Anmelden

KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 76

#76 | Burn-Out (feat. Robin Meinert)

Sonntag, 18. Februar 2024 · 1 h 05

MP3

Shownotes

(EP76) In diesem ersten Deeptalk spreche ich mit Robin Meinert – Lehrer und Podcaster aus Hamburg – über einen Struggle seiner Vergangenheit: Burn-Out. Dabei erfahren wir, wie es sich bei ihm geäußert hat, was die Gründe dafür waren und natürlich: wie er wieder klargekommen ist.
Wenn du dich mit Robin in Verbindung setzen möchtest, findest du alle weiteren Infos auf seinem Instagram-Kanal (instagram.com/aufdeutschgesagt).

Alles weitere, rund ums Klarkommen, findest du hier (linktr.ee/kommklardigga).
Namaste Digga, Jonas <3

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Geht ab und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge. Komm klar, digga, mein Name ist Jonas und die heutige Episode ist mal komplett anders. Und zwar hab ich mich in der letzten Zeit öfter die Frage gestellt, hab ich mir in letzter Zeit die Frage gestellt, OK, wäre es nicht mal angebracht auch mal andere Menschen. Hier zu Wort kommen zu lassen und. Es geht weniger darum, dass ich glaube, dass das jetzt zu monoton wird.

Es geht mehr darum, dass ich auch mal das Gefühl hab, hey, es hilft auch mal den ganzen Prozess. Auch mal aus verschiedenen Perspektiven zu schildern, wie andere Menschen klarkommen, wie wie sie darüber denken. Und deswegen hab ich jetzt hier dieses Format Deep Talk eingeführt und mein erster Gast, ich darf so sagen, ist Robin Meinert, ein Podcaster und Lehrer aus Hamburg.

Mich mit ihm im Sommer schon mal getroffen. Er ist n mega korrekter Dude. Ich hab mich mit ihm super verstanden und deswegen hab ich mir gedacht es wär ne super einstieg um mit ihm einfach mal gemeinsam hier ne Folge aufzunehmen und deswegen sag ich erstmal was geht ab Robin. Ja, vielen dank, Jonas, schön, dass ich hier sein darf.

Und da ich selbst Fan deines Podcasts bin, freue ich mich natürlich umso mehr, Teil dessen sein zu dürfen. Wunderschön. Und wir haben gerade bei Dir Podcast über Journaling gesprochen und du hast auch auch vieles davon preisgegeben, wie du das gehandhabt hast. Und ich finde das Thema eigentlich mega interessant, weil es auch weil ich es auch oft behandelt habe hier in diesem Podcast und. Ich hab gemerkt, du bist von deiner, von deiner Herangehensweise, dieses strukturierte. Noch mal gefühlt 180 Grad anders als wie ich an viele Dinge rangehe, nämlich erstmal so n bisschen mit diesem chaotischen und das find ich so schön, weil es auch noch mal ne ganz andere Seite darlegt und vielleicht um

da mal einzusteigen, wenn es jetzt gerade um ums Journaling geht. Du hast damit angefangen, hast du vorhin erwähnt, in der Folge, in einer Zeit, wo es dir nicht so blendend ging? Also du hast da irgend ne Art von Struggle durchgemacht oder so könntest du da vielleicht mal n bisschen uns abholen, bisschen.

Näher drauf eingehen. Also ich kenn ich, ich weiß von gar nichts, muss ich dazu erwähnen, ich möchte gerne einfach nur mal wissen was für ne Phase war das die du durchgemacht hast? Ja könntest du es so n bisschen? Schildern klar, gerne, du hast ja schon gesagt, dass ich Lehrer bin und als Lehrer macht man ja immer einen Referendariat, das heißt eineinhalb Jahre lang Vorbereitungsdienst auf die Schule, und das Macht man Gewöhnlicherweise nach dem Studium, so, dass man erstmal die Theorie im Studium hat und dann so ein bisschen den Praxisschock oftmals auch.

In ja, im Referendariat bekommt und. Wieso Schock, wenn ich fragen darf. Also was schockiert dich da oder was ist da der Schock? Naja ich sag mal man sitzt 5 Jahre lang im Studium und hört sich das alles in der Theorie an. Gut, man hat auch schon mal ein Praktikum gemacht, indem man dann zuguckt und dann Unterricht von außen sieht und dann hat man vielleicht auch mal eine Übungsstunde, wo man dann auch mal ein bisschen Feedback bekommt oder so, aber das ist alles relativ. Entspannt würd ich sagen und dann im im Vorbereitungsdienst hast du halt deine Stunden, die du alleine dann auch vor der Klasse stehst und die du selbständig vorbereitest. Also du bist im Prinzip schon.

Lehrer und hast zusätzlich noch deine Seminare und eben auch jeden Monat deine Prüfung. Also auch wenn es nicht Prüfung genannt wird, kommt es einem so vor, weil am Ende bekommt man einfach ne Note und alles was man zeigt fließt ja auch in die Note ein. Dementsprechend ist man also eineinhalb Jahre ziemlich on Fire was das angeht.

Also du hast eigentlich keine Ferien, natürlich hast du auch die die Ferien, also auf dem Blatt Papier hast du sie aber. In der Praxis ist es eigentlich so, dass du immer irgendwas vorbereiten musst, weil dann nach den Ferien schon die nächste, ja vorzeigstunde anfängt ansteht. Also du kannst nie wirklich loslassen.

Du bist halt immer in irgendeiner Art von OK, das ist das nächste, ich hab keine Zeit zu chillen, ich muss sofort hier weitermachen und immer was los. Genau. Und du hast halt auch zusätzlich noch Ansprüche von verschiedenen Seiten. Also du bist ja auf einmal in diesem System drin, das heißt, du hast Kollegen.

Kolleginnen, du hast deine Mentoren oder Mentorinnen, also es sind halt 2 Leute, in der Regel, die dir Tipps geben, die dich begleiten, die Dir auch Feedback geben, die eigentlich so an deiner Seite stehen, aber die gleichzeitig am Ende auch deine Bewertung mit ausfüllen, DH. Irgendwie bist du schon immer unter Beobachtung und dann gibt es noch die Schulleitung, die natürlich auch noch immer mal Zuguckt in deinem Unterricht und so, das heißt unter.

Menschen haben unterschiedliche Ansprüche an dich. Zusätzlich kommt da noch die Seminarleitung. Also man hat ja in der Regel auch 2 Fächer, bei mir war es jetzt Englisch und Wirtschaft, das heißt ich hab 2 Seminare gehabt und jeweils eine Seminarleitung, die dann auch noch mal andere Ansprüche an mich hatte.

Und ja. Hab ich so das Gefühl gehabt, war ich so n bisschen wie die Fahne im Wind, also je nachdem was da in dem Seminar besprochen wurde. Daraufhin hab ich dann meinen Unterricht entwickelt und eigentlich soll das Ziel eines Referendariats sein, dass man am Ende seinen Weg gefunden hat, das wird immer so schön gesagt am Anfang, da gibt es ja dann so ne Zeremonie mehr oder weniger, wo dann alle Neulinge begrüßt werden und dann ja sie begeben sich jetzt auf eine Reise wo? Dazulernen und am Ende sind sie ja, sind sie total bei sich angekommen und haben Ihren Lehrstil gefunden und so und in meinen Augen war das völliger Bullshit, weil man die ganze Zeit nur geguckt hat, oh.

Also so auf rohen Eiern. Was mache ich jetzt als nächstes? Ah ja, die Person verlangt das von mir, aber die guckt auch zu, das heißt das, das muss ich irgendwie auch noch mit einarbeiten und Mhm. Das war jetzt ganz viel gelästert, oder? Das war jetzt ganz viel. Ja lästern über das System. Na, ich würd es. Nicht lästern, dann ist ja nur deine persönliche Erfahrung, wie du das so wahrgenommen hast oder ich mein, das ist jetzt ja genau und daran kann man ja jetzt nichts bestreiten. Und das Schöne.

Ist oder das schlechte in dem Fall ist. Das ist ja nicht nur mir so, ging also in jeder Kohorte nenn ich das jetzt mal. Gehen Leute raus, ne, also Leute die das kam jetzt letztens auch im Zusammenhang mit mit Pisa und mit Lehrermangel und so weiter. Kam das ja auch wieder in den Medien, dass eben ganz, ganz viele Leute an diesem Punkt, wo sie fertig sind mit dem Studium, wo sie eigentlich kurz davor sind, nutzen zu stiften, ja, also tätig zu sein im System und mit mit Menschen zu arbeiten und denen zu helfen und so.

Dass da einfach noch mal diese krasse Mauer kommt, die man irgendwie nicht kommen sieht. Also viele Leute haben mich davor gewarnt, ne haben gesagt, Ey, pass auf, das ist wirklich, das ist ne krasse Zeit, das war die heftigste Zeit in meinem Leben und so, und dann dachte ich mir, ja, das haben die Leute beim Studium auch gesagt, ne, und das war echt.

Liese, oder also das war für mich überhaupt kein kein Ding und ich glaube auch, dass das ein Punkt ist, der. Der dazu beigetragen hat, dass mir so schlecht ging, weil mein Leben bis dahin total glatt lief. Ne, also immer gut gewesen in der Schule, keine Probleme zu Hause, immer alles, es hat immer irgendwie alles geklappt so und an diesem Punkt war ich dann, dass auf einmal Leute Feedback gegeben haben, die gesagt haben okay.

Das war gut also, dazu kann ich vielleicht noch mal erklären, diese diese Nachbesprechung, also wenn man einen Unterrichtsbesuch hat, dann sind da meistens seminarleitungen Mentoren und alles dabei und zusätzlich auch noch Leute aus deinem Seminar, das heißt, Leute, die in deiner Position sind, nur an anderen Schulen zum Beispiel, und dieser Ablauf dieser Nachbesprechung ist dann so, dass bei uns in Hamburg, muss ich dazu sagen, das ist überall ein bisschen anders, dass es so läuft, dass man 10 Minuten also wirklich so, damit man Haken dahinter machen kann, sagt.

Gut war an dem Unterricht ne, also jeder muss was sagen. So n bisschen wie erst das positive Feedback. Genau. Erst das. Positive Feedback dann deine ganze Müll. Genau, und so ist es dann auch zeitlich gesehen also 10 Minuten positiv und dann ja, je nachdem wie lange das dauert. Eine Stunde lang, einfach, was könnte man verbessern, ne also.

Wir sind Penetriert mit Kritik. Ja, und wenn du das nicht gewohnt bist, dann Puh das das ging mir ganz schön an die Nieren. Also gerade die erste Besprechung. Ich hatte halt mich auch, ich bin halt auch perfektionistisch veranlagt, das ist vielleicht auch ein wichtiger Aspekt dessen, warum es mir da so schlecht ging, ich wollte es halt allen beweisen, sozusagen, ich bin cooler Typ, ich bin hier voll der lästige Lehrer, und das war ich dann am Ende überhaupt nicht mehr, weil ich einfach nur gedacht habe, okay, das muss ich noch da mit einarbeiten und ich hatte teilweise. Komplette Unterrichte vorbereitet und saß hier zu Hause und dachte, welchen von denen nimmst du denn jetzt? Also voll der Workaholic

geworden und am Ende habe ich mich krank gemeldet zu meinem Unterrichtsbesuch, weil ich nichts mehr konnte, also das war dann halt so der Punkt, wo ich gesagt habe, hey, so kann es nicht weitergehen. Bist du noch da? Ich bin da. Seid ihr noch da? Wieso? Wieso hast du, wieso hast das Gefühl gehabt, dass ich nicht mehr da bin?

Ne was? Mein mein Bildschirm ist kurz ausgegangen, aber gut, ach. So OKOK er. Ist eingeschlafen von meinem abgestürzt, von meinem langen Monolog Excreen. Robin, Digga, jetzt komm mal so bong durch. Ich starte jetzt ein Nein, alles gut, alles gut so. Wie es in der Schule nicht sein sollte. Genau.

Ja, stimmt, der Lehrer ist hier Leute, der Lehrer ist hier Leute, passt auf, zuhören. Jetzt musst du mir kurz erzählen, wo ich gerade war. Ne, du hast gesagt, du hast diese, du hast, du hast gesagt, du hast gesagt, dass du diese verschiedenen Unterrichtsformen vorbereitet hast und dass du dich aber nicht für einen entschieden hast und dass du gesagt hast, dass du perfektionistisch veranlagt bist zu deiner. Verteidigung und dass du n lässiger Lehrer sein wolltest, aber im Endeffekt genau das Gegenteil davon herauskam. Und ja, du. 1 Plus würde sehr gut zugehört. Und und du mich noch gefragt hast, ob ich darin so. Genau.

Also ja, und das hat sich halt alles so n bisschen verselbständigt. Ja, in dieser ersten Besprechung. Ging es halt auch stark darum, wie ich dann da vor der vor der Klasse performt hab und das hatte ich halt vorher noch nie so richtig geübt und bin mit meinem Plan, der Halt irgendwie minutengenau vorbereitet war, nicht hingekommen, weil die. Die Schülerinnen und Schüler einfach zu langsam waren. Und das war sowieso ne krasse Chaoten klasse und ich hab mich einfach vertan.

Ne also es war halt der erste richtige Unterricht mit mit Beaufsichtigung mehr oder weniger und ich hab dann irgendwie so das Gefühl gehabt ich muss mit meinem Plan durchkommen und hab dann so ne so ne wichtige Phase abgebrochen und meinte so ja jetzt machen wir das den nächsten Schritt also ich hab so ein bisschen im Unterricht Panik bekommen, dass mein Plan nicht durchgeht und der Unterricht war wirklich nicht gut, also die Planung war top, haben sie auch am Ende gesagt? Aber die Praxis war einfach.

War das Gegenteil von dem, was ich eigentlich von mir erwartet hatte. Also es war völlig wichtig. Hauterwartung ja genau, Erwartung ganz, ganz wichtig und am Ende wurde ich dann halt ziemlich zerpflückt und war völlig. Also ich war auch überhaupt nicht gewohnt, wie gesagt irgendwie schlechte Kritik zu bekommen und war so n bisschen am Boden zerstört nach dieser Nachbesprechung und. Ja, das war eigentlich aus psychologischer Sicht. Mega interessant, weil du hast gesagt, dass du halt immer es lief immer alles glatt bei dir so es lief immer alles wie du dir das vorgestellt hast, wie es erwartet hast. Du hattest jetzt keine großen Probleme in der Vergangenheit, es lief immer alles eigentlich

ziemlich rund so und das dann kam auf einmal jetzt so dieser erste große, der erste große Widerstand in deinem Leben, wo du das Gefühl hast okay das ist, da ist jetzt etwas, hier werde ich mit etwas sehr starkem und vielleicht auch negativem was dunklen in mir konfrontiert und das ist jetzt eine interessante Abschnitt so, weil jetzt hast du dieses, jetzt hast du auf einmal dieses Selbstbild von dir gepflegt über Jahre.

Dieser Mensch, der eigentlich alles immer auf die Reihe bekommt, der lässige Typ, der das gelassen nimmt, das Studium haut er hin, kein Problem, und dieses Selbstbild wird auf einmal jetzt von der Realität, und zwar der Kritik anderer Menschen, die einem überstellt sind, autoritär sind, das wird auf einmal komplett in Frage gestellt, dieses Selbstbild wird infrage gestellt, und wie hat, wie hast du dich jetzt mit diesem Konflikt in dir? Auseinandergesetzt.

Was ist passiert? Na ja, also die erste Reaktion war einfach so, das reicht nicht, was du hier gerade machst. Du musst noch mehr machen, ne, das war so die erste Reaktion und dann? Ja, bin ich damit eigentlich gegen die Wand gefahren? Also das das mündete eben in dieser Situation, wo ich mich dann krank gemeldet hab, obwohl ich gar nicht krank war, also jedenfalls nicht so wie ich, hatte keinen Schnupfen oder irgendwie, also ich war jetzt nicht ansteckend krank, sondern ich hatte einfach ja, und das ist die Frage, was ich hatte, wahrscheinlich Burnout. Wie hast du dich gefühlt, wenn du das jetzt beschreiben müsstest?

Einfach offen. Wie hast du dich zu dem Zeitpunkt, den du gerade beschreibst, gefühlt? Was ging in deinem Alltag einfach ab, gefühlsmäßig? Gefühlsmäßig also erstmal hab ich gemerkt, dass ich nicht mehr vernünftig schlafen kann. Das ja, dass ich so in so einem Tunnel war, auf jeden Fall, also tagsüber, das war halt auch dann kritisch. Ich hab dann immer mehr Zeit in die Arbeit investiert, hab immer weniger soziale Kontakte gepflegt auch. Die Beziehung, die ich damals geführt hab, also in der bin ich immer noch, Gott sei Dank.

Also die große Krise haben wir gemeinsam gemeistert, aber es war auch kurz davor, also das wäre fast in die Hose gegangen so, und das war eigentlich auch noch mal so der nächste. Ja, die nächste. Prüfung. Ja, die nächste Prüfung. Also da wurde mir dann auch von außen privat eben gespiegelt. Hey, so geht es nicht weiter, also. Wenn ich bin.

Ich bin morgens aufgewacht, also hast du sehr früh ne, ich bin eigentlich n Langschläfer, aber ich bin teilweise um 05:00 Uhr 06:00 Uhr morgens aufgewacht und hab mich an den PC gesetzt und. Mhm. Dementsprechend habe ich eigentlich nur gearbeitet und drüber nachgedacht und. Hab aber gemerkt das geht mir nicht gut dabei.

Ne also ich war die ganze Zeit gestresst. Stand oder Anspannung. Also diese ganzen, diese ganzen Symptome. Man hat auch nicht mehr. Freude gefühlt in dem Sinne, oder? Ich hab das nicht gefühlt, also. Ja, ich hab einfach nicht mehr an. Wie lange ging das Gesellschafter also teilgenommen ne und das ging.

Ich würde sagen n halbes Jahr oder so und wow OK und dann hab ich halt hab ich gemerkt so ich muss da was ändern also das das geht nicht, ich hatte ja noch n Jahr vor mir und. Ja, hab dann da wirklich teilweise auch ich war so. Du kennst es jetzt ja, du hast ein Kind, wahrscheinlich mit Schlafmangel. Auch zu tun gelegentlich.

Also ich stand neben mir, wenn du dann ein paar Tage hintereinander wenig bis gar nicht geschlafen hast. Dann stand ich da auch im im Klassenraum und es es war so. Es war alles so, es ging an mir vorbei, also stand. Es neben dir auf jeden. Fall auf jeden Fall. Das ist diese Erfahrung, war schon krass.

Ich hab mich wirklich teilweise von außen gesehen und. Ja, der. Schlafmangel Ey, das ist so etwas krass ist, das ist, wenn ich eine Sache sagen muss, wo man wirklich sagt, die ganze eigene Psyche wird in Mitleidenschaft gezogen, dann ist es einfach Schlafmangel, das kann alles crashen, das zieht so viel nach sich, das ist so krass einfach. Also wirklich.

Und dann habe ich gesagt, okay ich also. An dem Punkt, wo meine Freundin mich da dann auch verlassen wollte, hab ich gesagt, ich ich muss jetzt hier was ändern und so und das Problem daran ist natürlich auch, Lehrkräfte werden ja in der Regel verbeamtet und das war auch mein Ziel. Und niemand verbeamtet jemanden, der psychisch krank ist. Also heutzutage mag das.

Man mag dagegen vorgehen können, gerichtlich und so, aber es ist trotzdem. Schwieriger, sagen wir mal so. Und, und das wollt ich nicht riskieren, das heißt, ich konnte mich nicht einfach zur Therapie anmelden und hab da n bisschen, aber du wolltest. Der Gedanke war da, ja, also es war nie so, dass ich gesagt hab, weil das ist auch wichtig, ja, ja, also ich war immer immer noch so.

Das ist ne Phase und die geht vorbei und ich möchte das jetzt irgendwie. Ich möchte daran jetzt arbeiten und ich möchte. Das selbst hinbekommen so, ich will es alleine schaffen, das ist dieses typischer. Ja, danke. Offen, ja. Ja, also selbst nicht. Ich hab schon gemerkt, ich brauche Hilfe. Und hab mich dann n bisschen informiert und bin dann auf. Die auf die Kirche gestoßen, die Seelsorge anbieten. Ne die das eben auch anonym machen und ich bin sonst kein großer Kirchengänger oder Kirchenfan oder so, aber die haben eben diese Sprechstunde angeboten und ich dachte, Hey, das ist schon mal besser als nichts und da wurde mir dann eröffnet, dass es auch psychologische Hilfe gibt, also nicht nur Coaching, sondern

wirklich eine Psychotherapie, die man selbst bezahlt, auf Spendenbasis von der Kirche. Und dann dachte ich, ey, das ist, das ist mein Ausweg, weil ich ja, das ist scheiße, wenn du da sitzt und und du weißt, du brauchst Hilfe, aber du kannst dir sie nicht nehmen, weil weil du dann deine Zukunft aufs Spiel setzt. Und dann habe ich das einfach in Anspruch genommen und das war dann eine kognitive Verhaltenstherapie. Und das weiß auch keiner.

Also bis bis jetzt wusste das keiner. Weil es natürlich so. Verbeamtet ja seit diesem Monat dann. Seit diesem. Monat bin ich verbeamtet. Ne, das steht natürlich auch, steht auch nirgends geschrieben. Und ich hoffe auch, dass keiner zuhört, der irgendwas damit zu tun hat. Also ich bin ja. Mai. Aber es ist doch nur menschlich. Ich meine so viele Menschen da draußen struggeln so heftig und die meisten wollen es vertuschen, weil sie glauben, die Außenwelt nimmt es einem Übel oder nimmt es falsch, wahr oder irgendwas dergleichen.

Dabei ist es eigentlich genau das Gegenteil, die sind dankbar dafür, dass endlich mal jemand sagt, hey, ich hab mich so unter Druck gesetzt gefühlt von der ganzen Scheiße, ich war gezwungen nicht psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil es sonst meine Zukunft verbaut hätte und ich stehe dann noch mehr unter Druck. Also es ist auch wichtig und schön, dass man offen darüber spricht.

So. Sehe ich das zumindest? Ja, und es. War eine echte Psychologin. Also ich fand das halt auch total super, dass das dann eben von der von der Kirche dort angeboten wurde. Hatte auch nichts mit der Kirche zu tun, es war einfach nur ein Angebot. Das kirchlich finanziert wurde und auch immer noch wird. Also wenn jetzt jemand zuhört, das kann ich wirklich jedem empfehlen, das ist auch online möglich. Ich wusste davon übrigens gar nichts. Also das ist ne super Information by the Way, also sicherlich hilfreich für viele Menschen. Ja genau, und ich hab es dann halt auch selbst bezahlt. Ne, es war jetzt nicht vieles war glaub ich ein Prozent oder so meines meines Einkommens oder so, also es war wirklich n Bruchteil und dementsprechend

konnte ich das auch selbst finanzieren und hatte dann den Effekt, dass es eben nirgends aufgeschrieben wurde und alleine dieses Gefühl zu haben, jemand hilft mir, das war das war schon der erste Schritt. Der mir irgendwie geholfen hat. Also bis so eine Therapie dann hilft, das dauert ja auch, also erstmal muss man nur wöchentlich dahin gehst, dann dauert es ja einfach auch locker 12 Monate bis überhaupt die ersten Resultate da sind, also man. Muss ja vor allem das Kennenlernen, dass es warm werden miteinander, dieses Ganze, der anfangs. Man hat ja auch jetzt nicht so jeden Tag 5 Stunden miteinander, sondern es ist ja wirklich, wie oft warst du dort. Ab in einer Woche, so wie oft hast du diese Person pro Woche gesehen?

Einmal. So einmal für eine Stunde oder 2 Stunden wie ich. Mein das war immer eine Stunde, ja. Und ja, ein Jahr lang hab ich das dann gemacht. Also mit der Beendigung des Referendariats war ich dann auch, war dann auf einmal auch der Leidensdruck weg und ich hab dann noch 23 Sessions danach gemacht und hab aber gemerkt hey irgendwie, mir geht es gerade gut also. Das das das Problem war erstmal aus dem Weg und ich hatte auch das Gefühl, dass ich n Umgang damit gefunden hatte, was nicht heißt, dass ich jetzt komplett befreit bin von von all dem, was da vielleicht die Ursache war.

Ne, also ich sag mal. Ich bin noch immer noch relativ. Perfektionistisch. Glaube auch, dass ich mich immer noch zu sehr vom. Ja, von der Meinung anderer vielleicht beeinflussen lasse. Also es ist nur einfach nicht mehr die Situation. Weißt du, ich bin jetzt, ich bin jetzt mein eigener Herr und diese diese Gefahr, die vermeintliche Gefahr von außen immer beobachtet zu werden, dass es eben jetzt nicht mehr nicht mehr der Fall, und deswegen hat mich dann nach. Entschuldigung, du hast Wege gefunden, damit einfach umzugehen.

Du hast jetzt vielleicht nicht die die Wurzel, du spürst immer noch hä dieser Perfektionismus und auch vielleicht OK, wie werde ich von anderen wahrgenommen, man kann jetzt hingehen und jetzt wird jetzt würde vielleicht jemand sagen, Hey, das liegt am Selbstwertgefühl oder Hey, da sind irgendwelche ursprünglichen in der Vergangenheit irgendwelche Art von Erfahrungen die das gezeugt haben, das Selbstbild was total unsicher ist.

Aber das mal beiseite geschoben, einfach die Frage, wie kannst du hier und jetzt einfach damit klarkommen, was hast du in dieser Therapie letztendlich? Heißt das sehr viel schon mitgenommen? Aber wenn du das vielleicht so auf n paar wesentliche Punkte nennen könntest, was hat es dir gebracht? Wie hat es deinen Alltag, deine Wahrnehmung des Alltags geformt? Also das war auf jeden Fall ein Selbstwert Thema. So und was ich so mitgenommen hab sind kleine Challenges, also gerade so was was diese Außenwirkung betrifft. Ein, ein, eine, eine Anekdote wäre zum Beispiel in der Jogginghose.

Also ich bin wirklich jemand, der, wenn er zur Arbeit geht, im Hemd und und Jeans halt unterwegs ist und. Für mich ist Jogginghose immer noch keine, keine Straßenkleidung so ne. Ich bin da vielleicht n bisschen traditionell, meine Schüler sehen das anders und eine Challenge so die relativ zu Anfang war in dieser Verhaltenstherapie, war in der Jogginghose einkaufen zu gehen.

Einfach mal um zu sehen. Es es verurteilt mich keiner ne. Also es ging viel um um persönliche Challenges und die sind ja wie gesagt auch total individuell. Jemand anderes würde sagen in der in der Jogginghose also ich geh immer in der Jogginghose raus wo ist das Problem aber das war eine Sache. Ich heb meine Hand, lehrer, ich heb meine Hand. Ja, und ich hab auch überhaupt kein Problem damit, wenn jemand anders in der Jogginghose da sitzt. Ne gut, beim Referendariat beim Referat wäre es vielleicht was anderes, ne, ich bin Berufsschullehrer der. Kontext ist entscheidend der Kontext ist wichtig. Und wenn da jemand sein Unternehmen präsentiert oder repräsentiert, dann ist es wahrscheinlich auch gerechtfertigt, da vielleicht

eine Jeans anzuziehen. Wobei ich sagen muss, kurz an dieser Stelle nur eingeharkt. Ich glaube, das hängt immer davon ab, wie der Mensch sich selber auch repräsentiert und sich auch innerlich. Fühlt ich finde eine Jogginghose, das ist erstmal nur ein Oberbegriff für einen gewissen Stil an Hosen. Also die Jogginghosen können ja ganz unterschiedlich aussehen und wenn du dich wohl fühlst in dem Stil, in dem du dich präsentierst, dann würden Menschen auch das würde ich jetzt mal behaupten, nie in Frage stellen, glaube ich wirklich.

Dass, wenn du dich einfach wirklich gelassen fühlen kannst, in dem Stil, in dem du dich anderen Menschen zeigst. Dann das, das spüren andere Menschen dieser Selbstsicherheit und die würden deswegen auch nicht den ersten Gedanken fassen, sagen wie was, was fällt dem denn ein, sich so zu kleiden vor uns heute das. Stimmt, aber für mich war es eben. Ich bin da vielleicht anders aufgewachsen. Ne, ich halte es damit Carla genau das sind ja. Wichtige Punkte auch.

Ja, ja, wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren vom Spruch. Aber es war einfach, da geht es ja wirklich um persönliche Sachen, die man einfach vielleicht auch objektiv gar nicht, gar nicht greifen kann. Andere haben ein Problem mit. Weiß ich nicht. Mit mit ihren Augenbrauen oder so.

Und dann sollen die einfach mal 2 Wochen lang ihre Augenbrauen nicht zupfen oder ne, also das sind ja wirklich sehr individuelle Dinge und jeder hat seine Probleme woanders und dementsprechend ging es mir da einfach nur darum diese Challenges einfach mal auszuprobieren und man man steigert sich dann ja immer weiter und merkt Hey es passiert nichts. Also ich bin nicht von irgendwem angesprochen worden. Keiner hat gesagt, wie siehst du denn aus, du lotzi oder so. Das Mike mag jetzt total banal klingen, aber diese kleinen Challenges, die haben mich so step by step. Wieder Hochgeholt und natürlich waren auch. Mega Mega wichtiger Punkt.

Ja mega wichtiger Punkt. Ich wollte nur kurz sagen, weil ich in der letzten Folge viel über Glaubenssätze gesprochen und das ist halt immer auch dieses Hinterfragen von Glaubenssätzen. Du hast geglaubt, wenn ich in einer Jogginghose mich vor der vor anderen Leuten präsentiere, dann bin ich so oder so jemand so das ist erstmal nur ein Glaube, das ist nicht die Realität, das ist etwas was du annimmst über die Realität und diese Konfrontation die du dich da aufsetzen, der du dich da aussetzen solltest hat dir gezeigt, dein Glaubenssatz ist nicht wahr und diese neue Erfahrung die du gemacht hast, nämlich dass du rausgegangen bist in Jogginghose und erfahren hast, Hey, Nobody, Give the Shit, das ist nur in mir dieser Gedanke, dass andere Leute mich

irgendwie wahrnehmen, aber in Wahrheit kümmert es niemanden, dieser, dieser dieser Erfahrung hat dann wiederum den neuen Glaubenssatz beeinflusst, nämlich Nobody Give the Ship. Ob ich heute in Jogginghose rausgehe oder nicht, und das hat dich wiederum befreit, dieser Glaube hat dich wieder ein bisschen mehr Offenheit, Leichtigkeit spüren lassen und dich aus diesem engen Rahmenkonstrukt Rausgehoben.

Ein Stück weit. Genau. Ja, das ist so der psychologische Hintergrund. Ne ja und das das fand ich total gut und natürlich auch Routinen. Ne, Wir haben vorhin schon über das Journaling gesprochen, das war dann ne Sache, mit der ich mich beschäftigt habe, aber auch Sport beziehungsweise all die Dinge, die ich vorher gerne gemacht habe. Also ich bin auch Musiker, Hobbymusiker. Das war eigentlich immer gesetzt. So ne, dass ich zur Probe gehe, einmal die Woche oder manchmal sogar zweimal die Woche und das wurde dann auch so n bisschen in den Hintergrund gedrängt während des Referendariats und dann hab ich gesagt, Nee, das ist jetzt gesetzt, der Donnerstagabend, der ist für die Probe da, egal

wie weit ich bin mit meinem Unterricht und das. Wichtig ne, weil einmal die Musik macht mir Spaß, aber dann sind da auch Leute die die einfach gar nicht in dieser Lehrerbubble sind, die auch gar nicht hören wollten. Großartig was was also da. Komisch, oder würd ich mir komisch vorkommen, denen zu erzählen, wie mein Unterrichtsentwurf aussieht, weil die da einfach aus einer ganz anderen Welt kommen? So ne und.

Das hat mir sehr, sehr gut getan und und Sport hab ich ja schon gesagt. Also einfach in den Körper zu kommen, raus aus dem Kopf zu kommen, das war unheimlich wichtig und das hat mir dann auch wiederum. Ja, also. Gute Gefühle wie Sport, wenn ich fragen darf, Kraftsport also in in der Zeit, wo es mir richtig schlecht ging, bin ich viel laufen gegangen, weil also ich wollte von dem Problem weglaufen ne es ist ist wirklich jetzt so n Bild aber. Aber es hat sich genauso angefühlt. Also ich hatte einen Abend, da war ich so unter Strom und ich wollte eigentlich nur den den Müll rausbringen und ich. Hatte so Gedanke übrigens ich, ich, ich. Stand dann da mit dem Müll, hab den weggeschmissen und dachte ich, ich kann jetzt nicht wieder

reingehen und mich einfach losgelaufen so und dann war ich. Oh mein Gott, war ich ne. Dreiviertelstunde weg, so meine Freundin hat mich dann angerufen und gesagt, wo bist du und so ne, da hab ich in dem Moment die. Kann ich wegbringen? Denn nur in anderen, anderen, anderen Seite von Hamburg den Müll wegbringen.

Ja und ja, ich. Hatte so viel, da hatte sich so viel Stress und Kraft irgendwie in mir gesammelt, dass ich gesagt hab, ich muss jetzt, ich muss davor wegrennen. Also ich muss das rauslassen, so und. Ich bin gar nicht so der Läufer eigentlich, aber das war halt. Aber ich kenn das ja. Ich, ich kenn das tatsächlich, dieses Gefühl, wenn du einfach loslaufen willst.

Das ist einfach so n Gefühl und das hab ich extrem selten, aber ich weiß genau wie sich es anfühlt, das ist einfach dieses OK, heute musst du laufen, das ist einfach, du hast keine Wahl. Ja, ja und? Ja, also für mich ist Kraftsport immer noch so die, das gehört halt auch zur Routine. Ich fühl mich dadurch besser. Direkt nach dem Sport fühle ich mich einfach besser und klar, irgendwie macht es auch was mit der Haltung, ne, also innere und äußere Haltung müssen auch irgendwie miteinander vereinbar sein und ich fühl mich dann einfach auch besser so, ja. Kann ich, kann ich auch an dieser Stelle nur unterschreiben.

Also ich finde den Kraftsport, den kann ich eh aus so vielen philosophischen Perspektiven beleuchten, als jemand, der jetzt 10 Jahre sich damit befasst hat und als Trainer gearbeitet hat et cetera. Das da sind so viele Aspekte, wenn Menschen kein Bezug zu diesem Sport haben, dann ist das oft erst mal so oberflächlich gepumpe man pumpt sich auf, man macht klassische Übungen, irgendwelche Maschinen und so.

Aber wenn man dann mal wirklich sich n bisschen damit auseinandersetzt und auch mal selber erfährt, wie fühlt sich das eigentlich an, wenn ich so mit meinem Körper arbeite? Wie ist das, wenn ich immer wieder an gewisse Widerstände komme und einfach auch lerne, daran zu wachsen? Wie ist es, wenn ich mich auch mit anderen Menschen unterhalte, die. Im Fitnessstudio sind und auch nen ähnlichen ähnliche Perspektive teilen und so.

Also es gibt so viele Punkte die darüber in also die man ausführen könnte, aber eine Sache wollt ich noch fragen und zwar du hast ja gesagt, dass es die die Challenges, die haben sich dann ja auch gesteigert, du hast erwähnt am Anfang okay das war dieser Punkt mit der Jogginghose könntest du noch irgendeine andere Challenge teilen wo du gemerkt hast okay das war jetzt echt schwierig der mich zu stellen, also wo du wirklich eine heftige Konfrontation mit irgendeiner Angst erfahren musstest oder sowas.

Ja, also es ging dann immer mehr ja auch um um den Beruf, ne also weil da ja auch sozusagen die. Die, die Schmerzen herkamen. Es mündete dann nachher darin, dass ich mich überhaupt nicht vorbereitet hab für den Unterricht. Also gewollt einfach mal eine Stunde OK, ohne Material reinzugehen. Und auch das habe ich überlebt.

Ne, also genau das Gegenteil von dem, was ich vorher gemacht hab, so 3 Unterrichtsentwürfe zu schreiben und dann. Mich nicht entscheiden zu können, so was jetzt im Nachhinein auch total absurd klingt. Aber ich war so in diesem Tunnel und. Dann, das war dann. Auch richtig cool. Also zu sehen. Erstmal, dass ich improvisieren kann, wenn ich muss und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

Was ich also diese menschliche Ebene, hatte ich in dieser Stressphase überhaupt nicht. Ne, ich bin reingekommen, hab gesagt, das ist das ist jetzt hier. Das das, das machen wir heute und. Bin dann mal rum gegangen und hab hab gefragt ob die mit der Aufgabe klar kam, aber es war sehr oft auf Sachebene.

Ja, und wenn du hauptsächlich. Nicht, nicht, nicht auf menschlicher, sondern auf oberflächlicher Ebene. Ja, nee. Und und wenn du ohne Material reingehst, dann musst du erstmal auf menschlicher Ebene machen, weil du weißt aber gar nicht, was so was so sachlich kommunizieren willst. Du dann gehst du erstmal ins Gespräch und dann sind wir auf andere Themen gekommen.

Also das war einfach erstmal. Das war glaube ich auch wichtig, also um diese Lehrer, Schüler, Beziehung herzustellen. Und ja, mein Gott, dann sind halt 45 Minuten mal. Nicht nicht produktiv genutzt worden, aber am Ende ist es glaub ich hat es uns allen gut getan und vor allem ging es jetzt ja wirklich nur um mich. Also es war total die egoistische Situation. Aber ich weiß, dass es auch ohne große, großartige Vorbereitung gehen kann, wenn es mal so ist.

Also das nimmt mir ja ganz viel Druck. Es ist danach auch nie wieder passiert, dass ich gar nichts vorbereitet hatte. Aber ich hab mich seitdem nicht mehr so gestresst. Mhm. Auch hier kann man wieder sagen, Hey, du hast von einem extrem und zwar dieses Extreme planen. Ich muß alles durchstrukturieren, das ist ja wieso n Gefühl von hey ich will maximale Kontrolle weil ich fühl mich innerlich total unsicher, das ist ja, das ist ja genau der Widerspruch durch diese dieses extreme Unsicherheitsgefühl, was man innerlich hat, versucht man durch alles was man in irgendeiner Form kontrollieren kann zu vermeiden, aber es funktioniert einfach nicht und was du dann gemacht hast ist du bist komplett ohne diese

Vorbereitung, einfach mit der bloßen Unsicherheit in die Situation reingetreten. Und hast gemerkt, und hier formt sich dann wieder eine Erfahrung und die dann wieder zu einem neuen Glaubenssatz führt. Hey, ich kann auch improvisieren, hey ich, ich überlebe auch wenn ich, wenn ich mal mich nicht komplett vorbereite und hier sind Menschen, die wollen auch was dazu geben und es darf sich auch einfach mal entwickeln auf seine ganz eigene Art und Weise, oder also. Ich ich find es wichtig, diese Dinge, die du genannt hast, noch mal zu betonen, weil oftmals stecken wir selber fest in gewissen Denkmustern, glaubensmustern gefühlsmustern, weil wir überzeugt sind, dass eine Situation da draußen unser Überleben gefährden könnte.

Das sind wir nicht bewusst überzeugt, wir sind nicht bewusst davon überzeugt, aber unbewusst glauben wir, wenn andere Menschen schief angucken, gehen wir drauf, wenn wir kritisiert werden, ist unser Ruf kaputt für immer so, aber das ist Bullshit. Erst wenn wir lernen, die Realität. Zu konfrontieren, das ist diese klassische Konfrontationstherapie quasi in der Schiene. Dass du merkst, es ist alles halb so wild. Es ist alles halb so wild und dann fängst du an, darauf auf diesem alles halb so wild, Gedanken deine neue Erfahrung aufzubauen und und das hilft halt so enorm, oder? Ich mein, mir selber hat es auch heftig viel geholfen in der Vergangenheit, wenn ich selbstwertprobleme hatte oder Unsicherheit oder ich mein

überhaupt n Podcast aufzunehmen. Du du stellst dich da ja vor anderen Menschen und du redest einfach und du bietest der Welt jetzt die Möglichkeit dich zu kritisieren. Ich mein das war für dich sicherlich auch nicht einfach. Gerade aus dem aus dem aus dem Hintergrund heraus. Oder also? Ich glaube, oder vor dem.

Hintergrund mein ich. Ja, also das mit dem Podcast ging ja vorher schon los. Das war in der in der, ich würd mal sagen, die in der besten Zeit meines Lebens, also das war halt auch noch mal krass so die Umstellung. Ich war in England für ein Jahr und hab da halt relativ wenig Verantwortung gehabt, hab da mit Leuten als Sprachassistent gearbeitet, hab denen meine Muttersprache beigebracht.

Und hab dann irgendwie viel Freizeit gehabt und hab dann auch überlegt, wie kann ich den Leuten da vor Ort helfen und. Podcast gestartet und das war halt total. Super Gefühl und es ging auch gleich ganz gut los und aber da war natürlich auch dieses Thema. Ich möchte gesehen werden, die Leute sollen gut über mich und den Podcast denken und.

Phase des Referendariats, weil ich dann irgendwann an dem Punkt, wo ich gesagt habe, das kann man jetzt auch immer noch nachhören, übrigens. Ich, ich, ich stopp jetzt hier an dieser Stelle, wobei es dazu keine Ansage gab, glaube ich, sondern auf einmal war halt Monat lang monatelang Stille und. Same same here übrigens.

Also es war bei mir nicht anders, wollt ich nur. Sagen. Und ich hatte mir fest vorgenommen, normal weiterzumachen. Und auf einmal war aber so dieses ich kann nicht mehr und vielleicht auch im Zuge von, ich muss jetzt mehr meine Kraft auf die Schule lenken, was völliger Bullshit war, auch wieder, und als ich das erkannt hatte, hat. Sich dann, sorry, man hat sich das dann selbst so Zurechtgeredet ist auch ein Punkt, dass man sich. Man selbst so irgendwie versucht zu rechtfertigen, dass man gerade etwas hinten anschiebt, was ja mega wichtig ist. Aber man rechtfertigt sich vor sich selbst und sagt, ja, ich kann ja gerade nicht, ich hab gerade andere Dinge, die sind wichtiger und so weiter.

Genau. Was aber? Eigentlich ne Lüge. Ist und und gerade so n wichtiges Projekt das war ist ja bis heute auch mein mein. Meine Leidenschaft und mein Herzensprojekt, sonst würde ich da nicht so viel Zeit reinstecken. Das einfach beiseite zu schieben, um etwas zu machen, was man irgendwie als Last empfindet, ist völlig kontraproduktiv. Ne und und das war ja auch immer n Ventil und als ich das eingesehen habe.

Hab ich dann weitergemacht und die die 1. Folge hieß dann also nach der Pause ein Lebenszeichen, weil es ist wirklich sowieso ne ja so, ich fahr jetzt weg und jetzt jetzt jetzt fang ich wieder an zu leben. Wie man weiß. Niemand weiß, was geht ab, wo bleibt er, komm noch mal, was kommt. Nichts war es das jetzt mit dem Podcast, oder?

Genau. Und, und das war eigentlich auch die einzige längere Pause, die ich gemacht hab und danach? Ja, hab ich einfach gemerkt das das tut mir auch gut, auch auch dadurch komm ich ja mit Leuten zusammen, die irgendwie total inspirierend und anregend sind. So jetzt dich hab ich auch über den Podcast kennengelernt und das sind einfach so coole Lebensereignisse auch, also im Nachhinein wie viele Leute man kennenlernt, die man sonst gar nicht hätte kennenlernen dürfen und deswegen also wenn ihr euch irgendwie in der Krise befindet.

Das, was euch sonst auch gut getan hat, macht das weiter, weil. Sonst sonst geht man immer weiter zugrunde. Also ist meine Erfahrung ja. Ja und? Du hast gesagt, das war jetzt n halbes Jahr dieser dieser Prozess. Also du warst jetzt n halbes Jahr in diesem in Anführungsstrichen jetzt mal Loch, hattest du da auch mit Verhaltensweisen oder Süchten oder irgendwas gekämpft, weil es gibt ja Menschen und da ziele ich mich auch darunter, die in solchen Phasen dann auch schnell zu irgendwelchen Ablenkungen greifen. Bei mir war es viel Gras, oder?

Playstation und solche Geschichten also einfach ablenken, versuchen mich nicht damit mehr auseinanderzusetzen. Oder es gibt Menschen, die sagen, ich flüchte mich in Anführungsstrichen komplett in die Arbeit, auch ne Möglichkeit gab es irgendwie so ein Verhaltensmuster, wo du gemerkt hast, das ist gerade völlig übertrieben in meinem Leben und das hilft mir und es schadet mir, also es hilft mir schaden eher. Ja, also bei mir war es definitiv die Arbeit. Ich hab mit Drogen gar nichts zu tun gehabt bisher. Also bei mir sind es eher so Softdrinks sag ich mal. Also so, ich war dann viel mit mit Mate in Gang, also so matedrinks oder oder Fritz Cola oder so also so. Koffein, das ich einfach

brauchte, weil ich wenig geschlafen hab und das natürlich dann auch so ne Negativspirale, weil wenn du dann viel Koffein trinkst, kannst du natürlich auch wieder nicht schlafen und nicht. Abschalten auch im Alltag dein Nervensystem ständig stimuliert du bist die ganze Zeit irgendwie innerlich unruhig und und aber gleichzeitig dein Körper total müde. Genau, genau.

Und ja. Ich hab einfach gemerkt, dass ich. Dass ich so n bisschen die Emotionen auch verlier. Also mir war einfach so viel egal. Und ich, ich stand halt unter Strom, ne, also dieses Gefühl die ganze Zeit unter Strom zu stehen. Ich hatte auch so, also bei mir waren es dann halt eher so unterleibsschmerzen, also so bei mir hat sich alles zusammengezogen im wahrsten Sinne des Wortes ne. Und.

Das war, das war schrecklich. Also jetzt, auch wenn ich drüber spreche, gerade dann, dann kommen so teilweise diese Gefühle wieder hoch, wo man denkt, Boah, das war echt, das hatte das n halbes Jahr so, aber ich war nie so verzweifelt, dass ich gesagt hab irgendwie, dass ich irgendwie suizidale Gedanken hatte oder so. Das hatte ich nie, weil ich immer wusste, eigentlich geht's mir.

Also eigentlich ist das nicht der Zustand, wie es mir sonst geht, und das hängt jetzt ganz klar mit dieser Phase zusammen. Also ich wusste, es hat einen Auslöser und der Auslöser war mir bekannt und das war, das war, glaube ich, wichtig zu sagen oder zu sehen, dass das einfach nur eine Phase ist.

Aber eineinhalb Jahre ist einfach auch eine zu lange Phase, ehrlicherweise. Anderthalb Jahre nicht also. Das das Referendariat dauert ja eineinhalb Jahre und ich hab mir halt auch überlegt, soll ich abbrechen und Mhm. Aber der hat mir dann auch gesagt, nee, also ich hab jetzt irgendwie. So, so lange darauf hingearbeitet, dass ich Lehrer werde und und warum sollte ich jetzt kurz vorher abbrechen und ich find es so schade, dass ich will jetzt nicht von mir als guten Lehrer sprechen, aber es viele gute Lehrkräfte. Scheiden aus, weil sie dem Druck nicht standhalten können. Ich hab so viele Kommilitonen gesehen, die die jetzt irgendwie in der Personalabteilung oder sowas sitzen, weil sie mit dem Druck nicht klar kam.

So und. Das ist echt schade. Also dieses Aussieben des Staates. Ne letzten Endes ist es das ja auch n Stück weit zu gucken hier, das ist ne härteprobe. Kannst du den weiß ist das. Bewusst ist es das wirklich. Ja, das weiß ich auch, dass. Man, der Staat oder das System irgendwie beabsichtigt, das so jetzt zu gestalten, dass die Leute, die es nicht packen, einfach sofort ausgegliedert, also ausgesortiert werden.

Ich, ich weiß es nicht, aber es es wirkt auf jeden Fall so, dass das erst ja danach dann irgendwann die die Verbeamtung dann auch eingetütet wird. Das heißt so. Also dich erst quasi fixen, wenn du wirklich mental reif dafür bist. Ja, wenn wenn die merken, OK, mit dem können wir jetzt die nächsten 3040 Jahre rechnen.

So ne und. Es ist ja auch völlig in Ordnung, dass dass man guckt, wer kommt in dieses System. Ich finde, es ist nur zu spät, vielleicht sollte es vielleicht eine eine Art. Auswahl oder, oder ja, Eignungsprüfung am am Anfang des Studiums, vielleicht auch schon, um zu gucken, ist diese Person. Überhaupt richtig in dem Beruf, weil gerade Leute, die sich. Zu perfektionistisch verhalten oftmals dann ja auch, wenn sie verbeamtet sind, im Burnout landen und. Ich fand es jetzt gut, also dass sich die Krise hinter mir hat. Mir kann das ne hoffentlich eher nicht mehr passieren. Also ich bin jetzt auch zufrieden an meiner Schule. Ich arbeite ganz anders als vorher. Also bei mir ist es jetzt vielleicht auch n bisschen in die andere Richtung so in diesem

bisschen 8020 gegangen. Dass ich sage, Hey. Das muss irgendwie alles zusammenpassen. Also meine meine privaten Sachen, mein Podcast, meine Band und und das ist alles Teil meines Lebens, und wenn dann die Probe ansteht und ich hab die 5.6. Stunde noch nicht. Ja, komplett vorbereitet dann dann ist es dann mal so ne, also diese Gelassenheit, die ich mir da erarbeitet habe, die sehe ich übrigens bei vielen anderen in meinem Kollegium nicht und? Da denke ich auch, oh, da sind so viele Muster, also Leute, die sich so verausgaben, nur um der Abteilungsleitung zu gefallen. Ich mein, das ist für uns alle gut, natürlich ne, das Kollegium freut sich, wenn Material von einer Person für alle erstellt wird und dann das auch noch gut

ist und so weiter aber ich denk immer an die Person dahinter und. Ja, ich glaube, das muss alles in Maßen passieren. Also. Ja, und und ich glaube, dafür war das war diese Krise n guter guter Prozess, das herauszufinden, wo, wo ist eigentlich so mein gesundes Maß. Also ich hoffe jedenfalls, dass ich das jetzt gefunden habe. Mhm, hast du innerlich so n so n so ne Art Angst, dass das auch mal wieder umkehren könnte?

Ne andere Situation wo du vielleicht die Kontrolle wieder verlierst und das Gefühl hast ich, ich hab die Kontrolle verloren und irgendwie lief gleich wieder Backup ist da so n Gefühl so n so ne Angst oder sagst du ey nee ich weiß ich hab das schon einmal auf die Kette bekommen, es wird auch nochmal passieren wenn es sein sollte. Also ich glaube, ich würde da viel schneller Konsequenzen ziehen.

Wenn du würdest einfach schneller bemerken, wenn es in eine Richtung geht. Ja. Merke ich jetzt auch schon, wenn wenn irgendwie ne stressige Phase ansteht. Wenn da irgendwie die ersten Anzeichen kommen, dass ich dann einfach auch mehr auf mich achte. Und ja, dass ich dann damit versuche umzugehen. Also ich glaube viele, viele Sachen passieren auch automatisch, dass man einfach anders, anders reagiert, anstatt jetzt noch mehr reinzubuttern, dass man sagt, Hey, jetzt gehe ich erstmal zum Sport.

Also die Routinen, die sich da in der Zeit entwickelt haben, die helfen mir heute natürlich auch, um um nicht rückfällig zu werden, sozusagen. Mhm, das ist schon schon wichtig. Ja, also du. Hast quasi durch deine durch deine neuen Verhaltensweisen auch n gutes Fundament gelegt, dass dir nen gewissen gesunden Boden beschert, dass wenn mal irgendwas passiert, du immer noch in dir ne gewisse Stabilität wahrnimmst, so dass du merkst, OK, mich kann es nicht.

Jeder Wind oder jede Welle direkt vom Bord stürzen in Anführungsstrichen. Richtig. Und ich glaub, ich bin auch selbstbewusster geworden. Also ich bin daran gewachsen. Ne, das ist das Schöne an der Krise, also dass man, wenn man sie erstmal überstanden hat, dass man danach wirklich stärker rausgeht, das ist ja so n das, was sich nicht umbringt, macht dich stark blabla, aber irgendwie ist da schon was dran. Also klar, ich hätte genauso gut auch daran zugrunde gehen können.

Aber ich hab es irgendwie geschafft und und und. Dieses Erfolgserlebnis, das, das kann mir ja auch keiner mehr nehmen. Also das heißt, ich weiß, ich weiß besser, wer ich bin und angenommen, es würde sich jetzt in meiner Schule oder auch wenn ich mal an eine andere Schule gehen sollte, warum auch immer. Eine Situation ergeben, wo jemand meint, irgendwie mir Dinge.

Auftragen zu können die, die einfach nicht im im Rahmen sind oder so. Dann würde ich mich glaub ich auch auch wehren. Also. Verbalen Was heißt wehren? Aber du? Würdest, würdest ich glaub ich glaub ich glaub du willst den Standpunkt kennen und du würdest ne gewisse Bewusstheit und Klarheit darüber haben, was für dich in Ordnung ist und und was du einfach nicht wo du einfach nicht zustimmst.

Du bist jetzt nicht mehr die das Fähnchen im Wind, sondern du hast ne gewisse Wurzel. Ja, das würde ich auch sagen. Also das würde ich jetzt auf jeden Fall so sehen. Aber klar, ich sag mal das Selbstwert Thema ist nie komplett vom Tisch. Also Thema Podcast. Reise ist ein Prozess. Thema Podcast Feedback 99% des Feedbacks ist gut und das gibt mir natürlich dann auch so einen Aufwind. Aber lass mal einen Podcast nicht so gut sein oder oder einen Kommentar einfach nur also, wobei ich da auch schon sehr genau drauf gucke, wer schreibt das überhaupt, ist das jemand, der den Podcast überhaupt gehört hat oder so? Manchmal.

Manchmal sind die ja so Trolle, sagt auch, Ach komm ne. Aber klar, auch da muss man immer wieder sagen, OK, das war jetzt einer von 100 der, der irgendwas zu meckern hatte. Und wenn das dann, wenn das dann angebracht war, ne wenn es irgendwie Sachen waren wo ich dann im Nachhinein sage, Hey ja der hat recht ne ich hab da nen Fehler gemacht kann mir kann ja immer passieren. Dann nehme ich das irgendwie auch an und und sage das. Das hilft mir jetzt, aber wenn jemand schreibt, tut mir leid, ich kann schon deutsch und gibt mir einen Stern. Als in der Review also sowas.

Sowas geht mir dann eigentlich. Also da rege ich mich kurz auf, aber was will man machen und dann dann nehm ich mir das aber auch nicht zu Herzen, weil ich weil ich weiß, diese Person hat nicht verstanden worum es geht. Ist einfach nur Troll. Ich glaube auch, ja. Ich glaube auch vielmehr, dass Menschen, die projizieren, halt immer ans Außen so.

Das bedeutet, wenn jemand wirklich so stumpf kritisiert oder einfach nur Hass äußert, in irgendeiner Form negative Kritik, die überhaupt nicht fundiert ist, in irgendeiner Form gar nicht sachlich auf irgendwas davon eingeht, was wirklich vielleicht auch falsch ausgedrückt oder oder, oder, sondern einfach nur der reine Antrieb dahinter ist, negative Vibes zu verursachen. Ich bin ehrlich auch.

Tag jetzt gegenüber Menschen, die mir irgendwie versuchen blöd zu kommen und das passiert immer wieder mal, weil. Das ist einfach menschlich. Ich hab nicht mehr. Also ich hab die komplette Motivation, das komplette Verlangen verloren, mich dagegen aufzulehnen oder zu wehren oder irgendwas. Ich hab viel mehr in den letzten Jahren einfach gemerkt, diesen diesen Menschen geht es nicht gut, hinter diesen Menschen verbirgt sich immer eine liebevolle Person, aber in diesem Moment können sie diese Seite von sich nicht zeigen und das weil sie leiden, weil sie im Moment einfach selber leiden. Niemand der in dem es gerade gut geht, der gerade sein Herz geöffnet hat, der gerade.

Die die Welt gerne erfährt, der wird dich niemals dumm anmachen, der wird auch niemals irgendwie eine negative Erfahrung irgendwie äußern, weil er dich nicht verletzen will, weil er selber davon in irgendeiner Form auch verletzt wird. Was dieser jemand tun wird ist, er wird dich genauso liebevoll behandeln, aber deswegen ist nur ein Reminder und ein Tipp im Alltag, wenn Menschen euch blöd kommen oder irgendein dummes Kommentar oder ihr euch persönlich Angriffen fühlt.

Step Bag nur für n Moment n Schritt zurückgehen, Distanz aufbauen, sich fragen, Hey geht diesen Menschen vielleicht nicht gut und dann ich sag nicht, dass es immer klappt, ne aber. Kennen dieser Mensch ich. Ich hab gerade mehr Mitgefühl, als dass ich jetzt irgendwie dieses Verlangen hab mich zu wehren dagegen, weil Verständnis ist vielleicht manchmal hier die richtige Wahl und ich weiß, es klingt n bisschen.

Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken kann, aber. Ich weiß halt, dass es auch nicht immer einfach ist, aber es ist definitiv. Das ist definitiv das Streben. Danach ist es definitiv wert, weil das Macht das Leben so viel harmonischer mit allen Menschen im Umgang mit allen Menschen, in allen Beziehungen, wenn man einfach anfängt, versucht die Sicht des anderen ein bisschen mehr zu verstehen und auch zu erkennen, der Mensch leidet, und deswegen äußert er dieses Negative, dieses negative Gefühl oder was auch immer es ist.

Also. Nur mal so hinten angeschlossen. Robin, um das ganze jetzt abzurunden. Mich interessiert das jetzt noch persönlich, wenn du aus dieser Phase, die sicherlich noch so viel facettenreicher ist und wir haben es jetzt wahrscheinlich nur auch an der Oberfläche angeschnitten und man könnte dann so viele Punkte noch reingehen, aber um das Ganze zusammenzufassen, es waren struggle in deinem Leben, es waren struggle, weil diese Situation für dich komplett neu war, weil sie etwas hinterher getriggert hat, was du vorher nicht so kanntest, weil sie viele Sachen in dir ausgelöst hat, mit denen du vielleicht nicht so klargekommen bist. Rückblickend, du besitzt heute hier, du kommst klar, du hast das Gefühl, dein Leben ist in

Ordnung, es ist stabilisiert, du hast einfach eine angenehme Lebenserfahrung. Was sind es für Dinge, die du deinem alten ich mitteilen würdest in dieser Phase, was, was sind diese Dinge, die er tun kann, damit er klarkommt? Ja, gute Frage. Also vieles davon habe ich ja schon gesagt, dass man seine Hobbys oder seine Leidenschaften weiterhin. Verfolgen sollte.

Wollte was tut einem wirklich gut und dass man irgendwann auch n Cut setzen sollte, wenn es zu viel wird von dem. Was da gerade das das Problem zu sein scheint. Also wichtig, sich mit Leuten zu treffen, weiterhin also Freundschaften zu pflegen. Sport zu machen, sich vernünftig zu ernähren, also nicht nur Cola und Mate zu trinken.

Genügend zu schlafen. Sind eigentlich immer die gleichen Sachen, aber ich glaube das ist schon mal ne stabile Ausgangslage um damit irgendwie ja klar zu kommen. Dann am Ende. Und wenn du jetzt noch irgendwie ne gewisse, vielleicht irgend ne Art von Verhaltensweisen oder hast du irgendwas noch, weil das was du gesagt hast, das ist extrem. Und in dem Sinne, dass es viele Menschen gar nicht auf dem Schirm haben zu sagen, OK, ich kümmer mich jetzt einfach mal kurz darum, dass ich meinen Körper das gebe, was er braucht. Das heißt nicht mehr Koffein, sondern mehr Ruhe, mehr Regeneration, mehr sozialer Kontakte, Austausch, auch wenn man sich nicht danach fühlt, ist n wichtiger Punkt. Weil wenn es jetzt danach geht,

nur dass du das machst, was du, wonach du dich gerade fühlst in solchen Zuständen, in solchen dunklen Phasen. Du fühlst dich nach entweder gar nichts oder du fühlst dich nach verstecken und isolieren, aber das sind Gefühle, die dich einfach schützen sollen, die aber nicht. Das die Heilung hervorrufen und zwar wenn du raus gehst unter anderem Menschen und redest. Das verursacht Heilung.

Wenn du deinen Körper wieder spürst in jeglicher Art ob das Kraftsport ist oder ob du raus gehst und reitest oder Handball spielst. Was auch immer aber Bewegung Körper spüren. Das ist so essentiell. Aber wenn du jetzt noch irgend ne hast du noch ne spezifische Verhaltensweise, sei es so sowas wie journaling oder irgendwas neu eingeführt hattest in diesem Zeitraum wo wo du sagst Hey das würde ich dir auch mit ans Herz legen.

Junger, jüngerer Robin. Junger Padawan, hm, junger. Padawan Yoda Robin heute spricht zum Jüngeren. Ja, ich, ich glaube, ich würde gar nicht zu mir selbst sprechen, sondern ich würde gerne zu zu Eltern sprechen im allgemeinen, weil ich glaube, dass das Problem, auch wenn ich nie so richtig auf das auf den Ursprung der Problematik gekommen bin, ehrlich gesagt, weil es ja eben eine kognitive Verhaltenstherapie war, es war jetzt keine tiefenpsychologische Therapie. Glaube ich dennoch, dass das viel auch mit der Erziehung zu tun hat und dass, wenn immer alles glatt läuft als Kind. Dass das gar nicht immer so gut ist. Also ich will damit sagen, wenn Kinder. Ihre Erfahrungen machen wollen,

dann soll man sie, soll man sie lassen. Ich hatte das Gefühl, so da hört man auch schon die das Kind mein. Baby schreit gerade im Hintergrund das ist so n guter Moment. Gerade das passt so perfekt. Aber ja, please go on. Also. Es geht sich um das Baby gekümmert. Keine Sorge, Leute, also es ist jemand da. Meine Partnerin kümmert, ich wollte gerade sagen. Mein Tipp ist, kümmert euch nicht so säuberlich um die. Nein, wir sind.

Bedürfnisorientiert? Keine Sorge. Nein, aber es also ich hab das Gefühl, auch in meinem Umfeld, die Kinder werden zu sehr in Watte gepackt und und das würd ich jetzt im Nachhinein auch auf auf mich zutreffend sehen. Zu viel in Watte packen ist glaub ich nicht gut, aber also Menschen müssen merken, dass das Konflikte normal sind, ne, dass das nicht immer alles glatt geht im Leben und keine Ahnung, das fängt so bei Kleinigkeiten an. Ja, bei welchen Kleinigkeiten also? Ich kletter irgendwo hoch und Fall runter und ich merke, OK, das tut weh.

Richtig richtiges Kind und das und die Eltern sagen nicht Hey hör auf, du fällst sonst runter, sondern dass das Kind die Erfahrung selber machen darf um zu checken OK ich hab gelernt wenn ich da hochklettere und ich bin ich bin nicht wirklich safe, dann kann ich mir wehtun. Genau richtig. Und natürlich möchte man, der Impuls ist ja klar, man möchte sein Kind schützen, aber im kleinen Rahmen, wenn es nicht lebensgefährlich ist, dann sind das die Erfahrungen, die die wichtig sind. Ich glaube, die führen dann auch dazu, dass man einfach später auch resistenter ist, weil man einfach. Ja, Resilienz ist resilient.

Ist richtig. Ja, und natürlich alles in Maßen. Also ich bin ich bin jetzt froh darum, dass immer alles glatt gelaufen ist und dass ich eine schöne Kindheit hatte und so, aber ich glaube, die Kehrseite davon ist, dass ich einfach zu harmoniebedürftig bin und und denke, dass immer alles glatt läuft im Leben und dass ich manchmal dann eben zumindest zu der Zeit, wo wo ich in der Kreatur war. Auch nicht für mich eingestanden bin. Und ja, das jetzt das ist, weil es so n Gedanke, weil weil ich, weil das eben beobachte bei vielen Leuten und eben gesehen hab, dass es das ist dann irgendwann, auch wenn es dann halt, also ich finde, bei Schmerz kann man sich immer aussuchen wann er kommt, wenn er

am Anfang kommt, dann wird es am Ende besser und und wenn es am Anfang nicht keinen Schmerz gibt, dann kommt er irgendwann, also in Maßen, wie gesagt, es geht ja auch bei der Arbeit darum, wenn ich jetzt hart arbeite, dann wird es sich irgendwann auszahlen und wenn ich am Anfang nichts. Also dann, dann ist es halt später schlecht.

Dann verdien ich zum Beispiel später weniger Geld oder so ne. Oftmals ist es ja so n Muster, also irgendwann muss einfach n Widerstand im Leben kommen und wann der kommt ist halt die Frage dann. Ja, ist ja, du hast vollkommen recht. Es ist doch wie du sagst, es ist n super. Es ist auch schwierig hier die Balance zu halten und ich werd diese Erfahrung jetzt selber machen dürfen mit einem Kind und mir auch die Frage zu stellen, OK wann ist wann ist zu viel auf sich, wann ist zu viel erlauben verboten, zu viel Kontrolle drin und wann sollte ich dem Kind einfach den Freiraum gewähren und ich werde mir diese Fragen auch jetzt in den nächsten Jahren alle stellen müssen und diese Erfahrung machen müssen Gott sei Dank und dieses Thema

resilient ist auch n großes Ding, weil wie du schon sagst, wenn du halt es gibt dieses Sprichwort das das Schlimmste was er jemals in deinem Leben passiert ist, ist das Schlimmste was sie jemals in deinem Leben passiert ist und im Endeffekt für manche Menschen ist das schlimmste n Kratzer in ihrem Auto so und dieser dieser Kratzer wird dazu führen, dass deren deren Welt zusammenbricht, die werden zugrunde gehen.

Andere Menschen haben in ihrem Leben schon sämtliches durchgemacht, da ist der Kratzer im Auto nichts, das ist einfach eine ganz andere Resilienz, aber die wahre Bedeutung von Resilienz ist eigentlich wie schnell man sich nach einem, nach einem, nach einer Krise erholen kann, je schnell dadurch erholt, desto resilienter bist du, so sagt man zumindest in der Psychologie. Der Punkt ist aber trotzdem, dass wenn du die früher schon diese Erfahrung gemacht hast als Kind, du musst dich gegen andere Kinder beweisen, du fällst mal hin, du brichst immer vielleicht einen Arm, du merkst, die Welt kann dir weh tun, wenn du nicht auf eine gewisse Art und Weise aufpasst, auf dich achtest, nicht komplett naiv an alles ran

gehst, das lernst du ja auch im Laufe deiner Kindheit, Jugend und so weiter. Wenn die Eltern immer nen Schutzwall um dich aufbauen, dann bist du halt drin gefangen. Und wenn du dann erwachsen wirst, wird dich niemand schützen können und du wirst selber merken, ich muss mir jetzt selber n Schutzwall bauen und der ist dann leider entweder in eigenen 4 Wänden oder in einer Beziehung oder in dir selbst. Und das ist nicht.

Nicht das Leben, was man anstrebt, wenn man von Selbstbestimmung spricht. Ich glaub, das ist so. Ja, aber auch da wieder alles in Maßen. Ne, also ich. Natürlich. Ich möchte auch niemals sagen, hier geh jetzt raus und und keine Ahnung oder lass das Kind alles machen oder es ist immer, ich glaube das Gefühl wie wie fühle ich damit so wie komme ich jetzt gerade persönlich damit klar mit sich selbst auch immer wieder mal in Reflexion zu gehen, das ist wichtig, innehalten, mal kurzen Check up machen, das ist schon immer wieder zwischen kurz. Innehalten, einfach ja, innehalten, klarkommen. Ich glaub das Gegenteil wäre, ich hab letztens wirklich Eltern gesehen, die ihr Kind an der Leine hatten, sowieso n Hund. Wow, weißt du und da.

Dachte ich schon, so ihr Mann. Wo geht das hin, ne? Ja, was soll dieses Kind lernen? Also na ja, gut, aber ich hab selber. Das Ding ist. Ja, Kinder und aber du darfst. Es trotzdem äußern, ja. Genau, du darfst. Das trotzdem äußern und das ist auch OK. Wenn du keine Kinder hast, dass du trotzdem Kommentare abgeben darfst und auch was denken darfst. Dazu ist auch mal wichtig, dass man sich selbst nicht gleich limitiert, nur weil man gewisse Dinge nicht durchgemacht hat. Ich wollte noch eine Sache sagen. Und zwar wir haben so viel Wissen angehäuft. In der Psychologie, haben so viel Wissen angehäuft in unterschiedlichen Wissenschaften und Disziplinen. Was uns aber fehlt, ist einfach die Weisheit, die Erfahrung und ich glaube, dass wenn du jetzt

als Zuhörer das hier hörst und du hast jetzt die Erfahrung von Robin gehört, als als Lehrer, als jemand, der in einer gewissen Phase seines Lebens einen gewissen Struggle durchgemacht hat, und vielleicht kannst du dich damit identifizieren, vielleicht auch nicht. Wichtig ist einfach nur, glaube ich, die Erkenntnis, dass jeder struggle dich auf eine Art und Weise formt und dich stärker macht und dich näher an das heranführt, was du eigentlich sein möchtest, und dass man das immer im Hinterkopf behält.

Ich weiß, hätte mir das jemand in meiner depressiven Phase gesagt, hätte ich dem gesagt, ja schön und gut, davon ist mir jetzt aber im Moment nicht geholfen, mag. Aber du wirst an einem anderen Zeitpunkt deines Lebens darauf zurückblicken und erkennen, Wow, das war fucking wichtig für meine weitere Entwicklung, und ich glaube ich, ich geb das Abschlusswort an dieser Stelle noch mal an Robin und ja.

Robin, möchtest du dazu noch was sagen? Ja, ich fand es sehr schön, das einfach mal losgeworden zu sein. Also in meinem eigenen Podcast hab ich da so in der Tiefe noch nicht drüber gesprochen und wenn man so drüber spricht, dann dann ploppen auch immer wieder so Erkenntnisse noch mal auf und. Ich glaube, aus einer Krise kann man ganz viel lernen, auch wenn es natürlich überhaupt nicht angenehm ist.

Und wichtig ist, glaube ich, trotzdem optimistisch, tolles Wort, optimistisch zu bleiben. Dass es am Ende alles gut wird. Herrmann Das ist ein gutes Schlusswort. Robin, wenn jetzt jemand dich kontaktieren möchte, wo kann man dich finden? Jetzt kommt wieder die Promo. Also ja, auf Deutsch gesagt ist mein Podcast, das heißt Google, das einfach auf Deutsch gesagt eigentlich für Deutsch Lernende, die ja auf dem mittleren Niveau sind, also die schon ganz gut Deutsch sprechen, aber die Lücke zum Muttersprachlerniveau noch nicht ganz überbrückt haben. Und ja, da findet ihr zum Beispiel auch ein Gespräch, oder jetzt glaube ich wahrscheinlich schon 2 Gespräche mit Jonas, also da geht es dann auch um das

Thema wie? Ja, und die neue Episode ist übers Journaling, also hört auch gerne dort mal rein. Wunderschön. Und dann sage ich von meiner Stelle noch mal vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Alle weiteren Infos findest du in Shownotes und wir hören uns das nächste Mal, wenn es wieder heißt, komm klar digga, mein Name ist Jonas, vielen dank ciao ciao.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00