
KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 85
#85 | Angst (endgültig) loslassen.
Sonntag, 23. Juni 2024 · 54 min
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Shownotes
(EP85) Wie man die Leichtigkeit zurückerlangt.
In letzter Zeit habe ich vermehrt Nachrichten erhalten, die sich um das Thema „Angst“ drehen. Und ich dachte mir, es macht Sinn, daraus eine Folge zu kreieren und das Wissen sowie die Erfahrungen der letzten Jahre zu integrieren – einfach mal alle Gedanken zu sammeln und zu reflektieren, geleitet von der Frage, wie ich heute damit umgehe. Denn ich habe lange Zeit mit diesem Thema gerungen, und in meiner Persönlichkeit schien immer schon eine gewisse Anfälligkeit für Ängste vorhanden zu sein. Jeder von uns erlebt Ängste, aber nicht jeder in demselben Ausmaß. Und was letztlich entscheidend ist, ist die Beziehung, die man dazu hat.
Aber wie genau komme ich heute damit klar? Und kann man seine Ängste endgültig loslassen, oder sich überhaupt jemals vollständig davon lösen?
Darum geht es in dieser Folge.
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PPS. Save the date: Nächste EP am Sonntag, 07. Juli.
PPPS. Hier noch ein Zitat, das ich liebe:
„Ich habe in meinem Leben viele Katastrophen erlebt, von denen die meisten nie eingetreten sind.“ (Mark Twain)
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Was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Komm klar, digga, mein Name ist Jonas und in der heutigen Folge geht es um Ängste. Es geht wieder einmal um Ängste, weil es ein Thema ist, was jeden immer wieder betrifft und betreffen wird, mal mehr, mal weniger und ich habe Bock gerade über dieses Thema zu sprechen, weil ich auch in letzter Zeit vermehrt Nachrichten dazu erhalten habe und ich das Thema einfach mal vermehrt reflektiert habe und ich mir dachte, hey, das ist das ist gerade wie ein Zeichen, Jonas, du musst jetzt darüber eine Folge machen. Weil es aber auch Fakt ist, dass. Sehr viele Menschen mit Angststörungen zu tun haben, sei es panikstörungen, sei es soziale Ängste, sei es. Sowas wie Agoraphobie, wo man
sich vor öffentlichen Plätzen fürchtet, überhaupt, ich fürchte rauszugehen, die Kontrolle zu verlieren und all diese Themen. Die betreffen ganz schön viele Menschen. Also im Schnitt könnte man sagen, in einem Bekanntenkreis hast du sicherlich ne Handvoll Menschen, die mit der ein oder anderen Anstellung zu tun haben, vielleicht nicht so sehr, dass sie wirklich jeden Tag darunter leiden und das den Alltag auch komplett vereinnahmt, aber. Es gibt sicherlich immer wieder mal Phasen, in denen es stärker ist.
Phasen, in denen mehr Stress im Leben ist, wo man einfach das Gefühl hat, OK, man muss jetzt mehr zurückziehen, isolieren, weil die Welt erscheint wieder total gefährlich hinter Kopf, und die Gedanken spielen verrückt. Und ich muss sagen, es ist gerade eine Phase meinem Leben, wo tendenziell mehr los ist als jemals zuvor.
Aber ich. Und ich möchte gern auf Holz klopfen, was ich grad nicht hier habe um mich herum. Aber es ist gerade keine, keine Angst da so, und das ist n das ist n Zustand, den ich auch seit Jahren nie hatte und deswegen dachte ich mir einfach es macht Sinn mal das alles zu reflektieren und mir selber die Frage zu stellen.
Wie ich heute damit klar komme, überhaupt, also was genau dazu beigetragen hat oder beiträgt und die Frage auch, ob man seine Ängste überhaupt endgültig loslassen kann, oder? Ob man sich überhaupt jemals auf n vollständig lösen kann und ob das überhaupt nötig ist und. Ja, unterm Strich. Wie kann man wieder ein Leben führen, dass sich das sich leicht und frei anfühlt und nicht so Beklemmt von diesen angstvollen Gedanken und diesen gehemmten Handlungen, weil man glaubt, jeder, jeder Gedanke entspricht jetzt der Realität und muss jetzt unglaublich viel aufpassen und um die Antworten darum herum soll es jetzt gehen und ich würde liebend gerne aus dem Tagebuch vorlesen, kann ich nur leider nicht.
Weil ich dieses Tagebuch, von dem ich hier spreche, nicht mehr gefunden habe. Ich habe es gesucht, überall, wo ich suchen konnte, aber ich habe es nicht gefunden und warum würde ich gerne davon sprechen oder daraus vorlesen, weil ich mich, als ich diese Folge erstellt habe, an einen ganz besonderen Tagebucheintrag erinnert habe, der an meinem Geburtstag entstanden war, am 4. August 2020 und.
Der ich, ich versuch das jetzt mal so wiederzugeben. Ich hab noch ziemlich guten Erinnerungen und zwar ich bin morgens aufgestanden und zu dieser Phase oder in dieser Phase meines Lebens war ich waren Ängste sehr, sehr präsent in meinem Leben und. An dem Morgen hatte ich schon so n extrem beklemmendes Gefühl, es stand fest.
Mein Partner und ich, wir wollen n Ausflug machen in nen Freizeitpark und. Alles ist objektiv betrachtet gut. Ich war nicht krank, es war alles schön, das Wetter war schön, alles gut, aber ich hab in mir dieses Gefühl nicht losbekommen, dieses Gefühl, dass irgendwas schlimmes passieren muss so. Irgendetwas wird heute passieren.
Es fühlte sich in dem Moment so unheimlich real an und ich hab mich auch so nervös gefühlt und und wollte am liebsten gar nicht weg, weil ich das Gefühl hatte, das ist wieder so ne Art Vorahnung. Ich muss, ich muss, ich muss dem Leben jetzt genau zuhören, weil hier werde ich gerade gewarnt vor irgendwas und ich sollte vielleicht nicht heute in Freizeitpark fahren und da wird bestimmt irgendwas Schlimmes passieren. Und zu dieser Zeit war auch noch bei mir etwas ausgeprägt, was ich heute als.
Com possive Law of Attraction Disorder bezeichne nämlich dieser Glaube, dass jeder Gedanke, den man denkt, sich gleich in der Realität manifestiert. Und dieser Glaube wird dadurch auch gestärkt, dass man heute in dieser New Age Bewegung oftmals vermittelt bekommt, dass die Gedanken die Realität erschaffen und man sollte seine Gedanken lernen zu kontrollieren, man sollte darauf achten, was man denkt und welchen Gedanken man glauben schenkt und so weiter und so weiter und natürlich mag. Ein Teil davon.
Teil der Realität sein aber. Es wäre doch absurd, wenn sich hier der Gedanke manifestieren würde. Aber wenn du halt eh schon so ne Ängstlichen in so einer ängstlichen Verfassung bist und dann noch diese Gedanken hast, du diese Vorstellung hast und dieses körperliche Gefühl dazukommt, dann dann weißt du einfach nicht mehr what's real on what's Fake, was soll ich glauben, was ist echt, was ist falsch und was soll ich jetzt tun und.
Und in diesen Momenten ist es auch so schwierig zu entscheiden, weil sich das so. Unheimlich real und lebensbedrohlich auch anfühlt. Ja, also man muss sich vorstellen, ich sitz da morgens, ich hab Geburtstag, ist alles gut, wir sind gesund, Wetter schön, es gibt keinerlei Bedenken objektiv, aber innerlich denk ich mir was wäre wenn das jetzt passiert, was wenn ich jetzt der einzige bin, der das hier noch abwenden könnte, die große Katastrophe.
Also dieses, dieser, dieser überhöhte, dieses überhöhte Verantwortungsgefühl, dass man glaubt, man hätte über alles einen Einfluss. So auch das ist so n Teil dieser, ja ich nenn es schon Zwangsstörung, wenn es um dieses Gesetz ja anziehungsthema geht. However, der wichtigste Punkt war, ich hab alles in das Journal geschrieben.
Also ich hab meine Gedanken ins Journal geschrieben und auch so n bisschen testweise zu dem Zeitpunkt, so nach dem Motto Hey ich schreib jetzt mal alles auf, was ich gerade über diese Situation, über diesen heutigen Tag im Vorhinein denke, alle meine Ängste, alle meine panischen Gefühle und ich lass das alles mal jetzt einfach hier stehen und ich werd trotzdem, ich werd s trotzdem machen ich ich fass den Mut zusammen und ich geh trotzdem heute dahin und es wird trotzdem heute irgendwie gelingen und es wird alles schon irgendwie gut werden.
Also sind wir losgefahren. Und auf dem Weg dorthin habe ich immer wieder mal so verstärkt negative Gedanken wahrgenommen, irgendwelche kurzen Visualisierungen, vor allem auf der Autobahn. Wenn du das Steuern, das Lenkrad in deiner Hand hast und How ever. Wir sind dann sicher im Park angekommen.
Und. Am Anfang ist auch so n interessantes Ding. Der Park war völlig überfüllt am Anfang wo wir reingekommen sind und ich hab mir da schon gedacht Boah es wird bestimmt voll kacke jetzt weil überall anstehen mindestens 3 Stunden warten bis man überhaupt was machen kann. So, und auch diese Gedanken sind dann irgendwie wieder, haben sich festgeveranstalt, dass man erstmal so ankommt und sagt, ach Gott sei Dank bin ich hier und alles ist gut.
Dankbarkeit, nein man, man fällt in das nächste Loch und sucht sich schon wieder das nächste Ding raus was n Problem darstellt. Dann sind wir aber ganz am Ende vom Park gestartet. Also wir haben es sinnvoll gemacht, wir sind nicht in die erste Attraktion oder wie nenn man es nennt, du weißt was ich meine.
Sind nicht in das erste Ding, was direkt als nächstes kam hineingegangen, weil dort die Schlange endlos war, sondern wir sind ganz nach hinten an den Park gegangen und haben dort gestartet und. Das letzte Mal, dass ich in diesem Park war. Es war der Movie Park. Übrigens war als Kind oder als ja junger.
Junger Jugendlicher so als zwölfjähriger Jugendlicher nennt man das so als. Ja, als Anfang pubertärender junger pubertierender Junge so. Und ich hatte schon vergessen. Was für ne Achterbahn wir uns dort ausgesucht haben. Also ich hatte keine bewusste Erfahrung mehr dazu, ich wusste nicht mehr wie genau die vom vom Faktor Spannung und Adrenalin eigentlich drauf war. Na ja, wir sind dann rein und.
Auch da kam wieder dann natürlich diese Angst von Gedanken auf so. Was ist, wenn das passiert? Was ist, wenn hier irgendwas schief läuft, so final Destination mäßig, kommt es in diesen Raum und dann wartest du da ne Stunde vorher und du hörst die ganze Zeit dieses von denen von denen von Achterbahnen das Schloss verriegelt und dann fährt es los und du hörst immer wieder das Geschrei und immer wieder diese über dein Kopf hinweg fahren und irgendwann bist du dran und irgendwann sitzt du dann in diesem Ding drin und dann steigt der Puls ausgeschüttet und.
Ängste kommen natürlich auf und dann geht es los. Und wie gesagt, ich hatte vergessen, was es in der Achterbahn war und die war Crazy man, die war also, die gleich als ersten Stimuli sich zu geben war schon eine gute Entscheidung, weil wir uns komplett aus dem negativen State damit befreit haben. Es war wie ein Reset fürs Gehirn so das war eine Neurotransmitter Überflutung an Dopamin und Endorphine und Adrenalin und das war danach einfach ein Gefühl von ich bin frei frei. Von diesen ganzen Ängsten für einen Augenblick frei von diesen ganzen negativen Empfindungen.
Und es war einfach wirklich eine Art Reset und darauf aufbauend. Nachdem wir uns damit konfrontiert haben. Verlief der ganze Tag in eine wundervolle Richtung und es wurde einfach zu einem richtig richtig schönen Erlebnis. Und dann am Ende des Tages und es ist auch ein wichtiger Punkt, als wir dann nach Hause gefahren sind am Abend und.
Voll viel erlebt hatten an dem Tag habe ich ebenfalls ins Tagebuch wieder geschrieben und hab diese Ängste, die ich am Morgen hatte reflektiert und hab darunter geschrieben. Hey, heute war der beste Tag meines Lebens. Was hat sich in dem Moment so angefühlt so und ich hatte. Mir einfach selber gezeigt. Jetzt hat sich keine einzige Angst bewahrheitet und hätte ich jetzt diese Angst zu viel glauben geschenkt, dann hätte ich nicht diese wundervolle Erfahrung heute gemacht und. Und ja, mein Gehirn hat versucht, etwas vorherzusagen. Aufgrund von Schutzmechanismen Angst eben getriggert, damit ich in einem sicheren Bereich bleibe, bloß nicht mein Leben gefährde.
In dieser, ich setz mal jetzt kein Anekdote steckt nen Großteil der heutigen Botschaft und zwar Fear the Fear and do it anyway. Es gibt auch ein gleichnamiges Buch, übrigens von diesem Satz, den ich gerade genannt habe, also die Angst fühlen, es trotzdem machen. Und du kannst. Du kannst Ängste nicht sitzend weg meditieren so das das funktioniert einfach nicht so gut, wenn du sie wirklich ich meine wenn du sie wirklich loswerden willst dann. Musst du in deinem Gehirn eine neue Erfahrung kreieren, weil diese neue Erfahrung kreiert?
Neue neuronale Bahnen und je öfter du diese neuen neuronalen Bahnen abfährst stärkst, werden sich die alten Muster nach und nach nicht unbedingt auflösen, aber sie werden nicht mehr so oft abgerufen. Und wie genau geht das? Indem man. Was für eine Angst du auch immer haben solltest, indem man sie konfrontiert, indem man die Dinge tut, die man für wichtig hält, auch wenn die Angst ein hemmt man sie, trotzdem tut. Die Dinge einfach die Erfahrung bewusst macht. Man geht also auf die Angst zu und man tut immer wieder die Dinge, die in einem dieses angstvolle Gefühl verursachen und.
Manche fahren gut damit, wenn man das in kleinen, machbaren Schritten tut und andere benötigen gleich das volle Ausmaß und geben sich dann die maximale Konfrontation, was auch immer das bei dir sein mag. Aber in jedem Fall ist so, dass erst dieses bewusste darauf zu gehen, die nötige Erfahrung erzeugt, die unserem Gehirn dann den Anlass gibt, zukünftig bessere Vorhersagen zu treffen. Denn das ist das Problem.
Bei dieser ganzen Angstgeschichte je mehr wir unseren angstvollen Gedanken und auch Emotionen glauben. Also dem Ganzen das Recht geben zu sagen, OK, heute wird was Neues passieren, ich muss mich zurückziehen, das ist nicht sicher für mich, desto mehr ziehen wir uns eben zurück und suchen Schutz und Sicherheit, Sicherheit innerhalb unserer ja Komfortzone da wo sich alles so normal und komfortabel bequem anfühlt und das mag manchmal ein sehr sehr enger abgesteckter Rahmen sein. Aber genau dieses Vermeidungsverhalten wird die Angst eben gestärkt, weil wir sie ja eben durch unser Verhalten bestätigen.
Also man muss verstehen, Angst ist niemals gegen uns gerichtet. Das ist nicht dein Feind. Die Angst verfolgt ein wichtiges Ziel, sie will dein Überleben sichern. Und innerhalb dieser Komfortzone, dort, wo du schon alles kennst, wo keine Veränderung stattfindet, wo sich alles sicher anfühlt, ist eben die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass du safe überleben wirst.
Bleiben wir aber nur in diesem Rahmen, der sicherlich, auch wenn Du der Angst immer wieder glauben schenkst, immer enger wird. Dann bestätigen wir ein dysfunktionales Muster, das heißt, wir bringen. Uns selbst bei und dem Gehirn bei, dass es besser wäre, Herausforderungen im Leben zu vermeiden und sich stattdessen zurückzuziehen, zu isolieren. Wir sagen dem Gehirn, dass genau die Art und Weise, wie wir damit klarkommen wollen, indem wir es eben nicht tun, indem wir sie die Angst nicht konfrontieren, indem wir uns eben nicht auf eine andere Art und Weise eine neue Erfahrung kreieren. Und je öfter wir das tun, desto schwieriger fällt es uns, diesen diesen sicheren Bereich, diese Komfortung zu verlassen und in die Ungewissheit der Welt
vorzustoßen. Und das Problem ist eben, dass wir dadurch nicht nur das Auflösen der Angst vermeiden, sondern auch. Das Wachstum unseres selbst blockieren. Weil mal ganz ehrlich. Wie oft konntest du in deinem Leben behaupten, dass du die wichtigste Erfahrung dort gemacht hast, wo du dich absolut sicher. Gefühlt hast.
Es ist nicht so, dass wir oftmals rückblickend irgendwie von Erfahrungen sprechen, die uns extrem geprägt haben. Ist auch so, wenn wir schon ausdrücken, diesen Satz geprägt haben, ja, wenn uns etwas prägt, dann bedeutet es automatisch, ist es was Neues, es prägt uns, weil es neu ist. Und es sind oft Erfahrungen in dem, wo eben mit diesen angstvollen Gefühlen, unsicheren, unsicher Unsicherheit verursachenden Gedanken konfrontiert werden.
Und wenn man jetzt das zusammenfassen müsste, würde man sagen. Unser Gehirn trifft andauernd oder versucht andauernd vorhersagen zu treffen. Was? Wird der nächste Moment sein, so, wir wollen die ganze Zeit oder unser gehen will die ganze Zeit den nächsten Moment vorhersagen. Allerdings sind diese Vorhersagen im Falle der Angst nicht korrekt. Wenn wir aber diesen Vorhersagen zu viel Glauben schenken, dann verpassen wir eben die Möglichkeit, sie aufzulösen und uns selbst zu finden.
Indem wir nämlich Dinge tun, auf die wir unsere Reaktion noch nicht kennen. Aber wieso kommt es überhaupt zu diesen Angstvollen vorhersagen? Ich würd sagen, in den meisten Fällen. Aufgrund von Erfahrungen, sicherlich spielen auch Persönlichkeitseigenschaften, da große Mengen mit rein. Es gibt einfach Menschen, die sind sensibler, ganz klar und es gibt Menschen, die sind extrem aufnahmefähig, auch dem ganz feine Antennen die nehmen.
Informationen ganz sensibel auf und ich würde mich eher in diese Gruppe mit einbeziehen. Und ich glaube auch, dass Menschen, die vermehrt unter Ängsten leiden, in diese Gruppe mit rein gehören, weil. Ja, Ängste sind einfach übertriebene Vorhersagen, basierend auf Erfahrungen und Informationen, weil diese Erfahrungen von ich hier spreche. Die müssen nicht einmal persönlich von dir gemacht worden sein.
Es ist offensichtlich, dass wenn du in der Vergangenheit, wenn irgendwas Dramatisches passiert ist in deinem Leben und daraus vielleicht eine Art Trauma entstanden ist, dass du dann diese Situation meiden willst oder dein Gehirn ständig Schutz sucht, indem es eben sich, den du dich isoliert und zurück ziehst. Das ist, das ist selbstverständlich, das ist klar, das ist logisch, irgendwo, oder? Aber was, wenn du nicht einmal selber ne persönliche Erfahrung gemacht hast, sondern einfach nur Informationen konsumierst, die ne Erfahrung in deinem Verstand erzeugen und die dann zu dieser angstvollen Vorhersage führen, wovon, wovon sprech ich hier also?
Du hörst beispielsweise ne Nachricht über einen Flugzeugabsturz und dann entwickelst du mehr und mehr ne Angst vor dem Fliegen. Und irgendwann fliegst du gar nicht mehr, weil das ist einfach für dich so n Thema das das möchtest du nicht mehr damit möchtest nicht mehr konfrontieren oder man kennt es in den letzten Jahren auch, man liest Berichte, man hört sehr viel, man sieht sehr viel über die Gefahren von Viren und dann entwickelt man selber ne übermäßige Sorge vor einer Ansteckung und um die eigene Gesundheit. Oder auch so n Ding ist.
Man sieht zum Beispiel Beiträge über Terroranschläge oder sowas und und dann fürchtet man sich auf einmal so veröffentlichen Plätzen und Menschenmengen. Oder man. Es ist auch so n persönliches Beispiel, was ich auch schon mal hatte, man erfährt von einer meiner schweren und auch seltenen Erkrankungen. Bekanntkreis ist nur ne Information und dann beginnt man sich selbst zu sorgen, dass man auch betroffen sein könnte, die eigene Gesundheit betroffen sein könnte. Und vielleicht kommt das ein oder andere davon bekannt vor und man könnte jetzt die Liste auch endlos lange weiterführen. Aber mir kam grad noch n Gedanke in den Kopf und zwar ist gar nicht so lange her, es war jetzt im März gewesen. Da mussten wir familiär bedingt
in die syrische Botschaft nach Berlin. So und in der syrischen Botschaft in Berlin. Man muss verstehen, Syrien seit 2011. Verteilt Kriegsgebiet ist extrem extrem instabiles Land mit eines der höchsten Korruptionsraten der Welt. Es ist einfach schwierig so und. Es sind jeder, jeder hat es mitbekommen, sehr viele. Sehr viele Menschen aus dem Land geflüchtet und entsprechend chaotisch geht es in dieser Botschaft so, weil es die einzige Botschaft ist, in Deutschland eben. Und viele Menschen aus ganz Deutschland eben zu dieser Botschaft hingehen und es dementsprechend voll dort und die Leute stehen schon sehr früh dort an, um überhaupt. Deren Dinge bearbeiten zu können. Und es ist, es ist chaotisch, es
ist dort chaotisch und es ist einfach, als wärst du wirklich du bist auf deutschem Boden irgendwo also. Wenn wir von Ländergrenzen sprechen, aber du befindest dich in dem Moment, wenn du diese Botschaft bist, einfach nicht mehr in Deutschland so, und. Als ich dann da drin saß, als wir da drin saßen als Familie. Du musst dir wirklich die Atmosphäre chaotisch vorstellen. Ja, es gibt da keine, es gibt da keine Nummer, die du ziehst. Es gibt zwar Nummern, aber die haben gar keine Bedeutung, weil jeder macht dort, was er will, gefühlt und auch die Leute am Schalter machen dort was sie wollen, also es ist völlige Willkür, ob du dort jetzt abgewiesen wirst, ob du da vielleicht ein bisschen mehr
Geld bezahlen musst, als du geplant hattest oder oder oder. Es herrscht also in diesem Raum und es war kein großer Raum, du kannst dir den vorstellen, so 40 Stühle so in so einer Anordnung an der Wand und in der Mitte nochmal. Und voll der Raum voll. Du hast Kinder hier und da kreischen, du hast sehr viel. Sehr viele Gespräche, sehr viel Laute. Ja.
Eine eine Dynamik einfach, die an und für sich schon nicht angenehm ist. So. Und ich sitz dann da. Und dann kam mir ein Gedanke. Was wäre, wenn jetzt hier gleich ein Terroranschlag passiert? Dieser Gedanke kam einfach und den habe ich nicht bewusst kreiert. Der war einfach da. Die Angst kam als nächstes. Und dann ging es los.
Weißt du, das ist wieder so n Ding. Man könnte jetzt sagen, ja, Jonas und ich das ich möchte es auch noch mal hier an alle, an alle Menschen richten, die sich selber mit Ängsten sehr viel auseinandersetzen müssen, zwangsläufig und keine Wahl haben. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Ich möchte dir auch nicht das Gefühl geben, dass das so, du musst sie nur konfrontieren und dann löst sie sich auf.
So einfach ist das nicht. Ich verstehe schon das Problem beziehungsweise kann ich es nachvollziehen und selber auch oft erlebt. Aber so in diesem Moment war einfach diese, dieser angstvolle Gedanke da, und der hat dann zu einer körperlichen Reaktion geführt. Auf einmal merk ich, mein Herzschlag geht schneller los und ja, der sympathisch des sympathischen Teil meines Nervensystem aktiviert sich einfach, ich, ich will flüchten, ich will ja, ich will hier raus so ich hab gemerkt es wird total beklemmend und. Dann ist wieder dieser, dieser Gedanke von wegen was, wenn das jetzt stimmt, weil wenn es irgendwo, gerade weil eben Syrien ist, extrem instabiles Land regierungstechnisch schwierig, sehr viele Menschen,
die dort in diesem dieser Botschaft sind, sind nicht Freunde der Regierung, sondern Menschen, die flüchten müssen aufgrund der Regierung und so weiter wenn es irgendwo ein Ziel geben würde in Deutschland, dann wohl hier, oder? Und. Dann dann ging das weiter so und. Ich muss jetzt aber auch sagen, Dank dieser letzten Jahre und dieser ganzen.
Dieser ganzen Übung an Achtsamkeitstechniken und des Bewusstbleibens und. Der Meditation. Konnte ich es einfach wahrnehmen und hab nicht reagiert? Ich hab einfach gesagt alles ist gut und ich hab durch die Atmung diese sympathische Antwort, also man sagt sympathisch, es ist dass dass die Stressantwort des Nervensystems diese Antwort des Nervens selbst wieder über die Atmung versucht zu regulieren, indem man langsam gleichmäßig ein und ausatmet.
Und vor allem die Ausatmung ist hier entscheidende, langsame Tiefausatmung und dadurch aktiviert man wieder den den parasympathischen Teil des Nervensystems, also der Teil, der so für die Regeneration und Verdauung und so weiter verantwortlich ist und. Es ist so, dass Angst und Entspannung nicht parallel vorhanden sein können.
Also sie können nicht gleichzeitig vorhanden sein. Du kannst entweder dich ängstlich und gestresst fühlen oder aber entspannt, beides geht nicht. Das heißt, wenn du dich in so einer Situation befindest und es schaffst, dich in solcher Situation bewusst so runter zu regulieren, und ich sag nicht, dass das einfach ist, und ich bin der Meinung, es erfordert Übung und ich bin auch der Meinung, es kann jeder erlernen. Dann kannst du in diesen Momenten diese Reaktion deines Nervensystems bewusst runterfahren und dann verändern sich auch daraufhin wieder Gedanken und Long Story short. Ich sitze heute hier und ich spreche das rein, also es ist alles gut gegangen und es gab es gab keinen Anschlag, so in der Vergangenheit wäre ich Safe aus
diesem Ding rausgegangen, ich hätte einfach keine Wahl gehabt, aber je mehr man halt lernt, sich auch bewusst mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen, je mehr man lernt sein sein Nervensystem zu regulieren über die Atmung. Desto größer wird auch die die Wahlfreiheit. Sag ich mal, dass du nicht nur diesen Gedanken glauben schenken musst und. Ja, zurück zur eigentlichen Sache, nämlich die Information und die Erfahrung.
Wir leben heute einfach in einer Welt, in der wir ne Mass massive Flut an Informationen konsumieren können und das ist einerseits nen Segen, weil ich mein wir können uns über jedes Thema jetzt informieren. So das gibt keine Grenzen mehr. Ich mein, dass du diesen Podcast hören kannst, dass ich diese Sachen hier einspreche und mich mit denen beschäftige, das ist einfach aufgrund dieser wundervollen Möglichkeit, dass wir uns diese ganzen Informationen heute beschaffen können, kostenlos in einer sehr hohen Qualität.
Aber auf der anderen Seite ist es eben auch n Fluch, weil wir erfahren Dinge, die wir vielleicht nicht erfahren wollen, die dann wiederum in uns Dinge triggern oder ne Erfahrung erzeugen und das Gehirn quasi vorwarnen nach dem Motto, Hey, pass auf, das ist ne Situation die gefährlich sein könnte für dich. Und all diese genannten Beispiele, die ich jetzt hatte mit dem Flugzeugabsturz oder mit diesem Terroranschlag oder schwere Erkrankungen es die, die haben etwas gemeinsam. Also erstens zeigt es uns, wie sehr uns auch Informationen oder wie sehr Informationen aus Ängste triggern können, aber vor allem auch ist diese Unkontrolliertheit ein wichtiger Aspekt, diese unkontrollierter, das scheint etwas ganz, ganz Schlimmes zu sein für uns, wenn
wir uns in einer Situation befinden, wo wir das Gefühl haben, keine Kontrolle mehr zu besitzen und. Das sind eben genau diese Momente, wenn du da sitzt und ich weiß, das könnte passieren, oder wenn du eben am morgen diesen Tag geplant hattest und eigentlich du Freude empfinden solltest als normale Reaktion, wie ein Kind, das sich einfach freut. Einfach Freud auf den Tag, aber deine deine Reaktion ist nicht mehr die Vorfreude, sondern die, die die Angst. Einfach weil du keine Erwartung mehr machen möchtest, einfach diese Reaktion des Gehirns ist nicht mehr. Ich freue mich auf den Tag, sondern was könnte Schlimmes passieren?
Also das ist schon einfach so ein Teil dieser traumatischen Reaktion des Gehirns, das über die Erfahrung durch Information gelernt hat, anders auf diese Umwelt zu reagieren. Und. Obwohl das Eintreffen all dieser Dinge, die ich da genannt hatte, extremst unwahrscheinlich ist, scheint die Gefahr sich aber in dem Moment real anzuführen, extrem real anzuführen und. Ja, wie auch immer, unser Gehirn ist einfach darauf programmiert, potenzielle Bedrohung zu erkennen und dann in Form von Gedanken und Emotionen darauf zu reagieren, um letztlich über unsere Handlung, unser Überleben zu sichern. Und.
Wir alle leiden mehr oder weniger unter unter verschiedenen gedanklichen Fehleinschätzungen oder man nennt es in der Wissenschaft kognitive Verzerrungen. Bias ist so, und eines davon ist das Katastropisieren, das kennst du sicherlich, wenn du einfach dazu neigst, das Schlimmste anzunehmen und dass man. Auch negative Ereignisse extrem überbewertet oder diese schwarz weiß denken, dass man oft extrem generalisiert. Man sieht eine Situation nun extrem Kategorien ohne die Zwischenstufen zu sehen und auch dieses emotionale Denken, dass man sich jetzt im Moment komisch fühlt und meint, dieses Gefühl ist eine Spiegelung der Realität, das heißt, ich fühl mich so und das heißt, irgendwas muss jetzt auch passieren oder irgendwas stimmt gerade nicht.
Und ich erzähl all das, damit man sich dessen bewusst werden kann und dieses Voreingenommene denken, diese ganzen Denkmuster mal wahrnehmend und wahrnimmt und reflektiert, weil diese Art von Urteilsfehler tragen erheblich zur Entstehung. Und Verstärkung und Angst bei, weil sie die Wahrnehmung unserer Welt komplett verzerren. Und wie kann man es besser machen? Indem man.
Indem man seine Gedanken hinterfragt, indem man lernt, seine Gedanken zu hinterfragt und und sich bewusst auch damit auseinandersetzt. Zum Beispiel, indem man sie einfach mal nur aufschreibt, ohne weiter darauf einzugehen. Einfach nur aufschreiben, Stichpunkteartig, kurz. Knapp, einfach nur drauf los, Let's Go.
Und das macht man dann und dann hört man auf diesen Gedanken glauben zu schenken, aber das ist n Learning, wie hört man damit auf, indem man durch die Erfahrung checkt, dass diese Gedanken nicht der Wahrheit entsprechen. Und dafür ist ein wichtiger Schritt notwendig, und zwar indem man gezielt in die Handlung übergeht, indem man nicht paralysiert auf der Couch sitzt und sich fragt, soll ich, soll ich nicht so, sondern einfach lets go.
Let the Energy Flow lass sie nicht in dir hoch und absteigen und blockiert sein, sondern geh in eine Richtung. Konfrontiere das und er kreiere dadurch ne neue Erfahrung und es macht auch Sinn sich bewusst auch Sachen rauszusuchen, wo man auf der einen Seite weiß, hey das wird mir super viel weiterhelfen oder das interessiert mich persönlich, ich würd diese Erfahrung gerne machen, aber auf der anderen Seite fürchtet man sich auch davor, zum Beispiel wenn du sagst. Ich will mal auf einer Bühne irgendwas machen. Ich will mal, ich will mal vor Leuten sprechen. OK, da draußen gibt es genug Möglichkeiten, das zu tun und dann könntest du dich bei dem nächsten Event irgendwie anmelden, sei es nen Poetry Slam
oder sei es nen Speaker event wo du sagst du kannst als. Beginne, hatte ich mal ausprobieren diesen speaking Bereich. Es ist nur ein Beispiel, weil es persönliche Erfahrung hat hier in dem Moment. Und dann macht man das und du wirst merken, hey, ich stehe hier oben und ja, ich bin fucking nervös und ja, meine Knie sind mega weich und ja, ich hab davor schon gefühlt 10 Minuten hyperventiliert, aber ich steh hier oben und ich lebe.
Und irgendwie krieg ich es hin und danach kommt dieses, dieser, dieser Moment, wo du merkst, krass, es ist alles gut gegangen. Also. Dieser gesamte Angst Vorhersagemechanismus, der unserer evolutionären Vergangenheit megawichtig, als unsere Welt noch nicht von negativen Schlagzeilen und der Masse an Informationen überschwemmt wurde.
Und als unsere Vorfahren eben wirklich noch mit. Echten unmittelbaren Gefahren konfrontiert waren aber dieser selbe Mechanismus, eingebettet in diese moderne Umgebung, ist heute einfach für viele Menschen übertrieben und führt eben dazu, dass wir. Auf sehr unwahrscheinlich. Bedrohungen mit sehr realer, intensiver Angst reagieren und die einen von uns reagieren sehr sensibel und andere weniger.
Und wenn du zu diesen Menschen gehörst, die sehr sensibel reagieren und sehr intensiv auf negative Informationen reagieren. Dann solltest du das anerkennen und akzeptieren und einfach mal weniger von dem ganzen Schritt konsumieren. Also man muss auch sagen, in der heutigen Zeit ist lauern kaum noch diese unmittelbaren Gefahren. Es ist, es ist sehr unwahrscheinlich, dass du jetzt in 5 Minuten von einem Bern attackiert wirst oder plötzlich. Einem Säbelzahntiger gegenüberstehst ich liebe es ja, das Beispiel überall wo du dich informierst über Angst oder so kommt jeder mit diesem Säbelzahntiger. Beispiel, dass Angst die evolutionäre Reaktion darauf war, wenn unsere, wenn die Höhlenmenschen von einem Säbelzahntiger standen und dann
Flight angesprungen Rennen musste oder oder kämpfen musste whatever. Aber was heute wirklich anders ist, und das ist eben das Ding, diese unkontrollierbaren Gefahren breiten sich extrem aus. Wir hören ständig jetzt etwas von Klimakrise oder auch chemische Umweltbelastung. Oder? Ja, Pandemie, also so Sachen, die es mit diesen Größenausmaß haben, wo du als Individuum ja irgendwie das Gefühl hast, ich hab ja gar keinen Einfluss darauf und das ist so für uns und dafür, unser Gehirn und das darauf programmiert ist, unser Überleben zu sichern. Worst case Szenario, weil wir wollen eben dieses Gefühl von Kontrolle haben, das ist das A und O und. Zudem kommt eben on top, dass wir eben uns immer mehr Stress suchen, auch aussetzen, die
diesen Vorhersagemechanismus auf Steroide setzen und dann noch mehr in Richtung Schutzsuche Längen. Was mein ich damit? Ich meine mit Stress, den wir verursachen, zum Beispiel, dass wir ständig erreichbar sein müssen oder uns selber das antun, ständig erreichbar sein zu müssen durch zum Beispiel Smartphones, die immer in Handgriffbarer Nähe sind und dass wir ständig irgendwelchen Menschen antworten müssen, und wenn wir das nicht tun, dass Druck in uns auslöst und wir glauben, wir müssen den Menschen jetzt antworten, weil die haben ja Erwartungen an uns, und wir wollen die auch nicht hängen lassen, und das ist Stress.
Und ich empfehle dir einfach mal dein Handy auszuschalten. Ich schwör s dir so man man will irgendwelche wunderbaren Tipps und irgendwie das Rad neu erfunden bekommen, war Bullshit. Weniger, mehr, weniger ist mehr. Das ist sowas, das könnte man sich wirklich. Auf den Arm tätowieren weniger ist mehr, immer. Und.
Wenn wir halt ständig rein. Also die Information reinballern so, unser Gehirn ist überfordert. Das ist wie wenn du den ganzen Tag Kacke isst, also Fast Food zum Beispiel isst und und hoffst, dass du dich danach leicht und und unbeschwert fühlst und dann vielleicht noch ne Runde joggen gehst. Nein, das wirst du nicht tun, du wirst dich. Schwer und antriebslos fühlen und das gleiche System zu übertragen ist ebenso mit Informationen. Wenn wir uns die ganze Zeit reinschieben, reinschieben und gar keine Räume mehr schaffen, indem wir mal Langeweile ausgesetzt sind, indem wir mal Leere haben, indem wir mal nichts konsumieren oder produktiv umsetzen oder lesen oder hören oder schauen oder
einfach mal randomy reizarme Umgebung Realität wahrnehmen und akzeptieren und geduldig aushalten. Dann wird die Verdauung eben nicht so überflutet sein. Und auch die sozialen Medien, zum Beispiel, ich lieb es oder das Thema Nummer 1 in diesem Podcast, konfrontieren uns immer wieder mit dem scheinbar perfekten Leben und.
Ich kann es nicht oft genug sagen, es ist Bullshit, es löst Selbstzweifel aus, es triggert diese Formo. Ich sag nicht, dass alles schlecht ist. Sicherlich gibt es Dinge, die dich inspirieren. Sicherlich gibt es unglaublich gute Informationen, aber unterm Strich ist es einfach eine. Überidealisierte Darstellung des Lebens extrem einseitig extrem. Druck auslösend und eben aufgrund der Werte dieser Kultur organisiert, nämlich Schönheit, Status, Besitz, macht. All diese Dinge werden gepusht und geliked und hochgradig gefiltert dargestellt.
Und deswegen möchte ich auch hier noch mal betonen. Du kannst das wissen jetzt besitzen und weiter. OK, das stimmt ja, ich ich muss da jetzt n bisschen drauf achten und dann wenn du es weiter konsumierst wird sich nichts ändern. Du wirst immer noch in dieselben Mechanismen verfallen, du wirst wieder diesen Druck spüren.
Ah ich mach nicht genug ich ich hol nicht genug raus aus meinem Leben ich ich muss mehr machen und ich hab all diese Möglichkeiten, ich muss sie alle ausnutzen und das ist Druck, das ist Stress und auch diese Produktivitätssucht und dieser Leistungsdruck in der modernen Kultur einfach mal. Einfach mal nicht damit klarzukommen, dass man nichts tut. Warum muss man immer ständig was leisten, was liefern? Und ja, wir leben sicherer als jemals zuvor und statistisch gesehen längerer als jemals zuvor. Aber auch statistisch gesehen unglücklicher als jemals zuvor und gestresster.
Und chronischer Stress. Ja, das ist das ist das, wovon ich hier spreche, diese ständige innere Anspannung, das ist der Nährboden für alle möglichen Ängste, weil ne Regel, die man sich merken kann, ist mehr Stress für zu mehr negativen Gedanken, was wiederum zu mehr impulsiven Handlungen führt und diese impulsiven Handlungen führen wiederum zu mehr Stress.
Aber umgekehrt, und das möchte ich jetzt ja sagen, hier ist die Lösung, ist es ebenso wahr. Mehr Entspannung führt zu mehr Ruhe und Klarheit im Denken und das wiederum führt zu mehr Freiheit im Handeln, das heißt, man handelt bewusster und wenn man bewusster handelt, führt man wieder das ganze Rad von Neuem an, man löst mehr Entspannung aus.
Die Frage sollte das vielleicht nicht sein. Wie werde ich n Stress los? Ich mein das ist ne berechtigte Frage und die kann man auch stellen, aber vielleicht sollte man sich auch fragen wie kann ich lernen mich zu entspannen, ganz simpel wie kann ich lernen meine Emotionen zu regulieren, wie kann ich lernen mich bewusst in verschiedenen Situationen die gewisse Gedanken mit Triggern runterzufahren und bewusst zu bleiben und hier zu bleiben und nicht in den nächsten Gedanken zu gehen und sofort dieses Verhalten zu aktivieren, was dieser Gedanke in mir auslöst. Und ja.
I know, ich weiß es nicht immer einfach, ist aber ja, ich weiß auch, dass man es lernen kann, wenn man es lernen will und. Wir haben die Sprache gelernt, wir haben Mathematik gelernt, wir haben unzählige Dinge in unserem Leben gelernt, die wunderbar sind. Du kannst wahrscheinlich irgendwas mega gut, so sei es n Gericht kochen oder gut Menschen zuhören oder unglaublich gut reden, oder?
Fußballspielen oder irgendeine andere Sportart beherrschen oder Malen oder zeichnen irgendwas. Du wirst Safe etwas gut können und nicht nur, dass du vielleicht ne Veranlagung dafür hast, sondern du hast diesem Verhalten auch einfach sehr viel Energie und Aufmerksamkeit geschenkt. Und was wäre wenn du. Diesem, dieser Entspannungstechnik, dieser Kunst, sich in verschiedenen Lebenslagen bewusst zu entspannen.
Wenn du dieser Sache auch Energie und Aufwand schenken würdest und du das lernst, glaubst du nicht, dass du in paar Monaten in der Lage wärst, immer besser und immer bewusster dich zu regulieren, dich anzupassen, zu adaptieren, dein Nervensystem runter zu regulieren? Auf Kurs wirst du und du wirst es lernen können, wenn du es willst. Und bewusst ist entspannen ist dasselbe wie loslassen. Du lässt los, indem du dich entspannst. Das ist ganz einfach, du kannst ja nichts festhalten, was du nicht festhältst unter Anspannung, in dem Moment, wenn du.
Dich einfach. Immer wieder entspannt. In dem Moment lässt du auch los. Und das die höchste spirituelle Technik, die man erlernen kann und aus diesem Grund praktizieren Menschen Yoga. Aus diesem Grund meditieren Menschen stundenlang. Nicht nur, um zu dieser Erleuchtung zu gelangen und dieses Einheitsbewusstsein zu erfahren. Nein, nein, nein, sondern ganz simpel ausgedrückt, um den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden, um sich zu entspannen und zu lernen, wie man in sich inmitten jeglichen Struggles in sich selbst hineinlehnen kann. Gerrit.
Du hast diesen Satz schon aufgehört, dieser Satz, der da lautet, du kannst nicht kontrollieren, was dir widerfährt, aber du hast immer eine Wahl darüber, wie du darauf reagierst. Hast du schon gehört? Ich weiß, hab ich oft gesagt. Aber ehrlich gesagt haben wir nicht immer die Wahl, solange wir nicht bewusst entspannt.
Sind oder uns bewusst entspannen können, denn unter Spannung, ja unter Nervosität unter. Ist unser System in einem. Energiesparenden Automatismus gefangen. Auf neuronaler Ebene, die die Armee da zum Beispiel also der Teil des Gehirns, der viel für die emotionale Verarbeitung und die Reaktion auf Bedrohung verantwortlich ist, feuert unter Stress einfach vermehrt und der präfortale Cortex auch auch ein wichtiger Teil, nämlich der Teil, der für bewusstes Denken, planen und auch Entscheidungen verantwortlich ist, der wird bei Stress in seiner Aktivierung gehemmt.
Und wenn das der Fall ist, dann werden Muster abgerufen, die bereits vorhanden sind. Muster, die, die schon da sind und wie du weißt, sind diese Muster meist nicht die besten Reaktionen, sondern oft nur die einfachsten und Ungesundesten zum Beispiel. Greifst du zum zum Snack oder rauchst, wenn du gestresst bist oder du konsumierst Gras, um dich zu beruhigen, anstatt dir Zeit zu nehmen und ne gesunde Entscheidung zu treffen oder du du brichst deine Wut aus, auf einmal deine Zündschnur reißt? Du fühlst dich gereizt und du sagst etwas, was du hinterher bereust.
Oder andere oder andere Menschen tun sich dann emotional abschotten und Mauern oder bauen Mauern um sich herum auf. Und in all diesen Momenten, die haben alle etwas gemeinsam. Und zwar, man reagiert nicht bewusst, das macht man nicht, wenn man das machen will. Das ist kein freier Wille, sondern das ist einfach nur. Ein Schutz, eine unbewusste Reaktion, die nach gewohnten Mustern abläuft, die man in der Vergangenheit gelernt hat, um in solchen Momenten klarzukommen, das ist die schnellstmögliche Lösung, die dein Gehirn.
Gerade präsentiert. Und je öfter du in diesen streßreichen angespannten, negativ wahrgenommenen Phasen existierst, desto öfter wirst du halt diese Muster abrufen. Und das Problem ist dabei, je öfter du sie abrufst, desto stärker, während sie gespeichert und das nennt man dann Gewohnheit. Und Gewohnheit wird zum Schicksal. Aber du hast ne Wahl.
Trust me, du hast ne Wahl. Und. Und weil ich es oft über Angst und über Stress vor allem viel geredet hab. Man muss auch verstehen, Angst und Stress sind sehr, sehr eng miteinander verbunden, ich würd sagen, es ist fast das gleiche, es gibt nur nen. Kognitiven Unterschied, das heißt? Angst ist die gedankliche Interpretation von Stress.
Also wir können, wir können Stress oft nicht vermeiden und ich sag das auch aus einer Haltung heraus. Die letzten 7 Monate, die waren nicht easy. Das Aufziehen und großziehen eines Babys mit allem was dazugehört, das löst so viel Stress aus, das löst Stress aus zwischen den Partons löst Stress aus dem eigenen Körper, wenn das Baby schreit, das ist ne Reaktion in deinem Körper, die kannst du nicht abstellen wenn dein eigenes Baby schreit, dann passiert da was in deiner Biologie was du nicht steuern kannst. Du der Stress ist da und du musst jetzt reagieren, so fühlt sich das an und das kannst du nicht einfach nur wegatmen oder wegmeditieren.
Ich will damit sagen. Ich will das hier nicht dieses dieses Thema Entspannung zu einer zu dieser Leitmaxime erheben und von dir erwarten, dass du in jedem Moment deines Lebens absolut entspannt sein solltest. Das bin ich auch nicht. Niemand ist es. Und ich will einfach sagen, wir können Stress auch oft nicht vermeiden. Aber wir können zumindest entscheiden, wie wir ihn interpretieren wollen.
Das ist die Kunst. Und Dinge wie zum Beispiel Meditation, Dinge wie zum Beispiel Breathwork oder Yoga oder für mich auch Krafttraining, das bewusste Ansteuern der Muskulatur, das bewusste Anspannen und dadurch entspannen des Körpers, das nennen wir alles Entspannungstechniken, weil sie uns dabei helfen, diese.
Parasympathischen Nervensystem willentlich zu aktivieren und bewusst herunter zu regulieren. Und auch wenn wir über Gehirnwellen zum Beispiel sprechen, weiß man, dass es gibt gewisse Gehirnwellen wie zum Beispiel Beta und Gammawellen. Das sind so hochfrequente Wellen, wenn wir in diesem stressreichen Zustand sind, dann dann ist unser ist unser Gehirn, wenn du da NEKGEEG anschließen würdest, würdest du einfach extrem frequente hochfrequente Wellen sehen.
Also du siehst einfach extrem viel elektrische Ladung, es feuert extrem viel im Gehirn, wenn du hingegen lernst zu entspannen, dann siehst du auch im EEG nachweislich, dass deine Gehirnwellen ruhiger werden. Das heißt, es ist weniger elektrische Aktivität im Gehirn. Weniger unter Spannung stehen.
Das kann man lernen und es ist wichtig, dass man es lernt. Das möchte ich auch sagen. Und wenn du in einer Phase bist, in der du sehr viel Stress erfährst. Und es gibt immer wieder Phasen im Leben, in denen das so ist. Dann sei einfach auch geduldig mit dir, sei dein eigener bester Freund oder deine eigene beste Freundin, die einfach dich n bisschen mehr respektiert und in Arm nimmt und sagt, Hey, es ist alles gut. Wir kriegen das Hin und du wirst durch diese Phase gehen und du wirst daraus neues lernen.
Und Nein, das ist nicht gerade angenehm, aber wir werden es schaffen und wir werden daraus wachsen. Punkt. Und ich weiß, es ist nicht einfach und ich bitte dich darum, es geht hier nicht um Einfachheit, es geht hier nicht um das simple Leben, indem du morgen aufstehst und dann ist alles super und du freust dich an der Welt und deine Gedanken werden auf einmal ganz ruhig und klar sein und ich wünschte dir das von ganzem Herzen, aber ich weiß, die Realität ist oft eine andere.
Ich weiß, die Realität ist. Du stehst morgens auf, du fühlst dich müde, du hast vielleicht keinen Bock, deine Gedanken feuern in eine extreme Richtung in du sagst dir nicht noch so einen Tag und so weiter und so weiter i know all the Shit. Aber du hast eine Wahl. Ich glaub fest daran, dass du eine Wahl hast. Und je öfter wir Dinge üben, die unser Nervensystem auf ne gesunde Weise regulieren, das heißt, indem wir bewusst Dinge tun, in denen wir uns unsicher fühlen oder bewusst Dinge tun, in denen wir lernen, uns bewusst zu entspannen, Meditation, Yoga, Kraftsport oder was auch immer für dich. Das Ding ist, du musst nicht meditieren. Meditation ist ein großer Begriff, der wurde sehr krass. Ja, ich würde mal sagen, durch
sehr viele spirituell esoterische Muster gezogen. Im Grunde genommen steckt dahinter einfach nur die Fähigkeit, sich in dem gegenwärtigen Augenblick zu verlieren, nicht nachzudenken, sondern zu sein. Und wenn das für dich mal ist, wunderbar, wenn es für dich kochen ist. Wunderbar, wenn es für dich spielen mit dem Hund ist. Wunderbar, finde Aktivitäten, in denen du einen Moment lang nicht über deine Probleme, nicht über den nächsten Moment, nicht über irgendwelche Dinge nachdenken musst. I Love it.
Ich hatte gerade voll den Film hier gefahren. Wir trainieren bei all diesen Dingen unser Gehirn und wir formen dabei aktiv neue neuronale Strukturen. Und egal wie abgefagt manche Dinge sich jetzt anführen mögen, egal wie abgefuckter du jetzt über gewisse Dinge denken magst, das sind alles keine absoluten Dinge.
Das heißt, das ist nicht absolut für immer so. Du kannst was ändern und es wird sich auch immer wieder ändern. Und. Wenn du dich lernst, entspannen. Dann wirst du auch bewusst die Aktivität in deiner Amygdala herunterfahren. Das heißt, du wirst aktiv den präfrontalen Kortex. Aktivieren. Ich will nur sagen bewusst aktivieren.
So ist es vielleicht besser gesagt und das heißt du kannst dir die Kontrolle übernehmen, du bist wieder da, du bist wieder steuerungsfähig, wenn du dich im Stress verlierst. Und man weiß heute übrigens auch, dass es jetzt nur so am Rande noch hinzugefügt, der präferrale Cortex und die Amygdala. Das ist wieso ne Art Gegenspielerprinzip, also wie deine Atmung auch hier wieder.
Wenn du einatmest kannst du nicht ausatmen gleichzeitig, es geht entweder das ein oder das andere und man weiß heute, dass. Vielleicht nicht ganz so extrem. Das ist jetzt überspitzt dargestellt, aber der präfrontale Kortex und die Amygdala, die können nicht zur selben Zeit vorher, sondern entweder ist das eine System aktiver oder das andere System aktiver und das bedeutet, wenn du zum Beispiel durch bewusste Konzentration auf die Atmung lernst, einen präfrontalen Kortex aktivieren, wird automatisch die Antwort deiner Amygdala reduziert und du wirst dich im Moment mehr entspannen können, Tadaaa. Ja, man und ich.
Ich bin an dieser Stelle. Fast schon am Ende. Es gibt sicherlich noch ganz viele Dinge, die ich sagen wollen würde, aber was ich dir sagen will ist. Bleib wirklich geduldig und. Und geh raus, geh raus in die Welt, Ohnmacht, Dinge. Vor denen du dich fürchtest. Ich mein jetzt nicht irgendwelche Dinge, die dein Leben gefährden. Ich mein Dinge einfach gehen, irgendeinen. Gehen irgend ne Abendveranstaltung die du im Internet gesehen hast und geh dort rein und du kennst niemanden, dann sprech einfach jemanden an und mach einfach mal Sachen die komplett neu sind, komplett weird sind. Ich hatte ja damals in diesem Gespräch mir über Burnout mit Robin gesprochen und der hat mir gesagt, dass für ihn diese neue Sache war, einfach mal
rauszugehen und mit einer Jogginghose einkaufen zu gehen, das hatte seine Therapeutin ihm empfohlen. Einfach mal bewusst, weil er diese Angst hatte, wie er von anderen wahrgenommen wird, bewusst Dinge zu tun, die das Triggern und dann zu lernen in diesen Momenten zu checken. Hey, es ist nicht so wild, weil das musst du deinem Gehirn sagen, es darf nicht sein, dass diese Angstmechanismus dein Leben vereinnahmt. Sondern du bist hier am Steuer, du hast die Wahl, du entscheidest, was abgeht.
Go for it. Go for it, bleib präsent, geh auf die Angst zu, sei mutig, du kannst das. Und dann handle bewusst. Und nein, es ist nicht einfach, es ist das Schwierigste überhaupt, es ist das Schwierigste überhaupt, warum, weil es sich so anfühlt, als würdest du ums Überleben ringen, Mann, ich weiß es doch, ich weiß auch, wie es sich anfühlt und noch was kommt mir gerade in den Sinn. Cannabiskonsumer.
Ich hab damals, wo ich diesen Tag geschrieben habe, mit dem Freizeitparkausflug. Auch zu der Zeit vermehrt Gras konsumiert. Also jeden Abend ein geraucht und es gibt auch hier Zusammenhänge. Ganz sicher, ich bin jetzt schon mittlerweile fast seit 2 Jahren habe ich keinen mehr geraucht und ich kann dir versichern, dass zwischen Cannabiskonsum und Ängsten ein sehr starker Zusammenhang besteht und auch hier geht es wieder um vielleicht ein paar Euro wissenschaftliche Aspekte, aber im Kern. Wenn du viel Gras rauchst und wenn du sehr viel unter Ängsten leidest, dann würde ich dir empfehlen. Stop Smoking Cannabis.
Just say ist nur ne Empfehlung und Meditation hilft. Meditation hilft in jedem Fall, weil man lernt, seine Aufmerksamkeit auf den Moment hier auszurichten. Du kannst nicht nicht im Moment sein, du bist zu jedem Zeitpunkt deines Lebens im Moment, es gibt keinen anderen Moment außer diesem Moment. Das, was wir meinen, ist, wir verlieren uns in diesen Gedanken, die uns aus dem Moment von der Aufmerksamkeit herausziehen und was wir lernen müssen, ist, unsere Aufmerksamkeit wieder auf diesen Moment hier auszurichten. Weil wenn wir das nicht machen, und das ist auch ne entscheidende, die wir treffen können, dann verlieren wir uns andauernd und am Ende des Lebens sagen wir uns, wo waren wir denn die ganze Zeit nicht hier, nicht
jetzt nicht da, nicht präsent, aber irgendwo in Gedanken, die uns suggeriert haben, es sei irgendwas Wichtigeres in der Zukunft zu tun, wir müssen noch was erledigen, noch was schaffen, noch was, noch was kreieren, irgendein Ergebnis produzieren, irgendeine Leistung liefern, damit wir uns die Erlaubnis geben können, jetzt mit unserem Leben und den Lebensumständen zufrieden zu sein.
Überraschung. Der Tag wird nie kommen, außer du entscheidest jetzt so, dass jetzt im Moment ist der Moment, der gekommen ist, wo du sagst, warte mal, es wird vielleicht nie. Mehr und besser oder anders man, jetzt hab ich die Wahl zu sagen, das ist der Moment und das ist der Moment und er wird immer da sein und du hast die Möglichkeit, dich auf diesen Moment zu beziehen und in diesem Fall ist Meditation nichts anderes als.
Eine Möglichkeit, eine Kunst zu sagen. Ich bin jetzt hier und ich richte meine Aufmerksamkeit auf alles, was leben mir jetzt schenkt. Und Journaling natürlich. All das hätte ich nie so reflektieren können und nie so wahrnehmen können. Hätte ich das nicht aufgeschrieben und ich bin jetzt gerade auch wieder aktuell ne in einer Phase, wo sehr viele Dinge am Start sind, wo man sagen wird, Hey, der Stress ist vermehrt da und es hilft mir gerade unheimlich, immer wieder über den Tag verteilt einfach dieses Journal aufzuschlagen und dann 23 Zeilen reinzuschreiben, wie fühle ich mich gerade, was geht gerade gedanklich ab, ist was Gutes, war schlecht, was geht ab und das einfach mal zu machen und dann am Ende des
Tages einmal reinzuschauen, zu gucken, ach so, und das waren so meine Ex, das waren meine Gedanken und das hat sich nicht bewahrheitet und das ist auch eine Erfahrung die du kreierst. Und geh raus, spazieren, verändere deine Umgebung den Umgebungskontext, gib deinem Gehirn ein bisschen erfrischendes Zeug. Der Wald hilft ebenfalls und ja, konnte mir keine Nachrichten, ich mein es ernst.
Konsumier einfach keine Nachrichten, wenn du extrem sensibel darauf reagierst, weil niemanden ist geholfen, wenn du dein persönliches Leid noch zum Bericht erstatteten Leid Hinzufügst. Den Menschen, die davon betroffen sind, ist nicht geholfen, dir ist nicht geholfen, es geht einfach nur um Klickzahlen und Aufmerksamkeit, die missbraucht wird für profitable Dinge und deswegen sage ich dir. Nutze eine Aufmerksamkeit, konsumiere Stuff, der dir gut tut, der dir positive Gedanken gibt, der dir Mut macht, der dir Hoffnung schenkt und das möchtest du in deinem Kopf haben und nicht diesen ständigen Hoffnungslosigkeitsschrei und dieses Kontrollverlustgefühl und dieses Chaos. Also.
Live your life. Mit ganz viel Liebe. Ich sag Dankeschön fürs Zuhören und wenn du Anregungen hast, Feedback hast, schreib mir gerne, du findest alle wichtigen Informationen in Shownotes, gib den Podcast ne Bewertung, Check das Buch ab, wenn du es noch nicht gelesen haben solltest, Check Instagram ab, wenn du in Kontakt mit mir kommen möchtest oder auch Content willst, der dich runterhaut stabilisiert anstatt motiviert und in diesem Sinne sage ich, ich wünsche dir wundervolle 2 Wochen bis wir uns wieder hören bis dahin mach's gut ciao. Ciao.