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KOMM KLAR DIGGA· Staffel 1· Folge 89

#89 | Geführte Meditation: radikal gelassen.

Sonntag, 15. September 2024 · 38 min

MP3

Shownotes

(EP89) How-to: Das (eigene) Bewusstsein entwickeln.
In dieser Folge führe ich dich durch eine intensive Meditation, die dich dabei unterstützt, radikale Gelassenheit zu kultivieren. Wir kombinieren Anapana-Sati (bewusste Atembeobachtung) mit Vipassana (Körper-Scan), um Gleichmut zu entwickeln – die Fähigkeit, alles wahrzunehmen, ohne sofort zu reagieren.
Diese Meditation ist perfekt für dich, wenn du nach innerer Ruhe suchst und lernen möchtest, deine Gedanken und Empfindungen bewusst zu beobachten, anstatt dich von ihnen kontrollieren zu lassen. Es ist eine Praxis für alle, die mehr Bewusstheit und Selbstbestimmung in ihrem Alltag leben wollen. Egal, ob du gerade mit Stress kämpfst oder deine Achtsamkeit vertiefen möchtest – diese Folge bringt dich zurück ins Hier und Jetzt.
Für die besten Ergebnisse empfehle ich, eine regelmäßige Praxis daraus zu machen. Wie beim Training im Fitnessstudio, wo jemand, der 100 kg auf der Bank drückt, dies durch konstantes Training erreicht hat, brauchst du auch hier Kontinuität. Je öfter du diese Meditation praktizierst, desto stärker wird dein Geist und desto leichter fällt es dir, auch im Alltag gelassen und bewusst zu bleiben.

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Was geht ab und herzlich willkommen? Zu einer neuen Folge komm klar, digga. In der heutigen Folge geht es um eine geführte Meditation. Ich dachte mir nach der letzten Folge, wo ich über meine Erfahrungen wie passender Kurs gesprochen hatte, macht das durchaus Sinn. Eine Meditation anzuleiten, die sich auch auf die vipassana Technik konzentriert und diese Art der Technik hilft vor allem dabei, diese Innere, von mir aus radikale Gelassenheit zu kultivieren, nämlich diese Art von Gelassenheit, die man empfindet, wenn einem im Moment alles, ich sag nicht egal ist, sondern man jedem Umstand und jeder Empfindung und jedem Gedanken einer gewissen Ruhe mit einer gewissen Gleichmütigkeit begegnet.

Und ich hatte auch in den vorherigen Folgen öfter mal von diesem inneren Safe Space gesprochen, diesen Ort in dir, an dem du immer wieder zurückfinden kannst, wenn man alles irgendwie wie ein Chaos wirkt oder wenn der Sturm auf der Oberfläche extrem stark ist. Und diese Technik des Abtauchens, diese Technik des in sich Hineingehens und beobachtens Beobachtens, das ist letztendlich die Kunst von Vipassana. Und ich?

Hab vielleicht wenn du es hörst, ich weiß es nicht für die kleine ASMR Stimmung hier im Hintergrund gesorgt, nämlich regen, es regnet draußen ein wenig stark und der Regen prasselt so leicht gegen die Scheibe und die Jalousie. Wenn du es nicht hörst dann cool, wenn doch dann auch cool, wir nehmen es einfach mit. Und fangen jetzt einfach mit der Meditation an, indem wir zunächst einmal eine Position finden, in der wir bequem, aber mit Aufrechterhaltung sitzen können. Das ist also schon wichtig, dass wir aufrecht sitzen, wenn du jetzt diese Meditation im Liegen praktiziert, was vollkommen cooles okay, also kein Stress besteht, aber die Möglichkeit, dass du einschläfst, weil du natürlich dann runter fährst und die Konzentration vernachlässigt

und man dann sanft in den Schlaf gleitet, oder? Powernap in jedem Fall ist es aber so, dass wenn du an deiner Konzentration an deiner Bewusstheit arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir dies hier im Sitzen zu praktizieren. Ok, wenn du deine Position gefunden hast, dann schließe nun einmal sanft deine Augen. Sobald wir die Augen schließen, ist es. Bei würd ich sagen allen Menschen so, dass die, dass die Gedanken anfangen zu kreisen.

Also unser Verstand beginnt automatisch damit, mehr Gedanken zu erzeugen, sobald wir unsere Augen schließen. Man könnte es vielleicht auch so bewerten, dass wenn wir unsere Augen offen haben, strömen halt natürlich genügend Reize auf uns ein. Wenn wir aber die Augen schließen. Entsteht so ne Art Vakuum, leere und diese Leere führt unser Verstand, in dem die Gedanken lauter werden. Und unsere Aufgabe ist es hierbei nicht, die Gedanken loszuwerden.

Das ist oft so nen Trugschluss, den viele Leute mit sich tragen, dass man. Durch die Meditation aufhört zu denken, dass es nicht Sinn und Zweck einer Meditation es ist auch nicht Sinn und Zweck. Glücklicher zu sein mit der Meditation oder überhaupt irgendeine Erfahrung zu kreieren. Es geht vielmehr darum, dass man absolut gegenwärtig bei dem ist, was im Augenblick ist.

Man nimmt alles an, was im Augenblick da ist. Wenn die Gedanken laut werden, wenn die Gedanken intensiv sind, wenn wir uns in diesen Gedanken verlieren, dann ist das die Realität. Und wir wehren uns nicht gegen die Realität, sondern wir nehmen sie an. Wir nehmen es wahr, und das heißt, wir nehmen auch die Gedanken wahr, wir nehmen es wahr, wie wir uns darin verloren haben, ohne aber zu tief in sie abzutauchen.

Und um jetzt einmal den Zugang zu einer. Tieferen Konzentration zu erleichtern, ist es hilfreich, wenn wir unseren Körper, unseren Nervensystem ein wenig regulieren, ein wenig entspannen und dazu nutzen wir den Atem. Wir nutzen, wir nehmen ein paar bewusste, tiefe Atemzüge, dazu atmen wir jetzt zweimal. Also doppelt tief durch die Nase ein und lassen die Luft dann durch den durch den geöffneten Mund mit einem entspannten Seufzer los.

Und dabei lassen wir unsere Schultern sinken, unser Gesicht entspannen und auch jegliche Anspannung los. Also wir nehmen zweimal tief den Atem in die Nase hinein ein. Noch einmal. Und über einen entspannten Seufzer lassen wir los. Noch einmal tief ein. Noch einmal tief ein. Und über den geöffneten Mund loslassen. Noch ein letztes Mal tief durch die Nase ein. Noch einmal die gesamte Luft tief ein. Und alles loslassen.

Lass hier nach deinen Körper wieder in der natürlichen Atemrhythmus finden. Und wir beginnen einmal mit Anapana. Das ist bewusst zu atmen. Hierfür richten wir unsere Konzentration einmal auf den Bereich um die Nasenlöcher. Unser Atem strömt durch diesen Bereich hinein und auch wieder hinaus. Und. Unsere Aufgabe ist es jetzt, diesen natürlichen Atemfluss zu beobachten.

Wichtig, dass es keine Atemübung, wir wollen den Atem jetzt nicht kontrollieren in irgendeiner Form, sondern die Kunst ist es wirklich. Einfach die Kontrolle loszulassen und den Atem auf natürliche Weise kommen und gehen zu lassen. Und die Aufgabe ist es, dabei zu beobachten, wie die Luft durch die Nasenlöcher einströmt und über die Nasenlöcher wieder ausströmt.

Und wir konzentrieren uns auch eben nur auf diesen Bereich. Die Berührung der Luft an den Nasenlöchern. Vielleicht das leichte Kribbeln über der Oberlippe, die Kühlung des Einatmens oder die Wärme des Ausatmens. Also konzentrieren wir uns nur auf diesen Bereich Nasenlöcher, den Bereich oberhalb unserer Oberlippe.

Und richten unseren Fokus vollkommen konzentriert auf diesen Bereich. Oft ist es so, gerade zu Beginn. Dass man das Gefühl hat, dass der Atem sich verändert, wenn man ihn beobachtet. Oder dass man ihn automatisch kontrolliert, sobald man ihn beobachtet. Und das ist auch völlig normal. Was auch voll völlig normal ist, ist, dass der Verstand abschweift, dass man selbst abschweift, dass man sich in Gedanken verliert und auch das ist Teil der Übung. Die Kunst besteht darin, zu erkennen, sobald du abschweifst. Und dann, sanft, frei von Anspannung, deine Aufmerksamkeit wieder zurück zum Atem.

Längst. Der Atem ist wie ein Anker. Er findet immer hier und jetzt statt. Unser Körper atmet unser gesamtes Leben lang. Beobachte, wie Luft über die Nasenlöcher einströmt. Und wieder ausstrahlen. Und dein Fokus bleibt nur auf den Bereich. Ausgerichtet um die Nasenlöcher herum. Über oberhalb der Oberlippe.

Haltung, Gedanken, Abschweifst finde wieder zurück. Zu der Macht. Bewache den Eingang deiner Nasenlöcher, lasse keinen Atem und beobachte ein oder ausströmen. Nimm die Empfindungen wahr, die du in diesem Bereich spüren kannst. Die Worte sind dazu nicht wichtig. Es ist nur entscheidend, dass du wahrnimmst, dass du in diesem Augenblick erfährst. Wie der Atem über die Nase durch ein und wieder ausströmt. Auf ganz natürliche Weise.

Gedanken kommen. Verliert sich in ihnen und. Bemerkt es. Und findet ihr zurück zur Atmung. Wenn du merkst, dass du hierbei müde wirst. Und du deine Konstruktion aber aufrechterhalten willst, dann macht es Sinn ein paar stärkere Atemzüge zu nehmen. Die Konzentration wieder bewusst auszurichten. Wenn du das Gefühl hast, du spürst gar nichts, du spürst den Kontakt an den Nasenlöchern nicht oder oberhalb der Oberlippe.

Dann machte doch hier so ein paar stärkere Atemzüge zu nehmen. Je länger wir es beobachten, desto sanfter und. Ruhiger wird der Atem. Aber noch einmal, es geht hier aber nicht darum, den Atemfluss zu kontrollieren. Das Ziel ist es nicht, einen sanften Atem zu kreieren, sondern das Ziel ist es, einfach nur zu beobachten, was im Augenblick da ist, wenn der Atem nicht sanft ist, wenn er kurz und vielleicht ein wenig schneller ist, dann ist auch das vollkommen okay.

Es gibt hier aber keinen richtigen oder falschen Atemfluss, es geht einfach nur um die Fähigkeit zu beobachten. Gleichmütig. Wir nehmen alles an, was im Augenblick ist. Beobachte, wie der Atem einströmt. Wieder ausströmt. Vielleicht spürst du die Wärme des Aufströmenden Atems. Vielleicht spürst du die Kälte des Einströmenden Atems.

Vielleicht spürst du, wie Luft sanft über den Bereich der Oberlippe hinüberstreift. Vielleicht spürst du, wie die Luft in den Nasenlöchern sich an Nasenhöhle nach oben bewegt. Bring deine gesamte Konzentration in diesen Bereich beobachte. Gelassen und Gleichmütig. Renate. Was auch immer für Gedanken.

Dass die Gedanken da sein, finde wieder zurück. Zum Atem. Wieder und wieder. Sagen fällt einem das einfacher. An anderen Tagen ist es schwieriger. Doch hier werden wir nicht, sondern. Wir nehmen s an. Wir beobachten. Wie der Atem einströmt. Wieder hinauslesen. An manchen Tagen ist unser Geist aufgewühlter. Und die Wellen auf der Oberfläche des Geistes scheinen intensiver zu schlagen und um sich zu toben. Und es ist dabei vollkommen normal, dass wir uns immer wieder in Tagträumereien verlieren oder in gewissen Dingen aus der Vergangenheit, die hochkommen oder gewisse Sorgen über die Zukunft unser Verstandes ständig damit beschäftigt, zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her zu wandern.

Wir machen uns Gedanken darüber, was wir vielleicht falsch gesagt haben, was wir hätten anders machen können. Und genauso machen wir uns Gedanken darüber, wie wir den nächsten Tag, die nächste Woche, den nächsten Monat planen. Und das findet ein Leben lang statt. Dieses Hin und her. Doch mit Hilfe von Meditation lernen wir, dass wir eine Wahl haben.

Wir können uns mit gewissen Dingen verbinden, wie den Atem, der Atem findet immer. In der Gegenwart statt der Art und kann nicht zukünftig passieren. Jeder Atem kommt jetzt und geht jetzt. Und wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf ausrichten, sind wir im jetzt. Gedanken kommen, Gedanken gehen. Kommen wir zurück zur Atmung. Was auch immer du hörst.

Oder sonst wo im Körper spürst. Oder welche Ablenkung dein Verstand kreieren mag. Schmerzen im Rücken oder ein Jucken? Oder ein weiterer Gedanke, der laut wird. Ganz sanft, ganz gelassen kommst du einfach wieder zurück zur Atmung. Du beobachtest, wie die Atmung fließt. Mal ruhiger. Mal schneller.

Mal tiefer. Mal kürzer. Du beobachtest einfach nur. Nachdem wir jetzt unsere Konzentration auf diesen Bereich geschärft haben, beginnen wir jetzt damit. Unsere Aufmerksamkeit langsam von den Nasenlöchern hinauf zu unserer Stirn wandern zu lassen. Spüre einmal den Bereich deiner Stirn. Vielleicht kannst du etwas wahrnehmen, irgendwelche Empfindungen, vielleicht merkst du ne Art von Leichtigkeit, vielleicht merkst eine Art von Wärme, vielleicht spürst du auch nichts und auch dieses nicht ist eine Erfahrung ist eine Empfindung. In jedem Fall beginnen wir jetzt von der Stirn aus langsam nach unten zu wandern.

Zu den Augen. Bereich um die Augen herum. Zu unseren Wangen. Der Kiefer. Dem Kin. Nimmt aber jede Empfindung wahr. Sei es Druck oder Wärme oder Kälte. Oder leichtes Kribbeln, leichtes Pulsieren. Oder von mir aus gar nichts. Auch das nichts ist eine Empfindung für sich. Und es ist vollkommen normal, dass es an manchen Bereichen uns einfacher fällt, Empfindungen zu spüren und in anderen Bereichen uns nicht so einfach fällt.

Und auch hier begegnen wir all dem mit Gleichmut. Wir nehmen S einfach wahr gelassen, als die Realität es ist, was es ist. Und auch Empfindungen zeigen sich in unterschiedlicher Form. Manche fühlen sich ganz fein an, ganz angenehm. Manche Empfindungen wirken ganz grob ganz schwer. Und uns natürliche Reaktion ist es. Die groben Empfindungen sofort auflösen zu wollen. Wir entwickeln, entwickeln Abneigungen dagegen. Und zu den feinen Empfindungen fühlen wir uns hingezogen. Darum wollen wir mehr.

Doch hierbei geht es darum. Weder das eine zu wollen, noch das andere von sich wegzuschieben. Es geht mehr darum, beides einfach nur zu akzeptieren, anzunehmen, gleichmütig. Nicht die Empfindung zu bewerten, sondern sie zu bemerken. Versuch einfach alles neutral. Zu zu betrachten. Wir wandern jetzt langsam. Vom Kiefer Kinn ausgehend zu unserem Hals der Halsvorderseite.

Den Kehlkopf. Hinunter zum Brustkorb. Vielleicht spürst du, wie der Brustkorb sich mit jedem Atemzug hebt. Wieder singt. Vielleicht spürst du hier im Brustbereich eine Weite oder eine Enge. Wärme oder eine Kälte? Bleib einen Moment mit der Aufmerksamkeit hier im Brustbereich in der Brustmitte. Und lasse jetzt einmal deine Aufmerksamkeit langsam. Zur rechten Schulter wandern.

Spüre einmal die rechte Schulter hinein und dann wandere langsam. In den rechten Oberarm. Rechten Ellbogen. Unterarm. Das rechte Handgelenk. Und jetzt in die rechte Hand Innenfläche. Bleibe hier mit deiner Aufmerksamkeit in der Handinnenfläche. Und spüre einmal in jeden einzelnen Finger hinein in den Daumen, den Zeigefinger, Mittelfinger. Den Ringfinger in den kleinen Finger. Bemerke auch hier die Empfindungen. Wir benötigen hierfür keine Wörter, das ist die reine Erfahrung, die uns interessiert.

Die reine Erfahrung der Gegenwart. Was spürst du in diesem Augenblick, wenn du mit der Aufmerksamkeit in deiner Hand verweilst? Bis in die Fingerspitzen hoch. Du bist präsent. Du bist jetzt in dem Körper. Und dann Wanderer einmal mit deiner Aufmerksamkeit. Von der rechten Hand hoch. Zur rechten Schulter und dann vom Berufsbereich über zur linken Schulter. Doch hier.

Führen wir die Aufmerksamkeit langsam von der Schulter zum Oberarm. Und vom Oberarm zum Ellbogen. Und dann zum Unterarm. Zum linken Handgelenk. Dann auch hier in die Handinnenfläche. Ich höre auch hier die Empfindung, die zu begegnen. Andere dann von der Handinnenfläche bis in die Fingerspitzen hoch in den Daumen, den Zeigefinger.

Mittelfinger. Ringfinger. Den kleinen Finger und die gesamte Hand. Andere langsam. Jetzt einmal von der Hand wieder hoch über den Unterarm, hoch zum Oberarm, die linke Schulter hin zum Brustkorb. Die Brustmitte. Noch einmal. Jede Empfindung. Jede Empfindung, ob grob oder fein. Kommt und geht. Du wirst bemerken, dass.

Gewisse Empfindungen. Immer wieder auftauchen. Und immer wieder vergehen, man bemerkt manchmal ein Jucken an einer Stelle. Manchmal ein Stechen oder ein Rückenschmerz. Was auch immer du in diesem Augenblick wahrnimmst. Belass es bei der Wahrnehmung. Wir wollen nicht bewerten, wir wollen wahrnehmen.

Wir schaffen hier den Raum, den Raum. Der Gelassenheit, um auch im Alltag weniger zu bewerten und mehr wahrzunehmen, einen Raum zu schaffen für eine freie Entscheidung. Kommen wir zurück zum Berufskorb Brustmitte. Und wandere langsam nun hinunter. Im Bauchbereich. Vielleicht spürst du jetzt auch hier.

Eine gewisse Wärme. Eine gewisse Weite. Spürst vielleicht, wie die Bauchdecke sich leicht hebt und wieder gesenkt mit jedem Atemzug. Oder vielleicht fühlt es sich ein wenig eng an. Und auch das ist vollkommen OK. Dann spüre einmal die Hüfte. Solltest du gerade sitzen, dann spüre einmal den Kontakt zur Sitzoberfläche über die Sitzbeinhöcke.

Spüre, wie das Gewicht deines Körpers in die Ablage Abdrückt. Das Gewicht des Körpers, die Ablage sinkt. Nichts weiter tun musst. Außer hier zu sein, zu beobachten. Der Verstand mag sämtliche Aufgaben stellen, die man noch machen sollte oder Dinge hervorholen, die man beachten müsste oder Ideen kreieren, die sehr reizvoll erscheinen. Alles darf der Verstand gerne tun. Doch du entscheidest dich mit deiner Wahrnehmung bewusst hier und im jetzt zu bleiben, im Körper zu sein, in Empfindungen zu verweilen.

Und der Erfolg dieser Technik misst sich nicht daran, wie gut du dich fühlst, sondern daran, wie gleichmütig du gegenüber jeder Empfindung bleibst. Nun wandere mit deiner Wahrnehmung, deiner Aufmerksamkeit, deinem Bewusstsein langsam das rechte Bein hinunter, rechten Oberschenkel zum Knie. Über das Schienbein hinunter zum rechten Fuß der Ferse. Der Fußsohle bis hoch in die Zehenspitzen. Spüre den gesamten Fuß.

Spüre die Empfindungen im gesamten Fuß. Je öfter wir dies praktizieren, desto feiner. Wird unser Gespür das so feiner? Entwickeln wir die Wahrnehmungsfähigkeit, desto mehr Empfindungen? Können wir wahrnehmen? Aber noch einmal der Erfolg. Misst sich an nichts anderem als. Unsere Gleichmäßigkeit. Objektivität?

Gewahr sein. Zur Neutralität. Gelassenheit. Präsenz. Wandere einmal von den Zehenspitzen über die Fußsohle wieder langsam hoch über das rechte Bein zum rechten Knie. Rechter Oberschenkel hin zur Hüfte. Dann zur linken Seite linken Oberschenkel. Linke Knie hinunter das Schienbein. In die linke Ferse. Fußsohle.

Besuchen die Zehenspitzen. Spüre auch hier einmal nach. Wir waren jetzt einmal hoch. Wieder vom Fuß ausgehend, hoch zur Hüfte. Und auch vom rechten Fuß ausgehend hoch zur Hüfte. Und alle Bereiche, die wir gerade ausgelassen haben, versuchen wir es in unserer Wahrnehmung auszufüllen. Wir sind wieder präsent in der Hüfte und bewegen uns langsam zum unteren Bauch.

Spüren hier nach und spüren hier vielleicht, wie sich die Bauchdecke hebt. Spüren deine Wärme. Vielleicht eine Leichtigkeit, vielleicht eine Schwere. Vielleicht eine Weite, vielleicht eine Enge. Wir bewegen uns jetzt vom unteren Bauch hin. Durch den Körper zum unteren Rücken. Sind der Wahrnehmung im unteren Rücken.

Der Bereich entlang der Wirbelsäule. Waren wir langsam hoch, ganz langsam. Stück für Stück. Tasten wir mit unserer Wahrnehmung. Gesamten Rückenbereich ab. Bis jemanden schulterblättern ankommen. Von den Schulterblättern wandern wir noch einmal über beide Schultern parallel hinunter in die Hände.

Lass uns Aufmerksamkeit fließend bis in die Fingerspitzen bewegen. Und wieder hoch zurück. Über die Arme. Hinzu den Schulterblättern. Pannen langsam hoch zum Nacken den Nackenbereich, die Halsrückseite. Nehm war, was im Augenblick dort an Empfindungen auftaucht. Bleiben bewusst in diesem Bereich. Wandern dann einmal.

Von der Halsrückseite noch höher. Zum Hinterkopf. Und schließlich? Zu unserem Scheitel, dem höchsten Punkt unseres Kopfes. Und auf diesem Weg? Passiert es ganz automatisch, dass Gedanken auftauchen? Und wir dies wahrnehmen können und dann wieder zurückfinden in unseren Körper. In diesem Augenblick. Der Körper ist wie eine Art.

Tür, die wir nutzen können, durch die wir hindurch gehen können, um in diesen Augenblicken zu verankern. Der Körper ist immer im jetzt. Und es ist auch normal, dass Empfindungen an manchen Stellen viel einfacher zu spüren sind. An anderen Stellen. Noch schwieriger spürbar sind. Es ist völlig normal, dass wir an manchen Stellen das Gefühl haben, nichts zu spüren und noch einmal auch dieses nichts.

Nehmen wir als eine Empfindung wahr. Wir nehmen es an. Bleibt einmal mit deiner Aufmerksamkeit an dem höchsten Punkt deines Kopfes. Und nun versuche. Deine Aufmerksamkeit über den gesamten Kopf streifen zu lassen, die Stirn, Augen, Nase Bereich über der Oberlippe, die Ohren, Wangen, Kiefer. Noch die Rückseite, den Hinterkopf.

Versuche einmal mit der Wahrnehmung all das zu vereinnahmen, zu beobachten. Mit derselben intensiven Präsenz spüre einmal den gesamten Heils, Vorder und Rückseite. Und nun spüre einmal den gesamten rechten Arm von der Schulter hinunter bis in die Fingerspitzen. Spüre die Präsenz in dem gesamten rechten Arm.

Als ein Ganzes, als eine Einheit. Spüre nun die Präsenz im linken Arm. Von der Schulter Abgehend bis in die Fingerspitzen. Und spüre nun die Präsenzen im Brustkorb. Vom Brustkorb hinunter bis in den Bauch. Spüre auch hier einmal alles als eine Einheit, den gesamten Bereich. Nichts ist getrennt voneinander.

Spürst die gesamte Vorderseite deines Oberkörpers. Und nun die Rückseite von den Schulterblättern hinunter bis zum unteren Rücken. Versuche einen mit der Wahrnehmung alles auszufüllen. Und dann die Hüfte, den unteren Bauch, der Bereich. Da sitzt mein Höcker, der Kontakt zum Boden oder zum Stuhl oder zum Bett.

Spüre einmal dein gesamtes rechtes Bein von oben bis hinunter den Fersen, die Zehenspitzen. Dein gesamtes linkes Bein von oben bis hinunter zu den Zehenspitzen. Jetzt verbinde alles miteinander, spüre den Kopf, den Hals, Brustkorb, die Arme. Den gesamten Rücken, Bauch, Hüfte und beide Beine spüren den gesamten Körper. Als eine Einheit.

Lass jede Empfindung dabei auftauchen, die auftauchen möchte. Lass alle Gedanken auftauchen, die auftauchen wollen. Dass die Empfindungen kommen. Lassempfindungen gehen. Dass die Gedanken kommen, lass die Gedanken gehen. Du bist weder deine Gedanken, noch bist du deine Empfindungen. Du bist das Bewusstsein.

Das all das beobachtet. Gleichmütig, Neutral, voller Harmonie. Voller Stille. Voller Präsenz. Das bist du, das ist deine wahre Natur. Lass diese innere Ruhe. In alles fließen. In jeden Gedanken, jede Empfindungen. Dein Bewusstsein ist immer da. Sie war nie weg. Nimmt jetzt noch diesen Moment und das Gefühl. In der Ruhe und dem Körper zu spüren. Bewege langsam deine Finger.

Wie gelangst du deine Zehen? Bringe ich dann wieder sanft in diesen Raum zurück, in dem du dich Grad befindest? Wenn du möchtest, darfst du auch gerne deine Augen öffnen. Und als Intention dir vornehmen, dieses Gefühl, diese Gelassenheit und diese Bewusstheit mit in den Tag zu nehmen, in jeder Interaktion. Und mal gelingt uns das besser und mal gelingt uns das weniger gut.

Aber wir sollten immer dran denken, wir können oft nicht kontrollieren, was uns im Leben widerfährt und. Ist genauso wie die meisten Gedanken die aufkommen, die wir nicht bewusst kontrollieren können. Wir können nicht entscheiden, welcher Gedanke als nächstes kommt. Aber wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren, bewusst oder unbewusst.

Sind wir reaktiv oder kreativ? Und diese Übung, diese Technik? Hilft uns dabei. Unsere Fähigkeit zu Schulen nicht in den Automatismus zu verfallen. Sondern bewusst zu bleiben und alte Konditionierungen aufzulösen. Wir bleiben bewusst, auch wenn die Empfindungen in unserem Körper uns dazu führen wollen, dass wir unbewusst reagieren. Und mit Hilfe dieser Praxis lösen wir nach und nach alte Muster auf und beginnen mehr und mehr ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ich danke dir für deine Zeit. Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, um diese Präsenz in dir zu entwickeln. Und das Licht hinaus in die Welt zu tragen, das Licht der Bewusstheit. Mach's gut, bis zum nächsten Mal. Ciao ciao.

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