste vor dem Marathon, also an dem Morgen noch 8 Tabletten Ibuprofen schlucken, damit ich durchkommen konnte. Ja, das daraus habe ich schon viel gelernt, danach habe ich auch mit deinem Trainer gearbeitet und habe dieselben Fehler nicht noch mal gemacht. Aber dann ist ja auch wirklich erstaunlich, diese Steigerung, die du seitdem dann in ganz, ganz kurzer Zeit geschafft hast. Das ist ja wirklich was sehr, sehr seltenes. Ich erinnere mich auch richtig gut an das. An dieses Bild wo du, wo du diesen Marathon Recall aufgestellt hast, diese 2 953,
das war auch tatsächlich das erste Mal, dass ich auf dich aufmerksam geworden bin oder irgendwie mit dir in Berührung kam, weil das ging ja wirklich bei bei im Internet Social Media richtig gut viral. Ne, dieses ungläubige Gesicht wie du da auf die Uhr drückst und das ja sag mal von der Kulisse her wirklich bei so einem Wald und Wiesen Event ne ohne ohne Gefühl Zuschauer und wär auch in Rennen in den USA gewesen du ja ich kann es dir auch kurz erklären ne du du lebst da aktuell ja auch in den USA.
Also das das finde ich wirklich sehr, sehr spannend. Also ist das ist das einfach so gekommen oder hast du wirklich dieses Ziel dann auch frühzeitig schon ins Visier genommen, um dann wirklich diesen diesen leistungssportlichen Ehrgeiz zu entwickeln, weil der Einstieg, der war ja dann wirklich eher spielerisch und gar nicht so ambitioniert.
Ja, ich wusste, was der österreichische Rekord ist. Und ich bin auch im Jahr davor Chicago gelaufen, in Chicago im Marathon. In 2 stunden 14 minuten. Ich hab wirklich a Krämpfe bekommen in den letzten Kilometern und hab meine Zielzeit von 212 213 dann auch nicht erreicht. Du weißt es bestimmt, beim Marathon ist es ja so, dass man nie wirklich weiß, wie es dann ausgeht und deshalb war ich auch ziemlich überrascht.
Ich wusste, ich kann dieses Tempo für 30 Kilometer 32 Kilometer halten und danach? Wusste ich einfach nicht was wie es mir dann geht, körperlich, mental. Und das war ein Rennen, das hat das, das wird jedes Jahr in in diesem Wald so wie du, wie du erläutert hast, findet es dort statt, und das war letztes Jahr als Event so, ja, die, die haben versucht, so viele wie möglich nach Tokio zur WM Quali.
Also eine WM Quali zu erreichen und wir es gab dann tatsächlich auch 3 Athleten, die das dort geschafft haben. Ich war einer davon. Das war verrückt. Also einmal ganz kurz direkt dazwischen gefragt, Aaron, wenn ich das jetzt so rekapituliere du hast in der Corona Zeit angefangen, einfach so wie viele ein bisschen zu joggen, nebenbei intensiv Cello gespielt. Und jetzt bist du bei einer Zeit von unter 210 und österreichischer Rekordhalter nebenbei eine Halbmarathonzeit von 6114 gehen wir gleich noch mal drauf ein. Ganz kurz gefragt, wie hast du denn die Kilometer gesteigert, wie hast du angefangen mit wieviel Kilometern die Woche und wie hast du das hochgefahren und wo bist du jetzt wie wie? Funktioniert sowas eigentlich
laufe ich seit der siebten Klasse, aber das war damals wirklich nur als als Hobby. Ich war im Leichtathletik Team und. Habe seit der siebten Klasse war meine da, da war meine Kilometerzahl weiß ich auch nicht 2030 die Woche. Also ich hatte schon eine kleine Basis davor, aber jetzt auch nicht wirklich irgendwas mega großes wie das halt dann so in der 11.12.
Klasse so ist und da habe ich mich eher noch aufs auf aufs Lernen konzentriert. Zur Corona Zeit habe ich wirklich nicht ans ans intensive Training dran gedacht. Ich habe einfach nur meine, ja mein meinen täglichen Lauf gemacht und das war es. Es fing dann erst wirklich in Jahr 2000 sagen wir mal 23 an, als ich mit einem Trainer gearbeitet habe und da habe ich wirklich erstmal entdeckt wie es so ist auf einem hohen Niveau zu trainieren und.
Da war meine Kilometerzahl in der Woche vielleicht so um die Jahrhundert 120. Ich bin dann auch den Boston Marathon gelaufen, eine Stunde 21, das war in 2023, also ich habe innerhalb von einem Jahr meine Marathonzeit von 234 auf 1 21 ja verbessert und. Dann hab ich auch Trainer gewechselt, war auch im Team und dann fing wirklich das das intensive Training an. Mittlerweile ist meine Kilometerzahl vielleicht bei ja so um die 160 bis 200 die Woche, na. Da bist du natürlich dann auch in diesen Umfängen. Ne die die am Ende dann einfach nötig sind um diese 2 Stunden 10 tatsächlich dann auch.
Zu brechen also das hab ich auch deutlich gemerkt, als es dann so gelungen ist, wie ich mal auch mehr mal zu 200, dann vielleicht da stehen zu haben bei einer vernünftigen Qualität, ne, dann ging es auch noch mal n ganzes Stück auch auch wieder voran und aber wie interessant, dass dein Körper das auch so gut ausgehalten hat. Also ich glaube ich hatte tendenziell mehr Jahre um da rein zu wachsen, auch in die hohen Umfänge und das ist dir wirklich in sehr sehr kurzer Zeit gelungen, also war warst du immer schon so eher verletzungsunanfällig oder hattest du auch schon mal in den letzten Jahren, jetzt wo du es auch so hochgefahren hast, dann auch mal n Rückschlag gehabt. Ich hatte ein paar Rückschläge.
Ich hatte einmal eine Stressreaktion, aber konnte durch ja gute gute ärztliche Betreuung und auch Betreuung von Massagetherapeuten und so das schnell wieder überwältigen. Und ansonsten? War ich eigentlich die ganze Zeit gesund? Ich achte sehr drauf, genug Schlaf zu bekommen, auf eine ausgewogene Ernährung und auch wöchentlich meine meine wöchentliche Massage, die, die sehr wichtig ist. Ganz spannend auch finde ich auch aus höherer Perspektive ne, dann ist es jetzt sehr amerikanisch und sehr amerikalastig und ne und wir haben dich jetzt österreichischen.
Rekordhalter vorgestellt. Du hast eine sehr, sehr spannende Familiengeschichte, auch und selber eben auch diesen großen Amerika Bezug, Orte, das vielleicht noch mal ein bisschen ein für jemanden, der dich noch gar nicht kennt, also warum Österreicher, warum nicht Amerikaner, wie ist da dein Weg tatsächlich gewesen? Ich, also ich hab die österreichische Staatsbürgerschaft in 2022 bekommen. Mein Ja, mein mein Großvater ist in 1993 in die USA geko. Nee sorry 1939 ist er in die USA gekommen und ist aus aus Österreich geflüchtet und ja er er mit mit seiner Familie damals und.
Die haben eigentlich nie wirklich über den Holocaust gesprochen, was immer präsent war, war die Erinnerung an das alte Wien, die Stadt ihrer Jugend und erst seit, wie gesagt, seit 4 Jahren bin ich Österreicher, dadurch, dass ich Familie hab, die aus, die aus dem Holocaust fliehen mussten. Bin ich tatsächlich auch drauf gestoßen?
Ne, dass dass du jetzt auch in Amerika tatsächlich diese Zeit auch noch mal n bisschen anders wahrnimmst? Ne, also der sag ich mal. Raue politische Wind, der da gerade auch Heerstraße ja tatsächlich auch n bisschen öffentlich zu geäußert, fand ich auch sehr spannend und auch mutig, ne, da eben auch ne Position zu ergreifen, aber gerade auch mit deiner persönlichen Familiengeschichte fänd ich das, auch wenn es jetzt vielleicht nicht ganz diesen ganz engen Laufbezug hat, schon aber auch mal spannend, wie du das da gerade erlebt hast und vor allem auch die ganze Phase seit Corona bis jetzt. Ob das für dich ja anstrengender ist das ganze gerade ne, also Werte könnt ihr selber mal nachlesen, wenn ihr Aaron Google ne findet ihr einiges dazu.
Du hast es als unangenehm bezeichnet aktuell in den USA zu leben. Ist das für dich tatsächlich gerade gefühlt NN Handicap? Würdest du dir die Mannschaft vielleicht sogar wünschen, tatsächlich auch mehr Zeit in Österreich verbringen zu können? Und hat das auch Auswirkungen auf deinen deinen sportlichen Werdegang?
Jetzt weiterhin ne, du hast ja ganz klar formuliert, Ziel Olympische Spiele in den in den USA in LA und ist natürlich dann schon wieder auch n cooler Bogen der geschlagen werden könnte, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das alles gerade relativ wackelig und ruckelig ist, ne? Ja, es ist nicht leicht und vor allem als Medizinstudent sehe ich, wie. Patienten auch leiden und nicht mal von. Also ich muss keine politische Stellung hier nehmen, um zu sagen, dass es ja, dass man sieht, wie sehr es vielen Leuten hier wirklich schlecht geht.
Es kommen sogar die dieses Eis, diese Eisagenten in die Krankenhäuser und nehmen Patienten mit, und das ja ist auch wirklich schwierig. Psychologisch, damit damit umzugehen, was ich hier toll finde ist, das ist die ist mein meine Trainings, meine Trainingsumfänge und ich versuche, mich ein bisschen von dem ganzen politischen zu entfernen, vor allem, wenn ich jetzt, wenn der Fokus auf einen Marathon liegt, ich es es ist. Ich würde am liebsten mehr Zeit in. Europa in Österreich verbringen und meine Eltern leben in München oder etwas außerhalb von München. Aber momentan hab ich den Fokus oder liegt der Fokus auf mein Medizinstudium und den diesen diesen Studiengang will ich auch zu Ende bringen.
Ohne zu politisch zu werden, aber du hast ICE angesprochen und man weiß, dass Donald Trump für Universitäten, glaube ich, nicht so viel übrig hat. Wie spürt man das an der Universität, Du bist in Harvard, ist der Wind dort irgendwie rauer geworden? Ja, also ich, ich studiere, wie du sagst an Harvard und dort haben wir ständig Debatten über gesellschaftliche und politische Themen.
Aber manchmal fühlt es sich trotzdem wie eine Echokammer an. Die Gespräche sind zwar differenziert und und gut gemeint, aber sie finden oft unter Menschen statt, die ähnliche Werte und ähnliche Perspektive haben, und es gibt eine große, einen großen Anteil an der Bevölkerung, die eine ganz andere Meinung haben und. Wir kommen gar nicht mit denen in Kontakt, also an den Universitäten verändert sich nicht viel im Diskurs. Natürlich gibt es finanzielle Schwierigkeiten, Harvard wird wahrscheinlich, denke ich, OK sein, die haben genug Geld, aber das schwierige ist ja, wie kann man Menschen mit so unterschiedliche Werte irgendwie noch zusammenbringen und ich weiß nicht, ich hab da leider
keine Lösung. Ja, profitierst du? Profitierst du da von dem sag mal auch sportlichen Umfeld, also die die Ganze das ganze Unisystem in USA ist ja extrem sportlerfreundlich hast du dadurch tatsächlich auch vor Ort vielleicht den ein oder anderen Trainingspartner mehr oder wie ist grundsätzlich dein Trainings Setup?
Du hast gesagt du arbeitest da mit Coaches zusammen, muss man erst mal überhaupt an einen rankommen, ne und überhaupt einen erst mal finden der der auch das Nowe hat den man sich dann auch so anvertraut finde ich auch sehr spannend wie dir das tatsächlich dann in den USA gelungen ist, wo ja auch n sportlichen etwas anderes System herrscht als als bei uns zum Beispiel jetzt in Europa. Ja, du hast Recht, das ist hauptsächlich für die Bachelor Studenten so.
Also ich bin jetzt im Medizinstudium, das ist ja in den USA kein Bachelor Studium mehr, man muss erst einen Grund einen basisstudiengang Studiengang machen absolvieren. In meinem Fall war das Chemie und Musik und danach kann man erst Medizin studieren ich kam ich lief also ich war nie im Team für meinen, für meine Uni. Ich hab im in der Stadt von Providence einen Trainer kennengelernt, der war schon älter und hab mit ihm meinen ersten Boston Marathon gelaufen.
Da war meine Zeit 2 Stunden 21 und er oder in der Stadt von Providence gab es noch einen anderen Laufclub, der heißt Rhode Island Truck Club. Und es gab da viele, ja eigentlich ganz so Elite Elite Läufer. Also Providence ist eigentlich eine Stadt, wo es viele sehr gute Läufer gibt, auch welche, die bei den Olympischen Spielen für die USA dabei waren und ich hab mich dann in mit dem Coach, mit dem Trainer in Kontakt versetzt und seitdem bin ich bei ihm, der heißt Kurt. Der ist Kanadier und er lebt immer noch im Province. Ich bin in Boston, also wir sehen uns jetzt nicht unbedingt jede Woche, aber ich hab hier in Boston durch der Love Community auch andere kennengelernt und die arbeiten jetzt auch mit dem Kur zusammen.
Also wir haben ein Team von 5 oder 6 Läufern die mit denen ich öfters auch Workouts machen kann und. Das finde ich, ist ist sehr wichtig, dass man irgendjemand hat, um diese längeren Workouts, diese längeren Einheiten auch, ja, damit man da durchkommt. Schauen wir es dir doch mal n bisschen genauer an. Also gerade jetzt mit dem mit dem tollen Ziel Wien Marathon, da juckt es dir wahrscheinlich besonders in den in den Beinen, ne, da dann eben auch in in deiner ja kann man sagen, erste oder zweite Heimat ganz schwer zu sagen in deiner Heimat auf jeden Fall da eben auch zu performen, also was was ist deine?
Fall erstmal deine Zielstellung, die du jetzt für Wien gesetzt hast. Wir sind ja jetzt in der Phase, wo das Haupttraining in den letzten Zügen ist. Es wird dann bald ins Taping rübergehen. Ich hatte heute zum Beispiel noch einen ganz, ganz massiven Tag, den ich bewältigen musste, wie also was hast du dir vorgenommen und wie hast du in den letzten Wochen darauf hingearbeitet auf das große Saisonziel im im Frühjahr.
Ja, also als Ziel ich. Ich will keine Zeit, kein Zeitziel. Anstreben, weil das ist beim Marathon immer schwierig. Man weiß nie genau, wie das am Tag dann aussieht. Natürlich würde ich gerne eine 2 und eine andere Zahl als 9 als als Ziel setzen, aber mal schauen, wie das dann tatsächlich ausgeht, einen einen natürlich würde ich gerne auch meinen eigenen Rekord noch verbessern in diesen letzten 22 Wochen.
Mache ich eigentlich nichts Besonderes mehr. Also es sieht immer gleich aus. Gestern bin ich noch, das war eigentlich in einem Rennen selber 15 Kilometer bin ich noch gelaufen, als ein bisschen schneller als Marathon pace, und ich halte ansonsten alles bewusst simpel und versuche mich eher mental vorzubereiten. Die ganze Arbeit ist ja eigentlich schon gemacht. Vor ich bin im Januar den österreichischen Halbmarathonrekord gelaufen, in Houston und davor hatte ich sogar ein paar schlechte Einheiten. Also ich glaube die 3 Workouts davor waren richtig schlecht. Ich musste sogar einmal aufhören und ich bin ehrlich dann mit Houston bin ich.
So umgegangen, dass ich gesagt hab, ja, ich schaue einfach mal, wie es geht. Aber die Form, die Arbeit war war trotzdem da. Also auch wenn sich die letzten Wochen nicht perfekt anfühlen, vertraue ich einfach dem Prozess von den letzten Monaten. Ja, spannend was du sagst, das Mentale, der Kopf, das ist einfach entscheidend und man sieht, egal ob Profi oder es gilt eigentlich für alle, ich denke es ist einfacher, die Erwartungen ein bisschen runter zu schrauben. Natürlich braucht man eine Zielsetzung, eine realistische Zielsetzung, aber Erwartung so n bisschen runter, Leistung hoch glaube ich ist meine Überzeugung aber lieber Aaron was mich noch interessieren würde, wie sieht es denn bei dir mit den Unterdistanzen aus?
Also die 6114 auf dem Halbmarathon? Wie ist das so über 10 Kilometer zum Beispiel? Was hast du da stehen? Ja, nur ganz kurz. Dazu meine 10 kilometer zeit. Offiziell ist glaube ich 30 01 und ja die meine 10 Kilometer Zeit genau also im Halbmarathon war meine 10 Kilometer Zeit schneller, nicht nur bis Kilometer, ja ich glaube sogar. Fast eine Minute schneller.
Ja, da gehst du, da gehst du auf jeden Fall unter unter 29. Durch. Ja. Also ich bin überhaupt nicht auf diesen, auf diese kürzeren Distanzen scharf und ich komme auch nicht von einem Hintergrund, wo ich mit kürzeren Distanzen unbedingt angefangen hab. Ich bin. Meine Parallele nicht. Genau ich. Ich hab mit dem Marathon angefangen und dann war es eigentlich ein Ziel. Ja, jetzt muss ich etwas schneller im Halbmarathon werden, damit ich einen besseren Marathon laufen kann. Und das ist n erstaunliches Muster. Ne was man bei vielen Athleten tatsächlich auch sieht, bei aber genauso vielen auch ganz das Gegenteil. Also es gibt Athleten, die können ne schwache Unterdistanz transformieren in richtig guten
Marathon. Ich glaube, da sind wir beide eher Typ für. Es gibt aber auch Leute, die Wahnsinnige 10 Kilometer Zeiten, Rennen und Bahnzeiten auch schaffen, die ich mir selber nicht zutrauen würde, die aber dann diese Transformation auf den halb und auch vor allem auf dem Marathon nicht so gut hinkriegen, also deswegen immer ganz interessant auch zu beobachten, wie sich sehr, sehr starke Trackläufer die 10000 Meter Weltspitze sind, dann auf der Straße schlagen, das klappt manchmal richtig gut, wir haben jetzt als Beispiel auch Gran Fisher ne jemand gehabt, der war ne, das fand ich auch spannend. Wie du es wahrgenommen hast in Amerika war das ja n Riesenthema als er da in New York have jetzt
gelaufen ist. Ich selber würd das sogar gar nicht so negativ einordnen, wie wie öffentlich es eingeordnet wurde. Ne, da hat er ja ordentlich Kritik bekommen, dass er da nur in der 60er Zeit gelaufen ist. Ich war bei New York natürlich dabei und weiß was für ne Strecke das war und auch wie stark das Feld tatsächlich besetzt war, aber es wurd auf jeden Fall als Misserfolg gewertet und ich glaub er hat für sich persönlich auch als Misserfolg gewertet. Klar, wenn du Olympiamedaille gewinnst, 26 30er Bereich, der irgendwo will ich mich ganz toll eben in dem Bereich da unterwegs bis auf 10 willst du wahrscheinlich ein bisschen mehr, aber das ist immer ein ganz gutes Beispiel dafür, dass das nicht selbstverständlich ist
und dass diese Fähigkeit im Marathon noch mal eine völlig andere ist als auf der Bahn. Aber klar, wenn du eine richtig gute Bahnleistung stehen hast, hilft dir das so, aber es kann auch genauso gut nicht aussagen und das war sicherlich auch eine Sache, die du verfolgt hast. Ne hier das Debüt von Gwen Fisher in New York beim Halbmarathon.
Ja, wir waren natürlich alle sehr interessiert, wie, wie geht es ihm dabei? Ich weiß, letzten letzten Sommer bin ich mit ihm, da war ich einen einen Monat lang in Utah, wo er trainiert, und ich war mit ihm bei oder hab ihn bei seinem längsten Lauf begleitet, das waren damals 32 Kilometer. Zu dem Zeitpunkt zumindest. Und er schaut einfach wirklich.
Also seine Form sieht einfach so easy aus, also es der Lauf dann 3 Minuten pro Kilometer und es sieht aus wie 5 Minuten pro Kilometer, also es es war dann schon. Ja ich hab mich schon interessiert wie es ihm dann geht und. Wie du sagst, man weiß es nie, wie man dann mental auch umgeht, wenn es dann wirklich hart wird in den letzten Kilometern beim Halbmarathon und ich weiß für mich selber, ich bin generell sehr gut irgendwie diese letzten Kilometer da da, die kann ich überwinden, aber beim schnelleren Tempo, da machen meine Beine einfach nicht mehr mit. Ja, ich wollte Fragen bei dieser mentalen Arbeit. Was kann man denn da vielleicht von dem Konzertschillisten Aaron lernen, also Musik, da spielt
sich doch auch ganz viel im Kopf ab, gerade in so einem Orchester stelle ich mir vor, also was passiert denn da, kann man da vielleicht irgendwas überleiten, die Fähigkeiten, die du ja in so einem Konzert besitzt, dass du die in den Marathon überträgst? Also ja und nein. Ich. Ich fange erst mal mit dem. Also viele fragen mich, ob es so etwas wie ein gemeinsamen Nenner zwischen Laufen und Musik gibt, ob sich die Bereiche gegenseitig helfen.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es eigentlich genau das Gegenteil ist. Gerade weil die so unterschiedlich sind, funktioniert es für mich so gut. Ich kann jeweils einen anderen Teil meines Kopfes oder Körpers nutzen, ohne dass sich die Bereiche gegenseitig irgendwie so auffressen, gleichzeitig von der Musik, von meiner Zeit, wo ich wirklich viel geübt habe, gab es Phasen, wo ich viel mental geübt habe, also ich habe meine Augen zugemacht und einfach daran gedacht, wie fühlt es sich an, auf der Bühne zu setzen und.
Zu sitzen und und mit einem Orchester ein Konzert zu spielen. Und das, genau das mache ich auch vor einem Marathon. Ich stelle mir die Strecke vor, ich weiß genau, was ich zu jedem Zeitpunkt denke, das ist für mich sehr wichtig, sonst kann es oft zu einer so Denkspirale kommen, wo ich dann nur negative Gedanken habe, aber wenn ich schon genau weiß, was ich zu jedem Kilometer an was ich zu jedem Kilometer denke, dann. Weiß ich, dass ich auch durch diesen Marathon oder Halbmarathon gut durchkomme?
Interessante Strategie halt. Kenne ich tatsächlich so noch gar nicht. Also ich selber mache es, wir haben ja oft auf Bewältigungsstrategien von so einem Marathon hier in Podcast gesprochen, ich habe es ja immer so gesagt, ich, ich teile mir so ein Ding eher ein in in Blöcke und denke immer so, jetzt knabber ich hier von den nächsten Fünferblocken wieder einen ab, aber 1 von 5 ist eben nicht 1 von 42 ne so und bewältige das dann eher so und rechne relativ viel. Aber aktiv an etwas zu denken bei jedem Kilometer finde ich auch eine sehr spannende Herangehensweise. Ich ja, es gibt Unterschiede und Gemeinsamkeiten, sicherlich ne, das ist würde ich sagen, eher natürlich ein Unterschied, ich fand auch ein Unterschied, du
hast es gerade angesprochen, dass dein Tapering und die ruhigere Phase vor dem Marathon bei dir offensichtlich ein Tick länger dauert als bei mir. Ich bin jemand, der noch ein bisschen näher ran trainiert, also ich bin jetzt wirklich noch in mittendrin in dem ganzen Prozess, habe auch jetzt im Laufe der Woche auch noch mal richtig was was, was mich erwarten wird. Und macht dann in der Regel eher so. Ja 7 bis 9 Tage Tapering, wobei, vielleicht beginnt es dann 9 Tage vorher, aber am siebten Tag vom Rennen steht dann auch immer noch mal n großes Workout an.
Bei dir klang es eher so, als wären es eher 2 Wochen, wie es denn grundsätzlich jetzt auch in den Wochen, wo du dann den Hauptteil auch der Arbeit, die du eben angesprochen hast, gemacht hast. Wie wie strukturierst du das, was ist deine Philosophie? Bei mir ist es. Diese Blockstruktur hast du vielleicht schon mal gehört, dass ich oft tempoläufe, lange Tempoläufe mit dem Longband kombiniere, um müde in diesen Tempoläufe in den Longband zu gehen. Von den Tempoläufen müde noch bin, um das Stehvermögen zu trainieren.
Das ist so ein Ansatz, den ich verfolge und habe dann eher so eine Woche immer in 2 Blöcke geteilt, die unterbrochen sind vom Easy Day, wo man dann schon noch Kilometer macht, aber natürlich dann nicht so hart reingeht. Hast du auch einen ähnlichen Ansatz oder ist es bei dir über die ganze Woche verteilt? Es ist eigentlich ziemlich verteilt ich, ich weiß. Also ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, aber im Marathontraining will ich mich eigentlich immer so fühlen, als könnte ich noch ein bisschen mehr laufen. Ich halte mich immer bewusst zurück geht es dir auch so beim beim Marathontraining oder am Anfang auf jeden Fall. Ne also die es ist so schon so, dass die also die ersten 10 Kilometer sich immer so anfühlen
müssen und auch sollten würde ich sagen. Dass dass es eigentlich noch gar nichts ist, dass man eher sich unterfordert fühlt und dass dann eher ich hab das immer dieses Bild aufgemacht, als hätte man so n Sack mit Blei auf der Schulter und der wird immer schwerer und am Anfang ist es noch nichts oder auch bei 20 ist es noch nicht allzu schlimm und dann irgendwann ist aber der Punkt erreicht, wo es dann exponentiell schwieriger wird und dann ist eben die Kunst, das durchzuziehen, da hinten raus, dass das eigentlich diese Kunst des Quälens ist. Und deswegen kann ich mir auch vorstellen, dass es nicht für jeden Trackläufer gut klappt.
Weil du da tendenziell auch laktatverträglichkeit brauchst und mobilisieren musst. Das musst du beim Marathon nicht. Du arbeitest beim Marathon aus meiner Sicht eher gegen die immer ansteigende Müdigkeit an und versuchst da deinen Platz nicht abzugeben, sag ich mal, wieso gegen so ne Wand die du durchlehnst, die immer mehr auf dich hindrückt und wenn du auf dem Track bist, da hab ich es eher so empfunden, dass du am Ende wirklich noch mal in diesen sauren Bereich gehst. Richtig noch mal drücken musst.
Aber irgendwie ist das eine andere Belastungsart. Also das ist das Bild, was ich einem am ehesten da aufmachen würde. Ja, genau. Wie ist das denn bei euch beiden mit den Pulswerten? Also wir alle 3? Ich glaube, das ist auch eine Gemeinsamkeit spielen. Jetzt wollte ich schon beinahe sagen, Arbeiten auf jeden Fall mit einer choros Uhr zusammen, ich bin begeistert, ihr beiden glaube ich auch.
Wie sieht es mit dem Puls aus? Also ich habe das jetzt wieder gemerkt in Berlin, ich bin Halbmarathon gelaufen und war viel. Schneller als erwartet. Ich orientiere mich mittlerweile nicht nur im Training, sondern auch im Wettkampf echt am Puls und ich weiß, das ist ja sehr individuell, aber ich weiß, wenn mein Puls gerade jetzt beim Halbmarathon, klar, da darf er etwas höher sein als beim Marathon. Aber wenn ich anlaufe, und der ist dann so Anfang 160, dann mitte 160, dann weiß ich, hey, das ist ein sicherer Bereich, den kann ich sehr gut kontrollieren. Alles bis 170, da bekomme ich keine Probleme und dann habe ich gesehen, er ist leicht angestiegen bis Kilometer 10 ich fühlte mich immer noch verdammt
frisch, ich hatte so einen Schnitt von knapp unter 350 und dann bei Kilometer 10 ist er zum ersten Mal so auf die 170 war für meine Verhältnisse wie gesagt immer genau. Ganz individuell natürlich, am Maximalpuls gemessen und so weiter immer noch gut und da habe ich mich dann von Kilometer zu Kilometer immer weiter dran orientiert, bis ich dann nachher wusste, Pass auf, bis ins Ziel schaffst du jetzt kannst du auch einfach nach oben hin offen laufen lassen, ist das bei euch auch so oder spielt das im Wettkampf?
Bleiben wir erstmal jetzt im Wettkampf überhaupt keine Rolle, der Puls. Also für mich im Wettkampf gehe ich eigentlich. Nur mit Gefühl um. Also wie geht es mir? Ich schaue immer gerne danach auf den Puls, aber was toll an der Chorus Uhr ist ist, dass man auch den Puls auf dem Handy sehen kann, also im Training dann ich weiß wir sollten über Wettkampf reden, aber im Training kann mein Trainer neben mir Fahrrad fahren oder im Auto sitzen und schauen wie ist mein Puls und mir dann.
Anweisungen geben also, das kann man nicht unbedingt immer, da kann man nicht immer davon ausgehen, dass das so gut klappt. Aber du guckst im Wettkampf die. Möglichkeiten, die man da, nee. Genau. Also im Wettkampf. Wir beide glaube ich nicht. Nee OK mach ich, mach ich auch nicht. Es ist schon interessant, wenn du in Höhe trainierst.
Ich weiß nicht, ob du da schon Erfahrung mitgemacht hast. Beim Höhentraining gucke ich dann schon auch öfter mal auf den Puls. Das Gute ist finde ich bei cos natürlich, dass man nicht diese diesen diesen Brustgurt hat, der eher nervig ist, sondern dass man es eben. Mit diesem oberarmgurt Sensor messen kann was ich, was ich sehr hilfreich finde, weil man es dadurch tendenziell auch vielleicht noch einmal zweimal mehr anlegt als was sonst machen würde, wenn man eben das nicht als störend findet, sondern eher als angenehm und hilfreich. Ich selber gucke auch gern hinten nach dem Wettkampf und auch nach dem Training rein in die in diese große App, wo es dann auch sehr gut erfasst hast.
Du hast gerade gesagt, das geht auch in Echtzeit tatsächlich was, was ein sehr sehr cooles Feature auch ist. Wenn du einen Trainer hast, der viel mitfährt und dabei ist und. Aber Pulswerte sind für mich nicht unwichtig. Also ich gucke es mir auch, vor allem meine Wettkämpfung gerne an. Ich habe auch ein bisschen die Erfahrung gemacht, dass ich jetzt, wo ich ins gehobene Alter komme, ja wo ich das vielleicht ein bisschen länger, jetzt einfach auch schon mache, dass das eigentlich gar nicht der Faktor ist. Also das war schon was anderes früher, als ich dann eher vielleicht auch noch auf der Bahn war oder auch auf Zehnerwände unterwegs war, da gab es dann schon mehr mal diese Spitzen, diese Pulsspitzen, wo,
wo man auch gesehen hat, hier wurde noch mal richtig mobilisiert. Aber es deckt sich eigentlich genau mit dem, was ich grad gesagt hab, dass dieser Marathon ne ganz andere Anforderung an den Körper hat, dass es eher darum geht, diese Müdigkeit von sich wegzuhalten und dagegen zu arbeiten, aber gar nicht in diesen sauren Bereich überhaupt zu kommen. Deswegen hab ich den Puls eher als relativ konstante Linie immer.
Man beginnt mit dem Bereich, wo man das Gefühl hat, das kann ich über diese ganze Distanz bewältigen und wenn irgendwas einem Strich durch die Rechnung macht, dann ist bei mir eher die muskuläre Ermüdung, manchmal auch der Magen, aber vor allem dann muskuläre Ermüdung die. Wieso ne bleierne Schwere sich auf einlegt und das ist ja kein klassisches Ding, wo man dann eben hohe Pulswerte bei hat, sondern das ist eher so n so n in sich zusammensacken und einfach einfach ne so ne große Ermüdung die die anders ist als man es jetzt eben wer es von der Bahn kennt. Und deswegen sind für mich viel spannender Parameter, wo ich eben bei Chorus auf drauf setze die GPS Genauigkeit, weil das finde ich ist eine der ganz
großen Stärken die vor allem die PS 4 hat im Grunde alle Uhren mit der gleichen Technologie ja da ausgestattet aber die PS 4 ist für mich so, dass Flaggschiff Modell was ich was ich bei fast allen Anlässen aktuell verwende und dadurch steuere ich auch sehr stark mein Training. Ich habe natürlich dann auch einen hohen Anteil an Laufbahntraining würde ich dich auch gern gleich mal was zu fragen, was für eine Rolle das bei dir tatsächlich spielt, weil da das GPS dann erstmal nicht relevant ist.
Aber im Grunde ist es Zeit, Distanz, Dauer und also Geschwindigkeit in Minuten pro Kilometer, das sind die Kernwerte auf die Sätze und das ist relativ simpel. Ne, ich weiß, dass viele auch Freizeitläufer oder Hobbyläufer ne gar nicht despektierlich gemeint, aber Leute, die es einfach nicht professionell machen, tendenziell vielleicht den Drang haben eher noch mehr Daten erfassen zu wollen, als man eigentlich unbedingt braucht.
Ich find es hinterher dann schon überspannt in der Kurse App auch mal auszuwerten, auch Parameter, die man jetzt gar nicht primär irgendwie im Blick hat, aber hinterher einfach mal zu gucken, wie war meine Kadenz ne wie war immer ne Schrittlänge, all solche Sachen find ich dann schon spannend nach so einem Marathon mal zu gucken. Und die vielleicht auch mal übereinander zu legen mit dem Marathon davor, der besser oder schlechter geklappt hat, aber beim reinen Training bin ich super simpel unterwegs und das würde mich auch interessieren, wie es tatsächlich bei dir ist. Also wie welche Werte nimmst du tatsächlich von dieser Uhr runter und welche Werte hast du beim Training selber im Blick? Ja, eigentlich ist es bei mir
genau gleich wie bei dir. Also Gesamtzeit. Also eigentlich ist alles gleich, außer dass es bei mir in Meilen ist da. Ich hab, ich muss es endlich. Vor 2 Jahren habe ich mich auf meinen habe ich das dann alles gewechselt weil mein Trainer gibt mir alles in meinen ich. Muss aber bei. Mir alles wollte.
Ich gerade sagen. Und ja, genau, also ich schau auf pace Gesamtzeit. Zeit pro Meile und und das war's eigentlich schon, also die 3 Parametern und ja wie du sagst, nach einem Lauf nach einem Workout schaue ich auch auf andere Daten, die die cos mir gibt, aber eher aus Interesse, nicht unbedingt weil es dann mein Training bestimmt.
Ich werd ja immer mehr zum Daten Nerd hätt ich niemals gedacht. Ich hab dem Aaron eben schon erzählt hier im Vorgespräch, ich war heute bei meinen Eltern und hab dann einfach mal die Gunst der Stunde genutzt und wirklich noch mal so n Hügellauf gemacht, hoch runter sehr profiliert weil der Hermannslauf, der hat natürlich Höhenmeter und das musste ich jetzt simulieren und da hab ich heute fast 25 Kilometer abgespult mit 600 Meter Anstieg und. Genauso viel noch mal runter und da finde ich es toll, die Höhe zu sehen.
Also das finde ich einfach klasse zu sehen. Oh ja, jetzt auf 400 Metern knapp, dann wieder runter auf 180 das. Macht mich so ein bisschen an und ich finde schön bei der Coros, dass du dir eben alles individuell einstellen kannst, dass du so die Funktion auf die Uhr lädst, also die, die du brauchst.
Und da ist es für mich gerade wichtig gewesen, dass ich die Lab Funktion sauber klar sichtbar habe, nicht zu viele Daten auf diesem Lab Blatt da stehen, sondern da ist es für mich wichtig bei Tempoläufen auf der Bahn, wenn ich lab drücke. Denke, dass ich dann wieder klar sehe, wenn das neue Intervall beginnt, dass ich da die Zeit habe und nicht viel mehr, weil da orientiere ich mich extrem dran.
Wie ist das bei euch, schaut ihr auch gerade beim Bahntraining auf die Runden oder bleibt ihr da wieder bei eurem Gefühl, wie ist das? Ja, ich bin da, ich bin da sehr da angetrieben. Also wenn ich tatsächlich dann in einen Workout. Ohne GPS mache oder auch mit GPS draußen ist, ist genauso wichtig.
Dann mache ich das tatsächlich so, dass dass ich da auch genau drauf gucke. Ich gucke auch bei 200 Meter drauf bei 400 Meter drauf, wenn ich auf der Bahn bin und steuere das tatsächlich darüber, also ich würde wie ich scharfe Tempoläufe 4 hunderter Intervalle, ist ja so ein Paradebeispiel, würde ich nicht machen nach Gefühl, sondern da schaue ich, wie ich ganz genau darauf, dass ich auch die Zeiten treffe, oder wenn ich es manchmal eben auf meinem Laufband mache, dann kann ich es ja eben auch vorprogrammieren und dann muss ich mich. Um das um die Geschwindigkeit sich kümmern. Und das finde ich eben auch ein ganz cooles Feature, was ich da gerade habe, dass ich eben manchmal einfach auch meinen Wunsch eingeben kann, was ich
jetzt gern laufen würde, wo ich draußen die Sache, oh, da muss, das ist richtig stressig, das eben aktiv zu gestalten, so, so, 4 Hunderter, wenn am Ende auch um Bereiche geht, es, wo du noch nicht warst oder auch mal in Distanzen, geht es wohl nicht, war es, ich habe jetzt tatsächlich auch mal 400 Meter ausgebaut, von 20 über 22 über 24 jetzt auf 26 und irgendwann soll es dann auch mal 30 * 400 werden.
Aber immer noch in den gleichen Geschwindigkeiten, wie es bei den 20 * 4 hundertern war und da würde ich mich draußen glaube ich deutlich schwerer tun als auf dem Band, wo ich einfach nur aktiv drauf bleiben muss. Und das ist natürlich jetzt ganz cool, dass ich die Möglichkeit tatsächlich habe. Hast du so Möglichkeiten auch und ist das für dich relevant, tatsächlich auch mit mit dem Laufband zu arbeiten, gerade ja auch in jetzt USA da? Ich erinnere mich daran, das war ja ein sehr, sehr harter Winter, auch ne den ihr da hattet, ne in an der Ostküste. Ja, also nächstes Jahr bleibe ich nicht in Boston im Januar. Ja, das war wirklich hart, das ich eigentlich ist. Laufband so nicht unbedingt mein
mein Ding. OK, ich kann irgendwie mein meine Fernsehserie dann ansehen, aber welche? Serie welche Serie? Ich, ich schaue gerade Breaking Bad zum ersten. Mal geil. Zum ersten Mal. Ja, da kenn ich. Zum ersten Mal ja da. Kenn ich einige da, da hab ich jetzt mit einigen gesprochen, ich hab sie auch sehr spät geguckt, bleib bloß dran, weil es ist ja schon komisch oder weil weil es so langsam ist. Ja, es ist wirklich langsam.
Also heutzutage ist alles so schnell, schnell, schnell. Aber sowas machen die gar nicht mehr einfach genial. Aber. Aber auf jeden Fall auf dem Laufband selber. Du hast recht, meine Workouts sind immer top auf dem Laufband. Also ich hab Tempoläufe auf dem Laufband gemacht mit mit im Pace Bereich. Die könnte ich nie draußen schaffen und dann und danach gehe ich, dann mache ich denselben Tempolauf draußen und auf einmal kann ich die Paste dann auch draußen laufen.
Also Laufband hilft schon, ich will es jetzt nicht unbedingt jeden Tag im Training benutzen. Was ist da dein Setup? Also hast du dein Fitnessstudio Ringes oder hast du ein eigenes oder. Ich habe ein Fitnessstudio, ja. Ja, ist auch mal sehr sehr abhängig. Ne von von dem Laufband tatsächlich sehr abhängig.
Ich hab ja selber auch die Erfahrung gemacht mit dem was ich früher gelaufen bin, da war der Unterschied zu draußen schon 45 Sekunden auf Kilometer geschätzt ne vom gleichen Effort den man gehen muss. Jetzt hab ich aktuell natürlich bin ich da n bisschen sag ich mal mit einem besseren Band unterwegs wo es deutlich näher dran ist an an draußen, aber ich fand es eben sehr spannend tatsächlich was was du auch gerade gesagt hast, dass man Grenzen verschieben kann auf dem Band und dann draußen davon profitiert, das ist ne ganz coole Sache find ich auch spannend, dass dir.
Das ähnlich da ergangen ist, gibt auch Beispiele, die sagen, für mich passt das gar nicht oder ich ich find es auf dem Laufband sogar anstrengender. Ne oft ist es tatsächlich so, Leute die jetzt zum ersten Mal probieren finden es am Anfang erst mal sehr sehr schwierig und dann zunehmend aber einfacher oder auch besser umsetzbar. Ich könnte nur auf gar keinen Fall ne Serie auf dem Band gucken, weil ich mach tendenziell eben nur die wirklich scharfen Sachen da und bei den Sachen die also heute hatte ich ja Paradebeispiel dafür, ne, heute war jetzt meine meine Key Einheit sag ich mal vor Boston 3 * 9. Und halt auch dann der erste in 300, der zweite in 258, der Dritte in 256 so, da und da
hätte ich nicht die Muße, Serie zu gucken, sondern da brauche ich Musik und starr einfach nur nach vorne und versuch das halt rumzukriegen. Das ganze, und das ist das Setup, was ich vor allem auf dem Band hab, also easy Runs und so würde ich immer nach draußen legen. Und ich mach wirklich nur die ganz scharfen Dinge auf dem auf dem Laufband. Konzertmusikaron er hört dann immer die Wiener Philharmoniker. Damit soll die mal probieren.
Damit pusht er sich dann oder wie Waldi so n bisschen. Ja genau da ist er aber aber. Eher Beethoven, oder? So, du merkst aber wie du merkst, aber das seht ihr jetzt nicht. Leute, Hendrik strahlt und damit sei klar, er ist sehr zufrieden mit seinem Programm. Ich mein die Zeiten, die haben es ja gerade schon wieder getan.
Ich wär froh, wenn es da mal was klappt. Nach den letzten Wochen. Ne das war war jetzt schon ne schwierige Zeit wo man da. 2 Wochen mehr oder weniger trainiert und dann hängt jetzt natürlich sehr, sehr viel davon ab, dass die beiden Wochen auch sitzen. Jetzt nach Burl in have und eine ist jetzt zumindest schon mal geschafft, eine kommt noch, aber deswegen, da beneide ich dich drum, dass du sag ich mal, die Phase schon hinter dir hast und jetzt so langsam in dieses Tapering gehen kannst.
Empfindest du das auch immer so vor so einem Marathon, dass das im Grunde das erste Mal wirklich die Phase ist, wo man sich wieder wirklich menschlich fühlt und zu Kräften kommt und nicht immer diese lähmende, dauerhafte Müdigkeit, wieso ein Schleier über sich liegen hat? So empfinde ich tatsächlich tatsächlich bin auch jetzt die letzten Tage gefühlt entweder gelaufen oder ans ans Sofa gefesselt gewesen, weil ich einfach so platt immer war. Und wenn du dann halbwegs wieder Kraft gesammelt hast, dann kommt schon die nächste Einheit wieder und so geht es dann dich über Wochenende weg und und dann ist das Tape in wieso eine Erlösung? Du hast vollkommen recht, nur bei mir ist es so, dass ab morgen fängt mein Semester
wieder an und das. Genau zu dem Zeitpunkt, wo es nicht unbedingt notwendig ist und ich ich, also ich hab schon viel Erfahrung damit gemacht und ich lerne im Studium ständig mit Stress und auch mit den mit ja unangenehmen Situationen umzugehen, das hilft mir eigentlich im Training zum Beispiel, um um 06:00 Uhr morgens Intervalle zu laufen, macht jetzt nicht unbedingt Spaß, der Körper ist oft noch gar nicht richtig wach, dazu muss ich um 4 aufstehen.
Aber genau das härtet irgendwie auch ab. Und wenn dann ein Rennen um 8 oder 9 oder 10:00 Uhr ist, ist mein Körper fast ein bisschen geschockt und manchmal läuft man dann irgendwie richtig schnell. Auf einmal tut es nicht so weh, wenn es jetzt nicht um 05:30 Uhr mit dem warm anfängt. Ja, aber das find ich schon noch mal ne ganz spannende Frage, ne also die das Zeitmanagement ist bei dir sicherlich 1 der ganz großen Themen, ne also spät und ich als wir das erste Mal über dich gesprochen haben wir auch gesagt, wie kriegt er das denn alles? In sein Leben unter und achtet dann aber auch noch auf Schlaf. Also sie am Anfang auch gesagt, wie wichtig der Schlaf tatsächlich für dich ist.
Also ich stell es mir jetzt Außenstehender extrem strukturiert vor und sehr stark auch durchgetaktet, täuscht das oder hast du da trotzdem noch ein paar Freiheiten? Ja, eigentlich hast du da recht. Also mein Tag ist sehr strukturiert, momentan beginnt ja meistens um 04:00 Uhr. Ich stehe auf ess was Kleines, gehe dann direkt zum Training oder ersten Lauf. Wie auch immer es ist und das hängt davon ab, dass meine, dass mein Tag an an mit Medizin um 08:00 Uhr Punkt 08:00 Uhr beginnt.
Also ich habe da keine Flexibilität und wenn ich nach Hause komme allerdings früh Nachmittag mache ich meistens ein kurzes Nickerchen, dann wird noch ein bisschen gelernt, manchmal spiele ich auch Cello und. Dann gibt es noch einen zweiten Lauf oder ich gehe ins Fitnessstudio und dann geht es auch wieder um 8 ins Bett.
Also ich habe eigentlich immer denselben Rhythmus und meine Freizeit, meine freie Struktur kommt dann immer in den 2 Wochen nachher Marathon. Also ich freue mich schon drauf, dass ich da ein bisschen lockerer sein kann. Respekt, was du da alles unterbringst muss ich ganz ehrlich sagen. Ich meine wir sagen das hier auch immer wieder, weil gerade Hobbyläufer, ich meine, die packen ja auch Dinge weg, die haben einen Job, die laufen, die haben Familie, die. Die haben Kinder, aber mich würde auch noch interessieren. Ihr habt jetzt viele Gemeinsamkeiten herausgefunden, wie sieht es denn mit Krafttraining aus, wenn du ins Fitnessstudio gehst?
Ich habe irgendwie abgespeichert, dass die Amis gerade so die Trainingslehre, dass die auch bei Marathonläufern auf Krafttraining setzen, gerade für die Beine machst du das oder bist du auch ein Typ wie Hendrik, der sagt Krafttraining hm eher weniger. Ich ich gehe 2 meistens zweimal die Woche ins Fitnessstudio zum Krafttraining. Ich habe da auch einen einen Plan mit mit Trainer entwickelt und ich, ich glaube, seitdem ich das mache, also nicht nur unbedingt mit Gewichten und und so, aber auch Körper, stabilen Körper alleine Stabilität hilft mir auch sehr. Frei von irgendwelchen Verletzungen zu sein. Also seitdem ich das mache, seit 3 Jahren, habe ich, eigentlich war ich ziemlich gesund, also ob
es jetzt am Krafttraining liegt oder nicht, keine Ahnung, aber was was funktioniert, funktioniert also ich will daran auch nichts ändern. Ja, Prävention ne gute Prävention. Ganz kurz gefragt, weil ich kann ich schwer einschätzen, wie groß bist du, wieviel wiegst du, ist er immer als Marathonläufer doch so ganz interessant mal von so einem Profi zu hören. Ich bin 1 751 76 und wiege ja so 62 Kilo. Okay ja, ja, da gibt es ja auch ganz unterschiedliche Typen. Ich finde das immer spannend.
Ich war gestern bei einem Volkslauf, den durfte ich moderieren, da war ich mal wieder beeindruckt, was für schwere Jungs da sind, nicht euer Niveau, aber 3 Triathleten vorne ins Ziel gekommen, so mit 32 er Zeiten, die waren richtig kräftig, also 85 Kilo der. Da eine sehr definiert trainiert, also ein großer, kräftiger Läufer, der da locker so 32 Minuten weggespult hat, da muss ich sagen immer wieder Chapeau oder anders gesagt, der Eindruck, dass ein Langstreckenläufer total dünn und abgemagert sein muss, das ist einfach auch nicht richtig klar, wenn man unter 210 Marathon laufen will, da kann man jetzt schwer 90 Kilo drauf haben, aber deshalb hatte ich gerade wieder so ein bisschen
dieses dieses. Thema Statur, Muskulatur gerade auch in den Beinen und so im Kopf aber finde ich ihn dann immer spannend zu wissen. Ja, auch wenn man jetzt sich mal hier das Rennen Lille anguckt, ne was jetzt ja gestern gewesen ist, ne da ein Jimmy Crassier ne der auch Tennis der jemand ist, der glaube ich schon auch relativ viel auf auf Jim setzt, ne der dann aber auch in der Lage ist da wie ich so ein Mega Kick zu haben das ist jetzt die 55 Kilometer Straßen ne wenn ihr es nicht gesehen habt. 1251 gelaufen, ich hab das Rennen mir tatsächlich angeschaut, weil es, weil es sehr spannend fand, eben auch aus aus der taktischer Sicht, wie er das Macht, weil wenn Gressier am Start steht, dann ist er meistens sehr, sehr
fit und hat jetzt auch wirklich wieder nicht enttäuscht, aber es war auch wieder so n Paradebeispiel ne hat so 22 wirklich kenian oder es waren weiß nicht ob es Kenianer waren, ostafrikanische Läufer die von der Statur eben genauso waren wie du es gerade beschrieben hast. Gressier der aber auch dann noch mal wirklich auch Power hat, der auch unglaublich dünn noch dabei ist, aber trotzdem.
Irgendwie diese Kraftpakete noch dabei hat und und der hat es eben auch super gelöst und hatte dann diesen diesen Boost noch auf den auf den letzten Metern. Das wäre übrigens auch ein sehr spannender Mann, falls er irgendwann mal Lust hat auf dem Marathon zu wechseln, wo es auch sehr sehr gern sehen würde, wie ob es ihm gelingt, tatsächlich das umzusetzen von den 5 und von den 10000 dann auf die langen Strecken auf der Straße, da ne ist ja auch für mich eine absolute Wundertüte, der entweder komplett in die Spitze geht oder es vielleicht vielleicht gar nicht schafft ne ganz ganz schwer zu sagen, aber ich finde, dass. Auch so ein ganz gutes Beispiel ist tatsächlich dafür, wie unterschiedlich dann auch die
die Läufertypen da da sein können. Auch jetzt, ich erinnere mich jetzt eben auch noch mal zurück an New York, an den Halbmarathon, da stand ich ja auch am Start neben einigen Leuten, und da sind nicht alle spindeldürr, ne, da waren auch welche dabei mit mit, wie ich stattlichen Waden, also mit wie ich viel Muskulatur auch dabei ne, dann hast du aber gleichzeitig auch oft, das sind dann tatsächlich oft auch generische Läufer, die dann diese wie ich so streichhölz Beine haben, aber das finde ich auch eine ganz gute Message von dem ganzen.
Dass es nicht nötig ist, irgendwie sich runter zu hungern, um erfolgreich zu sein, sondern dass man seinen eigenen Weg auf eine gesunde Art da gehen muss. Du hast ja auch gerade gesagt, ne, wie wichtig für dich die eine gute Ernährung, ausgewogene Ernährung spielt, da sind wir uns glaube ich sehr sehr ähnlich, beim Schlafrhythmus sind wir uns gar nicht ähnlich. Ne es gibt große Unterschiede wieder, ich glaube. Tatsächlich Rhythmus ja, aber ich. Ich versuche immer, mindestens 8 Stunden pro Nacht zu schlafen. Da sind wir uns, da sind wir uns wiederum einig. Aber die die Zeit, wann wir den Sammeln, den schlafen Tag, da sind wir glaube ich sehr verschieden. Wär für dich glaub ich schon mal
spannend. Tatsächlich dann auch ne, weil weil weil du diesen Biorhythmus hast nach Kenia mal zu fahren und es dir da mal anzugucken, weil da hast du dann eben genau um 05:00 Uhr 06:00 Uhr morgens die die ganzen Leute die auch losziehen. Warst du schon mal da tatsächlich oder oder hast. Du, das war noch nie dort.
Nee. Ja, weil das wär sicherlich ne ganz spannende Sache. Ja, ich hab es mir überlegt, aber man muss dabei. Also du kennst dich da viel besser aus, aber wie ich das verstehe, muss man schon viel. Von der Ernährung, vom Tagesrhythmus umändern. Und ich würde eigentlich fast lieber in Europa oder Amerika bleiben und dann in der ein Höhentrainingslager machen, wo ich eigentlich schon alles gewohnt bin.
Ja, kann ich gut verstehen. Ja, kann ich gut verstehen, Flexdav, da wäre ich dabei, wenn alles da, wo ich hingehen würde würde ich würde ich super gerne auch mal wieder machen. Also man hat, das ist schon richtig so, also du musst das wahrscheinlich vom Schlaf und musst nicht viel umstellen, da wird es dann passen. Wenn du viel überwacht wirst, ne. Dann stehst du da um 5.
Aber von der Ernährung her ist es ist es schon, also gerade zu Amerika sicherlich ganz anders. Aber was sind denn für dich so die zentralen Säulen deiner Ernährung, also was, was sind so die? Also isst isst du extrem kohlenhydratreich oder wie sieht das so klassischerweise bei dir tatsächlich? Aus ja, ja, ich.
Ich versuche sehr viel Kohlenhydrate zu essen, das hängt nicht nur davon ab, dass die wichtig für die Regeneration und fürs Laufen sind, aber auch, weil die mir dabei helfen, Gees und Flüssigkeit im Rennen zu vertragen, und das ist bei mir glaube ich, die die größte Herausforderung, diese Gees und Flüssigkeit. Im Rennen einzunehmen, das ist wirklich schwierig und das muss ich ständig üben.
Ich nehme mir jetzt sogar, geht es bei lockeren Läufen einfach um meinen Darm, damit sich mein Darm daran gewöhnt und also genau viel Kohlenhydrate, Gemüse, also Fleisch, Fisch, alles aus, also eigentlich esse ich alles, auch Nachtisch. Ist dabei. So. Lange ich ja genau, mache ich auch gerne, aber was was für mich wichtig ist, dass ich selber also selber koche und und einkaufe, anstatt hauptsächlich in Restaurants oder irgendwie Take out zu zu bestellen. Es ist manchmal beim Studium, ja ist eine leichte Lösung, aber dann geht es meinem Darm danach oder spiel ich am nächsten Tag. Ja, das war vielleicht nicht die beste Entscheidung. Aber gar nicht so einfach.
Oder in Amerika, das tatsächlich so, so gesund zu machen, also jetzt immer im Grunde, ich komme jedes Jahr irgendwie ein 2, dreimal dahin zu irgendwelchen Wettkämpfen, und jedes Jahr, wenn ich da bin, gucke ich hier in Supermärkte, und es ist jedes Jahr noch mal teurer und ich denke schon, wenn das jetzt mein normaler Supermarkt wäre, Boah, da musst du richtig investieren, ne, wenn du da dich vor allem gesund ernähren willst, also das ja, teilweise will ich dann die Cola günstiger als das Wasser und bei Gemüse geht's dann richtig los.
Ja, also ich will dir gar nicht sagen, was ich für für. Für Essenssachen ausgeben pro Woche. Das das das glaube ich, das kann ich mir gut vorstellen, hört man ja immer wieder aus den USA, aber du hast gerade gesagt, Aaron, du blickst natürlich auch nach Europa, läufst jetzt in Wien den Marathon, wie blickst du denn auf die Marathon Szene, wie nimmst du denn Leute wie Hendrik Wahr, die anderen deutschen Profis jetzt amanal wie der deutsche Rekord Halbmarathon Richard Ringer, wie blickst du drauf oder vielleicht blickst du auch gar nicht drauf sagst du ich Blick.
Sende das so ein bisschen aus und hast du irgendwie ein Vorbild? Nennen wir es mal so jemanden oder auch eine Trainingsphilosophie von einem bekannten Läufer, an der du dich so ein bisschen orientierst. Also zur Trainingsphilosophie. Die heißt eigentlich mach was mein Trainer mir sagt und ich habe ein volles Vertrauen in ihm. Also wir haben jetzt schon länger eine gute Beziehung. Zur ja, ich finde was gerade also was die den deutschen Marathonläufern angeht, finde ich richtig cool. Also ihr seid da wirklich top, fast schon besser als die Top Läufer in Amerika und ich werde im ab Anfang 2027 mein Studium 2 Jahre pausieren, damit ich fokussiert auf und gezielt. Für Olympia trainieren kann.
Natürlich weiß man nie, ob man die Qualifikation tatsächlich dann schafft, aber ich will nicht zurückblicken und sagen, ich hab es nicht versucht und in diesem Zeitraum würde ich mich freuen, öfters mal ein Rennen in Deutschland und oder in Europa in Gesamteuropa zu zu laufen und auch mal. Ja, mit mit dir an der Startlinie zu stehen, Hendrik.
Aus aus Trainingsperspektive ne auch ja. Auch als als genau, ja. Seid ihr euch begegnet, schon mal. Wir waren in also an der Startlinie, ja. In Houston, in Houston. Aber da wir uns also ich weiß nicht, ob wir es gesehen haben, aber wir waren zumindest beide da, aber da nee, ich also weiß nicht ob wir es gesehen hab, ich hab es.
Glaub ich nicht. Ja, und in in Hamburg in 2024 beim Halbmarathon. Ich war, das war ein richtig schlechter Lauf bei mir. Ich war ständig ungefähr 8 Sekunden hinter dir. Ah. Hendrik ne Henry war. Das dieses Jahr wo es so warm war, ne also? Genau nächstes Jahr, wo es so warm war. Ja, ja dann der Initiatorin.
Ja, ja. Sehr interessant. Ne, dass ich dann die Wege doch schon gekreuzt habe oder in gerade in dieser in dieser Sportwelt immer wieder. Kreuzt ich. Ich kannte dich, aber du kanntest mich noch nicht. Mehr aber auch jetzt ne, dass dass sie jetzt genau dann da sitzt, wo ich jetzt hin will. Ich finde es finde es immer lustig wie klein dann tatsächlich doch immer alles ist und auch in Houston dann da ist man dann auch wieder gemeinsam da.
Mal schauen, aber ich glaube gerade bei bei meinem Fahrplan, ich habe schon auch Lust auch in Amerika noch einiges zu laufen, da wird es wahrscheinlich auch klappen, aber auch in Europa so ne ich würde mich auch immer freuen und finde ich auch ein. Sehr, sehr starken Move, da tatsächlich zu sagen, ich pausier das Ganze mit dem Studium, das heißt ja auch, wie ernst Sie die ganze Sache da ist, ist die Konkurrenz national bei dir sehr sehr stark oder ist ist das Thema eher dann wie international die Norm zu schaffen?
Also es wär eher international die Norm zu schaffen momentan ja es es gibt jüngere Läufer in Österreich, die sehr viel potenziell haben, aber. In der Marathon Szene gibt es jetzt vielleicht kennst du Andreas Wolter, der ist, der ist noch ziemlich gut dabei und und Mario Bauernfeind, aber ansonsten gibt es keine Konkurrenz und natürlich ist es schön hier zu sitzen und zu sagen, ich hab den österreichischen Rekord, aber es motiviert natürlich auch, wenn man mehr Konkurrenz hat und im im Land selber aber.
Gut, dann dann warten wir erstmal ab, wie es dann mit den jüngeren Läufern aussieht. Aber schau mal, schau mal einmal noch mal. Jetzt ganz direkt nach vorne. Also wie ich jetzt die die 2 Wochen bis Wien du hast gesagt Zeitziel nicht unbedingt, aber hast du dich schon ein bisschen mit dem Feld auseinandergesetzt? Also was erwartet dich da?
Auch auch an internationalen Athleten, gegen die du läufst und hast. Du hast du ne Strategie da schon ausgedacht. Also eventuell will ich da mitzurennen auf Platzierung zu laufen oder willst du da wirklich eher zeitlich in dem Bereich laufen, wo du dich wohlfühlst und dann mal schauen wie weit ich die Beine nach vorne tragen? Genau.
Also ich hab einen einen Plan ich ich laufe die ersten 20 Meilen, also sprich 32 kilometern genau auf Tempo und dann schauen wir wie es mir geht. Ich sollte Tempomacher haben, die für mich mitlaufen und auch gezielt auf meine Zielzeit laufen. Und es gibt ja schon eine starke internationale Konkurrenz aus Kenya und Äthiopien und ich weiß, es ist ja oft bei denen so, dass die im 205206 Tempo anfangen und dann machen die so lange mit, bis die nicht mehr kein.
Also es ist meine Hoffnung, dass ich in den letzten 10 Kilometer ein paar von denen auch überhole. Manchmal gewinnen die es. Gibt mir dann auch motiviert. Ja da, da hast du auch recht, aber aber es gibt oft einige, die dann zurückfallen. Ich habe gelesen, Aaron, während dann andere am Tag vor dem Rennen sitzen und sich die Kohlenhydrate reinschaufeln machst du was ganz anderes, du.
Du spielst tatsächlich noch ein Konzert. Ist das richtig? Am Vorabend vor deinem Rennen stimmt das. Ja, also eigentlich am am Mittag davor. Die haben so ein eine Kooperation mit den Wiener Sinfonica, also den der Wien Marathon mit den Wiener Sinfonica, dass alle Marathonläufer, die auch Musiker sind, im Konzert mit den Wiener Sinfonica spielen können. Und das machen die jetzt zum ersten Mal. Und toll, die finden es wahrscheinlich cool, dass ich auch Cello spielen und auch dabei sein kann. Also ich freu mich, ich spiel nicht das ganze Konzert mit, das wär mir ein bisschen zu viel, ich will auch ein bisschen davor Tag davor runterkommen und irgendeine schlechte TV Serie gucken, aber die Zeit brauch ich
auch meine Freundin meine Freundin läuft auch in Wien mit und sie fliegt auch mit mir rüber. Und ja, wir wollen ein bisschen Zeit miteinander. Ich würd ja schon noch einfach so n bisschen ich mein, wo wir hier so n Profi Cilisten am Start haben. Das ist ja schon toll. Also ich finde wirklich beeindruckend, weil erstmal klassische Musik von klein auf trainingsintensiv 8 Stunden am Tag, das hast du gesagt, wie sieht das denn mit so einem Kalorienhaushalt bei einem Konzertmusiker aus? Also ich kann mir vorstellen, dass das auch körperlich wirklich belastend ist.
Dass man trinkt zwischendurch und auch wenn man trainiert, zum ganzen Tag. Also wie sieht das aus, gibt es da auch Parallelen? Also ihr stopft euch jetzt wahrscheinlich nicht die Gels rein, aber ja, was macht ihr? Eigentlich wird darüber nicht viel geredet und ich habe nie wirklich an die an die Ernährung als Celist gedacht.
Natürlich sollte man am besten schauen, dass man gesund ist, damit man eine lange Zeit auch. Problemlos Cello oder oder Instrument spielen kann. Für mich war es eher immer so, dass ich vor einem Konzert nichts essen konnte, weil ich so nervös war und dann hatte ich auch ziemlich Hunger nach dem Konzert, vor allem wenn es jetzt ein größeres Konzert mit Orchester war. Und dann ist es um 10 11:00 Uhr zu Ende und dann esse ich erst um 11:30 Uhr zu Abend.
Also so war es eher in meiner Zeit als als Musiker. Aber das ist ja interessant, gerade noch mit der Nervosität. Was ziehst du denn da für Vergleiche, bist du nervöser vor einem Konzert oder vor einem wichtigen Start vor einem wichtigen Rennen? Also vor einem Konzert. Ja, ja, weil beim Cello spielen ist die die Feinarbeit mit den Fingern so wichtig. Und ich?
Da ist die Nervosität, die man dabei spürt, eher ein ein Handicap. Beim Laufen kann man das noch in positive Energie umwandeln. Ja interessant, sehr spannend. Ja, vor allem, weil es beim Marathon erst mal auch ruhig losgeht. Ich finde, das ist immer das Beruhigende daran, ja, das geht ne, man läuft da rein und man weiß, die ersten Zikometer wären erst mal nicht so schlimm.
Und beim beim Shadow spielen wahrscheinlich dann schon der erste Fehler der der der ist dann schon nervig. Ne den will man natürlich dann aufweisen. Ja, das hab das hab ich total schätzen gelernt. Jetzt im im Alter ne ich bin Anfang 40 hab ich schätzen gelernt wie schön das ist auf der Straße reinzurollen ich bin früher klassisch in der Jugend Mittelstrecke gelaufen, werde immer mehr zum Rolleur und da bin ich jetzt gespannt Aaron was du mir raten würdest. Also ich hab in 3 Wochen vielleicht vorweg ich bin jetzt in Berlin Halbmarathon unerwartet in einer Stunde 20. Durchgelaufen in 3 Wochen habe ich jetzt diesen Hermannslauf. Da habe ich heute ähnlich wie Hendrik so einen richtigen Brocken noch mal abgearbeitet.
Ich habe, ich habe einen langen Lauf gemacht in den Hügeln und habe so Intervalle eingebaut, 54321, klassische Pyramide, so runter, Kilometer natürlich, dazwischen immer ein Kilometer locker und das war schon stramm, weil ich hatte über 660 Höhenmeter drin in dieser Runde, jetzt habe ich noch 3 Wochen und. Bin ganz stolz, dass ich in den letzten 5 Tagen 82 Kilometer gemacht habe.
Was würdest du mir denn jetzt raten? Ich habe so ungefähr im Ohr, was Henrik dazu jetzt sagt, wie soll ich rangehen in den nächsten 3 Wochen vor diesem Event, das sind 31 Kilometer, der Wettkampf, wie würdest du das für mich strukturieren? Also ich würde sagen, bei so einem Wettkampf geht es viel um um einfach.
Sich mental damit abzuklären. Und da würde ich also, wenn wenn ich das jetzt laufen würde, hätte ich noch in den nächsten 2 Wochen ein paar längere Einheiten vor, also tempolauf mit eher weniger Pause, also vielleicht 1015 Kilometer tempolauf, damit man einfach schon. Vielleicht etwas unter deinem Zieltempo, aber dann kannst du schon ein bisschen so ja rein reinarbeiten.
Wie das dann genau fühlen, Reinfühlen, wie das dann am am Tag. Auch sein wird. Ja, ich bin gespannt, weil das ist jetzt ja interessant. Ich bin hier auf der Straße gelaufen und hab heute wieder festgestellt, es ist was ganz anderes, Waldwege hoch runter, unterschiedliches Terrain, muskulär sehr belastend, es ist, ich will nicht sagen ein anderer Sport, aber ganz klar eine andere Belastung und da bin ich jetzt selber so n bisschen gespannt was dieses Abenteuer, dieses Experiment mit meinem Körper so macht, ob jetzt diese 3 Wochen reichen von so einem Rollstraßen. Schritt, den ich mir hier in Köln angeeignet habe, halt wirklich hinzu, diesem unregelmäßigen hoch runter. Also ja das das, das ist gerade
so mein Experiment. Ja, auf jeden Fall. Gut, dass du das immer spannend. Ja, also ist schon richtig, jetzt glaub ich so so reizt auch noch mal reinzubringen, dass du das jetzt mit so n bisschen abwechselnd auch noch mal noch mal drin hast. Aber ich, ich fand halt, du kannst ja jetzt da so selbstlos rangehen, weil in Berlin hätte keiner von uns jetzt damit gerechnet, dass das tatsächlich noch geht, da siehst du ja, dass du auf deine.
Lebensuhr schon so viel Kilometer eingezahlt hast, dass du dann auch mal jetzt wie ich so eine etwas längere Phase dann auch ganz gut kompensiert bekommst. Aber deswegen, gerade weil die Distanz des Wettkampfs jetzt auch noch mal länger wird, finde ich ja schon einen richtigen Ansatz, jetzt auch zu sagen, ich gehe noch mal, wie ich auch in weiter hohe Umfänge rein und meine Tempoläufe müssen jetzt nicht mehr die die 200 Meter Intervalle sein, sondern können auch, wie ich jetzt längere Sachen noch mal sein, weil du dadurch natürlich jetzt auch ein bisschen Substanz gewinnst.
Das kannst du beim Halbmarathon vielleicht auch ganz gut kaschieren. Wenn es dann aber über 30 Kilometer hinaus geht, glaube ich, brauchst du dann eben auch ein bisschen Substanz. Und gerade auf dem Gelände um um das dann noch abzufedern. Aber ich finde, die 3 Wochen reichen da auch für aus, da kannst du nicht viel noch machen. Guckst zurück jetzt letztes Jahr mein Valencia Vorbereitung, da hatte ich ja auch effektiv nur 4 vernünftige Wochen zur Verfügung und man konnte sich trotzdem wieder in eine richtige Form noch bringen, weil man auch wieder von der davor noch gezerrt hat von damals der Berlin Vorbereitung und so ähnlich würde ich es jetzt bei dir auch sehen, wissen muss was passieren aber.
Ich bin da, ich bin da sehr optimistisch mittlerweile, also vor Berlin hätte ich es noch n bisschen anders eingeschätzt, aber so oder so auf jeden Fall gut das profiliert zu machen, nee, ja, da hast du mich positiv überrascht, ja, ja. Das ja auch. Dankeschön, Dankeschön, Dankeschön, nimm mich hin ich ich hab mich selber auch überrascht, aber noch mal zurück kurz zu Aaron.
Und ich bin wirklich begeistert, muss ich sagen. Die ganze Zeit so geflasht. Ich hatte dich wirklich nicht auf dem Schirm, als Henrik mir den Namen geschrieben hat und ich so n bisschen gegoogelt hab, hab ich gedacht Wahnsinn also ich will jetzt nicht ne hier Wunderkind und was heißt Kind du bist n erwachsener Mann 27 Jahre das sagt man so dieser feststehende Begriff, weil eben so viel und parallel Medizinstudium und. Das Cello spielen also imponiert mir total. Und jetzt diese Wahnsinns Zeit.
Was hast du denn sonst noch für Ziele? Klar, das ist schwer, du fokussierst dich jetzt auf Wien, aber wie geht das Jahr dann weiter? Spielen die Europameisterschaften eine Rolle, spielt ein angesagter Herbstmarathon eine Rolle und da ist ja noch einiges zu tun, bevor du dich dann 2028 auf die Olympischen Spiele fokussierst. Ja, also ich habe die EM im Vorderkopf im Augustin, Birmingham und dann gibt es bei mir ansonsten keinen Herbstmarathon.
Das ist mein herbstmarathon sommermarathon und nächsten Frühjahr 2027 würde ich dann noch mal einen schnellen Halbmarathon anstreben, vielleicht sogar auch diesen Herbst noch und frühlingsmarathon in Europa und dann vielleicht auch die WM. In in China nächstes Jahr. Ja, super. Ja. Ich glaube, dass das Olympia Fenster eröffnet sich ja im Grunde sogar schon Ende des Jahres.
Jetzt wenn es so ist wie bei den vergangenen Spielen, dann wird Valencia sogar schon zählen als Olympia Quali und ab dann wird es ja wirklich schon sehr interessant das ganze aber auch beim früheren Smartphone Europa haben wir ja schon auch was, also gerade auch ein Sevilla ist glaube ich schon auch nicht ganz uninteressant, da im im Februar ich glaube das ist schon die attraktivste Strecke. Noch besser als die erstrecken vielleicht im April auch von der Wetterbeständigkeit her.
Rotterdam ist dann glaube ich schon auch nicht ganz unriskant, wenn es mitspielt, das Wetter ne hast du natürlich auch ein top Ding, aber ich glaube ich glaube, dass dass Sevilla da auch gar nicht so schlecht liegen würde, aber ist schon glaube ich ein sehr sehr spannender auch Plan den du da verfolgst. Auch mit der EM dann ne für für Österreich zu starten. Auch ne ne sehr coole Sache.
Das reicht bei dir auch ne die Zeit die du jetzt gelaufen bist ist in Österreich auch auch Norm oder für für die. Die reicht ja. Ich würde natürlich noch in Wien gerne die Direktqualifikation laufen. Ja, eine Sache, die ich tatsächlich noch sehr spannend finde, ist, ob sich jetzt auch bei dir was verändert hat dadurch ne, also du bist ja jetzt sehr schnell sehr stark aufgestiegen und du hast ja auch ausführlich geschrieben, wieviel du drumherum auch noch erledigen möchtest und auch musst.
Ist ja auch nicht ganz einfach, gerade auch ne gerade in den USA jetzt mit den Lebenserhaltungskosten sich da als Profi auch aufzustellen. Und wenn du sagst auch das Studium da jetzt noch mal auf Eis zu legen wie wie leicht fällt dir das jetzt als Österreichs Nummer 1 dich da so aufzustellen, dass du auch so ein so ein Projekt Olympia LA dann auch so angehen kannst? Habt ihr da in Österreich besondere Möglichkeiten oder bis oder was sind für dich die wichtigsten Säulen auf der auf die du sowas aufbaust?
Meinst du finanziell? Finanziell oder auch grundsätzlich vom Support. Also finanziell ist ja mit das wichtigste, aber es gibt ja auch noch andere, andere Möglichkeiten, die man. Ja, angucken kann. Vom Training her will ich nicht viel ändern. Ich werde weiterhin mit meinem Trainer arbeiten und ich werde wahrscheinlich einen größeren Teil in Amerika trainieren, weil ich es einfach hier gewohnt bin. Finanziell bekomme ich Unterstützung von Österreich und von meinen Sponsoren.
Und ich gebe auch ungefähr 10 bis 15 Stunden die Woche Nachhilfe und verdiene davon auch etwas genau. Ja, beeindruckend, also auch wirklich beeindruckend finde muss ich echt, muss ich wirklich sagen, dass du dich so schnell gesteigert hast auf unter 210 was ich noch fragen wollte, gerade weil hier die Kölner Kollegin, die früher beim ASV war, die Lea Meier kennst du die auch aus einer Trainingsgruppe in Boston, die war ja auch ne ne Zeit lang in Boston, habt ihr da auch Kontakt zu internationalen Trainingsgruppen oder ist das dann doch sehr gesondert von Uni zu Uni unterschiedlich?
Also ich bin eigentlich wie gesagt gar nicht bei meiner Uni, irgendwie in in einer Trainingsgruppe. Ich ich laufe schon öfters mit den Athleten von Puma zusammen, die sind hauptsächlich in North Carolina und mein Trainer. Ist, dass er mittrainiert? Tatsächlich. Ab und zu schon. Ja mein mein Trainer ist.
Sehr gut befreundet mit dem Trainer von den Alista Crack Alina genau und mein Trainer ist auch der Massagetherapeut für die Puma Athleten. Also er fliegt jede Woche dorthin und ist ist der Therapeut für den und ich habe da eine gute Beziehung, also wenn die ein Höhentrainingslager machen kann ich auch immer dort. Dorthin, oder wenn ich jetzt einen Monat lang mit denen in North Carolina trainieren will, kann ich dorthin. Also ja, da bekomme ich auch daher viel Unterstützung und. Das ist die Gruppe.
Ne, die. Geschlossen jetzt unter 60 Minuten da den Halbmarathon. Läuft. Die machen da schon ne richtig gute Arbeit. Auch in New York, weil ne wenn wenn das Rennen guckt, da habe ich da sehr sehr viele Puma tripos davor gesehen, die waren die waren im Grunde alle aus, fast alle bis aus dieser Gruppe.
Und auch ganz viele, die sich von 61 Minuten Niveau kommen, die dann innerhalb von einem Jahr auch das 59 Minuten Niveau da erreichen. Also das ist schon ne sehr sehr starke Gruppe, ich hatte es gar nicht so auf dem Schirm, dass er da auch mittangiert ist. Wahnsinn. Vielleicht noch einmal ganz kurz, weil es mich interessiert, persönlich, medizinisch, welche Fachrichtung strebst du an, was ist im Speziellen, was interessiert dich?
Das ändert sich jede Woche. OK, momentan würde ich eher sagen, dass es, dass ich mich sehr. Ist mich Kardiologie sehr interessiert, aber es ist so. Sportmedizin, Kardiologie so in in die Richtung. Ja, spannend. Du Aron, ich bin gespannt. Ich werd es jetzt verfolgen. Ich hab gesehen du bist glaub ich auch auf Instagram, also folgt dem Aaron gerne, ich glaube das geht Abraketenmäßig im nächsten Jahr schon oder wahrscheinlich jetzt schon in 2 Wochen wenn du den Wien Marathon ich hab nämlich gehört so n bisschen ganz mit der Sprache raus willst du nicht wie schnell du du traust dir einiges zu also bei der Zielzeit bei der Zielzeit hast du so n bisschen rumgedruckst was auch dein gutes Recht ist.
Ich glaube da steckt n bisschen mehr drin als nur ne 20. Neuen, so mein Gefühl. Da lässt er sich nicht. So einfach werden wir es wissen. Alles. Klar lohnt sich auf jeden Fall zu verfolgen, also mega interessant. Danke, dass du uns die Einküchter gegeben hast. Also wir schauen auf jeden Fall auch ich, wenn ich da in Boston schon sitze, ich bin ja erst am Montag dran, das ist ja eine Besonderheit.
In Boston schaue ich da auf jeden Fall genau hin, was da passiert in Wien und ich glaube du bist da sehr sehr gut vorbereitet auf das ganze und. Und drück dir die Daumen. Ist auch für ein gutes Taping und auch vor allem, dass du den Flug dann rüber nach Europa dann gut überstehst, ohne krank zu werden. Das ist halt dann oft das mich hat dann nach New York jetzt auch erwischt, immer ein Risiko was man was man da hat, also von daher ja drücken wir beide die Daumen und sind sehr sehr gespannt und ich sag mal ich will mich dazu hinreißen lassen auch zu sagen, dass dass du eine Form hast um die 08 auf jeden Fall zu überspringen.
Danke dir. Ja, ich auch. Gleichfalls ganz viel Glück für Boston, wir tauschen, wir sind dann. Nun mal aus. Unterschiedlichen Zeit. Genau, ja und ja ich, ich wollte nur dazu noch sagen, dass ich im Flugzeug immer noch ne Maske trage, weil ich man weiß nie neben dem würde. Ich auch jetzt auch noch sonst. Weiß gar nicht Hendrik, was ein bisschen eingeschlafen ist. Du hast es sonst immer so vorangetrieben. Wir hatten ja auch mal eine Playlist, eine Musik Playlist. Das sollten wir vielleicht noch mal so ein bisschen weiter fördern und wenn wir jetzt einen beinahe einen Profimusiker da haben, einen Menschen, der aus der Klassik kommt, würde mich jetzt noch interessieren, Aaron, was hörst du denn privat für Musik, bist du da auch klassisch
unterwegs oder wie Hendrik Straßenrap sag ich jetzt mal so. Ich würde sagen, irgendwo dazwischen. Also ich höre natürlich sehr gerne Klassik, aber wenn ich jetzt alleine beim lockeren Lauf bin, dann höre ich eher so was wie ja Coldplay oder Rufus de saw oder Tiger the Creator. Ist solche Künstler sind dann dabei, alles klar hättest.
Du Lust, uns einen Song zu schenken für die Playlist einen beizusteuern? Wir haben hier, das haben wir, das haben wir gleich erzählt, Wir haben hier begleitend zu unserem Podcast in der Spotify Playlist, wo wo Gäste oder auch manchmal wir je nach Anlass dann immer wieder mal einen Song mit reinpacken, die meisten kommen tatsächlich von Gästen, würde dir spontan einer Einfallen, den den du reinstecken würdest, in die Playlist motivieren, vielleicht für.
Ja. Titi mit Pregunto von Bad Bunny. Packen wir rein. Ja, super Aaron, vielen Dank ganz ganz toll, klasse Spitzenmäßig. Ich schaue mir das an, ich würde ja gerne, ich habe leider, das geht ja nicht so ein Konzert würde ich mir gerne mal reinziehen, also wenn du da irgendwie in der Ecke bist, ich finde das immer faszinierend. Ich habe damals bei so einer Fernsehshow Unterhaltungsshow, kennt heute kein Mensch mehr.
Harald Schmidt Show gearbeitet, der hat auch ein Herz für die klassische Musik, spielt ein bisschen Klavier und der hatte mal ein ganzes Sinfonieorchester, dann im Studio und dann haben wir wirklich da live mit dem Orchester, ach finde ich toll, ab und an war ich auch schon in der Philharmonie in Köln, also mich begeistert das einfach handgemachte, echte Musik, ja. Konzert ich ne, also jetzt ich bin eigentlich ein kulturbanause ne ich will mich jetzt hier nicht größer machen, aber eben ich sag mal so ich habe keine Ahnung von Musik, bin aber ein musikalischer Mensch darf man so stehen lassen oder? Man, ja, man muss keine Ahnung haben, man kann so oder so ein ein Konzert genießen.
Finde ich ganz toll. Alles klar, viel Erfolg für die für die Lauf und für die Konzertprojekte. Danke und viel Glück beim Hermannslauf. Ja, ja, ich werde dir. Ich werde dir berichten, ob du es willst oder nicht, ja. Danke euch, viel Spaß und wir melden uns nächste Woche wieder. Dann haben wir einen kleinen Ausblick noch mal auf auf Boston tatsächlich auch und es gab auch richtig viele Hörerfragen tatsächlich jetzt die in den letzten Tagen reingekommen sind, da schauen wir uns auch mal ein bisschen genauer noch mal an, ja, und dann ist der ist das große Wochenende auch schon da. Und natürlich schauen wir auch genau nach Wien, nach Boston und dann gibt es jede Menge.
Neue Infos wieder. Danke, dass ihr reingehört habt und danke noch mal, dass du dabei warst. Viel Erfolg bis bald tschau tschau.