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KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 88

#88 | Die Kunst des guten Lebens.

Sonntag, 1. September 2024 · 58 min

MP3

Shownotes

(EP88) Wie man die Realität (wirklich) akzeptiert.
In dieser Folge reflektiere ich über meine Erfahrungen in einem 10-tägigen Vipassana-Kurs und die Einsichten, die mich während dieser Zeit begleiteten. Vipassana ist eine Meditationstechnik, die sinngemäß „die Realität so sehen, wie sie ist“ bedeutet. Während des Kurses herrscht Schweigen („noble silence“) und man meditiert täglich für 10 Stunden, was eine intensive Introspektion und völlige Ablenkungsfreiheit ermöglicht.
Warum ich mich danach sehnte, was meine Motive dafür waren und was ich wirklich über mich und das Leben lernen konnte, darum geht es in dieser Folge.
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Du willst selbst an einem Kurs teilnehmen? Vipassana-Kurse sind kostenfrei und auf Spendenbasis finanziert. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann sich hier (dhamma.org/de/schedules/schdvara⁠) informieren.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Was geht ab und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Komm klar, digga, mein Name ist Jonas und in der heutigen Folge geht es um die Kunst des Lebens. Das ist so ein. Ja, krasses Framing, weil. Ich benutze diesen Satz, die Kunst des Lebens, eigentlich nur deshalb, weil das gleichnamige Buch über die Vipassana Meditation.

Die Kunst des Lebens heißt also The Art of Living und Vipassana deshalb, weil ich jetzt im August oder auch am Ende Juli für 10 Tage in einem vipassana Kurs war. Und es soll unter anderem um diese Erfahrung gehen für alle, die nicht wissen, was es ist. No worries, ich wusste auch jahrelang nicht, was das ist. Und ich habe erst irgendwie letztes Jahr davon erfahren. Vipassana ist letztendlich eine Meditationstechnik und in diesen vipassana Kursen wird einem diese Technik gelehrt und in diesen.

Die also führt man ein etwas spezielleres Leben, sagen wir mal so, also man ist 10 Tage lang dann beschäftigt, über 10 Stunden zu meditieren jeden Tag, und man schweigt für diese volle 10 Tage einfach, man schweigt sinnvoll, man schweigt für volle 10 Tage so. Und jetzt? Gibt es natürlich verschiedene Reaktionen, also 2 Reaktionen, die ich meinem Umfeld beobachtet hab, waren folgende und zwar erste. OK, krass, dass du das machst und ich hab dabei auch unbewusst immer so was Rausgehört im Sinne von Hey nice. Ich würd es auch irgendwie gern mal ausprobieren oder zweite Reaktion ist warum zur Hölle tut man sich sowas an? Und ich kann.

Ich kann beide Reaktionen nachvollziehen und es hängt auch einfach davon ab, wie wieviel Bock man auf diese Erfahrung hat und wieviel Bock man darauf hat sich wirklich mit Klarheit zu betrachten und nicht nur das Schöne nach außen hin, was man gerne inszeniert wahrzunehmen, sondern auch wirklich all diese unschönen Dinge, die man auch in sich trägt, zu beobachten, weil die wörtliche Übersetzung von Vipassener lautet eigentlich die Dinge. So zu sehen, wie sie sind und das Schöne an dieser Technik ist halt einfach, dass es keinerlei Realitätsflucht. Benötigt.

Also du brauchst keine mantrin Aufzitieren, mit denen du irgendwie deinen Verstand in irgendeiner Richtung längst oder du brauchst auch nicht an irgendwas besonderes glauben. Du brauchst auch keine Identität annehmen, du musst kein Buddhist sein oder ähnliches. Vipassana ist wirklich eine sehr einfache und sehr reine Technik, bei der es wirklich nur darum geht, zu beobachten, was in diesem Augenblick abgeht.

Und vor allem bezieht man sich hierbei auf die körperlichen Empfindungen. Aber diese Folge, die nicht dazu, diese Technik zu erklären, weil ich bin kein wie passender Lehrer und die für jeden, der sich der sich dafür interessiert, der kann es gerne selbst ausprobieren, du wirst in den Shownotes auch alle nötigen Links zu finden sowie passender Kurses by the Way kostenfrei. Also das ist auch so ein schöner Nebeneffekt der ganzen Sache. Es ist also wirklich niemand, der dort an diesen Dingen partizipiert, an diesem vipassana Kursen partizipiert, verdient auch nur einen Cent daran, es ist alles auf Spendenbasis.

Kurs jeder Teilnehmer kann, dann kann so ein Kurs überhaupt nur teilnehmen, weil andere Leute in der Vergangenheit dafür gespendet haben und weder die Lehrer noch die Server die Leute dort helfen. Irgendwer niemand bekommt dort Geld, ist alles reine aus reiner Motivation, aus einer ehrenamtlichen Geschichte heraus, und das ist das Schöne auch daran, weswegen mich das auch so gereizt hat, weil ich mir gedacht habe, hey. Das ist sowas so sauber, einfach und so logisch, wie das auch aufgebaut ist, dass ich das unbedingt ausprobieren muss. Und jetzt war es endlich soweit man natürlich ist auch nicht immer so easy Platz dafür zu bekommen, weil. Je nachdem, wo man das dann macht. Die Plätze auch ja begehrt sind.

How ever? Ich hatte das große Glück, dass der Kurs, an dem ich teilgenommen hab, nur 30 Minuten von meinem Wohnort entfernt ist und es ist interessant, auch weil 100 Meter von dem Kurs Standort das Krankenhaus ist, wo meine Tochter 10 Monate zuvor zur Welt gekommen ist. Und das waren wirklich die einzigen beiden Male, die ich in diese Richtung oder diese Region oder diesen Ort gefahren bin, und zwar einmal zur Geburt meiner Tochter und das andere.

Aber ja, Wiedergeburt meines neuen selbst, sozusagen irgendwie Pass an Retreat, aber nee, durchs Herz ist weiß nicht irgendwie so, dass ich jetzt dann die krankeste Erfahrung meines Lebens gemacht hab und die große Erleuchtung erlangt hab. Es war viel mehr so, dass ich nen Selbstexperiment wagen wollte und zwar.

Wer diesen Podcast hier schon länger verfolgt, weiß, es geht viel auch um ja neurologische, Neurowissenschaftliche, psychologische Inhalte und. Eines der größten Motive für diesen vipassana Kurs verfolgen, dass ich wollte herausfinden, wie es ist, wenn man seine Dopamin Baseline auf ein neues niedrigeres Level bringt. Das was meine ich damit?

N bisschen Hintergrund, also 2016 zum Beispiel, wenn ich das erste Mal nach Spanien geflogen, um dort als Ticketseller den ja gefühlt aufregendsten Sommer meines Lebens zu erfahren und der gesamte Kontext in Spanien war darauf ausgelegt, dass man ne maximale Freisetzung an wohlfühlen Hormonen jeden Tag erfährt und unter anderem auch eine extreme Tomaminfreisetzung fördert. Weil das Leben vor Ort einfach.

Ja, heftig war in dem Sinne, dass man jeden Tag Überraschung erfahren hat, jeden Tag, jeder Tag war geprägt, geprägt von so einem, ja Verkaufsdruck, der aber auch immer wieder zu neuen Schüben geführt hat, mal was ne Stunde 2 Stunden lang, wo man kein einziges Ticket verkauft und dann Boom hat man eine Zehnergruppe und man hat das größte Glück in dem Moment, gleichzeitig gibt es auch nicht diese klare.

Determinierte Lebensweise, wie man sie hier auch kennt in Deutschland. Dass man jetzt irgendwie nächste Woche den Termin und in einem Monat den Termin, sondern jeder Tag war für sich genommen der Termin und es gab nicht mehr als diesen einen Tag und das war die gesamte Struktur, die dann vom Verkauf und dann am Abend vom Ja, von der Freizeit geprägt war, und man hatte halt so viele Möglichkeiten um.

Ja, hedonistische Bedürfnisbefriedigung auf ein Maximum zu pushen, nämlich. Jeden Tag konnte man Partys feiern, jeden Tag konnte man richtig gutes Essen essen, jeden Tag hatte man das Meer, sorry muss mehr vor sich verschluckt mich schon mal auf aufzählen. Parton also es gab hunderte Aktivitäten dort vor Ort, die man auch machen konnte.

Von Jetski über Flying Fisch und was auch immer und dann ständig neue Menschen. Das Team was sich mal wieder veränderte und das Team, das ich aber auch wieder zusammenschweißte. Dann schlafen bis 11:00 Uhr gefühlt, mittags dann wach bleiben bis 05:00 Uhr in der früh, dann natürlich auch die ganzen bewusstseinsverändernden Substanzen von Alkohol über Gras bis hinzu keine Ahnung was und die langen Nächte und die vielen Geschichten.

Also es ist einfach. Ne Zeit diese 2 Monate die man dort verbracht hat oder 6 Wochen je nachdem. In der man halt ständig auf einem Maximum fährt. Natürlich gab es während dieser Zeit auch wirkliche schwierige Phasen, die man aber komplett im Nachhinein ausgeblendet hat, weil alles Positive so krass überwiegt hat und.

Man vergißt die Zeit, wo man keine Ahnung 4 Tage mega krank im Bett lag und einfach sich gar nicht mehr vor Fleck bewegen konnte, weil der Körper so fertig war und man vergisst auch diese kleinen Dramen, die sich abgespielt haben und vergisst auch diese Tage, wo sich das vielleicht wie ein Kaugummi gezogen hat, wenn man 2 Stunden bei der Hitze über den Strand läuft und versucht irgendwelche Menschen für eine Party zu begeistern, aber niemand hat Bock und man selbst hat auch keinen Bock mehr und das vergisst man alles hat man ausgeblendet. Weil dieser ganze andere Kram einfach überwiegt und. Das einzige Problem was ich jetzt dann feststellen musste nach diesen ganzen Jahren ist, man bleibt drauf hängen, man bleibt drauf hängen, man wird

abhängig davon. Weil in diesen 2 Monaten, die man dort verbringt, verändert sich so vieles auch in einem. So ne Erfahrung verändert einen grundlegend in der Art und Weise, wie man das Leben wahrnimmt, wie man sich selbst auch wahrnimmt, man bildet dort auch ne gewisse. Art neuer Identität weil dort kennt einen ja niemand und dort kann man sich selbst einfach noch mal neu erfinden.

Du kennst es sicherlich, wenn du an einen Ort kommst oder auch in nen Kontext hinein kommst, wo dich niemand kennt. Es kann sich erstmal verunsichern anfühlen, aber du hast gleichzeitig auch irgendwie die Möglichkeit dich auf eine Art und Weise zu zeigen, eine Rolle einzunehmen, die deinem selbst irgendwie in dem Moment mehr entspricht und das ist eben auch so ein Ding. Man bildet also eine komplett neue Rolle aus. Ne neue Identität, wenn man so will und. Womit ich jetzt womit, worauf ich jetzt eigentlich hinaus wollte, ist, dass diese dieses diese Baseline an reizen, die man, die man braucht, um sich noch normal zu fühlen, sich in dieser Zeit radikal verschiebt.

Weil wenn wir uns jeden Tag solchen intensiven Reizen aussetzen und das für nen längeren Zeitraum, entwickeln wir wie bei wie bei allem eine Toleranz. Das ist wirklich vergleichbar wie mit ner Sucht und du kennst es vielleicht, wenn du keine Ahnung, irgendeinen Laster hast. Irgendwas, das heißt jetzt zum Beispiel Cannabis und du rauchst jeden Abend nen Joint und du weißt vor vielen Jahren, als du den ersten Joint geraucht hast, das war ein krasses Erlebnis und Du hast dich kaputt gelacht und du hast so viel gegessen.

Hat es einfach ne krasse Zahl mit den Leuten die mit denen du dir die Zeit geteilt hast. Aber irgendwann nach n paar Monaten oder Jahren ist es irgendwie alles ganz anders geworden und es fühlt sich irgendwie mehr so wie ne Art ja Betäubung an wenn man so will oder mehr noch es fühlt sich so an wie ein muss, dass man benötigt das weil wenn wenn man es nicht tut wenn man nicht jeden Abend man sich einfach nicht gut fühlt nicht einfach normal fühlt.

Genauso ist es auch bei so einer Zeit, die man dort in Spanien verbringt. Wenn man das zweimal so durchzieht und so erlebt, dann entwickelt unser Gehirn eine Toleranz und es ist egal, ob ein positiver oder negativer Reiz dort ist. Es ist einfach so alles, was das Gehirn aus dem Gleichgewicht bringt, ist erstmal wie eine Art Stress und dieser Stress muss ausgeglichen werden und das passiert in der Biologie über diesen Prozess namens Homöostase und die Homöostase führt dazu, dass die Base einen sich wieder anpasst und das Gehirn eben. Der Toleranz entwickelt gegenüber diesen Reizen, das bedeutet?

Nach 678 Wochen ist auch diese dieser krasse Uhr mit all den ganzen Möglichkeiten irgendwann einfach normal. Also es ist nicht mehr so, dass du jeden Tag aufstehst und sagst, Yes, Let's Go und wieder neuer Tag und wieder der ganze Kram mit Partys und mit den ganzen Sachen die man machen kann. Irgendwann ist das einfach normal und das ist auch so wichtig zu verstehen, dass.

Wenn wir zum Beispiel auch auf Menschen blicken, gerade auch auf Social Media, und dort irgendwas hinein interpretieren, die ein krasses Leben führen, augenscheinlich mit all diesen krassen Erfahrungen und all den ganzen Drum und dran, dass wir dort hinein interpretieren, dass diese Menschen so viel glücklicher sein müssten, als wir es sind, weil wir gerade irgendwie noch ein sehr normales Leben führen.

Wir haben vielleicht nicht die finanziellen Mittel, um keine Ahnung wohin zu reisen und Dinge zu tun, oder wir haben noch ein Studium, oder wir haben Verantwortung zu tragen, und wir können nicht einfach ausbrechen. Unser Leben erscheint in dem Moment sehr langweilig. Aber bedenke, unser Gehirn gewöhnt sich an alles. Und das bedeutet, dass wenn du jeden Tag so krasse Erfahrungen machst, irgendwann das dein deine Baseline ist, deine Baseline für ich fühle mich normal. Und.

Jetzt kommt der springende Punkt. Warum bleibt man drauf hängen? Weil das Leben in Deutschland im Vergleich zu dem Leben, was ich dort in Spanien geführt hatte, wie n kalter Entzug war für mich, das heißt auch mit all den Entzugserscheinungen, die dazu gehören, mit krassem Craving, mit einem krassen depressiven Gefühl, mit.

Ich will nicht raus, ich hab keinen Bock aufzustehen mit all dem Drum und dran. Und weil ich früher mit wie alt war ich 2016 das ist jetzt auch schon wieder, das muss man sich mal geben, 8 Jahre her. Ja, 2021 war ich früher noch kein Plan von all diesen Hintergründen hatte, rutschte ich von einem hoch ins Tief. So und.

Kaum war ich zurück in Deutschland nach der Saison 2016. War es wirklich bei mir so? Ich wartete nur darauf das ganze Jahr, dass es wieder nach Spanien ging, das heißt, ich hab meine meine gesamte Zwischenphase in Deutschland irgendwie nur versucht zu überbrücken, ich wollte mich an nichts binden, ich wollte mich weder ne Beziehung noch an ein Studium noch in der Ausbildung irgendwas, ich wollte mich in keiner Weise irgendwas verpflichten, weil ich mir gesagt habe, fuck off ist, ich muss wieder zurück nach Spanien, Tickets verkaufen, dieses dieser Erfahrung replizieren. Und es ist nun mal so, dass das nicht so einfach ist, dass man nicht einfach eine Erfahrung, die man bereits kennt, replizieren kann vom Gefühl her,

sondern es ist eben so. Unser Gehirn weiß schon, was abgeht und ich habe 4 weitere Jahre 4 weitere. Seasons gebraucht, um zu realisieren, dass ich meine erste anfängliche Erfahrung, mein erstes High of Life, niemals wiederholen wird und dass ich lernen muss, wirklich lernen muss, mein Leben hier in Deutschland auch auf die Reihe zu bekommen, ohne mich dauernd vom Schmerz betäubend zu müssen oder dem. Moment auszuweichen, weil ich glaube, er ist nicht gut genug, fühlt sich nicht glücklich genug an, nicht frei genug an was auch immer.

Und was hat das jetzt alles mit der Kunst des Lebens und vor allem mit Vipassana zu tun? Folgendes. Vipassana ist. Also der Kurs an und für sich, den ich dort gemacht habe. Das radikale Gegenteil zu dem, was ich in Spanien erlebt hab. Vipassana ist, du stehst um 04:00 Uhr morgens auf, du meditierst 10 Stunden am Tag, nicht am Stück, sondern immer in so kleinen Blöcken, Kleinen in Anführungsstrichen, 2 Stunden Meditation, dann Pause, Frühstück, dann 3 Stunden und so weiter.

Und du nimmst die letzte Mahlzeit, also die letzte wirkliche Mahlzeit um 12:00 Uhr mittags ein. Das heißt, es gibt danach nicht mehr wirklich was zu essen. Du hast noch mal die Möglichkeit um 17:00 Uhr ein bisschen Obst zu essen, aber das war es auch. Soll heißen, du gehst auch mit nem leichten Hunger oder großen Hunger, je nach dem Schlafen.

Zudem werden Frauen und Männer komplett voneinander getrennt. Das also es, es geht darum, dass alle ablenkenden Reize komplett auf ein Minimum gebracht werden. Alles was dich von der Konzentration und von der Arbeit der Meditation ablenken könnte, soll komplett aus der Sache rausgenommen werden und man schweigt auch komplett, das ist auch so ein Thema, man denkt sich okay. Man denkt sich vieles während dieser Zeit, aber man darf auch nicht journal.

Man darf auch kein Buch lesen, man hat auch kein Smartphone bei sich, man hat überhaupt gar keinen Kontakt zur Außenwelt, also man lebt in dieser Zeit in gewisser Form für 10 Tage wie ein Mönch oder eine Nonne und soll sich der kompletten. Also die die Konzentration soll sich komplett der Arbeit widmen.

Arbeit bedeutet Themeditation, weil Meditation ist Arbeit, es ist Arbeit, weil man seine Aufmerksamkeit trainiert, man trainiert die Selbstbeobachtung, eine Fähigkeit, die wir im Alltag eben nicht trainieren und die aber so unheimlich wichtig ist, wenn man erstmal versteht, was es damit auf sich hat und was man damit wirklich bewirken kann in seinem eigenen Leben, und dieser Gedanke, dass man sich von all diesen Reizen löst.

Gedanke, dass man seine Baseline auf ein. Auf ein absolutes Minimum bringen. Das bedeutet stell dir vor, du bist in Spanien 78 Wochen lang von den krassen Reizen geben und deine dein Gehirn entwickelt Toleranz und du kommst nach Deutschland und in Deutschland scheint auf einmal alles grau und genervt und kalt und lustlos zu sein, weil eben sich das Gehirn erstmal wieder anpassen muss auf diese neue, auf diese neue Umgebung.

Wenn man dazu nicht bereit ist, sich nicht für diesen Prozess öffnet, dann wehrt man sich die ganze Zeit dagegen. Man will diesen Schmerz nicht aushalten, man will diesen Schmerz nicht tolerieren und man fängt an, weiter zu flüchten, das heißt, man sucht ständig nach Ablenkung, nach Möglichkeiten, sich ständig den Moment zu entziehen, man nimmt Drogen, man sucht weiterhin Vergnügen in Partys.

Man ist einfach damit beschäftigt zu flüchten, die ganze Zeit. Und wie passen das Gegenteil, weil man. Sich direkt mit all dem Schmerz auseinandersetzt und die Toleranz dementsprechend weit, weit, weit nach unten setzt. Und was mich halt interessiert hat. Das meine ich mit selbstexperiment. Ob man diesen ganzen Spieß auch umdrehen könnte. Also wenn ich mich allen reizen entziehe, die in Anführungsstrichen Spaß bringern oder Vergnügen bringen oder sowas.

Würde wie würde mein Gehirn dann auf die Normalität reagieren? Also ich denke du verstehst die Logik oder das jetzt mal angenommen, die deutsche Realität befindet sich in der Mitte. Mit all den Sachen, die halt dazu gehören. Und dann? Ganz oben steht meine nightfour Version, spanische Realität mit den Verkäufen, mit dem Verkauf und den ganzen Drum und dran und dann da drunter ist die vipassana Realität, also unter der Deutschen, die dann quasi alle Reize weg.

Alles, was Spaß macht, vom Smartphone über einen youtube Video und Podcast über irgendwelchen Menschen treffen und reden und gutes Essen, essen und keine Ahnung was alles weg so. Und die Logik die daraus entsteht ist, dass wenn ich in so einem was wie passender Kurs war, alles was da drüber ist, mir ja viel mehr Spaß bringen müsste oder ich es viel mehr genießen könnte, so gesehen, die Normalität wird zu einem viel größeren Genuss.

So was ist das Ergebnis. Das werde ich gleich teilen. Ich muss ja irgendwo spannend halten, ob es dann wirklich auch so eingetroffen ist für mich oder doch nicht und was ich daraus gelernt hab. Bevor ich jetzt also dazu komme und dann erkläre, wie es für mich persönlich abgelaufen ist, möchte ich ein bisschen noch. Einem Hintergrund sowie passender selbst geben und zwar ich hab ja schon gesagt, dass das Wort Vipassana bedeutet, wörtlich übersetzt die Dinge zu sehen oder die Realität so zu sehen, wie sie ist, wie sie wirklich ist. Und das wird in dieser Technik durch eine systematische Beobachtung des eigenen Körpers und Geistes erreicht. Und Beobachtung bedeutet wirklich ohne zu urteilen oder darauf zu reagieren.

Und dieser Prozess, dieses Beobachtens wird als Panier bezeichnet, also als Weisheit. Man entwickelt Weisheit dadurch, dass man. Seine körperlichen Empfindungen, seine geistigen Reaktionsweisen schlichtweg einfach nur beobachtet. Das ist etwas, was wir im Alltag nicht häufig tun. Wir sind im Alltag eigentlich nur damit beschäftigt. Ständig auf Dinge zu reagieren und. Es ist so, dass unser, dass wir oft sehr unbewusst und dass wir sehr unbewusst auf Dinge reagieren, ein Beispiel. Das ist jetzt wirklich n random Beispiel, weil es gerade im Sommer jetzt zutrifft.

Man hat n Mückenstich und man kratzt sich und das ist jetzt ne random Reaktion, richtig, aber es ist ne unbewusste Reaktion weil es ne rein körperliche Reaktionsweise ist. Wir haben nicht bewusst uns dazu entschieden uns jetzt zu kratzen, sondern unser Körper macht es ganz automatisch, weil es ist ein Reiz, ein Juckreiz und man möchte kratzen, verständlich. Dazu erfordert es keine bewusste Handlungsweise. Aber so ähnlich ergeht es uns, wenn wir Empfindungen im Körper haben.

Und dieser Mückenstich ist auch ne Empfindung, die man wahrnehmen kann. Übrigens, man muss nicht auf diesen Stich reagieren, das ist auch etwas, das man wirklich erlernen kann und erfahren kann. Und. Wir reagieren eigentlich den ganzen Tag über auf körperliche Empfindungen, wenn wir von Wut sprechen, wenn wir von Ängsten sprechen, wenn wir von Frustration oder von Glück, Fröhlichkeit, Zufriedenheit sprechen.

Auch das sind alles Dinge, die sich in unserem Körper als Empfindungen manifestieren und auf die wir dann wiederum reagieren. Und bei Vipassana geht es darum, dass wir aufhören zu reagieren. Wir unterbrechen also diesen Prozess, dieses karmische Rad, wir drehen es nicht weiter und schieben es nicht weiter an, sondern wir halten inne, wir beobachten Gleichmütig und systematisch, und es ist deswegen bei Vipassana so wichtig, dass man das konzentriert für 10 Tage lang für 10 Stunden am Tag tut, weil.

Es sonst gar nicht dazu kommt, dass man wirklich die tiefe Hineingelangt, also in die passender Kurs selbst wird das Ganze ein bisschen, wieso ne chirurgische Operation betrachtet, die man seinem eigenen Geist unternimmt in den ersten 3 Tagen schärft man seinen Geist, man schärft den Geist dadurch, dass man wirklich nur den Atem beobachtet, und das bedeutet, man konzentriert sich auf den natürlichen Atemfluss es geht nicht um die Kontrolle des Atems, sondern es geht wirklich nur darum, dass man in dem Bereich.

Nasenlöcher, der Naseninnenhülle und so weiter. Hinein geht in Anführungsstrichen von der Wahrnehmung her und damit seine Aufmerksamkeit darauf ausgerichtet bleibt und auf nichts anderes sich konzentriert, außer auf den Bereich der Nase, den Bereich über der Oberlippe und sich wirklich nur darauf konzentriert, was im Moment wirklich da ist.

Man erfindet nichts, man visualisiert, man visualisiert nichts hinzu, man versucht wirklich nur in die Wahrnehmung des Augenblicks zu gehen. Und was sich jetzt so einfach anhört nach dem Motto, Ja, beobachte deinen natürlichen Atemfluss, wird man schon relativ schnell herausfinden. Ist eines der schwierigsten Dinge, die man machen kann, weil. Es ist eine Sache, wenn du dich jetzt hier hinsetzt und versuchst, für eine Minute deinen Atem zu beobachten. Allein da wirst du schon feststellen, das wird dir nicht gelingen, weil dein Geist ständig wandert, weil wir ihn nicht diszipliniert haben in gewisser Form. Wir haben unser Leben lang unseren Geist nicht eine Minute lang diszipliniert, stattdessen

ist unser Geist ständig auf Wanderschaft, wir verlieren uns dauernd in Gedanken andauernd. Und es ist so dieser Prozess des Denkens, der wird auch niemals gestoppt. Der Prozess geht andauernd weiter und. Wir reagieren auf Gedanken und Gedanken, erzeugen auch körperliche Empfindungen. Und diese Empfindungen führen wir jetzt neue Gedanken, die wiederum neue Reaktionen verursachen, und das ist n Prozess, der andauert die ganze Zeit unser gesamtes Leben lang, wenn wir nicht aber in der Lage sind, mal unseren Geist bewusst auszurichten, auf eine Sache konzentriert, dann sind wir auch nicht in der Lage, tiefer rein in die Beobachtung hinein einzudringen.

Und wie gesagt, es ist eine Sache, wenn du versuchst, eine Minute lang den Atemfluss zu beobachten. Es ist ne andere Sache, wenn du es für ne halbe Stunde versuchst und das ist noch mal ne ganz andere Sache. Wenn du es für 10 Stunden versuchst. Irgendwann, du merkst, da kommt so viel an auch negativen Gefühlen auf, an Frustration, an was soll der Scheiß, warum tu ich mir das überhaupt an, du bist am Sitzen, deine Knie tun weh, dein Rücken tut dir weh, du willst unbedingt reagieren, dein Geist will dich ablenken, manchmal auch durch kluge Ideen und kreative Dinge, die du im Kopf auf einmal hast und die du ausarbeiten willst. Aber Nein, der Punkt ist, du bringst deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück, 3 Tage

lang. 10 Stunden am Tag zu deinem Atemfluss und zwar den Atemfluss, den du spürst, der durch die Nasenlöcher eingeht und durch die Nasenlöcher wieder rausgeht. Und was dabei passiert, ist wieder im Kontext der des chirurgischen Eingriffs gesprochen. Du schärfst dein, dein Wahrnehmungsmesser, dein du wirst einfach also deine Konzentration, deine Beobachtungsfähigkeit wird sehr, sehr sehr genau und du fängst an Empfindungen zu spüren, die du vorher ignoriert hattest oder nicht wahrnehmen konntest. Du wirst erst spüren, wie die Luft durch. Ein Nasenloch einströmt durch ein anderes, vielleicht rausgeht.

So Dinge, die man oft nicht wahrnimmt, oder du wirst spüren, dass die Luft, die einfließt, kälter ist und dass die Luft, die aussieht, wieder wärmer ist. Du wirst spüren, dass wie die, wie der Atem ganz leicht über dem Bereich der Oberlippe streift und wieder einzieht. Also. Also beim ein und Ausatmen über den Bereich der Oberlippe Hinüberzieht und das sind alles ganz, ganz feine Wahrnehmungen, ganz, ganz feine Empfindungen. Und wenn man das dann macht.

Für 3 Tage, dann hat man ne gewisse Konzentration und man muss ja auch verstehen, man schweigt während dieser Zeit. Man ist sehr diszipliniert in seinem Vorgehen, man hat keinerlei ablenkenden Reize, das bedeutet, man ist wirklich konzentriert. Und mit dieser Wahrnehmungsschärfe geht man dann in den darauffolgenden 4567 Tagen in den Körper hinein, also in alle Empfindungen, die man im Moment spürt, und man macht das jetzt nicht irgendwie so wild und egal, was gerade kommt, jede grobe Empfindung zuerst.

Nein, man macht es wirklich so ein bisschen, wieso ein wieso eine Art Body Scan, wie man es im restlichen. Im Mbsr kennt in der Mindful eine Space Dress Reduction diesen Body Scan, von dem man sicherlich schon mal gehört hat, wo man durch den Körper geht einzeln. Es ist noch ein bisschen anders, ist ein bisschen genauer, es folgt auch eine andere Philosophie hauever man geht systematisch mit dieser geschärften Wahrnehmung durch alle Bereiche und man wandert von Kopf bis Fuß, von Fuß bis Kopf, und das macht man auch wiederum 10 Stunden am Tag so und warum, warum macht man das, was bringt einem das, warum sollte man das tun? Weil auf dem Weg dieser Tage und auch wenn man die personalen längeren Zeitraum praktiziert

und zu Hause auch die Praxis übernimmt und weiter macht, gewisse Einsichten zustande kommen, und zwar diese Einsichten sind. Dass ich alles, alles. Verändert jede Empfindung verändert sich. Ich hatte so Momente während dieses Kurses. Ich hatte zum Beispiel auch Geburtstag. Während also während des Zeitraums und.

Ah, mein Geburtstag. Wann ist nur n Beispiel. Hat mich vor allem am Abend so ne intensive Traurigkeit begleitet. Also man könnte das jetzt Traurigkeit nennen, aber als ich dieses Gefühl oder diese Empfindung gespürt hab, hab ich es gar nicht versucht so zu framen als ich bin jetzt traurig, sondern ich hab mir das als als Workout vorgenommen mit diesem Gefühl in die Meditation zu gehen und dann dieses Gefühl zu beobachten und das war mega interessant, weil. Im Alltag hätte ich dieses Gefühl aufgenommen und ich hätte das interpretiert.

Ich hätte meine Gedanken drumherum gewickelt und ich wäre vielleicht in Selbstmitleid versunken nach dem Motto, Heute ist mein Geburtstag, wie traurig, niemand denkt an mich, ich bin hier alleine, ich kann meinen Geburtstag nicht feiern, das ist total schade. Bla bla bla bla. Das sind alles Reaktionsweisen und die führen dazu, dass ich mich dann noch schäbiger, noch trauriger fühle.

So now we have a different way. Nämlich ich setz mich hin. Ich beginne wieder den Atem zu beobachten und dann beginne ich in den Körper hinein zu gehen und dann beginne ich in die Empfindung zu gehen. Und zwar war die Empfindung zu dem Zeitpunkt in meinem Bauchbereich und es war ne sehr grobe Empfindung. Es war ne sehr schwierige Empfindung, es war etwas, was ich sehr dicht angefühlt hat, was ich sehr bedrückend angefühlt hat und ich hab einfach beobachtet und mit einer gewissen Distanz beobachtet, das war nicht mein Gefühl in dem Moment, es war einfach nur ein Gefühl, es war nicht meins, was ich beanstanden musste und was ich dann irgendwie zu. Machen muss, sondern ich hab es systematisch einfach nur beobachtet und ich hab meine

Aufmerksamkeit gezielt drauf gelassen. Und dann passiert folgendes und das ist wirklich crazy. Diese Empfindung, die sich so grob anfühlt und die so schwer war, wird langsam aber sicher immer feiner. Sie wird, als würde sie sich auflösen, und das passiert dann auch, sie löst sich auf einmal auf, das ist wirklich, wenn du so nen festen Knoten in dir spürst und statt einfach darauf zu reagieren und das zu framen und zu sagen, ich bin dieses, Ich bin jenes. Beobachtest du es?

Du setzt dich hin, konzentriert, beobachtest. Und dann wirst du merken, wie es langsam aber sicher feiner und feiner und feiner wird und sich dann nach und nach auflöst. Und das kann in 2 Minuten passieren. Das kann manchmal auch 20 Minuten dauern oder länger. Jedenfalls ist wichtig, dass man. Konzentriert dabei ist, dass man überhaupt in der Lage ist, konzentriert zu sein. Und das ist eben das Problem.

Wir sind heute nicht mehr konzentriert, wir sind ständig im Abschweifen, wir sind ständig damit beschäftigt und uns abzulenken und deswegen sind wir halt auch so gefangen, diesen Reiz Reaktionsmustern im Vipassana nennt man das in der Philosophie des in der buddhistischen Philosophie nennt man das Sankaras also. Diese Sankaras sind unsere konditionierten Muster, die wir über ein Leben angehäuft haben.

Ich muss mal kurz eben diesen Frosch aus meinem Hals holen. Sorry, man kennt s. Auf jeden Fall sind diese Sankadas die Muster, die Reaktionsmuster, die sich über mein ganzes Leben angehäuft haben. Man könnte es auch n bisschen wieso n wieso n Karma betrachten, weil alles was wir tun jede Handlung führt zu Konsequenzen und nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren.

Und bei Vipasna geht es darum, dass es letztendlich das Ziel von Vipassana, dass man diese Sankaras nach und nach auflöst. Und wie löst man sie auf? Laut der Philosophie dahinter. Indem man nicht reagiert. Indem man Gleichmütig, nicht gleichgültig, gleichgültig bedeutet, ist mir alles egal. Gleichmütig bedeutet, ich schau hin, ich beobachte ganz genau, ohne darauf zu reagieren, mit ner Distanz, mit ner Objektivität, mit ner Präsenz meiner Bewusstheit.

Das sind alles nur Begriffe, Häng dich jetzt nicht an dem Begriff fest, es geht um die Erfahrung. Und wenn du das tust, wenn du diese Empfindungen im Körper beobachtest, wenn du diese geistige Reaktion beobachtest und nicht reagierst, ist es so, als wird sie von selbst sich auflösen. Sie kommt an die Oberfläche und löst sich von selbst auf die meisten Medistationstechniken.

Weiß irgendwelche Mantren die man aufsagt oder? Visualisierungen, die man macht oder oder oder. Die haben das Ziel, den Geist an der Oberfläche zu reinigen. Das ist, wie wenn du das Wasser, was ganz dreckig ist, einfach mal stehen lässt und dann sinkt der Schlamm zum Boden. Aber der Schlamm ist immer noch da.

Vipassana verfolgt das Ziel, dass auch der Schlamm aufgelöst wird, und das wird und das passiert, indem man kontinuierlich beobachtet, beobachtet, beobachtet. Präsent, Gleichmütig und eine Reaktion kommt in Form irgend ner Art Empfindung im Körper. Man beobachtet sie, verändert sich, sie löst sich auf und ein Zahncara wurde damit aufgelöst.

So, jetzt könnte man über die Wissenschaftlichkeit der ganzen Sache sprechen und ist also wirklich so oder ist das eigentlich anders und und und und und Fakt ist, das Thema wird seit über zweitausendfünfhundert Jahren praktiziert und es scheint unglaublich hilfreich zu sein für sehr sehr viele Menschen da draußen. Und wie man das ganze Framed und welche Begriffe man benutzt und zum Beispiel diese Erkenntnis der Vergänglichkeit, dass alles im Universum vergänglich ist, dieses dieses Konzept von Anicha, so nennt man das im Buddhismus. Das ist etwas, das haben wir alle schon mal gehört. Jeder von uns hat gehört, alles ist vergänglich und nichts bleibt gleich und so weiter aber es ist eine Sache, es gehört zu haben, es mit dem Verstand zu

begreifen, aber es ist etwas etwas ganz was anderes, wenn man wirklich diese Erfahrung macht, wenn man beobachtet, wenn man zuschaut, förmlich dabei, wie im Körper Dinge entstehen und. Vergehen entstehen und Vergehen und Entstehen und vergehen. Und warum ist das jetzt so kraftvoll, warum ist das so hilfreich, wenn man das beherrscht, wenn man diese Beobachtungsfähigkeit beherrscht?

Du kannst es dir sicherlich denken. Im Leben. Passieren dauernd Dinge, die uns nicht gefallen und das muss gar nicht jetzt irgendwie von außen passieren, sondern du kannst aufstehen und müde sein. Und diese Müdigkeit ist für dich alleine schon. Grund genug, um daraus ne ganze Reaktionskette zu machen.

Oh fuck, ich bin heute müde, aber ich muss heut noch das machen und dann verlangt man von mir noch auf der Arbeit das und ich kann das jetzt nicht wenn ich so müde bin alles Reaktionen die unnötig sind, weil wenn du dich wieder zurück in den Moment bringst und einfach nur diese Müdigkeit wahrnimmst und darauf nicht reagierst, wird die Müdigkeit sich von selbst auflösen und mit Weisheit ist auch gemeint, dass man bewusst darauf reagieren kann. Das heißt, wenn du wirklich müde bist und wenn. Ja, wenn dein Körper wirklich Ruhe benötigt, dann kannst du ihm die auch geben.

Das bedeutet nicht, Dinge zu verdrängen oder Wegzuschieben, ganz im Gegenteil, es geht um die das Erlangen von Weisheit, um das bewusste Handeln, um das erkennen, dass jede Handlung auch eine Reaktion nach sich zieht, Ursache, Wirkung, das einfachste und klasse Prinzip in diesem Universum. Und dass, wenn wir bewusst handeln, wir uns einfach auch bewusst für n Leben entscheiden, wo wir auch bewusst die die Wirkung sind und nicht nur einfach.

Die Ursache, sondern nicht einfach nur auf die Wirkung reagieren. So. Und. All das kann man in diesen 10 Tagen lernen, also wirklich erfahren. Nicht nur weißt du, wenn du es lernen willst, auf einer Verstandsebene, dann dann kauf dir dieses Buch, was ihr in Shornouts gelesen, was ihr in Shorts verlinkt habt.

Das handelt von der Web Personal Meditation. Da wird alles über die Theorie und den Hintergrund erklärt. Aber das bringt gar nichts, wenn du nicht die Erfahrung gemacht hast. Die Erfahrung des Beobachtens und ne andere Situation, die mir gerade in den Kopf kommt, das war krass. Das war irgendwie an Tag 8 oder so und das war wirklich crazy. Wir haben den Tag damit verbracht zu meditieren, Like Everyday und es ist wirklich so, du stehst um 04:00 Uhr auf mit einem Gong 04:30 Uhr befindest du dich in der Meditationshalle bis 06:30 Uhr, dann gibt es ein Frühstück, das Essen ist natürlich vegetarisch und jetzt auch von relativ reizarm also es gibt nicht irgendwie.

Krasses Dessert oder sowas in der Art, sondern es ist einfach Brot, ein bisschen Porridge, Obst, solche Geschichten. So, und dann geht es um 08:00 Uhr weiter bis 11:00 Uhr, dann um 11:00 Uhr ist Mittag dann bis 1213 Pause dann bis 17:00 Uhr wieder weiter Meditation und das da will ich jetzt einen Einschneiden nämlich. Nach der 17:00 Uhr Meditation.

Nach diesen 4 Stunden. Gab sie dann ne kleine kleinen Break und dann ging es um 18:00 Uhr weiter in der Gruppen Meditation in der Halle. Und. Ich hab mich um 17:30 Uhr oder so kurz hingelegt. Oh mein Körper mal kurz entspannen zu lassen von der ganzen Arbeit. Also es klingt verrückt, ja, man sitzt eigentlich den ganzen Tag, man bewegt sich natürlich zwischendurch immer wieder, man geht spazieren in dem Bereich, der gekennzeichnet ist, wo man raus darf.

Aber man ist wirklich, also es ist wirklich Arbeit, das ist sehr erschöpfend auch, und dann hab ich mich hingelegt. Und. Dann hat der Gong wieder geschlagen, der Gong zur nächsten Meditationssitzung. Und ich bin aufgestanden und ich hab gemerkt, mein ganzer Körper möchte nicht mehr, ich hab keinen Bock mehr, ich will nicht mehr so. Ich hab richtig gespürt, wie sich in mir etwas gewehrt hat gegen diesen Prozess, ich wollte das nicht mehr, es ist einfach, in dem Moment war es mir einfach zu viel geworden. Und dann hab ich gemerkt, wie mein Kreislauf auf immer einsackt.

Ich bin dann runter, ich hab gemerkt, wie meine Hände schwitzig wurden, mein Nervensystem hing, wie ja das sympathische Nervensystem sich irgendwie aktiviert hat und ich gefühlt habe, dass ich. Das ist mein Kreislauf. Irgendwas passiert in mir und dann dachte ich mir hm, hab ich irgendwas falsches gegessen, das hat sich wirklich so angefühlt, dass ich mich irgendwie auf ne Art vergiftet oder sowas und.

Das das. Von der reaktionsweise Wurzeln immer stärker, dass ich darauf eingegangen bin, dass ich mich gefragt hab, was passiert jetzt hier gerade. Meine Beine wurden extrem schwer, also wie bleiförmlich, dass ich mich gar mehr fortbewegen wollte, so eingesackt bin in mir. Und mich super schwach gefühlt hab und gleichzeitig aber nervös und.

Dann hab ich gesagt, OK, ich ich, ich muss jetzt hier, also ich muss handeln. Entweder muss ich hier den Lehrer gleich sagen, ich kann die Meditation leider nicht nicht mit durchziehen jetzt oder ich muss mir jetzt wirklich Hilfe holen, weil nicht das was passiert, man muss ja auch verstehen in diesen 10 tagen, ich hab keinen Kontakt zur Außenwelt, ich hab ne kleine Tochter, ich hab ne Partnerin die ich in diesem Zeitraum natürlich auch vermisst habe und ich wollte nicht, dass mir jetzt in diesem Vipassana Retreat was passiert und dann nur noch am achten Tag, es wären nur noch 2 Tage gewesen, die ich durchziehen muss und die Wissen von nix und so und in dem Moment kamen all diese Gedanken.

Einen Sturm haben die mich geflutet und. Dann bin ich in die Mediationshalle gegangen. Man hört diesen Dielenboden, alle laufen darüber, alle am Schweigen, alle in dieser meditativen Konzentration, alle setzen sich hin und hab ich auch ich mich hingesetzt und ich hab gemerkt, wie mein, wie mein Puls bei hundertzehn 120 war, ich hatte meine meine Uhr an, also meine Fitbit an und hab dann geguckt mein Puls beobachtet und da ging einfach hoch bei 110 wie gesagt dann irgendwann 120 und du sitzt in.

Mediativen Position und du hast einen Impuls, den als würdest du gerade Sport machen und deine Hände wie gesagt Schwitzen und diese Gedanken fluten dich und diese Ängste kommen hoch. Und dann habe ich wirklich überlegt, es war noch vielleicht eine Minute Zeit oder so, aufzustehen, zum Lehrer zu gehen und zu sagen, Hey, mein Kreislauf macht gerade nicht mit, ich kann diese Metation leider nicht mit durchziehen.

Und ich hab dann gesessen und hab überlegt und dann fing es auf einmal an. Die Meditation ging los und die startet immer mit so einem Chanting von dem. Von dem Herrn, der das eingeführt hat, das ganze System sozusagen in diesem westlichen Kontext. SN GUENKA heißt der, der ist mittlerweile schon verstorben, aber genau, es gibt Tonaufnahmen und die werden dann abgespielt, ist auch noch so ne Sache, die ich gleich erzählen muss.

Auf jeden Fall fing die Meditation dann an und in dem Moment dachte ich mir okay fuck, jetzt kann ich einfach nicht mehr aufstehen, jetzt muss ich da durch und dann. Habe ich mich einfach mal darauf eingelassen. Ich hab mich also nicht mehr gegen dieses, gegen diesen Zustand der extrem unangenehmen, war also extrem unangenehm war, gewährt. Ich hab losgelassen, ich hab all das, was ich in den 7 Tagen davor partysiert hab einfach mal bewusst nochmal in dieser harten Situation angewendet, ich hab mich förmlich in das Gefühl in diesen Zustand, in die Realität hinein sinken lassen und hab Empfindungen beobachtet, Empfindungen wie mein Herz pocht, Empfindungen wie meine Hände schwitzig war Empfindungen.

Wie meine, wie meine Beine sich angefühlt haben, all das, was man empfinden konnte in dem Moment. Und dann passiert etwas. Was wirklich crazy war in dem Moment, weil mein Körper hat sich beruhigt, mein Geist hat sich beruhigt und diese. Dieser. Diese ganze Situation hat sich aufgelöst und in der Vergangenheit wäre das ne Situation gewesen, in der ich ne Panikattacke bekommen hätte. Hundertprozentig warum, weil ich nur reagiert hatte auf alles was im Moment passiert, damit möchte ich nicht sagen, dass. Jede körperliche Empfindung, weißt du, die können ja auch Wahnsinnsignale sein.

Also das war jetzt ein Pokern, ich hätte auch in dem Moment wirklich was Ernsthaftes haben können, aber ich hab es einfach in dem Moment hingenommen und losgelassen und mich dem hingegeben und es hat sich von selbst aufgelöst. Und das war dann für mich so auch wieder so. N ganz entscheidender und einschneidender Punkt wo ich gecheckt hab, Alter. Es ist wirklich alles vergänglich und wenn ich aufhöre zu reagieren und gleichmütig beobachte, dann dann lösen sich Dinge von selbst.

Und das ist die Kunst des Lebens. Das ist wirklich ne Art und Weise, mit der man durch das Leben gehen kann und mit der man aufhört, ständig neues. Leiden zu kreieren, für sich selbst, aber auch für andere, indem man andere Menschen ständig mit in dieses eigene Unglück hineinzieht, indem man unbewusst ständig reagiert, indem man seine konditionierten reaktionsweisen ständig vervielfältigt. Und zu lernen, zu beobachten, zu lernen, wie man. Wie wie Dinge sich verändern, andauern, sich verändern und nach und nach sich mehr und mehr zu befreien. Von all diesen Reaktionsweisen und bewusster zu werden dafür, das ist die Kunst, das ist die Kunst des Lebens und. Ja, während dieser Zeit hat man

einfach in diesen 10 Tagen ne ne wundervolle Möglichkeit geschenkt bekommen, nämlich die Möglichkeit sich nach wirklich ethischen Prinzipien auszurichten, dass man. Mal für diesen Zeitraum einfach sich wirklich einen Reiz entzieht. Jeder sucht sich, entzieht jedem. Ja, jedem sozusagen negativen Handeln entzieht man, man muss sich auch an gewisse Regeln halten während dieser Zeit und durch das Schweigen hat man auch die Möglichkeit, dass man mal nicht irgendwie unwahrheiten erzählt, jedoch im Alltag sehr schnell dann vorkommen und man darf einfach in diesen 10 Tagen wirklich erfahren, was es bedeutet, mit sich selbst Zeit zu verbringen und dieses selbst dieses ich zu beobachten. Dieses ständige Reagieren,

beobachten, dieses ständige Denken beobachten, weil ja, man schweigt 10 Tage lang. Aber ganz ehrlich, im Kopf schweigst du keine Minute, es geht die ganze Zeit irgendwas ab und die Insights, es gab so ein paar Insights, die ich während des Kurses auch hatte, die für mich persönlich auch bedeutsam waren, die ich nochmal teilen will nämlich.

Ein Insider ist eben, dass wir nie wirklich wirklich schweigen, wenn wir das nicht, wenn wir das, wenn wir es nicht das bewusst sind, dass selbst wenn wir die Augen schließen, dass wir 10 Stunden am Tag meditieren und mit niemandem reden und nichts hören und nichts lesen, alles wegsetzen unser Geist verdaut. Wir haben so viel angeschautes Material in uns, da kommen so viele Dinge auch hoch, mit denen wir lange gar nicht irgendwie gedacht haben zu tun zu haben.

Da kommen so viele Gedanken, so viel Erinnerung, so viel Material hoch. Der Geist hat genug Zeug, mit dem er arbeiten kann. Also selbst wenn du dir nichts zuführst, wirst du immer noch Dinge haben, über die du nachdenkst. Und man darf das auch nicht als n Prozess sehen, den man vermeiden muss. Also Gedanken sind per se nicht etwas, was du irgendwie loswerden solltest oder so. Nein, Gedanken verfolgen einen Zweck, Gedanken verfolgen ein Ziel, Gedanken wollen Probleme lösen, Gedanken wollen dich auf neue Schritte aufmerksam machen, Gedanken sind einfach verd. Auungsprozesse, die in unserem Geist stattfinden, um an gewisse Themen ranzugehen, die uns gerade betreffen oder die uns in der Vergangenheit betroffen

haben oder vielleicht eine Zukunft betreffen werden. Und das ist eben so ein Ding, das, wenn wir aufhören zu konsumieren, aufhören, uns hineinzupacken, Dinge hervorkommen, die sowieso schon in uns waren, die wir aber lange Zeit nicht sehen wollten oder sehen konnten, weil sie eben überdeckt wurden oder eben überstimmen durch die Überstimulation gar nicht erst wahrgenommen wurden.

Und das ist so n Punkt wo man auch merkt, OK, da kommt jetzt vielleicht gar nicht so viel krass in Anführungsstrichen neues hoch, sondern vielmehr Dinge, die du im Alltag sowieso schon an der Oberfläche mal gedacht hattest. Oder die Gedanken, die dich im Alltag so n bisschen belasten, die werden. In der Form n bisschen tiefer, die werden genauer. Du siehst vielleicht Muster dahinter, du siehst vielleicht ne gewisse Ambivalenz in deinen Gefühlen, in deinen Reaktionen gegenüber gewissen Dingen.

Du erkennst einfach mehr. Du kannst Dinge ein bisschen klarer sehen und ich will hier nicht sagen, dass du gleich alle Probleme in deinem Leben auflöst und unglaubliche Klarheit erlangst oder so. Nein, aber du kriegst definitiv mehr Klarheit, du bekommst definitiv mehr Einsicht in die Realität deines Lebens, in die Realität deiner Reaktionsweisen und das war so ein Inside. Ein anderer Inside ist, dass der Körper viel mehr Ruhe benötigt als wie im Alltag geben.

Ich muss immer an Katzen denken, weil Katzen. Die siehst du über den Tag hinweg oft am Chillen. Ich weiß, sie sind nachtaktiv und in der Nacht sind die vielleicht nicht so viel am Chillen, aber Katzen legen sich einfach hin und wenn sie ready sind, stehen sie auf und machen ihr Ding. Wir machen das nicht, wir bemerken nämlich gar nicht, wenn unser Körper Ruhe benötigt, wenn wir anfangen gereizt zu werden, wenn wir anfangen uns ablenken zu wollen, wenn wir anfangen mehr essen uns hineinzuschieben als es uns gut tut, wenn wir anfangen und die ganze Zeit unser Smartphone die Hand zu nehmen, das sind alles Signale.

Körpers, körperliche Empfindungen, dass wir eigentlich nur mal kurz Ruhe benötigen, das uns vielleicht einfach mal hinlegen sollten für 10 oder 20 Minuten unseren Körper eine Auszeit gönnen, weil über den Tag passiert eine Menge und unser Körper benötigt immer wieder kleine Momente der Ruhe und wenn wir ihm die nicht geben, dann sind wir gereizt und fühlen uns automatisch gestresst, da wir anstatt uns.

Ein Powernap zu gönnen, gehen wir uns mitten in der Tasse Kaffee mehr und machen noch mehr Stress mit uns. Und. Ja. Ich weiß nicht, ob man das Baby Grad hat, aber ich hör es. In jedem Fall ist es so, dass ich dort gecheckt hab, wir sollten seinem Körper wesentlich mehr Ruhe geben, als wir es im Alltag tun. Und.

Was mir am wenigsten gefehlt hat während dieser Zeit, war definitiv das Smartphone. Also eine Sache, die ich nicht vermisst hab, war mein Handy, also es war wirklich wie n wie ne Befreiung mal davon loszukommen und mal wirklich Präsenz sein zu dürfen. Nicht ständig abrufbereitschaft, nicht ständig Erreichbarkeit, nicht ständig.

Ich muss noch jemandem antworten, nicht ständig, ich muss mal noch eine Information abchecken, nicht ständig habe ich neue Likes, nicht ständig habe ich eine DM, nicht ständig, was geht gerade auf der Welt ab, gar nix. Das war das war, das war erleichternd. Dieses Smartphone war das, was mir am wenigsten gefehlt hat, und es war auch das, was mir im Nachhinein, wo ich wieder zurück kam, im Alltag den größten Stress gebracht hat, diesen, weil es einfach wir sind uns dessen gar nicht bewusst.

Wir haben es jeden Tag bei uns, wir tragen es ständig mit uns herum, wir sind uns gar nicht bewusst, was dieses Smartphone eigentlich mit uns macht, wir müssten mal wirklich für einen Zeitraum uns davon trennen, um zu sehen, was es eigentlich auslöst. Und. Ja. Da gibt es noch sicherlich ne Menge Insights, nämlich aber vieles davon hab ich schon geteilt, nämlich dass ich eben diese Empfindungen auflösen, wenn man sie beobachtet, dass man nicht unbedingt auf Empfindungen blind reagieren muss, dass man auch beobachten kann und das auch Träume eine unglaubliche therapeutische Wirkung auf uns haben, das habe ich in diesem Podcast schon öfter geteilt, aber dort wurde es mir auch nochmal bewusst,

weil in dieser Zeit, wo man so wenig im außen ist und viel mehr im Inneren, die Träume werden auch viel intensiver und. Wahrnehmung wird auch viel genauer und es ist so gewesen, dass ich wirklich im Traum. Echt schwierige Gefühle verarbeitet hatte und das Waren wieder so weirde Träume, wo man sich vielleicht im Nachhinein denken würde, wie zur Hölle kommt mein Verstand, wie zur Hölle kommt mein Körper, was auch immer jetzt auf diesen Traum.

Aber es hat sich gleichzeitig auch wie ne Heilung angeführt, als würde ne Wunde die tief in mir war n Stück weit mehr heilen können und das sind das ist einfach auch die Wirkung von träumen. Und. Unser unser Verstand. Das jetzt noch mal eben zum Abschluss. Unser Verstand ist dauernd auf Wanderschaft. Wir wandern ständig zwischen Vergangenheit und Zukunft und wenn du das mal wirklich beobachtest, worüber du nachdenkst, den ganzen Tag, dann musst du erkennen, deine Gedanken beziehen sich immer auf Dinge, die in der Zukunft passieren könnten, sollen, hoffentlich oder nicht. Oder Vergangenes.

Was hab ich getan, was hab ich gesagt, wie kam das an solches anders hätt ich es anders machen sollen bla bla bla bla bla ständig Zukunft ständig Vergangenheit. Und wenn wir unsere Aufmerksamkeit nur auf unsere Gedanken richten, leben wir ständig in der Zukunft oder ständig in der Vergangenheit, bis sie hin nachvollziehbar oder? Und jetzt ist der Punkt aber, dass unser Körper. Immer mit allen Sinnen im hier und jetzt ist. Unser Körper kann nur im Augenblick sein, in der Gegenwart sein, und das heißt, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere körperlichen Empfindungen richten. Dann haben wir die Möglichkeit, mit mehr Präsenz Präsenz zu leben.

Und das ist das, worauf es hinausläuft, nämlich dass man lernt. Im hier und jetzt gegenwärtig zu sein. Und automatisch wird man dadurch mehr Leichtigkeit erfahren, weil man nicht mehr ständig neue Dinge in sich anhäuft. Und das ist keine Sache, die einfach so passiert, weil man Eckhart tolle gelesen hat, oder das ist eben das Ding, wenn man Eckhart toll liest.

Und The Power of Now oder die Kraft der Gegenwart. Dann glaubt man, es wäre so einfach, ich muss doch nur im jetzt leben, das jetzt, es gibt nichts anderes, außer das jetzt schon klar auf. Verstandesebene begreifen wir es alle. Es ist offensichtlich, natürlich gibt es nur diesen Augenblick, aber wenn man es nicht erfährt, wenn man es nicht beobachtet, wenn man es nicht erlernt, dann ist man ständig damit beschäftigt, dennoch immer zwischen Zukunft und Vergangenheit zu wandern.

Und wie passen das einfach die Kunst, also es die Aussprache, ist wirklich wie Pascha hab ich gelernt und ich vipassana, aber das ist jetzt nebenbei, falls du dich gewohnt hast, warum ich jetzt so spreche. Die Kunst ist halt, wirklich präsent zu sein. Und wenn man es auch nur immer wieder für n paar Minuten am Tag ist.

Wir können im Alltag gar nicht ständig in der Gegenwart sein. Wir leben halt nicht als Mönch abgeschirmt von der Außenwelt 10 Stunden am Tag in einer meditativen Praxis usw usw nein, wir leben in der Realität unseres Lebens und das bedeutet, Wir haben Verantwortung zu tragen. Mein mein Alltag ist gerade so fucking busy wie noch nie zuvor.

Also. Ich bin eh erstaunt, dass das alles irgendwie so gelingt, weil. Es ist gerade so viel bei mir los, dass Langeweile fast gar nicht mehr aufkommen kann und ich mir dennoch die Zeit nehmen möchte, um am Abend und am Morgen zu meditieren. Und wenn es wenigstens so ne halbe Stunde ist. Aber weil ich gemerkt habe, dass mir das gut tut, und das ist auch so n Ding, wenn ich in der Vergangenheit von Meditation gesprochen hab und auch wenn du es hörst in ner Umgebung oder in irgendeinem Selbstoptimierungswahn.

Bitte versteh das nicht als etwas, was du machen musst um dich zu ner besseren Version deines selbst zu transformieren oder es sollte kein Zwang sein. Ich will und ich wünsche dir von Herzen, dass du die Vorteile einer Meditation erfährst. Ja, am Anfang wird dein Verstand noch lauter werden. Ja, du wirst merken wie unkonzentriert du bist.

Ja, es ist schwierig die Konzentration auf eine Sache aufrechtzuerhalten, aber ich verspreche dir, dass wenn du erstmal gecheckt hast, wie tief du eindrehen kannst in deinen Körper, wie tief du eindrehen kannst in den Augenblick, wirklich. Metaphorisch gesprochen, wie tief du tauchen kannst in diesen Ozeanen, auf dem oberflächlich gesehen nur Wellen sind und n Sturm herrscht.

Aber du hast immer die Möglichkeit Hinabzutauchen in diese Stille in dir. Wenn du das erstmal gelernt hast, dann ist Meditation nichts mehr, wofür du dich überwinden müsstest, weil es etwas ist, wonach du dich sehnst. Die Stille, die jederzeit in dir vorhanden ist und die du jederzeit. Zu der du jederzeit Zugang finden kannst, wenn du in der Lage bist, durch diese verstandeswellen Hinunterzugehen in die Tiefe und das ist etwas, was du in Vipassana lernst. Und das ist etwas, was ich einfach mitgeben wollte. Und das ist die Kunst des Lebens, nämlich dass man die Stille in sich entdeckt.

Und diese Stille lebt, weil aus dieser Stille, aus der Ruhe heraus entstehen alle schönen positiven Eigenschaften, Liebe, Mitgefühl, friedvolle. Einsicht, Weisheit, all diese Dinge entstehen aus der Ruhe, aus der Stille in dir und nicht aus irgendwelchen extremen, hoch so extrem Tiefs. Balance, Gleichgewicht und immer wieder neu das Gleichgewicht finden, weil das Leben wirft uns immer nach links und nach rechts, das ist vollkommen normal und wir können uns dagegen wehren. Wir können sagen, Ah, fuck, warum heutschen wieder und nein, warum ich?

Aber die Kunst besteht darin, nicht zu reagieren, wahrzunehmen, Gleichmütig zu beobachten, anzunehmen und mit Weisheit, nicht nur mit blinder Hingabe, nicht nur mit OK, das ist jetzt mein Leben, fuck, nein, nein, nein, mit Weisheit. Das Handeln Voranzuschieben auf eine bewusste Ebene, auf eine schöne Ebene, auf eine Ebene, die allen Menschen und vor allem dir selbst zugute kommt. Harmonie verursacht, das ist die Art und Weise, wie man am besten leben könnte und sollte, aber ich will kein Solter und auch kein könnte sagen, sondern ich will einfach nur sagen Live your Life und geh voran, step by step präsent. Und diese Akzeptanz, von der ich die Ganze gesprochen hab, ist es keine Passivität, dieses

Beobachten, dieses hinnehmen, dieses Gleichmütige zusehen, das ist keine Passivität, das ist kein, ich leide jetzt darunter und ich bin passiv, und ich mache jetzt nichts dagegen, sondern. Akzeptanz bedeutet eben auch, Dinge zu sehen, die einen jetzt im Moment leicht stören und über die man auch ne Entscheidungsgewalt hat, die man, für die man sich auch bewusst für dagegen entscheiden kann. Und wenn man wahrnimmt, was einem wirklich gut tut, dann kann man auch wahrnehmen, wie man sich entscheiden sollte, einer gewissen Situationen und manchmal ist die beste Reaktion und die beste Entscheidung gar keiner. Und alles, was du erlebst, alles deine Gedanken in diesem Augenblick, deine Gefühle, deine

Empfindungen in diesem Augenblick, alles davon ist vergänglich. Nichts davon bleibt für immer. Und wenn man ne schwierige Phase gerade durchmacht, dann ist es auch so unglaublich hilfreich zu verstehen. Auch das ist nur eine Phase und du musst nicht darauf reagieren, du kannst es auch einfach akzeptieren, du kannst die Vergänglichkeit aller Dinge tief in deinem Inneren.

Und du kannst dich auf diese Weise leichter von all dem Ganzen lösen. Und du kamst in einer schwierigen Situation. Dich befinden, die objektiv schwierig ausschauen mag, aber du kannst dich innerlich in einer sehr leicht Situation befinden. Du kannst dennoch trotz aller Probleme, trotz aller Struggle sich innerlich frei fühlen und dich leicht fühlen und erkennen, dass Gedanken und Emotionen Prozesse sind, die entstehen, die kommen und die wieder gehen und Freiheit, wahre Freiheit, nicht die Freiheit, die wir oft verstehen, Freiheit überall hinzu gehen, überall hinzu Reisen, mit jedem Menschen Kontakt zu haben oder zu schlafen oder das Geld dieser Welt zu besitzen, das ist keine Freiheit.

Das ist Abhängigkeit, das ist Bindung, das ist, wenn das passiert, bin ich glücklich, wenn das nicht passiert, bin ich unglücklich, das ist absolute Gefangenschaft, wahre Freiheit, die wirkliche Freiheit entsteht, wenn du lernst, loszulassen und das hier und jetzt ohne diese beständige Anhaftung zu erleben, wenn du durchlässiger wirst. Wenn du Erfahrungen dieses Augenblicks annehmen kannst und loslassen kannst.

Und. Ja. Dead Set, Dead Set und mir ist noch was ganz Wichtiges eingefallen, nämlich die Einstiegsfrage, ob dieses Vipassana, dieser vipassana Kurs. Und die Dopamin baseline, wie ich das Leben jetzt im Augenblick wahrnehme, hat es jetzt für mich eine große Veränderung gegeben. Und ich muss die Frage mit Jein beantworten. Es ist so.

Es ist natürlich natürlich so gewesen, dass jetzt alltägliche Dinge viel mehr Reiz verursacht haben, aber auf der anderen Seite hat mich dieses moderne Leben und mein Alltag, den ich davor hatte. Irgendwie auch überfordert, vor allem mit dem Smartphone und dem ganzen Drum und dran. Das hat mich einfach auf Art und Weise überfordert und ich hab jetzt erstmal so n bisschen Zeit gebraucht um mich wieder darauf anzupassen und dem Ganzen wieder Raum zu geben und.

Dennoch ist etwas hängengeblieben und es war diese Einsichten, die ich in diesem Kurs erfahren durfte. Und diese Einsichten wollte ich hier einfach mal teilen. Und ich wünsche dir, dass du deine eigenen Einsichten machen kannst. Und wenn du mehr Informationen dazu willst, findest du in den Show Notes alles weitere.

Es war eine lange Folge, unerwartet lange und ich danke dir für deine Aufmerksamkeit. Ich hoffe, du konntest ein bisschen was daraus mitnehmen und ich wünsche dir an dieser Stelle ein wundervolles Leben und an alle, die ich am 21 September sehe, ich freue mich, es wird richtig cool, ein Tag zum klarkommen, wir sind voll. Ja, bis dahin.

Mach's gut, bis zum nächsten Mal. Ciao. Ciao.

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