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STRONG for life | Athletik & Gesundheit

Race Ready #37 Rote Bete im HYROX: Wundermittel oder Mythos?

Sonntag, 13. September 2026 · 9 min

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Shownotes

In der zweiten Folge unserer Rubrik ‚Supplemente im HYROX' nehmen sich Timo und Björn den Rote-Bete-Saft vor – eines der beliebtesten Dinge in der Ausdauerszene. Sie ordnen evidenzbasiert ein, was die Studienlage für die Ausdauerleistung wirklich hergibt, warum der Effekt stark vom Trainingszustand und der Belastungsart abhängt – und was das konkret für dich als HYROX-Athlet bedeutet.
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Okay, gehen wir auf ein Supplement ein, was glaube ich in der Hux Community immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt.

Warte mal, Supplement. Es ist ein ganz normales Lebensmittel.

Oh, du hast recht. Scheiße, du hast absolut recht. Ja, ich wollte, bevor wir jetzt über die Wissenschaft gleich mal eingehen, was wirklich die Datenlage zeigt zu Rote Beete, ja, warum ich, warum ich in Anführungsstrichen auf Supplement komme. Ja, gut, das ist schwer, das ist ein Lebensmittel, genau, du hast recht.

Ich denke an über drei Verecken nochmal um. Aber deine persönliche Meinung, bevor wir gleich auf die Datenlage drauf eingehen, bist du ein Fan von generell Rote Beete? Und wenn ja, ganz kurz, schon genutzt für Endurance Sessions oder nicht?

Ja, also geschmacklich bin ich kein Fan, vom Effekt her auf jeden Fall. Ja, also super auf jeden Fall.

Ich sage bei mir auch beides ja. Und wir gehen jetzt mal drauf ein, was so die Datenlage zeigt. Letztendlich geht es eigentlich nur um das Nitrat, was innerhalb der rote Bete ist, was für viele dann diesen lukrativen Benefit liefert für Ausdauersport. Und das Nitrat wird dann zu Nitrit, oder was dann letztendlich über diese Stickstoff-Monoxidkapazität umgewandelt wird.

Und letztendlich ist der Benefit, den wir uns alle hoffen, dass die Sauerstoffversorgung besser wird, weil diese Stickstoff-Monoxid-Unwandlung letztendlich dazu führt, dass die Durchblutungsförderung einfach besser ist. Und das zeigt auch zumindest die Datenlage. Es gibt gleich ein kleines Aber, ob es wirklich für Herox auch super effizient ist und wenn ja, für welche Personengruppe das im Herox Continuum auch effizient ist.

Weil natürlich wird es im Herox jetzt noch nicht wissenschaftlich untersucht, sondern der reine Benefit wurde halt im reinen Endurance-Sport untersucht und halt nicht im Hyrox. Die Frage ist erstmal zu dir, hast du es als rote Bete-Schotz genommen? Hast du rote Beete gegessen oder hast du rote Bete Saft getrunken?

Ich habe rote Beete Saft getrunken. Zwischen Trainingseinheiten einen halben Liter. Und ist natürlich nicht das Effizienteste. Andererseits, damals gab es auch solche Produkte wie heute mit dieser Dichtheit noch gar nicht. Da blieb mir nur der rote Beete-Saft. Aber den zwischen zwei Grundlagenausdauereinheiten, wo aber auch durchaus mal Intervalle vorkam, war schon sehr, sehr angenehm, muss ich sagen.

Also du gehst halt einfach deutlich frischer in die zweite Einheit. Oder die zweite Einheit wird leichter durch den Effekt quasi.

Ja, weil der Effekt ist letztendlich, dass die Sauerstoffversorgung besser ist. Das führt auch so ein bisschen dazu, dass die Mitochonien einen Tacken effizienter, effektiver arbeiten. Wichtig ist, es macht einen nur effizienter, aber nicht automatisch schneller. Das ist vielleicht ganz wichtig. Das heißt, es ist jetzt nicht so, du nimmst rote Bete und plötzlich bist du sofort 10, 15, 20 Prozent besser, sondern du musst auch lernen, damit zu arbeiten.

Das heißt, gerade so diese ökonomische Variable ist halt super wichtig dafür, dass in Anführungsstrichen rote Beta auch fruchtet. Aber man muss auch ganz klar sagen, von der Personengruppe, die auch so im Android-Sport, ich sag mal, analysiert wurde, profitieren die, die weniger gut ausgeprägt sind, profitieren deutlich besser als absolute Spitzenathleten, die schon kardiovaskulär sehr gut ausgebaut sind.

Das heißt erstens das. Und zweitens, und das ist super spannend, ist, dass Athleten, Athletinnen besser von Rote Beete insgesamt profitieren bei intermittierenden Belastungen. Das heißt, bei Belastungen, wo du mal Belastungen hast, mal kurz Pause hast, wieder Belastungen hast, wieder kurz Pause hast.

Und das heißt tendenziell auch in sehr vielen Teamsportarten, zum Beispiel Fußball, du bist ja nicht durchgehend nur am Rennen, sondern du hast ja auch mal kurze Belastungspausen. Und dementsprechend der Übertrag auf Hyrux finde ich halt super spannend, weil wenn man sich diesen Kontext so anschaut, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Rote Beete im Double besser funktionieren kann als im Single, weil du halt im Double diese kurzen, intermittierenden Belastungsphasen hast von gerade in den Stations, du hast halt aktive, ich sag mal, aktive Sachen, du hast passive Sachen im Sinne von kurz Pause.

Das heißt, du hast immer diese Zyklen, wo du halt drin bist, kurz Pause hast, drin bist, kurz Pause hast. Und es scheint so, dass Sportarten, die dieses Muster haben, tendenziell besser wirken für rote Beete als sehr gleichmäßig monotone, kontinuierliche Sportarten. Das fand ich sehr spannend. Und genau diesen Effekt wusste ich noch nicht, dass es bei diesen intermittierenden Belastungsphasen besser ist als bei sehr gleichmäßigen Phasen.

Aber fand ich persönlich ganz spannend.

Ja, da wo es so richtig azidotisch wird, also irgendwo hohe Zone 4 oder Zone 5, da hebelt das halt am meisten. Und wie du sagst, das hast du halt einfach spezifischer im Double. Und wir hatten das ja in einer vorherigen Folge hier auch die Frage so Single eher Zone 3 und Double Zone 4. Irgendwo ja, auch wenn das Wettkampftag immer ein bisschen Fragezeichen ist.

Aber generell genau das Ding, also wahrscheinlich ist der Effekt kleiner im Single, genau deswegen. Und im Double, wenn du dann halt mal richtig losarzen kannst, gerade bei den Stations, wo du dir halt auf viel Laktat dann reinknallst, ist das, ist der Effekt dann einfach höher.

Wie gesagt, das Wichtigste ist, es macht eher, es führt eher über diesen Effizienzgedanken, also dass es dich automatisch schneller macht. Das ist vielleicht nochmal ganz, ganz wichtig. Das heißt, es führt schon dazu, dass ihr weiter trainieren müsst da draußen und nicht nur hofft, dass ihr jetzt rote Bitte nimmt und plötzlich automatisch besser werdet.

Aber vielleicht von der Einnahme noch ganz kurz. Also man sagt so, wenn man eine akute Dosierung hat im Sinne von, man hat jetzt einen Wettkampf oder ein intensives Intervalltraining, dann sollte man das so idealerweise so 2-2,5 Stunden vor der Belastung nehmen. Und auch da gibt es von der Dosierung so unterschiedlichste Sachen von so 300 bis 600 Milligramm Nitrat, was man einnehmen sollte.

Das ist auch das, was ich häufig gemacht habe durch Ute-Bete-Saft. Ich habe noch nie Schotz getrunken, Schatz ist nochmal so ein bisschen anders, je nachdem, wie hoch konzentriert diese Konzentration von dem Stoff innerhalb des Schotz dann ist. Habe ich, wie gesagt, noch nie gemacht. Auch da gibt es so unterschiedliche Sachen von so 6 bis 10 Millimol, die drin sein sollten, damit es wirklich diesen effektiven Reiz hat.

Wie gesagt, habe ich noch nie genommen, diese Schotz. Ich will auch rote Beete trinken. Ich esse aber auch super gerne rote Beete und mache das bei mir eher so, dass ich eine Art von dauerhafter Einnahme über halt rote Beete habt. Da ist die Konzentration nicht so hoch wie jetzt in rote Beete Saft, den man dann mal trinken kann.

Kann man aber auch machen, wenn man eine stabilere NO-Verfügbarkeit haben möchte, von dieser Stickstoffmonoxidsache. Wenn man jetzt zum Beispiel mal eine intensivere Trainingswoche hat, wo man mehr den Fokus auf Viotomex legt, dann könnte man das auch mal über einen längeren Zeitraum von so fünf bis sieben Tagen mal ein bisschen mehr fokussieren, also mehr rote Betesaft trinken, um halt da reinzugehen.

Das heißt, in Richtung drei bis sieben Tage, je nachdem, was ansteht, oder halt ein intensives Wettkampfwochenende, wo man dann auch einfach mehrtägig diese Nitrat, ich wollte schon wieder sagen, Supplementierung nimmt. Aber letztendlich ist es ja nur eine Einnahme davon. Aber ja, grundsätzlich wirkt es sich schon nachweislich auf die Endurance-Leistungsfähigkeit aus.

Sehr positiv, wie gesagt, bei Personengruppen, die noch nicht so gut trainiert sind, versus sehr ausdauer leistungsfähige Personengruppen und wie gesagt, bei eher atzyklischen Bewegungen, wo wir in höheren Belastungs- und Spitzenphasen mal reingehen.

Genau, dazu ergänzt noch, was ich noch recherchiert hatte, ist, warum ist das Ganze so? Weil die Typ II-Fasern mehr profitieren als die Typ 1-Fasern. Also einfach die schnellkräftigeren, maximalkräftigen Muskelfasern. Und tatsächlich lohnt sich auch ein bisschen zu laden vorher. Also ich könnte mir dann für Hyrox zum Beispiel vorstellen, wenn du wirklich so eine ganze Taper-Woche machst, dass du wirklich in der intensiven Woche das durchaus, also in der Vorwoche, durchaus schon fahren könntest und dann aber in der Taper-Woche beibehältst.

Und ein ganz wichtiger Punkt, oder so ein bisschen funfact-artig fast schon, dass du keine antibakterielle Mundspülung benutzen solltest, weil das, die Verdauung beginnt ja im Mund und dass dann die quasi Mundschleimer oder die Mundflora in dem Sinne so schon nicht dafür sorgen kann, dass das funktioniert.

Finde ich, das wäre wieder so ein Punkt, also so ein Wissensschnipsel, dann sind wir wieder bei diesem Radarschirm. Ich mach das doch, aber du bist halt so ein Mundspülungsnutzer und wunderst dich dann, warum das nicht funktioniert. Ess recht dann, wenn es nicht schmeckt und du es hier reinzwingst. Finde ich super, so eine Info.

Ja, von daher bricht man eure Erfahrung.

Ja, ich genauso. Ich mag es übrigens. Ich trinke das eigentlich ganz gerne. Ich esse es auch sehr gerne, muss ich sagen.

Du quälst dich halt auch einfach gerne. In allen Belangen anscheinend. Das kann auch sein.

Alright, Leute.

Wir sprechen irgendwann mal, was Timo sonst noch so für Hobbys hat.

Tja, rote Bete, Eltern trinken. Gute Bete essen. Ich sage nur guten Hunger, Leute. Vor eurem nächsten Mal. Guten Appetit. Genießt ihr das. Tschüss zusammen. Ciao.

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