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Shownotes
(EP75) Ein Realtalk über den Struggle der modernen Zeit. In dieser Folge, die aus der Nachricht einer Zuhörerin entstand, geht es um den „Lebenszeitdruck“ – das Gefühl, nie richtig anzukommen; bestehend aus dem Glauben, ständig etwas verändern und immer noch mehr aus seiner Zeit „rausholen“ zu müssen.
Dabei geht es auch um die FOMO – die Angst, etwas zu verpassen – sowie den Zwang der Selbstoptimierung, und um negative Glaubenssätze, die man unhinterfragt aus der Kultur übernommen hat.
Letztlich geht es in dieser Episode darum, wie man wieder klarkommt, indem man die übernommenen Annahmen in Frage stellt, neue gedankliche Perspektiven gewinnt und sinnvolle Strategien anwendet, die zu mehr Ruhe und Gelassenheit beitragen.
Namaste DiggaJonas <3
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Was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Komm klar, digga, mein Name ist Jonas und in der heutigen Folge geht es um Lebenszeitdruck. Es geht um den Struggle, dass man sich. Unter Druck gesetzt fühlt, weil man meint, man muss immer alles im Leben richtig machen und man muss die richtigen Entscheidungen treffen und man muss dafür sorgen, dass man so viel Erfahrung wie möglichst anhäuft und bloß nichts verpasst.
Und ich bin mir sicher, dass viele Menschen unter diesem Struggle leiden. Die Idee dazu kam von einer Zuhörerin, die mir eine Nachricht geschrieben hatte vor ein paar Wochen, und in dieser Nachricht hat sie mich gefragt, ob ich mal über das Thema Lebenszeitdruck sprechen könnte und ehrlich gesagt wusste ich gar nicht so richtig.
Wie ich diesen Begriff einordnen kann, also was genau ich gemeint ist. Und dann habe ich sie gefragt, ob Sie das vielleicht weiter ausführen kann, und dann hat sie geschrieben. Ich meinte damit, dass man irgendwie immer eine Art Druck verspürt, wenn man sich bewusst ist, dass die Zeit begrenzt ist und es einem dann auch deshalb schwierig fällt, Ruhe zu finden und diese zu genießen, weil das emotionale Wohlbefinden eher auf Gedanken getrimmt ist.
Wie geht das nicht noch besser oder du bist jetzt ein Jahr älter und eigentlich müsstest du schon dieses und jenes und wenn du noch länger wartest, sind die besten Jahre davor. Oder nutze dein Leben gut genug oder auch die Angst davor, krank zu werden oder einfach, dass die Zeit abläuft und hat sie weiter geschrieben. Hab gerade mal nach einer Definition gesucht, Lebenszeitdruck manifestiert sich also durch den ständigen Druck optimale Entscheidungen zu treffen und das Leben effektiv zu nutzen, die Gedanken drehen sich um Selbstoptimierung, die Angst vor Versäumnissen und gesundheitlichen Bedenken, dadurch wird die Fähigkeit beeinträchtigt, roh zu finden, das gegenwärtige Leben zu genießen. So, und dann hat sie noch ein 2
Sprachnachrichten dran gehangen und ich habe einfach mal ein paar Notizen aus den Sprachnachrichten mit aufgeschrieben und zwar ist bei ihr so, dass sie gerade 25 geworden ist. Umgezogen ist eine neue Stadt und sie hatte so eine Art Birthday Blues wie sie es beschrieben hat, so nach dem Motto Man hat die Erwartungen, man sollte eigentlich happy sein, man muss feiern, man hat ja Geburtstag, ist gerade 25 so eine besondere Zahl, aber eigentlich hat sie gar keinen Bock drauf gehabt, eigentlich hat sie keinen Bock drauf gehabt jetzt irgendwie eine Party zu schmeißen oder überhaupt irgendwas zu feiern, weil.
Sie sich irgendwie deprimiert gefühlt hat, weil man jetzt näher an den 30 ist und nicht mehr Anfang 20. Und für sie war das so das Zeichen oder das Signal. OK, jetzt sind langsam aber sicher diese ganzen, diese ganzen Joker in Anführungsstrichen. Aufgebraucht, die man sonst immer in der in der Hand hatte.
Eine Rückhand hatte so nach dem Motto Ich hab jetzt Zeit zum Ausprobieren, ich bin ja erst Anfang 20 und dementsprechend ich muss mich jetzt noch nicht satteln, ich muss noch nicht ankommen, aber jetzt wo ich auf die 30 zugehe muss jetzt langsam mal hier bisschen Stabilität und bisschen das Gefühl reinkommen angekommen zu sein und dann hat sie auch gesagt.
Dass eigentlich alles cool ist. Also es gibt jetzt nichts irgendwie im Leben, was es gerade total daneben läuft, oder irgendein krasser struggle, aber irgendwie auch nicht irgendwie ist auch nicht alles cool, weil man hat das Gefühl, man muss mehr Erfahrungen sammeln, man muss die Zeit so gut wie möglich nutzen und dann sind noch diese Zweifel über eigene Entscheidungen zwischen. Vorher war eigentlich alles super, aber dann hat man trotzdem alles über Bord werfen wollen und man musste unbedingt die Veränderung jagen, weil man.
Dass man das bestmögliche rausholen muss und man meint, dass man das nur dann schafft, wenn man alles neu macht und jegliche Stabilität umwirft. Und gleichzeitig erfährt man aber auch keine innere Ruhe, weil. Man ja dieses dieses Fundament einfach irgendwie nicht hat. Stattdessen fühlt man trotzdem noch diese Form und diese Angst was zu verpassen, weil man verpasste irgendwie immer irgendwas und kurz gefasst man man kommt einfach nicht klar, weil man sich. Weil man sich aufgrund der vielen Gedanken dauernd unter Stress setzt und aus dieser Nachricht. Haben sich auch für mich so n paar Ängste und vor allem auch Glaubenssätze ableiten lassen.
Also unbewusste Annahmen, die man über die Welt, über sich selbst als wahr betrachtet und nie wirklich so bewusst in Frage gestellt hat. Und viele dieser Glaubenssätze haben auch in meinem Leben lange Zeit nen enormen Struggle verursacht. Und ganz sicher tun Sie das auch noch zum Teil heute noch und ein Weg, um damit klarzukommen oder vielleicht auch der einzige Weg, um damit klarzukommen, ist vor allem. Sich dieser Überzeugungen bewusst zu werden, also sich bewusst zu machen, was man da eigentlich für Annahmen aufstellt, wie das Leben aussehen sollte, wie das gute Leben aussehen sollte, wie das glückliche Leben aussehen sollte, was auch immer.
Und nur, wenn man sich bewusst darüber wird, was man da eigentlich für Annahmen trifft, nur dann ist man auch in der Lage, diese diese Annahmen zu hinterfragen und dann auch zu ändern. Und wie gesagt, ich hab jetzt mal für mich die Nachricht so n bisschen sacken lassen und reflektiert und einfach mal so n paar Glaubenssätze aufgeschrieben, die dort so rausstechen und ich möchte mir nicht sagen, dass diese Person jetzt genau unter diesen Glaubenssätzen leidet oder sowas und ich glaube einfach nur, dass es so allgemeine Annahmen sind, die viele von uns betreffen und es kann einfach helfen, wenn man sich die mal wirklich bewusst macht. Diese Glaubenssätze, die ich jetzt vorlese, das sind keine bewusst gedachten Gedanken.
Das ist mehr, wieso n Rahmen, in dem man denkt, also damit will ich sagen. Das ist wie der Boden, auf den unsere Gedanken wachsen. Und einer dieser Glaubenssätze ist. Dass das Leben nur dazu da ist, also nur dazu da ist, um effektiv gelebt zu werden, genutzt zu werden. Besser gesagt, das ist auch so n bisschen dieser dieser kapitalistische.
Dieses kapitalistische Gedankengut, dass man das Beste aus seiner Zeit rausholen muss, sozusagen dieses das Leben ist ne begrenzte Ressource. Zeit ist ne begrenzte Ressource und wir müssen alles aus dieser Ressource rausholen, also möglichst profitmaximierend mit unserer Lebenszeit umgehen. Und gleichzeitig haben wir auch nie über unseren Glauben nachgedacht. Was ist das Leben, was ist was mit dem Leben nach dem Tod gibt es den Tod in dieser Form eigentlich oder existiert das Leben danach noch weiter, aber in unserer Welt werden solche Fragen nicht gestellt, stattdessen ist einfach die Annahme OK.
Gehirn erzeugt Bewusstsein ohne Gehirn kein Bewusstsein mehr das heißt, alles, was wir in diesem Leben erfahren können, ist diese Zeit, die wir jetzt hier haben, und da müssen wir natürlich alles rausholen und auch in unserer Kultur, in dieser hedonistischen Kultur, nach der man viel nach Freude, nach Spaß, nach. Tollen Erfahrungen strebt ist so ne Yolo Mentalität einfach am Start.
So du lebst nur einmal. Also musst du jetzt alles rausholen und das Beste draus machen, aber was ist das Beste? Und gleichzeitig ist ein anderer Glaubenssatz. Das und das habe ich bei mir auch oft, dass ich das bemerke. Ruhe und Entspannung und auch mal wirklich nichts tun ist wieso ne Zeitverschwendung. Es fühlt sich einfach wieso ne Zeitverschwendung an, weil man könnte ja auch stattdessen produktiv irgendwas tun, irgendwas machen irgendwie.
Was erschaffen aber in jeder Form jeglicher Form produktiv sein und auch hier ist wieder dieses dieser kapitalistische Hintergrund, dieses Gefühl von wenn ich nichts tue, was irgendein Ergebnis produziert, dann hab ich meine Lebenszeit nicht aktiv. Produktiv genutzt und das ist Safe auch so ein Nebeneffekt dieser Kultur, in der wir in der wir auf Social Media diese ganzen Ideale sehen und viel auch betrachten, drumherum nicht in der echten Welt, sondern in der Scheinwelt, in den sozialen Medien, vor allem auf und auf Youtube et cetera, wo man einfach sieht, die Leute sind immer was am machen, immer ist irgendwas zu tun, immer gibt es irgendwas zu erleben, und wenn ich nichts erlebe, wenn ich
gerade nichts tue, wenn mein Alltag nicht voller toller Erlebnisse ist, dann fühlt sich alles irgendwie so sinnlos an und irgendwie nicht wirklich gut genutzt. Und dann? Umsatz, der dabei entstehen könnte, ist, wenn man die Zeit halt nicht produktiv nutzt, dann ist sie automatisch verloren. Verlorene Zeit.
Und dazu kommt auch diese Haltung. Dass man dauernd erfolgreich und glücklich wirken sollte. Und auch hier kann man wieder sagen, der Druck wird durch die sozialen Medien vor allem getriggert, weil auch dort, was präsentieren wir ständig, was kriegen wir ständig präsentiert, wir kriegen Erfolg, wir kriegen schöne Bilder von schönen Menschen, alles ist ästhetisch, alles ist einfach perfekt.
Ist halt nicht die Realität. Es ist eine ideale Welt, die wir uns vorspielen, aber die hat nichts mit der Realität zu tun. Problem, wenn wir halt viel soziale Medien konsumieren, verwechseln wir das mit der Realität und Glauben, und das sind wieder beim Glaubenssatz, dass das, was wir dort wahrnehmen und dort konsumieren sollte, auch unser Leben betreffen und. Es hat aber nichts mit dem echten Leben zu tun. Ich mein, ich kann es in der 75.
Folge zum bestimmt 75. Mal sagen, aber es lässt sich nicht oft genug sagen, dass das, was du in den sozialen Medien wahrnimmst, nichts, wirklich gar nichts mit der realen Erfahrung des Lebens gemeinsam hat. Und ein nächster Glaubenssatz ist, und der hat vor allem in der Nachricht sehr stark rausgestochen, dass man in einem bestimmten Alter irgendetwas bestimmtes erreicht haben muss. Es ist wirklich nur n Glaubenssatz. Klar, ich versteh den Gedanken und ich ich fühle, ich fühle genauso.
Dass man sagt, OK, ich erinnere mich noch, als ich Anfang 20 war, da war ich ziemlich, also sehr rastlos, immer auf der Suche, ständig auf der Suche, alle 2 Monate meine Pläne gewechselt, alles über Bord geworfen, alles. Neu machen wollen und. Ich hatte auch das Gefühl, dass es meine Mutter ein bisschen mehr besorgt hat.
So, die hat oft immer die Frage gestellt, was ich denn machen möchte und ob sich nicht mal die Richtung gehen möchte, ob ich nicht in die Richtung gehen möchte, so nett gemeinte Ratschläge, hey, probier doch mal das, das wär doch bestimmt was für dich. Weil man bei mir immer das Gefühl hatte, bei dem der, der weiß nicht, was er will, der weiß einfach nicht, was er will, der ist die ganze Zeit auf der Suche, der kommt nicht richtig an so und das dieses Bild wurde auf mich auch oft so. Oder besser gesagt, es war die Realität. Ich bin nicht angekommen, ich hab mich auch verdammt rastlos einfach auf der Suche befunden und ich hab immer dann gesagt, Hey ganz ehrlich, du kannst mir alle Tipps geben und ich ich ich hab auch ich bin offen für alle
Ratschläge, aber bitte. Lass mich, bis ich 30 bin einfach mein Ding machen, lass mich einfach so viel ausprobieren wie möglich, ich möchte keine keine gut gemeinten Ratschläge oder du brauchst dir auch keine Sorgen machen und so weiter und so weiter ich hab einfach gesagt, hey bis ich 30 bin, lass mich bitte einfach damit in Ruhe.
Und natürlich steckt dahinter auch die Annahme, dass wenn man in dem bestimmten Alter ist, und das ist bei uns halt vor allem die 30. Dass man angekommen sein muss, dass man angekommen sein muss im Leben und was auch immer das bedeuten mag, mit vielleicht Haus mit einem festen Job, mit fertigen Studio, mit Kindern, mit Ehe, mit Whatever aber man muss angekommen sein und ich kann mir vorstellen, dass das auch gerade in der heutigen Zeit auch vor allem für junge Frauen ein riesiges, einen riesigen Druck erzeugt.
Ein richtiger Struggle ist, weil da sicherlich auch noch mal andere Bedürfnisse aufkommen, wie? Jüngeren Mann, weil du hast halt einfach als Frau noch mal diese ganze andere Erwartungshaltung. Ja, du bist 30 was ist mit Kindern, was ist mit deiner Karriere, was ist mit deinen 15 Abschlüssen, die du noch alle machen musst und deine Reisen, die du machen willst und so weiter und so weiter also man möchte. In möglichst engen Zeitrahmen alles reinstopfen und es erzeugt nen unheimlichen Druck und mit Druck geschieht halt irgendwie gar nicht so richtig und es fühlt sich einfach anstrengend an.
Und wie gesagt. Es ist. Diese Erwartungshaltung, die man dann oft an sein Leben hat und die Realität, das erzeugt einfach nen enormen Struggle, der oft einfach total unnötig ist. Ich möchte dann dieser Folge noch tiefer da reingehen, aber lass uns doch den nächsten Glaubenssätzen kommen und zwar auch so n Satz Annahme, dass die besten Jahre in den Zwanzigern liegen. So also man hat in den Zwanzigern die Zeit, man kann, man hat keine Verantwortung, man kann Spaß haben, man kann suchen, man kann ausprobieren, man ist einfach. Explorativ.
Man kann einfach Abenteuer bewusst angehen und suchen und so weiter und so weiter. Und auch so n Glaubenssatz, dass man das übrigens tun muss, wenn man in den Jahren ist. Und das ist halt auch nicht die Wahrheit. How ever, dass dieser Glaubenssatz, dass wenn du dann nicht mehr in den Zwanzigern bist oder in dich dem Ende der 20er Neigst, danach alles irgendwie nur noch ernst wird und völlig verantwortungsvoll und dann geht der Spaß unter, spielerisch auch irgendwie weg, weil man guck mal, das ist auch so in der Kultur der Ernst des Lebens beginnt.
Jetzt beginnt der Ernst des Lebens, wie oft hast du diesen Satz schon in deinem Leben gehört? Vielleicht kein Mal, aber ich hab ihn schon ein paar Male gehört, wann auch immer bei. Weil die beim Wechseln die Oberstufe zum Beispiel habe ich den gehört oder dann nach dem Abi. Wie oft hat man das nach dem Abi oder wenn das Studium fertig ist, whatever aber jetzt beginnt der ernstes Lebens, was für ein ernstes Lebens ist es doch.
Eigentlich ist es ne Komödie und diese Komödie hört nie auf, wenn man in der Lage ist, darüber zu lachen. Und damit will ich nicht sagen, dass es immer einfach ist und bei vielen Marx auf ne Tragödie aussehen und nicht wie ne Komödie, aber. Warum ernstes Lebens? Ich mein, klar, ich fühl es, du musst dich auf einmal um Dinge kümmern, so, du musst schauen, Steuern, Versicherung, je nachdem welchen Weg schlägst du ein, du musst dich darum kümmern, dass du ne Wohnung hast, ne Rechnung zahlst deine Wäsche machst, also all die ganze Stuff, der dir vorher vielleicht. Den vorher vielleicht jemand noch für dich übernommen hat. Da musst du jetzt anfangen, mehr und mehr einfach selbständig zu denken, selbständig,
selbstbewusst zu handeln, verantwortungsbewusst zu handeln und natürlich, das ist ne gewisse Art von Pressure, der dann auf einem wirkt, weil man auf einmal natürlich auch selbst verantwortlich für gewisse Dinge handeln und denken muss, heißt aber nicht, dass das dann irgendwie alles anstrengend und lustlos wird, nein, man kann es immer noch wie ein Spiel betrachten, man kann es immer noch wie eine Komödie sehen, das ist immer noch. Spaß an der ganzen Sache, aber auch darüber werde ich noch sprechen.
Glaubenssatz. Aber der fügt an dem anderen an, dass das Altern, also wenn man älter wird, das ist automatisch gleichgesetzt ist mit. Ich werd unglücklicher. Und warum ist das so? Ich mein keine Ahnung warum das so ist oder warum man so denkt, Studien lassen eigentlich zeigen, dass die Menschen vom Zufriedenheitslevel her erst in den Sechzigern auf ihrem Höhepunkt kommen.
Aber das war beiseite geschoben. Warum glauben wir, dass das mit dem Altern immer so ne Sache ist, dass man automatisch unglücklicher wird, natürlich, weil man annimmt, dass, wenn die Schönheit nicht mehr die ist, einer jugendlichen Attraktivität, wenn die körperliche Energie nicht mehr die ist, einer einer jugendlichen Energie, wenn Menschen auch einfach gehen im Laufe des Lebens, wenn man auch Erfahrungen, schmerzhafte Erfahrungen macht, dass all das dazu beiträgt, dass man unterm Strich unglücklicher ist.
Aber man muss das so sein, keine Ahnung. Ich glaube jedenfalls, da werden wir beim nächsten Glaubenssatz, dass das nun Glaubenssatz ist, nur eine Annahme ist, die nicht automatisch der Realität entsprechen muss. Es gibt sehr, sehr viele junge Menschen, die sehr, sehr, sehr unglücklich sind, und es gibt sehr, sehr viele in Anführungsstrichen ältere Menschen, die innerlich sehr jung geblieben sind und sehr, sehr glücklich das Leben erfahren, also auch das immer hinterfragen, dann das Leistung und Erfolg gleichzusetzen sind. Mit dem eigenen Selbstwert auch n ganz wichtiger Punkt, nämlich dass man glaubt, dass wenn man nur Ergebnisse produziert, dass wenn man nur irgendwie nach außen hin etwas zeigt, was man geschafft hat, dass man dadurch
jemand ist, jemand sein darf, sich selbst den Wert eingesteht, den man versucht, von anderen zu erlangen, und dass mehr Erfolg ZB automatisch mit einem höheren Selbstwert korreliert, dass man glaubt, wenn ich jetzt. Einen höheren Status erfahre, wenn ich. Teure, wenn ich teure Kleidung, teure Autos, was auch immer fahre und konsumiere und tu und mache, dann bin ich mehr, dann bin ich mehr wert.
Das ist auch so, man muss auch mal schauen, gerade in den sozialen Medien, das ist so heftig getriggert dieses ganze, diese ganze Haltung, viele Menschen fühlen sich sehr, sehr unwichtig und sehr, haben starke Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl und versuchen das natürlich dann auch zu copen, indem sie genau das Gegenteil repräsentieren und.
Für dieses Gegenteil, nämlich dass sie sich als selbstbewusst darstellen, als jemand Punkt, als jemand einfach darstellen, kriegen Sie Aufmerksamkeit, kriegen Sie Likes, und das verstärkt dann die Annahme, ich bin jemand, wenn ich das und das tue. How ever? Der Selbstwert ist komplett unabhängig von Erfolgen oder Misserfolgen, von Leistungen, die man bringt oder Leistungen, die man nicht bringt. Selbstwert ist keine verhandelbare Sache, genauso dieser Glaubenssatz, dass mehr Erfahrungen, die man macht und mit Erfahrungen sind, vor allem diese abenteuerlichen. Auch wieder in Szene gesetzten Erfahrungen gemeint, dass die automatisch mit mehr Zufriedenheit, mehr Glück im Leben korrigieren.
Ich werd darauf auch noch eingehen, ich hab nämlich nen Kollegen, bei dem genau das Gegenteil irgendwie auch eintrifft, wie auch immer. Dass man nächster glaube, dass man immer wissen sollte, was man im Leben will und wohin man geht, das muss man immer genau wissen, dass man weiß, was die nächsten 5 Jahre geplant ist oder am besten und Zehnjahresplan und dann runter gebrochen auf ein Jahr.
Erziele und dann noch auf Tagesziele und Wochenziele und Monatsziele und Ziele, Ziele, Ziele, dass man ständig arbeiten muss und ackern muss und genau wissen sollte, was man im Leben will. Und honest I'm honest with year. Ich hab persönlich sehr oft nicht den genauen Plan wo ich hin will beziehungsweise was genau ich will und.
Das widerspricht natürlich auch dieser ganzen Dogmatik, dass man meint, man muss genau wissen, wohin man will. Nein. Das Ding ist, ich hab einfach schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Dinge, die ich unbedingt wollte und ich sie dann bekommen hab, nicht die Dinge waren, die ich eigentlich wollte.
Das hab ich aber erst gecheckt, als ich die Dinge hatte und andersherum ist es interessant bei den Dingen, die ich vorher gar nicht aufm Schirm hatte oder die Dinge, von denen ich so gesagt hab. Boah, nee, eigentlich will ich das nicht. Als sie dann in mein Leben eingetroffen sind, haben Sie sich als etwas gezeigt, wo ich mir dachte, Wow, das ist voll schön, voll toll, also in der Hinsicht, ich kenn mich, ich kenn mich gar nicht, ich weiß gar nicht was ich will, ich muss mich, ich verändere mich, ich bin im Prozess und diese Veränderung auch einfach anzunehmen und sich zu sagen, Hey, das Leben präsentiert mir unterschiedliche Möglichkeiten, ich gehe durch verschiedene Türen durch und dahingehend auch eine Art von Vision
Herauszubilden, das passiert natürlich im Laufe der Zeit, natürlich hat man auch mal Ziele. Zusteuert und Ideen, die man verwirklichen will. Aber das ist kein Allgemeinzustand, das ist kein Zustand, der dauernd anhält, sondern das ist ein Prozess, der sich verändert. Wünsche werden kommen, Wünsche werden gehen, Bedürfnisse dürfen sich verändern, das ist n Open Space. Und am Ende des Tages ist es auch immer ne Art Ungewissheit, naht Unsicherheit die auf die man sich auch einlassen muss. Und den letzten Glaubenssätzen, die auch vor allem auf dieser Nachricht beruhen, dass man immer Bock darauf haben sollte, sein Geburtstag zu feiern.
Das ist so auch ne Erwartungshaltung. Ich hab das aber auch schon oft erfahren, dass ich persönlich, ich hatte Geburtstag und es hat gar nichts im Alter zu tun gehabt oder irgendwas dergleichen, aber ich hatte einfach, ich hatte einfach keinen Bock darauf den zu feiern, also eine große Party zu schmeißen oder irgendwas dergleichen. Ich hatte Lust mit den engsten Menschen Zeit zu verbringen, aber das ist auch unabhängig vom Geburtstag was ist ein Geburtstag eigentlich?
Man, was feiert man denn dort eigentlich? Okay herzlichen Glückwunsch, du hast, du hast die 25, du hast die 27, du hast die 35 geschafft Comedy. Und dann so, dann ist die Erwartung, ich kriege von allen Menschen Geschenke, jeder muss mir was schenken und alle stressen sich, was kann ich ihm schenken, was kann ich Ihr schenken? Ich weiß.
Nicht. Aber gut. Nächster Glaubenssatz. Dass man. Dass man Veränderung unbedingt anstreben muss, dass Veränderungen immer nötig ist, um das Beste aus seinem Leben zu machen, diese Disruption, dieses, dieses Gefühl hatte ich halt auch lange Zeit, dass ich mein Leben umwerfen muss. Ich muss jetzt die Beziehung komplett aufgeben, ich muss mir die Stadt wechseln, ich muss den Job kündigen, ich muss alles hinwerfen, alles neu, alles alles kaputt machen.
Das Fundament wegreißen, damit ich mich irgendwie finden kann und. Da kann man auch in Frage stellen, wirklich muss das so sein, bist du jetzt glücklicher, warst du vorher unglücklicher Job oder was war eigentlich das Problem? Diese Frage auch mit richtiger Entscheidung, falsche Entscheidung und so weiter da kann man auch sicherlich viel drüber reden.
Aber gibt es das überhaupt? Gibt es die richtige Entscheidung, gibt es die falsche Entscheidung, ist es nicht am Ende immer. Ne Erfahrung, immer etwas woraus man etwas lernen kann. Und ich mein, Wir sind Menschen und wir können nicht absehen, wie sich etwas entwickelt und etwas, was sich heute als gut und schön und perfekt präsentiert, kann morgen schon als das große Unglück sich zeigen. So, es ist halt.
Die Unsicherheit so ungewisser, die ist ein beständiger Teil unseres Lebens und damit lernen klarzukommen, das ist, glaube ich, das das Nötige, dass die Fähigkeit, zu sagen, Hey. I know shit. Ich befinde mich hier auf planeterda. Ehrlich gesagt, wir haben alle keine Ahnung was wir tun, so, wir alle haben nur Glaubenssätze darüber, was wir tun und warum wir es tun.
Aber im Großen und Ganzen, die Menschen stressen sich enorm aufgrund ihrer Glaubenssätze, aufgrund ihrer Annahmen und der letzte Glaubenssatz, den ich auch noch mal äußern will, ist dass man die Gegenwart immer genießen muss. So, das ist auch oft aufgrund dieser spirituellen Szene zustande gekommen, dass man sagt.
There's only the present moment. Du hast nur diese, du hast nur diesen gegenwärtigen Moment und das Leiden kreierst du nur aufgrund deiner gedanklichen Vorhersagen, mit denen du dich identifizierst, die dann in die Zukunft reichen und irgendwas schon vorhersagen wollen, was im Moment überhaupt keine Relevanz hat oder aber in die Vergangenheit rückblickend irgendwas hochholen und darüber nachgrüben, dass man da durchkauen und sich damit in ähnlichen negativen Emotionen suhlen. Aber eigentlich gibt es das ja alles gar nicht, eigentlich gibt es nur diesen Moment und nur dieser Moment zählt und dann hat man so dieses Gefühl, hey, ich muss jetzt erleuchtet sein. Ich muss aufwachen, ich muss
erkennen, ich bin das Bewusstsein hinter dem allen, ich bin, ich bin Punkt und dann, dann muss ich Frieden, da muss ich Glück, da muss ich Ruhe spüren, dann muss ich. Da muss ich aufwachen und das Leben endlich genießen. Aber irgendwie kommt auch wieder das nächste Fakt. Muss ja, ich muss ja noch diese Trainer zum Beispiel einkaufen, ich wollte trainieren gehen, auch ich hatte mich eigentlich getroffen, ich wollte mich treffen mit dieser Person und so weiter und so weiter und das hört nicht auf, hört nicht auf, aber muss sie gleichzeitig die Gegenwart genießen, kann es aber nicht, ist unfähig daran Frage muss man die Gegenwart genießen, kann man die Gegenwart nicht einfach Gegenwart sein lassen,
muss sie sich immer genussvoll, gelassen, glücklich anführen, oder kann man auch einfach damit klarkommen, wenn sie es eben nicht tut, muss man dann unbedingt was ändern oder kann man einfach damit leben, wenn es einfach gerade ist, wie es ist? Und man könnte jetzt auch sagen. Nachdem ich jetzt diese ich glaub 14 Annahmen Glaubenssätze jetzt runter gesprochen hab das im Kern dieser Struggle auch auf einer.
Auf einer grundlegenden Sache wieder. Aufbaut und das ist ne Sache, die bei vielen psychologischen Konflikten, die man mit sich selbst hat, der Ursprung ist, und zwar der tief verwurzelte glauben, dass. Der eigene Selbstwert. Von den Leistungen und Erfolgen abhängt. So, das ist oft etwas, worauf alles andere irgendwie aufbaut in irgendeiner Form.
Man sucht die Flucht vor sich selbst. Man sucht nach Möglichkeiten, seinen Selbstwert irgendwie zu stabilisieren, irgendwie zu erhöhen, irgendwie in irgendeiner Form durch die Aufmerksamkeit, die Anerkennung anderer Menschen zu fixen, weil man glaubt, es ist kaputt, man, man ist nicht genug, es reicht auch nicht.
Und. Wie eingangs erwähnt, wenn man solche Annahmen hat wie, wie kann man jetzt damit klarkommen? Wie kann ich jetzt damit, wie kann ich lernen? Mein Leben. Zu erleben, es spielerisch zu betrachten. Es mehr wieso ne Komödie zu sehen, in der man natürlich. Das Wachstum anstrebt, weil es etwas ganz Natürliches ist. Sich Ziele setzen kann, weil man Bock drauf hat, aber sich nicht von diesen Zielen erdrücken lässt und seinen gesamten Selbstwert nach diesen Zielen ausrichtet. Und dann hört man immer gerade in dieser psychologischen und auch in dieser selbsthilfeszene du musst deine Glaubenssätze aufarbeiten.
Und dann denk ich mir so schon wieder arbeiten, Alter, ich muss schon wieder. Arbeite ich nicht genug an mir? So bei dem Wort Arbeit, da zuckt man wieder innerlich zusammen und dann dann denkt man, OK, woran soll ich denn noch alles arbeiten? Alter, ich bin ich bin ständig under construction so ich muss die ganze Zeit an mir arbeiten und dann hat man auch keinen Bock drauf verstehe.
Ich. Aber deswegen habe ich einen besseren. Vorschlag. Statt jetzt irgendwie mühevoll durch irgend ne Art von Introspektion und Selbstreflexionsversuchen diese Wurzeln in sich zu finden, diese negativen Annahmen zu finden und dann die Wurzeln auszureißen. Durch irgend ne Art von. Psychoanalyse, die man selbst durchführt.
Pflanzt man sich einfach neue, schönere Samen in den Boden ein, in den Boden des Bewusstseins, und die wachsen dann langsam aber sicher zu schönen Pflanzen heran. Und diese schönen Pflanzen, die Blätter dieser Pflanzen, überschatten dann all das Negative und. Das Negative erhält immer weniger Licht und dadurch wird im Laufe der Zeit. Diese Annahmen dieser negativen alten Annahmen. Werden mit der Zeit einfach von selbst drauf gehen, weil sie nicht mehr das braucht.
Nicht mehr das bekommen was Sie benötigen um am Leben zu bleiben, nämlich Bestätigung. Und das hier ist n Prozess. Ich muss das betonen, das ist nicht etwas, was du irgendwie in einem Wochenendworkshop lernst oder dass du irgendwie in einer Art von tiefen Meditation auf einmal auflöst. So. Das kann passieren, aber meiner Erfahrung nach ist das einfach n Prozess, den du schon längst angestoßen hast. Der Prozess ist schon längst im Gange. Wenn du diesen Podcast hier hörst, dann ist dieser Prozess. Schon längst im Gange so und du musst dir keine Sorgen machen. Dass du nicht schnell genug bist, dass es, dass es noch schneller gehen müsste oder eben nein, der Prozess hat seine eigene Geschwindigkeit und du
musst einfach nichts weiter tun, außer diesen Prozessraum zu geben. Und dann machst du dir neue Ehre. Gedanken zu eigen. Perspektiven zu eigen, das merkst du oft, vor allem dann, wenn du Podcasts wie diesen hier hörst oder Bücher liest oder mit Menschen im Gespräch bist. Und dann erkennst du bei deinen eigenen Aussagen oder bei den Aussagen anderer so Sachen, wo es auf einmal so ein Gefühl von Ah okay jetzt habe ich es gecheckt, dieses Gefühl, dieser ah Moment auftaucht und sich so gefühlt so eine Art von Denkknoten auflöst.
So eine Spannung sich auflöst und diese Gedanken, das sind sozusagen deine neuen Glaubenssätze, das sind deine neuen Perspektiven, mit denen du aufs Leben blicken. Willst. Du dir diese Gedanken immer wieder bewusst machst, wenn du immer wieder dir sagst, hey, das Leben ist kein Struggle, das Leben ist mehr und mehr n Spiel, dann fängst du auch an auf auf Basis dieses Glaubenssatzes der Rahmen das Bild zu malen, das Bild deines Lebens zu malen, zu sehen, zu betrachten. Es bedeutet, dass mit diesen neuen, ehrlicheren Gedanken, die du schon längst suchst und auch gefunden hast, zum Großteil das mit der Zeit darauf aufbauen, neue Glaubenssätze entstehen und aufbauend diese auf diese Glaubenssätze, auf diesen Glaubenssätzen entsteht eine
neue Art der Wahrnehmung und wie gesagt, das können allerlei Gedanken sein, das sind Perspektiven, die aus irgendwelchen Sachen stammen. Büchern oder eben Gesprächen oder Deine Journal Einträge geh ich auch noch gleich drauf ein und die lösen bei dir dann diese Momente aus, wo du auf einmal was das Gefühl hast, jetzt hast du was gecheckt, jetzt ist irgendwie was aufgelöst irgendwie.
Du kennst diesen Moment einfach. Und das sind so Perspektiven, die du annimmst, weil sie mehr deinem wahren Ich entsprechen. Sie fühlen sich für dich richtig an, sie, sie räsonieren mit dir in irgendeiner Form, ich kann es nicht besser ausdrücken, als wie es jetzt gerade hier ausdrücke. Und genau diese Gedanken pflanzt du dann ein. Und im Laufe der Zeit?
Werden dann Erfahrungen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, Erfahrungen werden diese Gedanken bestätigen. Und dadurch werden die alten Überzeugungen, diese alten negativen Annahmen automatisch überschrieben. Ich hab es grad schon versucht metaphorisch mit den Blättern und so weiter auszudrücken, aber andere Begriffe wäre wieso eine Art? Wieso ein?
Wieso ein Software? Update. Aber wie gesagt, 2 Dinge sind notwendig. Erstens die Bewusstheit darüber, was man da eigentlich ständig als Wahrheit akzeptiert, unhinterfragt, das bedeutet Bewusstheit, die Lügen aufzudecken, die man einfach so angenommen hat, ohne sie jemals in Frage zu stellen und zweitens. Neue in Anführungsstrichen Erfahrungen, die zu einer Bestätigung führen zu einer positiven Bestätigung der neuen Glaubenssätze, neuen Gedanken und dadurch das neue Bild formen.
Also es geht hier nichts, jetzt einfach nur stumpf um irgendwelche Affirmationen, die man sich neunmal am Tag um 09:00 Uhr morgens vom Spiegel aufsagt und dann dauernd wiederholt, weil man eingetrichtert bekommen hat, dass dadurch das Unterbewusstsein in irgendeiner Form neu programmiert wird. Das wird es aber nicht, wenn man gar nicht an dieser Affirmation glauben kann. Wenn man einfach nicht daran glauben kann, weil man merkt, dass es ne Lüge, die ich mir gerade versuch, hier einzutrichtern, dann wird es nichts mit dem umprogrammieren, also es muss schon in irgendeiner Form etwas sein, was du glauben kannst, wo du sagst, ja sehe ich so kann ich annehmen, annehmen, einpflanzen, wachsen lassen. Und ja, dann natürlich auch
rausgehen und bewusste Handlungen bewusste Erfahrungen machen, die das bestätigen, was man neu über die Welt annimmt, über sich selbst annimmt und dann wächst das alles, und dann wirst du mehr und mehr. Einen neuen mit einer neuen mit einem neuen Blick auf die Welt schauen und mit einem neuen Blick auf dich selbst schauen. Und das ist ein Prozess.
Wie gesagt, das, was du heute über dich denkst, was du heute über dich annimmst, über dich glaubst, über das Leben glaubst, das wird sich verändern. Das wird sich einfach verändern und das ist OK. Und du weißt jetzt im Moment noch nicht, in welche Richtung das sich verändern wird. Es wird sich wahrscheinlich ne Richtung verändern, die sich freier, gelassener, geöffneter anfühlt, weil das ist letztendlich ne Richtung, in die wir alle streben wollen, wenn wir sagen, wir streben nach dem Glück, was meinen wir damit, wir streben nach einem Gefühl mit einem offenen Herzen durch die Welt zu gehen, uns nicht mehr zu verschließen vom anderen Menschen nicht mehr zu verschließen, von neuen Erfahrungen nicht mehr zu verschließen vor Situationen,
die einen Triggern. Beschrieben. Beständigkeit. Lassen beständiges wachsen beständig bereit sein, Neues über sich selbst zu erfahren. Und dazu muss man natürlich auch bereit sein. Seine Ängste zu konfrontieren. Und auch darüber habe ich schon viel gesprochen. Aber um es jetzt mal ganz praktisch auszudrücken, ganz pragmatisch eine Strategie.
Um um mehr Bewusstheit über diese oft unbewussten Gedanken zu erlangen, ist und bleibt meiner Meinung nach das Schreiben journaling. Auch darüber gab es schon einiges zu erzählen, in vielen Episoden, aber ich möchte jetzt noch mal das betonen, es ist einfach eine Sache, die ich persönlich einfach als sehr effektiv empfinde und es muss nicht für jeden gleichermaßen effektiv sein, es ist einfach etwas, was für mich funktioniert und wie macht man das, wie kann ich jetzt, wie kann ich jetzt Gedanken.
Erkennen zunächst einmal und wie kann ich dahinter die Glaubenssätze erkennen und dann auch auflösen und hinterfragen und vielleicht auch neu schon umformen? Im Grunde genommen. Das klingt wieder viel zu sehr nach Arbeit, vergiss mal diesen ganzen Arbeitsprozess, es geht hier nicht um arbeiten, es geht hier eigentlich nur um Erwachen, um selbst. Bewusstes Wahrnehmen, das bedeutet, du schreibst nur auf, was du im Moment denkst, was dich im Moment belastet, was in dem Kopf gerade abgeht und wie du dich momentan fühlst oder worüber du gerade viel nachdenkst. Und.
Du kannst das auch in der Form machen, als würdest du nen Brief schreiben. Das hat mir auch oft schon geholfen, dass ich nen Brief entweder eine gewisse Person schreibe oder n Brief an mich selbst in der Zukunft schreibe und einfach in diesem Brief schildere was geht gerade bei mir ab, was geht gerade meinem Leben ab.
Wie fühle ich mich? Und dann bist du so radikal ehrlich, so ehrlich wie nur möglich. Du hältst nichts zurück, jeden komischen cringchen Gedanken, den du immer verheimlichen würdest, vor allen Menschen, den teilst du in diesem Brief und Du machst es einfach und judged das nicht, also das ist ganz wichtig, es geht nicht darum, irgendetwas davon zu judgen, was du dort ausschreibst.
Oh ich darf, ich darf diese Gedanken nicht haben, das sind böse Gedanken, das ist nicht gut, das ist der Grund, warum du diese Gedanken hast, weil du sie ständig versuchst zu verdrängen und dadurch wachsen sie nur noch mehr, sie kriegen Aufmerksamkeit dadurch auf eine Art und Weise, die uns oft gar nicht so richtig bewusst ist. Jedenfalls, es geht nicht ums Judgen, es geht einfach nur um eine Momentaufnahme.
Was zieht gerade durch dein Bewusstsein, was erlebst du gerade, schreibt es einfach auf in deinen eigenen Worten, wie es dir gerade im Moment zugänglich ist. Manchmal entstehen dabei fließende Sätze, manchmal entstehen dabei aber einfach nur Stichpunkte, und das ist ganz unterschiedlich und individuell, wobei ich persönlich beginne oft mit was geht gerade ab, was geht gerade ab, Fragezeichen, was geht gerade bei mir im Leben ab. Was auch immer.
Und dann schreibe ich einfach drauf los, so und am Anfang, das wird sich ein bisschen auch gehemmt anfühlen und dann kommt es auch nicht immer direkt so raus aus der Hand geflossen oder wenn du es tippen willst. Whatever, was dir halt besser gefällt, aber. Es ist einfach nur wichtig, dass man es macht und dass man dadurch in gewisser Form auch loslassen kann von gewissen Gedanken.
Und dann? Wenn du dann anfängst zu schreiben. Beim Schreiben merke ich dann oft persönlich, dass ich gewisse Annahme dann mir zeigen, wenn ich zum Beispiel Sätze beginne mit ich glaube oder ich denke oder ich meine und achte auch mal darauf, in Gesprächen mit anderen Menschen, wenn diese Worte kommen.
Ich glaube, ich denke, ich meine meiner Meinung nach oder blablabla, dann präsentieren sich danach immer Annahmen, immer irgendwelche Glaubenssätze und. Nochmal, diese Glaubenssätze halten wir immer für die Wahrheit. Wir wir handeln nach diesen Glaubenssätzen, wenn Menschen dazu sagen. Dass das Arbeit, das hab ich auch in der letzten Zeit oft gehört. Ja, Arbeit ist halt Arbeit, ne Arbeit, das geht nicht darum, dass es Spaß macht, sondern muss halt deine Rechnungen zahlen, sondern diese Schiene.
Das ist ein Glaubenssatz. Aber was ist, wenn Arbeit Spaß machen kann? Und nein, du musst das jetzt nicht den Traumjob suchen und du musst alles aufgeben, was du hast. Du kannst auch jetzt schon Spaß in deiner Arbeit empfinden, hundertprozentig. Ich hab schon so viele Jobs gemacht, ich hab bei Subway gearbeitet, ich hab Karosserieteile verpackt, ich hab toilettenschuhe geputzt, als Servicekraft ist was auch immer ich bin der Überzeugung, dass. Man mit der richtigen Haltung, mit den neuen Annahmen, bei allem in gewissen Spiel und Spaßfaktor entwickeln kann. Safe, auch das ist nun Glaubenssatz, ja, aber welcher Glaubenssatz dient mir mehr der Glaubenssatz, dass Arbeit etwas ödes ist, was mich innerlich
irgendwie seelisch abtötet und abstumpft und es nur dazu dient, meine Rechnung zu zahlen und eigentlich nur monetäre Aspekte im Vordergrund stehen oder dass Arbeit auch etwas sein kann, wo ich mich selber erfahre, wo ich Wachstum erfahre, wo ich andere Menschen kennenlernen kann, wo ich einfach im Moment auch in der Arbeit an und für sich aufgehen kann.
Du entscheidest, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Du entscheidest das, du musst es auch entscheiden, andernfalls werden es andere für dich entscheiden. Die Kultur wird es für dich entscheiden, die wird dir sagen, so musst du die Welt betrachten, so hast du auf das Leben zu blicken, das sind die Dinge, nach denen du streben solltest.
Du dieses Auto musst du fahren dieses Gehalt benötigst du diese Art von Partner brauchst du ständig wird dir eingepflanzt, was du glauben sollst und wenn du dafür nicht die Verantwortung übernommen, wenn du nicht anfängst anfängst zu sagen, Alter. Ihr könnt mir sagen, was ihr wollt. Ich führe mein Leben, ich führe mein Leben. Dann nimmst du, nimmst du diesen diese Verantwortung auf dich und entscheidest selbst nach deinen Erfahrungen, nach deinem eigenen Empfinden, woran du glauben möchtest. Welcher Glaubenssatz ist dir dienlich? Jedenfalls wenn du es dann aufschreibst in deinem Journal oder auf deinem Whatever Notizbuch oder deinen Laptop oder dein Handy, egal wenn du diese Gedanken ausformulierst. Dann.
Wirst du automatisch schon selber bemerken. Ah hier, hier checke ich gerade, ich gehe gerade in eine gewisse Richtung und das hier ist eine Annahme, die ich treffe, aber die muss gar nicht, die muss gar nicht der Wahrheit entsprechen. Und bei mir ist es so, dass ich mich dann oft schon, das war anfangs nicht so, aber das ist mittlerweile so, dass ich mich dann selbst schon in einer gewissen Form, ich will es nicht korrigieren nennen, weil das geht dann davon aus, dass ich mal nen Fehler mache, aber ich lenk mich dann schon gedanklich in ne andere Richtung, wo ich mir dann aufschreibe, hey, so und so denk ich gerade, das sind gerade die Bedenken die ich hab, das sind Zweifel und ich glaube das ist so und so und wenn ich
das Aufschreibe, merke ich schon selber in mir gespringt ein anderer Part an und der sagt dann hey, aber sie ist doch mal so, sie ändere doch mal deine Perspektive, sie ist doch mal aus der und der Richtung und dann fängt man an in dem Moment aktiv. Seine eigenen inneren Annahmen zu checken und schon zu transformieren.
Und das ist alles kein schwieriger oder komplizierter Akt, das ist etwas meiner Meinung nach Natürliches. Wenn du bereit bist, dich dem bewusst zu stellen und dich damit auch bewusst auseinanderzusetzen, das ist kein Geheimnis von dem, es gibt hier kein Geheimnis hinter all dem und du checkst einfach, während du schreibst, was du da eigentlich denkst und. Was du eigentlich glaubst, ohne es hier hinterfragt zu haben und dann, genau dann bist du halt in der Lage, all das auch in ne bewusstere richtungslänge und das ist alles, das ist Bewusstwerdung, das ist.
Einfach sich darüber klar werden, was man da eigentlich denkt und welche denkt Schablonen unser Bild Realität so krass verzerren. Und ja, damit wir das eben, damit wir das denken, eben auch entlarven können, also unsere oft unbewussten Annahmen müssen wir eben Gedanken ausdrücken, wir müssen reden, wir müssen schreiben, wir müssen keine Ahnung, was für Sachen machen, streiches Wort müssen.
Es hilft halt einfach. Oder du bist halt spirituell erleuchtet und du wachst einfach komplett auf und checkst. Du bist das Bewusstsein hinter den Gedanken und erkennst alle Gedanken sind eigentlich nur Konstrukte, die man dir im Laufe der Zeit irgendwie eingepflanzt hat und die du gelernt hast, aber die haben alle nichts mit der Religiöse zu tun, das wäre auch noch eine Möglichkeit, ist aber allerdings aus der Erfahrung heraus nicht ganz so obviously wie es oft dann mitgeteilt wird von spirituellen Lehrern, deswegen fahre ich einfach den pragmatischen Ansatz mit denen alle irgendwie was anfangen können und ja Punkt. Und ich hatte ja gerade gesagt.
Das Veränderung die einzige Konstante ist. Das heißt, was du vor 5 Jahren als wahr und als richtig betrachtet hast. Das wirst du mir heute bestätigen können. Das siehst du wahrscheinlich sicherlich in vielerlei Hinsicht einfach anders. Warum siehst du das anders, warum glaubst du, dass es jetzt anders ist? Weil du.
Erfahrungen gemacht hast. Du hast Erfahrung gemacht, du hast Erfahrungen gemacht, die oder Informationen erhalten, die das Alte, dieses alte Glaubensmuster verändert haben aufgebrochen haben. Es, das kann ganz unterschiedliche Sachen sein. Zum Beispiel hast du ne stereotypische Annahme über ne gewisse Bevölkerungsgruppe, Ossis oder Ausländer oder Migranten oder was auch immer und ich meine was ich hier sage, das betrifft hunderte 1000 Menschen. Jetzt gerade oder Millionen, vielleicht Milliarden Menschen? Ich meine, haben wir nicht alle irgendwelche Vorurteile, warum auch immer, jedenfalls machen wir dann die Erfahrung, dass das auch immer nur Menschen sind, Menschen mit genauso den engsten Menschen, mit genau den Sorgen,
Menschen mit Ambitionen, Menschen mit Gefühlen. Menschen, die sich in einer speziellen Form sehr, sehr ähneln und in denen wir uns auch sehr krass spiegeln. Und erst wenn du so Erfahrung machst, wächst dann auch das Gefühl heran. Warte mal, ich lag eigentlich die ganze Zeit falsch, was hab ich die ganze Zeit darüber gedacht, was hab ich durianste darüber gedacht und deswegen wollt ich zum zweiten Punkt noch eben sagen.
Wenn du diese Annahmen merkst und wahrnimmst in jeglicher Hinsicht auch über dich selbst, vor allem über dich selbst. Check Sie ab, indem du sie mit Erfahrung prüfst. Und auch so Sätze, die Du in Gesprächen nennst wieso? Ich bin jemand immer wenn jemand sagt, ich bin ja jemand, der es, ich bin ne schüchterne Person, dann legst du dich schon darauf fest. Du erzeugst die schüchterne Person, indem du darüber sprichst, dass du die schüchterne Person bist und auch deine Erfahrungen das bestätigen, weil du glaubst, du bist eine schüchterne Person und eine schüchterne Person wird sich jetzt nicht auf eine Bühne stellen und irgendeinen Vortrag halten, richtig, das wird eine schüchterne Person niemals machen, was wäre?
Wenn du es trotzdem machst. Was wäre, wenn es trotzdem macht? Was wäre, wenn du dann auf einmal die Erfahrung machst? Warte mal, das war eigentlich ganz OK und natürlich ich hab mir fast in die Hose gekackt vorher, aber der Vortrag war irgendwie gut. Ich bin vielleicht doch nicht so schüchtern, wie ich dachte und auch da hab ich die Erfahrung gemacht.
Früher im Fitnessstudio hat eine im Service gearbeitet und die wirkte am Anfang auch sehr zurückhaltend, sehr schüchtern und. Sie hat halt nur am am am Tresen gearbeitet, also nur in Anführungsstrichen. Damit meine ich, der Erfahrungshorizont war darauf im Servicetreten begrenzt. Aber die hat dann angefangen.
Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber hat dann hier und da mal n Kurs übernommen und das war so ganz so wow du du willst n Kurs machen also korrekt, aber hätt ich jetzt nicht gedacht und dann bin ich aus der Stadt gezogen und 2 Jahre später kam ich zurück und. Dieselbe Person wie ausgewechselt, ein ganz anderer Mensch vom Introvertierten zum Extrovertierten. Jetzt kann man darüber sprechen, wieviel Persönlichkeitsgenetische veranlagt und so weiter und so weiter das ist jetzt kein anderes Thema, ist ein anderes Thema, ich meine nur was wäre wenn was wäre, wenn du deine gesamte Sichtweise verändern könntest durch Erfahrungen, die du dich einfach bewusst stellst.
Und. Ja, unser unser Ego, unser Selbstkonzept. Das ist keine, keine statische Entität, das ist n ständiger. Ständiger Work und progressiven Wandel Prozess und mit jeder neuen Information, mit jeder Erfahrung lernen wir etwas über uns dazu und basierend darauf passt sich auch unser Selbstbild an und als Kinder haben wir das automatisch gemacht, haben wir es nicht hinterfragt.
Wir haben gewisse Dinge über unsere Eltern, über die Liebe unserer Eltern, über die Welt, über unsere Leistungen überall. Das haben wir einfach angenommen, haben wir erfahren, und da haben wir auch nie die bewusste Wahl getroffen, aber irgendwann kommen wir aneinem.in unserem Leben an. Und manche Menschen benötigen dafür ein ganzes Leben.
Manche Menschen werden es in diesem Leben gar nicht aufgedeckt haben, manche fangen schon mit 18 an, manche mit 30, manche mit 50, egal. Irgendwann geschieht es, dass du anfängst zu reflektieren und dich zu hinterfragen und das, was du dort. Das, was du dort immer für die Regel. Gehalten hast für das den Status Quo die Wahrheit. Das wird auf einmal entblößt als. Ein Glaube, den man hinterfragen darf und sollte. Und wenn er dir nicht mehr dient, aufgeben und neu anpassen.
Und Like I sad, es ist, wir sprechen von tief verwurzelten Glaubenssätzen, und wir suggerieren damit implizit, dass man, dass man derartige Sachen nur auflösen kann, wenn man tief genug gräbt. So, das hab auch ich lange gedacht, man hört immer Sätze wie die Antworten sind in dir und dann denk ich mir so ja, aber wo dicker, sag mir wo in mir so, das ist so fad, gibt mir doch eine direkte Anweisung, ich brauch ne Schritt für Schritt Anleitung.
Und jetzt bin ich auch heute. Der Meinung, dass die Antworten in dir sind, wow. Am Anfang hat mich sowas voll angekotzt, wenn jemand das gesagt hat, weil ich mir dachte, ja herzlichen Glückwunsch, du spirituell entwickelter Mensch, du hast anscheinend deine Antwort gefunden, aber ich nicht, bitte sag mir wie ich dahin komme.
OK. Du brauchst keine. Ausbildung in Psychologischer Archäologie AKA Psychoanalyse in Eigenregie. Und es geht hier, es geht hier nicht um den Prozess der. Der radikalen Selbstreflexion, bei der man wochenlang sich zu Hause einbunkert und dann nur noch schreiben tut. Du musst gar nichts intensiv ausgraben. Ich hab es gerade schon erwähnt, die Erfahrung, also meine Erfahrung terrealität ist.
Die Glaubenssitze. Diese Annahmen, die präsentieren sich immer in der Gegenwart, meist ohne dass ich persönlich danach gesucht hab. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel etwas zu mir sagt. Und ich fühl mich in dem Moment angegriffen oder ich fühl mich in dem Moment. Attackiert und und will mich entweder verteidigen oder will zurück angreifen. Warum möchte ich das?
Was in mir fühlt sich angegriffen und warum fühlt es sich angegriffen? Das sind die Momente, in denen ich bereit bin, bereit sein kann, aufzuwachen und hier was aufzudecken und natürlich erfordert das n hohes Maß an Bewusstheit. Und natürlich kann man Bewusstheit fördern durch zum Beispiel Sachen wie Meditation und so weiter, indem man eben sich, indem man innehält, indem man in der Lage ist, nicht zu reagieren, blind.
Sondern. Indem man checkt, warte mal, was passiert hier gerade eigentlich warum, warum will ich mich rechtfertigen warum, warum triggert mich das so krass? Oder wenn ich in einem Streit bin mit einer Person. Und worum dreht sich der Streit eigentlich und eigentlich immer dreht es sich um Standpunkte, um Glaubenssätze, ich glaube das du glaubst das so und jetzt müssen wir uns bekriegen, weil mein Glaube ist der einzig wahre und deiner ist der falsche, Menschen bekriegen sich die Zeit Jahrtausenden aufgrund dieser Haltungen. Anstatt einzugestehen, Hey.
Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung, ich weiß es nicht. Bitte lass uns zusammen, lass uns zusammen die Wahrheit erforschen, lass uns unsere Argumente austauschen, lass uns diskutieren von mir aus, lass uns gucken, was sind die Fakten. Was ja auch in der Wissenschaft oft der Fall ist. Aber im privaten Leben eben nicht.
Und? Wenn ich aufs Moment erfahre, wo ich so scheinbar grundlos abgefuckt bin wegen irgendwas oder mich total unter Druck gesetzt fühle, jedesmal in solchen Momenten, das ist die Gegenwart. Zeigt sich mir hier eine Annahme, die ich im Moment einfach als wahr betrachte? Und. Das ist die Chance, um aufzuwachen, um sich darüber bewusst zu werden. Entweder indem ich schreibe, indem ich. Reflektiere oder darüber rede.
Was auch immer. Aber es sind Momente, in denen man. In der Lage sein kann. Oder in die Lage versetzt wird. Um diesen Prozess mal kurz. Zu beleuchten und sich zu fragen, was passiert eigentlich gerade, warum leide ich gerade unter mir selbst? Warum will ich recht? Haben. Warum will ich mich rechtfertigen?
Warum nimm ich das so persönlich? Stell diese Fragen, stell dir einfach mal diese Fragen und ich versicher dir. Die Antworten werden kommen. Woher werden die Antworten kommen? Ich habe keine Ahnung, aber sie kommen aus dir und deswegen. Deswegen findest du die Antworten in dir. Aber. Deine Umgebung ist ja auslösende Reiz. Und dann merkst du vielleicht, die Antworten sind, ich will Recht haben, weil ich glaube, dass die andere Person keine Ahnung von dem Thema hat und ich mich schon zu viel damit beschäftigt habe, als dass ich es zulassen könnte, Unrecht zu haben.
Und da sind wir bei einem Glaubenssatz, du weißt doch gar nicht, was die andere Person weiß, frag sie doch mal. Mach neue Erfahrung, sammel neue Informationen. Ich muss mich rechtfertigen, weil ich glaube, dass ich hier unfair behandelt werde und meine meine eigene Identität gerade in ein falsches Licht gerückt wird. OK, wirklich ist das so.
Wirst du unfair behandelt, oder? Hast du gerade einfach aufgrund deiner Emotionen nicht mit dem Blick für die Realität? Ich nehm es persönlich, weil ich glaube, dass man mich hier angreifen will, obwohl ich gar nichts falsch gesagt hab, von mir aus. Aber warum will ich eine Person angreifen? Was glaubst du ist der Grund du oder die Person, die dich angreifen will?
Whatever das Problem ist jetzt mal das gleiche. Der Fokus auf das eigene Ego, der Fokus auf einen Standpunkt, den man an dem man festhält, der Fokus auf dieses fragile kleine ich, das sich oft auch sehr Minderwertigkeit heraus vor jedem noch so geringen Angriff schützen muss. Und dann präsentiert sich dort die Möglichkeit loszulassen, einfach loslassen zu sagen, ich, ich brauche mich nicht rechtfertigen, warum denn. Was hab ich denn davon?
Ich verstärke doch nur noch diese Identität, die mir die, die mich so leiden lässt. Ich bin hier bereit, mich triggern zu lassen und. Ich lass los. Ist das einfach? Nein, es ist nicht einfach, absolut nicht einfach, das ist mit das Schwierigste, was wir jemals im Leben machen können, das ist wirklich so und ich merk das immer wieder es also ich red darüber, ich schreib darüber.
Ich denk viel darüber nach, aber trotzdem merke ich in der Erfahrung dann, wie wie schwierig das doch manchmal sein kann. Aber auch da merke ich, es funktioniert und es funktioniert immer besser, je öfter man es praktiziert, je öfter man sich bewusst hineinlehnt in die Gegenwart entspannt loslässt. Und dann?
Bin ich in der Lage, neue, bessere, in Anführungsstrichen bessere Glaubenssätze einzupflanzen? Setze Annahmen, Gedanken, die meinem Leben dienen, weil ich sie bewusst gewählt habe, deswegen sind die besser und. Ja, einer dieser einer dieser Glaubenssätze zum Beispiel. Dass das Leben wie n Spiel ist. So und n Spiel ist immer ein Spiel. Es macht nicht immer unheimlich viel Spaß und es fordert manchmal auch Anstrengungen.
Das erfordert manchmal auch Problemlösungen. Aber es ist n Spiel unterm Strich. Ich bin hier um zu spielen. Und gleichzeitig das. Man versteht, dass jeder von uns in seiner eigenen Wahrnehmung der Realität lebt und. Meine Aufgabe ist es nicht, die Wahrnehmung des anderen zu ändern, sondern vielmehr, sie zu verstehen und auch selber anzuerkennen, dass ich selber keinen Plan hab. Wie auch alle anderen nicht so und und auf der Grundlage lässt sich das Leben doch viel einfacher erfahren. Verstehst du, es ist halt einfach nur ne Perspektive, ne andere Perspektive die man annimmt. Und es geht ja in diesem Podcast dauernd um Perspektiven und eine Perspektive.
Zum Beispiel jetzt ich, ich hoffe, die Person, die mir die Nachricht geschrieben hat, ist jetzt nicht. Ist nicht böse, weil ich bisher nicht direkt darauf eingegangen bin, aber jetzt noch mal dazu wegen diesem Lebenszeitdruck. Es ist natürlich alles, was ich gesagt hab. Es spielt damit zusammen und ich werde auch noch gleich mehr darauf eingehen. Aber noch mal speziell wenn ich.
Überlege und das hab ich manchmal, solche Momente, wenn ich mich zum Beispiel gestresst fühle oder mich unnötig unter Druck setze. Und ich hab das dann mal gehabt. Ich erinnere mich an eine Situation, wo ich dann einfach nur einkaufen gegangen bin und da ist so auch in diesem Einkaufscenter so n Kaffee. So n kleiner Bäcker einfach.
Und da saßen dann so 2 oder 3 ältere Damen beieinander und wirklich ne gute situiertes Alter aber wirken total zufrieden, haben ihren Kaffee getrunken und ihren Kuchen gegessen und. Die hatten einfach diese Ausstrahlung, die bringt nichts aus der Ruhe. So und. Dieses Zitat aus der Nachricht, was ich dich jetzt erhalten hatte, folgendes Zitat.
Nämlich jetzt aus dem Kontext gegriffen, dass man irgendwie immer eine Art Druck verspürt, wenn man sich bewusst ist, dass die Zeit begrenzt ist und es einem dann auch deshalb schwierig fällt, Ruhe zu finden. Und wie gesagt, das sind diese älteren Damen, die objektiv betrachtet. Eigentlich nicht mehr so viel Zeit haben die auch komplett in Rage sein können, weil sie eben nicht mehr die Zeit haben.
Sind sie aber nicht, im Gegenteil, sie sind so friedlich wie nur möglich, sie genießen das Kleine, die kleinen Momente sind zufrieden, einfach mit dem, was jetzt gerade ist und. Und da ist keine Form und zu spüren, da ist keine Angst. Etwas verpassen, da ist mehr so ne Art jomo, so ne Joy of missing out, keine Fear of missing out.
Die wollen, und die können auch nicht mehr überall dabei sein, die wollen nicht bei jedem Shit mitmachen und zu jeder neuen Fancy Möglichkeit ja sagen, sie genießen es einfach, Millionen von Dinge zu verpassen, weil sie sich auf diese eine Sache im Moment einlassen und das zeigt mir einfach, worauf es ankommt und natürlich kann man jetzt sagen, ja, deine grandmother Perspektive, die du hier teilst, die ist natürlich ganz nett und das klingt auch ganz romantisch, wie du das darstellst und so.
Aber Jonas, Wir wissen beide. Die Realität ist normal. Diese Menschen haben nicht mehr so viel Energie, die haben auch nicht mehr Ambitionen in dem Sinne. Was sollen jetzt noch großartig machen, die haben ihr Leben gelebt, die haben alles durch, die haben keine Ahnung, was schon alles erlebt, sie können jetzt auch mal chillen, die haben sich das auch jetzt mal verdient.
Ich sag nicht. Dass man alles loslassen sollte und jetzt nur noch ambitionslos Kaffee trinken sollte. Ich sag einfach nur, dass man erkennen muss, worauf es ankommt. Und ich hatte zum Beispiel auch mal vor 3 Jahren oder so ne Erfahrung, die mir gerade in den Sinn kommt. Da war ich morgens schon mit dem Pfad unterwegs, das war so n früher morgen im Sommer Juni.
Der Sommertau lag so auf dem Gras, die Luft war mega frisch, ich hatte mir damals n neues Fahrrad zugelegt und ich wollte damit einfach schon früh los durch die Gegend cruisen und dann bin ich an den nahegelegenen See Gift zu nemade gelegenen See gefahren und dann saß ich da morgens halt auf so ner Bank und hab einfach nur. Beobachtet, was dort gerade.
In der Szene eine Szenerie meines Lebens. Abgeht. Wie soll ich das so, wenn ich das darstelle, dann klingt das so voll, wieso ein mega introspektiver Moment auf irgendeiner Substanz, die man eingenommen hat How ever es ging mehr um das Bild was ich was ich dort erfahren habe und zwar war links von mir so eine Parkbank und da saßen 456 ältere Menschen auch an dieser Bank und haben alle schon morgens Bier getrunken und ich glaub auch so ne Cola Wodka Mischung und so also es waren offensichtlich Menschen. Die sicherlich jetzt, und das ist jetzt auch nur ne nen Vorurteil vielleicht, aber die wirkt nicht wirklich glücklich und haben auf mich mehr das dieses Bild suggeriert, dass sie ja sich halt einfach wegknallen
müssen schon morgens einfach damit das Leben irgendwie aushaltbar ist. Sie haben laut gelacht, aber es war so, es war mehr schon so eine Art brüllen, das war jetzt nicht so ein herzliches authentisches Lachen, das war einfach nur so ein Besoffenes brüllen. Also wirklich so das das hab ich da links vor mir um diese Uhrzeit morgens einfach direkt wahrnehmen können und dann vor mir im See kommt n anderer älterer Mann rausgeschwommen.
Auf den Steg. Und dieser Mann hat einfach so ne tiefe innere Ruhe ausgestrahlt. Und. Das hat mich in dem Moment irgendwie, ich fand das so paradox, weil ich hab hier gerade so nen, ich hab ja einfach n Bild vor mir, ich hab hier ne Gruppe von Menschen die mega laut sind und die man jetzt. Von keine Ahnung, die vielleicht sagen würden. Ja das das ist der Spaß, den ich hab und so weiter und dann hab ich dann 10 Meter vor mir, denn der Mann, der aus dem Wasser kommt alleine nicht mit ner Gruppe von Menschen ganz ruhig, kompletter Frieden.
Einfach ne Runde geschwommen ist und genau das hat einfach mit mir dann in dem Moment räsoniert. Da dachte ich mir ja, Mann, das ist es, das will ich, ich will diese Ruhe, ich will dieses, ich bin alleine, ich genieße damit das Alleinsein, ich genieße die Stille, ich. Ich. Fühle den Frieden in mir.
Und das andere will ich nicht. Und das waren so einfach OK. Hier haben sich verschiedene Lebenswege mir gezeigt und. Ja, noch mal zurück, diese Perspektive. Wenn ich mir vorstelle, wie ältere, zufriedene Menschen oder auf diese Welt blicken, dann sehe ich im besten Fall keine Unruhe oder Rastlosigkeit, ist ja das Gefühl, danke sagen zu wollen, dieses Gefühl, hey, meine Lebenszeit ist begrenzt und ich bin mir dessen bewusst. Und ich möchte jetzt einfach jeden Moment mit einem herzlichen Danke erleben, danke für jeden Moment, den man mit anderen Menschen, mit anderen Lebewesen vereint, sich selbst in dieser menschlichen Erfahrung verbringen darf. Und.
Das bringt nichts in dem Moment, sich auf Gedanken zu richten wie, wie geht das, geht das nicht noch besser oder bis jetzt ein Jahr älter und eigentlich müsstest du schon dieses oder jenes und wenn du noch länger wartest und die besten Jahre da vorbei oder nutze dein Leben gut genug oder Angst davor haben, krank zu werden, die diese ganze Zeit, diese ganzen Gedanken könnte man alle haben. Aber ich bin mir sicher, dass es. Nun, Entscheidung ist die andere. Gedanken, die anderen Gedanken, mehr Raum, mehr Glauben schenkt. Wie gesagt, Objektiv betrachtet würde es mehr Sinn ergeben, wenn die Älteren unter solchen Gedanken leiden würden, aber es sind vor allem wir, die jungen Menschen, die statistisch gesehen deutlich mehr Zeit haben
und eigentlich alles mit derselben Ruhe angehen könnten. Wie die älteren Menschen so also was will ich damit sagen? Was willst du damit sagen, Jonas gute Frage. Jetzt mal das Thema Energie Level und elterliche Gebrechen und das ist auch wieder nur n Idealbild darstellt was ich hier da repräsentiere und dass ich alle älteren Menschen zufrieden und glücklich und gelassen ihr Leben leben.
Darauf mal eben. Geschissen beiseite geschoben. Der Punkt ist das Leben, was man erlebt, das wird nicht erfüllt, indem man das mit scheinbar glücklichen Erfahrungen füllt, sondern indem man die Fülle der Gegenwart fühlt. Ich musste das jetzt so ausdrücken. Es wird nicht erfüllt, indem es mit glücklichen, scheinbar glücklichen Erfahrungen füllt, sondern indem man die Fülle der Gegenwart fühlt. Es geht nicht um mehr Ansprüche, um höher, schneller, weiter, sondern es geht um mehr Wertschätzung, um mehr Akzeptanz für das sogenannte Alltägliche, um für für mehr Wertschätzung, für die Schönheit des einfachen.
Wir wir finden diese Ruhr. Sobald wir unsere Anspruchshaltung ans Leben aufgeben, das mein ich, indem uns nicht mehr dagegen wehren, was jetzt im Moment ist und was unserer Meinung nach komplett anders sein müsste. Ich müßte mehr leben. Ich müßte jetzt mehr Glück empfinden, mehr Spaß haben, mehr Freunde haben, mehr dies, mehr das, mehr jenes haben. Und was wäre, wenn man diese Anspruchshaltung einfach mal reduziert und anfängt, die Wertschätzung zu erhöhen? Und dann würde man erkennen, dass es ziemlich viel gibt, für das man dankbar sein kann.
Und ich sag das nicht, weil ich glaube, dass es immer und für jeden von uns einfach wäre, so zu. So zu leben. Ich sag das, weil es für mich persönlich keine Alternative gibt. Es ist der einzige Weg, um in der modernen Welt klarzukommen, auch ich lebe in dieser Kultur, die mir ständig suggerieren will, dass ich noch nicht glücklich genug bin, dass ich mein Leben noch nicht genug gelebt habe, dass ich mir das mir einfach nicht die Erlaubnis geben darf, mit dem, was ist, cool zu sein, aber du musst halt auch eben bewusst sagen, I Don't give Shit, die Kultur entscheidet nicht darüber, wann ich glücklich zu sein. Habe so und.
Darüber hinaus, ich kenne auch ich kenne auch einige Menschen, die, die unglaublich viel erleben und einer dieser Menschen, der mir besonders im im Sinn kommt, ist n ist n guter Freund und der war viele Jahre lang auf Weltreise so. 67 Jahre lang auf Weltreise und das ist so erstmal was der mir alles für Stories erzählen kann. Es ist unglaublich, was der alles schon erlebt hat, auch in einem jungen Alter und.
Wohnen nicht nah aneinander, deswegen wir telefonieren immer wieder mal und jedes Mal, wenn wir telefonieren, gibt es mindestens 150 neue Dinge, von denen er berichten könnte. So also ständig was los bei ihm im Leben dauern diese extreme Bewegung, dauernd neue Erfahrungen, neue Menschen, neue Jobs, Neues dies neue Stars und dagegen komme ich mir dann mega langweilig vorbei, mir passiert halt einfach nicht so unglaublich viel so, es gibt nicht so krass viele Storys zu berichten und dann kickt bei mir auch so kurz Moment die Formel, dann check ich so. Verpasse ich hier vielleicht was? Mache ich, mache ich noch nicht das Beste aus meinem Leben und da will ich auch sagen, wir sind alle anfällig dafür, so, wenn wir Menschen in unserer Umgebung
haben, die uns suggerieren, Hey, du musst mehr machen, weil ich mache auch mehr so, dann dann hat man das Gefühl, ich verpasse was, ich muss auch mehr tun, ich muss jetzt auch mehr erleben. Aber. Das Problem ist hier. Dass auch er nicht das Gefühl hat, angekommen zu sein. Auch er ist ständig oder wirkt ständig rastlos auf der Suche, nie wirklich zufrieden, immer latent gestresst.
Und ab irgendeinem Zeitpunkt vor allem in den letzten Jahren, hab ich realisiert, dass dieser ständige Drang immer etwas Neues erfahren zu müssen. Es ist auch ne Art von Flucht, auch ne Art von sucht, ständiges Ausweichen der Gegenwart, Man sucht dauernd nach dem Neuen, weil man unbewusst annimmt, dass das neue mir automatisch etwas glücklicheres hervorbringen wird. Neuer Job, neuer Partner, neues Paar Schuhe, neues iphone und ja, es ist für einen kurzen Augenblick aufregend, es ist für einen kurzen Augenblick Veränderung, es ist für einen kurzen Augenblick.
Spaß von mir aus, Freude, Glück, wie du es nennen magst. Aber dann fängt es an wieder zu regulieren und ein Maßstab ist wieder angehoben. Der Maßstab für das Glück nämlich. Du ständig nur neue Erfahrungen machst, wenn du ständig dich dem Extremen aussetzt, immer auf Reisen, immer dies immer das ständig erleben, erleben, erleben, erleben, erleben. Und wir sprechen hier nicht vom Erleben des alltäglichen, Wir sprechen hier vom Erleben des Außergewöhnlichen. Weil man glaubt, dass das gute Leben nur aus einer Ansammlung von großartigen Erlebnissen besteht. Aufgrund dieses Drangs.
Ständig was Neues erleben zu wollen und dauernd neue Dinge ausprobieren, befindet man sich in einer Schleife der Unzufriedenheit. Und der Verstand arbeitet dann mit aller Kraft gegen die Gegenwart, gegen die Langeweile. Denn diese diese ist nicht mehr aushaltbar. Die Gegenwart ist einfach zu Reiz, am zu monoton viel interessanter ging es die Vorstellung, die Vorstellung von etwas, was jetzt noch nicht ist. Die Vorstellung einer Zukunft, die noch irgendetwas bereithält, dass man jetzt noch nicht erfahren kann und. Ich hab auch hier schon diesen Podcast viel drüber gesprochen. Ich hab vieles ausprobiert, ich hab Wohnorte gewechselt, Beziehungen beendet, Jobs aufgegeben, maximale Disruption in meinem Leben herbeigeführt,
nur um am Ende festzustellen, dass es mir noch beschissener ging als zuvor. Weil mir nicht nur dieses Neue nicht mehr den richtigen Anreiz gegeben hat, sondern das neue, vor allem die alte Grundlage einfach abgetötet hat. So, mir fehlte das Fundament, wo auf dem ich stehen konnte, mein menschliches Fundament, meine Verbindungen zu Freunden, meine Verbindung zum Leben, meine Verbindung in Form von Stabilität und eben diese westliche Kultur vermittelt, und es dauert, geh weiter um die Ecke, da wartet schon das nächste, das bessere auf dich, du musst noch crazy Zeug essen und ausprobieren und kaufen und dann, dann hast du es, dann hast du es geschafft, dann kannst du endlich die Emotionen fühlen,
die andere dir ständig präsentieren, aber du noch nicht erlangt hast. Gelangst du immer schneller um die Ecke und dauernd kannst du dich. Für neue Dinge bemühen. Du kannst dauernd irgendwas neues erleben und es ist meist nicht weiter als ein Klick entfernt. Du hast dauernd die Möglichkeit, deinen Partner zu wechseln, weil sich ein Neuer schnell ausfindig machen lässt oder Jobs zu wechseln, weil er neue überall um die Ecke sind. Aber.
Dadurch gelangt man nie in die Tiefe, man bleibt immer nur an der Oberfläche und sobald dann die Aufregung des Neuen erstmal verfliegt, zeigt sich wieder das alte Muster, die innere Unbequemlichkeit, die man erfährt und vor der man eigentlich. Sein Leben lang geflüchtet ist und. Es ist eigentlich.
So Crazy, weil wie gesagt, wenn du erstmal diese vielen Erfahrungen machst und gemacht hast, dann bist du erstmal auf ne Art und Weise schon fast überstimuliert so dein dein Gehirn strebt nicht dauernd nach ausnahmezuständen, wir streben nach Gleichgewicht in jeglicher Form, körperliches, mentales, geistiges, seelisches Gleichgewicht, wir wollen eine Balance und das Gehirn arbeitet auf Hochtouren daran, diese Balance aufrechtzuerhalten, man nennt das in der Biologie die Homöostase. Und wenn wir irgendwas neues, Reizvolles erleben, wird es erstmal dafür sorgen, dass wir aus dem Gleichgewicht geraten. Das, was wir erstmal als Freude erfahren, ist aber in Wahrheit ein Ungleichgewicht für unser
Gehirn und es wird dafür sorgen, dass wir wieder zurück ins Gleichgewicht finden und das wird es und dass wir das machen, indem wir ein gegenteiliges Gefühl erfahren, Langeweile, Craving verlangen, irgendeine Art von Psychologie, Schmerzen, und damit wollen wir uns aber nicht weiter beschäftigen, genau das ist nämlich das Problem, wir flüchten weiter genau davon, deswegen kommen wir nie wirklich an und sind immer weiter auf der Suche nach der Flucht, konsumieren weiter Medien Informationen. Uns suggerieren, wir sind noch nicht genug, unser Leben reicht noch nicht aus.
Wir müssen jetzt mal langsam in die Pötte hauen, wir müssen mal ankommen, wir müssen mal was Gescheites machen aus unserem Leben und so weiter und so weiter aber am Ende des Tages ist man immer weiter auf der Suche, auf der Suche, auf der Suche und rastlos. Diese Rastlosigkeit, dieses Gefühl der Unzufriedenheit und der Sinnlosigkeit, das hat mich lange Zeit beschäftigt, und was tue ich jetzt, wie komme ich damit klar? Ich würd es, ich würd es einfach nennen, die Freude der Monotonie.
Ich hab im Laufe der letzten im Laufe der letzten Jahre vor allem mit dem Beginn dieses Podcasts. Einfach viele Sachen für mich persönlich geändert und ausgerichtet. Meine Einstellung zu vielen Dingen angepasst. Und ich hab mich mehr und mehr für so n bewusstes drauf scheißen entschieden. Das heißt ich. Ich reagiere weniger auf Reize dieser Gesellschaft, dieser Kultur, die mir sagt, das brauche ich noch, und dies brauche ich noch.
Ich reagiere weniger auf Menschen, die mir sagen wollen, was ich noch alles anders machen müssen in meinem Leben, was noch alles bessere, was noch alles Besseres und Schöneres zu erleben gibt. Ich reagiere weniger auf meine eigenen egoistischen Impulse und lebe lieber minimalistisch, ein minimalistischer Lebensstil, das bedeutet einfach weniger, ist mehr. Ich sag nicht, dass auch du das tun musst. Ich sag einfach nur, dass mir das persönlich geholfen hat und ich würde mich als Persönlichkeit schon in diesen dieses Spektrum packen, was grundsätzlich immer nach neuen, schönen, aufregenden Sachen Ausschau hält. Aber ich hab auch gemerkt, dass es einfach nur bedingt mir gut tut.
Und dass ich aber auch das Bedürfnis nach Stabilität habe und auch dieses Bedürfnis will, befriedigt, will, gehört, will gesehen werden. Und deswegen habe ich erkannt, weniger als demnach für mich immer mehr. Weniger aber dafür das, was ich tue und das, was ich erfahre, mit wertschätzen, mit mehr Wertschätzung, mit mehr Konzentration und mehr Aufmerksamkeit.
Und meine Tage, wenn ich die wirklich mal festhalten müsste und jemanden berichten müsste, die verlaufen oft in der Art und Weise routiniert, so wie bei jedem Menschen in einer gewissen Art und Weise, aber diese Routinen selbst geben mir irgendwie eine tiefere Art von Erfüllung, und weil diese Routinen dafür sorgen, dass ich in einer Art und Weise wachse, und das gibt mir zu viel, dieses Gefühl von ich komme in irgendeinem Bereich meines Lebens voran.
Mich zum Messen mit Links und rechts um zu schauen, bin ich besser, bin ich stärker, bin ich größer, bin ich dies, wenn ich das bin ich reicher. Nein, fuck it Wachstum in meinem eigenen Leben, Wachstum in meiner Seele, Wachstum in der Erfahrung, die ich erfahre. Und wenn ich jetzt wie gesagt, meinen Alltag jemanden erzählen müsste, so das das klingt nicht aufregend. Ich stehe früh auf, ich arbeite konzentriert, dann etwas. Ich esse, ich geh spazieren, trainieren, einkaufen, esse noch was lesen, schlafen und zwischendurch all diese wunderschönen Momente jetzt gerade mit dem. Mit nem kleinen Baby, was einfach sich so wundervoll entwickelt und was einem so viel auch gibt und einen so so stark bereichert in so vielen
Hinsichten und natürlich auch Anstrengung. Na klar, klar, ich will das hier nicht idealisieren, auch viel Anstrengung. Aber noch viel mehr Bereicherung. Wie auch immer, ich tue, all diese Dinge beherzigt, das ist der Punkt und was ich auch gemerkt habe, ist, wenn ich so lebe, wenn ich so bewusst wie möglich einfach lebe, und ich muss das hier erwähnen, dass auch das ist kein neuer Zwang, den man sich aufsetzen muss, ja, ich weiß, dass es jetzt, wenn ich das so sage, das klingt sehr eindimensional, als würde Jonas jeden Tag conches as fuck leben und jeden Schritt, den er macht, bewusst genießen und nie sich nie in Gedanken verlieren und nie irgendwie minderwertigkeitsgefühle spüren und nie irgendwie Konflikte mit
sich selbst haben oder mit seiner Partnerin, oder natürlich habe ich all das auch. Gehört mit zum Leben dazu. Einfach. Vielleicht ist auch das nur ein Glaubenssatz. Way the second. Jedenfalls habe ich die letzten Jahre einfach damit verbracht, das Leben mehr wertzuschätzen und meinem ängstlichen kleinen, fragilen Ich. Das glaubt, immer etwas zu verpassen, weniger Raum zu schenken.
Und was ich gemerkt hab, ist, dass mein Gehirn einfach. Ja, das reagiert einfach angepasster auf diese reizärmere Umgebung. Ich sauge. Ich sauge Reisen und Abenteuer und Sachen, die aus der Routine rausfallen, viel mehr auf. Das sind diese besonderen Erlebnisse, die dann aus dem Raster fallen, die, die habe ich habe das Gefühl, ich bin dann wieso ein Schwamm viel aufnahmefähiger als früher, ich kann das neue einfach mehr genießen, ohne aber davon abhängig zu sein und oft blicke ich auf den Tag zurück und denke mir okay das war voll der schönen Tag, auch wenn er den Tag einfach nur die Routinen stattgefunden haben, ich einen Kurs gegeben habe ich trainieren war ich mit einem Kollegen mich getroffen habe, eine Runde
spazieren, wenn du anfängst diese Kleinigkeiten. Zu genießen und deinem Wachstum einfach mehr Raum zu schenken und dich mehr und mehr einfach auf dieses Wachstum in deinem Leben zu konzentrieren und dich weniger nach links und rechts umzusehen, weil du glaubst, du müsstest von irgendwo anders und irgendwem anders die Antworten bekommen.
Wenn du das machst. Wenn du einfach mehr drauf scheißt und dir mehr vertraust und lernst, die mehr zu vertrauen, die Erfahrungen machst in deinem Leben, dir neue Sichtweisen auf dich auf andere Menschen bestätigen. Dann wirst du anfangen, klar zu kommen und du wirst viel früher schon klarkommen, aber das wird dir dann noch mal diesen Schub geben, das wird einfach dieses Gefühl geben, wow.
Ich komm grad klar und das darf sich gerne verändern. Dieses Gefühl muss nicht ein Leben lang anhalten, aber du bist in der Lage, das auf jeden Fall aktiv zu beeinflussen und jetzt noch mal um das Ganze abzuschließen lebenszeitdruck man kann diesen Struggle auflösen, indem man lernt, seinen eigenen Wert unabhängig von äußeren Errungenschaften zu erkennen, die man lernt, Glaubenssätze wie zum Beispiel, dass man bis bis 30 Gesettelt sein muss oder irgendwas dergleichen, das ist alles Bullshit, das sind alles uninterfragte Annahmen, die man einfach übernommen hat, die müssen nichts mit der Wahl zu tun haben, so da draußen gibt es zahlreiche Menschen, die genau ein anderes Leben pflegen und
trotzdem glücklich sind. Und indem man auch erkennt, man weiß vielleicht gar nicht, was man was, was gut für einen ist, was man will und dass man auch sich den Raum schenkt, dass man sagt, Hey, ich, ich lass mich auf das Leben einig, ich, ich lass mich auf neue Erlebnisse, auf neue Erfahrungen ein, von denen ich geglaubt hätte, dass es gar nichts für mich ist.
Man muss einfach eben offen bleiben und in offenem Herzen durch die Welt gehen, um es noch mal in dieser Form auszudrücken. Dein Wert in jedem Fall. Wenn du das hier hörst, ist absolut unabhängig von äußeren Errungenschaften und du darfst dich selbst akzeptieren. Du darfst dich selbst annehmen, du bist bereits perfekt, aber du kannst immer noch besser werden, das ist paradox, aber es ist wirklich so und.
Damit will ich sagen, dein ganzes, deine ganze Selbstoptimierungsversuch, die ganzen Selbstoptimierungsversuche sich selbst verbessern. Dabei geht es nicht darum, einen Mangel auszuführen, was oft aber der Fall ist bei vielen Menschen mir lange Zeit inbegriffen, es geht mehr darum. Dass man erkennt, hey, so wie ich bin, I'm already perfect, da gibt's nix, was ich unbedingt um jeden Preis ändern muss, aber. Mir zuliebe möchte ich gewisse Dinge ändern. Mir zuliebe möchte ich in gewissen Bereichen wachsen. Mir zuliebe möchte ich mir gewisse Fähigkeiten aneignen, das ist Selbstliebe, Selbstliebe in Aktion. Und wir werden im Leben immer etwas verpassen. Du verpasst 99,999999%, was gerade auf diesem Planeten abgeht, so, du wirst immer etwas
verpassen und das ist OK. Das ist mehr als OK so, und das ist, und das ist das einzige, was man tun kann, wenn man. Wenn man einfach nicht mit dieser ich muss so viel wie möglich erleben. Haltung sich nur sein eigenes Leiden erschafft und stattdessen diesen Druck rausnimmt, diesen Druck sich wegnimmt und sagt, Hey, Digga, Chill mal jetzt mal kurz. In meinem Leben geht es um Qualität, nicht um Quantität, so das Glück ist keine Massenabfertigung bestehend aus irgendwelchen Erfahrungen, denen man rastlos nachjagen muss. Das Glück ist einfach die Fähigkeit. Das alltägliche Wunder und ich sag es wirklich so, das alltägliche Wunder.
Aber wenn du mal wirklich drüber nachdenkst, was wir hier erleben dürfen, wenn man dieses alltägliche Wunder jeden Tag aufs Neue erfahren darf, dann ist es, dann ist das Glück, wenn man danke sagen kann, einfach nur danke für ganz unscheinbare Dinge, die aber dann doch so unheimlich wichtig sind und ich möchte, dass diese Folge abschließen mit einem Zitat, das ich vor kurzem aufgegriffen habe.
Und zwar. Lautet es. Ist Originalzählers auf Englisch. Ich möchte es noch nicht, ich möchte es jetzt nur nicht verkacken, aber ich werde es trotzdem erstmal aussprechen. What we need most is not so much to realize the ideal as to idees the real und auf Deutsch was wir am meisten brauchen, ist nicht so sehr die Realisierung des Ideals, sondern die Idealisierung des realen. Bi oder V.
Fuck off Social Media, fuck off dieser kapitalistischen wertehierarchie fuck off. Die Medienkultur, die dir dauernd irgendwelche latenten Bedürfnisse einpflanzt, was du noch brauchst, damit du dich vollständig fühlen darfst. Fuck off. Die Karotte vor der Nase mit, vor der man oder der man ein Leben lang hinterherrennen möchte, die Illusion, die Idealbilder, all diese Menschen, die das alles präsentieren und zur Schau stellen, das sind genauso auf der Suche, die sind genauso rastlos, die fühlen sich nicht anders, sie alle Rennen in irgendeiner Form verängstigt durch die Welt, auf der Suche nach mehr Sinn, nach mehr Glück, nach sich selbst. Kann es niemals finden in irgendwelchen Gütern. Die Güter können Spaß machen,
die können denen schöne Erfahrung schenken, alles schön und gut, ich hab nichts dagegen, ich hab auch nichts gegen neue Erfahrung. Es ist einfach nur der Sinn der Erfahrung, nicht mehr Glück oder Spaß, sondern Wachstum überwinden von Ängsten. Denn zurückhalten, neue Informationen sammeln, um neue, bessere Glaubenssätze zu entwickeln, Fähigkeiten entwickeln und für solche Erfahrungen brauchst du nicht um die halbe Welt reisen, du brauchst nicht 500 000 Follower, du brauchst nicht 1000000€ auf dem Konto, du kannst diese Erfahrung direkt vor der Tür machen du kannst neue Sprache lernen, du kannst einen Tanzkurs besuchen du kannst ehrenamtlich dich für irgendwas engagieren du kannst ein Praktikum auf dem Bauernhof machen.
Was alle, was du alles machen kannst, das alles klingt vielleicht nicht sonderlich fancy, aber es wird dich bereichern. Es wird dich auf eine andere Art bereichern und mehr bereichern als all dieser überidealisierte Scheiß und. Ja, that's it. Deadset. Ja, ich möchte aber nur sagen, nehm den Druck raus und steh zu deinem eigenen Leben.
Steh zu deinem eigenen Leben, steht zu deiner Erfahrung, das ist es wirklich, was den Punkt ausmacht. Wir suchen ständig nach Antworten, nach besseren Antworten, nach Lösungen. Wir suchen nach irgendeinem Menschen da draußen, der uns endlich sagt, was wir zu tun haben, weil wir uns zu fucking verloren fühlen.
Und es ist okay. Aber. Du. Brauchst ihn nicht verloren fühlen, ist OK. Du bist der Herr deiner Erfahrung, du schaffst das, du kommst klar, nenn den Druck raus, Verlass dich auf dich, verlass dich deine Erfahrungen, lies gute Bücher, hör Podcasts, die dich inspirieren, seien inspiriert, verfolg Ziele, mach all das, wenn du Bock drauf hast und dann geh jeden Tag einen Schritt weiter in Richtung klarkommen. Und an dieser Stelle, wenn du möchtest, dass ich ihn über ein Thema spreche, was dich gerade persönlich betrifft in deinem Leben, dann gebe ich dir die Möglichkeit. Bitte schreib mir einfach gerne eine Nachricht, du kannst es entweder per Mail machen oder per Instagram oder aber das ist neuerdings, habe ich
herausgefunden, die Möglichkeit, du kannst mal eine Sprachnachricht schicken und zwar den Link dazu findest du hier in den Shownotes und dann kann ich die Sprachnachricht theoretisch auch hier in dieser Folge einfügen, wenn du Bock darauf hast. Ich würde mich freuen. Mich über jede nachricht by the way berichte mir einfach von nem struggle, berichte mir was du erlebt hast, was du erfahren hast. Nutz das auch zur Selbstreflexion, nutz es einfach auch um gewissen Antworten Raum zu geben. Ich lese es auf.
Jeden Fall und freue mich darüber. Und in diesem Sinne wünsche ich dir ein wunderschönes Leben, eine wunderschöne Woche und wir hören uns ganz, ganz bald, wenn es wieder heißt, komm klar und wenn du das ganze Projekt noch supporten möchtest, du findest auch alles wichtige in den Shownotes. Vielen vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Mein Name ist Jonas und ich wünsche dir einen schönen Tag morgen Abend.
Ein schönes Leben. Ciao ciao.