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Cover von Katechismus in einem Jahr

Religion & Spiritualität

Katechismus in einem Jahr

von Samuel Glöggl

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Ohne Schuldton.
Ohne Druck.
Ohne Bevormundung.

Tag für Tag durch den Katechismus der Katholischen Kirche.
Ein ruhiger Weg, den Glauben besser zu verstehen.

Der Katechismus kann Schritt für Schritt mitgelesen werden.

Folgen

  1. Für Wahrheit einstehen, ohne andere vorschnell zu verurteilen

    Katechismus: §§ 2471–2478 Schweigen kann weise sein, aber auch Unrecht decken oder einem Verleugnen nahekommen. Christliches Zeugnis sucht nicht die Aufmerksamkeit um ihrer selbst willen. Es lässt Christus durch glaubwürdige Worte und ein e

  2. Ehrlich sein heißt nicht, jedem alles zu sagen

    Katechismus: §§ 2463–2470 Verlässlichkeit entsteht, wenn Worte, Handeln und innere Haltung zusammenpassen. Bewusste Täuschung und ein Leben mit Masken beschädigen dagegen das Vertrauen, auf das Beziehungen und Gemeinschaft angewiesen sind.

  3. Wirtschaft dient Menschen – nicht Menschen der Wirtschaft

    Katechismus: §§ 2455–2462 Preise, Verträge und Gewinne sagen noch nicht, ob wirtschaftliches Handeln gut ist. Sein entscheidender Maßstab bleibt die Würde jeder Person, die weder Ware noch bloßer Kostenfaktor sein darf. Arbeit, Besitz und n

  4. Deine Hilfe kann lindern – oder einen Menschen beschämen

    Katechismus: §§ 2447–2454 Hilfe beginnt mit dem Blick auf einen Menschen, der dieselbe Würde hat wie wir. Not kann materielle Unterstützung verlangen, aber auch Trost, geduldige Nähe oder Vergebung. Das siebte Gebot schützt Eigentum und fra

  5. Spenden ersetzen nicht, was anderen längst zusteht

    Katechismus: §§ 2439–2446 Wer in akuter Not ist, braucht konkrete Hilfe. Zugleich bleibt die Frage, ob Menschen ihr Leben danach selbst gestalten können oder in abhängigen Verhältnissen bleiben. Der Katechismus verbindet die Sorge um Arme m

  6. Ein Vertrag macht einen unfairen Lohn nicht gerecht

    Katechismus: §§ 2431–2438 Was Menschen verdienen, bestimmt mit, wie sie ihren Lebensunterhalt gestalten und für andere sorgen können. Eine freiwillige Vereinbarung allein beantwortet noch nicht die Frage nach einem gerechten Lohn. Der Katec

  7. Wenn nur Gewinn zählt, wird der Mensch zur Kostenstelle

    Katechismus: §§ 2423–2430 Wenn die eigenen Kräfte nachlassen, bleibt die Würde bestehen. Der christliche Glaube begründet sie darin, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat. Die kirchliche Soziallehre fragt, ob wirtschaftlic

  8. Was du der Erde nimmst, kann anderen fehlen

    Katechismus: §§ 2415–2422 Die Erde und ihre Geschöpfe dienen dem menschlichen Leben, sind aber nicht bloß ein Vorrat für den eigenen Vorteil. Wer die Gaben der Schöpfung nutzt, trägt Verantwortung für die Folgen – auch für Menschen, die nac

  9. Was du schuldest, wird durch Vergebung nicht erledigt

    Katechismus: §§ 2407–2414 Wenn nach einem Unrecht etwas offenbleibt, kann auch die Beziehung zwischen zwei Menschen belastet sein. Reue ist ein Anfang, ersetzt aber nicht, was dem anderen zusteht. Nach der Lehre der Kirche gehören zur Umkeh

  10. Dein Eigentum gehört dir – aber nicht nur dir

    Katechismus: §§ 2399–2406 Ein Zuhause oder Erspartes kann Sicherheit geben und vor Abhängigkeit schützen. Die Sorge um die eigene Zukunft ist verständlich und hat ihren Platz. Der Katechismus sieht die Schöpfung zugleich als Gottes Gabe an

  11. Liebe allein ersetzt das endgültige Ja noch nicht

    Katechismus: §§ 2391–2398 Ein ernst gemeinter Entschluss zu heiraten ist noch nicht die Ehe selbst. Die kirchliche Lehre versteht sexuelle Vereinigung als Teil des bereits geschlossenen Ehebundes: Sie drückt eine Hingabe aus, die über den A

  12. Nach einer Trennung tragen nicht alle dieselbe Schuld

    Katechismus: §§ 2383–2390 Eheliche Treue bedeutet nicht, sich schutzlos einer Gefahr auszusetzen. Eine Trennung kann berechtigt sein, auch wenn das Eheband bestehen bleibt. Eine staatliche Scheidung erzählt zudem nicht die ganze Geschichte

  13. Kinderwunsch tut weh – warum lehnt die Kirche Wege ab?

    Katechismus: §§ 2375–2382 Wenn ein Kind ausbleibt, können sich Sehnsucht, Hoffnung auf Behandlung und Enttäuschung über Grenzen verbinden. Die kirchliche Lehre unterscheidet zwischen medizinischer Unterstützung der Eheleute und Verfahren, d

  14. Schwangerschaft aufschieben, ohne sich dem Leben zu verschließen

    Katechismus: §§ 2367–2374 Ein weiteres Kind kann ersehnt sein und zugleich Fragen nach Gesundheit, Belastung und den eigenen Kräften aufwerfen. Die kirchliche Lehre versteht verantwortete Elternschaft als gemeinsame Gewissensentscheidung, d

  15. Wenn die Verliebtheit nachlässt, wovon lebt euer Ja?

    Katechismus: §§ 2359–2366 Ein Versprechen fürs Leben trägt auch durch Zeiten, in denen sich Nähe verändert. Eheliche Liebe gilt nach dem Katechismus dem ganzen Menschen und verbindet Treue mit der Bereitschaft, Leben weiterzugeben. Körperli

  16. Wenn Lust Menschen benutzt, wird ihre Würde verletzt

    Katechismus: §§ 2351–2358 Eine Handlung ehrlich anzusehen, bedeutet nicht, den ganzen Menschen auf sie festzulegen. Auch wo Scham das Sprechen erschwert, bleibt seine Würde bestehen. Der Katechismus unterscheidet zwischen sexueller Neigung,

  17. Sex vor der Ehe: Wie kann Liebe beim Warten wachsen?

    Katechismus: §§ 2343–2350 Liebe wächst auch durch das, was Menschen einander schon jetzt geben: Verlässlichkeit, Freundschaft und die Bereitschaft, aufeinander zu hören. Der Verzicht auf sexuelle Nähe allein macht eine Beziehung noch nicht

  18. Wenn dein Verlangen führt, kann deine Freiheit schwinden

    Katechismus: §§ 2335–2342 Die Sehnsucht nach Nähe muss nicht verleugnet werden. Der Glaube lädt dazu ein, mit ihr so umzugehen, dass Gefühle, Entscheidungen und Handlungen zur Achtung vor der ganzen Person passen. Der Katechismus nennt dies

  19. Du bekämpfst Unrecht – doch dein Gegner behält seine Würde

    Katechismus: §§ 2327–2334 Unrecht klar zu benennen, entbindet nicht von der Verantwortung für das eigene Handeln. Auch im Krieg gelten moralische Grenzen; die Grausamkeit anderer rechtfertigt keine eigenen Verbrechen. Der Katechismus ruft d

  20. Du brauchst Hilfe – dein Leben ist nicht weniger wert

    Katechismus: §§ 2319–2326 Wer Hilfe braucht, kann sich fragen, ob er anderen zur Last fällt. Der christliche Glaube spricht jedem Menschen einen Wert zu, der nicht von Gesundheit, Selbstständigkeit oder Leistung abhängt. Der Katechismus zie

  21. Befehle erlauben auch im Krieg nicht jedes Mittel

    Katechismus: §§ 2311–2318 Die Angst um das eigene Zuhause macht die Sehnsucht nach Sicherheit verständlich. Doch auch unter Bedrohung bleibt die Würde anderer Menschen verbindlich: Zivilisten, Verwundete und Gefangene brauchen Schutz und Ac

  22. Wenn du nur den Feind siehst, gewinnt der Hass

    Katechismus: §§ 2303–2310 Frieden bedeutet nicht, Unrecht hinzunehmen. Wer Bedrohte schützt und Unrecht entgegentritt, kann dennoch darauf achten, dem Gegner nicht sein Menschsein abzusprechen. Feindesliebe verlangt weder Zustimmung zum Unr

  23. Ein guter Zweck erlaubt dir nicht jedes Mittel

    Katechismus: §§ 2295–2302 Verantwortung für einen hilflosen Menschen gibt kein Recht, beliebig über ihn zu verfügen. Bei Forschung und Organspende fragt der Katechismus nach Schutz, Zustimmung und den Grenzen des Handelns. Der Impuls benenn

  24. Forschung braucht Grenzen, damit sie dem Menschen dient

    Katechismus: §§ 2287–2294 Für den eigenen Körper zu sorgen ist wichtig. Doch wenn Gesundheit und Stärke zum Maßstab für ein gelungenes Leben werden, entsteht Druck. Krankheit und nachlassende Kräfte nehmen einem Menschen nichts von seiner W

  25. Nach einem Suizid endet die Hoffnung auf Erbarmen nicht

    Katechismus: §§ 2279–2286 Nach einem Suizid bleiben oft schmerzliche Fragen zurück. Der Katechismus bewertet Selbsttötung als schweres Unrecht, doch daraus folgt weder ein endgültiges Urteil über den Verstorbenen noch eine pauschale Schuldz

  26. Sterben zulassen heißt nicht, einen Menschen zu töten

    Katechismus: §§ 2271–2278 Eine belastende Behandlung zu beenden kann sich für Angehörige wie Aufgeben anfühlen. Der Katechismus unterscheidet jedoch zwischen dem Verzicht auf unverhältnismäßige Maßnahmen und einer absichtlichen Tötung. Der

  27. Notwehr: Darfst du dich wehren, wenn ein Angreifer stirbt?

    Katechismus: §§ 2263–2270 Auch das eigene Leben verdient Schutz. Der Katechismus unterscheidet zwischen der Abwehr eines Angriffs und dem gewollten Tod eines Menschen. Berechtigte Gegenwehr bleibt an das gebunden, was zum Schutz nötig ist.

  28. Du wehrst dich gegen Unrecht – wann wird daraus Vergeltung?

    Katechismus: §§ 2255–2262 Wer Unrecht erlebt, darf es benennen und sich dagegen wehren. Verletzung und Empörung sind jedoch nicht dasselbe wie der Wunsch, einem anderen Menschen Schaden zuzufügen. Nach christlichem Verständnis verliert auch

  29. Du gehst einen anderen Weg – bist du deinen Eltern undankbar?

    Katechismus: §§ 2247–2254 Liebe und Dankbarkeit gegenüber den Eltern bleiben auch dann bedeutsam, wenn ein erwachsenes Kind anders entscheidet, als sie gehofft haben. Das vierte Gebot erinnert an die Verbundenheit und an die Bereitschaft, E

  30. Du liebst deine Heimat – was schuldest du Schutzsuchenden?

    Katechismus: §§ 2239–2246 Dankbarkeit für die eigene Heimat kann mit Sorge für Menschen einhergehen, die anderswo Schutz und eine Lebensmöglichkeit suchen. Der Katechismus verbindet Verantwortung für das Gemeinwesen mit der Pflicht wohlhabe

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