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„Wir müssen auf die nachwachsende Generation sehr setzen und ihr viel zutrauen“
Erwachsene unterschätzen Jugendliche manchmal „Besonders bei Jugendbüchern, wenn die Hauptcharaktere in eine kindliche Situation gebracht werden, dass sie jünger dargestellt sind, als ihr Alter halt entspricht.“ Die 16-jährige Babett Finta
Shida Bazyar: „Wir müssen uns selbst misstrauen – wir denken alle, wir gehören zu den Guten“
Ein Roman gegen die Gleichgültigkeit „Ich schreibe nicht, um Preise zu bekommen“, sagt Shida Bazyar (https://www.swr.de/kultur/geschichte/shida-bazyar-buchpreis-gewinnerin-2026-ns-vergangenheit-hermeskeil-100.html) auf der Frankfurter Buchm
Friedenspreis für Philippe Sands: Was in seiner Rede wichtig war
Feierliche Stimmung in der Frankfurter Paulskirche „Mit seiner Rede hat Philippe Sands zur feierlichen Stimmung beigetragen,“ beschreibt SWR Kultur Literaturredakteur Christoph Schröder die Atmosphäre in der Paulskirche. Der Friedenspreis d
Wie der Literaturnobelpreis die Frankfurter Buchmesse aufwirbelt
Wo die Sektkorken knallen Donnerstagmittag, Halle 5, Stand von S. Fischer. Gerade kam die Nachricht aus Stockholm, der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an die kanadische Autorin Anne Carson. Hier wird Sekt ausgeschenkt, gefeiert. D
Die Zerstörung der Vernunft: Robert Misiks „Die Kunst des Widerstands“
Die Verschwurbelung der Welt schreitet voran, der gesellschaftliche Diskurs wird immer aggressiver. Die radikale Rechte trägt dazu mehr als nur ein Scherflein bei. Eines ihrer wirksamsten Instrumente: die Grenzen zwischen Verschwörungswahn,
Sehnsucht nach Stabilität
Auch in dieser Familie, von der Philipp Oehmke in seinem zweiten Roman erzählt, liegt einiges im Argen. Emilia Papenburg hat ihren Mann verlassen und ist aus der Uckermark nach New York gezogen. Die beiden Kinder hat sie mitgenommen, andere
Freud auf der Couch: Lesen als kritische Praxis
Träume sind diffuse Zerrbilder unseres Erlebens. Und sie sind flüchtig. Traumdeutungen, die in den persönlichen Erzählungen überindividuelle Muster erkennen wollen, sind hingegen überraschend langlebig. Daraus hat sich eine ganze Wissenscha
Alles so schön bunt hier! Die Geschichte des Universums in Farben
Ödes Beige Sie denken, die Farbe des Universums sei schwarz? Da irren Sie. Es ist ein fades, weißliches Beige. Woher wir das wissen? Nun, zu Beginn der 2000er-Jahre haben Astronomen das Licht von hunderttausenden von Galaxien statistisch ge
Rachel Cusk: Das Leben der M
Eine Schriftstellerin schreibt die Autobiografie einer Schauspielerin. Wie soll das gehen? Eine Reflexion über das Scheinbare und das Offensichtliche.
Ingo Schulze: Das Wasser im August
Eine Erinnerung an einen Sommer im Jahr 1979. Und eine Hauptfigur, die im Publikum sitzt und zuhört. Raffiniert konstruiert, mit großer Sogwirkung.
Emma Cline: In die Schweiz
Auf der Booker Prize-Longlist: Was geschieht, wenn ein Mensch sich selbst zum Fremden wird? Eine Abschiedstour mit der Frage: Was bleibt?
Shida Bazyar: Die Lücken
Eine Tiefenbohrung in Sachen Heimat. Bazyar folgt den Lebensläufen im fiktiven Hunsrück-Dorf Heimesbach von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart.
SWR Bestenliste Oktober
Vier Bücher und so gut wie kein Dissens, ist das möglich? Judith von Sternburg, Paul Jandl und Hubert Spiegel aus der Jury der SWR Bestenliste stellten vor allem die literarischen Qualitäten der ausgewählten Bücher heraus. Die Veranstaltung
Jedes Leben ist eine Uraufführung: die Prager Autorin Lenka Reinerová
Viele Lebensgeschichten, die das 20. Jahrhundert mit all seinen Katastrophen und totalitären Schrecken hervorgebracht hat, sind voller Einschnitte und Widersprüche, Leid und Erschütterungen. Manche dieser Lebensgeschichten erscheinen im Nac
Die zerstreute Macht: Donatella Di Cesares „Demokratie und Anarchie“ | Buchkritik
Als sich vor über zweihundert Jahren in ganz Europa demokratische Bewegungen formierten, entstand auch eine neue Begeisterung für die Kultur der Griechen und ihre Geschichte. Galt das Land doch als Wiege der Demokratie und hatte nicht nur d
Liebe und Zeitgeschichte auf dem Dorfe: Alex Capus‘ neuer Roman „Querfeldein“
Zu den vielen nur scheinbar ganz normalen Leuten, von denen der Schweizer Schriftsteller Alex Capus schon erzählt hat, gesellen sich in seinem neuen Buch ein Wirt, seine Frau, die Tochter und ihr Liebhaber. Sie alle verbindet ein Gasthaus i
Sachbuch „Das fühlende Gedächtnis": Warum Vergessen oft heilsam ist
Viele stellen sich das Gedächtnis vor wie ein chaotisches Filmarchiv, voller Mitschnitte des eigenen Lebens, manche irgendwo tief vergraben oder gesperrt in den Tresor des Unbewussten, dessen Zahlenkombination womöglich der Therapeut unsere
Liebe in Zeiten der Gefühlsblocker: „Sneaker“ von Kirsten Fuchs
In Sachen Vergangenheit suhlt man sich ja gern im Gefühl wohliger Überlegenheit. Was haben die Menschen früher alles gedacht und geglaubt! Nur dumm, dass uns dieses Schicksal selbst auch einmal blühen dürfte. Beispiel Liebe. In Kirsten Fuch
Neue Bücher von Louise Kennedy, Franziska Gänsler, Thomas Weiß, Richard Ford, Ilija Matusko und Sabrina Janesch
Louise Kennedy erzählt von einer toxischen Freundschaft, Ilija Matusko von seinem Vater und Richard Ford von seinen Lektüren.
Wie Franziska Gänslers Roman „Orca" Popkultur und Politik verwebt
Orcas versenken Jachten 2020, mitten im Corona-Lockdown, gehen Videos von Orcas viral, die gezielt Boote attackieren. Bilder, die auch die Freundinnen Cora und Olympia beim Scrollen entdecken – in Franziska Gänslers Roman, der jetzt auf der
Sabrina Janeschs neuer Roman „Territorium“: Zeitenwende auf Hawaiianisch
Im Jahr 1893 überschlagen sich in Honolulu die Ereignisse. Lili’uokalani, die Königin Hawaiis, wird in einem Staatsstreich gestürzt. Hinter dem Putsch stehen amerikanische Großgrundbesitzer, die schon bald die Regierungsgeschäfte übernehmen
Die Heimat, die es nicht mehr gibt
„Signatur meiner Kindheit“ Der Soziologe Ilija Matusko (https://www.swr.de/kultur/literatur/ilija-matusko-arbeitsgerueche-sind-marker-dafuer-wo-man-herkommt-100.html) wurde 1980 geboren; seine Mutter stammt aus Bayern; sein Vater kam in den
Der Tod, der Kampf und die Wunden des Lebens
„Combat toujours perdant“ – das könnte man auch mit „Der Kampf, der stets vergeblich ist“ übersetzen. 1996 lautete der Titel eines Gedichtbandes Houellebecqs noch „Le Sens du combat – Der Sinn des Kampfes“. Jetzt, dreißig Jahre später, hat
Nicht weniger streiten, sondern besser streiten
Höflichkeit scheint etwas Altmodisches zu sein. Wir verbinden damit gutes Benehmen und Kinder, die Bitte und Danke sagen. Der Politikwissenschafter Pierrot Raschdorff plädiert dafür, den Begriff Höflichkeit weiter zu fassen: Als Möglichkeit
Eine Biografie zum 200. Todestag des Dichters Johann Peter Hebel
Lob von Goethe Vielleicht war es Johann Peter Hebel einst gar nicht so recht, dass der berühmte Johann Wolfgang von Goethe seine „alemannischen Gedichte“ rühmte. Jedenfalls nicht, wie er sie rühmte. So erzählt es Thomas Weiß, der genau wie
Psychothriller für Heterofatalistinnen
Liebe macht blind – selbst die, die es besser wissen müssten. Wie Claire Lancel, die ihre Ehe mit einem Narzissten gerade erst in einem autofiktionalen Buch verarbeitet hat. Doch zu Romanbeginn verliebt sich die Mittfünfzigerin erneut; dies
Gegenseitige Verknäuelung und Verstrickung: Sebastian Haffners „Der Teufelspakt“
1915, mitten im Ersten Weltkrieg, verfasste der kaiserliche Gesandte Deutschlands in Kopenhagen, Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau, eine einflussreiche Denkschrift: „Es wäre ein folgenschwerer Irrtum, jetzt noch traditionelle Beziehungen zu Ru
„Erst verdoppelt, dann verdreifacht“
Zwei große Regale mit englischen Büchern Immer mehr Buchläden bieten englische Bücher an. Auch Bücher Bender in Mannheim, eine der ältesten Buchhandlungen in Deutschland. Eine rote Teppichtreppe führt ins Untergeschoss. Dort findet man zwei
lesenswert Magazin mit neuen Büchern von Karosh Taha, Adania Shibli, Cristina Rivera Garza, Souvankham Thammavongsa und einem Gespräch über englische Literatur im Buchhandel
Karosh Taha ist zu Gast und erzählt von Kurden im Irak. Adania Shibli schreibt übers Westjordanland. Außerdem lesen wir auf Englisch, zeichnen mit Messern und feilen uns die Nägel.
Ein Geschichtenmesser aus Alaska. Kolonialobjekte aus der Sammlung des Berliner Humboldt Forums
„Dem Messer die Klinge nehmen“ – so lautet das Versprechen im Titel von Cristina Rivera Garzas Büchlein. Mit einem stumpfen Messer will die mexikanische Autorin die Erinnerung an Opfer von Femiziden wachhalten. Dazu hat sie ein sogenanntes